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Polizist=Mensch
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Polizisten sind auch "nur" Menschen :-)
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Im Schatten der Ballone... Marcel grüßt als:

"Sperrposten auf der Kieler Woche 🙂"
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Autor des offenen Briefs bedankt sich
Gedanken zum G20-Gipfel in Hamburg

Vor gut zwei Wochen veröffentlichen wir den offenen Brief eines Polizisten, der seine Gedanken zum bevorstehenden G20-Gipfel in Hamburg formulierte. Seine Worte könnt ihr hier noch einmal nachlesen: https://polizistmensch.de/2017/06/offener-brief-eines-polizisten-gedanken-zum-g20-gipfel-in-hamburg/

Die Rückmeldungen auf sämtlichen Plattformen, auf denen wir vertreten sind, aber auch per Email und Chat, waren unglaublich! Niemand von uns hatte damit gerechnet, dass die Worte des Kollegen ein so großes Echo hervorrufen würden. Auch medial entstand großes Interesse und wir mussten so einige Anfragen, aber auch Rückmeldungen von Kollegen und Bürgern, beantworten. Leider konnten wir nicht auf alle Zuschriften antworten, da wir mehr oder weniger von der Flut an Meldungen "erschlagen" wurden.

Der Autor des offenen Briefs möchte sich an dieser Stelle noch einmal zu Wort melden und sich für die breite Unterstützung bedanken:

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Besten Dank für dieses wahnsinnige Feedback auf meine Zeilen. Ich habe täglich mehr gestaunt als ich sah, wie viele User den Post geteilt, geliked, oder einfach kommentiert haben.

Allein durch Eure Resonanz haben es diese Zeilen weiter geschafft, als ich es je für möglich gehalten habe. Auch über das Spektrum der Menschen, die sich von diesem Text angesprochen gefühlt haben, war ich sehr überrascht. Vom Kollegen bis zum Gipfelgegner war alles dabei und auch das war mehr, als ich gedacht habe. Von daher möchte ich mich an dieser Stelle bedanken!

Zu einem Punkt möchte ich kurz noch etwas sagen, ohne jetzt einen neuen Brief zu schreiben oder eine Grundsatzdiskussion lostreten zu wollen:

Ich habe ein paar mal gelesen, dass es mich nichts angeht, was die Staatschefs auf ihren Tellern haben. Das zwar unter der Einsatzbelastung gestöhnt, aber nicht gejammert wird. Dass es nicht meine Aufgabe ist, zu beurteilen, ob dieser Gipfel gerechtfertigt ist.

Hier möchte ich nochmal einhaken und auch widersprechen. Ich finde sehr wohl, dass es mich und alle anderen Kollegen etwas angeht.

Mir ist durchaus bewusst, dass es im Beamtentum die Begriffe wie "Pflicht zum Gehorsam" und der "vollen Hingabe" gibt. Das Anzweifeln solcher Ereignisse und Anlässe wie ein G20 hat, meiner Meinung nach, nichts damit zu tun.

Ich komme den Beamtenpflichten jeden Tag nach, wenn ich in eine Wohnung laufe, in der ein Ehemann durchdreht. Wenn ich in strömendem Regen einen Verkehrsunfall aufnehme. Wenn bei einem Fußballländerspiel plötzlich möglicherweise ein Anschlag stattfinden könnte, ich alle Pläne über den Haufen werfe, zuhause anrufe und mich dann in einen Gruppenwagen Richtung Hannover setze.

Das sind Dinge, die laufen MÜSSEN.

Ich muss nicht alles hinnehmen, was eine Regierung in die Wege leitet. Diese Einstellung im Sinne von "Naja... Dienst ist Dienst, wir können es nicht ändern" öffnet Tür und Tor für die Leute, die uns zusammensparen, uns unmögliche Einsatzstärken abverlangen und dafür sorgen, dass es immer schwerer wird, diesen Beruf auszuüben.

Es mag jetzt etwas überspitzt wirken, aber vergessen wir nicht, die größten Unrechtssysteme können sich nur etablieren, wenn Menschen in Uniform blind folgen und mit Begriffen wie "volle Hingabe" oder "Gehorsamspflicht" bei der Stange gehalten werden.

Es ist wichtig, dass die Polizei auch in unbequemen Zeiten arbeitet. Es ist aber auch wichtig, den Vorgesetzten und Politikern zu zeigen, dass diese Loyalität auch ihre Grenzen hat. Es muss auch innerhalb der Polizei hinterfragt werden, was von oben kommt. Immerhin ist das doch auch Sinn und Zweck einer Gewaltenteilung.

So, ich will das nicht endlos werden lassen und letztendlich soll von diesem Post in erster Linie ein großes DANKESCHÖN zurückbleiben.

In diesem Sinne, allen hier Lesenden eine gute Zeit!

