Profile cover photo
Profile photo
Eimer Heuschmid Mehle überregionale Rechtsanwaltssozietät
13 followers
13 followers
About
Posts

Post has attachment
Schauspiel-Schnupper-Workshops in den Osterferien am Jungen Theater Bonn.



In den Osterferien bietet die JTB>Werkstatt wieder Schauspiel-Schnupperworkshops in allen Altersgruppen an. Die viertägigen Workshops richten sich an Anfänger, die erste Grundlagen des Schauspielens erlernen wollen. 

Wegen der großen Nachfrage wurden soeben zwei Zusatzkurse eingerichtet. Damit gibt es jetzt wieder freie Plätze für jedes Alter. Außerdem findet in den Osterferien der Kurs „Camera Acting / Schauspiel für die Kamera“ statt. Auch hier gibt es derzeit noch freie Plätze.

Mit einem Stipendium der Kanzlei Eimer Hauschmid Mehle können auch Kinder aus sozial benachteiligten Familien an den Workshops teilnehmen.

Alle Infos zu diesen und allen weiteren Kursen sowie das Anmeldeformular finden Sie hier auf der Homepage www.junges-theater-bonn.de in der Rubrik 'Schauspielschule' oder telefonisch unter (0228) 46 36 72.

http://www.ehm-kanzlei.de/aktuelles/kanzlei-news/170-schauspiel-schnupper-workshops-in-den-osterferien-am-jungen-theater-bonn

Post has attachment
Prof. Dr. Ulrich Tödtmann über Existenzgründungen und das passende Unternehmenskonzept 

Auf große Resonanz stieß der Vortrag von Prof. Dr. Ulrich Tödtmann zum Thema „Existenzgründungen“ bei den Teilnehmern des „Unternehmerdialogs“, zu dem die Wirtschaftsjunioren Bonn eingeladen hatten. Der Experte für Arbeits- und Gesellschaftsrecht zeigte auf, dass eine akademische Existenzgründung den Grundstein für eine erfolgreiche berufliche Zukunft legen kann.

Rege diskutiert wurde u. a. die Frage: Neugründung oder Übernahme? Dabei stellte der praxiserfahrene Rechtanwalt sowohl die Vor- als auch die Nachteile heraus, die sich aus der Gründung eines neuen Unternehmens bzw. aus der Übernahme eines bestehenden Unternehmens oder der Beteiligung an einem bestehenden Unternehmen ergeben können. Zudem informierte er über die verschiedenen Rechtsformen, machte aber deutlich, dass es die optimale Rechtsform nicht gibt.

Vor- und Nachteile von Neugründung und Übernahme

Der Vorteil einer Neugründung besteht darin, dass der Jungunternehmer das Geschäft von Anfang an nach seinen eigenen Vorstellungen planen, einrichten und ausrichten kann. Der Nachteil liegt in der Ungewissheit über den künftigen Erfolg des Unternehmens, weil alle Berechnungen und Einkommenserwartungen letztlich nur auf Schätzungen beruhen.

Bei Übernahme oder Beteiligung an einem laufenden Geschäft liegen aussagekräftige Zahlen in Form von Buchhaltungsunterlagen, Bilanzen und Steuererklärungen bereits vor. Das Unternehmen ist schon auf dem Markt tätig, Maschinen, Betriebs- und Geschäftseinrichtungen sowie Mitarbeiter können übernommen werden. Der Nachteil: Die Umstrukturierung des laufenden Unternehmens und die Anpassung an die eigenen Vorstellungen sind meist aufwendig und schwierig.

Franchising und Outsourcing als Alternativen

Als besondere Form der Unternehmensneugründung führte Prof. Dr. Ulrich Tödtmann das Modell Franchising an: Der Franchisegeber überlässt seinem Partner ein erprobtes und Erfolg versprechendes System zur Nutzung in einem regional abgegrenzten Gebiet. Derartige Systeme werden z. B. von Mc Donalds oder Volkswagen angeboten. Der Vorteil liegt darin, dass das System bereits eingeführt ist und die Startkosten sowie das Risiko niedrig liegen. Dafür muss Franchisenehmer strenge Standardvorgaben befolgen. 

