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Goethe, Schiller, Literatur, Kunst, Kultur, Goethezeit, Sturm und Drang, Klassik, Romantik
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Goethe als Sammler und Forscher

Sammelnd und ordnend versuchte das Universalgenie Johann Wolfgang von Goethe die Welt und ihre Erscheinungen ‚in den Griff zu bekommen‘. Weil es ihm an Anschauungsmaterial fehlte, fühlte sich Goethe in seiner Forschungstätigkeit eingeschränkt und beginnt unter dem Gesichtspunkt wissenschaftlicher Erkenntnis für seine diversen Forschungsinteressen - Kunsthistorik, Botanik, Zoologie, Geologie, Mineralogie und Physik - den Grundstock eigener Sammlungen zu bilden.

Eine inspirierende Annäherung an Goethes außerordentlich rege Sammelleidenschaft und seine Bedeutung für das Sammelwesen bietet Ihnen das neue Programm der Goethe Akademie in Weimar „Goethe als Sammler und Forscher“.

http://www.goethezeitportal.de/infocenter/goethe-akademie.html

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Goethe als Sammler und Forscher
„Dass mein Denken ein Anschauen sei“

Einladung zur 10. Goethe Akademie nach Weimar
27. bis 30. April 2017 in Weimar

Faszinierend ist es, den Blick auf die außerordentlich rege Sammeltätigkeit Goethes zu richten, denn der erhaltene Bestand und auch die Vielfalt seiner Sammlungen sind einzigartig: Bei seinem Tode 1832 hinterließ der Dichter in seinem Wohnhaus am Frauenplan nicht nur unzählige Manuskripte, sondern auch fast 18 000 Mineralien, über 9 000 Blätter Graphik, rund 4 300 Handzeichnungen, eine Bibliothek mit 8 000 Bänden; zahlreiche Plastiken, Gemälde sowie naturwissenschaftliche Kollektionen nannte er außerdem sein eigen. All dies trug der Dichter „mit Plan und Absicht“ zusammen, ihm diente die Sammeltätigkeit – nicht zuletzt in seiner amtlichen Funktion in Weimar und Jena – zur Bildung, denn: „Jeder neue Gegenstand, wohl beschaut, schließt ein neues Organ in uns auf.“

So freuen wir uns sehr, Ihnen Blicke in ausgewählte Sammlungen Goethes in Weimar und in Jena zu ermöglichen und sich so dem Dichter zu nähern. Deutlich wird auch, wie sein Denken den Gegenständen, dem sinnlichen Kontakt mit Natur und Kunst verhaftet ist, wie ihn Fundstücke unmittelbar zu Abhandlungen inspirierten. Dass Goethe auch ‚Menschen-Sammler‘ war, gilt es dann eigens zu besprechen …Eingebunden in das Programm dieser Tage ist auch der Besuch der Jahresausstellung der Klassik Stiftung Weimar, die dem Begründer der modernen Archäologie und Kunstwissenschaft, Johann Joachim Winckelmann, gewidmet ist, dessen Schriften und Briefe Goethe 1805 herausgab und der das Bild Goethes von der Antike maßgeblich prägte.



Freuen Sie sich mit uns auf ungewöhnlich-inspirierende Annäherungen an das Universalgenie Johann Wolfgang von Goethe.

Dr. Wolfgang Isenberg (Direktor der Thomas-Morus-Akademie Bensberg) und Dr. habil. Jochen Golz (Präsident der Goethe-Gesellschaft in Weimar e. V.)



Hier finden Sie das Programm und die Anmeldeunterlagen: http://www.goethezeitportal.de/infocenter/goethe-akademie.html


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Inge Nunnenmacher: Scheffelkult Teil I

