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Eduard “Graf” von Wedel
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„Flieht, Ihr Narren!“

Werte Kollegen der +Grand Lodge of Exotic Matter Research 

ich weiß, ich bewege mich mit diesem Filmzitat im Bereich der Fantasie. Doch genau dieser Eindruck überwältigte mich bei den letzten Ereignissen, welchen ich beiwohnen sollte.
Doch ich schweife ab. Beginnen wir am Anfang.

Vor einigen Tagen war ich erneut, wie so oft in den vergangenen Wochen, in der Höhle bei unserem Artefakt, um meine Forschungen voran zu bringen.
Mit jeder erfolgreichen Übertragung eines Teils des Bauplans bemerkte ich geringfügige Veränderungen in der Struktur des Objektes. Da mir für jeden Besuch in der Höhle nur wenig Zeit blieb, konnte ich die Natur dieser Veränderungen nicht abschließend spezifizieren.
Die Kopfschmerzen wurden mit jeder Minute meines Aufenthalts in der Höhle unerträglicher.
In der Nacht zum 25.12 lag ich in meinem Zelt und ging noch einmal meine Aufzeichnungen durch.
Völlig unerwartet wurde ich kurz nach Mitternacht von einer Welle psionischer Energie überwältigt. Ich war für einige Minuten unfähig einen klaren Gedanken zu fassen, geschweige denn mich zu bewegen.
Ich spürte nur dieses allumfassende Gefühl der Endlichkeit aller Dinge im Universum.
Doch so überraschend wie diese Welle mich erreicht hatte, verklang sie wieder.
Ich schüttelte die Benommenheit von mir ab und ging zur Höhle. Ich spürte Vibrationen im Boden unter meinen Füßen.
Eiligen Schrittes betrat ich die Höhle. Meinen Augen bot sich ein Anblick, den ich wohl nie mehr vergessen werde. Rund um die Maschine hatte sich eine Art Kraftfeld gebildet, welches den Blick auf das Artefakt jedoch nicht verbarg.
Vielmehr schien es das wahre Wesen des Objektes zu enthüllen. Die direkte Umgebung schien aus einer anderen Welt zu stammen und war definitiv nicht mit den Gegebenheiten der Höhle identisch. Es war als blickte man in einen völlig verzerrten Raum einer Dimension, die nicht für die Augen eines Menschen bestimmt war. Einzig die Maschine selbst schien noch ein Teil der Wirklichkeit zu sein.
Selbst aus der Entfernung in der ich stand, konnte ich die unglaublich vielen leuchtenden und blinkenden Anzeigen auf dem Artefakt erkennen und zeitgleich nahm ich deren immer schneller werdenden Rhythmus wahr.
Fast zu spät begriff ich die Ähnlichkeit mit einem Countdown. Ich warf die Starre in meinem Körper ab und drehte mich um. Ich beschleunigte meine Schritte in Richtung Höhlenausgang. In diesem Moment endete der Countdown. Ich erschrak in Erwartung einer Explosion, doch das genaue Gegenteil fand statt.
Eine Art Implosion erfolgte und der entstehende Luftzug zog mich in die Höhle zurück. Doch kurz darauf entwich die Luft wieder aus dem Höhleninneren und als die Druckwelle mich erreichte, wurde ich gegen die Wand des Ausganges geschleudert.
Ich wurde bewusstlos. Wenige Minuten später kam ich zu mir. Benommen taumelte ich zurück in die Höhle. Sie war vollkommen leer. Es gab keine Spur mehr von dem Artefakt.
Es war, als wäre es nie dort gewesen. Ich schleppte mich zurück ins Freie. Hier verließ mich endgültig das Bewusstsein.

Leises Gemurmel drang an mein Ohr. Ich schlug die Augen auf. Sogleich blickte ich in das Gesicht einer sehr alten dunkelhäutigen Frau. Als sie bemerkte, dass ich wach war, drehte sie sich um und rief einen Namen. Ich blickte mich um. Ich befand mich augenscheinlich in einer Art Jurte, wie man sie ähnlich bei den wandernden Völkern Asiens nutzt.
Ein junger ebenfalls dunkelhäutiger Mann betrat die Räumlichkeit und begann mit der alten Frau zu reden. Nach dieser Unterredung verließ uns der junge Mann wieder.
Nun begann die alte Frau, mich auszufragen. Wer ich sei, woher ich komme, was ich hier wolle.

