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(Nicht nur) Bahn und Fotografie – von einem Hobbyfreund für Hobbyfreunde
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„Konspirative Liebe“ und Tino Boczik auf Facebook

Auf dieser Google+ -Seite hat sich jetzt seit längerer Zeit nichts mehr getan. Das hat vor allem damit zu tun, dass mein Buchprojekt #KonspirativeLiebe  nun auch auf Facebook vertreten ist, um mehr potentielle Leser erreichen zu können. Die verfügbare Zeit ist dadurch jedoch nicht mehr geworden – infolge dessen sind die Aktivitäten auf Twitter und hier zwangsläufig zurück gegangen (leider).

Auf Facebbok finden sich auf der Seite https://www.facebook.com/konspliebe Informationen zum Fortgang der Arbeit und immer wieder auch Ausschnitte aus dem Manuskript –  aktuell z.B. zu einer Fahrt im #Ikarus   256 Überlandbus, der (wie alle Überlandbusse in der DDR) mit einem mechanischen  #Setright  Fahrscheindrucker ausgestattet ist.

Darüber hinaus hat die Hauptfigur #TinoBoczik  auch eine eigene Facebook-Seite: https://www.facebook.com/pages/Tino-Boczik/1644578739092444?sk=timeline Sein Leben findet natürlich nicht nur in der DDR-Zeit statt, sondern auch noch heute (er ist ein wenig jünger als ich selbst). Momentan zeigt Tinos Chronik allerdings mehr Historisches – Bilder von Alltagsgegenständen aus der DDR, die im Roman immer wieder vorkommen.

Auf den beiden Seiten vorbei schauen, lohnt sich also auf jeden Fall! Man muss übrigens selbst keinen Facebook-Account haben, um das lesen zu können. Gerne könnt ihr dann auch hier auf Google+ etwas dazu schreiben.

Und nach wie vor gibt es die Webseite zum Buchprojekt auf http://www.dwrweb.de/person/geschichten/konsp_liebe.htm . Dort sind die „Konspirative Liebe“ -Streams von Twitter und Facebook eingebunden; Tinos Facebook-Seite ist verlinkt.

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Berliner U-Bahn: Was passiert, wenn jemand das Notsignal einschaltet?

Bei der Berliner U-Bahn gibt es auf jedem Bahnsteig Notsignalschalter (in der Regel 3 Stück je Gleis). Diese sind für die Fahrgäste leicht zu erkennen und sehen ähnlich aus wie Notsignalgriffe in den Zügen (nur etwas größer). Die Schalter sollen Fahrgäste betätigen, wenn sie eine Gefahr erkennen – zum Beispiel, dass eine Person ins Gleis gestürzt ist. So können die Notsignale helfen, Leben zu retten; eigens zu diesem Zweck wurden sie installiert. Der Missbrauch ist strafbar.

Wenig bekannt ist, was passiert, nachdem ein Notsignalschalter auf einem Bahnsteig gezogen wurde:

* Signal „Sh 0“ leuchtet. Für Fahrgäste sichtbar: Ein Signal mit drei roten Lampen an der Ausfahrt leuchtet auf. Das hat im Signalbuch der U-Bahn die Bezeichnung „Sh 0“. Es leuchtet gleichfalls an der Einfahrt auf, was vom Bahnsteig aus nicht sichtbar ist. Dadurch wird die vermutlich drohende Gefahr auch dem Fahrer eines Zuges angezeigt, der das Einfahrsignal bereits passiert hat. Das „Sh 0“ bedeutet: Sofort anhalten!
 
* Einfahr-, Nachrück- und Deckungsssignal fallen in Haltlage. Mit dem Einschalten des Notsignals geht automatisch auch das Einfahrsignal – gleichfalls, soweit vorhanden, das Nachrück- und Deckungssignal – des Bahnhofes für das jeweilige Gleis auf „Rot“. Diese stehen einige hundert Meter vor dem Bahnhof, während sich das Signal „Sh 0“ direkt vor dem Bahnsteig befindet. Ein Zug, der noch weiter entfernt ist, muss also bereits am Einfahrsignal anhalten. Im ungünstigen Fall, wenn sich der Zug beim Einschalten des Notsignals bereits kurz vor einem der drei Signale befindet und es ihm quasi vor der Nase auf „Halt!“ fällt, ist eine ungewollte Überfahrt nicht mehr zu verhindern. Um so ärgerlicher ist es, wenn es zu solch einer Überfahrt kommt, wenn jemand das Notsignal aus Jux eingeschaltet hat!
 
* Ausfahrsignal fällt in die Haltlage. Jeder Bahnhof (auch solche, die nach Eisenbahn- Gesichtspunkten lediglich Haltepunkte wären) hat ein Ausfahrsignal. Auch das wird bzw. bleibt auf „Halt!“. Grund: Fällt zum Beispiel während des Haltes im Bahnhof eine Person zwischen zwei Wagen oder rutscht mit dem Fuß zwischen Zug und Bahnsteigkante, ist dies eine zusätzliche Sicherheit, damit der Zug nicht weiter fährt. Im Gegensatz zu den „Sh 0“-Signalen sind die Hauptsignale mit Fahrsperrenmagneten gesichert, sodass eine ungewollte Vorbeifahrt eine Zwangsbremsung nach sich zieht.

* Anzeige im Stellwerk: Gehört das betreffende Signal zu einem Stellwerksbereich (Mastschild mit rotem Balken), erfolgt eine Anzeige auf der Bedieneinrichtung des zugehörigen Stellwerks. In Bereichen, die von einem elektronischen Stellwerk (ESTW) gesteuert werden, sind alle Signale Stellwerksignale – somit erfolgt die Anzeige dann in jedem Fall. Ansonsten gibt es auch Selbstblockbereiche – die zugehörigen Signale werden in keinem Stellwerk dargestellt. Damit sieht auch kein Stellwerk, wenn auf einem Bahnhof im Selbstblockbereich das Notsignal eingeschaltet wird.