Joseph Victor von Scheffel (1826-1886) war bis zum Ersten Weltkrieg einer der meistgelesenen deutschen Dichter. Und nicht nur das: Er war auch einer, den man schon zu seinen Lebzeiten wie einen Star feierte, den man verehrte und dem man seine Verehrung auch zeigen wollte. Nach seinem Tod 1886 hörte das keineswegs auf: Es entwickelte sich ein regelrechter „Scheffel-Kult“, der hier in zwei Folgen dargestellt werden soll.In Teil I geht es vor allem um die Städte, die in Scheffels Leben eine wichtige Rolle gespielt haben. „Scheffelstädte“, die darin wetteiferten, ihm retrospektiv zu huldigen, und die ihn und seine Texte für die eigene kulturelle Identitätsbildung beanspruchten. Dabei wird auch gezeigt werden, wie diese Städte bis heute mit dem Dichter ‚umgehen‘ und ihn für das eigene Stadtmarketing nutzen.An erster Stelle Karlsruhe, die von Scheffel nicht immer geliebte Heimatstadt, dann die Studentenstadt Heidelberg, seine „Vaterstadt der Poesie“; sein Altersruhesitz in Radolfzell am Bodensee, dann Säckingen, der Ort seines Erstlings "Der Trompeter von Säckingen", und zuletzt Singen mit dem Hohentwiel, Pilgerstätte all derjenigen, die Scheffel für seinen historischen Roman "Ekkehard"verehrten (siehe auch den Beitrag im Goethezeitportal: „Scheffel und sein historischer Roman 'Ekkehard'").

http://www.goethezeitportal.de/wissen/illustrationen/joseph-victor-von-scheffel/scheffelkult-i.html

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Jutta Assel und Georg Jäger: Moritz Retzsch: Umrisse zu Schillers Lied von der Glocke nebst Andeutungen

Das Goethezeitportal stellt die 1837 bei Cotta erstmals erschienene Illustration von Schillers "Lied von der Glocke" in Umrissmanier vor. Mit 43 Blättern ist es die umfangreichste Illustrationsfolge von Moritz Retzsch, der u.a. Werke Goethes und Schillers illustrierte. Die Blätter umfassen mehrere Bedeutungsebenen (Glockenguss, Situationen des bürgerlichen Lebenszyklus, Allegorien und Personifikationen), die sich äußerlich durch ihre Bildformate (ovale, rechteckige und fehlende Rahmung) unterscheiden. Gerahmt wird der Zyklus durch den Reigen der Horen, Allegorien der alles beherrschenden Zeit. Retzschs "Andeutungen", die dem Werk beigegeben sind, beschreiben jedes Blatt bis in Details, erklären alle Allegorien und weisen auf die reichen Beziehungen zwischen Bedeutungsebenen wie zwischen den einzelnen Blättern hin. Die Referenz zum Text sowie die Abweichungen vom Text werden durchgehend besprochen. Notwendig werden die Abweichungen durch die durchgehende Visualisierung der Handlung wie ihrer Reflexion als auch durch die Komposition des Zyklus. Retzschs "Andeutungen", die der Illustrationsfolge gedruckt vorangestellt sind, werden hier den jeweils besprochenen Bildern beigestellt, um leichter zwischen diesen und den Erläuterungen wechseln zu können. Beigegeben werden Informationen zur Umrissmanier sowie eine Kurzbiographie von Rettich.

http://www.goethezeitportal.de/wissen/illustrationen/friedrich-schiller/die-glocke/moritz-retzsch-umrisse-zu-schillers-lied-von-der-glocke.html

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Jutta Assel und Georg Jäger: Orte kultureller Erinnerung. Oybin

Dass der Oybin ein romantischer Sehnsuchtsort wurde, verdankt er mehreren Umständen: den Ansichten auf den Berg und den reizenden Aussichten von ihm; den schroffen und bizarren Felsformationen mit ihren Gipfeln und düsteren Schluchten; den Trümmern der Raubritterburg und den Ruinen des Klosters der Cölestiner, das hier von 1369 bis zum Auszug der Mönche 1574 bestand; dem Bergfriedhof; dem Farbenspiel bei Sonnenuntergang und -aufgang sowie der Beleuchtung der Felsen und Trümmer im Mondschein. Prägend für das Bild vom Oybin in der romantischen Landschaftsmalerei wurden die Bilder von Caspar David Friedrich und Carus. Zu den Attraktionen für Touristen zählen die Mönchszüge, die mit dem Berg verbundenen Sagen, wie vor allem der Jungfernsprung, aber auch Kuriositäten wie das durch Mörserfeuer erzeugte Echo, "das wie ein majestätischer Donner durch den zackigen Berggürtel hinrollt" (Peschek, 42). Insgesamt erregt der Oybin das "Gefühl für schauerlichschöne Natur" (Peschek, 2), doch stimmen die Klosterruinen und der Bergfriedhof in einsamer Natur auch zu "frommen, heiligen Empfindungen" (Peschek, 54).

http://www.goethezeitportal.de/wissen/topographische-ansichten/orte-kultureller-erinnerung-oybin.html
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Frisch und fröhlich starten wir heute mit Ihnen und unserem Pfingstbeitrag in den wunderschönen Wonnemonat Mai. Die Maien-Zeit ist die Zeit der Ausflüge "ins Grüne", der Volks-, Sänger- und Schützenfeste mit mancherlei Brauchtumspflege und fröhlicher Geselligkeit.

