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GENTRIFIJUNGBUSCH
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Die Empirisierung der Emporisierung und ihre Folgen in Mannheim
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Gentrifijungbusch hat im März 2014 als qualitatives Forschungsprojekt für eine Hausarbeit für mein Soziologie Studium begonnen. Ende April 2015 habe ich den bisherigen Stand der Dinge auf 159 Seiten + Kartenmaterial an meine Dozentin übergeben.

Die Datei habe ich mit einem Wordpress Plugin erstellt. Das Layout ist daher an ein oder zwei Stellen ein bisschen ungewöhnlich, dafür funktionieren alle Links und Grafiken, bis auf das Kartenmaterial: http://www.gentrifijungbusch.de/wp-content/uploads/2015/05/GENTRIFIJUNGBUSCH-Stand_150428.pdf

Eine weitere gute Nachricht: Das Projekt wird darüber hinaus noch weiter laufen!

Ich habe noch nicht ausgewertetes Material, unbefriedigende Antworten der Jungbuschschule und des Ministeriums für Integration BaWü zum rassistischen Wandbild (http://www.gentrifijungbusch.de/wandgestaltung-vor-der-jungbuschschule-in-mannheim/) und ein paar weitere Ideen. Vielleicht schaffe ich es in den nächsten Monaten nach Mannheim, um Gentrifijungbusch vor Ort vorzustellen.
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Neuer Beitrag: Rassistische Personenkontrollen im Jungbusch​

Wenn das phy­si­sche Erschei­nungs­bild einer oder meh­re­rer Per­so­nen als Grund­lage für eine (poli­zei­li­che) Maß­nahme zur Kon­trolle dient, han­delt es sich oft um eine ras­sis­ti­sche Kon­trolle. Die Grund­lage dafür bil­det das Racial Pro­filing.

Die­ser Bei­trag beschäf­tigt sich mit zwei kon­kre­ten Bei­spie­len aus dem Jung­busch: Will­kür­li­che Per­so­nen­kon­trol­len, die oft vor­der­grün­dig mit Dieb­stahl oder Auf­ent­halts­be­stim­mun­gen begrün­det wer­den und regel­mä­ßige Kon­trol­len, die auf Pro­bleme mit ‘Schwarz­ar­beit’ zurück­ge­führt wer­den.

#BadenWürttemberg #Jungbusch #Kontrolle #Mannheim #Migration #Polizei  #racialprofiling  #Rassismus #Sterotyp #Überwachung

http://www.gentrifijungbusch.de/racial-profilin/
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Nach einem Jahr Forschung zum Mannheimer Stadtteil Jungbusch​, fasse ich mir besonders heute Morgen mit den Händen an den Kopf. Seit 500 Jahren schlägt institutionalisiertes (Un)recht den Menschen mit ähnlicher Härte ins Gesicht:

Bereits in der Poli­zei– und Lan­des­ver­ord­nung für Sach­sen und Thü­rin­gen “‘zu Wohl­fahrt, Nutz und  Bes­ten’ der Unter­ta­nen von den Her­zö­gen Fried­rich Wil­helm und Johann im Jahre 1589“ lie­gen die Grund­la­gen für anti­se­mi­ti­sche und anti­zi­ga­nis­ti­sche Pogrome begrün­det. Mit der in die­ser Zeit recht jun­gen Errun­gen­schaft des Buch­drucks wur­den die Gesetze über Wohn– und Steu­er­sitz der Unter­ta­nen geregelt:

“Müßig­gän­ger soll­ten in der Stadt und Land nicht gedul­tet, viel­mehr jeder zur Arbeit ange­hal­ten und selbst Eltern, die ihre Kin­der zu Hause nicht brauch­ten, ver­an­laßt wer­den, sie zu ver­mie­ten oder ein Hand­werk ler­nen zu las­sen. Kin­der, die sich dem nicht fügen woll­ten, soll­ten ein­fach aus dem Ort getrie­ben wer­den. Den Juden wird im Sinne frü­he­rer Ver­ord­nun­gen ver­bo­ten sich im Lande ‘heus­lich oder sons­ten nie­der zu thun und zu woh­nen’; ja sie durf­ten nicht ein­mal län­ger als eine Nacht an einem Ort wei­len. Noch kür­ze­ren Pro­zeß machte die alte Zeit mit den Zigeu­nern; sie soll­ten nicht nur über die Grenze gebracht, son­dern ihnen auch ihr Hab und Gut abge­nom­men wer­den.“

Den ganzen Nachdruck von 1909-1920 der Zeitungsbeilage zum Jenaer Volksblatt, dass 1941 zwangsweise eingestellt wurde, findet ihr hier: http://zs.thulb.uni-jena.de/receive/jportal_jparticle_00268617.

Neben Aufenthaltsbestimmungen, Berufseinschränkungen und -verboten wurde übrigens auch der Alkoholkonsum reguliert. Die Parallelen dazu finden sich (noch) heute in den Berichten über die Arbeit des Quartiermanagement im Jungbusch, die ich bereits in den Beiträgen Gentrifizierung im Quartier (http://www.gentrifijungbusch.de/da-ist-doch-was-im-busch-1/) und Rassifizierung im Quartier (http://www.gentrifijungbusch.de/da-ist-doch-was-im-busch-2/) kommentiert habe.

Demnächst gibt es dann auch den neuen Artikel zu rassistischen Kontrollen (racial profiling) im Jungbusch auf http://www.gentrifijungbusch.de/.

