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Serhij Leschtschenko galt als der erste Aufklärer der Nation, als "Oligarchenjäger", der undurchsichtige Geschäfte ans Licht brachte.

Dazu gehört auch die Finanzierung des Trump-Beraters Paul Manafort durch die Partei des Ex-Präsidenten Viktor Janukowitsch aus schwarzen Kassen. Doch nun steht der ehemalige Journalist und Abgeordnete in der Ukraine selbst unter Erklärungszwang.

Woher die Einkünfte für eine 300.000 US-Dollar teure Wohnung in der Stadtmitte von Kiew kommen, will die ukrainische Öffentlichkeit wissen. Einen Teil des Geldes soll er sich von der Online-Zeitung "Ukraijnska Pravda" geliehen haben.

Korruption gilt als eine der größten Geisel der Ukraine nach Transparency international befindet sich das Land auf Platz 130 von 167 Ländern. Nach Umfragen des Soziologischen Instituts in Kiew glauben 91 Prozent der Bevölkerung nicht daran, dass sich etwas daran ändert. Die Korruption gilt auch als Haupthindernis für eine Visa-Erleichterung von Seiten der EU. Anfang Oktober soll das EU-Parlament über eine mögliche Aufhebung der Visapflicht entscheiden.

Das Land ist auch schwer unter Druck. Der Südosten wurde 2014 von prorussischen Rebellen für unabhängig erklärt, täglich kommt es weiterhin an der Grenzzone zu Gefechten, die Umsetzung des Minsker Abkommens wird von beiden Seiten blockiert. Durch die Annexion der Krim und die Kämpfe muss das Land knapp zwei Millionen Binnenflüchtlinge versorgen. Gerade mal 8,7 Prozent der Bevölkerung verdienen mehr als 3720 Griwna monatlich, umgerechnet 126 Euro.

Auf der anderen Seite stehen millionenschwere Oligarchen, die einen großen Teil der ukrainischen Wirtschaft kontrollieren, genaue Zahle gibt es nicht. Staatspräsident Petro Poroschenko, selbst Oligarch, war 2014 angetreten, die Macht der Wenigen zu brechen. Der Schokoladenfabrikant hat Anfang 2015 eine "De-Oligarchisierung" angekündigt, bei der vor allem die Energiemonopole aufgeteilt werden sollten.

Doch Leschtschenko warf Poroschenko vor, er würde die Oligarchen nicht zurückdrängen, sondern zwingen, mit seiner "Familie", also seinen Interessenssphären, Kompromisse zu schließen . Zu Petroschenkos "Clan" gehörten auch wichtige Juristen in der Staatsanwaltschaft. Poroschenko würde wieder in die alten Muster seiner Vorgänger zurück fallen.

Auch die Netzzeitung Ukraijnska Prawda hat ihren Nimbus verloren. Die Zeitung, die bereits zwei leitende Journalisten durch ungeklärte Morde verloren hatte, deckte mehrere politische Skandale auf. Im Westen wurde sie durch die Unterstützung der Majdan-Bewegung bekannt. Doch nun wird ihr unterstellt, unter dem Einfluss des offiziell wegen Steuervergehen aus Russland geflohenen Oligarchen Konstantin zu stehen. Allerdings gibt es für diese Behauptung keine Belege.

Als offizielle Waffe gegen die Korruption gilt das "Nationale Büro für eine Ukraine ohne Korruption" (NABU). Die Institution, die auf Druck des Internationalen Währungsfonds gegründete wurde und seit Anfang 2015 agiert, nimmt vor allem korrupte Richter und Staatsanwälte unter die Lupe. Dabei knallt es auch mal, nicht ohne Grund steht ein schwerer Panzerwagen vor dem Hauptgebäude.

http://www.heise.de/tp/artikel/49/49559/1.html
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Es ist ein schwerer Schlag für die Anti-Aging-Community, die davon ausgeht, dass sich die Lebenszeit durch gesundes Leben und Einhalten bestimmter Regeln verlängern lässt. Wie auch zunehmend in Bezug auf Krankheiten und überhaupt den Lebenserfolg, soll jeder selbst verantwortlich dafür sein, wie lange und wie gesund er lebt. Der Körper ist eine Maschine, die gut gepflegt und ausgelastet werden muss.

