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Torsten Kleinz
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Torsten Kleinz

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Lohnt da eigentlich noch ein Faktencheck oder weiß jeder, was von Döpfners "offenem Brief" zu halten ist?

Zum Beispiel schreibt er: 

Die „Bild“-Zeitung, die seit Jahrzehnten vom deutschen Kartellamt als marktbeherrschend eingestuft wird (weshalb Axel Springer Pro Sieben Sat.1 oder auch Regionalzeitungen nicht kaufen durfte), hat neun Prozent Marktanteil der Printwerbung in Deutschland. 

Das Bundeskartellamt hingegen hatte in der offiziellen Begründung der Ablehnung der ProSiebenSat1-Übernahme einen ganz anderen Marktanteil geltend gemacht:

Auf dem bundesweit abzugrenzenden Lesermarkt für Straßenverkaufszeitungen würde der Zusammenschluss zu einer Verstärkung der marktbeherrschenden Stellung von Springer führen. Der Verlag hat auf diesem Markt mit der BILD – Zeitung einen Marktanteil von ca. 80 %.

http://www.bundeskartellamt.de/SharedDocs/Meldung/DE/Pressemitteilungen/2005/21_11_2005_AxelSpringer_Pro7Sat1.html


Man kann sicher kritisieren, dass das Amt Boulvardzeitungen als relevanten Markt genommen hat. Aber wenn wir eben den Print-Anzeigenmarkt nehmen, hat bzw hatte ASV ja viele weitere Titel im Portfolio, die den Marktanteil weit über 9 Prozent katapultierten. 
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"Plant Google allen Ernstes den digitalen Suprastaat, in dem ein Konzern seinen Bürgern selbstverständlich nur Gutes und natürlich 'nichts Böses' tut?"

Der Wohlfahrtsstaat in die digitale Welt transformiert, oder Nerdistan mit der Herrschaft einer technischen Elite, die schon weiß, was der digitalen Einwohnerschaft gut tut? Das, nur mal so hingenommen, ist eine berechtigte Frage. Nur zu berechtigt, schaut man sich an, was Google in letzter Zeit so alles unternommen hat, wie dominant sie inzwischen sind (und das eben, wie zu recht immer wieder mal nicht nur von netzpessimistischer Seite angemerkt wird, als technisches Nahezu-Monopol im Netz, sondern auch als Inhalte-Monopol), und wohin sie mit all den Zukäufen und Projekten hin streben.

Allerdings kommt es manchmal eben doch nicht nur auf den Inhalt der Frage an, sondern auch darauf, wer die Frage denn stellt. Dass also in diesem Fall Matthias Döpfner, Springer-Chef, in der FAZ auf Google losgeht.
http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/medien/mathias-doepfner-warum-wir-google-fuerchten-12897463.html
Oder, wie Martin Weigert zu Recht anmerkt:
http://netzwertig.com/2014/04/16/offener-brief-an-eric-schmidt-die-aengste-von-springer-chef-mathias-doepfner/ "Es spricht nicht der kleine, um seinen Lebensunterhalt und die Privatsphäre besorgte Mann von der Straße, sondern der Vorstandschef eines Großverlags, der ohnehin noch nie zum Ziel hatte, eine bessere Welt zu schaffen, und der nicht für seine Skrupel bekannt ist." 

Es ist ein seltsames Gefühl, wenn sich in einer kapitalistischen Gesellschaft zwei Fraktionen des Kapitals mit gesellschaftstheoretischen Argumenten bekämpfen. Und wenn dabei eine auch noch die richtigen Fragen stellt, während die andere die Brillianz der technischen Lösungen auf ihrer Seite hat. Dazwischen aufgerieben werden inzwischen die Netzaktivisten bzw. diejenigen, die den Ereignissen im  Netz und den durch das Netz geschaffenen Möglichkeiten immer noch - bei aller Kritik - eine gewisse Utopiefähigkeit zugestehen.

Aufgerieben auch deswegen, weil es in der Szene anscheinend nur noch Netzoptimisten auf der einen und Netzpessimisten auf der anderen Seite geben darf. Das wundert manchmal nicht, wenn man, stellt man bestimmte Fragen, schon gleich Bündnispartner von Springer zu sein scheint. Zu Recht kritisiert aber beispielsweise +Sascha Lobo - auch an einer kürzlichen Anmerkung Hal Fabers, um das mal zu erwähnen ;-) -,
http://www.heise.de/newsticker/meldung/Was-war-Was-wird-2169159.html
dass es unter Netzaktivisten nur noch schwarz und weiß gibt. "Internetoptimismus", um den doofen Begriff mal zu nehmen, ist keine Blindheit in der gesellschaftlichen Debatte, und Internetpessimismus keine an sich kritische und fortschrittliche Haltung.
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15.04.2014  ·  Zum ersten Mal bekennt hier ein deutscher Manager die totale Abhängigkeit seines Unternehmens von Google. Was heute die Verlage erleben, ist ein Vorbote: Bald gehören wir alle Google. Ein Offener Brief an Eric Schmidt.
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Petra Ristow's profile photo
 