Jutta Assel und Georg Jäger:»Der Pfingstausflug. Pfingstgrüße Folge II«

Die diesjährigen Pfingstgrüße haben nur ein Thema: den Pfingstausflug. Familien, kleine und große Gruppen, auch Einzelne sind unterwegs, strömen "in die Natur", hinaus aufs Land - alt und jung, groß und klein. Sie kommen zu Fuß, per Fahrrad, in der Pferdekutsche, im mit Birkenzweigen geschmückten großen Leiterwagen, dem Rösser vorgespannt sind. Die naturhungrigen Städter reisen an auch per Schiff, Eisenbahn und mit dem "Pfingstomnibus." Und die Dörfler schließen sich der bunten, feiertäglich gekleideten Menge an, wollen an diesem Festtag im vertrauten Kreis ebenfalls hinaus ins Freie, in Wiesen, Feld und Wald, in denen sie sonst nur arbeitend tätig sind. Doch alle suchen und genießen sicher auch die Geselligkeit, das lockere, fröhliche Miteinander, das Wiederbegegnen mit Freunden und Verwandten, neue Bekanntschaften. Die Pfingstausflügler wandern eine meist kurze Strecke, lassen sich dann nieder am Seeufer, im Wald oder zwischen dem Eisenbahngeleise und der Straße. Manche trinken und essen, doch die meisten erholen sich beim Gehen, beim Rasten und Ruhen im Gras, beim Plaudern, Schauen und Scherzen in der sonnigen, blühenden Natur. Eingefügt in die Bildstrecke mit alten Postkarten sind wieder Gedichte und Textausschnitte.

Weiterlesen: www.goethezeitportal.de/digitale-bibliothek/quellen-und-studien-zur-bildungs-und-kulturgeschichte/pfingsten-folge-2.html

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Jutta Assel und Georg Jäger: Geschichte der Bildpostkarte

In seinen Bildern stützt sich das Goethezeitportal zu einem großen Teil auf Bild- bzw. Motivpostkarten. Übergreifende Fragen und Rahmenbedingungen der Kartenkultur und Kartenwirtschaft wurden bislang nur im Zusammenhang einzelner Seiten thematisiert. Das vorliegende Projekt mit Vorstudien und Dokumenten zu einer Geschichte der Bildpostkarten bis 1933 soll zentrale Bereiche zusammenhängend thematisieren: Varietäten, Gestaltung und Herstellung, Marktverhältnisse, Reklame und Propaganda, rechtlicher Rahmen, Pornografie und Zensur u.v.m. Je nach Fortschritt unserer Arbeiten werden weitere Seiten folgen und vorliegende Seiten ergänzt werden. Eine breit angelegte, von Zeit zu Zeit zu aktualisierende Bibliographie ist als Arbeitsinstrument angelegt. Der dokumentarische Anhang gibt oft schwer erreichbare Quellentexte wieder.

http://www.goethezeitportal.de/wissen/projektepool/bildpostkarte.html

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Inge Nunnenmacher: Joseph Victor von Scheffel und sein historischer Roman Ekkehard.

Scheffel gehört heute nicht mehr zu den Autoren des 19. Jahrhunderts, die allgemein bekannt sind. Das war einmal ganz anders: Schon zu seinen Lebzeiten und noch bis zum Ersten Weltkrieg war Scheffel einer der populärsten und meist gelesenen deutschen Dichter. Seine Liedsammlung Gaudeamus (u.a. „Als die Römer frech geworden…“), sein Versepos Der Trompeter von Säckingen und sein Roman Ekkehard. Eine Geschichte aus dem 10. Jahrhundert wurden allesamt Bestseller mit staunenswert hohen Auflagenzahlen. Scheffel selbst galt als Klassiker eines breiten Lesepublikums, bereiteten seine Werke doch keine großen Verständnisprobleme bei der Lektüre.

In diesem Beitrag machen wir Sie zunächst mit diesem Dichter etwas näher bekannt. Nicht unwesentlich für Scheffels Erfolg waren die illustrierten Prachtausgaben seiner Werke. Deshalb soll hier auch seine enge Zusammenarbeit mit dem Maler Anton von Werner (1843-1915) vorgestellt werden.

