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Klaus-Uwe Pagel
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Münsteraner Kreis nun Konkret gegen Homöopathie als Zusatzbezeichnung für Ärzte
Der "Münsteraner Kreis" will ärztliche Zusatzbezeichnung "Homöopathie" abschaffen lassen Nach
dem Wettern gegen Heilpraktiker, bei dem schlicht übersehen wurde, dass
kein Heilpraktiker die Tätigkeitserlaubnis bekommen darf, wenn nicht
durch die zuständig...
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Bei all der Kritik, den manchmal bösen Meinungen, die über Geschäfte in der Heilkunde geäußert werden, auch hier, mal meine Gedanken zusammengefasst mit der Bitte, vielleicht ausgleichender und gerechter hinzusehen.

http://heilkundeimkontext.blogspot.de/2018/03/bose-geschafte-mit-dem-leid-der.html

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Immer kann man "Meinungsäußerungen", auch hier bei google+, lesen, in denen bestimmten Kreisen/Menschen/Unternehmensbereichen unlauterer Absichten gegenüber Kranken angedacht werden. Dazu habe ich mir mal Gedanken gemacht:

http://heilkundeimkontext.blogspot.de/2018/03/bose-geschafte-mit-dem-leid-der.html

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Böse Geschäfte mit dem Leid der Patienten?
Schulmedizin
und Pharmaindustrie böse Geschäfte – alternative Medizin nur
gute? Immer wieder stoße ich in sozialen
Netzwerken auf „Meinungsäußerungen“, die der Pharmaindustrie,
den Ärzten, der Schulmedizin Geschäftemacherei auch zum Nachteil
der Patienten, ...
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Mal wieder der Münsteraner Kreis - nun gegen Homöopathie durch Ärzte.
Der "Münsteraner Kreis" will ärztliche Zusatzbezeichnung "Homöopathie" abschaffen lassen


Nach dem Wettern gegen Heilpraktiker, bei dem schlicht übersehen wurde, dass kein Heilpraktiker die Tätigkeitserlaubnis bekommen darf, wenn nicht durch die zuständige Behörder in einer Überprüfung festgestellt wurde, dass die Kenntnisse und Fertugkeiten da sind, damit die Tätigkeit keine Geafhr für Patienten bedeutet, nun das gezielte Wettern gegen die Homöopathie.

http://muensteraner-kreis.de/media/MunsteranerMemorandumHomoopathie2018-03-14.pdf

Es heißt darin: "Es ist aus unserer Sicht ethisch nicht vertretbar, dass Ärztinnen und Ärzte systematisch Verfahren empfehlen und einsetzen (dürfen), die in der Wissenschaftlergemeinschaft als erwiesenermaßen unwirksam gelten." Welche Schelte gegen Arztkollegen. Nun ist bekannt, dass in der Medizin viel Therapien, zwar von der Mehrzahl der Wissenschaftler als wirksam angesehen werden, aber dennoch bei vielen Patienten nicht wirken oder nicht besonders gut. Wie unethisch ist es, wenn einfach solche Arzneien bei Patienten pauschal erst mal eingesetzt werden, denen diese nicht helfen (vielleicht, weil gar nicht wirklich bekannt ist, was die Wirkvoraussetzungen sind?)? Wenn dadurch in diesem Fall wirksamere Therapie nicht oder nur mit Verzögerungen engesetzt werden? Wie thisch ist es, wenn Patienten wegen falschen Hoffnungen Nebenwirkungen (die trotz der fehlenden Nutzenwirkung eintreten können) erleiden?

Also solche Ethikfragen solte man unterlassen oder sich in die Ecke stellen und schämen. Medizin ist im Grunde, ob altrnative Medizin oder die Medizin, die der Münsteraner Kreis präferriert, immer experimentiell. Außer man sieht sich ganz geneu den Patienten an. Erfragt alles, auch Dinge die zunächst unwichtig erscheinen aber im Nachhineien ganz entscheidend sein können. Viel Zeit, viel geneues Zuhören und das alles für einen Apfel und ein Ei wie die GKV die "sprechende Medizin honoriert"? Eben nicht, deswegen auch so viele Therapieversager wegen falschen Einsatz beim falschen Patienten. Klar, dass dann Neid aufkommt, wenn man bemerken muss, dass für die Erarbeitung des individuellen Patientenfalls der Aufwand honoriert wird.

