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Christine u. Peter Heigl
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Nachfolge Christi: Freie Hingabe
30. November 2016

Fest
Hl. Apostel Andreas

Mt 4,18-22
Als Jesus am See von Galiläa entlangging, sah er zwei Brüder, Simon, genannt Petrus, und seinen Bruder Andreas; sie warfen gerade ihr Netz in den See, denn sie waren Fischer. Da sagte er zu ihnen: Kommt her, folgt mir nach! Ich werde euch zu Menschenfischern machen. Sofort ließen sie ihre Netze liegen und folgten ihm. Als er weiterging, sah er zwei andere Brüder, Jakobus, den Sohn des Zebedäus, und seinen Bruder Johannes; sie waren mit ihrem Vater Zebedäus im Boot und richteten ihre Netze her. Er rief sie, und sogleich verließen sie das Boot und ihren Vater und folgten Jesus.

Einführendes Gebet: Herr Jesus, du lädst mich ein, zu dir zu kommen und dir zu folgen. Hier bin, Herr, ich komme zu dir, du kennst mich so, wie ich bin. Ich möchte dir aufrichtig folgen und tun, was du von mir willst.

Bitte: Herr, gib mir die Gnade, dir nun meine ganze Aufmerksamkeit zu schenken. Hilf mir, alles, was mich ablenkt, hinter mir zu lassen, um mich ganz auf dich auszurichten.

1. Das Rufen Gottes. In diesen Tagen des Advents haben wir Jesus gebeten, zu uns zu kommen. „Komm, Herr Jesus!“ Wir sehnen uns danach, dass er immer weiter in uns ein- und vordringt. Heute ist er es, der ruft: „Kommt her“. Jesus möchte uns in seiner Nähe wissen, er wünscht sich eine wahre Begegnung mit uns, er möchte tiefer eins sein mit uns. Jesus bittet uns, so wie die Apostel: „Folgt mir nach!“ Folgt meinem Beispiel, begebt euch auf meinen Weg, ahmt nach, was ich euch vorlebe,… Wie oft nehmen wir Gottes Stimme in uns wahr? Hören wir seine sanfte Stimme inmitten der Unruhe des Alltags und meiner eigenen inneren Welt oder müssen wir uns erst wieder zu den nächsten Exerzitien anmelden, um still werden und auf ihn hören zu können? Gott ruft inmitten der alltäglichen Abläufe. Versuche ich einmal ganz still zu werden. Was nehme ich wahr? Was höre ich?

2. Verfügbarkeit drückt sich in konkreten Handlungen aus. Die Apostel folgen Jesus „sofort“, sie folgen ihm mit großer Bereitschaft und Verfügbarkeit. Sie geben ihr Tun und Wirken auf und überlassen sich ihm vertrauensvoll. Wie schwer fällt es uns, einer Eingebung des Heiligen Geistes gleich treu zu folgen? Wir wägen ab und versuchen uns manchmal selbst zu überreden, das ein oder andere nicht zu tun, weil es uns gerade nicht recht oder logisch erscheint, weil es fordernd sein könnte, weil es uns unangenehm ist, usw. Für Jesus verfügbar zu sein, heißt nicht nur einen guten Willen zu haben und es gut zu meinen, sondern Verfügbarkeit drückt sich in ganz konkreten Taten aus: die Jünger lassen ihre Netze liegen, sie verlassen das Boot und den Vater… Wie drücke ich Jesus meine Verfügbarkeit aus? Bittet er mich heute um etwas ganz konkret?

3. Nachfolge. Was heißt eigentlich Christus nachfolgen? Papst Benedikt sprach am Palmsonntag, 1.4.2007, sehr schön darüber: „Am Anfang, bei den ersten Jüngern Jesu, hatte das Wort einen ganz einfachen Sinn. Es besagte, dass diese Menschen sich entschlossen, ihren Beruf, ihr Geschäft, ihr bisheriges Leben hinter sich zu lassen und stattdessen mit Jesus zu gehen. Es bedeutete einen neuen Beruf: den des Jüngers. Der grundlegende Inhalt dieses Berufs ist das Mitgehen mit dem Meister, das vollständige Sich-Anvertrauen an seine Führung. Nachfolge ist so etwas Äußerliches und zugleich etwas ganz Innerliches gewesen. Etwas Äußerliches: das Nachgehen hinter Jesus auf seinen Wanderungen durch Palästina; etwas Innerliches: die neue Orientierung der Existenz, die nicht mehr im Geschäft, im Broterwerb, im eigenen Wollen ihre Leitpunkte hat, sondern weggegeben ist an den Willen eines anderen. Ihm zur Verfügung stehen ist nun Lebensinhalt geworden. Wie viel Verzicht auf das Eigene, welche Wendung von sich selbst das für die Jünger einschloss, können wir aus einzelnen Szenen der Evangelien recht deutlich erkennen.“ So bedeutet Nachfolge freie Hingabe – nicht an mich selber, sondern an einen anderen. Es bedeutet, mich für Gott hinzugeben. Ich kann entscheiden und auswählen: nur für mich selber zu leben oder mich wegzugeben… Wie schaut es mit meiner Nachfolge Christi konkret aus? Glaube ich, dass ich indem ich mich verliere mich auch selber mehr finde? Vielleicht kann ich es heute bewusst ausprobieren.

