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Absurder kann es nicht mehr werden: Die USA unterstützt den Einmarsch türkischer Truppen im Verbund mit dschihadistischen Gruppen, um angeblich den IS zu vertreiben. Deutschland sagt der Türkei Unterstützung zu.In einem Propagandavideo zeigen die türkischen Militärs die Eroberung der menschenleeren Stadt Jarablus.
Keine drei Tage später erklärt die türkische Armee, dass sie am Sonntag bei Bombardierungen 25 YPG-Soldaten getötet hätten, also diejenigen, die den IS am effektivsten bekämpfen. Die Syrian Democratic Forces (SDF) sind das Militär der demokratischen Föderation Rojava - Nordsyrien und wurden bislang von den USA mit Logistik, Ausbildungssupport und Waffen unterstützt.
Seit der türkischen Besetzung von Jarablus Mitte vergangener Woche wurde noch kein IS-Kämpfer getötet oder festgenommen. Dafür haben aber am Wochenende die mit den türkischen Truppen eingereisten Islamisten SDF-Soldaten gefangen genommen und misshandelt. Bilder im Netz, von der Dschihadistengruppe Shamlegion (Faylaq Al-Sham, Kampfgenosse der al-Qaida/al-Nusra in Aleppo) aufgenommen, sowie ein Youtube-Video dokumentieren dies.
Nun deklarieren die neuen Dschihadistenführer von Jarablus Manbij als ihr nächstes Ziel. Der führende Kommandeur der nationalistischen Sultan Murat Brigade, Ahmad Osman, teilte der Nachrichtenagentur Reuters am Sonntag mit, dass seine Truppen die strategisch wichtige Stadt Manbij westlich des Euphrat-Flusses erobern wollen.
Manbij wurde erst vor zwei Wochen von den SDF eingenommen. Die USA unterstützten die SDF dabei, weil es sich bei Manbij um eine strategisch wichtige Stadt handelte, die dem IS Nachschub an Waffen und Personal aus der Türkei über Jarablus sicherte. Es ist davon auszugehen, dass es ein Wettrennen um die noch vom IS gehaltene Stadt Al Bab geben wird.
http://www.heise.de/tp/artikel/49/49258/1.html
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Nun hat man ein Lebensmittel als Superfood entdeckt, das zwar nicht in den USA, aber doch in fast allen anderen Gegenden der Welt (außer dem islamischen Raum) früher recht verbreitet war und dann in Vergessenheit geriet: Die Blutwurst, die in verschiedenen Zubereitungsweisen nicht nur in Deutschland, sondern auch in vielen anderen Ländern Bestandteil der traditionellen Küche ist: In England heißt das Gericht Black Pudding, in Frankreich Boudin Noir, in Italien Sanguinaccio, in Rumänien Ssângerete, in Spanien Morcilla, in Finnland Mustamakkara, in Russland Krovyanaya Kolbasa, in China Hóng Dòufǔ (wörtlich übersetzt: "Roter Tofu"), in Thailand Sai Krok Lueat, in Korea Soondae und in Ostafrika Mutura.


In Altbayern und Österreich heißt sie Blunzn - ein Begriff, der auch spöttisch auf sehr übergewichtige Frauen übertragen wird, was sich nicht nur durch die pralle Form der Würste, sondern auch mit dem hohen Speckanteil erklären lässt. Dieser hohe Fettanteil gilt den Ernährungsmodeaposteln als Vorzug, geht er doch mit einem niedrigen Anteil der aktuell verdammten Kohlehydrate einher. Zum "Superfood" wird die Blunzn aber nicht dadurch, sondern durch ihre 6,4 Milligramm Eisen pro 100 Gramm Wurst und die ebenfalls hohen Anteile an Proteinen, Kalium, Magnesium, Kalzium und Zink.
http://www.heise.de/tp/artikel/49/49256/1.html
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Dierck Ziegler's profile photoXavier St. Cloud's profile photo
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+Dierck Ziegler Mhrm okay. 
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In das ganze Theater um die abgeblichen Krankheiten von Clinton fügt sich Trumps Gesundheitsattest vom Dezember 2015 bestens ein. Sein Arzt Dr. Harold Bornstein versicherte schon gleich mal, Trump habe keine "ernsthaften medizinischen Probleme". Während bei Clinton immerhin einige medizinische Probleme aufgeführt wurden, erscheint dieses Attest als Weißwaschung. Bei seiner letzten Untersuchung habe es "positive Ergebnisse" gegeben, die Laborteste seien "überraschend ausgezeichnet".