Als weitere Alternative zur Existenzgründung nannte der Rechtsanwalt das Outsourcing: Mitarbeiter übernehmen bestimmte ausgegliederte Teile in eigener Regie und Verantwortung als neues, eigenes Unternehmen. Diese Form der „Ausgründung“ findet sich u. a. im Dienstleistungssektor, bei Speditionen oder im Versand. Der beim Outsourcing ist, dass Unternehmen, Kunden, Produkte und Arbeitsabläufe bereits bekannt sind. Der Nachteil: Es besteht eine gesetzliche Pflicht zur Weiterzahlung bisheriger (hoher) Löhne.

Personen- oder Kapitalgesellschaft?

Welche Rechtsform soll ein Existenzgründer für sein Unternehmen wählen? Auf diese Frage antwortete Prof. Dr. Tödtmann klar und deutlich: „Die optimale Rechtsform für alle Fälle gibt es nicht. Letztlich hängt die Wahl von den Umständen des Einzelfalls ab. Außerdem ist es vielfach sinnvoll, im Laufe der Zeit die Rechtsform der Unternehmensentwicklung entsprechend anzupassen.“

Grundsätzlich gilt, dass das persönliche Haftungsrisiko für den Unternehmer bei Kapitalgesellschaften (GmbH oder AG) wegen der Beschränkung der Haftung auf das eingelegte Kapital deutlich geringer ist, als bei der unbeschränkten persönlichen Haftung als Einzelunternehmer oder Personengesellschafter. Dafür wird das Privileg, nicht persönlich zu haften, durch hohen formalen Aufwand und zusätzliche Kosten vor allem in der Gründungsphase erkauft.

Die Wahl einer GmbH (25.000 € Mindeststammkapital) oder einer AG (50.000 € Mindesteinlage, formeller) bietet sich an, wenn das Privatvermögen vor den Geschäfts-Risiken geschützt werden soll. Sind die Risiken überschaubar und die Haftungsrisiken wie z. B. bei Freiberuflern durch eine Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung abgesichert, empfiehlt sich der Start als Personengesellschaft (GbR; OHG, KG) oder als Einzelunternehmer. 

Speziell für Freiberufler: Die Partnerschaft

Seit 1994 gibt es für die Angehörigen freier Berufe – z. B. Steuerberater, Wirtschaftsprüfer oder Rechtsanwälte – eine speziell auf ihre Bedürfnisse zugeschnittene Organisationsform: die Partnerschaft (PartG). Die Vorteile gegenüber BGB-Gesellschaften liegen einerseits in der Rechtsfähigkeit der Partnerschaft und andererseits in der Möglichkeit, die Haftung aus Schäden wegen fehlerhafter Berufsausübung auf den handelnden Partner zu beschränken. Bei der 2013 eingeführten Variante dieser Rechtsform, der Partnerschaft mit beschränkter Berufshaftung (PartG mbB), haftet nicht einmal der Partner, der den Fehler gemacht hat, mit seinem Privatvermögen.
Photo

Post has attachment
„Der größte Feind ist die eigene Eitelkeit“ – unter diesem Titel äußert sich Dr. Hiebl auf Legal Tribune Online zum Spagat zwischen Vertraulichkeit und Eigenwerbung bei prominenten Mandaten.

Vertraulichkeit und Mandatsgeheimnis, schön und gut. Doch der größte Feind dieses Geheimhaltungsmantras ist die persönliche Eitelkeit der Rechtsanwälte. Wenngleich allen Juristen zumindest theoretisch bewusst ist, dass der Geheimhaltungswunsch des Mandanten über allem stehen sollte - einige halten sich einfach nicht daran. 