Gespräch mit Christus: Herr Jesus, ich möchte dir zur Verfügung stehen. Ich möchte mich dir in aller Freiheit anvertrauen. Mich ganz für dich und die Ausbreitung deines Königreichs hier auf Erden einsetzen.

Möglicher Vorsatz: Ich werde versuchen, mich heute für eine viertel Stunde zu besinnen und ganz ruhig zu werden (äußerlich und innerlich). Was nehme ich in der Tiefe meines Herzens wahr? Was sagst du mir?
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Komm, Herr Jesus!
28. November 2016

Montag der ersten Woche im Advent
Hl. Gunther von Melk, Klostergründer
Hl. Berta von Bingen

Mt 8,5-11
Als er nach Kafarnaum kam, trat ein Hauptmann an ihn heran und bat ihn: Herr, mein Diener liegt gelähmt zu Hause und hat große Schmerzen. Jesus sagte zu ihm: Ich will kommen und ihn gesund machen. Da antwortete der Hauptmann: Herr, ich bin es nicht wert, dass du mein Haus betrittst; sprich nur ein Wort, dann wird mein Diener gesund. Auch ich muss Befehlen gehorchen, und ich habe selber Soldaten unter mir; sage ich nun zu einem: Geh!, so geht er, und zu einem andern: Komm!, so kommt er, und zu meinem Diener: Tu das!, so tut er es. Jesus war erstaunt, als er das hörte, und sagte zu denen, die ihm nachfolgten: Amen, das sage ich euch: Einen solchen Glauben habe ich in Israel noch bei niemand gefunden. Ich sage euch: Viele werden von Osten und Westen kommen und mit Abraham, Isaak und Jakob im Himmelreich zu Tisch sitzen;

Einführendes Gebet: Mit den Worten des Hauptmanns möchte ich bete: „Herr, ich bin es nicht wert, dass du mein Haus betrittst; sprich nur ein Wort, dann wird mein Diener (meine Seele) gesund.“

Bitte: Komm, Herr Jesus, komm weiter in mein Haus, in meine Seele hinein.

1. Das Kommen Jesu. Welch´ ein Trost mag es für die Menschen zu Jesu Zeiten gewesen sein, als sie mit seiner Hilfe, Unterstützung und Heilungsgabe rechnen konnten. Voller Vertrauen und Glauben wendet sich der Hauptmann an Jesus und berichtet ihm von seinem Diener. Jesu aufmerksame, hinhörende, dienende Haltung ist vielsagend und lehrreich zugleich. Er ist sofort bereit zu kommen, um den Diener gesund zu machen. Heute darf auch ich mich erneut an Jesus wenden. Worum möchte ich ihn bitten? Was liegt mir auf dem Herzen? Er wartet auf meine Anfrage und Bitte. Er möchte auch in mein Haus, zu mir kommen. Diese Zeit der Vorbereitung auf Weihnachten bedeutet genau das: Jesus immer weiter den Weg bereiten. Ihn hinein lassen. Hoffentlich machen wir nicht nur die Türchen am Adventskalender auf, sondern die Türen und Tore unserer Herzen. Ja, Herr, ich möchte, dass du zu mir kommst. Mach in mir gesund, was krank ist.

2. Die von Christus geschenkte Würde. Der Hauptmann fühlt sich des hohen Besuchs nicht würdig. Er scheint gut zu wissen, wer Jesus ist. So traut er sich nicht, Jesu Angebot anzunehmen und sagt ihm ins Gesicht, dass er seiner nicht wert ist. Doch Jesus verleiht ihm die Würde, die sich der Hauptmann selber nicht geben kann. Jesus sieht in sein Herz, er sieht, mit welcher inneren Haltung, mit welcher Überzeugung, mit welchem Glauben der Hauptmann lebt. Wie schaut es bei mir aus? Wie würde ich mich fühlen, wenn Jesus mir heute seinen Besuch anmelden würde? Mit seinem Kommen drückt er mir seine Wertschätzung aus und schenkt mir meine Würde.

3. Der Glaube wird konkret in der Verfügbarkeit. Jesus lobt den Glauben des Hauptmanns, ja er ist erstaunt über solch einen Glauben. Was sieht Jesus da konkret? Der Hauptmann sagt zu Jesus: „Sprich nur ein Wort, dann wird mein Diener gesund.“ Der Glaube an Jesus ist groß, ohne einen Hauch von Zweifel, völliges Vertrauen. Sein Glaube drückt sich in einer Art Übergabe seiner selbst, in Form von Verfügbarkeit für Jesus aus. Kann Jesus auch über mich verfügen? Wie drückt sich mein Glaube an ihn konkret aus?

Gespräch mit Christus: Jesus, komm, komm immer weiter in mein Herz hinein. Ich weiß, ich bin gar nicht würdig genug, dich in mir zu beherbergen, doch in Demut und Glaube bitte ich dich darum. Ich möchte dir wahrlich zur Verfügung stehen.