Es ist richtig erkannt, dass gerade diese zeitintensive sehr individuell die Besonderheiten des Patienten erfassende Vorgehensweise schon viel zum Erfolg beiträgt. Und der erfahrene Homöopathie vermag dann henau abzuwägen, wie er behanelt und wenn mit Homöopathie mit welchem Mittel in welcher Potenz(zubereitung). Warum um alles in der Welt setzt sich dieser Kreis nicht vehemnt dafür ein, dass jder Arzt in seiner Praxis vor jeder Therapie eine so umfangreiche Falaufnahme macht, wie Hahnemann sie gelehrt hat? Es ist doch unethisch, darauf zu verzichten?

Ich lasse mir bei jedem neue Patieten auch alles an Unterlagen von vorher, Krankenhaus- und Kurbericht, Laborwerte und andere Befunde vorlegen, um soviel wie möglich auch über die Vorgeschichte zu erfahren. Zu oft muss ich dabei feststellen, dass manche Berichte schlichtfalsch sind, erkennbar Unsiniges enthält?

Ich kenne den Patienten genau, weiß wie er wohl auf was reagieren wird, wo vieleicht verstekte Risiken und Probleme einer Therapie liegen könnten usw. Und ich ergänze mit neuen Befunden, veranlasse nötige Untesuchungen.
Schade, dass der Münsterraner Kreis sich nicht für diese Art der umfassenden Fallaufnahme einsetzt.

Ich persönlich halte oberflächlichen Umgang mit wichtigen Patientendaten für unethisch als Basis einer Therapie.

Und dann lese ich: " Bemerkenswert ist in diesem Zusammenhang, dass Homöopathen ausgerechnet Impfungen meist kritisch sehen. Denn Impfungen sind eine der ganz wenigen Ausnahmen, die dem Simile-Prinzip zumindest nahekommen, weil man mit Impfstoffen einer Krankheit vorbeugen kann, indem man Gesunden etwas gibt, das die Symptome der Krankheit hervorruft."

Oh Mann, gerade Hahnemann hat die damals einzige Impfung (Pocken) als Segen gelobt. sich diese auch für Masern und andere Krankheiten sehnlichst gewünscht, weil diese gerade dem Simileprinzig entsprechen.

Siehe dazu: https://pagelsheilkundetexte.blogspot.de/2017/07/impfen-und-homoopathie-passt.html

Mich überzeugt die Denkweise und Logik dieses Memorandums nicht.

Der "Münsteraner Kreis" will ärztliche Zusatzbezeichnung "Homöopathie" abschaffen lassen


Nach dem Wettern gegen Heilpraktiker, bei dem schlicht übersehen wurde, dass kein Heilpraktiker die Tätigkeitserlaubnis bekommen darf, wenn nicht durch die zuständige Behörden in einer Überprüfung festgestellt wurde, dass die Kenntnisse und Fertigkeiten da sind, damit die Tätigkeit keine Gefahr für Patienten bedeutet, nun das gezielte Wettern gegen die Homöopathie.

http://muensteraner-kreis.de/media/MunsteranerMemorandumHomoopathie2018-03-14.pdf

Es heißt darin: "Es ist aus unserer Sicht ethisch nicht vertretbar, dass Ärztinnen und Ärzte systematisch Verfahren empfehlen und einsetzen (dürfen), die in der Wissenschaftlergemeinschaft als erwiesenermaßen unwirksam gelten." Welche Schelte gegen Arztkollegen. Nun ist bekannt, dass in der Medizin viel Therapien, zwar von der Mehrzahl der Wissenschaftler als wirksam angesehen werden, aber dennoch bei vielen Patienten nicht wirken oder nicht besonders gut. Wie unethisch ist es, wenn einfach solche Arzneien bei Patienten pauschal erst mal eingesetzt werden, denen diese nicht helfen (vielleicht, weil gar nicht wirklich bekannt ist, was die Wirkvoraussetzungen sind?)? Wenn dadurch in diesem Fall wirksamere Therapie nicht oder nur mit Verzögerungen engesetzt werden? Wie thisch ist es, wenn Patienten wegen falschen Hoffnungen Nebenwirkungen (die trotz der fehlenden Nutzenwirkung eintreten können) erleiden?

