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Brücke-Museum Berlin
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In unserer aktuellen Ausstellung „Die Künstler der „Brücke“ – Gemälde, Zeichnungen und Graphik“ widmen wir uns unter anderem den individuellen Entwicklungen der Künstler nach Auflösung der „Brücke“ im Jahr 1913.

Das Gemälde „Roquairol“, von Erich Heckel 1917 gemalt, zeigt eindrucksvoll, wie sich bei diesem Künstler aufgrund des Umzugs von Dresden nach Berlin und der einschneidenden Erlebnisse im Ersten Weltkrieg die Bildsprache verändert: Der dynamisch-geschwungene Pinselstrich aus der „Brücke“-Zeit und die nervöse, kantige Pinselführung der unmittelbaren Kriegsjahre weichen einem beruhigteren Duktus.
Doch das Motiv selbst könnte verstörender und eindringlicher nicht sein. Heckel malte die Romanfigur „Roquairol“ aus dem Werk „Der Titan“ von Jean Paul, die als eine von seelischen Problemen gequälte, zerrissene Persönlichkeit beschrieben wird. Diesen ambivalenten Charakter drückt Heckel durch eine übersteigerte, ausdrucksvolle Gestik des Dargestellten aus. Sein Gesicht ist hager und trägt eine ungesunde, grünliche Hautfarbe, die Augen quellen hervor, tiefe Falten überziehen die hohe Stirn. Grüne Zweige umranden ihn wie lodernde Flammen. Mit diesem Portrait schuf Heckel nicht nur das Abbild einer Romanfigur oder symbolisches Spiegelbild eines traumatisierten Mannes jener Jahre, sondern womöglich auch das Bildnis seines ehemaligen Freundes und Künstlerkollegen Ernst Ludwig Kirchner. Dieser hatte sich seit der Auflösung der „Brücke“ mit den anderen Mitgliedern verworfen und war während des Krieges an schweren psychischen Störungen erkrankt. Die physiognomische Ähnlichkeit des Künstlers mit der dargestellten Figur sprechen für diese Annahme.

Es müssen diese verdichtete Atmosphäre, die expressive Gestik und die ausdrucksstarke Mimik des „Roquairol“ gewesen sein, die David Bowie so beeindruckt und inspiriert haben, als er das Gemälde im Brücke-Museum erblickte …

Bild: Erich Heckel, Rouairol, 1917, Öl auf Leinwand, 92 × 72 cm, Brücke-Museum Berlin, © Nachlass Erich Heckel, Hemmenhofen
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Hier bei uns im Brücke-Museum ist es ganz ruhig, als wären wir im Winterschlaf. Vielleicht liegt es auch daran, dass wir bis vor wenigen Tagen unter einer ewigen Eisdecke versteckt waren, die aber glücklicherweise langsam wegschmilzt. Heute schien sogar die Sonne! Und beim Anblick des zurzeit ausgestellten Werkes "Mittagsrast" von Cuno Amiet bekommt man regelrecht Frühlingsgefühle!

Der Schweizer Künstler, der von 1906 bis zur Auflösung der Gruppe 1913 Mitglied der "Brücke" war, verwendete wie seine Malerfreunde leuchtende Farben und vereinfachte Formen um das Motiv unmittelbar und unverfälscht auf die Leinwand zu bringen. Die schwungvollen, dekorativen Konturen und die großzügig nebeneinander gesetzten Flächen zeigen seine Auseinandersetzung mit der französischen Avantgarde, der er fast ein wenig näher stand als der radikalen, expressiven Malerei der „Brücke“-Künstler. Doch gerade als erfahrenen Vermittler zwischen beiden Richtungen schätzten und respektierten ihn die anderen Mitglieder.


Bild: Cuno Amiet, Mittagsrast, Öl auf Leinwand, 1910, 59 x 72 cm, Brücke-Museum Berlin, © P. Thalmann, Herzogenbuchsee, Schweiz
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Berlin sagt Danke!
Am kommenden Sonntag, dem 29. Januar, bedankt sich Berlin erneut mit einem umfangreichen Programm bei allen engagierten Berlinerinnen und Berlinern. Das Brücke-Museum macht mit und bietet bei freiem Eintritt einen Rundgang durch die aktuelle Sammlungsschau an!

Mehr Infos zum Aktionstag: https://www.berlin.de/berlin-sagt-danke/

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Nach einer zweiwöchigen Umbauphase öffnen wir morgen, am 21. Januar, endlich wieder unsere Türen für euch! Unter dem Titel "Die Künstler der "Brücke" - Gemälde, Zeichnungen und Graphik" präsentieren wir besonders herausragende und auch selten gezeigte Arbeiten der "Brücke"-Künstler und ihrer engen Weggefährten wie Max Kaus und Anton Kerschbaumer.
Neben Hauptwerken aus der Schaffenszeit der "Brücke" sind in der umfangreichen Sammlungsschau vor allem späte Werke, die die individuelle künstlerische Weiterentwicklung der Maler nach dem Ersten Weltkrieg veranschaulichen, vertreten.