Seine Stärke und Ausdauer seien "außergewöhnlich". Er habe nie geraucht oder Alkohol getrunken. Der letzte Satz über Trump ist geradezu beschwörend: "Wenn Mr. Trump gewählt wird, kann ich uneingeschränkt feststellen, dass er der gesündeste Mensch sein wird, der je zum Präsidenten gewählt wurde."

Das ist schon ziemlich dick aufgetragen. Nur dumm, dass der Arzt in einem Interview jetzt einräumte, dass er das Attest in nur 5 Minuten niedergeschrieben habe, weil bereits ein Fahrer in einem Auto draußen wartete: "Ich dachte darüber den ganzen Tag nach und am Ende musste ich mich beeilen. Ich wurde ängstlich, als ich mich beeilen musste. Also versuchte ich, drei oder vier Zeilen so schnell wie möglich so zu schreiben, dass sie damit zufrieden sind."

Er habe, fügte er noch hinzu, Worte von Trump aufgegriffen und sie in seine Sprache übersetzt. So würde er normalerweise nicht Atteste schreiben, sagte er dem Interviewer, "aber für Mr. Trump schrieb ich das Attest so". Offenbar will Bornstein sich von dem Attest absetzen, das schon längst durch den Kakao gezogen worden war: "In der Eile, glaube ich, kamen einige der Worte nicht genau so heraus, wie sie gemeint waren."
http://www.heise.de/tp/artikel/49/49253/1.html
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Nachdem der Überparteiliche Parlamentarische Ausschuss für die deutschen Kriegsreparationen, der im vollen Intergruppe Parlamentarische Kommission für die Forderung der deutschen Schulden (Reparationen, Entschädigung, die Rückzahlung der Besatzungsdarlehen, Rückgabe gestohlener archäologischer Schätze) des griechischen Parlaments heißt, das Thema der deutschen Kriegsschulden an Deutschland wieder ins Gespräch brachte und eine Kombination aus diplomatischen Schritte sowie als ultima ratio den Klageweg vorschlug, war Alexis Tsipras bei seinem ersten öffentlichen Auftritt am 16. August nach den Sommerferien auf den Zug aufgesprungen.



Tsipras wiederholte seine Forderungen, diesmal direkt an das Bundeskanzleramt gerichtet, am 21. August. Die seit 1995 regelmäßige Einforderung der Schuld auf diplomatischen Weg stößt in Berlin immer wieder auf taube Ohren. Entweder gilt sie den deutschen Politikern als verjährt oder sie wird, wie durch Bundespräsident Joachim Gauck im Frühjahr 2014 lediglich auf eine moralische Schuld begrenzt. In den Blickpunkt der deutschen Presse gelangten die Forderungen vor allem, seit Griechenland faktisch pleite, nur durch Kredite von EZB, EU und IWF finanziert wird. Für die meisten war dabei die Sachlage klar, es gab einen Krieg, eine Besatzung und eine offene Frage über die Reparationen sowie einen immer wieder erwähnten Zwangskredit, mit dem die Besatzer ihre Truppenkosten finanzierten.

In der aktuellen Debatte werden dagegen sogar Stimmen laut, welche Griechenland wegen der erlittenen Besatzung eher als Schuldner, denn als Gläubiger ansehen. Diese Meinung wird in deutschen Medien auch von Vertretern der Berliner Regierungskoalition adaptiert. Sie begründet sich auf eine Veröffentlichung des emeritierten Mannheimer Professoren Heinz Richter. Richter behauptet, dass rein rechnerisch vielmehr Griechenland den Deutschen Millionen für die Kosten während der Besatzungszeit schulde.
http://www.heise.de/tp/artikel/49/49251/1.html
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David Kalous's profile photo
 
Hm, seltsam recherchiert. Ich denke, DE und GR sind längst Quit. Die Welt.de hat in einem früheren Artikel bereits berichtet, dass es keinen Zwangskredit gab. Es gibt lediglich Berechnungen von Bürohengsten, um die tatsächlichen Kosten der Besatzung zu berechnen. Ich würde das nochmal nachlesen, denn dieser Artikel kommt zu einem komplett anderen Ergebnis. Da wird Griechenland kaum nachkarteln können.

