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Man darf nicht nur über die problematischen Aspekte der Person und Personalie Joachim Gauck diskutieren, man muss. Präsidenten, die ein präsidiales Selbst- und Weltbild erst im Amt entwickeln müssten, hatten wir zur Genüge.
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Anatol Stefanowitsch's profile photoDaniel Spielmann's profile photoMichael Knuth's profile photoFlorenz Villegas's profile photo
27 comments
 
Danke für die Erläuterungen. Inzwischen ermüden mich Diskussionen darüber, wer es NICHT bleiben/werden/sein sollte. Gesucht ist also "ein Staatsoberhaupt (...), dem die Herausforderungen der unmittelbaren Zukunft klar sind und der progressive und partizipative Ideen dazu hat, wie wir sie angehen könnten."
Zensursula und alle anderen Frauen scheiden also aus.
Bleibt die Frage: WER sollte es denn sein?
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Danke für den guten Text (dessen Tendenz aber nicht meiner Meinung entspricht) und natürlich muss man darüber diskutieren. Meine heutige SPON-Kolumne (noch nicht erschienen) handelt davon, dass die Zitatkultur – eigentlich Kern der sozialen Medien – in der gestrigen Gauckiade so sehr missbraucht wurde, dass eventuelle tiefergehende Kritik entwertet wurde. Das ist zwar oft so und schon länger, ein mediales Phänomen also, aber die sozialen Medien im Verbund mit den professionellen haben den Prozess der Zitat-Verdichtung sehr beschleunigt und damit wirkmächtiger gemacht. Ich halte es für problematisch, wenn nach dem dritten Zitatzitat die Worte "occupy" und "unsäglich albern" direkt aufeinander bezogen werden, obwohl das im Original nicht der Fall war. Ganz unabhängig davon, welche Position man zu Gauck bzw. politisch überhaupt hat.
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+Daniel Spielmann Es sind, wenn es hoch kommt, 20 Namen von denen in den Ring geworfen worden, die am Entscheidungsprozess tatsächlich beteiligt sind. Bei 80 Millionen Einwohnern macht das nicht den Eindruck, als habe man da ernsthaft gesucht. Die Tatsache, dass man sich keine Woche Zeit gelassen hat, um das höchste Amt im Staat zu besetzen, verstärkt diesen Eindruck. Überhaupt halte ich es für falsch, dass man das ganze sofort als Personalsache behandelt hat, statt ein wenig darüber zu diskutieren, nach welchen Kriterien man bei der Suche überhaupt vorgehen soll. Ich habe eine ganze Reihe von Namen im Kopf, aber ich bin kein Mitglied der Bundesversammlung, sondern (wie die gesamte Bevölkerung) nur Zuschauer, also sind diese Namen völlig ohne Belang.
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pfff. glaubt noch jemand ernsthaft daran das da eine auswahl anhand objektiver kriterien stattgefunden hat? da wurde meiner meinung nach hauptsächlich darauf geachtet das sich niemand im nachhinein als looser dasteht wie bei wulff die kanzlerin.....das ist doch alles. wenn alle für eine person stimmen macht niemand etwas falsch. geht da wohl leider nur um die nächste wiederwahl und weniger um das wohl deutschlands. SOWAS schädigt ein ansehen...schade das niemand den arsch in der hose hatte und hernn töpfer benannt hat, er wäre sehr gut geeignet die wahren und existentiellen herausforderungen der zukunft zu benennen und mehr in den fokus zu rücken, als da wäre klimawandel, energiewende, umweltflüchtlinge etc......
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Sehr schöne ausführliche Auseinandersetzung mit Herr Gauck!
Danke!
Jeder kann jetzt selber nachlesen, sich sein Bild machen und zu eigenen Schlüssen kommen.