Ich erzählte ihr von archäologischen Ausgrabungen in der Höhle, erwähnte aber bewusst nicht das Artefakt. Sie hörte mir geduldig zu, ohne mich auch nur ein einziges Mal zu unterbrechen.
Als ich geendet hatte, blickte sie mich aus ihren dunklen Augen an und musterte mich eindringlich.
Dann begann sie mit merkwürdig monotoner Stimme zu reden.
Sie sagte, ich hätte in der Höhle etwas gesehen, was nicht für meine Augen bestimmt war. Ich hätte die Götter erzürnt.
Ich blickte die Frau fragend an und bat um Erklärung.
Sie erzählte mir eine Überlieferung vom Anbeginn der Erinnerungen ihres Volkes.

Vor langer Zeit stiegen die Götter zu den Menschen herab und vertrauten den Stärksten und Mutigsten unter ihnen 8 göttliche Talismane von unregelmäßiger Form an. Dies war verbunden mit einer Warnung. Sollten die Talismane je zusammengefügt werden, würde dies eine Macht entfesseln, die Verderben über die Welt bringt.
Die ersten Wächter gelobten den Göttern, diese 8 unheilbringenden Gegenstände nie an einem Ort zu vereinen. Dieses Versprechen wird mit jeder Wächtergeneration erneuert.
Diese Gruppe von Auserwählten besitzt ein hohes Ansehen in Ihrem Volk. Sie gelten als Wahrer des Friedens mit den Göttern.

Die alte Frau legte mir Nahe, jegliche weitere archäologische Forschungen auf dem Gebiet Ihres Stammes zu unterlassen.
Ich fühlte mich schwach und leer. Trotzdem dankte ich der alten Frau für ihre Hilfe und verabschiedete mich.
Werter Kollege +Ulf von Falkenstein , nach dem Studium ihrer Ergebnisse kann ich mich Ihren Bedenken anschließen. Eine gewisse Analogie zu der Überlieferung kann nicht übersehen werden.
Ich bin der Meinung, dass wir hier kein Risiko eingehen dürfen.
Ich mache mich alsbald auf, um die Heimreise anzutreten. Zusammen mit meinen Unterlagen können wir vielleicht das Bild ihrer Forschungen noch verfeinern.

Bis dahin verbleibe ich mit herzlichsten Grüßen

Ihr Graf

Werte Kollegen der +Grand Lodge of Exotic Matter Research ,

am gestrigen Tage war mir überraschender Weise eine kleine Abwechslung zu der doch sehr kraftraubenden Arbeit in der Höhle vergönnt. Um meinen Kopfschmerzen etwas Zeit zum Abklingen zu gönnen, begab ich mich auf einen etwas ausgedehnteren Spaziergang. Hierbei traf ich überraschend auf eine Fotosafari-Gruppe, bei der sich auch deutsche Touristen befanden. Da ich zufällig meinen alten Fotoapparat dabei hatte, wurde ich gebeten, mich der Gruppe anzuschließen. Spontan entschied ich mich hierzu, welches sich im Nachhinein als durchaus anregend erwies. Derart abgelenkt, konnte sich mein Kopf etwas erhohlen. Die von mir geschossenen Fotos konnte ich natürlich nicht entwickeln lassen, doch versprach mir der Safarileiter, Ihnen diese in Form von Negativen zukommen zu lassen. Ich hoffe, Sie erhalten die Aufnahmen recht bald und können so ein wenig an der Schönheit der hier lebenden Fauna und Flora teilhaben.

Ich verbleibe mit herzlichsten Grüßen

Ihr Graf

+Ulf von Falkenstein
+Arc Twilligh
+Hertha Krämer 
+William Riley 
+Ted Skalitzer 
+Jens Fowdato 
+Karlotta G

#Afrika
#Glemr  

Werte Kollegen der +Grand Lodge of Exotic Matter Research ,

meine weiteren Untersuchungen der Maschine gestalten sich mehr als schwierig. Es scheint, als ob Sie sich meinen Untersuchungsbemühungen beinahe willentlich entzieht. Ich kann mich leider auch nicht sehr lange in der Höhle aufhalten, da ich schon nach kurzer Zeit von starken Kopfschmerzen geplagt werde. Soeben hat jedoch der 2. violette Punkt angefangen zu blinken. Dies könnte nach meinem bisherigen Kenntnisstand auf eine weitere laufende Übertragung hindeuten. Könnten Sie dies bitte an der Empfangsstation prüfen?

Mit großem Interesse habe ich Ihre Gedanken zu Herkunft der Baupläne und der Maschinen gelesen, werter Herr +Ulf von Falkenstein . Mir scheint, als ob hier interdimensional eine über Jahrtausende stattgefundene Beeinflussung unserer Welt vorgenommen wurde. Das würde die Andersartigkeit des Ortes hier zumindest teilweise erklären.