Also solche Ethikfragen sollte man unterlassen oder sich in die Ecke stellen und schämen. Medizin ist im Grunde, ob alternative Medizin oder die Medizin, die der Münsteraner Kreis präferriert, immer "experimentell". Außer man sieht sich ganz genau den Patienten an. Erfragt alles, auch Dinge die zunächst unwichtig erscheinen aber im Nachhinein ganz entscheidend sein können. Viel Zeit, viel genaues Zuhören und das alles für einen Apfel und ein Ei wie die GKV die "sprechende Medizin honoriert"? Eben nicht, deswegen auch so viele Therapieversager wegen falschen Einsatz beim falschen Patienten. Klar, dass dann Neid aufkommt, wenn man bemerken muss, dass für die Erarbeitung des individuellen Patientenfalls gemäß den Regeln der Homöopathie der Aufwand honoriert wird.

Es ist richtig erkannt, dass gerade diese zeitintensive sehr individuell die Besonderheiten des Patienten erfassende Vorgehensweise schon viel zum Erfolg beiträgt. Und der erfahrene Homöopathie vermag dann genau abzuwägen, wie er behandelt und wenn mit Homöopathie mit welchem Mittel in welcher Potenz(zubereitung). Warum um alles in der Welt setzt sich dieser Kreis nicht vehement dafür ein, dass jeder Arzt in seiner Praxis vor jeder Therapie eine so umfangreiche Fallaufnahme macht, wie Hahnemann sie gelehrt hat? Es ist doch unethisch, darauf zu verzichten?

Ich lasse mir bei jedem neue Patieten auch alles an Unterlagen von vorher, Krankenhaus- und Kurbericht, Laborwerte und andere Befunde vorlegen, um soviel wie möglich auch über die Vorgeschichte zu erfahren. Zu oft muss ich dabei feststellen, dass manche Berichte schlicht falsch sind, erkennbar Unsiniges enthalten?

Ich kenne den Patienten dann genau, weiß wie er wohl auf was reagieren wird, wo vielleicht versteckte Risiken und Probleme einer Therapie liegen könnten usw. Und ich ergänze mit neuen Befunden, veranlasse nötige Untesuchungen.
Schade, dass der Münsterraner Kreis sich nicht für diese Art der umfassenden Fallaufnahme einsetzt, wie sie auch Hahnemann gefordert hat, auch wenn der weniger diagnostische Maßnahmen kannte und manchen Zusammenhang nicht.

Ich persönlich halte oberflächlichen Umgang mit wichtigen Patientendaten als Basis einer Therapie für unethisch .

Und dann lese ich: " Bemerkenswert ist in diesem Zusammenhang, dass Homöopathen ausgerechnet Impfungen meist kritisch sehen. Denn Impfungen sind eine der ganz wenigen Ausnahmen, die dem Simile-Prinzip zumindest nahekommen, weil man mit Impfstoffen einer Krankheit vorbeugen kann, indem man Gesunden etwas gibt, das die Symptome der Krankheit hervorruft."

Oh Mann, gerade Hahnemann hat die damals einzige Impfung (Pocken) als Segen gelobt. sich diese auch für Masern und andere Krankheiten sehnlichst gewünscht, weil diese gerade dem Simileprinzig entsprechen.

Siehe dazu: https://pagelsheilkundetexte.blogspot.de/2017/07/impfen-und-homoopathie-passt.html

Mich überzeugt die Denkweise und Logik dieses Memorandums nicht.

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Neue Regierung - Heilpraktiker weiter im Blick?
Heilpraktiker
weiter im Focus – trotz keiner Gefahren durch den Beruf Vorab ist festzuhalten: Niemals
kann eine Gefahr, die durch Fehlverhalten eines Einzelnen entsteht,
durch irgendwelche Gesetze verhindert werden. Allenfalls ist
nachträgliche ein Sanktio...
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Wird die Heilpraktikertätigkeit durch die Hintertür von bestimmten Ausbildungen anhängig gemacht, bzw. durch deren Fehlen im Umfang beschränkt?

Auch Rechtsanwalt Sasse, der sich mit Heilpraktikerrecht beschäftigt, meldet Bedenken:

https://www.heilpraktikerrecht.com/2018/01/22/hessen-schraenkt-heilpraktikergesetz-ein-invasive-verfahren-erfordern-sachkundenachweis/
Beschränkung der Tätigkeiten von Heilpraktikern (auch bereits langjährig tätigen) durch Länderrecht?