#Gentrifizierung#Rassismus #Jungbusch #Mannheim #Antiziganismus #Antisemitismus #Bleiberecht #Sicherheit
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Wie kommt mensch auf eine so dumme Idee sich "Graffiti Gestapo" zu nennen?

https://www.dhm.de/lemo/kapitel/ns-regime/ns-organisationen/gestapo/

Gesehen in der Hellingstraße - März 2014
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Was für ein absurdes Video. Nikolas Löbel von der CDU könnte gemäß seiner Aussagen auch der NPD Kandidat sein - "viele Migranten - sehr sensibel sein - Sicherheit". Das Stereotyp vom "kriminellen Ausländer" ist rassistisch und wurde sogar von polizeilichen Studien als unwahr entlarvt.

http://www.dasding.de/…/nid=60…/did=880552/1uncoh/index.html

Ich bin kein Sicherheitspolitiker und finde es gefährlich, unnötig und teuer, wenn immer und überall die Polizei patrouilliert.

Den besten Vorschlag, den ich während der Forschung im ‪#‎Jungbusch‬ gehört habe, war eine Hundewiese an der Station Rheinstraße im Süden. Zu fast jeder Zeit wären Menschen mit ihren Hunden vor Ort. Mit ein paar Beutelspendern und Mülleimern bleibt es sauber.
Die Unterführung Dalbergstraße empfinden ebenfalls viele Menschen als unsicher. Wie wäre es, wenn hier Zeitungen verkauft würden oder Straßenmusiker*innen ohne Repressionen vom Ordnungsamt erwarten zu müssen, spielen könnten. Vielleicht ließe sich auch ein Kiosk unter Tage einrichten.

Entlang des Neckar vielleicht eine weitere Hundewiese und zusätzliche Straßenlaternen?

In anderen Städten gibt es bspw. für 30 Minuten ein StadtRAD Hamburg zum Nulltarif - auch eine solche Station würde den Verkehr entlasten und für die Anwesenheit von Menschen vor Ort sorgen. Auf der Neckarseite sogar etwas, womit Menschen zur Arbeit und wieder nach Hause fahren könnten.
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Der nächste Artikel wird sich mit rassistischen Kontrollen (racial profiling) beschäftigen. Die sind übrigens nicht nur im Flora Park in Hamburg, im Görli in Berlin oder in den USA ein Problem, sondern auch in Mannheim.

Aber zum Einstieg dieses Video aus Alabama:
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Bei der bis­he­ri­gen Arbeit an GENTRIFIJUNGBUSCH zeigte sich, dass eine bau­li­che Auf­wer­tung um so stär­ker beob­ach­tet wer­den kann, desto näher die jewei­li­gen Objekte am Ver­bin­dungs­ka­nal lie­gen. Für die­sen Bei­trag wurde erneut auf Mate­rial aus Kar­tie­rung zurück­ge­grif­fen, um die Wahr­neh­mung von Auf­wer­tung im städ­ti­schen Raum sicht­bar zu machen und die eige­nen Beob­ach­tun­gen zu prü­fen. Auch bei den Anga­ben zu Auf­wer­tung han­delt es sich um eine sub­jek­tive Wahr­neh­mung der Befrag­ten, wes­halb Auf­wer­tung bei der Metho­den­wahl in einer Kate­go­rie mit “Neu­bau und Bau­stelle” zusam­men­ge­führt wurde.

http://www.gentrifijungbusch.de/das-kapital-geht-den-bach-runter/
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Der neue Artikel: "Das Kapital geht den Bach runter" beschäf­tigt sich mit pro­vo­kan­tem Titel mit der Auf­wer­tung im Jung­busch.

Fest­ge­hal­ten wer­den muss an die­ser Stelle: Im Jung­busch fin­det aktu­ell ein Struk­tur­wan­del statt, der als Gen­tri­fi­zie­rung benannt wer­den muss. An vie­len Stel­len zei­gen sich Par­al­le­len zu ande­ren sog. ‘Sze­ne­vier­teln’ ande­rer Städte.

Sowohl im Bereich Woh­nen als auch im Gewerbe kann Gen­tri­fi­zie­rung ver­or­tet wer­den. Die kar­to­gra­phi­sche Her­an­ge­hens­weise auf der Suche nach Auf­wer­tung im Jung­busch lie­ferte Hin­weise, die bestä­tigt wer­den konn­ten. Dabei sind vor allem die Hafen­straße als auch die Jung­busch­straße von Gen­tri­fi­zie­rung betrof­fen. Diese strah­len auf die rest­li­che Umge­bung aus. Da wei­ter­hin gezielt staat­li­che Zuschüsse und auch pri­vate Inves­ti­tio­nen auf­ge­wen­det wer­den, um den Jung­busch zu ver­än­dern, ist davon aus­zu­ge­hen, dass die Gen­tri­fi­zie­rung sich in nächs­ter Zeit ver­schär­fen wird. Beob­ach­tet wer­den konnte auch, dass die Auf­wer­tung im Jung­busch mit Ras­sis­mus ein­her­geht. Die­ser mani­fes­tiert sich sowohl in Bli­cken aus dem Lokal, als auch in ras­sis­ti­scher Tür­po­li­tik. Auch unver­hält­nis­mä­ßig hohe Geträn­ke­preise sind ein Ausgrenzungsmechanismus.


http://www.gentrifijungbusch.de/das-kapital-geht-den-bach-runter/
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