Zu guter Letzt möchte ich Ihnen noch meine Gratulation zu Ihrem Ehrentag übermitteln. Ich bedauere zutiefst, nicht persönlich bei Ihnen weilen zu können.

Ich werde hier weiter durchhalten und verbleibe mit herzlichsten Grüßen

Ihr Graf
#gelmr  
#tecthulhu  

Afrika!! Ein Kontinent der Gegensätzlichkeiten, voller Geheimnisse, die Wiege der Menschheit.

Werte Kollegen der +Grand Lodge of Exotic Matter Research 

ich befinde mich tief im Süden dieses Kontinents. Meine Reise führte mich am Abend des 30.November durch Wüsten, Steppen, Savannen und tropische Wälder.
Ich war mir nicht wirklich im klaren, wohin meine Eingebung mich dirigierte, doch wusste ich, dass ich mein Ziel bald erreichen würde. Manche Gegenden waren mir durch frühere Expeditionen wohl bekannt, andere jedoch verwirrend fremdartig. Meine innere Eingebung, welche sich durch die Beschreibung des Schamanen aktiviert hatte, führte mich unbeirrt weiter.
Und dann stand ich plötzlich direkt davor. Es war bereits finsterste Nacht, als ich den Jeep mit meiner Ausrüstung abstellte. Ich wusste, ich war am Ziel meiner Reise angelangt.
Nahe einer steinernen Küste stand ich vor einer halb zugewachsenen Felsöffnung und meine innere Stimme verlangte dort einzutreten. Was würde ich finden?
Ich suchte mir aus meiner Ausrüstung instinktiv eine möglicherweise nützliche Auswahl zusammen und betrat die Höhle.
Hinter der Öffnung erblickte ich einen langgezogenen, wahrscheinlich natürlich entstanden Gang.
Ich folgte dem Weg und gelangte am Ende des Ganges in eine kleine Höhle. Hier beschlich mich zum ersten Mal das Gefühl, in einem falschen Raum zu sein.
Ich weiß nicht, wie ich es beschreiben soll, aber ich fühlte mich als Fremdkörper. Ich durchquerte die Höhle eiligen Schrittes. Ein kalter Schauer lief mir den Rücken hinunter.
Hinter dieser Höhle, nur durch eine, wie durch eine Explosion entstandene Öffnung getrennt, erstreckte sich eine weitaus größere Höhle.
Auf den ersten Blick war zu erkennen, dass diese keinen natürlichen Ursprung haben konnte. Sie schien definitiv bearbeitet worden zu sein.
Manchmal glaubte ich unmögliche Winkel und krumme Geraden zu erkennen, jedoch weigerte sich mein Gehirn, dies zu akzeptieren. Unwillkürlich musste ich zu Boden blicken.
Ich schwenkte den Schein meiner Lampe über den Boden. Am linken Rand der Höhle wuchs eine Gesteinsformation in die Höhle hinein. Nein! Das war kein Gestein. Ich näherte mich dem Gebilde.
Als hätte mein Lichtkegel etwas ausgelöst, begannen plötzlich Lichter in den verschiedensten Farben auf dem Objekt zu blinken und zu strahlen.
Auf der Oberseite öffnete sich plötzlich ein Spalt und helles Licht strahlte heraus. Im ersten Moment schloss ich geblendet die Augen. Im nächsten Augenblick ließ die Intensität nach und ich erblickte eine holografische Darstellung. Demnach musste es sich bei dem Objekt um eine Maschine oder zumindest um einen Teil davon handeln.
Was ich jedoch in dem Hologramm erblickte, lässt sich nach meinen Begrifflichkeiten nur als abstrakter Schalt- oder Bauplan beschreiben. So schnell, wie das Bild erschienen war, verschwand es auch schon wieder. Eine ungewöhnlich eindringliche Stimme in meinem Kopf versuchte mir klar zu machen, das ich etwas von extremer Wichtigkeit gesehen hatte.
Ich untersuchte die Maschine in der Hoffnung, die Anzeige reproduzieren zu können. Auf eine unbeschreibliche Weise entzog sie sich jedoch meinen Berührungen. Es war, als wäre ein abstraktes Leben in ihr.
Plötzlich ging eine Bewegung durch das Objekt. Mein Kopf schmerzte unter einer Art mentalem Druck. Die verschiedenen Lichter erloschen, und es erschien eine lange Reihe von rot leuchtenden Punkten an der mir zugewandten Seite. Darüber kristallisierte sich ein Wort in Runenschrift heraus, welches ich mit „Ausgabe“ übersetzte.
Instinktiv schaute ich auf meine Uhr. Es waren bereits einige Stunden vergangen und der neue Tag war gerade angebrochen. Ich zählte die Punkte und es waren derer 72.
Gerade in diesem Moment erlosch der erste Punkt. Verwirrt überlegte ich, was der Grund hierfür gewesen sein könnte. Ich kramte in meiner Ausrüstungstasche.
Es musste doch eine Möglichkeit geben, diese „Ausgabe“ zu speichern. Ich griff unwillkürlich zum CXMI, welches mir mein Kollege +Arc Twilligh  einst übergeben hatte. Er sagte damals, das werde ich wohl sicherlich mal gebrauchen können.
Dieses kleine graue unscheinbare Kästchen ist laut der Aussage des Kollegen befähigt, ChaosXM-Felder zu empfangen und wenn mich meine Instinkte nicht ganz täuschen, lag hier vor mir anscheinend ein Teil einer Maschine, welche in den Marbod-Papieren Erwähnung fand.
Als ich versuchte, das CXMI mit der Maschine zu koppeln, schien es fast so, als hätte diese genau darauf gewartet.
Ich legte das CXMI auf die Oberseite der Maschine und im selben Moment verschmolz das Gerät mit seiner Umgebung. In diesem Moment erlosch der nächste Punkt. Ich blickte erneut auf die Uhr, nur um erstaunt festzustellen, dass exakt 1 Stunde vergangen war.
Nun bleibt mir nur abzuwarten, was nach dem Erlöschen aller Punkte geschehen wird. +Arc Twilligh  erzählte mir, dass es in den Räumlichkeiten von GLEMR ein Empfangsgerät gibt.
Werte Kollegen, ich hoffe, Sie können das Empfangsgerät aktivieren. Es besteht die Möglichkeit, dass dort das Bild erscheint, welches ich hier als Holografie gesehen habe. Ich werde hier weitere Untersuchungen vornehmen, doch vorerst werde ich die Höhle verlassen, um keine Geistige Erkrankung zu riskieren. Ich werde vor dem Eingang mein Zelt aufschlagen und mich zeitnah bei Ihnen melden.