Wir freuen uns auf euch!

Die Künstler der "Brücke" - Gemälde, Zeichnungen und Graphik
21.Januar - 09. September 2017

Bild: Ernst Ludwig Kirchner, Frauen im Bade, 1911, Öl auf Leinwand, 150,5 x 200 cm, Brücke-Museum Berlin
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Die Künstler Nolde und Schmidt-Rottluff hätten sich gefreut: Kurz vor Ausstellungsende hat sich ein kleines Blümchen aus unserem Kaktus empor gestreckt und begrüßt jeden spontanen Besucher, der es noch bis Sonntag zu uns nach Dahlem schafft! Vom 9. bis zum 20. Januar werden wir dann wegen Ausstellungsumbau geschlossen bleiben!

Anschließend zeigen wir ab dem 21. Januar eine umfassende Schau mit besonderen, teilweise selten gezeigten Gemälden, Aquarellen und Graphiken aus unserer Sammlung.
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Nicht vergessen: Morgen haben wir leider geschlossen, aber am 1. Januar 2017 ab 13 Uhr wieder für euch geöffnet!
In diesem Sinne: Kommt gut ins neue Jahr!

Übrigens läuft unsere kleine, aber sehr feine Kabinettausstellung "Exotische Welten - Kakteen und außereuropäische Blütenpflanzen im Werk von Emil Nolde und Karl Schmidt-Rottluff" nur noch bis zum 8. Januar!

Bild: Emil Nolde, Zwei gelbe Orchideen [O. J.], Aquarell, 22,4 x 15,8 cm, Nolde Stiftung Seebüll, © Nolde Stiftung Seebüll
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Das Brücke-Museum wünscht allen ein besinnliches und friedliches Weihnachtsfest! Weiß wird es leider nicht mehr, aber vielleicht hilft Fritz Bleyls wunderschöne Graphik für ein bisschen Träumerei.

Heute und am 31.12. haben wir geschlossen, aber am 1.1.2017 ab 13 Uhr für euch geöffnet!

Bild: Fritz Bleyl, Winter, 1905, Holzschnitt, 17 x 9,9 cm, Brücke-Museum Berlin, © Hilmar Werner-Bleyl, Berlin
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Letzten Samstag präsentierten die stolzen Schüler der Klasse 5b der Nord-Grundschule Zehlendorf ihre farbenprächtigen Blumenbilder in unseren Ausstellungsräumen im Brücke-Museum. Die Aquarelle und Zeichnungen fügten sich wunderbar in unsere aktuelle Schau ein und zeigten eindrucksvoll, welche Wirkungskraft exotische Blütenpflanzen und Gewächse auf uns haben.

Allen, die die zarten und zugleich ausdrucksstarken Pflanzenstudien von Emil Nolde und Karl Schmidt-Rottluff noch betrachten möchten seien die kommenden Weihnachtstage als schöne Gelegenheit für einen Besuch ans Herz gelegt - denn schon ab dem 9. Januar schließen wir wieder für zwei Wochen um unsere nächste Schau vorzubereiten!
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14.12.16
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Wir und die Klasse 5b der Nord-Grundschule Zehlendorf laden alle herzlich zur Ausstellungspräsentation am 10. Dezember 2016 um 11:30 Uhr ins Brücke-Museum ein.

Gezeigt werden wunderbar zarte und zugleich ausdrucksstarke Arbeiten, die die Schüler zuvor in der Ausstellung "Exotische Welten - Kakteen und außereuropäische Blütenpflanzen im Werk von Emil Nolde und Karl Schmidt-Rottluff" bei uns im Museum und in den Kunsträumen der Schule angefertigt haben - angeregt durch die farbenprächtigen Pflanzen- und Blumenbilder der beiden Brücke-Künstler.

Bis 14 Uhr ist der Eintritt frei - wir freuen uns auf euch!
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07.12.16
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Unsere Kollegin fand diese wunderschöne Protea am Blumenmarkstand um die Ecke - nun begrüßt sie alle Besucher unserer aktuellen Kabinettausstellung "Exotische Welten - Kakteen und außereuropäische Blütenpflanzen im Werk von Emil Nolde und Karl Schmidt-Rottluff" direkt im Eingangsbereich!

Für alle, die ein wenig Exotik in ihre eigenen vier Wände bringen wollen, bieten wir eine wunderschöne Illustration aus Meyers Konversations-Lexikon, 5. Auflage von 1893-1897, als limitierte Posteredition an. Gibt's bei uns im Museumsshop!
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01.12.16
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