Eine Quelle z.B. hier:

http://www.focus.de/finanzen/news/staatsverschuldung/fundamental-falsche-forderungen-reichsbank-akte-zeigt-eigentlich-schuldet-griechenland-deutschland-noch-geld_id_5287427.html

Den Welt-Artikel von Feb. 2016:

http://www.welt.de/geschichte/zweiter-weltkrieg/article152255024/Hat-Griechenland-noch-Schulden-bei-Deutschland.html
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Das Wissen wächst, dass auch Organismen, die keine Nervenzellen und schon gar kein Gehirn besitzen, dennoch komplexe Entscheidungen treffen können. Nicht nur Pflanzen, auch Protisten, Pilze und Bakterien sind dazu in der Lage, was man lange nur bei größeren Organismen mit Gehirnen für möglich gehalten hatte. Intelligentes Verhalten bedarf wohl nicht immer einer Steuerung durch Neuronen oder gar eines zentralen Gehirns, sondern kann auch durch selbstorganisierte Prozesse in oder zwischen einfachen Organismen zustande kommen. Das müsste Konsequenzen auf die Forschung zur Künstlichen Intelligenz oder zur intelligenten Steuerung von Systemen wie Smart Cities haben.

Bekannt wurde etwa der Schleimpilz Physarum polycephalum (wörtlich übersetzt: der vielköpfige Schleim), der keine Neuronen besitzt, aber als Zellenkollektiv in einem Labyrinth den kürzesten Weg zwischen zwei Punkten finden können soll. Überdies soll er Optimierungsprobleme lösen, die kürzesten Netzwerke finden, wiederkehrende Ereignisse antizipieren und seine Schleimspur als externes Gedächtnis verwenden können, um nicht an Orte zu gehen, die er bereits besucht hat. Und er soll ähnliche Entscheidungsfindungen wie in Gehirnen treffen können, aber auch zu irrrationalen ökonomischen Entscheidungen wie Menschen, Stare oder Honigbienen tendieren und bei schwierigen Problemen abwägen zwischen Geschwindigkeit und Genauigkeit.
http://www.heise.de/tp/artikel/49/49250/1.html
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sote's profile photo
sote
 
Kognition, lange überschätzt.😃
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stande gekommen. Die Veröffentlichung in der "Sommerpause" erscheint dann nicht gerade günstig, vorausgesetzt, man wollte eine "breite Öffentlichkeit" auch über das Endergebnis diskutieren lassen. Eine lebendige Debatte ist ausgeblieben. Wer liest unter solchem Vorzeichen schon nach, dass z.B. die Atombomben-Teilhabe Deutschlands (Bundesregierung zur Atombombe: Klartext oder Märchenstunde?)jetzt auf lange Sicht hin festgeschrieben sein soll (WB, S. 65 und 69).

"Grundlagendokument" - das hört sich sehr gewichtig, statisch und dauerhaft an. Man kennt sich aus mit Weltwirtschaft, Blöcken, Bündniskonstellationen ... Die Welt, in der wir leben, verändert sich jedoch auf rasante Weise: global, jenseits des Atlantiks und auch ganz nahe in Europa sowie im eigenen Land. In einem vermutlich noch vor Redaktionsschluss eingefügten besonderen Liebesgruß in Richtung Großbritannien zeigt sich eher Hilflosigkeit (WB, S. 80). Das Tempo, in dem sich Verhältnisse und sogenannte "Sicherheitspartner" wandeln, richtet sich nicht nach den Wünschen von Grundlagendokument-Autoren.