Bis dahin verbleibe ich mit herzlichsten Grüßen

Ihr Graf

+Ulf von Falkenstein
+Hertha Krämer
+William Riley
+Ted Skalitzer
+Jens Fowdato
+Karlotta G 

Werte Kollegen der +Grand Lodge of Exotic Matter Research 

ich bin wohlbehalten in Neu-Delhi angekommen. Ebenso hatte ich bereits die Gelegenheit, mich mit meinem indischen Kollegen auszutauschen. An der Ausgrabungsstätte wurde ein weiteres von Runen überzogenes Artefakt gefunden. Da es sich nur um eine relativ belanglose Aufzeichnung von Ereignissen handelt, wurde diesem Fund keine all zu große Aufmerksamkeit zu Teil.
Mein Kollege unterzog es trotzdem einer intensiven Untersuchung. Das Ergebnis dieser veranlasste ihn, mich zu kontaktieren.
Als ich in sein Büro kam, begrüßten wir uns herzlich. Anschließend kam er jedoch ohne Umschweife zum Thema unseres Treffens. Er führte mich in einen Nebenraum, wo ich mich direkt vor dem Artefakt wiederfand.
Ich begann die Runen zu entziffern und die Texte zu lesen. Es wird in den Schriften von höfischen Empfängen bei Marbod berichtet. Audienzen von mehr oder minder bekannten germanischen Fürsten.
Sicherlich sehr aufschlussreich für geschichtliche Zusammenhänge, aber nichts wirklich spektakuläres. Ich hob meinen Blick und sah meinen Kollegen fragend an. Er lächelte nur spöttisch und bat mich weiter zu lesen.
Nun gut, sein Gesichtsausdruck motivierte mich, einen weiteren Blick auf die Runen zuwerfen. Etliche Zeilen und diverse Empfänge später begann ich zu stutzen. Erst meinte ich einen weiteren Empfang zu lesen, doch die Beschreibung des Hofgastes war sehr ungewöhnlich. Wenn ich den Worten glauben darf, wurde hier ein dunkelhäutiger Schamane aus einem fernen Lande vorgestellt.

