Am Montag, den 7. November luden die Technische Universität Darmstadt und das Centrum für Satellitennavigation Hessen (cesah) zur Eröffnung eines neuen FabSpace Labors an der TU Darmstadt ein. Mit diesem neuen, strategischen Standbein hilft cesah Jung-Unternehmern den umfassenden, zukunftsträchtigen Markt der sogenannten „operationellen“, zeitnahe Erdbeobachtungsanwendungen zu erobern.

FabSpace 2.0 ist ein von der EU im Rahmen des Themenbereiches „Innovative Schemes for Open Innovation and Science 2.0” gefördertes Vorhaben. Die Laufzeit des Projektes beträgt 3 Jahre, beginnend im März 2016 bis Februar 2019. Das Gesamtbudget beläuft sich auf insgesamt 3.5 Mio. EUR. Davon stehen der TU Darmstadt 285 T EUR und cesah 209 T EUR zur Verfügung. Als eines von sechs solcher Zentren in Europa, soll es in der Verbindung von Universität und Business Incubation Centre der ESA (European Space Agency) ein offenes Zentrum für Innovationen bilden.

Getrieben von den neuen, umfassenden Erdbeobachtungsdaten des EU-Copernicus-Programms sollen innovative Ansätze und ggf. kommerzielle Anwendungen zur Bewältigung der Herausforderungen des Globalen Wandels gefördert werden (Precision Farming, Umweltmonitoring, Tourismus, Sicherheit & Navigation, Flutwarnsysteme, Küstenschutz, etc.).

Begrüßt wurden über 80 Gäste von Prof. Dr.Ing. Mira Mezini (Vize-Präsidentin der TU Darmstadt), Hans Weigandt (Hessisches Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung), Michael Kolmer (Wissenschaftsstadt Darmstadt), Prof. Dr. Hansjörg Kutterer (Präsident des Bundesamtes für Kartographie) und Juan Miró, Stellvertretender Leiter des ESA-Satellitenkontrollzentrums ESOC – das sich in direkter Nachbarschaft zum cesah befindet. Die Keynote des Abends hielt Daniel Mesples (Sentinel-5p Spacecraft Operations Manager, ESA) zum Thema "Highlights der ESA-Erdbeobachtung aus dem All".

Nach den Eröffnungsreden von Prof. Dr.Ing. Matthias Becker (Institut für Geodäsie, TU Darmstadt) und Dr.-Ing. Frank Zimmermann (Geschäftsführer cesah GmbH) gaben die zuständigen Ansprechpartner von der TU Darmstadt und cesah einen detaillierteren Überblick zum Projekt. Während der Projektmanager der TU, Md Bayzidul Islam, einen Überblick über FabSpace vermittelte, konzentrierte sich der zuständige Projektleiter am cesah, Sascha Heising, in seiner Präsentation auf die Strategie zum Aufbau des FabSpace Ökosystems, das deutschlandweit agieren wird. „Wir erleben gerade einen Paradigmenwechsel in der Erdbeobachtung“, erklärt Heising und beschreibt die Herausforderung von FabSpace 2.0 als „die Aufgabe Talente zu finden, die aus der Flut von Geodaten relevante Geoinformationsanwendungen generieren.“ Zudem moderierte S. Heising die Veranstaltung des Abends.

„Unternehmerische Innovation: Darmstadt – der richtige Ort für Erdbeobachtungs Startups“

Ihren offiziellen Abschluss fand die Veranstaltung in einer Podiumsdiskussion zum Thema: „Unternehmerische Innovation: Darmstadt – der richtige Ort für Erdbeobachtungs Startups“, eine mitreißende Live-Demo-Präsentation vom eingeladenen Erdbeobachtungs-Startup in Darmstadt "Spacenus".

Darmstadt als das "europäische Tor zum Weltraum" ist der ideale Standort für den deutschen FabSpace. Im Einklang mit der Konzentration von Raumfahrttechnologie wird hier ein neues Ökosystem zur Entwicklung von Lösungen für die sozio-ökonomischen Fragen der Veränderung von Umwelt und Gesellschaft entstehen. Es wird sich in bestehende Cluster integrieren und auf diesem starken und etablierten Netzwerk aus Wissenschaft, Industrie, Politik und Gesellschaft aufbauen. Durch die Schaffung eines freien Zugangs zu Erdbeobachtungsdaten und Infrastruktur werden neue Unternehmen (Start-ups) aus dem Bereich Erdbeobachtung die Möglichkeit zur Entwicklung neuer Anwendungen erhalten. FabSpace ist das richtige Werkzeug, um die Energie und Kreativität junger Menschen für Innovationen zur Nutzung der Erdbeobachtungsdaten zu entfesseln.
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