Eines jedoch können wir mit Gewissheit sagen: Der alte Heilsglaube, man könne den Globus mit Beherrschungswissenschaften und militärischem Instrumentarium in den Griff bekommen, eröffnet für uns Menschen keine Zukunft, sondern nur Abgründe. - Im Februar 2003 verkündeten es die Friedensbewegten auf der ganzen Erde: Ein Angriffskrieg gegen den Irak wird die Lunte sein, die ein ganzes Pulverfass entzündet. Die Explosionen dauern an - die Folgen sind global und werden ein ganzes Jahrhundert bedrücken. Doch das neue Bundeswehr-Weißbuch spricht nicht von dem, was jeder weiß.

Der Endloskrieg in Afghanistan hat Unsummen verschlungen (Vom Irr- und Widersinn des Krieges in Afghanistan), um die Traurigkeit und die Profite der kriegsabhängigen Industrien vermehren zu können. Doch im neuen Bundeswehr-Weißbuch fehlt jeder Ansatz zu einer wahrhaftigen Bilanz. Was aber soll man von einem "Grundlagen-Dokument" halten, in dem die wirkliche Welterfahrung gar nicht zur Sprache kommt?
http://www.heise.de/tp/artikel/49/49179/1.html
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Бенджамин Шейдлер's profile photo
 
Kam aus Von der Ursel jemals was anderes als geistige Inkontinenz? An hohlen Worthülsen nur noch von Merkel übertroffen. Und nur ganz knapp.
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Der Begriff "neoliberal" wurde 1938 geprägt. Damals fanden sich marktradikale Ökonomen zu einer Konferenz in Paris zusammen, um zu debattieren, wie man den Liberalismus erneuern könnte. 1947 griff Friedrich August von Hayek dieses Projekt wieder auf und lud 36 Gleichgesinnte an den Genfer See ein, was großzügig von der erzkonservativen US-Stiftung "William Volker Fund" gesponsert wurde. Da das Treffen in der Nähe des Berges Mont Pèlerin stattfand, nannte sich die Gruppe fortan "Mont Pèlerin Society". Ihr erklärtes Ziel war, künftige Generationen von den Segnungen der "freien Marktwirtschaft" zu überzeugen und den Keynesianismus zu bekämpfen.

Politisch unterschied man sich also nicht von der Neoklassik, doch das theoretische Fundament war zum Teil anders: Hayek ging explizit nicht von der Rationalität eines Homo oeconomicus aus, und der wohl berühmteste Neoliberale, Milton Friedman, hielt unter anderem die neoklassische Tendenz zur Mathematisierung für verfehlt. Da die politischen Ansichten von Neoklassikern und Neoliberalen jedoch sehr ähnlich sind, setzte sich in der Alltagssprache "neoliberal" für beide Richtungen durch.

