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Rosita Blasberg
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Rosita Blasberg

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Kurzmärchen von Adam und Eva oder die Tragik der Weiblichkeit?

Als Adam eines Morgens aufwachte, da fehlte ihm eine Rippe. Er dachte sich nichts Böses, hoch die Schultern und sagte sich, für irgendetwas, wird das schon gut gewesen sein. Er ging weiter etwas weiter zum morgendlichen Waschen am nahen See. Adam war ein romantischer Geniesser und liebte es, wenn frühmorgens die kräftigen goldenen Sonnenstrahlen zwischen den tiefgrünen Tannen die schillernde Oberfläche des Wassers küssten. Sein gütiges Herz ging auf und er erfreute sich ob der wunderbaren Welt. Doch heute war etwas anders. Er sah schon eine Spur im feuchten Tau der Wiese und als er zum See kam, da sah er sie. Es war Eva. Noch nie hatte er solch etwas Anmutiges, Bezauberndes und Wunderschönes erblickt. Doch was macht sie da, dachte Adam für sich. Hat sie etwas verloren, fragte er sich. Eva schaute nicht über den See dem faszinierenden Spiel der Sonne zu, sondern direkt ins Wasser. Er getraute sich nach langem hin und her, sie anzusprechen mit den Worten: „Schönste aller Frauen“, und das war sie ja wirklich, „hast du etwas im Wasser verloren, kann ich dir helfen?“
Da zogen sich ihre Augenbrauen zusammen, ihr Munde spitzte sich zu, es begann schon etwas nach Pech und Schwefel zu riechen und Eva sagte: „Lass deine dummen Komplimente sein, siehst du das nicht?“ Adam sah ins Wasser und er sah noch eine andere wunderschöne Frau, die der stehenden zum Verwechseln ähnlich war. Eva meinte: „Meine Schenkel sind zu fett, der Bauch zu schwabblig und meine Arme sind einfach nur dick. Da hätte sich Gott schon etwas mehr Mühe geben können, geht gar nicht so etwas.

Etwas erstaunt, dass so viel Unwirsches aus einem so bezaubernden Munde eines göttlichen Wesens entströmen könne, suchte Adam nach einer Möglichkeit, wie er Eva besänftigen könne und schoss den grössten und stattlichsten Hirsch im Walde. Er bereitete ihr ihr ein königlich festliches Mahl zu und entfachte rund um die Essstelle kleine romantische Feuer in kleinen kristallenen Vasen. Als Eva dies sah kam ihre Antwort einem Gewitter gleich, Blitz und Donner brachen über Adam herein. „Sowas esse ich sicher nicht, davon werde ich nur noch fetter und sowieso, ich werde Veganerin und Fleisch macht sowieso sauer, du willst mich nur mästen und mich vergiften. Was sollen eigentlich die Feuer, die zeigen mich nicht grad im besten Licht, mach die schnell wieder aus“, gab Eva zum besten und Adam stand da wie ein begossener Pudel den Gott bis dahin aber noch gar nicht erfunden hatte.

Daraufhin sinnierte Adam, wie er Eva aus dem Innersten seines Herzens beweisen könne, wie absolut perfekt er sie finde. Darum erfand Adam die Malerei. Er dachte für sich, Gott habe ihm zwar verboten Vorbilder zu machen, aber dies beschränke sich ja sicher nur auf Gott selber. Schlimmes könne ja hier wohl nicht geschehen. So färbte Adam die Kohle des Feuers mit den vielen schillernden Farben der Natur und malte mit reinem Herzen an die Felswand beim nahen See ein übergrosses Gemälde nach dem wunderschönen Abbild der holden Eva. Er malte sie wirklich täuschend echt, ihre wunderschönen Kurven, die holde Weiblichkeit, wunderschön anzusehen. Er war überglücklich über sein eigenes Werk und rief Eva um ihr Ebenbild zu zeigen. Doch Eva erstarrte zur Säule, sie dampfte aus Nüstern und Ohren und rief dem unglücklichen Adam entgegen: „Wer ist diese dumme Schlampe du Unglücksseeliger! Ich wusste, dass du auf dünne Frauen stehst und erst ihr flacher Bauch und festen Schenkel, oh mein Gott, wieso hast du mir das nur angetan, ich werde nie mehr glücklich.“
Dies hörte der Teufel und erfand darauf den Apfel. Er lag plötzlich vor Eva im Feld, schlank und glitschig, mit einem dünnen Hals und er säuselte Eva ins Ohr: „Evaaaa… Ich habe etwas erfunden. Wenn du nur das isst, dann hast du am Morgen immer einen wunderschön flachen Bauch. Bitte kau nur drauf herum und dann schnell wieder ausspucken. Es ist die geheiligte Frucht der ewigen Schlankheit.“
Und Eva antwortete mit zittriger Stimme: „Ach Herr Lagerfeld, Sie verstehen mich, schön und schlank will ich sein, bis ans Ende meiner Tage, mein Spiegelbild soll mir gefallen, meine Hüftknochen hervorstehen und mein Bauch soll Flach sein und hart wie Stein.“