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Der Autor ist uns bekannt, möchte jedoch anonym bleiben. Der Leserbrief gibt die persönliche Meinung des Autors wider, welche wir uns alleine durch die Veröffentlichung nicht zu eigen machen.

Dennoch möchten auch wir vom Polizist=Mensch Team uns dem Dank anschließen. Das nahezu durchweg positive Feedback war einfach großartig!
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Dunkelblaue Uniform + Schutzweste + 40°C im Schatten = 😰

Diese beiden Kollegen hatten gestern ein probates Mittel gegen das Hitzestauproblem:

"Eine Abkühlung! Liebe Grüße aus Bottrop von Sarah und Martin"
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Chris aus Hessen hat sich schon sehr früh auf dem Weg zum Dienst gemacht:

"Viele Grüße aus dem Zug. Das Leid vieler pendelnder Polizisten... Abfahrt 04.00 Uhr 😩"

Bei der Abfahrtszeit ist Aufstehen noch viel früher angesagt... 😳
Wie man sieht, harmoniert die Thin Blue Line im Wappen sehr gut mit der gedachten Weiterführung im Sitzbezug. ⚫️🔵⚫️
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Wie wirkt sich der Personalmangel aus?
Beispiel Berlin und Nordrhein-Westfalen

In nahezu sämtlichen Bundesländern wurde in den vergangenen Jahren das Personal bei der Polizei abgebaut. Zwar hat man mittlerweile erkannt, dass dieser Trend der falsche Weg ist und versucht zumindest das Personal wieder aufzubauen.

Doch die Auswirkungen des Personalabbaus sind überall ähnlich und bis genügend geeignete Bewerber gefunden und ausgebildet sind, um nicht nur die Pensionäre auszugleichen, sondern wirkungsvoll das Personal aufzubauen, werden noch einige Jahre vergehen. Wir berichteten darüber: https://polizistmensch.de/2017/05/personalsituation-hoechst-unterschiedlich/

Bis dahin zeigt sich, dass fehlende Polizisten es Straftätern nur allzu leicht machen, ihr kriminelles Handeln durchzuführen und die Polizei hat nicht genügend Manpower, um dem Einhalt zu gebieten. Am Beispiel von Berlin und Nordrhein-Westfalen zeigen wir die Auswirkungen dieser Personalpolitik.

Berlin

Für die Bundeshauptstadt Berlin mit ihren zig Veranstaltungen und Staatsempfängen sind zu wenige Polizisten vorhanden. Erschwerend kommt hinzu, dass wegen verbesserungsbedürftiger Ausstattung und Besoldung viele Beamte über einen Wechsel in ein anderes Bundesland oder zur Bundespolizei nachdenken.

Die Ausstattung ist schon ein Problem. Wie ein Polizist dem rbb anonym erklärte, würden Maschinen auf Baustellen für hunderttausende Euro gestohlen. Es fehle aber die Technik, Baustellen zu überwachen und zudem das Personal, die Ermittlungen zu führen und vielleicht auch Täter zu ermitteln und diese festzunehmen.

Und selbst dort, wo die notwendige Technik vorhanden sei, fehlten die Kollegen, die diese bedienen, sprich, Videos und Fotos auswerten, beschlagnahmte Computer durchsuchen und eine gerichtsverwertbare Beweiskette erstellen. Selbst wenn es um verurteilte Straftäter geht, kann die Polizei nicht so agieren, wie die Polizisten es gerne möchten.

So fehle das Personal um verurteilte Straftäter festzunehmen und der Justiz zuzuführen. Die Ermittlungen zu Verurteilten, das mehrfache Aufsuchen der Wohnanschrift, sei im alltäglichen Dienst nicht so zu bewerkstelligen, wie es notwendig wäre, mit der Folge, dass die Verurteilten auf freiem Fuß blieben.

Fachkräfte bei der Polizei bedürfen einer teils jahrelangen Ausbildung, bis sie erfahren genug sind, eigenständig und mit Nachdruck zu ermitteln. So fehle es an Kollegen, die Urkundendelikte, z.B. bei ver- oder gefälschten Pässen, bearbeiten und die Fälschung erkennen können. "Wenn sie diese Stelle nicht rechtzeitig nachbesetzen und einen jüngeren Kollegen heranführen, dann ist der verloren", sagte Kollege "Tom" dem rbb.

https://www.facebook.com/abendschau.rbb/videos/1672754139420066/

Nordrhein-Westfalen

In Nordrhein-Westfalen sieht es nicht viel anders aus, wobei hier ein anderes Problem vorherrscht, was Berlin nicht hat: Eine rund 500 km lange EU-Binnengrenze zu Belgien und den Niederlanden. Aus beiden Ländern kommen Straftäter nach Deutschland um Straftaten zu begehen - so zum Beispiel Drogenhändler, Einbrecher, Autodiebe und Geldautomatensprenger - und das Personal reicht nicht aus, diesem Tun Einhalt zu gebieten.

