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Oliver Graf
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Stichtag

Wann ist es an der Zeit, etwas Neues anzufangen oder eine zu lange liegengelassene Sache wieder aufzugreifen? Wann erkennt man, nicht mehr weiterzukommen, im Moment festzustecken? Der Moment, der uns zu beschäftigt hält, um unser Periskop aus dem Alltag zu schieben und uns umzusehen. 360 Grad. Woher kommen wir, was haben wir erreicht und wo wollen wir hin? Hat sich unser Ziel verändert? Und was ist mit dem Augenblick?

Innehalten. Durchatmen.

Manchmal ist es Zeit für Korrekturen. Für mich ist heute Stichtag.

Vor zwanzig Monaten habe ich mich der Idee der „Erzählung des Monats“ verschrieben und seither, seit dem 1. April 2016, pünktlich jeden Ersten des Monats eine neue Kurzgeschichte online gestellt. Zur freien Verfügung. In der Hoffnung und immer mit der Bitte auf Rückmeldung und Verbreitung der Texte. Es ging mir um den Kontakt zu den Lesern. Es war ein Versuch. Bin ich in der Lage, allmonatlich Kreativität abzurufen? Und wie wird eine solche Idee von den Lesern angenommen? Die Regelmäßigkeit war mein persönlicher Schlüssel. Aber klappt das?

Zwanzig Erzählungen später habe ich meine Antworten.

Zwanzig Erzählungen später höre ich auf.

Nicht, weil mir die Antworten nicht gefallen. Nicht, weil ich unzufrieden bin. Nicht, weil die Kreativität versiegt ist. Und auch nicht, weil es mir keinen Spaß gemacht hat. Ganz im Gegenteil! Aber der Blick durch das Periskop sagt mir, es ist Zeit für Korrekturen. Das Ziel ist zwar das gleiche geblieben, aber der Weg dorthin verlangt Veränderungen.

Aus dem Grund wird es bis auf Weiteres keine Erzählungen von mir geben. Aus diesem Grund werde ich mich nicht mehr um Lesereisen oder ähnliches bemühen.

Es ist Zeit sich zu verbuddeln, sich neu zu fokussieren.

Da ist sie wieder, die duale Gefühlswelt: Ich werde den Kontakt zu euch, den Lesern, sei es auf Veranstaltungen, sei es online, sehr vermissen. Ich habe es geliebt, euch (und mir) monatlich Geschichten zu erzählen – und ein Auge weint bei dem Gedanken, es nun nicht mehr zu tun. Ganz oft habe ich auf eure Kommentare mit „Ich freue mich!“ reagiert. Und das war keinesfalls gelogen: Ich habe mich über jede einzelne eurer Rückmeldungen im Kommentarfeld oder auf Lesungen wirklich sehr gefreut.

Das andere Auge lacht aber bis über beide Ohren, denn ich komme doch auch wieder! Mit einer neuen, mit einer wilden und mit einer langen Geschichte. Schlicht: mit einem neuen Roman. Und spätestens dann gibt es ein Wiedersehen.

Und wenn ihr mir bis dahin die Treue haltet, dann würde mich das natürlich unheimlich freuen. Vielleicht schaut ihr hin und wieder auf meiner Webseite vorbei, kommt zu „Literatur im Studio“ (denn die Serie läuft fürs Erste weiter) oder folgt mir in sozialen Medien.

Tausend Dank fürs Lesen und eure Unterstützung!

Bis bald,
Oliver
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Vernunft ist auch nur relativ -

http://olivergraf.info/erzaehlung-des-monats-1117/

Die neue Erzählung ist online. Pünktlich auf den Tag. Konsequent. Mittlerweile zum zwanzigsten Mal. Meine Regel. Und dieser Regel zu folgen erscheint sinnvoll und vernünftig. Aber bis zu welchem Punkt?