Gott sah dies und zürnte, ob der grausamen Verunstaltung seiner eigenen Schöpfung. Er sprach: „Weib, von nun an sollst du ewig deinem Spiegelbild hinterher rennen, deine eigene Wahrnehmung soll getrübt sein und zur Strafe beschere ich dir viele anderen Frauen, welche nach dem Gleichen trachten und mit dir um scheinbare Perfektion wetteifern. Fressattacken sollst du erleiden und deine eigene Unzulänglichkeit erkennen und unglücklich sein bis ans Ende deiner Tage.
Eine Waage soll dir geschenkt sein um deine Pein zu erhöhen. Und du, Adam, sollst die Last davon tragen, weil du dir ein Bild von ihr gemacht hast.“
Und schwups warf er die beiden aus dem Paradies. Und wenn sie nicht gestorben sind, perfektionieren sie noch heute.

Und was ist die Quintessenz der Geschichte? Egal was Adam sagt oder macht, Eva ist es egal, solange sie nur schön und schlank ist. Schön ist sie aber nur, wenn sie schlank ist und isst. Eva ist egal, was Adam denkt, ihr ist es auch egal, ob sie Adam gefällt. Eva ist es aber NICHT egal, wenn auf der Welt irgendeine andere Eva wandeln würde, welche noch etwas schlankere Beine oder einen flacheren Bauch haben würde. Wir wissen nun ausserdem, warum der Pudel, die Malerei und Kristallvasen erfunden wurden und warum Karl Lagerfeld einen solch dünnen Hals hat.
Und die Moral von der Geschichte, zum Glück gibt’s nicht nur Evas.

von Jürg Hösli
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Rosita Blasberg

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Der Löwe und die Maus


Der Löwe schlief in seiner Höhle. Um ihn her spielte eine lustige
Mäuseschar. Eine davon war eben auf einen hervorstehenden Felsen
gekrochen, fiel herab und weckte den Löwen, der sie mit seiner
gewaltigen Tatze festhielt.
"Ach", bat sie, "sei doch großmütig gegen mich armes, unbedeutendes
Geschöpf. Ich habe dich nicht beleidigen wollen. Ich habe nur einen
Fehltritt getan und bin vom Felsen herabgefallen. Was kann dir mein Tod
nutzen? Schenke mir das Leben, und ich will dir immer dankbar sein."
"Geh hin" sagte der Löwe großmütig und ließ das Mäuschen springen.
Bei sich aber dachte er: Nun, das möchte ich doch sehen, wie sich ein
Mäuschen einem Löwen dankbar erweisen könnte.
Kurze Zeit darauf
suchte das Mäuschen im Walde Nüsse. Da hörte es ein klägliches Gebrüll.
"Das ist der Löwe", sprach es zu sich selbst, "er ist gewiss in Gefahr." Mit
diesen Worten lief es der Stelle zu, von wo das Gebrüll ertönte.
Da sah es
den Löwen, der sich in einem Netze gefangen hatte. Die Stricke waren so
stark, dass er sie nicht zerreißen konnte.
"Warte nur, mein Freund", sagte
das Mäuschen, "da kann ich dir helfen" Es lief hinzu und zernagte die
Stricke, die seine Vordertatzen gefesselt hielten. Als diese frei waren,
zerriss der Löwe das übrige Netz mit Leichtigkeit. So ward er durch die
Hilfe des Mäuschens wieder frei.


Eine Fabel nach Äsop
gestaltet von Bianca Knebel
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Ist es nicht seltsam,
...dass wir vom Glück glauben
wir hätten es verdient,
aber vom Unglück denken,
es wäre nicht gerecht?