Was passiert NICHT?

* Betriebsleitstelle Sicherheit: Wenn jemand das Notsignal einschaltet, läuft keine Meldung in der Betriebsleitstelle Sicherheit ein. Wird in einem Gefahrenfall Hilfe (zum Beispiel ein Rettungswagen) benötigt wird, muss zusätzlich zum Einschalten des Notsignals der Notruf-Taster an einer N otruf- und I nformations-S äule (NIS) betätigt werden. Daraufhin wird man mit der Betriebsleitstelle Sicherheit verbunden.

* SIS-Zentrale: In der S teuerungs-, I nformations- und S ervice (SIS) -Zentrale erfolgt ebenfalls keine automatische Anzeige eines eingeschalteten Notsignals. Die Kollegen hier erfahren davon durch die resultierenden Funkgespräche (oder, wenn ein Stellwerksbereich betroffen ist, auch durch Anruf des zuständigen Weichenstellers). In jeder der 3 SIS-Zentralen (Alexanderplatz, Kleistpark, Nollendorfplatz) gibt es auch einen Funk-Arbeitsplatz.

Wie kommt der nächste Zug in den Bahnhof, wenn das Notsignal eingeschaltet ist?

Wie oben erwähnt, fällt das Einfahrsignal (und, soweit vorhanden, auch das Nachrück- und Deckungssignal) auf „Halt!“, wenn das Notsignal eingeschaltet ist. Dabei bleibt es auch, bis jemand das Notsignal wieder ausschaltet. Für den Zugfahrer geht es dann wie folgt weiter:

* Meldung per Funk: An einem Stellwerksignal meldet sich der Zugfahrer beim zuständigen Weichensteller (entspricht dem Fahrdienstleiter bei der Eisenbahn), bei einem Selbstblocksignal erfolgt die Weiterfahrt eigenverantwortlich, bis das Notsignal zu sehen ist. In vielen Fällen kann man das „Sh 0“ bereits vom Einfahrsignal aus sehen; manchmal auch erst vom Nachrück- oder Deckungssignal aus.

* Am „Halt! zeigenden“ Einfahrsignal vorbei: Ist es ein Stelllwerksignal, erteilt der zuständige Weichensteller die mündliche Zustimmung zur Vorbeifahrt an diesem Signal (wie bei einer Signalstörung). Für die Eisenbahner: Das ist das Äquivalent zu einem Befehl zur Vorbeifahrt. An einem Selbstblocksignal fährt die Kollegin bzw. der Kollege eigenverantwortlich vorbei. In jedem Fall gelten die Bestimmungen für das Fahren auf Sicht – also (Stand DVU am Veröffentlichungstag) mit 20 km/h weiter.
 
* Am Nachrücksignal und Deckungssignal vorbei: Meistens folgen dem Einfahrsignal noch ein Nachrück- und ein Deckungssignal. Für die Weiterfahrt gelten dieselben Regeln wie für die Vorbeifahrt am Einfahrsignal. Im ungünstigen Fall müssen also erst einmal 3 rote Hauptsignale passiert werden, was entsprechende Verspätung verursacht.

* Am Notsignal „Sh 0“ vorbei: Ist in einem Selbstblockbereich bis hier noch keine Meldung über Funk erfolgt, muss der Zugfahrer diese spätestens jetzt absetzen, an die Betriebsleitstelle U-Bahn (BLU). War das eingeschaltete Notsignal vorher schon durch Gespräche mit dem Weichensteller bekannt, weiß das auch die BLU – in der Betriebsleitstelle sitzen alle im selben Raum. Für die Weiterfahrt in den Bahnhof gilt dann: Vorsichtig und umsichtig (also sehr langsam) und mit Personen oder Gegenständen im Gleis rechnen.

In der Praxis fährt man jedoch vorsichtig und umsichtig (und rechnet mit personen oder Gegenständen), sobald man Kenntnis von dem eingeschalteten Notsignal hat. Deshalb kann (nahezu) Schrittgeschwindigkeit auch bereits ab dem Einfahrsignal durchgeführt werden (etwa, um eine in Suizidabsicht auf die Strecke gelaufene Person nicht zu überfahren).

Wie wird das Notsignal wieder ausgeschaltet?

Ist der Zug dann langsam und vorsichtig in den Bahnhof gelangt, muss der Zugfahrer sich davon überzeugen, dass auch vor ihm keine Personen oder Gegenstände im Gleis sind. Anschließend muss er den Führerraum verlassen (und dabei auch verschließen) und das Notsignal an dem Schalter zurück stellen, an dem es eingeschaltet wurde. Ist das der in Fahrtrichtung hintere Schalter, muss er also einmal über den kompletten Bahnsteig und wieder zurück laufen. Auch das dauert seine Zeit. Zurück gestellt wird es dann mit einem Schlüssel, den jeder Kollege im Fahrdienst an seinem Dienst-Schlüsselbund hat.

Mit dem Ausschalten können auch die mit dem jeweiligen Notsignal verbundenen Hauptsignale (Einfahr-, Nachrück-, Deckungs- und Ausfahrsignal) wieder eine Fahrtstellung einnehmen. Auf dem Bahnhof kann man das beim Zurückstellen oft am Ausfahrsignal beobachten. Ist der anschließende Streckenabschnitt frei und liegt keine andere Störung vor, geht dieses in eine Fahrtstellung, sobald der Rückstellvorgangdurch den Zugfahrer am Notsignalschalter abgeschlossen ist.

Warum schleicht der Zug nach der Weiterfahrt immer noch?

