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Jürgen Winkler
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Die Internationale Agentur für Krebsforschung (IARC) der Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat das Pflanzenvernichtungsmittel Glyphosat als "wahrscheinlich krebserregend für Menschen" eingestuft. Am 27.11.2017 wurde über die Verlängerung der Zulassung für Glyphosat in den Mitgliedsländern der Europäischen Union abgestimmt.

In Deutschland besteht ein Dissenz zwischen dem Bundesumweltministerium, in persona Frau Hendriks (SPD, Bundesumweltministerin) und dem Bundeslandwirtschaftsministerium, in persona Herr Schmidt (CSU, Bundeslandwirtschaftminister). In der Geschäftsordnung der geschäftsführenden Bundesregierung ist festgelegt, dass Deutschland sich in einem solchen Fall bei Abstimmungen auf EU-Ebene enthält.

Bei der entscheidenden Abstimmung am 27.11.2017 stimmte Herr Schmidt der Verlängerung der Zulassung für Glyphosat trotzdem zu. Glyphosat darf nun in der EU für weitere fünf Jahre eingesetzt werden. Am gleichen Tag sagte Herr Schnidt in der Tagesschau (Zitat): ".. Ich fühle mich verpflichtet, in der Bundesregierung die Dinge zu entscheiden, die zur Entscheidung anstehen und - äh - so isser, der Schmidt. .."

Wer oder was es ist, dem "der Schmidt" sich verpflichtet fühlt, wenn er in der Bundesregierung die Dinge entscheidet, die zur Entscheidung anstehen, geht aus seinem Statement in der Tagesschau leider nicht hervor. Eigentlich hätte er sich in dieser Angelegenheit jedenfalls der Geschäftsordnung der Bundesregierung verpflichtet fühlen müssen. Demzufolge hätte er dieses zur Entscheidung anstehende "Ding" genau entgegengesetzt entscheiden müssen - hat er aber nicht!

Und:
Wenn es denn tatsächlich so ist, dass 'er so is, der Schmidt', dann wäre er für jede künftige politische oder sonstige Zusammenarbeit ein unkalkulierbares Risiko: Er sollte deshalb seinen Hut nehmen und zurücktreten.

Endgültig! ...


(Foto: Szene aus dem Dokumentarfilm "Monsanto - Mit Gift und Genen" von Marie-Monique Robin aus dem Jahre 2008)
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Am 16.11.1017 war bereits Herrn Kretschmann (Grüne, Baden-Württemberg, Ministerpräsident) vor laufender Kamera "der Kragen geplatzt". Jetzt regt sich - zu Recht(!) - noch jemand öffentlich über die Ignoranz der FDP, der CSU und der CDU gegenüber der globalen Erwärmung auf. Mit seinem Appell an die Grünen spricht Herr Bautz 'mir aus der Seele'.

Den Campact-Newsletter vom 17.11.2017 und den Video-Appell an die Grünen gibt's in "juwi's welt" ...
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Auf ein Machtwort Frau Merkels - insbesondere an die Adresse Herrn Dobrindts - haben die Menschen hierzulande ebenso vergebens gewartet, wie die Teilnehmer der Klimakonferenz der Vereinten Nationen in Bonn. Neben verbalen Bekenntnissen zum Klimaschutz waren ihrer lange erwarteten Rede wieder einaml nur auffallend viele "wir müssen"-Phrasen zu entnehmen.

Derweil platzte dem sonst eher besonnen auftretenden Herr Kretschmann (Grüne, Baden-Württemberg, Ministerpräsident) angesichts der ignoranten Weltsicht Herrn Dobrindts und dessen wiederholt öffentlich vorgertragener, arrogant herablassender Verbalattacken, gestern der Kragen (Zitat): "Also entweder will man gemeinsam was machen, dann unterlässt man so was, öffentliche Angriffe auf andere Verhandler zu machen, oder man sagt gleich, man will das nicht haben. Dann sollen sie's sagen. .."