Für mich ist Gauck weiterhin untragbar, unwählbar und ungeeignet, aber vermutlich sieht ein Großteil der Deutschen das anders.
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Es ist immer wieder traurig mit anzusehen wie ehemals fortschrittliche Menschen im Alter zu verstocken Reaktionären werden +Wolfgang R. Albath
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Prinzipiell finde ich es ja gut, dass der Versuch einer intensiveren Auseinandersetzung mit diesen Zitaten unternommen wird. Allerdings erweckt der Text durch die Länge und Aufmachung nur den Anschein, dass sich hier neutral mit dem Thema befasst wird.
Gauck ist mit Sicherheit kein einfacher Mensch und man muss auch nicht mit allen Dingen einverstanden sein. Er setzt sich aber sehr differenziert mit Thematiken auseinander und bietet eben keine Schwarz-weiss Antwort.
Der hier verfasste Text zeigt mehr die Meinung des Verfassers, als er auf die Zitate eingeht. Die meisten Kritiken beziehen sich auf Dinge, die Gauck nicht (explizit) gesagt hat und ihm in den Mund gelegt werden.
Als Beispiel sei hier das Zitat der Montagsdemonstrationen erwähnt. Gauck differenziert nur, dass man kein falsches Etikett braucht für eine gute Sache und dass eben doch ein Unterschied besteht, ob man für Sozialreformen demonstriert oder gegen ein System, das kein Rechtssystem hatte. Ihm aus dieser Aussage den Strick zu drehen, er könne sich nicht in die Welt der Hartz4ler hineinversetzen, geht einfach am Thema vorbei.
So habe ich bei den meisten Punkten immer ein - sagen wir mal- Geschmäckle, dass es nicht darum geht, was als Zitat da steht, sondern was nicht da steht und dem Autor aufstösst.
Die Zusammentragung der Zitate fand ich gut, aber die Interpretation hat für mich keinen Erkenntnisgewinn gebracht, eher die Zusammentragung wieder verwischt.
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+Mario Gaab Ich finde nicht, dass ihm hier etwas in den Mund gelegt wird. Seine Aussagen werden interpretiert. Über die Interpretation kann man dann im einzelnen streiten, aber ohne Interpretation kein Verständnis.
Und ich verstehe seine Aussagen auch so wie +Anatol Stefanowitsch, auch schon bevor ich seinen Text gelesen hatte. Besonders bei der Aussage zum Gehalt seines Fahrers musste ich schlucken. Dass Gauck hier gar nicht merkt, dass diese Aussage in Form "ausbeuterischer Arbeitgeber" auf ihn zurück fallen könnte. Wie viel (oder wenig) müsste der Fahrer eigentlich so verdienen, damit Gaucks Aussage stimmt?
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+Ole Heide Traurig finde ich eigentlich nur, das "Jungspunde" zu Toleranz nicht fähig sind oder sein wollen, weil sie glauben sie könnten alles besser. Das mag ja noch irgendwie verständlich sein, aber Meinungen anderer oder auch älterer Mitbürger derartig abzuqualifizieren zeigt das Fehlen von sozialer Kompetenz - und das finde ich wirklich schlimm! und zeichnet doch immer häufiger diese unsere Gesellschaft aus.
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+rollinger doc, mir sind in dieser Zeit alte Reaktionäre (in Bezug auf die 68iger Bewegung) wesentlich lieber als neudeutsche Wende häls(innen) in Kostüm und höchster Position, um eine Koaltion mit einer 3% - Partei zu halten.
+Wolfgang R. Albath hat sich in seinem Leben einen gesunden Standpunkt zugelegt, wenn Gauck das nur halb so gut kann, keimt auch in mir ein Funken Hoffnung, die ja bekanntlich zuletzt stirbt.
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+Stephan Wellstein Das, was mir am Text am meisten aufstösst, ist die Aufmachung eines aufklärerischen Textes mit dem Inhalt eines Kommentars. Wäre der Text als Meinung klassifiziert, ist alles ok. Diese legt der Autor dar, und das ist sein gutes Recht. Aber in der Einleitung wird das aus dem Zusammenhang reissen angeprangert, und gleichzeitig diese Methodik angewandt. Da stimme ich mit +Alexander N. Benner überein.
Ohne Interpretation kein Verständnis ist korrekt, aber Interpretation bedeutet ein Auseinandersetzen mit dem Text, und jegliche Auslegung muss den Text als Grundlage haben. Die Grundlage ist hier aber die Meinung des Autors, und nicht der Text.