Die puritanisch getragene Hoffnung, mit Sport, Diät und anderen Mitteln, die Zeit, Geld und Beharrlichkeit erfordern, das Leben verlängern zu können, ist besonders ausgeprägt in Kalifornien, wo auch der Transhumanismus entstanden ist. Just in Kalifornien, an der University of California, Los Angeles, haben nun Forscher herausgefunden, dass der Lebensstil zumindest bei einer Bevölkerungsgruppe nicht viel zur Lebenserwartung beiträgt, es also möglicherweise nicht so wichtig ist, ob man sich hedonistisch dem Faulenzen und der Völlerei hingibt oder seinem Körper nur bestimmte Lebensmittel einflößt und ihn möglichst viel und anstrengend in Bewegung hält.

Der Biostatistiker Steve Horvath hat schon vor Jahren eine Methode entwickelt, an jeder Zelle feststellen zu können, wie alt sie ist. Die von ihm entdeckte "epigenetische Uhr" basiert darauf, wie die Gene in den Zellen durch bestimmte Marker ausgelesen werden, die bei Zellteilungen weitergegeben werden.

Und daraus ergibt sich, dass manche Menschen schneller altern als andere - was eben genetisch festgelegt ist und nichts mit der wie immer auch selbst verantworteten Lebensweise zu tun hat.

"Es gibt Menschen", so sagte Horvath dem Guardian, "die vegan leben, 10 Stunden am Tag schlafen, einen Job mit wenig Stress haben und dennoch früh sterben."

http://www.heise.de/tp/artikel/49/49554/1.html
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Stefan Werner's profile photoMartin Siegel's profile photo
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Ah, gut. Dann muss ja jetzt nur noch jemand raus finden, wie ich Völlerei und Faulenzerei so dosiere, dass ich den Herzinfarkt genau dann bekomme, wenn ich mein genetisches Alter erreicht habe 😋
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Wie erwartet worden war, hat das Gemeinsame Ermittlungsteam (JIT), bestehend aus Ermittlern aus den Niederlanden, Australien, Belgien, Malaysia und der Ukraine, in seinem schon länger angekündigten Bericht Russland zumindest der Mithilfe zum Abschuss der Passagiermaschine MH17 beschuldigt. Aus einer Animation des JIT über den Transport des Buk-Systems und dem Abschuss der Rakete. Abgeschossen wurde die Maschine mit 298 Menschen an Bord, die alle ums Leben kamen, nach dem Bericht mit einer Buk-Rakete 9M38 des Typs, wie dies bereits der technische Bericht des Dutch Safety Board festhielt. Man habe Fragmente dieser Rakete im Cockpit und in den Leichen gefunden. Der Abschussort soll auf einem Feld in der Nähe von Pervomaiskyi gewesen sein, das im Juli 2014 von den Separatisten kontrolliert wurde. Das gehe aus Zeugenaussagen und Fotografien der Rauchwolke und der Flugbahn hervor.

"Wir haben festgestellt, dass die Waffen aus der Russischen Förderation kamen. Wir machen damit keine Aussagen über die Mitwirkung der Russischen Föderation als Nation oder von Menschen aus der Russischen Föderation." Chefermittler Fred Westerbeke

