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Heinrich C. Kuhn
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εὐδαιμονία πραξίς ἐστιν (1235a33)
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Heute mal wieder zweistündiges Paläographie-Modul im Hochschularchiv mit dem beliebten Partenstein-Zent-Text von 1518 gegeben. Die beiden Teilnehmerinnen mussten in die Vorlage von papersnake.de die Buchstabenformen (v.a. Kleinbuchstaben) malen. Erste Zeile die 5 Vokale aeiou, 2. Zeile Buchstaben über 3 Felder (damals h,lang-s,ß,f), 3. Zeile Ligaturen ck, sch, ch, st. Zeile 4: Buchstaben nur mit Unterlänge g, x, j, rund-s, y, z, p, q. Zeile 5: c, n, m, w, v, r. Zeile 6 nur mit Oberlänge: k, t, d, l, b. Beim Vergleichen reduziert das enorm die Möglichkeiten. Dazu gabs die 10 goldenen Regeln der Paläographie:

1. P. ist die Kunst des genauen Hinschauens
2. Suche den Vokal
3. Strichelchen zählen
4. In manchen Fällen kann nur das Vorverständnis entscheiden
5. Nicht von oben oder von unten kommenden Strichen verwirren lassen, sondern diese wegdenken
6. u und v sind im 16. Jh. austauschbar
7. Wenn du es nicht von vorne lesen kannst, lies es von hinten
8. Du sollst nie raten
9. Im Zweifel ist es ein w
10. Schaffe Inseln des Wissens (Lückentexte)

Am Ende konnte auch die neue Praktikantin, die so einen Text noch nie gelesen hatte, ganz gut lesen.

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Via +Bernd Paysan

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