Wie hängen Vernunft und Regeln zusammen? Ist der Unterschied nur ein formaler? Und wann ist es Zeit, die Regeln zu ändern, unvernünftig zu werden? …

Auch in der Erzählung des Monats geht es um Vernunft und um Regeln. Mein „Held“ glaubt sich seinen und den gesellschaftlichen Normen unterwerfen zu müssen und wähnt sich deshalb vernünftig. Er ist kein Rebell, im Gegensatz zu seiner Freundin. Deshalb unterwirft er sich seinem Druck und gibt Bedeutendes auf, aus Rücksicht auf Regeln und vermutete Bedürfnisse. Aber wie hoch ist der Preis? Und war es das wert? … Lest selbst! Viel Vergnügen!
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Die neue Erzählung ist online
http://olivergraf.info/erzaehlung-des-monats-1017/

Theo plagen sowohl das Alter, als auch die Einsamkeit. Beides macht ihn grantig und ungnädig seiner Umwelt gegenüber. Aber dennoch ereignete sich neulich etwas, das selbst einen alten Schrat wie Theo auf andere Gedanken brachte …
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Normalerweise steht an dieser Stelle ein kurzer, einleitender Text zur Erzählung des Monats. Diesmal ist das anders, weil mir das Thema der Kurzgeschichte „Die Epidemie“ besonders wichtig ist. Bitte nicht missverstehen: Mir liegen meine Texte immer am Herzen und wenn ich allmonatlich eine Erzählung online stelle, ist das jedes Mal ein spannender Moment. Die Intention meiner Kurzgeschichten ist es, auf literarischem Niveau Emotionen zu wecken, zu unterhalten und einen anderen Blickwinkel zu vermitteln. Immer mit Inhalten, die mich persönlich bewegen.

„Die Epidemie“ geht ein Stück darüber hinaus.
http://olivergraf.info/erzaehlung-des-monats-0917/

Verfasst habe ich den Text als Beitrag zum Utopien-Fest 2017 des Theater Erlangens. Es geht darin um die Ausbeutung der Erde zum Zweck der Befriedigung unserer Bedürfnisse, die das normale Maß aus meiner Sicht häufig übersteigen, und um unsere entsprechende Ignoranz der Umwelt gegenüber. Seien es die Auswüchse der Lebensmittelproduktion im allgemeinen oder die Massentierhaltung im speziellen (wie viele mediale Sommerlöcher wurden und werden mit Lebensmittelskandalen gestopft und letztlich, nach einem kurzen Aufreger, geht es weiter wie bisher?). Oder sei es die Demonstration unseres Individualismus durch den Autowahnsinn (wann wird im Zuge von Abgasskandalen endlich davon gesprochen, generell weniger individuell zu fahren, auf ein Auto zu verzichten bzw. echte Alternativen zu bieten?). Seien es die zahlreichen Industriezweige (allen voran Textil und Elektro), die Shoppingcenter mit ihren Produkten fluten und uns suggerieren ohne das Neueste nicht mehr leben zu können („The True Cost“ ist einer der Filme, den sich meines Erachtens jeder einmal vor dem nächsten Kaufrausch zu Gemüte führen sollte). Wir pressen die Erde und die Billiglohnländer aus und wundern uns dabei über unumkehrbare Umweltschäden, Klimawandel (okay, bis auf das Goldhaupt im Weißen Haus, der ignoriert ihn) und riesige Migrationsströme von Menschen und wir weigern uns, die Ursachen anzuerkennen.

Meines Erachtens trägt jeder einzelne von uns zu den Ursachen mit bei: das neue Tablet, die Fernreise nach Singapur, die tägliche Autofahrt zum Büro, der fette Kühlschrank, die drei neuen T-Shirt-Schnäppchen, das billige Schnitzel, das dritte paar Stiefletten, das eingeflogene Angus-Rind, das neue Smartphone und … und … und. Es geht um unseren Konsum. Natürlich sind auch Konzerne und Banken mit ihm Spiel, die das alles ermöglichen, aber tun sie es nicht auch deshalb, weil wir es fordern bzw. es uns anerzogen wurde es zu fordern? Natürlich werden wir manipuliert und zum Konsum animiert, so läuft das Spiel nun mal. Wir haben nur unsere diesbezügliche Mündigkeit ein gutes Stück weit aufgegeben. Und natürlich trägt auch die Politik eine Teilschuld. Eine Politik, die es nicht wagt (gegen unseren Widerstand und gegen ihren eigenen Vorteil) Reformen durchzuführen, wie kostengünstige Verkehrsmittel als echte Alternative zum PKW (Frage: Warum klappt das in Wien?), Konzerne zu zwingen, ökologisch zu produzieren, Banken zu regulieren usw. usf. Stattdessen wird in der Vorzeigedemokratie der Welt (oder zumindest in jener, die sich dafür hält) ein (zurückhaltend ausgedrückt) Ignorant und Populist gewählt, der mit der Einhaltung kurzfristiger Versprechen den langfristigen Schaden, den er anrichtet, maximiert.