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+Wolfgang R. Albath ich muß mich für meine harten Worte entschuldigen, aber wenn jemand Sarazins unsäglichen Schmarrn "mutig" findet, knallen bei mir einige Sicherungen durch, sorry.
Ich finde Ihre Aufforderung sich zu engagieren und mitzumischen richtig und gut, und mache dies auch in der Gewerkschaft.
Gegen Menschen die mit Sendungsbewußstsein ihre Religion vor sich hertragen und diese allen Menschen aufoktroieren wollen lehne ich ebenso ab wie Sie, sehe diese aber in der westlichen Welt in erster Linie im Christlichen Lager.
Was ich nicht richtig finde, ist eine Debatte über die Eignung eines Kandidaten abzulehnen, denn dies ist in meinen Augen ein zentraler Bestandteil einer offenen kritischen demokratischen Gesellschaft.
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Ich mache mir echt Sorgen um Deutschland. Dass die Linke und die Piraten bei der Präsidentendiskussion nicht einbezogen wurden, finde ich ausgesprochen arrogant, dass die Grünen dagegen nicht protestiert haben, unverschämt und eine Leugnung ihrer eigenen Geschichte. Und die Schleimerei der Grünen bei der Podiumsdiskussion/Presseveranstaltung … grauenhaft. Dabei habe ich ein grünes Parteibuch :-o
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+Wolfgang R. Albath "Es war mutig von Gauck, Sarazins Buch "mutig" zu nennen."
Oder dumm. In dem hier ständig zitierten Interview der SZ sagt Hr. Gauck, Sarrazin hätte ein "Problem" angesprochen, seine "biologischen Herleitungen" seien etwas ganz anderes (womit er sich von ihnen distanziert). Das Problem an der Sache offenbart sich an anderer Stelle, als Her Gauck nämlich angibt, das Buch selbst gar nicht gelesen zu haben. Hätte er das getan, würde er wissen, dass für Sarrazin diese biologischen Herleitungen immanenter Teil der Problematik sind. Kauft man also Sarrazins "Problem", kauft man auch den Rest. Herr Gauck hat eine Differenzierung vorgenommen, die so gar nicht existiert.
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+Thomas Rohde: Die Piraten sind keine Bundestagsfraktion und die Linke sind keine Demokraten. Die NPD wurde ja auch nicht gefragt. (Das hat nun bitte nichts mit den Piraten zutun).
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+Florenz Villegas Das ist schlicht und einfach falsch. Ich habe die Vorstellung des Buches und die dazugehörige Pressekonferenz life gesehen. Sorry, dort ging es um gesellschaftliche Belange im Buch und der Sarrazin-Kritik dazu, die offensichtlich einen Großteil des Buches ausmacht. Ich bin weder Rassist noch fremdenfeindlich, kein Anhänger der Thesen von Herrn Sarrazin und kenne nur den Teil des Buches, der vorgestellt wurde, in dem er auch einen Bereich angesprochen hat, der mir ganz persönlich im ganz alltäglichen Leben auf den Geist geht und den viele aus Sorge für fremdenfeindlich abqualifiziert zu werden, in diesem Lande nicht mehr ansprechen. Aber Kopf in den Sand ist keine Lösung und zwar für ALLE Bürger dieses Landes nicht. Eines hat Sarrazin erreicht, die Thematik wurde aufgegriffen und ernsthaft behandelt.
Ich spreche trotzdem aus, wenn mich Dummheit, Dreistheit und unverschämtes Benehmen von Bürgern dieses Landes nerven. Ebenfalls Kriminalität, Rassismus, Denkfaulheit und Null Bock ist kein Thema, worüber ich schweige, nur weil dort ebenfalls Migranten betroffen sind. Und genau wie bei "DEN" Deutschen nervt mich das bei "DEN" Migranten.
Was mir aber wirklich auf den Zeiger geht, ist die Aussage von diversen Migranten: Ich habe einen deutschen Pass aber ich bin Türke, Jugoslawe oder wie auch immer. Wenn ich in einem Land geboren wurde oder einen entsprechenden Pass als Zugehörigkeit zu einem Land besitze, sollte ich zu diesem Land stehen, oder aber die Konsequenzen ziehen und dieses Land wieder verlassen um einen Platz in meiner wahren Heimat zu finden, ansonsten sind solche Aussagen respektlos der Gesellschaft gegenüber, deren Annehmlichkeiten in Anspruch genommen werden, aber solche Personen ansonsten nichts mit "denen" zu haben wollen. Es sind leider immer noch zu viele, die sich so präsentieren und - das muss man sagen dürfen.