Während die Neoliberalen ihren weltweiten Siegeszug planten, gab es ein Land, das sie gar nicht erst erobern mussten. Denn von Anfang an waren sie dort an der Macht: Westdeutschland. Bis heute glauben viele Bundesbürger, sie würden in einer "sozialen Marktwirtschaft" leben. Doch die deutsche Geschichte ist komplizierter.
http://www.heise.de/tp/artikel/49/49248/1.html
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Wolfgang Hary's profile photo
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Ebenso wie in den EU-Staaten sind auch in den USA zunehmend mehr Menschen mit dem "Mainstream" unzufrieden, also mit dem politischen System, den schon länger existierenden Parteien, den Regierungen und den großen Medien. Alles zusammen wird mitunter als verschweißtes System gesehen, das nicht macht, was das Volk angeblich will, sondern eigene Interessen durchsetzt.
Da ist dann gerne von Gleichschaltung, Altparteien oder Lügenpresse die Rede, der kritisierte Mangel an der Beteiligung des Volkes führt gleichzeitig zu einer nationalistischen, völkischen Ideologie, die Fremde aussperrt, während rechte Bewegungen und Parteien als Alternative erscheinen, wenn sie nur noch nicht an der Macht sind und dauernd mit möglichst provokativen Parolen "das System" provozieren.
Dabei können sie auch so alternativ sein wie der republikanische Präsidentschaftskandidat und Milliardär Donald Trump oder Politiker wie Le Pen, Farage oder Wilders, die mittlerweile eigentlich zu den Altparteien gehören sollten.
In Österreich ist das deutsche Pendant zur AfD, die freilich schon länger existierende und für die AfD zum Virbild gewordene FPÖ derzeit die Gewinnerin der Unzufriedenen. Auch hier wird mit mehr Bürgerbeteiligung geworben, während ein völkischer Nationalismus propagiert wird, der vor allem auf die Ablehnung von Einwanderern und primär von Muslimen setzt.
Nach den letzten Umfragen würden 33-25 Prozent für die FPÖ stimmen, deren Präsidentschaftskandidat Hofer bei der Wiederholung der Wahl Chancen auf den Gewinn hat. Die FPÖ wäre damit die stärkste Partei.
Eine Umfrage im Auftrag der Zeitung Der Standard wollte eruieren, wie die Österreicher ihr politisches System wahrnehmen und was sie gerne verändern würden. Die Frage, die vom Linzer Market-Institut 400 repräsentativ ausgewählten Österreichern gestellt wurde, lautete: "Funktioniert unser demokratisches System mit der Wahl von Gemeinderat, Landtag, Nationalrat und Bundespräsident alles in allem gut, oder sollte es hier grundlegende Änderungen geben?" Gerade einmal 34 Prozent sind zufrieden, 52 Prozent wollen Veränderungen.
http://www.heise.de/tp/artikel/49/49257/1.html
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Gerade die Kritik an TTIP zieht Rechte an. Schließlich wird dort mit unterschiedlichen Argumenten gegen die Globalisierung agiert und eine nationale Alternative dagegen gestellt. Schon auf früheren TTIP-Demonstrationen waren auch Rechte anwesend.

Antifaschistische Gruppen kritisierten nach der letzten Großdemonstration, dass das Demobündnis der rechten Beteiligung zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt habe. Da hat die offene AfD-Beteiligung dazu geführt, dass die Beteiligung von Rechts auch im Bündnis stärker diskutiert wird.

Wenn nun die TTIP- und CETA-Gegner klarstellen würden, dass die Globalisierung eigentlich zu den positiven Ergebnissen des Kapitalismus gehört und nicht diese, sondern die Verwertung und Ausbeutung das Problem sind, würde man sicher viele Rechte von einer Teilnahme an der Demo abhalten.

Doch wie viele Teilnehmer hätten die Demonstrationen dann nach noch? Das verweist auf ein großes Problem, dass es einfacher ist, einen Konsens gegen rechte Organisationen herzustellen als gegen rechte Politikansätze.
http://www.heise.de/tp/artikel/49/49252/1.html
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Luad Gnimag's profile photo
 
Was soll an TTIP sinnvoll, für die Menschen, sein?
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Wie schon auf berichtet (Türkischer Operettenkrieg), führte die Türkei einen Scheinkrieg gegen den IS: Der IS verließ Jarablus (Dscharablus) kampflos und kein einziger türkischer Soldat wurde verletzt. Es drängt sich der Vergleich zur Manbij-Offensive der SDF auf. Manbij (Manbidsch) konnte erst nach 73 Tagen hartem Kampf mit Luftunterstützung der Koalition befreit werden. Zum Schutz der in Manbij eingeschlossenen Zivilisten boten die SDF den IS-Einheiten sogar einen Korridor an, durch den sie mit ihren Waffen hätten abziehen können. Der IS entschied sich jedoch, bis zum Letzten zu kämpfen.

Es liegt nahe, dass eine Gruppe wie der IS, der den Tod verherrlicht, auch bis zum Letzten in Dscharablus gekämpft hätte, wenn der "Abzug" nicht vorher ausgehandelt worden wäre. Der Kommandant der Sultan Murad Brigade, Ali Sheikh Sailih, der an der Besetzung von Dscharablus beteiligt war, versucht dennoch das Offensichtliche zu verdrehen: "Der IS überlässt der YPG, ohne zu kämpfen, den Boden. Wir haben gekämpft, den Boden genommen und Jarablus vollständig befreit."