Wie man mit jemandem über den - aus Gründen des Klimaschutzes notwendigen(!) - Weg hin zu einer CO2 neutralen Wirtschaft und Gesellschaft verhandeln soll, der die globale Erwärmung und die Ursachen dafür schlicht ignoriert und jeden auf's übelste beschimpft, der das nicht tut, ist auch mir ein Rätsel ...
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Eine nicht gerade schmeichelhafte Auszeichnung ist Deutschland während der Klimaschutzkonferenz der Vereinten Nationen 2017 (COP 23) in Bonn zuteil geworden: Der "Fossil of the Day"-Award des Climate Action Networks ...
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Herr Laschet ist ein Politiker. Der kann ganz toll, ganz komplizierte Dinge, ganz einfach erklären. Letztens hat er zum Beispiel erklärt, warum er gegen das Ende der Stromerzeugung in Kohlekraftwerken ist. Er hat gesagt: "Der Kohleausstieg steht nicht zur Debatte .." - weil es ja eigentlich nur um die Frage geht, ".. wie wir CO2-Ziele erreichen, Versorgungssicherheit gewährleisten und bezahlbaren Strom haben. Es geht nicht nur um Klima .." ... - klingt vielleicht komisch, hat er aber so gesagt ...
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Da werden im Rheinischen Revier, in der Lausitz und in Brandenburg heute noch Dörfer, Wälder und Felder für Braunkohle abgebaggert, deren Verbrennung in deutschen Kohlekraftwerken für eine gigantische Überproduktion an Strom sorgt, der dann ins benachbarte Ausland exportiert wird.

Und um diesen Braunkohle-Exportstrom produzieren zu können, werden hierzulande Menschen aus ihrer Heimat vertrieben - und auf der Wasserseite der Welt wird dafür die Heimat der Menschen im Meer versenkt ...
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Große Wirtschaftsunternehmen fordern:

"Die nächste Bundesregierung muss Klimaschutz zur zentralen Aufgabe machen. Die notwendige Transformation hin zu einer treibhausgasneutralen Wirtschaft gewinnt durch das völkerrechtlich verbindliche Pariser Klimaabkommen global an Fahrt. Weltweit erhöht der neue Klimavertrag unternehmerische Planungssicherheit und ermöglicht dadurch zusätzliche Investitionen." ...

Eine große, lesbare Version der Grafik gibt es in "juwi's welt" ...
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Am 6. November wurde die diesjahrige Klimakonferenz der Vereinten Nationen (COP 23) in Bonn unter dem Vorsitz der Fidschi Inseln eröffnet. Klar ist jetzt schon, dass über die Absichtserklärungen im Abkommen von Paris hinaus noch viel Arbeit zu erledigen ist, wenn der Kampf gegen die drohende Klimakatastrophe noch einigermaßen erfolgreich sein soll.

Versinkende Inseln, verschwindende Gletscher, brennende Wälder, überflutetes Land:

Die Zeit zum Handeln ist jetzt!


Wenn man sich dessen bewusst wird,
was man verlieren könnte,
dann weiß man, worum es sich zu kämpfen lohnt ...

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Die FDP will sich Zeit lassen beim Klimaschutz. Das Handelsblatt zitiert Frau Suding (FDP, stellvertretende Fraktionsvorsitzende) mit den Worten (Zitat): "Wir haben da ja vorgeschlagen, .. uns mehr Zeit zu lassen, um Klimaziele zu erreichen. 2050 ist ja auch das Datum, um das es da eigentlich geht."

Bis zur FDP ist es offensichtlich noch nicht durchgedrungen, das wir keine Zeit mehr haben, um uns mit dem Klimaschutz noch lange Zeit lassen zu können!

Je später damit begonnen wird, die CO2-Emissionen zu reduzieren, desto mehr davon reichert sich in der Atmosphäre an. Und wenn erst zu einem späteren Zeitpunkt mit der Reduzierung der dann immer noch hohen CO2-Emissionen begonnen wird, dann bleibt noch weniger Zeit, um damit auf "Null" zu kommen, als heute ...


Grafik: © Deutsche Welle
(Artikel "COP23: Neuer Rekord für Erdtemperatur 2017" vom 06.11.2017)
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Anlässlich der am 6. November beginnenden Klimakonferenz der Vereinten Nationen (COP 23) demonstrierten auch am 5. November 2017 wieder tausende Menschen gegen die Kohleverstromung. Dieses Mal trugen sie ihren Protest direkt in den Braunkohletagebau im nahegelegenen Rheinischen Revier.

Rund 3000 "Ende Gelände"-Aktivisten zogen zum Hambacher Tagebau und vielen Hundert von ihnen gelang es, bis zum Ziel vorzudringen. Da sie ihren Protest lange im Voraus angekündigt hatten, war der Betreiber des Tagesbaus und der angeschlossenen Braunkohlekraftwerke (RWE) darauf vorbereitet und hatte die Braunkohlebagger durch Absperrungen gesichert. Der Betrieb stand - aus Sicherheitsgründen - jedoch trotzdem still ...
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