Wurde der Zugfahrer bei der Annäherung an den Bahnhof schon mit dem eingeschalteten Notsignal konfrontiert, musste er – wie oben geschildert – Hauptsignale in der Haltstellung überfahren. Dafür sind in der Dienstvorschrift U-Bahn spezielle Regeln festgelegt. Denen zufolge muss an zwei aufeinander folgenden Hauptsignalen „auf Sicht“ vorbei gefahren werden – auf der U 5 sogar bis in Sicht kommen des dritten Hauptsignals, weil dort noch das WSSB-Signalsystem (VEB Werk für Signal- und Sicherungstechnik Berlin) installiert ist. Wenn das letzte Signal vor dem Bahnhof bei der Vorbeifahrt „Halt!“ zeigte, dann ist das Ausfahrsignal das erste Signal, das (nach dem Rückstellen des Notsignals) wieder einen Fahrtbegriff zeigen kann. An diesem muss der Zugfahrer also „auf Sicht“ vorbei fahren, und weiter, bis zum Erreichen des nächsten Hauptsignals (das einen Fahrtbegriff zeigen muss). Wo das steht, ist stark von den örtlichen Gegebenheiten abhängig. Das kann das Einfahrsignal des folgenden Bahnhofes oder – bei langen Streckenabschnitten – auch ein Zwischensignal auf der freien Strecke sein.

Auf der U 5 muss auch an dem zweiten „Fahrt“ zeigenden Hauptsignal“ noch „auf Sicht“ vorbei gefahren werden. Dadurch wird der Weg des „Schleichens“ manchmal noch etwas länger. Beispiel: War in Elsterwerdaer Platz, Gleis 1 (Richtung Alexanderplatz), das Notsignal eingeschaltet, ist das Ausfahrsignal das erste der beiden „auf Sicht“ zu passierenden Hauptsignale. Das zweite ist das Einfahrsignal 2121 von Biesdorf Süd (das auch im Roman „Konspirative Liebe“ eine Rolle spielt). Von dort aus kann der Zugfahrer das dritte Signal (kurz vor dem Bahnsteig Biesdorf Süd) schon sehen, wenn er auf Gleis 1 bleibt. In diesem Fall müsste man also von Elsterwerdaer Platz noch bis kurz hinter der Grabensprung-Fußgängerbrücke (wo das Einfahrsignal 2121 steht) mit 20 km/h fahren. Das wären (nach Entfernungsmessung in „Google Earth“) etwa 550 Meter.

Fazit

Ein eingeschaltetes Notsignal verursacht erheblichen Aufwand und deutliche Zugverspätung. Im 5-Minuten-Takt (und fallweise auch im 10-Minuten-Takt) bekommen die Fahrgäste, die auf den Folgenbahnhöfen warten, das Gefühl, ein Zug sei ausgefallen. Wenn durch das eingeschaltete Notsignal tatsächlich das Leben bzw. die Gesundheit eines Menschen gerettet werden kann, dann sind Aufwand und Verspätung in jedem Fall gerechtfertigt. Dieses Gut kann man nicht in Zeit und Geld aufwiegen
.
In dem meisten Fällen jedoch werden Notsignale von übermütigen Fahrgästen aus falsch verstandenem Spaß eingeschaltet. Ein weiterer Grund ist: „Mal sehen, was passiert!“. Damit dieser Grund künftig entfällt, entstand der vorliegende Artikel. Es besteht die Hoffnung, dass potentielle „Spaßvögel“ durch dessen Lektüre und den damit verbundenen Blick hinter die Kulissen künftig das unbegründete Einschalten von Notsignalen unterlassen mögen.

Nicht zuletzt kann die Strafbarkeit des Missbrauchs auch durchgesetzt werden – auch im Nachhinein. Alle Bahnhöfe der Berliner U-Bahn werden per Video überwacht. Die Polizei kann und wird die Videos auswerten, wenn der Missbrauch zur Anzeige gelangt. Daran sollte jeder denken, auch nach einer ausgiebigen Wochenendfeier mit entsprechendem Alkoholkonsum.

Die durch den Missbrauch von Notsignalen völlig sinnlos entstandenen Verspätungen führen nicht zur zu Anschlussverlusten und Unmut für die Fahrgäste, sondern in zahlreichen Fällen auch zu innerbetrieblichen Folgen bei der Umsetzung des Dienstplans. Unterschreiten Pausen für die Zugfahrer infolge der Verspätung die gesetzlich vorgeschriebene Mindestlänge, müssen Umbesetzungen vorgenommen werden – zusätzlicher Aufwand, der „nur aus Spaß“ vermeidbar wäre. In jeden Fall bedeutet es zusätzlichen Stress für das Fahrpersonal. Das kann sich auch darin äußern, dass auf dem nächsten Endbahnhof die nach der Verspätung verbleibende Wendezeit nicht mehr für einen notwendigen Toilettengang reicht und sich die Verspätung dadurch auf die Rückfahrt überträgt.
Daher steht am Ende der Wunsch, dass dieser Artikel zur Aufklärung, zum besseren Verständnis der Sachlage und nicht zuletzt auch zu weniger Meckern beiträgt!

Artikel als PDF

Dieser Artikel ist zum Ausdrucken und Weitergeben auch als PDF verfügbar: https://drive.google.com/file/d/0B966D3kNNKYbMjFtVVlzczlwYTA/view?usp=sharing

Schlagworte

#UBahn, #Berlin , #Notsignal , #Sh0 , #Verspätung , #Bahnbetrieb , #Hinter_den_Kulissen , #KonspirativeLiebe

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Handlungsorte aus „Konspirative Liebe“ – Videos erzählen nicht den Roman

Die Veröffentlichung des vierten Teils der Videoserie über die Handlungsorte aus dem Roman „Konspirative Liebe“ soll zum Anlass genommen werden, mit einem möglicherweise verbreiteten Vorurteil aufzuräumen: Die Videos zeigen zwar einige der Schauplätze, an denen die Protagonisten des Romans agieren – es wird jedoch nicht erzählt, was im Roman an den betreffenden Orten geschieht. Darauf wird in den Kommentaren bestenfalls am Rande mit wenigen Worten eingegangen, und das auch nur selten. Schließlich soll ja durch die Videos nicht potentiellen Lesern die Spannung aus dem Buch genommen werden.