Ist es nicht seltsam,
...dass Erfahrungen,
die wir vergessen wollen,
uns am längsten in Erinnerung bleiben,
aber Momente, die wir festhalten möchten,
so schnell an Deutlichkeit verlieren?

Ist es nicht seltsam,
... dass wir darauf bestehen,
für eine Sache kämpfen zu dürfen,
es aber als lästig empfinden,
um etwas kämpfen zu müssen?

Ist es nicht seltsam,
... dass wir in guten Zeiten
so voller Optimismus sind,
in schlechten Zeiten uns aber
jegliche Zuversicht fehlt?

Ist es nicht seltsam,
... dass das Gegenteil von Liebe
die Gleichgültigkeit ist,
das Gegenteil der Gleichgültigkeit
aber auch der Hass sein kann?

Ist es nicht seltsam,
... dass wir ein Leben lang
das Glück in der Liebe suchen,
anstatt das Leben zu lieben
und darin unser Glück zu finden?

Ist es nicht seltsam,
... dass Freudentränen genauso schmecken,
wie die aus Schmerz und Kummer,
sie unserem Leben aber einen völlig
anderen Nachgeschmack verleihen?

Ist es nicht seltsam,
... dass wir es genießen,
wenn wir alleine sein können,
aber dann verzweifeln,
wenn wir alleine sein müssen

Ist es nicht seltsam,
... dass wir angenehmen Dingen
nie genug bekommen können,
aber beim Unangenehmen
sofort die Grenze erreicht ist?

Ist es nicht seltsam,
... dass ALLES gegeben zu haben
immer noch zuwenig sein kann,
und NICHTS zu bekommen
einem irgendwann zuviel wird?

Ist es nicht seltsam,
... dass wir viele Dinge erst richtig sehen,
wenn wir unsere Augen verschließen,
und manchmal ein dunkler Schatten
etwas erst ins rechte Licht rückt?
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Rosita Blasberg

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Das Mädchen, das dem Donner half

Märchen aus Nordamerika

Vor langer, langer Zeit lebte einmal ein junges Mädchen mit Namen Tapferes Herz, das die Kunst der Jagd beherrschte. Jedes Mal, wenn ihre Brüder auf die Jagd gingen, war sie ihnen auf den Fersen gefolgt, und jeder Versuch, sie wieder nach Hause zu schicken, war vergebens. Sie hatte ihre Brüder genau beobachtet, ahmte ihre Bewegungen nach, und bald schon war sie zu einer ausgezeichneten Bogenschützin geworden, die sicher mit Pfeil und Bogen umging.

Während der Sommermonate lebte ihr Stamm von den Fischen aus den Flüssen, die durch ihr Gebiet flossen, sowie von dem Mais, den Bohnen und den Kürbissen, die in den Tälern wuchsen. Doch wenn der Winter kam, waren die Menschen auf das Fleisch von Waschbären und Hirschen angewiesen, um sich zu ernähren. Jedes Jahr wartete Tapferes Herz sehnsüchtig darauf, dass die Jagdzeit beginnen möge. Wenn die Tage anfingen, kürzer zu werden, verbrachte sie viele Stunden damit, sich mit ihren Brüdern beim Bogenschießen zu messen, und die ärgerten sich, wenn sie gewann. Sie wünschte sich nichts sehnlicher, als eines Tages Fleisch für ihre Familie mit nach Hause zu bringen. Sie träumte davon, von den Männern der Muskogee aufgefordert zu werden, sie zur Jagd zu begleiten, doch lange Zeit wurde sie deshalb immer nur ausgelacht. Doch als ihre Oheime sie an einem schönen Herbsttag einluden, mit ihnen in die Berge zu gehen, ging ihr Traum in Erfüllung.