http://www.heise.de/tp/artikel/49/49548/1.html
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Andre S.'s profile photoLutz Guehmann's profile photoAsoziales Netzwerk - Sektion Mittelrhein's profile photo
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Siehe den Bericht, um den es geht. Ansonsten solltest du einfach deine Putinistenfresse halten. 
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Wie der Guardian berichtet, mussten Personen, die vor dem öffentlichen Test in Pittsburgh in einem "Friends & Family"-Programm, in ein selbstfahrendes Uber-Auto einstiegen, erst einmal ein Dokument unterschreiben, nach dem der Konzern nicht für Verletzungen oder den Tod haftet und sie volle Verantwortung für alle Risiken übernehmen – von "Unachtsamkeit oder Fahrlässigkeit über den Betrieb der autonomen Fahrzeuge bis hin zu gefährlicher oder schadhafter Ausstattung". So hatte ein Polizeioffizier in Pittsburgh folgende Erklärung unterzeichnen müssen: "Ich anerkenne, dass einige oder alle autonome Fahrzeuge, in denen ich fahre, sich in einem Entwicklungsstadium befinden und im Wesen experimentell sind, und dass das Fahren in einem autonomen Fahrzeug das Risiko des Todes, einer schweren Verletzung und/oder des Eigentumsverlustes mit sich bringen kann." Der Guardian hat ein Uber-Dokument erhalten, das auflistet, was im experimentellen Stadium schief gehen kann. Es können Risiken auftreten, "die durch Ausrüstungsfehler, durch Entwicklungsoperateure oder Sicherheitsfahrer, Handlungen anderer motorisierter Verkehrsteilnehmer, das Wetter, die Temperatur, Straßenbedingungen, Unachtsamkeit oder menschlichen Irrtum verursacht werden".
http://www.heise.de/tp/artikel/49/49535/1.html
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Roland W (piratpinguin)'s profile photoWolfgang Hary's profile photo
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Wer Selbstmord begehen will.
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Man kann sich fragen, ob nun Russland in einen Panikmodus geraten ist. Der russische Rüstungskonzern Almaz Antey, der die Buk-Systeme herstellt, hatte bereits eigene Tests gemacht, mit denen angeblich die Ergebnisse des Berichts des Dutch Safety Board widerlegt wurden, dass des sich um ein russische Buk-System handelte. Nach dem Hersteller sei die verwendete Rakete schon länger in Russland abgeschafft worden. Jetzt will Almaz Antey plötzlich primäre Radardaten vom Abschusstag haben. Zuvor hieß es stets, man habe diese nicht aufbewahrt, während Kiew erklärt hatte, dass die Radarsysteme ausgerechnet an diesem Tag nicht angeschaltet waren bzw. gewartet wurden.

Natürlich handelt der Rüstungskonzern im Auftrag der Regierung. Das russische Außenministerium erklärte denn auch, dass die Angehörigen der Opfer schon lange auf die Daten gewartet hätten. Das Vorpreschen des Konzerns wurde als vorbildhaft für andere Staaten geschildert, auch ihre relevanten Daten herauszugeben. Das richtet sich an die Ukraine, aber auch an die USA, da US-Außenminister Kerry kurz nach Abschuss erklärt habe, die Amerikaner hätten Beweise etwa in Form von Satellitenaufnahmen, die aber niemals herausgegeben wurden. Die russischen Staatsmedien transportieren die Botschaft: Russland veröffentlicht Radardaten vom Absturztag, USA weigern sich dasselbe zu tun.

Dumm ist nur, dass Russland bzw. das russische Verteidigungsministerium keine Erklärung dafür liefert, warum die jetzt propagierten Radardaten der Version widersprechen, die man schnell nach dem Abschuss gegeben hatte. Damals wurde aufgrund von Daten versichert, es habe sich ein Kampflugzeug in der Nähe von MH17 befunden. Spekuliert wurde, dass dieses mit einer Luft-Luft-Rakete MH17 abgeschossen habe. Zudem wurde gesagt, MH17 habe eine überraschende Kurve nach Norden geflogen.
http://www.heise.de/tp/artikel/49/49537/1.html
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Heute legte Amnesty International einen Bericht über die Situation an der ungarisch-serbischen Grenze vor. Unter dem Titel: Gestrandete Hoffnungen werden auf 30 Seiten erneut schwere Vorwürfe gegen das ungarische Grenzmanagement erhoben.

Auch bei AI ist von elenden Bedingungen in den Lagern an der ungarischen Grenze die Rede, wo Flüchtlinge ausharren, bis sie zu dem Kreis von 30 Personen gehören, der täglich in die Transitzonen vorgelassen wird. Dort müssen sie unter Umständen weitere Wochen auf die Entscheidung warten. Das betrifft besonders häufig alleinstehende Männer, manchmal auch unbegleitete Jugendliche. Sie werden auf sehr beengten Raum in Containern untergebracht.