Also ganz deutlich: Wer in diesem Land leben möchte, hat Rechte und Pflichten die er in Anspruch nehmen kann oder die er einhalten muss, egal ob deutscher Abstammung, Migrant oder einfach nur zugereist und nicht auf Dauer hier. Hier kann es keine Einbahnstraße der Bereitschaft geben.
Übrigens verlangen dies ebenfalls andere Länder. Ich habe einige Zeit in einem afrikanischen Land gelebt, indem man schneller als einem lieb ist, den Knast von innen gesehen hätte, bei Vergehen gegen Gesetze des Landes.

Also, ich denke Herr Gauck hat sehr wohl differenziert indem er ausführte, dass es mutig ist, dass Sarrazin dieses Thema aufgegriffen hat, denn die Reaktionen hier machen es doch ganz deutlich - und Herr Gauck hat keinerlei Wertung über das Sarrazin- Buch und dessen Inhalt vorgenommen, also, was wirft man ihm vor? Bedeutet es einfach nur, dass man sich der Mainstream-Meinung immer und ohne Wenn und Aber anschließen muss in diesem Lande? - aus Sorge vor Repressalien? Damit ist niemanden gedient, dagegen hilft einzig eine offensive Herangehensweise. Vor zwei Jahren war ich für Gauck, heute sehe ich die Dinge differenzierter, aber ich lehne es ab, jemanden mit an den Haaren herbeigezogenen Argumenten abzuqualifizieren. Außerdem hat auch ein Herr Gauck das Recht auf Meinungsäußerung und Meinungsfreiheit und das gefällt eben nicht immer Allen.
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+Gisela Rieger

"Außerdem hat auch ein Herr Gauck das Recht auf Meinungsäußerung und Meinungsfreiheit und das gefällt eben nicht immer Allen."

Selbstverständlich hat er das. Niemand streitet ihm das ab, ich am allerwenigsten. Darf ich deshalb nicht mehr öffentlich sagen, nicht mit ihm einer Meinung zu sein? Insbesondere wenn er mein Staatsoberhaupt werden soll?

Ich würde nie auf die Idee kommen, Ihnen den Mund zu verbieten oder auch nur andeuten, Sie sollten die Klappe halten, nur weil Sie nicht meiner Meinung sind.

Diskussionen funktionieren nur, wenn man unterschiedlicher Meinung ist. Alles andere wären Kaffeekränzchen.
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+Anatol Stefanowitsch Ich verfolge die Diskussionen im Netz über Gauck und ja... ich klicke auf die links und lese die Texte und Zitate im Kontext.
War mir Gauck anfänglich nur unsympatisch, zu knöchern und mit seiner Gauck-Behörde zu wenig an wirklicher Aufklärung der Stasi-Altlasten interessiert, so widerstrebt mir inzwischen seine Grundhaltung.
Ich gebe jenen Recht, die anprangern, dass sich zu wenig Zeit genommen wurde, eine geeignete Person für dieses Amt zu finden. Kaum zu fassen, dass sich Rösler und Merkel offensichtlich tatsächlich erst Gedanken nach dem Rücktritt Wulffs gemacht haben. Was für eine blinde Regierung. Von der Opposition enttäuschend, dass sie Gauck nicht hinterfragt haben, sondern auf jenen Kandidaten zurückgriffen, der ja schon mal favorisiert worden war. Sie haben eine Chance vertan.

Ich hatte das Buch von Sarrazin in Händen und habe Probe gelesen, bis zu der Stelle, als er vorschlug, Hartz IV-Empfänger sollten doch, um Heizkosten zu sparen zwei Pullover übereinander ziehen. Ich kann mich noch gut an Zeiten erinnern, als das üblich war, weil nur die gute Stube geheizt wurde. Man trug auch drei und vier Pullover, konnte sich darin aber dann auch nicht mehr bewegen.

Vielleicht geschieht ja noch ein Wunder und Gauck bleibt uns erspart. Ich jedenfalls wünsche mir eine/n Bundespräsidenten, der in unserer Zeit angekommen ist.
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+Florenz Villegas Sorry, ich war zwar der Absender dieser Antwort an Dich, allerdings habe ich keinen Einfluss darauf, was Du da hinein interpretierst. Ich habe meine eigenen Gedanken dort wiedergegeben, habe mein eigenes fair play beschrieben und habe meine eigene Meinung dazu geäußert, dass auch ein Herr Gauck, der nicht mein Favorit ist, Meinungsfreiheit hat - zumal er diese Meinung vertrat als freier Bürger dieses Landes. Wenn Du nun daraus den Rückschluss für Dich ziehen willst, ich hätte Dir den Mund verbieten wollen, ist das einzig Dein Problem - eine Basis für eine Diskussion mit Dir ist es sicherlich nicht.
Deinen letzten Satz hatten wir schon einmal in einer anderen Diskussion - das gleiche Ergebnis mit Deiner (für mich unbefriedigenden) Uneinsichtigkeit in die verschiedenen Diskussionsziele, nämlich der Erreichung eines Konsenses. Ich brauche keine Diskussionen und strebe diese auch nicht an um mich an einem Konfrontationskurs hochzuziehen. Diskussionen können beendet werden mit unterschiedlichen Ergebnissen aber doch mit dem Gefühl das es sich gelohnt hat. Dies scheint für Dich allerdings ausgeschlossen zu sein.
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+Gisela Rieger "Herr Gauck hat ein Recht auf freie Meinungsäußerung, auch wenn das nicht allen gefällt."