Es wird berichtet, dass der dunkelhäutige Besucher eine Warnung aussprach. Er berichtete von einem schrecklichen Unheil, welches im Süden seines Landes schlummerte und durch fremdartige Kräfte geweckt werden könne.
Sollte dies geschehen, kann es nur durch einen Abkömmling des Markomannenvolkes abgewendet werden. Der Schamane konnte keine weiteren Informationen geben, da ihm alles was er wusste, durch eine Vision mitgeteilt worden war. Er konnte jedoch eine Beschreibung des Ortes geben.

Ich blickte auf und mein Kollege schaute mich wissend an. Ich stand wie versteinert da und versuchte die Gedanken in meinem Kopf zu sortieren. Die Beschreibung des Ortes weckte Erinnerungen an frühere Ausgrabungen in Afrika. Ich denke, ich weiß, wohin mich meine weitere Reise führen wird.

Ich halte Sie auf dem laufenden.

Bis dahin verbleibe ich mit herzlichstem Gruß

Ihr Graf

+Hertha Krämer
+Arc Twilligh
+Ulf von Falkenstein
+William Riley
+Ted Skalitzer
+Jens Fowdato
+Karlotta G 

Werte Kollegen der +Grand Lodge of Exotic Matter Research 

ich bin untröstlich, nicht weiter mit Ihnen an den überaus spannenden Artefakten des Markomannenkönigs forschen zu können, jedoch erreichte mich eine dringende Nachricht meines indischen Kollegen aus Neu-Delhi.
Er konnte mir nur kurz in unserem Telefonat andeuten, dass eine weitere famose Entdeckung gemacht wurde.
Mein Gefühl sagt mir, dass hier ein weiteres Teil des Bildes auf uns wartet. Ich melde mich, sobald ich Ihnen nähere Informationen übermitteln kann.
Ich hoffe, meine in aller Eile zusammengestellte Ausrüstung genügt den auf mich wartenden Geheimnissen.

Bis dahin verbleibe ich mit herzlichsten Grüßen

Ihr Graf.

+Hertha Krämer
+Arc Twilligh
+Ulf von Falkenstein
+William Riley
+Ted Skalitzer
+Jens Fowdato
+Karlotta G 

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Sehr geehrte Agenten,

mein Kollege Herr +Ulf von Falkenstein konnte mich vor ein paar Stunden über einen nur notdürftigen Kommunikationskanal von Ihrem überragenden Erfolg bei der Suche und Entschlüsselung unterrichten.

Ich möchte Ihnen meinen tiefsten Dank hierfür aussprechen. Ihre Endeckung ist ohne zu übertreiben spektakulär und bisher beispiellos.

Ich befand mich zu diesem Zeitpunkt in den Räumen eines Privatarchives. Dort lagert eine historische Sammlung eines alten Schulfreundes. Da dieses Archiv unter der Erdoberfläche angelegt ist, war kein intensiverer Kontakt möglich. Allerdings war der Besuch hier notwendig. Ich konnte auf Grund des von Ihnen gefundenen und übersetzten Briefes eine Verbindung zu weiteren Artefakten herstellen, welcher ich nun versuche habhaft zu werden.

Ich werde mich anschließend bei der +Grand Lodge of Exotic Matter Research einfinden und mit meinen Kollegen versuchen, weitere Informationen zu eruieren.

Bis hierher möchte ich Ihnen erneut meinen tiefsten Dank aussprechen und ihnen versichern, dass wir bei neuen Erkenntnissen und im Bedarfsfall sehr gerne erneut von Ihren hervorragenden analytischen Fähigkeiten Gebrauch machen möchten.

Somit verbleibe ich vorerst mit großer Dankbarkeit

Ihr Graf von Wedel

Sehr geehrte Kollegen der +Grand Lodge of Exotic Matter Research,

das Gefühl einen Fehler begangen zu haben, oder etwas wichtiges übersehen zu haben, nagte unerbittlich an mir. Mein Sinn für Gründlichkeit trieb mich dazu, einen Weg zurück in das Museum zu finden. Ich musste die Tafel noch einmal untersuchen, koste es, was es wolle. Ich hatte versucht über unterschiedliche Recherchewege, Kontakt zu meinem indischen Freund herzustellen. Jedoch blieb dieser unauffindbar. Das beunruhigte mich sehr und ich begann mich ernsthaft um ihn zu sorgen.