Im Grunde ist es kein Ausschluss von Tätigkeiten grundsätzlich, jedoch werden bestimmte Tätigkeiten (invasive Verfahren), die bisher grundsätzlich durch das Heilpraktikergesetz erlaubt waren und für deren Ungefährlichkeit die Überprüfung zu sorgen hatte, von bestimmten Bedingungen abhängig gemacht. Die dafür Verantworlichen werden wohl sagen: Sie tun das nur zum Schutz der Patienten.

Doch findet sich darin nicht letztlich eine Abhängigmachung der Heilpraktikertätigkeit an bestimmte Ausbildungen, die bei der ERlaubniserteilung keine Rolle spielen?

In Hessen wurde erlassen: Infektionshygieneverordnung, Zuletzt geändert durch Verordnung vom 8. Dezember 2017


Diese macht die invasiven Tätigkeiten von Heilpraktiker, egal wie lange sie schon arbeiten, von bestimmten Kenntnisnachweisen in Hygiene abhängig, die man in bestimmten Kursen erwerben soll:

Zitat aus §2 der Verordnung:

„(10) 1Tätigkeiten nach Abs. 1 Satz 1 dürfen nur Personen durchführen, die über die notwendige Sachkunde in Hygiene verfügen. 2Über die notwendige Sachkunde verfügt in der Regel, wer bei Ausübung von Tätigkeiten
1. nach Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 über den Sachkundenachweis Hygiene 1 (8 Stunden Kurs), 2. nach Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 über den Sachkundenachweis Hygiene 2 (40 Stunden Kurs mit Inhalten zur Aufbereitung)
verfügt. 3Auf der Internetseite des für Gesundheit zuständigen Ministeriums sind die Inhalte der in Satz 2 Nr. 1 und 2 genannten Kurse bekanntzumachen. 4Über die notwendige Sachkunde verfügt auch, wer eine Berufsausbildung, bei der Sachkunde über Hygiene in mindestens gleichwertiger Weise wie für einen Sachkundenachweis nach Satz 2 Nr. 1 oder 2 vermittelt wird, abgeschlossen hat.“

Bedeutet dass, dass der, der in seiner (freiwilligen) Ausbildung an privaten Heilpraktikerschulen, die schon länger zurück liegt, umfassenden Unterricht in Hygiene hatte, nun diese Kurse mit definiertem Inhalt besuchen muss, um weiterhin tätig sein zu dürfen? Reicht die Überprüfung, die auch in Hygiene die notwendigen Kenntnisse und Fertigkeiten feststellen soll, damit von der/dem künftigen Heilpraktiker/in keine Gefahren ausgehen, dann nicht mehr aus?

Wer invasive Tätigkeiten erstmals ausüben will, muss das vorher dem Gesundheitsamt melden. Personen, die das bereits vor Dezember 2017 getan haben und weiter tun wollen müssen das bis Ende März 2018 melden. Kurs besuchen oder teilweises Tätigkeitsverbot?

Und was ist in den anderen Bundesländern?

Die Verordnung in Hessen bestimmt:

Auszüge:
§1
1Wer beruflich oder gewerbsmäßig Tätigkeiten mit Ausnahme solcher im Rahmen der ärztlichen Heilkunde am Menschen ausübt, bei denen durch Blut sowie Sekrete und Exkrete Krankheitserreger (zum Beispiel HIVund Hepatitisviren) übertragen werden können, unterliegt den Vorschriften dieser Verordnung. 2Solche Tätigkeiten sind …. und die invasiven Tätigkeiten von Personen mit einer Erlaubnis nach § 1 des Heilpraktikergesetzes in der im Bundesgesetzblatt Teil III, Gliederungsnummer 2122-2, veröffentlichten bereinigten Fassung, zuletzt geändert durch Gesetz vom 23. Dezember 2016 ( BGBl. I S. 3191 ).

§ 1a InfhygieneV

(2) Personen mit einer Erlaubnis nach § 1 des Heilpraktikergesetzes , die invasive Tätigkeiten erstmalig ausüben, müssen dies vor Aufnahme der Tätigkeit dem Gesundheitsamt anzeigen.