Die Videos sollen vielmehr dem Zuschauer die Orte selbst nahe bringen, ihm Wissenswertes darüber vermitteln. Es wird gezeigt, wie es heute dort aussieht, was dort heute passiert, und fallweise auch (in den Kommentaren erzählt), was früher dort los war. Somit erstreckt sich die Zielgruppe der „Handlungsorte“-Videos längst nicht nur auf die Roman-Interessenten.

Vierter Teil: U-Bahn-Zugtyp „E III“ und ehemaliger Rangierbahnhof Wuhlheide

So ist der vierte Teil zum Beispiel mit einigen historischen Fotos der U-Bahn-Zugtypen „E III/4“, „E III/5“ und „DI/1“ des einstigen VEB Kombinat Berliner Verkehrsbetriebe (BVB) versehen. Die beiden erstgenannten wurden damals aus S-Bahn-Fahrzeugen umgebaut. Außerdem geht es – im Rahmen eines Abstechers vom U-Bahnhof Biesdorf Süd zum Berliner Außenring – auch kurz auf den ehemals größten Rangierbahnhof Berlins, Wuhlheide. Heute sind nur noch die traurigen Reste davon sichtbar – dabei gab es Ende der 1980er, Anfang der 1990er Jahre noch Ausbaupläne. Aber mit der politischen Wende kam auch die Wende im Gütertransport, in Gestalt der Verlagerung der Verkehrsströme von der Schiene auf die Straße. Im Film wird hierzu ein Artikel aus der „Berliner Zeitung“ erwähnt.

Die Gegend zwischen dem U-Bahnhof Biesdorf Süd und dem Haltepunkt Elsterwerdaer Platz (der zwischen 1988 und 1989 provisorischer Endpunkt der damaligen Linie E war) ist nicht nur Touristen weitgehend unbekannt, sondern auch vielen Berlinern. Dabei wurde dort in den letzten Jahren erst ein Naherholungsgebiet geschaffen. Eine Filteralage bewahrt den hiesigen Baggersee vor allzu großer Verunreinigung – Schwäne und Enten fühlen sich darin wohl. Das „Gut Champignon“ ist längst keine Champignonzucht mehr.
Es geht zwar viel, aber nicht nur um Schienenverkehr in diesem 35minütigen Video.

Der dritte Teil folgt später

Nach dem zweiten Teil der Serie wurde nun der vierte Teil veröffentlicht. Den dritten Teil gibt es bisher nicht. Das hat folgenden Grund: Der dritte Teil so dort ansetzen, wo der zweite Teil endete, nämlich in Berlin-Lichtenberg, in der Rüdigerstraße. Von Tinos Wohnhaus geht es dann über den Freiaplatz und den Friedhof der Sozialisten sowie vorbei an der Kleingartenanlage „Bielefeldt“ zum S-Bahnhof Friedrichsfelde Ost. Nun erwies es sich kurzfristig als günstig, am 23. März 2015 zunächst in Elsterwerdaer Platz und Biesdorf Süd zu drehen. So wurde der vierte Teil vorgezogen.

Der dritte Teil sollte zeitnah danach entstehen. Dann knickte ich am 28. März um und konnte im Rest des laufenden Urlaubs mit dem verletzten Fuß nicht mehr viel unternehmen. Der Zwang, zu Hause bleiben zu müssen, führte aber dazu, dass der vierte Teil nun, zweieinhalb Wochen später, fertig geschnitten und zur Veröffentlichung bereit ist. Ich wollte den Film nicht zurück halten, da eine Möglichkeit zur Produktion des dritten Teils derzeit nicht absehbar ist. Ein Zurückhalten des fertigen vierten Teils über Monate erscheint mir nicht sinnvoll. So kam es zu dieser kuriosen Reihenfolge.

Links

* Video „Am Baggersee und Elsterwerdaer Platz – Handlungsorte aus »Konspirative Liebe« (Teil 4)“: http://www.youtube.com/v/H2js6TkOw2c

* Webseite zum Buchprojekt „Konspirative Liebe“: http://www.dwrweb.de/person/geschichten/konsp_liebe.htm
 
* Wikipedia-Artikel zum U-Bahn-Zugyp E: http://de.wikipedia.org/wiki/BVG-Baureihe_E

Schlagworte

#KonspirativeLiebe, #TinoBoczik, #Berlin, #Biesdorf, #Eisenbahn, #UBahn, #Bahnhof, #Bus, #Roman, #Originalschauplätze , #ÖPNV, #Öffis, #Baggersee, #GutChampignon, #ElsterwerdaerPlatz, #Naherholungsgebiet, #BiesdorfCenter, #BerlinerAußenring, #BAR

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„Tag des offenen Hallentores“ im Bahnhof Ketzin

Am Sa, 28.03.2015, veranstaltete die „Arbeitsgemeinschaft Osthavelländische Kreisbahnen e.V.“ (OHKB) im Bahnhof Ketzin (DS 100-Kürzel: LKET) ihren ersten Tag des offenen Hallentores (TdoH). Zusammen mit vier Freunden fuhr ich dort hin, um den ausgestellten Schnellverbrennungstriebwagen (SVT) der Baureihe 175 der ehemaligen Deutschen Reichsbahn zu besichtigen. Er ist eine Dauerleihgabe des DB-Museums in Nürnberg und stand bis zu seiner Überführung am 30.07.2014 in Berlin-Rummelsburg.