Doch meine Aufmerksamkeit musste sich vorerst auf das Artefakt richten. Aus einer Ahnung heraus entschloss ich mich, einen indirekten Weg zum Museum einzuschlagen. Ich schlenderte die Straßen scheinbar ziellos entlang und gelangte schließlich in die Nähe des Museums. Ich erinnerte mich daran, bei meiner ersten Führung durch das Gebäude einen Lieferanteneingang gesehen zu haben.
Ich begab mich unauffällig zur Rückseite des Gebäudes und fand den Eingang. Er war verschlossen. Was hatte ich auch anderes erwartet.
Ich begann in meinen Jackentaschen nach Utensilien zu suchen, welche mir eine Türöffnung ermöglichen könnten. Eine Kreditkarte, eine Nagelfeile, einen Schlüssel. Moment – woher hatte ich diesen Schlüssel? Er war mir völlig unbekannt. Ich konnte mich nicht erinnern, je einen so auffällig geformten Schlüssel besessen zu haben. Einer inneren Eingebung folgend steckte ich den Schlüssel in das Schloss der Eingangstür und zu meiner Verblüffung stellte ich fest, dass er passte. Ich kann es mir nur so erklären, dass mein indischer Freund mir diesen Schlüssel bei der Ergreifung durch die Wachmänner zugesteckt hatte. Ich musste meine Überlegungen unterbrechen. Es gab wichtigeres zu erledigen.
Ich bewegte mich zielstrebig auf den Raum zu, in dem wir zuvor die Fundstücke untersucht hatten. Ich öffnete die Tür und fand zu meiner Überraschung alles so vor, wie wir es verlassen hatten.
Wieder beschlich mich dieses merkwürdige Gefühl, von tausend Augen beobachtet zu werden. Es waren jedoch hierfür keinerlei reale Anzeichen zu erkennen.
Ich ging um den Tisch herum und betrachtete erneut die Steintafel. Instinktiv wusste ich, das Eile geboten war. Ich schoss ein Foto der Tafel und machte mich als dann an die Übersetzung. Ich schlug mein Notizbuch auf und begann, die Schriftzeichen sorgsam zu übertragen und zu übersetzen. Eine meiner Angewohnheiten beim Entschlüsseln schwieriger Texte hatte mir oft Hohn eingebracht. Bei derartiger Arbeit sprach ich die übersetzten Worte laut vor mir her, um den phonetisch korrekten Klang zu fühlen.
So hätte ich beinahe die Schritte überhört, die sich unaufhaltsam meinem Standort näherten, Ich hatte gerade erst etwa ein Drittel des Textes übersetzt. Für mehr blieb keine Zeit. Ich packte meine Utensilien zusammen und bedauerte nur, die trotz ihrer geringen Größe viel zu schwere Steintafel nicht mitnehmen zu können. Ich rannte zum zweiten Ausgang des Raumes, weg von den Schritten. Ich schloss die Tür so leise wie möglich und hoffte meine Anwesenheit erfolgreich verbergen zu können. Ich beschleunigte meine Schritte und erreichte unversehrt den hinteren Ausgang.

Schließlich gelang es mir, mich unauffällig von dem Gebäude zu entfernen. Obwohl das Museum immer weiter hinter mir zurück blieb, ließ das Gefühl, beobachtet zu werden, nicht nach. Erst als ich in mein Auto stieg und den kleinen Flughafen erreichte, entspannten sich meine Nerven. Meinen Piloten hatte ich schon vor meinem Museumsbesuch informiert, so dass ich direkt in das Flugzeug in Richtung Mumbai steigen konnte.

Im Flugzeug betrachtete ich das Foto der Steintafel, nur um festzustellen, dass es völlig unbrauchbar war. Eine mir unbekannte elektronische Störung muss bei der Erstellung des Fotos auf meine Kamera gewirkt haben. Die vielen Störstreifen verdeckten den größten Teil des Textes. Sie können sich sicherlich vorstellen, werte Kollegen, das mir in diesem Moment einige Flüche in den verschiedensten Sprachen über die Lippen kamen. Ich hatte also nur den von mir vor Ort übersetzten Teil zur Verfügung. Ich las ihn während des Fluges unzählige Male, die Worte ergaben aber keinen wirklichen Sinn für mich. Ich dachte wieder an Marbod und seine Markomannen und in diesem Moment erinnerte ich mich. Ich hoffe auch Sie erinnern sich werte Kollegen. In unserem Archiv müsste sich eine Runenschrift befinden, welche ich von einer meiner Reisen mitbrachte. Ich erinnere mich noch sehr gut an unsere Gesprächsrunde im Kaminzimmer hierzu. Wir alle konnten den Inhalt nicht verständlich wiedergeben. Werte Kollegen, bitte suchen Sie dieses Dokument, es könnte der Schlüssel sein zum Geheimnis von Tecthulhu.

