Bedingungsloses Grundeinkommen. Podiumsdiskussion
Montag, 27. März 19:30 - 22:00
Aktionsradius Augarten, Gaußpl. 11, 1200 Wien
https://www.facebook.com/events/1209870225799707/

Die Forderung nach dem Bedingungslosen Grundeinkommen (BGE) wird sehr kontrovers diskutiert, setzt sie doch an einem zentralen Hebel des Kapitalismus an: der Ware Arbeitskraft.
Befürworter*innen argumentieren, dass das BGE den Zwang zur Lohn- und Erwerbsarbeit relativieren würde. So wäre es allen Menschen in größerem Maße als heute möglich, in Freiheit tätig zu sein oder sich für gesellschaftliche Belange zu engagieren. Außerdem sehen sie es im staatlichen Interesse, durch ein BGE zu Einsparungen in der Sozial- und Arbeitsmarktpolitik zu kommen. Gegner*innen fürchten, dass beschwerliche und unangenehme Arbeiten niemand mehr erledigen würde, dass das BGE nicht finanzierbar wäre oder auch, dass man im weltweiten System der „Klassengesellschaft“ eine weitere Klasse einführen würde.
In Österreich ist das Thema in Diskussion. In den Niederlanden und in Finnland sind Grundeinkommensversuche bereits in Vorbereitung, und es gibt auch jährlich eine weltweite Grundeinkommenswoche mit Aktionen in 20 Ländern.
Die Schweiz ist das erste Land, das über ein bedingungsloses Grundeinkommen abgestimmt hat. Die Einführung wurde aber mit großer Mehrheit abgelehnt. «Gute Idee, aber nicht finanzierbar!» So lautet der häufigste Einwand. Ob das BGE eine Lösung aus dem ökonomischen Ungleichgewicht wäre, und ob die Menschen dann noch eine bezahlte Erwerbsarbeit annehmen würden?

Darüber und mehr diskutieren wir mit folgenden Expert*innen:

• Andrea Komlosy (+Universität Wien​)
http://wirtschaftsgeschichte.univie.ac.at/menschen/wissenschaftliche-mitarbeiterinnen/komlosy-andrea
• Boris Lechthaler (Solidarwerkstatt / solidarwerkstatt.at)
• Margit Appel (KSÖ / ksoe.at)

Moderation: Ernst Schwager (systemischer Berater).
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