Für Dr. Stefan Hiebl, einer unserer Fachanwälte für Strafrecht, ist das nicht verwunderlich: "Manche nutzen es für Eigenwerbung, weil sie ihren Namen gern in der Zeitung lesen. Dafür bieten sich derartige Verfahren natürlich an." Für ihn selbst käme das nicht infrage, betont er. Mit seiner Kanzlei Eimer Heuschmid Mehle war er unter anderem im Prozess um das World Conference Center Bonn (WCCB) und in der 'Spitzelaffäre' der Telekom tätig. "Unser oberstes Ziel ist es, die Öffentlichkeit zu vermeiden. Das fürchten wir wie der Teufel das Weihwasser!“

Den ganzen Artikel können Sie hier nachlesen: http://www.lto.de/recht/kanzleien-unternehmen/k/mandat-medieninteresse-anwaelte-eitelkeit/2/

Post has attachment
Kleine Ursache mit großer Wirkung – Arbeitsrechtler Manfred Becker erklärt, wann aus einem „Nein“ eine Arbeitsverweigerung wird 

Frau Meier arbeitet in der Buchhaltung eines großen Unternehmen. Weil sie ihre Tochter pünktlich aus der Kita abholen muss, verlässt sie ihr Büro jeden Tag exakt um 16.30 Uhr. Aufwendige oder zeitintensive Projekte, die zu eventuellen Überstunden führen könnten, lehnt sie ab. Ihre Kollegen findet dieses Verhalten unkollegial und beschweren sich beim Chef. Aber ist das kategorische „Nein“ von Frau Meier tatsächlich Arbeitsverweigerung? Und welche Konsequenzen kann es nach sich ziehen? 

Weitere Infos: http://www.ehm-kanzlei.de/aktuelles/kanzlei-news/166-kleine-ursache-mit-grosser-wirkung-arbeitsrechtler-manfred-becker-erklaert-wann-aus-einem-nein-eine-arbeitsverweigerung-wird
Photo

Post has attachment
Keine Narrenfreiheit für betrunkene Jecken – Die wichtigsten Antworten zu Alkohol am Steuer und am Fahrradlenker

Die jecken Tage rücken näher. Im Straßenverkehr gibt es jedoch auch während der Karnevals- und Faschingszeit keine Narrenfreiheit. Vor allem in den karnevalistischen Hochburgen im Rheinland muss mit verstärkten Verkehrskontrollen durch die Polizei gerechnet werden. Dass Alkoholgenuss und Autofahren sich nicht vertragen, ist bekannt. Aber was darf der Jeck eigentlich und was nicht? Und welche Regeln gelten für Alkohol am Fahrradlenker? Unser Kollege Nils Kassebohm, Rechtsanwalt und Verkehrsrechtsexperte, beantwortet die wichtigsten Fragen:

Angenommen, ein Autofahrer hat nur ein Glas Kölsch 0,2 getrunken. Darf er sich denn damit noch ans Steuer setzen und fahren?
Ein kleines Glas Kölsch hat etwa 7,7 Gramm reinen Alkohol. Diese Menge führt vereinfacht gerechnet bei einem etwa 80 kg schweren Mann zu 0,1 Promille. Bei einer 55 kg schweren Frau kommt da schon etwa das Doppelte zustande. Ein Bußgeld droht bereits bei 0, 5 Promille, aber schon ab 0,3 Promille kann es strafrechtlich relevant werden, wenn alkoholbedingte Fahruntüchtigkeiten dazukommen.

Wie hoch kann das Bußgeld in dem Fall sein?
Der erste Verstoß kostet bereits mindestens 500 Euro Geldbuße und bringt zwei Punkte in Flensburg sowie einen Monat Fahrverbot. Strafrechtlich wird es deutlich teurer.