Doch wie enttäuscht war Tapferes Herz, als man das erste Zeltlager aufschlug und ihr klar wurde: Die Männer erwarteten von ihr, dass sie das Kochen übernahm, während sie selbst auf die Jagd gingen! Sie war sehr aufgebracht, doch hielt sie ihre Tränen zurück und bemühte sich tapfer ihrer Aufgabe gerecht zu werden. Bald darauf waren die Männer alle verschwunden, und Tapferes Herz war allein. Während sie sich um das Feuer kümmerte und das Essen zubereitete, hörte sie plötzlich ein merkwürdiges grollendes Donnern. Das Geräusch kam jedoch nicht vom Himmel, sondern aus dem Boden unter ihr und um sie herum. Voll Verwunderung blickte sie sich um und folgte dann dem Geräusch bis zu dem Fluss, der nahe an dem Lager vorbeifloss. Als sie sich dem Fluss näherte, sah sie einen sehr alten Mann, der mit einer riesigen Wasserschlange kämpfte. Es war der Donner, der verzweifelt versuchte, sich aus der Umklammerung der Schlange zu befreien, und bei jeder Bewegung ein schreckliches Donnergrollen hervorbrachte. Inmitten des ganzen Aufruhrs bemerkte Tapferes Herz einen leuchtend weißen Kreis auf dem Hals der Schlange. Während sie dem Kampf zusah, riefen beide, der alte Mann wie auch die Schlange, sie um Hilfe an.

Der Mann schrie ihr zu: »Schieß! Schieß doch! Ziel auf den weißen Punkt auf ihrem Hals! Nur so kannst du mich vor dem sicheren Tod retten.«

Die Schlange rief: »Töte den alten Mann, bevor sein Donner dich zerstört. Rette mich, dann rettest du dich selbst!«

Tapferes Herz war beunruhigt und verwirrt. Wem soll ich nur helfen?, fragte sie sich. Wenn ich den Donner töte, verlieren wir vielleicht auch den Regen, den er mit sich bringt, und dann werden wir keinen Mais mehr zu essen haben. Ich habe keine andere Wahl, als die Schlange zu töten. Traurig spannte sie ihren Bogen, fasste den weißen Punkt am Hals der Schlange genau ins Auge und schoss. Der Pfeil bohrte sich in das weiche Fleisch des Tieres. Sofort ließ die Schlange von dem Mann ab und versank im Wasser.

Alter Mann Donner stieg aus dem Fluss und kam froh auf Tapferes Herz zu. Als er erkannte, dass sie ein Mädchen war, war er sehr erstaunt. »Du bist so jung und doch so geschickt«, sagte er bewundernd, »du kannst dir für alle Zeiten meiner Freundschaft gewiss sein. Dein Volk wird bald Hilfe brauchen, hör mir also gut zu, bevor ich dich verlasse.«
Tapferes Herz merkte sich jedes seiner Worte genau. »Obwohl du ein Mädchen bist, musst du dich denselben Riten unterziehen wie deine Brüder, wenn sie die Geister um Weisungen bitten. Ich will dich einen Gesang lehren, der dir große Macht verleiht und es dir ermöglicht, deinem Volk beizustehen, aber du darfst ihn nur singen, wenn es unbedingt erforderlich ist.«
Kurz darauf kamen die Männer zurück ins Lager und machten sich daran, in ihr Dorf zurückzukehren, denn die Jagd war erfolgreich gewesen. Tapferes Herz folgte ihnen dicht auf den Fersen, und während sie dem Dorf zueilten, bat sie die Oheime, ihr dabei zu helfen, sich schnell den Riten zu unterziehen. Sie bestanden darin, vier Tage lang zu fasten und so den Geist für die besondere Aufgabe vorzubereiten. Die Männer waren von der Dringlichkeit, mit der sie sprach, belustigt. »Du bist viel zu jung! Und Mädchen brauchen diese Dinge sowieso nicht.«
Sie ließ jedoch in ihrem Bitten nicht nach, und schließlich sagte der jüngste ihrer Oheime: »Ich weiß zwar nicht, warum du dir dies in den Kopf gesetzt hast, aber ich werde dir helfen, Tochter mit dem tapferen Herzen.«
In den folgenden Wochen bereitete er die Zeremonie vor und stand ihr in allem zur Seite, wie es die Aufgabe eines Oheims ist. Während der schweren Nächte in der Schwitzhütte verließ er sie keine Sekunde, und dann führte er sie an den Ort des Fastens und des Gebets. Tapferes Herz musste in diesen vier Tagen immer an die Worte des alten Mannes denken: »Ich werde dich einen Gesang lehren, der dir die Macht verleiht, deinem Volk beizustehen«, und sie war sich ihrer Sache sicher.
Als der Winter näher kam und die Männer in den Bergen auf der Jagd waren, um das Fleisch für die kalte Jahreszeit zu beschaffen, entdeckten sie, dass sich die Krieger der Cherokee auf dem Kriegspfad befanden und das Dorf der Muskogee angreifen wollten. Da machte sich der Oheim auf die Suche nach seiner Nichte Tapferes Herz. Er erblickte sie in der Ferne, wie sie weg vom Dorf nach Osten schritt. Dann bewegte sie sich in einem großen Kreis um das Dorf herum und sang dabei einen merkwürdigen Gesang. Sie wiederholte den Gesang viermal und schritt viermal um das Dorf. Dann änderte sie ihre Gestalt und verwandelte sich in einen prächtigen Regenbogen, der sich hoch über das Dorf wölbte. Der Oheim sah voller Verwunderung alles mit an.
»Schaut hinauf in den Himmel!«, schrie da einer der Krieger der Cherokee, denn auch er hatte den mächtigen Regenbogen über ihren Köpfen gesehen. Da erhob Tapferes Herz ihren Bogen und schoss aus der Mitte des Regenbogens Blitze auf die Krieger der Cherokee, als diese gerade ihr Dorf angreifen wollten. Ihre Pfeile flogen und der Donner grollte, während die Blitze durch den Himmel auf die Erde hinabschossen. Nun war es ein Leichtes, die Cherokee gefangen zu nehmen, und zitternd sahen sie mit an, wie Tapferes Herz wieder ihre Mädchengestalt annahm und ihnen zurief: »Vergesst niemals, was ihr heute hier gesehen habt. Und nun geht zurück in eure Dörfer, erzählt es eurem Volk und lasst uns in Frieden leben.«
Bei diesen Worten ergriffen die Krieger der Cherokee die Flucht und begaben sich nie mehr auf den Kriegspfad gegen das Volk der Muskogee. Tapferes Herz hatte ihr Dorf gerettet, und ihr jüngster Oheim war stolz, dass er ihr dabei geholfen hatte. »Unser Volk wird Geschichten von dir erzählen«, sagte er. »Man wird sich für alle Zeiten an dich erinnern, an das Mädchen, das dem Donner half.«
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Rosita Blasberg