Ich hoffe, ich kann baldigst wieder bei Ihnen sein, werde bei meiner Rückreise jedoch noch einen kleinen Umweg in Kauf nehmen müssen.
Bis dahin verbleibe ich mit freundlichen Grüßen

Ihr Graf von Wedel

Unfassbar!
Werte Kollegen der +Grand Lodge of Exotic Matter Research, Sie werden nicht glauben, was sich meinen Augen bot. Ich war mit meinem neuen indischen Freund soeben dabei, die Fundstücke der Ausgrabung zu sichten. Wir öffneten die Verwahrboxen und entnahmen einzeln die teilweise hervorragend erhaltenen steinernen Zeugnisse einer längst vergangenen Epoche. Meine Begeisterung über diese einzigartigen Funde muss in meinen Augen erkennbar gewesen sein, denn mein indischer Kollege zeigte ein wissendes Lächeln, als er mich ansah. Stundenlang arbeiteten wir an der Kategorisierung der Artefakte und an der Entzifferung der teils darauf angebrachten Inschriften. Ein Großteil davon im damals gebräuchlichen Sanskrit. Wir sichteten gerade eine weitere Box, als mir auffiel, dass diese eine andere Beschriftung trug als die bisherigen. Ich maß dem vorerst keine große Bedeutung zu. Was wir jedoch in dieser Kiste fanden, wollten meine Augen nicht wahrhaben. Eine kleine, sehr unscheinbare Steintafel von oben bis unten vollständig mit Text in Sanskrit beschrieben, fiel mir in die Hände. Allein diese Tatsache einen so umfangreichen nahezu vollständig erhaltenen Text vorzufinden ist schon eine kleine Sensation. Doch was ich an 3 Stellen innerhalb des Textes erblickte, ließ meinen Atem stocken. Drei einzelne Begriffe in Runenschrift sprangen mir förmlich ins Auge. Wie konnte es sein, dass hier 2 Sprachen miteinander vermischt auf einem steinernen Dokument aus längst vergangener Zeit koexistierten, welche laut bisherigen wissenschaftlichen Erkenntnissen keinerlei Berührungspunkte zueinander besaßen? Ich begann soeben mit der Entzifferung der Runenzeichen, als unvermittelt die Tür zu unserem Untersuchungszimmer aufsprang. Drei Männer in Uniformen betraten das Zimmer und ersuchten uns die Räumlichkeiten des Museums unverzüglich zu verlassen. Die Uniformen der Männer kamen mir bekannt vor. Es waren die selben, welche auch der Wachmann an der Ausgrabungsstätte getragen hatte. Ohne das an Gegenwehr zu denken war, wurde ich zum Hauptausgang hinausgeführt. Geistesgegenwärtig war es mir noch gelungen, mein Notizbuch einzustecken. Mein indischer Kollege wurde von mir getrennt und in das Büro des Museumsdirektors geführt. Da stand ich nun vor dem Museum und konnte mich des Gefühls nicht erwehren, aus vielfältigen Augen beobachtet zu werden. Um diesem Gefühl zu entkommen und mich abzulenken, entschloss ich mich, einen befreundeten Händler in der Innenstadt aufzusuchen. Hier gelang es mir, den von Frau +Hertha Krämer  gewünschten Tee und Kaffee zu besorgen. Übrigens die wertvollsten Sorten, welche verfügbar waren. 5 Pfund des edlen India Monsooned Malabar Kaffee und 3 Pfund der einzigartigen Darjeeling First Flush Lese. Ich hoffe damit den Ansprüchen von Frau Krämer gerecht zu werden. Mir ging jedoch auch während meines Besuches bei meinem Händler die mysteriöse Steintafel nicht aus dem Sinn. Es war mir in der Kürze der Zeit leider nicht möglich den gesamten Text zu entziffern. Durch mein Jahrelanges Studium der alten Runenschrift war ich jedoch in der Lage zwei der drei Runenbegriffe zu deuten. Meine Übersetzungen lässt mich jedoch an meinen Fähigkeiten zweifeln. Was um Himmels Willen sollte der alte Markomannenkönig Marbod mit dem geheimnisvollen Tecthulhu zu tun haben? Ich benötige wohl oder übel den gesamten Text, um entweder den Zusammenhang zu verstehen oder andererseits meine Übersetzung zu korrigieren. Ich habe noch keine Vorstellung wie ich dies realisieren soll. Ich halte Sie auf dem laufenden meine Herren Kollegen.