Das ist ein Killerargument, so als würde man sagen "Die Sonne geht auf und Luft kann man atmen." Es impliziert auch, dass man gar nicht mehr weiter reden muss, man hört regelrecht ein das schröder'sche "Basta" dahinter. ;)

Somit hast Du recht, ich habe das "Sei still" hineininterpretiert, und da es offenbar missverstanden war, bitte ich dafür um Entschuldigung.

Wenn sich jemand um ein öffentliches Amt bewirbt, muss derjenige auch damit rechnen, dass alles was er sagt in höchstem Maße kritisch bewertet wird Und das ist auch richtig so. Es geht hier nicht um mich, dich oder Hans und Lieschen Müller. Es geht um den Mann, der unser Staatsoberhaupt werden soll. Alles was er sagt, denkt, tut ist für jeden von uns wichtig. Das im Vorfeld zu analysieren und sogar zu bewerten halte ich nicht nur für unser Recht, sondern sogar für unsere Pflicht. Dass man in der Hitze des Gefechts über das Ziel hinausschießen kann, lässt sich wohl nicht vermeiden.Ich zumindest bin auch kein Profi, Herr Gauck dagegen schon. Er war/ist Pfarrer, er verdient sein Geld mit Vortragsreisen und Lesungen, er weiß ganz genau um die Macht und die Wirkung des Wortes. Umso kritischer bewerte ich halt jedes Wort, das er sagt. insbesondere im Wissen, dass uns dieser Mann unter Umständen tatsächlich mal regiert, wenn auch nur aushilfsweise. ;)
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+Florenz Villegas um mal sachlich weiter zu diskutieren:
"[..] dass uns dieser Mann unter Umständen tatsächlich mal regiert, wenn auch nur aushilfsweise."
Der Bundespräsident regiert nicht. Unter keinen Umständen! Ich hatte am Sonntag eine ähnliche Diskussion mit einigen Freunden und daraufhin noch einmal recherchiert.
Ergebnis ist gewesen, dass selbst wenn die komplette Bundesregierung ausfallen würde, der Bundespräsident keine Regierungsgewalt bekommt.

Ich habe gerade den Wiki Artikel einmal überflogen (hatte keine Lust unsere Verfassung zu durchforsten...) und bin dort soweit bestätigt worden, dass bei seinen Funktionen ebenfalls eine gesetzgebende Funktion (ich setze das gleich mit "regieren") in keinster Weise vorgesehen ist.

Hmm, vll hab ich dich falsch verstanden, dann bitte ich das zu entschuldigen :-)

Übrigens für die Interssierten:
Selbst wenn wir im Verteidigungsfall keine funktionsfähige Regierung hätten, würde nicht der Bundespräsident den Oberbefehl über die Bundeswehr erlangen, dazu haben wir ein anderes unabhängiges Organ: den Gemeinsamen Ausschuss

Wie ihr also sehen und nachlesen könnt, hatt unser Bundespräsident keine andere Funktion als Leute zu bevollmächtigen, Gesetze zu unterschreiben, Minister und Offiziere die Ihm vorgeschlagen werden zu ernennen... usw.

[Wenn ich da oben irgendwo Mist geschrieben haben sollte, dann bitte ich das jemand das korrigiert. Bin mir aber sicher das es so stimmt! :-) ]
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+Sebastian J. Er kann nicht nur Gesetze unterschreiben, er kann es auch lassen, wenn sie gegen die Verfassung verstoßen!
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+Anatol Stefanowitsch ich wollte mich nochmals ausdrücklich für die brillante analyse bedanken. das ist der grund, warum ich das netz so liebe.
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