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Gilbert Hinz
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Herr Nithart von Riuwental (ca. um 1180-1240): Meienzit
Neidhart von Reuental galt als einer  der erfolgreichsten Minnesänger  des Mittelalters im deutschen Sprachraum.

Walther von der Vogelweide schimpfte ihn einem Text "einen quakenden Frosch, der mit seinem lauten Geschrei der Nachtigall (damit meinte er natürlich sich selbst!) die Lust zum Singen nimmt". 

Meienzît âne nît vrouden gît wider strît,
 sîn widerkommen kan uns allen helfen.
 ûf dem plân âne wân siht man stân wolgetân
 liehtiu brûniu bluemel bî den gelfen.
 durch daz gras sint si schôn ûf gedrungen.
 und der walt manecvalt ungezalt ist erschalt,
 daz er wart mit dem nie baz gesungen.

Ich süng nit nâch ir sit, haete ich vrid des ich bit,
 ob mir ieman koeme dran ze trôste.
 ich bin verzeit, mîniu leit unverjeit sint sô breit;
 ich naeme ez noch, swer mich dâ von erlôste.
 liebes blic der kan mich schicken wilde.
 ez ist mîn klage alle tage, und gedage als ein zage.
 liebes blic, lâz mich bî blickes bilde! 

Grôze nôt mir enbôt der mir drôt ûf den tôt;
 daz ist Hildebolt von Bernriute.
 Irenvrit und der smit werden glit an eim wit,
 daz si mit gemache lân die liute!
 Berewîn den mac nieman überhiuzen.
 Amelolt, Berenbolt hânt verscholt daz man solt
 über mich gegeben hât ze Priuzen. 

Ich kam dar âne vâr ungewar zuo zir schar;
 ich sach waz die getelinge taeten.
 Irenber und ir mêr gieng entwer hin und her
 mit ir kipfelklingen, sam si maeten.
 dô sprach ich: 'nû wolte ich einez wetten,
 daz ir gedrod und ir gesnod würde vrod an eîm blod
 nieman künde mit heres kraft enphetten.'

Hildemâr mit dem hâr, der kam dar. ich nam war
 wie er mit der schoenen begunde schimpfen..
 hôch er spranc ân ir danc ûf ein banc, diu was kranc.
 daz solt si im prîsen vür ein glimpfen
 daz ir bêder lîp sich muoste schütten.
 mir was ant, dô ich enphant daz ir gewant sich enbant
 und ir kluogez schapel muoste entrütten.

Ich klage iu, her, ditze mêr. seht ir her, wartet wer!
 wie solte si ze disem dinge gebâren?
 ir nemt sîn goum âne soum an eim zoum in eim boum.
 umb den schaden dâ solt er bejâren.
 wolde er under schoenen kinden walgen
 hin und her als entwer, als ouch er hât die ger,
 bezzer waere er hienge an einem galgen.

Ich was vert nâch gewert, dô ein swert im verrêrt'
 ein halbez knie von eim der zên genôzen:
 Enzeman lief in an; kûme entran er von dan.
 er het niemer mêr kein meit gestôzen.
 würde ich noch ze Riuwental gerochen,
 ich haet heil, vröuden teil, und waer geil, ob ein seil
 im alliu vieriu haete ab gebrochen.

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Bin bei einer Recherche auf einen interessanten Beitrag über die Stadtplanung im Mittelalter gestolpert...

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Umberto Eco
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Michael Haneke
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Jean Reno
unvergessen als "Leon" (1994) neben der noch jungen Natalie Portman
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http://de.m.wikipedia.org/wiki/Datei:Bohemond_daimbert.jpg

(* 1051/52; † 7. März 1111)
Leider liegt nur eine schriftliche Beschreibung vor:
Zitat von keiner Geringeren als Anna Komnena (Tochter des Alexios):

„Nun war [Bohemund von Tarent] so, kurz gesagt, wie niemand zuvor im Land der Römer jemals gesehen worden war, weder von den Barbaren noch von den Griechen (da er wie ein Wunder für die Augen zu sehen war, und sein Ruf Furcht einflößend). Lasst mich die Erscheinung des Barbaren genauer beschreiben: seine Statur war so groß, dass er die Größten fast um eine Elle überragte, schmal in Taille und Hüfte, mit breiten Schultern, einem großen Brustkorb und mächtigen Armen. Und im Ganzen war der Körper weder zu schlank noch zu massig, sondern perfekt proportioniert und, man kann sagen, in Übereinstimmung mit dem Kanon des Polykleitos gebaut… Seine Haut war am ganzen Körper sehr weiß, und in seinem Gesicht war die Weiße durch Röte gemäßigt. Sein Haar war gelblich, hing aber nicht bis auf die Hüften herab wie bei den anderen Barbaren; da der Mann nicht übertrieben stolz auf seine Haare war, trug er es bis zu den Ohren kurz geschnitten. Ob sein Bart rötlich war oder in einer anderen Farbe, kann ich nicht sagen, da das Rasiermesser sehr eng darüber gefahren war und eine Oberfläche glatter als Kreide hinterlassen hatte… Seine blauen Augen deuteten sowohl einen hohen Sinn als auch Würde an; seine Nase und Nasenlöcher atmeten frei die Luft; seine Brust entsprach seinen Nasenlöchern, und seine Nasenlöchern… der Breite seiner Brust. Die Natur seiner Nasenlöcher hat dem hohen Sinn, der aus seinem Herzen sprudelt, freien Durchgang gegeben. Eine gewisse Anmut umgab diesen Mann, wurde aber teilweise getrübt durch einen allgemeine Eindruck des Schrecklichen… Er war in Sinn und Körper so gemacht, dass Mut und Leidenschaft in ihm ihren Höhepunkt entgegen strebten und sich nach dem Krieg sehnten. Sein Witz war vielfältig und listig und in der Lage, aus jeder Notlage einen Ausweg zu finden. Im Gespräch war er gut unterrichtet, und die Antworten, die er gab, waren ganz unwiderlegbar. Dieser Man von solch einem Format und solchem Charakter war dem Kaiser nur im Schicksal, in der Beredsamkeit und anderen Gaben der Natur unterlegen."

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