Auch die Brutalität von Abschiebungen mit Prügeln, mit Hunden, die auf Personen gehetzt werden, die die Grenze illegal überquert haben, kommt, von drastischen Zeugenaussagen unterlegt, erneut auf den Tisch. Das Fazit:

"Ungarn bricht in vielerlei Hinsicht auf ungeheuerliche Weise mit internationalen Menschenrechten, mit Flüchtlingsgesetzen und EU-Regelungen zu Asylverfahren, Aufnahmebedingungen und den Dublin-Regelungen. Die ungarischen Behörden unterminieren jede Vereinbarung, die Rechte der Flüchtlinge und Migranten schützen, damit sie sicher und rechtmäßig in der EU ankommen können, mit Würde behandelt werden und einen faire und individuelle Möglichkeit haben, dass ihr Fall angehört wird."
http://www.heise.de/tp/artikel/49/49526/1.html
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Dass die europäische Bankenkrise nie vorbei war, ist klar. Deutlich sichtbar schwelte sie in einigen Ländern wie Portugal und Italien weiter. Man konnte aufhorchen, wie auch am Europäischen Gerichtshof in Luxemburg schon gegen Verbraucherrechte argumentiert wird, weil spanische Banken in Schieflage kommen würden, wenn sie illegal eingenommene Milliarden zurückzahlen müssten. Gerne wird bei den Problemen auf Banken "insbesondere im Süden Europas" fokussiert. Plötzlich rückt aber die Deutsche Bank als möglicher Rettungsfall ins Licht - und das strahlte sofort auch auf die Commerzbank aus, die in der Finanzkrise schon teilweise verstaatlicht wurde. Verantwortlich für die Lage der Banken wird auch die Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) gemacht, weshalb der deutsche Bankenverband eine Abkehr von der Nullzinspolitik fordert.
http://www.heise.de/tp/artikel/49/49555/1.html
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Ran dy's profile photoKonrad Pieper's profile photo
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Und es wird weiter fleißig konkursverschleppt auf Kosten der Steuerzahler. So lange bis nix mehr geht.
Auf der einen Seite:
Rentenanpassungen würden 40 Milliarden kosten, das können wir uns nicht leisten! Es gibt keine Altersarmut (SPD, Fr. Nahles, ganz aktuell)
Auf der anderen Seite:
Lasst uns Rettungsschirme aufspannen im Wert von Billionen von Euro! dazu kauft die EZB faule Staatsanleihen im Wert von 60 Milliarden pro Monat(!) seit 2015, wofür die Mitgliedsstaaten ebenfalls haften..
Die Flüchtlinge sind unser GERINGSTES Problem, aber das merkt halt keiner.....
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JASTA hat es in sich. Ausgeschrieben heißt das Gesetz "Justice Against Sponsors of Terrorism Act", also Gerechtigkeit für die Finanziers von terroristischen Akten. Gezielt ist es gegen Saudi-Arabien und seine Verwicklungen in die Anschläge vom 9. September 2001. 15 der 19 Attentäter hatten die saudi-arabische Staatsbürgerschaft.

Inwieweit saudi-arabische Institutionen oder Regierungsmitglieder mit den Terroranschlägen in Verbindung gebracht werden können, ist von vielen Spekulationen, politischen Minenfeldern und Staatsgeheimnissen umgeben. Die Debatte darüber, inwieweit die politische Spitze in den USA die Aufklärung behindert, läuft seit den Anschlägen.

Bislang war es den Familienangehörigen der 9/11-Opfer nicht möglich ihre Schadensersatzansprüche, die sie gegen Saudi-Arabien erheben, vor ein amerikanisches Gericht zu bringen. Das JASTA-Gesetz ermöglicht das.

Im April dieses Jahres drohte der saudi-arabische Außenminister al-Jubeir damit, Staatsanleihen und andere amerikanische Wertpapiere in Höhe von 750 Milliarden Dollar zu verkaufen, falls das Gesetz verabschiedet wird und sich saudi-arabische Staatsbürger vor einem US-Gericht wegen "irgendeiner Rolle" im Zusammenhang mit den 9/11-Terroranschlägen verantworten müssten. Er wolle dem Risiko vorbeugen, dass saudische Gelder eingefroren werden (9/11: Saudi-Arabien droht mit Verkauf von US-Papieren im Wert von 750 Milliarden Dollar).