Bis dahin verbleibe ich mit besten Grüßen aus Indien
Ihr Kollege Graf von Wedel

Sehr geehrter Kollege +Ulf von Falkenstein ,
sehr geehrte Kollegen der +Grand Lodge of Exotic Matter Research

hier nun möchte ich Ihnen meine Reise schildern, die mich mit einigen Hürden nach Neu-Dehli führte:

"Ich begann meine Reise mit der Erstellung einer Liste von Utensilien, welche ich zur Untersuchung der archäologischen Funde benötigen würde. Dies bedingte einen kurzen Besuch auf meinem Landsitz in England. Ein spezielles Instrument war jedoch derzeit nicht in meinem Besitz, was mich zu einem Umweg nach Dubai zwang. Hier lebte ein alter Studienkollege mit ebenfalls archäologischem Hintergrund, der meine Ausrüstung vervollständigen konnte.
Im Zuge meines Besuches dort fand auch eine angeregte Unterhaltung zwischen mir und einigen befreundeten Historikern statt, in welcher mir noch so einige Hinweise auf ähnlich ungewöhnliche Funde und historische Ereignisse zu Ohren kamen. Diese notierte ich sorgsam in meinem Notizbuch. Hier werde ich bei Gelegenheit wohl den Rat meiner GLEMR Kollegen einholen müssen, welches die vielversprechendsten Hinweise sein könnten.
Auf Grund meiner ausgeprägten romantischen Ader wählte ich für die weitere Reise eine Schiffspassage in Richtung Mumbai. Die Fahrt begann im Golf von Oman und führte uns über das Arabische Meer. Es ist eine vortreffliche Erfahrung, diese überwältigende Natur so präsent und ungezähmt zu erleben. Es ist immer wieder erstaunlich und beängstigend festzustellen, wie begrenzt doch der eigene Horizont sein kann und welche Zeitlosigkeit doch in der Schöpfung selbst verborgen liegt. Zu meiner Freude befand sich auf dem Schiff auch ein indischer Gelehrter aus
Neu-Dehli. Mit ihm ergaben sich überaus interessante Gespräche, da auch er in der geschichtlichen Vergangenheit seines Landes sehr bewandert war.
Bei meiner Ankunft in Mumbai traten bereits erste behördliche Unstimmigkeiten auf, da man meine Papiere nicht akzeptieren wollte. So verbrachte ich mehre Stunden damit, meine Legitimation und meinen Reisegrund aufzuklären. Nach einer gefühlten Ewigkeit wurde mir jedoch die Einreise genehmigt und ich konnte meinen weiteren Schritte planen.
Der Kapitän des Schiffes hatte mir kurz vor der Ankunft einen befreundeten Piloten empfohlen, der mich nach Neu-Dehli bringen könnte. Diesen suchte ich auf und nach kurzer Verhandlung des Honorars, war der Flug vereinbart. Nach 3 Stunden erreichten wir Neu-Dehli. Von hier aus waren nun nur noch 150 km mit dem Auto zu überwinden, um mein Ziel, die Ausgrabungsstätte, zu erreichen.
Dort angekommen, wählte ich den direkten Weg zur Fundstelle. Ich war keine 50 m gelaufen, als ich von einem bewaffneten Wachmann angehalten wurde. Mein Hindi-Sprachschatz ist nicht besonders ausgeprägt, doch mir wurde unmissverständlich klar gemacht, dass ein Zutritt nicht erwünscht sei. Auf diesem Weg kam ich also nicht weiter. Ich wartete einige Zeit und sah einige Arbeiter den Fundort verlassen. Ich folgte dem Bus, mit dem Sie in die Stadt gebracht wurden.
Der erste Halt des Busses war das Nationalmuseum von Neu-Dehli, wo augenscheinlich eine Art Vorarbeiter bepackt mit einen grauen Sack den Bus verließ. Ich folgte diesem und sah, wie er im Museum eingelassen wurde und somit aus meinem Blickfeld verschwand. Ich versuchte mir ebenfalls Zutritt zum Museum zu verschaffen, da dieses jedoch geschlossen war, hatte ich keinen Erfolg. Der Zufall kam mir in Gestalt meines indischen Freundes von der Schiffsreise zu Hilfe. Völlig überrascht von diesem unerwarteten Wiedersehen, erfuhr ich, dass dieser einer der hauptverantwortlichen Forscher für die Ausgrabungsfunde wäre. Ich erzählte ihm von unseren Erkenntnissen und Theorien bei GLEMR und er gewährte mir Zugang zu den Funden. Ich bin dabei diese zu sichten und melde mich alsbald mit hoffentlich vielversprechenden Ergebnissen.

Bis dahin verbleibe ich mit freundlichen Grüßen

Ihr Graf
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