Die Mitglieder des OHKB kümmern sich in ihrer Freizeit jedoch nicht nur um dieses Fahrzeug, das zweifellos der „Star“ in Ketzin ist, sondern auch noch um anderes historisches Rollmaterial, das einst auf den Gleisen der Deutschen Reichsbahn unterwegs war. Dazu gehört auch ein im VEB Lokomotivbau Elektrotechnische Werke „Hans Beimler“ Hennigsdorf (LEW) in Hennigsdorf gebauter Steuerwagen, der einen originalen Führerraum der Ellok-Baureihe 243 (heute 143) besitzt. Er wurde eigens zur Erprobung der damals neuen BR 212/243 gebaut und dürfte nur den wenigsten Eisenbahnfreunden bekant sein.

Reisezugwagen der ehemnaligen DR-Gattungen Bghwe und Bage/Baage sowie Kleinloks ergänzen den Fuhrpark, von dem allerdings der größte Teil derzeit leider nicht für Sonderfahrten einsatztauglich ist. Der OHKB möchte das natürlich gerne ändern, besonders für den SVT. Vielleicht gibt es eine Hoffnung, ihn vom DB-Museum übernehmen zu können. Anschließend müssen Sponsoren gefunden werden, um die – zwar teure, aber technisch durchaus realisierbare – betriebsfähige Aufarbeitung zu bezahlen. Sollte das gelingen, würde sicher nicht nur ich mich sehr daüber freuen.

Dieser Samstag war, bis zur Abfahrt aus Berlin, nicht mein Glückstag. Kurz vor dem Aufbruch knickte ich um; damit konnte ich kaum laufen und alle Foto- und Filmvorhaben hatten sich für diesen Tag erledigt. Nur ein paar Handyfotos blieben als kleines Andenken. Nichts desto trotz steht das Vorhaben, einen Film über die Fahrzeuge zu produzieren, wozu mir der Vereinsvorsitzende Andreas Keifler seine Unterstützung zugesichert hat.

Gerne unterstütze ich im Gegenzug den Verein und schreibe die auf http://www.dampflokgemeinschaft-brandenburg.de/mm-veranstaltungen Veranstaltungstermine auch in den dwrweb-Kalender. Dieser ist auf http://www.dwrweb.de/service/kalender.htm zu finden. Der nächste TdoH am 06.06.2015 steht schon drin. Gleich vormerken!

Schlagwörter:
#OHKB #Ketzin #SVT #BR175 #VT1816 #Havelland #LKET #Bahnhof #TdoT #TdoH
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2015-04-01
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„Von Berlin nach Hamburg“ – Auftakt zu einer Filmserie

Mit dem kürzlich auf http://youtu.be/0NHaftzayHA veröffentlichten Fim „Von Berlin nach Hamburg“ gibt es den Auftakt zu einer Serie, in der nach und nach einige Handlungsorte aus dem Roman „Konspirative Liebe“ vorgestellt werden sollen. Dieser ist bislang noch nicht veröffenttlicht, er ist der Hauptbestandteil eines umfanfgreichen gleichnamigen Buchprojekts. Ausführliche Informationen und Links zu allen bisherigen Veröffentlichungen dazu sind auf der Seite http://www.dwrweb.de/person/geschichten/konsp_liebe.htm zusammen gefasst.

Der Film zeigt die Fahrt zu einem Nebenschauplatz der Geschichte um die Hauptperson Tino Boczik, der sich in Hamburg-Ochsenzoll befindet. Dazu geht es zunächst mit dem Interregio Express (IRE) von Berlin-Ostbahnhof über Stendal – Salzwedel – Uelzen nach Hamburg Hbf. Die Zugfahrt, beginnend mit dem Abschnitt über die Berliner Stadtbahn, wird ausführlich gezeigt, damit richtet sich der Film auch an alle Eisenbahnfreunde. In Kommentaren werden einige interessante Fakten zum Streckenverlauf genannt. Der IRE besteht aus alten Interregio-Wagen, in denen sich die Fenster noch öffnen ließen – ein Reisegefühl wie Ende der 1980er, Anfang bis Mitte der 1990er Jahre!

In Hamburg wird die Fahrt – nach kurzem Aufenthalt auf dem Hauptbahnhof – mit der U-Bahn fortgesetzt nach Ochsenzoll. Von dort ist es noch ein kleines Stück Fußweg bis zu dem Handlungsschauplatz, an dem im Roman nur ein Treffen stattfinden soll.

Schlagworte
#KonspirativeLiebe #Handlungsorte #Youtube #Berlin #Ostbahnhof #Stadtbahn #Hamburg #Interregio #Taurus #IRE #Bahnfahrt #Eisenbahn #Railway #UBahn #Hochbahn #HHA #Ochsenzoll

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„WhatsApp“ am PC?

Jeder, der ein Smartphone (iOS oder Android) besitzt, kennt die Chat-App „WhatsApp“. Sie wird millionenfach verwendet und kaum jemand ist bereit, sich auf Alternativen einzulassen. „WhatsApp“ hat jedoch zwei wichtige Nachteile:

1. Man kann es nur auf dem Handy nutzen. Apps für Tablet und/oder PC, die sich mit der Smartphone-App synchronisieren, gibt es nicht.

2. Die Server stehen in den USA. Aus Datenschutzgründen (gerade, wenn berufliche Informationen und Bilder ausgetauscht werden sollen) wäre eine Lösung vorzuziehen, bei der die Server innerhalb Europas stehen.

Nachfolgend werden Möglichkeiten gezeigt, wie „WhatsApp“ durch Hintertüren am PC genutzt werden kann und welche Restriktionen damit verbunden sind. Außerdem wird am Ende eine alternative App vorgestellt, welche die genannten Kritikpunkte beseitigt und ein sehr guter Ersatz für „WhatsApp“ ist.