Und wie sieht es mit Fahranfängern aus?
Für Kraftfahrer unter 21 Jahren oder Fahranfänger in der Probezeit gilt ein absolutes Alkoholverbot, also die 0,0-Promille-Grenze.

Wenn man ein Glas Bier getrunken hat und dann ein Autounfall passiert, dann ist es aber doch nicht ganz so schlimm, wenn man gut versichert ist, oder?
Unterscheiden muss man zunächst zwischen der Haftpflichtversicherung und der Kaskoversicherung. Die Haftpflichtversicherung muss den fremden Schaden bezahlen, kann sich aber bis zu einer Höchstgrenze von 5000 Euro ihren Schaden wieder holen bei einem trunkenen Autofahrer. Die Kaskoversicherung zahlt sicher nur bei 0,0 Promille, da drüber hinaus nur noch anteilig, ab 1,1 Promille gar nicht mehr.

Wenn man jetzt also etwas getrunken hat, würden Sie dann raten anschließend besser aufs Fahrrad zu steigen, um keine Probleme mit der Polizei zu kriegen?
Auch Fahrräder gelten als Fahrzeuge im Sinne des Strafrechts, allerdings gewährt die Rechtsprechung etwas großzügigere Grenzwerte als bei Kraftfahrern. Absolute Fahruntüchtigkeit nimmt man bei Radfahrern erst bei 1,6 Promille an. Wie bei Kraftfahrern gilt relative Fahruntüchtigkeit bereits ab 0,3 Promille, sodass ein Strafverfahren droht. Ab 1,6 Promille droht dann auch der verwaltungsrechtliche Führerscheinentzug.

Und wenn der Fahrradfahrer dann einen Unfall baut?
Genau wie der Kraftfahrer haftet er natürlich für alle Schäden, die er mit seinem Fahrrad anrichtet. Anders als der Kraftfahrer ist er leider nicht pflichtversichert, sodass er mit seinem Privatvermögen haftet. Die private Haftpflichtversicherung, die helfen kann, tritt bei einem alkoholisierten Fahrradfahrer leider nicht immer ein.

http://ehm-kanzlei.de/aktuelles/kanzlei-news/165-keine-narrenfreiheit-fuer-betrunkene-jecken-die-wichtigsten-antworten-zu-alkohol-am-steuer-und-am-fahrradlenker
Photo

Post has attachment
Fritz Marx leitet Referendar-AG im Bereich öffentliches Recht
Kanzlei Eimer Heuschmid Mehle unterstützt Ausbildung des juristischen Nachwuchses

Fritz Marx, Fachanwalt für Verwaltungsrecht in der Kanzlei Eimer Heuschmid Mehle (EHM), übernimmt 2016 die Leitung einer Referendar-Arbeitsgemeinschaft auf dem Gebiet des Öffentlichen Rechtes im Kammerbezirk des Oberlandesgerichts Köln. „Wir freuen uns sehr über die Berufung unseres Kollegen. Denn die Ausbildung des juristischen Nachwuchses liegt uns besonders am Herzen“, erklärt Dr. Stefan Hiebl, der selbst seit vielen Jahren eine Fortgeschrittenen-AG auf dem Gebiet des Strafrechts leitet.

Fritz Marx ist seit 2010 als Anwalt zugelassen und verstärkt seit Juni 2015 das Anwaltsteam von Eimer Heuschmid Mehle in Bonn. Er beschäftigt sich schwerpunktmäßig mit dem öffentlichen und privaten Baurecht sowie mit dem Verwaltungsrecht. Der 34Jährige freut sich auf die neue Aufgabe und die Arbeit mit den Referendaren, die im April 2016 beginnt: „Ich will versuchen, meinen Teil zu ihrer Examensvorbereitung beizutragen und werde mich bemühen, dabei möglichst praxisorientiert zu arbeiten.“