Gestern haben sowohl der Senat wie das Repräsentantenhaus JASTA mit eindeutigen Mehrheiten verabschiedet. Im Senat gab es nur eine Gegenstimme (97-1) und im Repräsentantenhaus war der Sache ebenfalls sehr deutlich (348-77). Das heißt es gab einen breiten Konsens über Parteigrenzen hinweg, bei den Demokraten und den Republikanern, und das mitten im Wahlkampf.

Für den Präsidenten ist das ein peinliches Ergebnis, wie es das Weiße Haus auch äußerte, wobei man die Schuld an der Peinlichkeit den Abgeordneten zuschob. Obama hatte nämlich ein Veto gegen das Gesetz eingelegt. Das wurde gestern pulverisiert - zum ersten Mal in seiner zu Ende gehenden Amtszeit überhaupt wurde ein Veto von ihm überstimmt und dann mit dieser Wucht, obwohl Obama seinen Verteidigungsminister Carter und CIA-Chef Brennan in die Debatte schickte, damit sie vor den Folgen und Implikationen des Gesetzes warnen.

Die Sicherheit der US-Truppen im Auslandseinsatz stehe auf dem Spiel, lautete ein Argument der Regierung gegen das Gesetz. Wenn man Saudi-Arabien brüskiere, so wird Brennan zitiert, dann könnte der Counterterrorismus-Partner seine Mitarbeit zurückfahren, die Gefahr dass man sich Plots von Extremisten aussetze, wachse dadurch. Saudi-Arabien habe bis jetzt wertvolle Informationen bereitgestellt.

Obama warnte ebenfalls, dass das Gesetz wichtige Partner auf Distanz zu den USA bringen könnte. Zudem könnte es auch sein, dass US-Firmen, Soldaten und US-Vertreter ihrerseits Klagen in anderen Ländern zu befürchten haben. Das Gesetz sei gegen die nationalen Interessen der USA, daher sein Veto.

Nun versuche die Regierung wenigstens noch bei Formulierungen einzugreifen. 28 Senatoren sollen ein Schreiben an die beiden Initiatoren des Gesetzes (Cornyn und Schumer) verfasst haben mit der Bitte zusammenzuarbeiten, um mögliche unerwünschte Konsequenzen von JASTA für die Außen-und Sicherheitspolitik zu vermeiden, berichtet Reuters.