§ 2 InfhygieneV
(1) 1Wer Tätigkeiten am Menschen ausübt,
1. die eine Verletzung der Haut oder Schleimhaut vorsehen oder 2. bei denen eine Verletzung der Haut oder Schleimhaut nicht ausgeschlossen werden kann, muss für den Betrieb einen Hygieneplan erstellen.
(10) 1Tätigkeiten nach Abs. 1 Satz 1 dürfen nur Personen durchführen, die über die notwendige Sachkunde in Hygiene verfügen. 2Über die notwendige Sachkunde verfügt in der Regel, wer bei Ausübung von Tätigkeiten
1. nach Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 über den Sachkundenachweis Hygiene 1 (8 Stunden Kurs), 2. nach Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 über den Sachkundenachweis Hygiene 2 (40 Stunden Kurs mit Inhalten zur Aufbereitung)
verfügt. 3Auf der Internetseite des für Gesundheit zuständigen Ministeriums sind die Inhalte der in Satz 2 Nr. 1 und 2 genannten Kurse bekanntzumachen. 4Über die notwendige Sachkunde verfügt auch, wer eine Berufsausbildung, bei der Sachkunde über Hygiene in mindestens gleichwertiger Weise wie für einen Sachkundenachweis nach Satz 2 Nr. 1 oder 2 vermittelt wird, abgeschlossen hat.

§ 5 InfhygieneV
Personen mit einer Erlaubnis nach § 1 des Heilpraktikergesetzes , die vor dem 22. Dezember 2017 bereits invasive Tätigkeiten ausgeübt haben und weiterhin ausüben wollen, haben dies innerhalb von drei Monaten nach dem 22. Dezember 2017 dem Gesundheitsamt zu melden.

Beschränkung der Tätigkeiten von Heilpraktikern (auch bereits langjährig tätigen) durch Länderrecht?

Im Grunde ist es kein Ausschluss von Tätigkeiten grundsätzlich, jedoch werden bestimmte Tätigkeiten (invasive Verfahren), die bisher grundsätzlich durch das Heilpraktikergesetz erlaubt waren und für deren Ungefährlichkeit die Überprüfung zu sorgen hatte, von bestimmten Bedingungen abhängig gemacht. Die dafür Verantworlichen werden wohl sagen: Sie tun das nur zum Schutz der Patienten.

Doch findet sich darin nicht letztlich eine Abhängigmachung der Heilpraktikertätigkeit an bestimmte Ausbildungen, die bei der Erlaubniserteilung keine Rolle spielen?

In Hessen wurde erlassen: Infektionshygieneverordnung, Zuletzt geändert durch Verordnung vom 8. Dezember 2017. Mit dieser Änderung wurde sie auf en Heilpraktikerberuf erweitert. Im Grunde ohne jede erkennbare Notwendigkeit. Es fehlen Daten zu "Schadensfällen". Es fehlen jedwede Nachweise, dass Heilpraktiker grundsätzlich zu wenig Sachkunde in dem Bereich besitzen könnten. Und es wird kein wirklich effektiver Schutz erreicht.


Diese Verordnung macht die invasiven Tätigkeiten von Heilpraktiker, egal wie lange sie schon arbeiten, von bestimmten Kenntnisnachweisen in Hygiene abhängig, die man in bestimmten Kursen erwerben soll:

Zitat aus §2 der Verordnung:

„(10) 1Tätigkeiten nach Abs. 1 Satz 1 dürfen nur Personen durchführen, die über die notwendige Sachkunde in Hygiene verfügen. 2Über die notwendige Sachkunde verfügt in der Regel, wer bei Ausübung von Tätigkeiten
1. nach Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 über den Sachkundenachweis Hygiene 1 (8 Stunden Kurs), 2. nach Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 über den Sachkundenachweis Hygiene 2 (40 Stunden Kurs mit Inhalten zur Aufbereitung)
verfügt. 3Auf der Internetseite des für Gesundheit zuständigen Ministeriums sind die Inhalte der in Satz 2 Nr. 1 und 2 genannten Kurse bekanntzumachen. 4Über die notwendige Sachkunde verfügt auch, wer eine Berufsausbildung, bei der Sachkunde über Hygiene in mindestens gleichwertiger Weise wie für einen Sachkundenachweis nach Satz 2 Nr. 1 oder 2 vermittelt wird, abgeschlossen hat.“

Bedeutet dass, dass der, der in seiner (freiwilligen) Ausbildung an privaten Heilpraktikerschulen, die schon länger zurück liegt, umfassenden Unterricht in Hygiene hatte, nun diese Kurse mit definiertem Inhalt besuchen muss, um weiterhin tätig sein zu dürfen? Reicht die Überprüfung, die auch in Hygiene die notwendigen Kenntnisse und Fertigkeiten feststellen soll, damit von der/dem künftigen Heilpraktiker/in keine Gefahren ausgehen, dann nicht mehr aus?