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„Jeder ist eine Blüte“
von Kristiane Allert-Wybranietz
(nacherzählt von Ralf Hillmann)

In einem Garten standen viele Blumen. Sie blühten in den herrlichsten Farben. Eine unter ihnen meinte, dass sie eine ganz besondere Blume sei. Im Frühjahr nahm sie sich vor, mit dem Blühen noch zu warten. Denn es könnte ja sein, dass ein Spätfrost ihre Blüte zerstören würde. Sie blieb lieber noch eine Weile in ihrer Knospe, denn das war einfach vernünftiger.

Später dann, im Mai und Juni erblühten die meisten Blumen. Sie zeigten sich in ihren schönsten Farben und verströmten die betörendsten Düfte. Noch immer hielt sie es für zu gefährlich, ihre Knospe zu verlassen und sich in all ihrer Pracht zu zeigen. Es könnte ja schließlich regnen und wie würde sie dann aussehen? Nein, sie wollte noch warten, bis sie sich ganz sicher war.

Ganz schlimm fand sie die Vorstellung, von einem Menschen gepflückt und in eine Vase gestellt zu werden. Als Knospe könnte ihr das nicht passieren. Heimlich bewunderte sie allerdings die anderen Blumen. Wie sie im Wind wiegten, sich in der Sonne räkelten, ihre herrlichen Farben zur Schau trugen und mit ihrem Duft verzauberten. Die anderen waren im Gegensatz zu ihr so unglaublich lebendig. Sie fühlte den Wunsch mitblühen zu wollen, aber sie war sich einfach zu unsicher. Wer weiß, vielleicht wäre sie gar nicht so schön, wie die anderen oder würde nicht so gut duften. Am Ende würde sie noch ausgelacht. Nein, da blieb sie lieber noch in ihrer Knospe.

Aber sie fühlte oft die Einsamkeit und Enge in ihrem Blumenherzen und kam sich vom Leben ausgeschlossen vor. Jedoch tröstete sie sich, wenn anderen Blumen einmal über Nacht etwas zugestoßen war. Denn soetwas würde ihr nicht passieren. Doch die Sehnsucht, sich einfach dem Leben hinzugeben, die Sonne mit den Blütenblättern aufzufangen oder den kühlen Regen zu genießen, drängte sie immer wieder.