Möglicher Vorsatz: Ich werde mir kurz Zeit nehmen und überlegen, was ich heute für dich tun kann. Wo kann ich verfügbarer sein?
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Dir gebührt die Ehre, Anbetung und Lobpreis.
29. November. 2016

Dienstag der ersten Woche im Advent
Hl. Jutta OCist, Äbtissin
Hl. Radbod, Bischof

Lk 10,21-24
In dieser Stunde rief Jesus, vom Heiligen Geist erfüllt, voll Freude aus: Ich preise dich, Vater, Herr des Himmels und der Erde, weil du all das den Weisen und Klugen verborgen, den Unmündigen aber offenbart hast. Ja, Vater, so hat es dir gefallen. Mir ist von meinem Vater alles übergeben worden; niemand weiß, wer der Sohn ist, nur der Vater, und niemand weiß, wer der Vater ist, nur der Sohn und der, dem es der Sohn offenbaren will. Jesus wandte sich an die Jünger und sagte zu ihnen allein: Selig sind die, deren Augen sehen, was ihr seht. Ich sage euch: Viele Propheten und Könige wollten sehen, was ihr seht, und haben es nicht gesehen, und wollten hören, was ihr hört, und haben es nicht gehört.

Einführendes Gebet: Herr Jesus, meine Stimme soll sich mit der deinigen vereinen und das Lob deines Vaters mehren. Lass mich mit dir zusammen aus der Tiefe meines Herzens sagen: Ja, Vater, ich preise dich, ich lobe dich und bete dich an.

Bitte: Ich bitte dich, lass mich sehend und hörend auf dich und dein Wort werden. Schenke mir die Gnade, dir inniglich zu begegnen. Möge dein Wort in die Routine meines Alltags eingreifen und mich immer weiter in dich umgestalten.

1. …vom Heiligen Geist erfüllt. Betrachten wir ein wenig genauer: Jesus ist vom Heiligen Geist erfüllt. Dieses „Erfülltsein“ vom Heiligen Geist steht in der Heiligen Schrift oft in Verbindung mit einem Dienst vor Gott. Jesus öffnet sich für den Heiligen Geist. Er lässt sich von ihm leiten und eine Frucht des Heiligen Geistes wird ganz ersichtlich: Jesus jauchzt vor Freude. Doch wie schaut sein Dienst vor Gott aus?

2. „Ich preise dich, Vater.“ Diese Stelle aus der Heiligen Schrift erschließt uns eine sehr schöne Eigenschaft Jesu. Er preist seinen Vater. Er preist ihn für das, was er ist: „Vater, Herr des Himmels und der Erde“ und für sein Tun: sich den Weisen und Klugen zu verbergen, den Unmündigen jedoch zu offenbaren. Versuche auch ich einmal Gott zu preisen für das, was er in meinem Leben ist und für sein Wirken und Tun in mir, in diesem Advent, in dieser Woche, an diesem Tag… Welcher Lobpreis entspringt spontan meinem Herzen?

3. Wie schaut mein Gebet zu Gottes Lob und Ehre denn grundsätzlich aus? Es gibt verschiedene Formen, wie man Gott gebührend Lob, Ruhm und Ehre darbringen kann. Allem voran: unsere menschliche Existenz, unser Dasein schlechthin, das dies zum Ziel hat. Viele kennen den Lobpreis in Form von Gesang (Lobpreislieder). Auch das Gloria, das wir an Sonn- und Feiertagen in der heiligen Messe beten oder meist singen, ist ein wunderbares Gebet zur Ehre Gottes: „…wir loben dich, wir preisen dich, wir beten dich an, wir rühmen dich und danken dir, denn groß ist deine Herrlichkeit…“. Alle, die das Stundengebet der Kirche beten, vereinen sich nicht nur hier auf Erden im Lobgesang Gottes, sondern stimmen mit den Chören der Engel und Heiligen in das Loblied ein, das im Himmel zu Gottes Ehre erklingt. So gibt es verschiedene Weisen, Gott zu loben. Versuchen wir, dies einmal ein wenig bewusster in unseren Alltag aufzunehmen.

Gespräch mit Christus: Herr Jesus Christus, dir gebührt Ehre, Anbetung und Lobpreis. Möge all mein Tun und Wirken, aber vor allem mein Sein, heute ganz dazu beitragen.

Möglicher Vorsatz: Ich möchte Gott heute in verschiedenen Momenten (durch Stoßgebete, Aufopferungen, bewusste Handlungen im Glauben und in der Liebe, mit Psalmen oder einem Lied) ganz bewusst Anbetung, Ehre und Lobpreis darbringen.
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Unser Nachwuchs sind drei Wochen alt die vier kleinen 
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Story
Introduction
Radfahren, Wandern, nette Menschen kennen lernen, Lesen, Musik, Malerei,  Bin in der Emmausbewegung, Ehrenamtlicher Betreuer und mache Einzel Betreuungen im Knast und leite die Emmaus Gruppe in der JVA Pont. Andrea & Albert Adams-Frey, Albert Frey
Basic Information
Gender
Male
Relationship
Married