Wer invasive Tätigkeiten erstmals ausüben will, muss das vorher dem Gesundheitsamt melden. Personen, die das bereits vor Dezember 2017 getan haben und weiter tun wollen müssen das bis Ende März 2018 melden. Kurs besuchen oder teilweises Tätigkeitsverbot?

Bisher gab es diese Kurse für Menschen, die z.B. Tätowieren wollten, Kosmetik machen oder Füße pflegen. Ua. Berufe ohne zwingende Berufzulassungüberprüfung. Für die Anbieter neue Verdienstmöglichkeiten durch erweitern des Kundekreises?

Und was ist in den anderen Bundesländern?

Die Verordnung in Hessen bestimmt:

Auszüge:
§1
1Wer beruflich oder gewerbsmäßig Tätigkeiten mit Ausnahme solcher im Rahmen der ärztlichen Heilkunde am Menschen ausübt, bei denen durch Blut sowie Sekrete und Exkrete Krankheitserreger (zum Beispiel HIVund Hepatitisviren) übertragen werden können, unterliegt den Vorschriften dieser Verordnung. 2Solche Tätigkeiten sind …. und die invasiven Tätigkeiten von Personen mit einer Erlaubnis nach § 1 des Heilpraktikergesetzes in der im Bundesgesetzblatt Teil III, Gliederungsnummer 2122-2, veröffentlichten bereinigten Fassung, zuletzt geändert durch Gesetz vom 23. Dezember 2016 ( BGBl. I S. 3191 ).

§ 1a InfhygieneV

(2) Personen mit einer Erlaubnis nach § 1 des Heilpraktikergesetzes , die invasive Tätigkeiten erstmalig ausüben, müssen dies vor Aufnahme der Tätigkeit dem Gesundheitsamt anzeigen.

§ 2 InfhygieneV
(1) 1Wer Tätigkeiten am Menschen ausübt,
1. die eine Verletzung der Haut oder Schleimhaut vorsehen oder 2. bei denen eine Verletzung der Haut oder Schleimhaut nicht ausgeschlossen werden kann, muss für den Betrieb einen Hygieneplan erstellen.
(10) 1Tätigkeiten nach Abs. 1 Satz 1 dürfen nur Personen durchführen, die über die notwendige Sachkunde in Hygiene verfügen. 2Über die notwendige Sachkunde verfügt in der Regel, wer bei Ausübung von Tätigkeiten
1. nach Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 über den Sachkundenachweis Hygiene 1 (8 Stunden Kurs), 2. nach Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 über den Sachkundenachweis Hygiene 2 (40 Stunden Kurs mit Inhalten zur Aufbereitung)
verfügt. 3Auf der Internetseite des für Gesundheit zuständigen Ministeriums sind die Inhalte der in Satz 2 Nr. 1 und 2 genannten Kurse bekanntzumachen. 4Über die notwendige Sachkunde verfügt auch, wer eine Berufsausbildung, bei der Sachkunde über Hygiene in mindestens gleichwertiger Weise wie für einen Sachkundenachweis nach Satz 2 Nr. 1 oder 2 vermittelt wird, abgeschlossen hat.

§ 5 InfhygieneV
Personen mit einer Erlaubnis nach § 1 des Heilpraktikergesetzes , die vor dem 22. Dezember 2017 bereits invasive Tätigkeiten ausgeübt haben und weiterhin ausüben wollen, haben dies innerhalb von drei Monaten nach dem 22. Dezember 2017 dem Gesundheitsamt zu melden.


Auch Rechtsanwalt Sasse, der sich mit Heilpraktikerrecht beschäftigt, meldet Bedenken:

https://www.heilpraktikerrecht.com/2018/01/22/hessen-schraenkt-heilpraktikergesetz-ein-invasive-verfahren-erfordern-sachkundenachweis/

Da fragt es sich, ob das Land Hessen damit, vor der Aufnahme bestimmter heilkundlicher Tätigkeiten eine inhaltlich vorgegebene Ausbildung zu verlangen, nicht sagen will, dass es den Auftrag der Durchführungsverordnung zum Heilpraktikergesetz bisher nicht ernst genommen hat und das auch künftig nicht tun will? Haben dort Personen ohne hinreichende Sachkunde in Hygiene, bisher die Berufserlaubnis als Heilpraktiker erhalten? Es könnte sich der Gedanke aufdrängen, dass die Einnahmen von Schulen durch diese Regelung erhöht werden soll, ohne wirklich einen Gesundheitsschutz mehr zu bieten.