Ich wüsste ja jetzt gern, wieviel Dividenden von dem geschenkten Aktienpaket Döpfner schon in Google-Aktien investiert hat
http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/friede-springer-verschenkt-millionen-aktien-an-mathias-doepfner-a-850628.html
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Torsten Kleinz

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Resistance in Angst
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Ingo Schildmann's profile photoJohannes Brauckmann's profile photoJens Kubieziel's profile photoDan Hirsch's profile photo
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Wenn dann wieder die "Vorsicht Schulkinder"-Schilder aufgehängt werden, traue ich mich auch nicht mehr auf die Straße.
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Torsten Kleinz

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Vielleicht sollten wir eine eigene Bezeichnung für die Das-ist-nicht-so-gemeint-Gesetze einführen. Die Bauchgefühle regeln sollen. Nein, die NACH Bauchgefühl regeln sollen. Das Leben und gerade das Internet ist so komplex. Da kann man ja nicht im vorhinein entscheiden, wo man die Grenze zieht. Also brauche wir 

- ein Anti-Nicht-Kinderporno-Gesetz, das Edathy illegalisiert, aber nicht das Nachmittagsprogramm.

- einen Hackerparagraphen, der nicht gegen die NSA eingesetzt werden kann. 

 - einen Jugendmedienschutz-Staatsvertrag, der im Prinzip Websperren erlaubt, die aber der eh nicht durchgesetzt werden. Oder nur wenn jemand einen Punkt machen will. 
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Christian Sasse's profile photo
 
Nennen wir das nicht Ausführungsverordnung? Das administrative Interface, wenn die Legislative auf den Alltag trifft. 
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Torsten Kleinz

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Heute wurden wieder Pulitzer-Preise verliehen. Doch wer war eigentlich Joseph Pulitzer? Ein Mann der höchsten Integrität, ein außergewöhnlich toller Journalist? Eher im Gegenteil. 

http://theboweryboys.blogspot.de/2010/06/newsies-vs-world-newsboys-strike-of.html
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Torsten Kleinz

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Wer sagte das nochmal?

"Jeder Verleger der Welt sollte sich einmal am Tag hinsetzen, um zu beten und Steve Jobs dafür zu danken, dass er die Verlagsbranche rettet"
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Sascha Schneider's profile photoRobert Schreiner's profile photo
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Der Mann der dafür daß jemand anders die  Verlagsbranche rettet Geld kassieren will, via "Leistungsschutzrecht".
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Torsten Kleinz

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Torsten Kleinz
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Lokal  - 
 
Früher war Köln die wichtigste Stadt für die deutsche Kunstszene. 2014 nun wird jeder erwischte Fall von Reverse Graffiti der Staatsanwaltschaft angezeigt, weil die kunstvolle Teilsäuberung das Erscheinungsbild der Innenstadt ungefragt verändere – außerdem entstehen Kosten, so die Argumentation der Stadt, weil man schließlich die ganze Wand sauber machen müsse, wenn schon ein Teil gereinigt sei.

http://www.taz.de/Repression-gegen-Umgekehrt-Graffiti/!136841/
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Jakob Sonnenschein's profile photoMariusz Jablonski's profile photo
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Ein Kommentar seitens des Betroffenen findet man hier: https://www.facebook.com/seiLeiseArt/photos/a.395579493838621.89860.147036205359619/588117767918125/?type=1&relevant_count=1 (seileise kommentiert es natürlich mit einen weiteren Reverse Graffiti)  
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Torsten Kleinz

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Ich hoffe doch, die y-Achse ist ein Witz? 
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Took me a couple of minutes to spot what's weird about this graph. You go to Maths Hell for this sort of thing, you horrible gun apologist, you.
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Torsten Kleinz's profile photoTobias Wolter's profile photoJürgen Christoffel's profile photoZoltan Fürst's profile photo
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Die Achse ist doch nicht das Problem, der Text hat einen Fehler: substituiere Survivors statt Murders etc. (ja, top-down habe ich auch wahrgenommen, bevor mich jemand missversteht ;-)
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Torsten Kleinz

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Für alle, die heute noch Bahn fahren: Stellt euch vor, welche Nicknamen Eure Mitreisenden wohl verwenden. Wenn ihr mutig seid, fragt sie auch. 
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Mitch Toß's profile photoMarkus Hagl's profile photoMarkus Pflaumbaum's profile photoJürgen Christoffel's profile photo
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Nicknames? Mir reichen meist die Namen der Handies, die sich für's Tethering anbieten. Ansonsten böte sich noch die Gesichtserkennung bei Google oder Facebook an ;-)
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