Die "Offensive" auf Dscharablus wurde von Zekai Aksakalli geleitet, einem der "Helden des 15. Juli". Der Kommandant der Spezialeinheiten zeigte dem Erdogan-Regime besondere Loyalität , als er in der Putschnacht die Ermordung des angeblichen Putschistengenerals Semih Terzi anordnete. Zekai Aksakalli ist auch sonst eine interessante Figur: Er gehörte zu der Gruppe von Generälen, die Teil des "Ergenekon"-Verfahrens waren, nun freigesprochen und als Erdogan-Loyale reaktiviert und nach dem 15.07. befördert wurden.
http://www.heise.de/tp/artikel/49/49249/1.html
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Wer derzeit mit offenen Augen und Bewusstsein durch deutsche Großstädte wie Hamburg, Berlin oder München läuft, dem fällt vielleicht auf, dass alle Baulücken systematisch mit Neubauten geschlossen werden. Der Grund für diese rege Bautätigkeit liegt nicht darin, dass ausreichend bezahlbarer und angenehmer Wohnraum für die Bevölkerungsmehrheit errichtet wird, sondern es geht in den meisten Fällen darum, dass national und global ansässige Investoren (überwiegend große Immobilienfonds und institutionelle Anleger) händeringend nach Investitionsmöglichkeiten suchen und in Sachanlagen fündig werden.

Geldanlagen in Immobilien sind beliebt, da sie als solide und langfristig lukrativ gelten. Insbesondere, wenn man mit weiter steigenden Quadratmeterpreisen in den Städten spekulieren kann.

Hin und wieder stolpert man in Feuilletons über den Begriff der Investorenarchitektur, der jene architektonischen Erzeugnisse treffend beschreibt. Neben der Spekulation auf steigende Mietpreise ist auch ein zweiter Aspekt dieser Architektur für unsere Gesellschaft insgesamt besonders negativ: die Antiästhetik der Gebäude. Man nehme ein bisschen neoliberalen Zeitgeist, viel Stahl oder Aluminium, viel Beton, viel Glas und dann wird ein Klotz nach dem anderen in wenigen Wochen hochgezogen - meist in Würfelform, manchmal mit ein paar zusätzlichen Würfeln oder Kanten "geschmückt". Wie es aussieht, ob es gemütlich oder energetisch sinnvoll ist2 - egal, die Investoren wohnen ja woanders. Und wahrscheinlich haben sie ohnehin keinen Sinn für Schönheit, solange die Rendite stimmt.
http://www.heise.de/tp/artikel/49/49225/1.html
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Bjoern Michaelsen's profile photo
 
Hah, was fuer eine romantische Verklaerung: "In der Gründerzeit baute man kein einziges Gebäude, das nicht verziert war und nicht wenigstens einem gewissen Anspruch an Schönheit gerecht wurde."
Wie fuer viele dieser Zeit die Realitaet aussah, kann man z.B. hier sehen:
https://www.hamburg.de/geschichte/4643766/gaengeviertel-hamburg/
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In den Propagandameldungen, die auch schön bebildert werden, werden die "Erfolge" dargestellt. So seien am dritten Tag der Offensive vom IS errichtete Barrikaden und Minen an der Grenze entfernt worden. Die von der Türkei unterstützten Milizen einer nicht näher beschriebenen syrischen Opposition hätten weitere Dörfer eingenommen. Das Gebiet, das von Terroristen "sterilisiert" wurde, wird gezeigt. Angebliche Gewinne der SDF/YPG würden nicht stimmen.


Dafür werden Bilder gezeigt, die belegen sollen, dass der türkische Rote Halbmond die Menschen im vom IS angeblich befreiten Dscharabalus versorgt, wo wieder Normalität einkehren soll. Erdogan wird zitiert, der sagte, dass der Krieg gegen den Terror "mit allen Mitteln" gewonnen werde, was auch an den totalen Krieg erinnert. Yıldırım sprach denn auch vom "totalen Krieg" gegen den Terror. Kritisiert wird, dass sich die Kurden nicht, wie die USA versichert hatten, östlich des Euphrat zurückziehen würden.
http://www.heise.de/tp/artikel/49/49246/1.html
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