Durch die Hintertür „WhatsApp“ auf den PC bringen

Es  gibt grundsätzlich zwei verschiedene Ansätze, um in „WhatsApp“ auf dem PC oder Laptop schreiben zu können:

1. Synchronisierung zwischen der Smartphone-App und einem Webinterface mittels der Zusatz-App „WhatsRemote“ > Nachteile: Das Smartphone muss gerootet sein und braucht trotz PC-Nutzung permanent Verbindung zum Internet; es fallen zusätzlich jährliche Kosten für die Nutzung des Dienstes an.

2. Einsatz von Android-Virtualisierungs-Software auf dem PC > Nachteil: „WhatsApp“ wird in der virtuellen Android-Umgebung mit einem neuen Account installiert, weil die gleichzeitige Nutzung desselben Accounts auf zwei Geräten nicht möglich ist.

Im ersten Fall muss auf dem Smartphone zunächst „WhatsApp“ und anschließend „WhatsRemote“ [1] installiert werden. Letztere benötigt jedoch Root-Rechte auf dem Smartphone. Das ist auf jeden Fall von Nachteil, wenn sich das Gerät noch im Garantiezeitraum befindet. In der Regel werden im gerooteten Geräten nicht nur Garantieleistungen, sondern sogar Software-Updates des Herstellers verweigert – dies kann auf jeden Fall für LG bestätigt werden. Ein Unroot in diesem Fall ist so einfach nicht möglich, auch dies testete der Autor. Es kann festgestellt werden, dass das Gerät gerootet war, somit gibt es ebenfalls kein Software-Update von LG. Sind die Installationen auf dem Smartphone erfolgt und „WhatsRemote“ ist mit „WhatsApp“ verbunden, kann auf dem PC oder Notebook die Anmeldung am Webclient von „WhatsRemote“ [2] erfolgen. Während des Chattens vom PC aus muss das Smartphone permanent eine Internetverbindung haben, sonst funktioniert die Sache nicht (im Gegensatz zum PC- und Webclient der am Ende vorgestellten Alternativ-App). Die genaue Vorgehensweise zum Einsatz von „WhatsRemote“ ist in einem Artikel der Zeitschrift „CHIP“ beschrieben [3].

Der zweite Lösungsansatz ist, auf dem PC eine virtuelle Android-Umgebung zu installieren. Hierfür muss man einen Android-Emulator verwenden. Bekannte Vertreter dieser Spezies sind „Genymotion“ [4] und „Bluestacks AppPlayer“ [5]. Solche Software ist ursprünglich für App-Entwickler gedacht, welche ihre Produkte auf einem PC entwickeln und eben dort auch testen möchten. Es wird ein Android-Smartphone emuliert (in „Genymotion“ ist auswählbar, welches es sein soll), auf dem beliebige Android-Apps installiert werden können wie auf einem richtigen Telefon oder Tablet. Man kann dort freilich auch „WhatsApp“ installieren. Möchte man darin auf dem PC chatten, muss zunächst der Android-Emulator (also das virtuelle Telefon) und innerhalb dessen dann „WhatsApp“ gestartet werden. Es ist mit folgendem Fall vergleichbar: Du möchtest ein Linux-Programm unter Windows nutzen. Also setzt Du – zum Beispiel mit Oracle „Virtual Box“ – zunächst einen Linux-Rechner auf und installierst dort das benötigte Programm. Um es zu nutzen, muss erst die virtuelle Maschine hoch gefahren und in dieser dann das Programm gestartet werden.

„WhatsApp“ kann einen Account nur auf einem einzigen Gerät verwenden und  nicht, wie Alternativprodukte, auf mehreren Geräten (zum Beispiel Smartphone und Tablet). Richtet man es auf dem virtuellen Android-Handy mit demselben Account (derselben Telefonnummer) wie auf dem echten Smartphone ein, kann es dort nicht mehr genutzt werden. Man muss sich dann mit dem Smartphone erst wieder neu am „WhatsApp“-Server anmelden (wodurch die Verbindung zum virtuellen Android-Gerät auf dem PC unterbrochen wird. Der Prozess ist nicht anwenderfreundlich. Daher wird in aller Regel der Weg beschritten, dass man für WhatsApp auf dem virtuellen Android-Gerät eine eigene Mobilfunknummer verwendet. Logischer Nachteil: Die Nachrichten, die man am PC schreibt, kommen nicht auf das Smartphone – und umgekehrt. Beispiel: Vor dem Spätdienst schreibe ich mit einem Freund aus einem virtuellen „WhatsApp“-Account heraus. Wenn ich zum Dienst gehen muss, wird der PC herunter gefahren und ich möchte über das Smartphone weiter kommunizieren. Mein „WhatsApp“-Partner weiß aber nicht, wann ich genau los muss, und schreibt auf den virtuellen Account weiter. Da komme ich aber erst wieder heran, wenn ich das nächste Mal am PC sitze und das virtuelle Android-Gerät dort starten kann. Der Weg ist kaum praxistauglich. Ich möchte mir bei einem Freund schließlich auch nicht immer merken müssen: Wann kann ich ihn auf dem Smartphone erreichen, wann am PC und wann vielleicht noch auf dem Tablet, wo er den dritten „WhatsApp“-Account nutzt? Nach kurzer Zeit bewacht man dann lieber wieder auch zu Hause das Handy und tippt sich den Finger auf dem Display steif, während man die bequeme Computertastatur daneben zu stehen hat (dabei ist letztere noch eine echte Komfort-Tastatur, auf der man so gerne schreiben möchte ...)