http://www.heise.de/tp/artikel/49/49551/1.html
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Till Scheller (THETILL)'s profile photoStefan Werner's profile photomichael hoch's profile photo
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+Stefan Werner
Ich habe nicht behauptet das die USA als Staat selbst klagen, aber indirekt schon denn wer sonnst als die USA mit ihrer militärischen und wirtschaftlichen Macht könnte dann so ein Urteil auch vollstrecken und Gelder weltweit beschlagnahmen ....
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Im Niemandsland zwischen den Fronten in Aleppo traf der frühere CDU-Bundestagsabgeordnete und Burda-Medienmanager Jürgen Todenhöfer nach eigenen Angaben einen Kommandeur der Jabhat Al-Nusra. Beispiele aus den Aussagen des al-Nusra-Kommandeurs: "Wir sind ein Teil von Al Kaida. (…) Unsere Angelegenheiten und unser Weg haben sich geändert. Zum Beispiel gewährt uns jetzt Israel Unterstützung, da Israel sich im Krieg mit Syrien und mit der Hisbollah befindet.(…) Eigentlich waren der "IS" und wir eine Gruppe. Aber der "IS" wurde entsprechend den Interessen der großen Staaten wie etwa Amerika für politische Zwecke benutzt. Und von unseren Prinzipien weg gelenkt. Die meisten seiner Führer arbeiten mit Geheimdiensten zusammen, das ist uns klar geworden." Abu Al EzzAbu Al Ezz
http://www.heise.de/tp/artikel/49/49538/1.html
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Das menschliche Gesicht erscheint uns als so ausdruckstark, dass uns ein kurzer Blick genügt, dem anderen entsprechende Gefühle zuzuschreiben. Dieser Ausdruck wird mit Hilfe der mimischen Muskulatur kodiert, die wie dafür geschaffen ist, die Gefühle eines Menschen zu signalisieren. Acht der sechsundzwanzig Gesichtsmuskeln haben allein die Funktion, die inneren geistigen und emotionalen Zustände zu übermitteln, und sind kaum kontrollierbar. Diese Unkontrollierbarkeit unserer minimischen Signale zeigt sich bei Schauspielern: Professionelle Schauspieler, die in einem Film möglichst überzeugend ein bestimmtes inneres Erlebnis übermitteln wollen, beschäftigen sich nicht direkt mit ihrer Mimik, sondern arbeiten an der Vorstellung einer Situation, die dann das entsprechende Gefühl auslöst. Das Gesicht des Menschen ist also wie dafür geschaffen, ehrliche Informationen über sein Innenleben zu übermitteln. Gleichzeitig besitzen Menschen die Fähigkeit, entsprechende Informationen aufzunehmen und zu interpretieren. Diese erstaunliche Fähigkeit des Menschen wird nun, wie eine neue Studie zeigen konnte, durch Botox-Injektionen merklich eingeschränkt. Jenny Baumeister von einem Triester Neuroscience-Institut konnte zeigen, dass die Fähigkeit, die Gefühle in einem Gesicht zu lesen, durch Botox-Anwendungen behindert wird (Baumeister, et al., 2016). Während sehr starke Gesichtsausdrücke weiterhin verständlich blieben, konnten subtilere Unterschiede nach einer Botox-Behandlung sehr viel schlechter erkannt werden. Damit war die Fähigkeit eingeschränkt, Stimmungen zu erkennen und mit anderen mitzufühlen. Was erzählt uns dies darüber, wie wir mitfühlen? Wer verstehen will, warum Botox unsere Empathiefähigkeit einschränkt, muss zunächst ein wenig über das Spiegelneuronensystem wissen und darüber, wie unsere Gesichtsmuskeln mit unseren Gefühlen verbunden sind.
http://www.heise.de/tp/artikel/49/49482/1.html
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Tag Schatten's profile photo
 
Wenn Du lähmende Nervengifte in die Fresse spritzt, könnte das Deine Ausdrucksstärke reduzieren? Fuck, wer hätte das auch nur ahnen können?!
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Einer Studie von Oil Change International zufolge würde das Verbrennen aller derzeit erschlossenen Öl-, Gas- und Kohlevorkommen schon zu einem Überschreiten des 2-Grad-Ziels führen, vom 1,5-Grad-Ziel gar nicht zu reden.

Die Mathematik dahinter ist einfach: Man legt einfach das Kohlenstoffbudget zugrunde, das die Menschheit laut IPCC noch ausstoßen darf, um die Erderwärmung auf 2, respektive 1,5 Grad zu beschränken. Für das 2-Grad-Ziel waren das im Jahr 2011 noch 1000 Gigatonnen CO2, wovon 157 Gigatonnen seither aufgebraucht worden sind. Verbleiben 843 Gigatonnen.

Würden die heute erschlossenen Reserven verbrannt, entstünden allerdings Emissionen von 942 Gigatonnen CO2, also 100 Gigatonnen zu viel. Legt man das 1,5-Grad-Ziel zugrunde, wird das Missverhältnis noch eklatanter, denn dann dürfte die Menschheit nur noch 393 Gigatonnen CO2 emittieren. Bei der gegenwärtigen Emissionsrate wäre das Budget in zehn Jahren aufgebraucht. Betrachtet man die geschätzten Gesamtreserven an fossilen Brennstoffen, dürften für das 2-Grad-Ziel sogar 68% nicht verbrannt werden, für das 1,5-Grad-Ziel 85%.

