(Kurze Vorbemerkung: Ich bin kein Anwalt, dies hier ist eine allgemeine und nicht erschöpfende  Betrachtung der Gesetzeslage. Die konkrete Ausgestaltung findet nach Aussage der Telekom erst 2016 statt.)


Mit der Abschaffung der Flatrate wird BTW dann ja auch die IP-Speicherung über Monate wieder legal. Denn um die Abrechnungsmodalitäten nachzuweisen müssen Telekom und die nachfolgenden Marktteilnehmer laut Gesetz Abrechnungsdaten aufheben, falls jemand gegen die Rechnung Einspruch erheben will. 

2006 hatte Holger Voss bis zum BGH hochgeklagt, weil die Telekom einfach an der Praxis der Analog-Zeiten festgehalten hatte, und die IP-Daten über 80 Tage gespeichert hatte. (Lest die Vorgeschichte, die ich in der Heise-Meldung verlinkt hatte).  

Und er hatte Recht bekommen. Da die Telekom keine trafficbasierte Abrechnung durchführte, musste sie die Daten löschen, welcher Kunde zu welcher Zeit unter welcher IP online war. Dennoch wurde weiter gespeichert -- wenn auch nicht in dem alten Ausmaß. 

Mit den neuen Verträgen der Telekom ist die Sachlage nun wieder wie früher. Die Telekom rechnet trafficbasiert ab und muss dann wieder IPs über mindestens 80 Tage (ist das noch der aktuelle Stand?) bereit halten. 

Und da IP-Adressen mit IPv6 eigentlich ewig erhalten werden können -- auch wenn die Telekom einen manuellen IP-Wechsel-Mechanismus versprochen hat -- kann je nach technischer Ausführung eine sehr viel längere Speicherdauer Praxis werden. 

http://www.heise.de/newsticker/meldung/BGH-bestaetigt-Urteil-zur-Loeschung-von-IP-Adressen-115338.html
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