Die bei allen Möglichkeiten aufgezeigten Nachteile führen beim Autor dazu, keine dieser „Hintertüren“ zu verwenden, um über „WhatsApp“ am PC schreiben zu können. Nur in sehr hartnäckigen Fällen liegt das Smartphone dann neben dem PC (oder bei belanglosen Chats wird der Partner dann mit der Mobilfunknummer des Tablets konfrontiert, auf dem „WhatsApp“ ebenfalls installiert ist – antwortet er dann an das Tablet, kann es passieren, dass die Antwort über Stunden oder einen ganzen Tag ungelesen bleibt). Stattdessen besteht der Wunsch, mit möglichst allen regelmäßigen Kommunikationspartnern auf die nachfolgend vorgestellte Alternative umstellen zu können.

„MySMS“ statt „WhatsApp“ – Kommunikation auf allen Plattformen

„MySMS“ [6] versteht sich selbst eher als SMS-App denn als Chat-App. Sie bietet auch die Option, sich unter Android als Standard-SMS-App einzurichten, sodass aus ihr heraus auch „normale“ (Netzbetreiber) -SMS gesendet und empfangen werden können; dies zu den SMS-Preisen des jeweiligen Netzbetreibers. „MySMS“ kann die Nachteile von „WhatsApp“ als große Vorteile für sich verbuchen:

1. Apps auf Smartphone, Tablet (jeweils eigenständige App, zumindest unter Android) und PC sowie der MySMS Webclient [7] synchronisieren sich. Man kann zum Beispiel vor der Dienstschicht zu Hause in der PC-App schreiben, auf dem Weg zur Arbeit auf dem Smartphone und, im Dienst angekommen, im Webclient (auf Rechnern des Arbeitgebers dard in der Regel keine „private“ Software – damit auch nicht die „MySMS“-PC-App – installiert werden). Freilich ist auch ein Tablet nutzbar, auch rein über WLAN, sodass man – anders als bei „WhatsApp“ – keine Mobilfunkkarte und Telefonnummer im Tablet benötigt.

2. Das Unternehmen hinter „MySMS“ sitzt in Graz (Steiermark), die Server stehen (laut einigen Medienberichten) in Wien. Damit unterliegt „MySMS“ europäischen Datenschutzrichtlinien.

3. „MySMS“ bindet Bilder in die Nachrichten mit ein (bis zu vier Bildern je Nachricht), während „WhatsApp“ diese einzeln verschickt.

4. In der Basisversion ist „MySMS“ komplett kostenlos (im Gegensatz zu „Whatsapp“). Die Basisversion reicht für den Privatgebrauch völlig aus.

5. Für den Störungsfall hat MySMS einen sehr guten Support [8], bei dem selbst am Wochenende kurzfristig Antworten gegeben werden. Auch auf Twitter sind die Mitarbeiter des Herstellers erreichbar und antworten auf Anfragen (es liegen mehrere positive Erfahrungen des Autors vor).

Natürlich ist das Versenden und Empfangen von Nachrichten zwischen „MySMS“ -Nutzern (nicht anders als bei „WhatsApp“) kostenfrei. Da „MySMS“ eben auch Netzbetreiber-SMS unterstützt, muss man auf die Farbe des „Senden“-Buttons achten. Ist dieser grün, wird die Nachricht kostenfrei an einen „MySMS Friend“ geschickt. Ist er hingegen grau, geht sie als kostenpflichtige SMS oder MMS über den Netzbetreiber heraus. Das funktioniert auch vom Tablet (ohne SIM-Karte) und PC aus; hier gibt es ein Gateway zwischen „MySMS“-Server und dem Netzbetreiber der im Smartphone verwendeten SIM-Karte. Auf dem Smartphone muss „MySMS“ immer zuerst installiert werden, hier wird der Account eingerichtet. Als Zugangsdaten dienen Mobilfunknummer und Passwort; letzteres wird bei der Einrichtung festgelegt. Am PC - und Webclient und auf dem Tablet meldet man sich in MySMs mit der Mobilfunknummer des Smartphones an (das, was mit „WhatsApp“ nicht möglich ist). Das erklärt auch, warum man auf dem Tablet eine andere „MySMS“-App braucht als auf dem Smartphone.

Leider ist auch „MySMS“ nicht ohne Nachteile:

1. Es gibt immer mal wieder Synchronisationsprobleme oder die App auf dem Smartphone hängt. In Folge werden „MySMS“-Nachrichten verspätet oder erst nach einem Neustart der App zugestellt. Einer merkt nicht, dass er angeschrieben wurde; sein Kommunikationspartner wundert sich trotz zig mal Anschreiben über ausbleibende Antwort. Die grünen Häkchen (zum Zeichen, dass eine Nachricht zugestellt wurde) erscheinen manchmal verzögert oder – in der PC-App für Windows 7 / 8 Desktop festgestellt – in seltenen Fällen erst, nachdem der Partner geantwortet hat.

2. Der Vorteil der Synchronisation auf allen Geräten kann sich auch in einen Nachteil umkehren: Hängt zum Beispiel die Smartphone-App und man wird angeschrieben, während man unterwegs ist (und zu Hause womöglich noch der PC mit PC-App oder Webclient läuft), wird die Nachricht zu Hause auf Tablet oder PC zugestellt, aber auf dem Smartphone bekommt man nichts davon mit. Der Kommunikationspartner ist dann zudem in dem Glauben, dass sein Gegenüber die Nachricht erhalten habe (was ja auch stimmt, nur eben nicht auf dem Gerät, das er gerade dabei hat).