Da werden auf einer Liste (ausdrücklich nicht für vollständig erklärt) Kosmetik und Fußpflegeschulen angeführt.

Eine in der Liste des Ministeriums aufgeführte Schule nennt Kurssinhalte:


http://www.hippokratesschule.de/index.php/ausbildungen/52-ausbildungen/sachkunde/242-sachkunde-infektionshygiene


Ob tatsächlich der Absolvent der Kurse diese Inhalte sachkundig beherrscht, prüft das Ministerium, die Gesundheitsämter, nicht. Bescheinigung über Besuch reicht.

Und finden tatsächlich strenge Abschlußprüfungen statt? Die verlinkte Schule erklärt dazu: 8 Std. Kurs "Der Kurs schließt mit einer halbstündigen schriftlichen Erfolgskontrolle. Erfolgreiche Absolventen erhalten ein Abschlußzertifikat."

Und für den 40 Stunden Kurs: "Der Kurs schließt mit einer halbstündigen schriftlichen Erfolgskontrolle. Erfolgreiche Absolventen erhalten ein Abschlußzertifikat." Erfolg heißt was?

Interessant dabei: In den 40 Stunden Kurs sind geschätzt 10 Stunden Selberlernen von Unterlagen beinhaltet. Also tatsächlich kein Kurs mit 40 Stunden Unterricht. Reicht das dem Ministerium?

Der Kurs umfasst mit dem 10 stündigen Selbststudium des vorab zugesandten Lehrmaterials die gesetzlich geforderten 40 Stunden.

Erfolgskontrolle ins Belieben der gewerblichen Kursanbieter gestellt? Keine öffentliche Kontrolle? Damit tatsächlich eine Verbesserung des Patientenschutzes erreicht?

Die Erteilung der umfassenden Tätigkeitserlaubis für Heilpraktiker verlangt zwingend eine behördliche Überprüfung, ob selbstverständlich auch im Bereich Hygiene, Infektionslehre, den dazu gehörigen Gesetzen und Vorschriften wie auch den Gesetzen zu Medizinprodukten, Arzneimitteln usw. genügend Kenntnisse und Fertigkeiten vorhanden sind, damit die spätere Tätigkeit keine Gefahren bringen könnte.

Auch wenn längst nicht umfassend dieser Bereich überprüft werden kann, schon aus Zeitgründen nicht, muss ein Kandidat damit rechnen und sich hinreichend in diesen Gebiten kundig machen. Es genügt bereits ein Bereich, in dem er unzureichende Kenntnisse, gefährliche Kenntnismängel, zeigt, dass die gesamte Überprüfung als nicht bestanden gewertet werden MUSS, egal, was er sonst noch allen gutes wusste. Mängel in einem Gebiet können nicht ausgelichen werden!

Wird die Heilpraktikerüberprüfung, die Ländersache ist und nicht durch andere Verordnungen ersetzt werden kann und darf, entwertet? Oder will Hessen hier nicht hinreichende Leistung irgendwie ersetzte?

Übrigens müssen zwar Kenntnisse der Notfallversorgung in er Überprüfung vorgewiesen werden. Doch verzichten die Länder darauf, auch Hessen, dieses Wissen in Form von vorzulegenden Bescheinigungen über Sachkundekurse (Erste Hilfe Kurse) als nachgewiesen anzusehen und aus der Überprüfung zu nehmen.

In Sache Hygiene wird dann nicht nur die Kenntnis mittels Überprüfung festgestellt, man verlangt auch noch eine Bescheinigung über wenige Unterrichtsstunde bei einem privaten Anbieter. Man muss sich das "auf der Zunge zergehen lassen", wie Gesundheitsschutz gesehen wird.

Vielleicht ist es nur ein Versuchsballon, der mal solange fliegen soll. bis die Verwaltungsgerichte ein "Startverbot" verhängen. Schon wegen unangemessenem Eingriff in die Berufsfreiheit?

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