Von einer guten Ausbildung, so Dr. Stefan Hiebl, würden sowohl die Referendare als auch die Anwaltschaft und letztlich auch die Gerichte, Staatsanwaltschaften, Behörden und die Wirtschaft profitieren, „weil damit eine hoch qualifizierte Dienstleistung sichergestellt werden kann.“ Und es sei wichtig, dass sich Anwälte auch an der Juristenausbildung beteiligen, damit Studenten und Referendare so früh wie möglich den Bezug zur Praxis und insbesondere auch zur anwaltlichen Tätigkeit herstellen. „Deshalb ist es uns eine große Freude, dass unser Kollege Fritz Marx nunmehr eine Arbeitsgemeinschaft auch im Bereich des Öffentlichen Rechts übernimmt.“

Die Sozietät Eimer Heuschmid Mehle ist sowohl in der Ausbildung von Studenten aktiv als auch bei der Ausbildung von Referendaren. Jedes Jahr absolviert in der Kanzlei in Bonn-Beuel eine ganze Reihe von Studenten ein Praktikum. Außerdem bilden Eimer Heuschmid Mehle eine Vielzahl von Referendaren in der sogenannten Anwaltsstation und auch in der Wahlstation aus.

Fritz Marx, Rechtsanwalt
Photo

Post has attachment
JUVE zählt Dr. Stefan Hiebl zu den führenden Rechtsanwälten im Rheinland

Neben der Auszeichnung als eine der besten Kanzleien im Rheinland wird unser Kollege Dr. Stefan Hiebl vom JUVE Verlag nochmals gesondert prämiert. Aufgrund seiner besonderen Reputation im Wirtschaftsstrafrecht wird er im aktuellen JUVE Handbuch Wirtschaftskanzleien als einer von zehn Rechtsanwälten im gesamten Rheinland gesondert hervorgehoben. Die getroffene Auswahl von insgesamt 10 führenden Rechtsanwälten im Rheinland basiert auf einer eigenen Recherche der Fachredakteure mit zahlreichen Interviews mit Wirtschaftsvertretern aus vielfältigen Branchen. Zu diesem besonderen Erfolg gratulieren wir unserem Kollegen ganz herzlich.
Photo

Post has attachment
Ein Erbe kommt selten allein – Fachanwalt Klaus Gladischefski erläutert, was im Erbfall mit meinem Erbe geschieht

Was passiert im Erbfall mit dem Nachlass? Welche Folgen ergeben sich aus dem gesetzlichen Erbrecht? Was fällt in den Nachlass? Wer wird Erbe? Klaus Gladischefski, Fachanwalt für Erbrecht und Fachanwalt für Familienrecht der Bonner Kanzlei Eimer Heuschmid Mehle (EHM), gibt Antworten auf die wichtigsten Fragen.

Warum soll ich überhaupt ein Testament machen? 

Um die Frage beantworten zu können, sollte ich erst einmal überlegen: Wer wird mein Erbe sein, wenn mir heute oder morgen etwas zustößt und sich die Erbfolge nach den gesetzlichen Regelungen richtet, weil ich kein Testament errichtet habe? Und bin ich mit diesem Ergebnis zufrieden oder möchte ich jemand anderen einsetzen? Ein Testament oder Erbvertrag ist insofern sinnvoll, als dass ich als Erblasser alleine festlege, auf wen mein Vermögen nach meinem Tod übergeht. Ohne Testament richtet sich die Erbfolge nach der gesetzlichen Regelung: Es erben normalerweise nächste Verwandte, insbesondere die Kinder, daneben der Ehepartner oder der eingetragene Lebenspartner. Mehrere Erben bilden eine Erbengemeinschaft, die sich auseinandersetzen muss. 

Welche Möglichkeiten habe ich, für den Fall meines Todes Anordnungen zu treffen? 