Aber damit nun genug meines persönlichen Befindlichkeitsstriptease. Es soll auch nicht zu sehr von der Kurzgeschichte abgelenkt werden.

Insofern: Anregende Unterhaltung mit der Erzählung des Monats September 2017 – „Die Epidemie“! … und da es sich um reine Fiktion handelt und die beschriebenen Vorgänge niemals eintreten werden, liegt es an uns ...
http://olivergraf.info/erzaehlung-des-monats-0917/
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Sie ist online, die neue Erzählung! Den Temperaturen und der Urlaubsstimmung entsprechend hat sie den unvernünftig langen Titel
"Liebe, Sex und andere Torheiten menschlichen Sozialverhaltens"

http://olivergraf.info/erzaehlung-des-monats-0817/

Ich wünsche euch ganz viel Spaß bei der Geschichte - und mir euer Feedback!

Habt noch einen schönen Sommer! Genießt ihn ... von mir aus auch auf dem Balkon! Aber zieht euch vielleicht etwas über! ... Ihr wisst ja, die Nachbarn ...
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"Anders" - Die aktuelle Erzählung ist online

http://olivergraf.info/erzaehlung-des-monats-0717/

Viel Vergnügen beim Lesen! Hinterlasst mir doch ein "Gefällt mir" oder einen Kommentar auf meiner Seite, da freue ich mich dann so richtig!
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Ewald ist zurück!

http://olivergraf.info/erzaehlung-des-monats-0617/

Ihr kennt vielleicht meine Erzählung von Ewald, wie er bei mehreren Bieren sitzt, sich über sein Schicksal ausweint und die Schuld immer bei anderen sucht. „Es kommt, wie es kommen muss“ ist in „Das Leben als Konjunktiv“ erschienen und auch auf dem gleichnamigen Hörbuch vertreten. Die Erzählung bei einer Veranstaltung zu lesen gehört für mich immer zu einem der Programmpunkte, auf die ich mich am allermeisten freue. Es war mir ein Bedürfnis, die Geschichte weiterzuerzählen.

Deshalb ist die Erzählung des Monats Juni der zweite Teil von „Es kommt, wie es kommen muss“ unter dem Titel „Immer lächeln, wie es auch kommt“!
Lest selbst, was sich bei Agnes, Birgit und Vroni noch so alles getan hat und wie Ewald seine Einstellung zum Leben verändert hat!

Ganz viel Vergnügen mit dem alten Grantler,
Oliver
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"Der Codex"
http://olivergraf.info/erzaehlung-des-monats-0517/
Nach der Satire im April geht es im Mai deutlich grimmiger weiter: Eine Erzählung über Täter und Opfer einer durch Manipulation entfesselten Jugendgang.
Nachdenklich, aber dennoch viel Vergnügen beim Lesen wünschend,
euer Oliver
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Ganz nah dran. Näher geht nicht!
Die Erzählung des Monats April bietet hochbrisantes Material aus dem Inneren des bayrischen Machtgefüges. Der Pulitzer Preis ist mir sicher!
http://olivergraf.info/erzaehlung-des-monats-0417/
Viel Spaß beim Lesen!
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++ Wenn sich hinter Kleinigkeiten etwas ganz Großes verbirgt ++
Habt ihr euch schon einmal gefragt, was die Schneedecke unter einem Skilift den Winter über sammelt und versteckt? Nicht? Ich schon. Und daraus entstand die Erzählung im März. Eine wahre "Wohlfühlgeschichte". Denn manchmal gibt der Frühling die unglaublichsten Dinge frei.
Viel Vergnügen beim Lesen!
http://olivergraf.info/erzaehlung-des-monats-0317/
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