Bald war es August und immer schwerer wurde ihr die Entscheidung. Angst und Neugier – Sicherheit und Lebenslust kämpften in Ihrer Seele miteinander, ohne, dass eine Seite die Oberhand gewann. Sie befürchtete mittlerweile schon fast zu alt zum Blühen zu sein, aber sie beschloss weiterhin zu warten.

Doch in ihrem Bedürfnis nach Sicherheit wurde sie immer unsicherer. Sie war ihr Leben lang eine Knospe gewesen und hatte schließlich keinerlei Erfahrung im Blühen. Die Ahnung, wie unglaublich schön das Blühen sein musste wuchs trotz allem immer mächtiger in ihr heran. Der September brach an und mit ihm kamen neue Gefahren. Sie könnte nun einer besonders kalten Nacht zum Opfer fallen. Doch im Grunde fühlte sie sich in ihrer alten harten Knospenschale schon fast erfroren. Was gab es noch zu verlieren?

Und so kam es, dass sie an einem besonders milden Septembermorgen, doch noch ihre Hüllen fallen ließ. Das Gefühl, den Mut aufgebracht zu haben, sich in ihrer ganzen Farbenpracht zu zeigen und ihren wundervollen Duft verströmen zu können, machte sie einfach nur glücklich. Sie wurde schließlich noch zu einer fantastischen Blüte, die viel bewundert wurde. Sie wusste nun, dass Blühen nichts mit Können zu tun hat, sondern mit Sein.
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Rosita Blasberg

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Story
Introduction

dreamies Gruppe
http://www.dreamies.de/groups.php?g=138

**************************
Meine HP
http://www.repage.de/member/liebe7777

**************************

Meine Interessen......nur eine kleine Auswahl

denn ich habe noch viele andere Interessen.


Bedingungsloses Grundeinkommen, Barack Obama, Semino Rossi, Erich von Däniken, Campact,   Margot Käßmann, Dieter Nuhr, Helmut Lotti, Peter Ustinov, Volker Pispers, Urban Priol, Georg Schramm, UNO™,   Cindy aus Marzahn, Michelle Obama, The White House, Andrea Berg, ZDF "heute show", Semino Rossi, Nina Hagen, Mitternachtspitzen, Aufgemerkt! Pelzig unterhalt sich, ....

................................


Die kleine Rebellin....

Die alten Schuhe, ich hab sie verbrannt,
ich lauf nur noch barfuss, Gott sei Dank.
Ich brauch auch kein Haus, ich hab nur ein Zelt,
und wohne nur dort, wo es mir gefällt.

Ich denke auch anders und das ist sehr gut,
ich mache nie das, was die Masse tut.
Ist mir egal, ob das den Leuten gefällt,
ich bin ich und nur so gefällt mir die Welt.

Habe oft ja gesagt und nie dabei an mich gedacht
und immer nur das, was andere wollten, gemacht.
Heute mache ich nur, was mir gefällt
und so lebe ich in meiner glücklichen Welt.

Nun zieh ich hinaus in die schöne Welt,
unterm Arm mein knallrotes Zelt.
Die Farbe rot für mein Zelt hab ich ausgewählt,
sie soll warnen vor der Rebellin, die dort im Zelt lebt.

Sie ist ganz schön frech, sagen die einen
und andere wollen gern ihr rotes Zelt mit ihr teilen.
Doch hinein lässt sie nicht jeden,
du musst ihr schon deine alten Schuhe abgeben.
Wenn du dann noch denkst wie sie,
dann bist du willkommen im roten Zelt bei ihr.

© Rosita Blasberg

................................

JEDER.....
Würde jeder pflanzen einen Baum,
jeder Mensch auf dieser Erde.

Würde jeder tanzen und nicht töten,
und mit lächen zahlen,statt mit Geld.

Würde jeder, jedem helfen,
ohne ,wenn und aber und keiner
mehr den anderen schlagen
und keiner mehr zur Lüge greifen,
ach wie schön wär unsere Welt.

Ein Paradies wär's dann noch lange nicht,
aber die Menschen würden leben wie es
Menschenwürdig ist.

©  Rosita Blasberg

................................


Bragging rights
wer möchte das wissen?
Education
  • Hotelfachschule
Basic Information
Gender
Female
Relationship
Married
Other names
Rosita Blasberg geb.Krambo
Links
Work
Occupation
Hotelkauffrau... aber nun in Rente
Skills
VIELE
Employment
  • Selbständig
    Hotelkauffrau
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