Durch eine letztwillige Verfügung in Form eines Testaments oder eines Erbvertrags kann ich alle Fragestellungen regeln, die sich für den Fall meines Todes ergeben. Als Erblasser kann ich zum Beispiel bestimmen, wer mein Erbe sein soll, und bei mehreren Erben, wer konkret was erhalten soll. Ich kann auch einer künftigen Erbengemeinschaft Vorgaben machen, wie sie sich auseinandersetzen soll. Zugunsten einzelner Personen kann ich Vermögenszuwendungen in Form eines Vermächtnisses treffen oder zum Beispiel anordnen, dass meinem Partner auf Lebenszeit ein Nutzungsrecht an der bisher bewohnten Immobilie eingeräumt wird. Es gibt eine Vielzahl weiterer Handlungsmöglichkeiten, die im Einzelfall dargestellt und geprüft werden müssten. 

Woran muss ich denken, wenn ich meine Kinder als Erben einsetzen will, aber von ihrer Mutter bzw. ihrem Vater getrennt lebe oder geschieden bin?

Ich kann festlegen, dass das Vermögen, das meinen minderjährigen Kindern im Erbfall zufällt, nicht von dem von mir getrennt lebenden oder geschiedenen Ehegatten verwaltet wird. Ich kann Personen benennen, die mein Erbe verwalten, bis meine Kinder volljährig sind. Mithilfe eines Testamentsvollstreckers könnte ich die Verwaltung des Vermögens sogar über den Zeitpunkt der Volljährigkeit der Kinder hinaus festlegen. 

Besteht eine Möglichkeit, Vermögenswerte „am Nachlass vorbei“ einzelnen Personen zukommen zu lassen? 

Ja, es gibt mehrere Möglichkeiten. Ich kann zum Beispiel durch einen sogenannten Vertrag zugunsten Dritter eine Vereinbarung treffen, wonach im Fall meines Todes ein bestimmtes Kontoguthaben an eine bestimmte Person ausgezahlt wird. Eine weitere Möglichkeit besteht im Zusammenhang mit dem Abschluss einer Lebensversicherung. Hier kann ich festlegen, an wen sie im Versicherungsfall konkret ausbezahlt wird.

Kann ich über meinen Nachlass völlig frei verfügen oder gibt es Grenzen, die ich zu beachten habe? 

Grundsätzlich kann ich frei entscheiden, was mit meinem Vermögen geschieht. Grenzen werden insbesondere durch das sogenannte Pflichtteilsrecht gesetzt, das gesetzlich geregelt ist: Nächste Angehörige, also Kinder, Enkel- oder Urenkel sowie der Ehepartner bzw. eingetragener Lebenspartner, erhalten einen festgelegten Anteil des Nachlasses – auch gegen den Willen des Erblassers. 

Ich besitze ein Ferienhaus in Spanien und möchte als Rentner dort meinen Lebensabend verbringen. Muss ich mir Gedanken über die Errichtung einer letztwilligen Verfügung machen? 

Ja, unbedingt! Denn seit dem 17. August 2015 gilt laut der Europäischen Erbrechtsverordnung die Grundregel, dass sich das im Erbfall anzuwendende Recht nach dem Wohnort des Erblassers richtet – und nicht mehr nach seiner Staatsangehörigkeit. Treffe ich also keine Regelung, orientiert sich die Erbfolge in diesem Fall am spanischen Erbrecht. Und auch meine in Deutschland lebenden Erben müssten sich mit spanischen Erbrechtsvorschriften und gegebenenfalls der Abwicklung des Nachlasses in Spanien auseinandersetzen. 
Aber unabhängig davon, wo ich meinen Lebensabend verbringe, kann ich als deutscher Staatsangehöriger bestimmen, dass im Todesfall mein „Heimatrecht“ angewendet wird, also das deutsche Erbrecht. Und dafür muss ich eine letztwillige Verfügung errichten, also ein Testament machen.
Photo

Post has attachment

Post has attachment
Wait while more posts are being loaded