Die Autoren folgern aus dieser Rechnung: Es dürfe keine weitere Förder- und Transportinfrastruktur für fossile Brennstoffe genehmigt werden, Öl- und Gasfelder wie Minen vor allem in reichen Ländern müssten teilweise geschlossen werden, bevor sie ausgefördert seien, und die reichen Länder müssten die armen bei einer nicht aus fossilen Energien beruhenden Entwicklung unterstützen. Keine weiteren Vorkommen fossiler Brennstoffe zu erschließen - das wäre mal eine konkrete Forderung an die Staatengemeinschaft, die sich vertraglich festlegen ließe.
http://www.heise.de/tp/artikel/49/49533/1.html
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In der Hauptstadt der "Pegida"-Bewegung, Dresden, hat es am Montagabend zwei Sprengstoffanschläge gegeben. Gerichtet waren diese gegen eine Moschee und ein internationales Kongresszentrum. Die Polizei vermutet ein "fremdenfeindliches Motiv" und meint wohl eher einen politisch rechts motivierten Hintergrund. In dem betroffenen "Internationalen Congress Center (ICC)" soll Anfang Oktober Medienberichten zufolge ein Empfang anlässlich der Feierlichkeiten zur deutschen Wiedervereinigung stattfinden.

Laut Polizei ereigneten sich die Anschläge kurz vor und kurz nach 22 Uhr am Montagabend. Zuerst kam es nach Behördenangaben an der Fathi-Camii-Moschee zu einer Explosion. Dort seien später Reste eines selbstgebauten Sprengsatzes gefunden worden. Zum Zeitpunkt der Detonation habe sich der Imam mit seiner Frau und seinen beiden Söhnen in der DiTiB-Moschee befunden. Sie blieben unverletzt. Durch die Explosion wurde jedoch die Eingangstür nach innen gedrückt und der Eingangsbereich beschädigt.

Rund eine halbe Stunde später soll die zweite Explosion am "Internationalen Congress Center (ICC)" erfolgt sein. Die Polizei evakuierte daraufhin unter anderem die Bar eines benachbarten Hotels. Am Tatort, einer Freiterrasse zwischen Hotel und ICC, fanden die Ermittler ebenfalls Reste eines selbstgebauten Sprengsatzes. Durch die Detonation wurde ein Glasquader auf der Terrasse beschädigt.

Noch in der Nacht stimmte Dresdens Polizeipräsident Horst Kretzschmar den Schutz islamischer Einrichtungen mit dem türkischen Generalkonsul ab, beide Dresdner Moscheen und ein islamisches Zentrum wurden unter Polizeischutz gestellt. "Die Ereignisse haben natürlich Auswirkungen auf unsere laufenden Einsatzvorbereitungen", sagte Polizeipräsident Kretzschmar. "Ab sofort arbeiten wir im Krisenmodus! So werden wir in einem ersten Schritt weitere Objekte hinsichtlich ihrer Gefährdung neu bewerten und gegebenenfalls weitere Objektschutzmaßnahmen treffen."

Kretzschmar betonte: "Beiden Anschläge stehen zeitlich im Zusammenhang. Auch wenn uns bislang kein Bekennerschreiben vorliegt, müssen wir von einem fremdenfeindlichen Motiv ausgehen. Gleichzeitig sehen wir auch eine Verbindung zu den Feierlichkeiten anlässlich des Tages der deutschen Einheit am kommenden Wochenende." In dem nur wenige hundert Meter vom sächsischen Landtag entfernt liegenden ICC beziehungsweise auf der Freitrasse sollte anlässlich dieser Feierlichkeiten ein Empfang des Bundespräsidenten stattfinden.

Beide Anschläge ereigneten sich am Jahrestag des Terrorangriffs auf das Münchener Oktoberfest 1980, und das zudem zu einer ähnlichen Tageszeit. Der Sohn des Imams und Anwohner werden in den Medien zitiert, dass man vier Angreifer mit Motorradhelmen gesehen haben. Sie seien in einem Auto geflohen und hätten auch Molotowcocktails oder Flaschen mit brenn- oder explosionsfähigen Stoffen geworfen. Die Moschee war in der Vergangenheit wiederholt mit "rassistischen Motiven beschmiert worden".

http://www.heise.de/tp/artikel/49/49530/1.html
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Holger Müller's profile photo
 
Es fehlt noch: Trotz Überwachung & Co. hat die Polizei Schwierigkeiten, die Täter nicht zu vertuschen zu ermitteln und die Untersuchungen wurden zum Mittag ergebnislos eingestellt.
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