Im Zentrum unseres Beitrags steht der Roman Ekkehard. Er gehört zu den bedeutenden deutschsprachigen Geschichtsromanen des an diesem Genre so reichen 19. Jahrhunderts. Zusammen mit zwei Postkartenreihen, die den Ekkehard illustrierten und zwischen 1900 und 1914 entstanden, bekommen Sie einen Überblick über die Romanhandlung. Daran anschließend werden die beiden Illustratoren vorgestellt: Karl Jauslin (1842-1904) und Adolf Karpellus (1869-1919). Wie sich Scheffel die Handlungsorte seines Ekkehard-Romans erarbeitete, zeigt das letzte Kapitel.

http://www.goethezeitportal.de/wissen/illustrationen/joseph-victor-von-scheffel/ekkehard.html


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Leise rieselt der Schnee

Heute ist 1. Advent, die Weihnachtsmärkte haben begonnen und wir möchten Ihnen schon rechtzeitig ein paar Anregungen für die Gestaltung Ihrer Weihnachtsgrüße und Weihnachtskarten mit auf den Weg geben.


Jutta Assel und Georg Jäger: Leise rieselt der Schnee ... Beste Weihnachtsgrüße!

Das Motto der diesjährigen Weihnachtsseite "Leise rieselt der Schnee" ist dem zum Volkslied gewordenen Gedicht von Eduard Engel (1839-1905) entnommen. Ausgewählt wurden 25 Bildpostkarten und 11 Gedichte, die alle in unterschiedlichster Weise Schnee und Schneefall, den Schneewald, die schneebedeckte Landschaft und die verschneiten Gassen zu Advent und Weihnachten thematisieren. Unter den Gedichten nehmen spielerische und an Kinder adressierte Texte (Paula Dehmel, Güll, Morgenstern, Rückert) breiten Raum ein. Die Bildpostkarten verwenden häufig Kinder, gerne junge Mädchen, als Protagonisten und Tannenbäume bzw. Tannengrün als Requisiten. Eigene Abschnitte klären über Schneekristalle und die aus ihnen gebildeten Schneeflocken auf und geben Auskunft darüber, wie die Schneeflocken bei der Herstellung, sprich: herstellungstechnisch, auf die Bildpostkarten kamen.

http://www.goethezeitportal.de/digitale-bibliothek/quellen-und-studien-zur-bildungs-und-kulturgeschichte/weihnachten-2015.html

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Jutta Assel und Georg Jäger: Neapel. Volksleben Folge III. Tarantella

Tarantella, der "Nationaltanz der Neapolitaner", wird beschrieben als "eine zauberische Guirlande leidenschaftlicher Gesten und Pas, welche die Innigkeit und Sprödigkeit, das Sehnen und Zürnen zweier Liebenden darstellen. Voll der wollüstigsten Anmuth athmet die Tarantella nichts als Liebe und Vergnügen." Neben Goethes kurzer Charakterisierung publiziert das Goethezeitportal vier ausgewählte Reiseberichte, die den Tanz beschreiben, als wichtiges Element der Volkskultur charakterisieren und seinen Zusammenhang mit dem Biss der Spinne namens Tarantula erörtern - sei es, dass der Biss den Tanz auslöst, sei es dass der Tanz den  Spinnenstich kuriert. Ein Schwerpunkt liegt auf den improvisierten Liedern, "flüchtigen Poesien", die den Tanz begleiten. Der von August Kopisch kongenial übersetzte Gesang, in dem ausschließlich Fische auftreten und sich einen Krieg um die schöne, zur Zither singende Sardelle liefern, ist ein ausuferndes Sprachspiel , eine frühe Unsinnspoesie. Wenig bekannt ist das Gedicht "Tarantella" von Richard Kralik (1852-1934), in dem Riccioletta die Tarantella tanzt, "aber doch nicht gern allein". Vergeblich ruft sie Mädchen und Knaben, Schafe und Vögel, die Bäume und den Wind, den Berg und das Meer, Sterne und Engel zum Tanz auf. Schließlich tanz sie mit sich selbst, so leidenschaftlich wie weltvergessen und immer wilder, bis der gesamten Kosmos schaut und staunt und zuletzt "im kreisenden Wirbel sich dreht". Zur Illustration dienen 20 Bilder,  großenteils alte Ansichtskarten von Neapel und Sorrent.

http://www.goethezeitportal.de/index.php?id=6408
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