3. Nicht von „MySMS“ beeinflussbar: „WhatsApp“ erlangte bereits eine mannigfaltige Verbreitung, bevor „MySMS“ auf den Markt kam. Nach den Erfahrungen des Autors ist kaum jemand bereit, nur wegen einem einzigen Kommunikationspartner „MySMS“ als zusätzliche App zu installieren (weil, auf „WhatsApp“ kann man ja nicht verzichten, solange man nicht alle seine Kontakte zu „MySMS“ herüber bekommt). Von Hartgesottenen kam auch schon die klare Ansage: „Entweder Du schreibst mir über „WhatsApp“ oder Du hast Pech gehabt! Extra wegen Dir werde ich mir nicht noch mehr installieren!“ Wenn jemand 50 Freunde in „WhatsApp“ hat, wird er kaum jemals komplett davon weg kommen. Die meisten halten „WhatsApp“ eben deshalb die Treue, auch wenn noch so viele Negativmeldungen und Datenschutzbedenken an die Öffentlichkeit gelangen.

Zu Punkt 1 ist anzumerken, dass Synchronisationsprobleme mit den „MySMS“-Servern, die serverseitig zu suchen sind, nur sehr selten auftreten. Etwas öfter kann es passieren, dass die App auf Smartphone oder Tablet hängt. Weitere mögliche Fehlerquelle: Hat man im WLAN mehrere Signalquellen (Router, WLAN-Adapter am PowerLAN, Repeater, Access Points) und betreibt man diese mit derselben SSID, sollte sich das Smartphone oder Tablet automatisch am Gerät mit der besten Signalstärke einbuchen. Beim Raumwechsel klappt dies jedoch nicht immer nahtlos. Damit hat (wie alle anderen Apps auf dem Mobilgerät) natürlich auch MySMS keinen Zugriff mehr über das Internet (oder holt ihn sich über das Mobilfunknetz) – auch in diesem Fall kann keine (zeitnahe) Synchronisation mit dem Server stattfinden. Davon wäre aber „WhatsApp“ ebenso betroffen.
 
Der Autor nutzt „MySMS“ seit Jahren, zum Erstellungszeitpunkt dieses Artikels mit etwa drei Freunden. Mit einem davon findet eine sehr intensive Kommunikation statt, die ohne „MySMS“ auch längst nicht so intensiv wäre. Dies begründet sich auf der Tatsache, dass man am Rechner mit einer normalen Tastatur einfach mehr und besser schreiben kann als auf dem Smartphone. Außerdem spielen miserable Mobilfunk-Empfangsbedingungen eine Rolle, bei denen der Autor auf PC- oder Webclient angewiesen ist. Mit „WhatsApp“ wäre in diesen Fällen gar keine Kommunikation möglich. Die Nutzung von MySMS (mit der täglichen Kommunikation) hat hier sehr wesentlich dazu beigetragen, dass – trotz weit entfernter Wohnorte – eine Freundschaft aufgebaut werden konnte, die es sonst in dieser Art nicht geben würde. Erlebnisse und Bilder des Tages, die mutmaßlich in die Interessengebiete des Freundes fallen, können geräteunabhängig viel besser getauscht werden. Bei zu lange ausbleibenden Antworten infolge technischer Probleme mit App oder Servern von „MySMS“ dient „WhatsApp“ als Rückfallebene.

Fazit

Ehe man umständlich versucht, „WhatsApp“ über einen kleinen technischen Slalomlauf auf dem PC zu nutzen, sollte man sich aufgeschlossen gegenüber Alternativen zeigen. „MySMS“ soll dabei nur als Beispiel dienen, weil es alle bei „WhatsApp“ vermissten Funktionen in sich vereinigt. Zwei Partner, die bisher „Whatsapp“ nutzen, könnten ein Alternativprodukt „einfach mal ausprobieren“ – und so den eigenen Horizont erweitern und sehen, dass es auch ein Leben ohne „WhatsApp“ geben kann ;-) Sind mehr Menschen bereit, sich auf eine Alternative einzulassen, wird das Verbreitunsproblem der Alternativen mit der Zeit deutlich abgeschwächt. Technische und datenschutzrechtliche Argumente sollten bei der Wahl der gemeinsamen Kommunikations-App ausschlaggebend sein.

Links

[1] „WhatsRemote“ im GHoogle Play Store >  https://play.google.com/store/apps/details?id=com.whatsremote&hl=de

[2] Webclient von „WhatsRemote“ > https://www.whatsremote.com/login.php
 
[3] „CHIP“-Artikel (mit Video) vom 28.07.2014 zum Einsatz von „WhatsRemote > http://www.chip.de/news/WhatsApp-fuer-PC-Messenger-im-Browser-nutzen_64974891.html
 
[4] Android-Emulator „Genymotion“ > http://www.genymotion.com
 
[5] Android-Emulator„Bluestacks AppPlayer“ > http://www.bluestacks.com/app-player.html
 
[6] „MySMS“-Homepage > https://www.mysms.com/de/  
[7] „MySMS“-Webclient > https://app.mysms.com/?locale=de#  
[8] „MySMS“-Supportforum > https://getsatisfaction.com/mysms (Grundsprache Englisch, Anfragen und antworten aber auch auf Deutsch möglich)

[9] Datenschutz bei „MySMS“, Veröffentlichung der Firma „intersoft consulting services AG“ aus dem Jahr 2012 > https://www.datenschutzbeauftragter-info.de/datenschutz-bei-mysms-der-whatsapp-konkurrent-unter-der-lupe

Schlagworte
#WhatsApp #MySMS #Messenger #Chatten #Android #Smartphone #Tablet

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Gefährlich: Ein #Mercedes-Besitzer hat sein Auto zu einem selbstfahrenden PKW umgewandelt – und ließ es auf der Autobahn fahren. Die computergesteuerte Geisterfahrt veröffentlichte er als #Video im Netz: http://chip.biz/1s0Evz2 (bph)
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Heute zur Kontrollfahrt unterwegs gewesen da gestern heftiger Regen war.
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Schienengolf
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Sehr coole Ausgabe ;) Hat richtig Spaß gemacht zuzuschauen ;) Weiter so!
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