So sagte Polizist Arnd Krummen der Welt (was uns von Kollegen bestätigt wurde), dass für die Kontrollen entlang der Grenze und an den Bahnhöfen rund 600 Planstellen bei der Bundespolizei vorgesehen seien, verteilt auf die Standorte Aachen und Kleve. Besetzt seien aber nur 50 bis 55 Prozent dieser Planstellen, was bedeute, dass abzüglich der Verwaltungskräfte anstatt der 600 Polizisten nur 220 Polizisten (100 Aachen, 120 Kleve) im Grenzgebiet tatsächlich unterwegs sein könnten.

Doch auch diese 220 Beamten können keine Grenzkontrollen durchführen, Bahnhöfe überwachen, da sie überwiegend für andere Aufgaben heran gezogen würden. Sie müssen Abschiebungen und sogenannte Rücküberstellungen von Asylbewerbern in das Land, in dem sie erstmals registriert wurden, durchführen, oder werden in den Süden der Republik entsandt, um dort in Bayern die Aufgaben zu erledigen, die sie eigentlich in Nordrhein-Westfalen erledigen sollten.

Und das hat Folgen. Beeindruckendes Beispiel: Nach den Anschlägen in Paris 2015 wurden die Grenzkontrollen auch in Nordrhein-Westfalen kurzzeitig wieder eingeführt, mit dem Ergebnis, dass alleine die Zahl der Einbrüche um 70 Prozent im Grenzgebiet zurück ging.

Und immer wieder zeigt sich, dass Kontrollen nachhaltig helfen, das geltende Recht durchzusetzen und Straftaten aufzuklären. 2014 wurden bei einer Schwerpunktkontrolle im Grenzbereich zu den Niederlanden innerhalb zwei Tagen 11.972 Personen kontrolliert, mit der Folge, dass bei 45 Prozent der Kontrollierten rechtswidriges Verhalten festgestellt wurde.

Zig Anzeigen wurden erstattet, Diebesgut sichergestellt, illegale Einwanderer und Schmuggler, aber auch zur Fahndung ausgeschriebene Personen wurden festgenommen. Doch diese Art Kontrollen ist personalintensiv und mittlerweile nicht mehr ohne weiteres durchzuführen, fehlen diese Polizisten doch im täglichen Dienst, wenn sie zur Großkontrolle entsandt werden.

https://www.welt.de/regionales/nrw/article165607716/Deutsche-Grenze-offen-wie-ein-Scheunentor.html

Es geht uns bei diesem Bericht nicht darum Angst zu verbreiten. Wir leben immer noch in einem der sichersten Länder der Welt und mittlerweile haben viele Innenminister erkannt, dass die Polizei personell gestärkt werden muss.

Doch bis dahin vergehen noch ein paar Jahre. Das Wissen, welche Auswirkungen die Personalnot hat, ist zwar bei den Verantwortlichen teils bekannt, wird aber noch gerne abgesprochen oder relativiert.

Der Bericht ist ganz klar ein Beleg dafür, dass es mehr Polizisten braucht, um die Sicherheit besser gewährleisten und Straftaten verhindern oder aufklären zu können. Die vorhandenen Polizisten im Dienst tun ihr möglichstes, sie könnten aber noch mehr tun, hätten sie mehr Kollegen an ihrer Seite...
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"Hallo und schöne Grüße von der Polizei aus Göttingen.

Hier ein Bild von heute. Da haben wir einen Vogel vor dem Überfahren gerettet, als wir zufällig die Straße entlanggefahren sind. Polizei dein Freund und Helfer :)

Liebe Grüße von Tim und Sarah"
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Veranstaltungstipp: Blaulichtlauf Gelsenkirchen für einen guten Zweck

Am 9. August 2017 findet in Gelsenkirchen der alljährliche Blaulichtlauf, unter der Schirmherrschaft der Polizeipräsidentin Anne Heselhaus-Schröer, statt. Hierbei handelt es sich um einen Benefizlauf in verschiedenen Schwierigkeitsgraden, an dem jeder teilnehmen kann. Dieses Jahr werden auch erstmals Walker zugelassen.

Die Einnahmen werden wie immer einem guten Zweck gespendet und so erhalten dieses Jahr die Polizeistiftung Nordrhein-Westfalen und die Kinderklinik Bergmannsheil Buer die Einnahmen. Zur Anmeldung kann sich auch jeder ein Laufshirt zum Blaulichtlauf 2017 bestellen. Auch hier gilt, wie auch bei der Verpflegung: Die Einnahmen kommen den beiden Institutionen zu Gute.

Was: Blaulichtlauf 2017
Wo: Gelsenkirchen
Wann: 9. August 2017, ab 8 Uhr
Weitere Infos: https://www.facebook.com/Blaulichtlauf/?fref=mentions
Anmeldung: https://www.blaulichtlauf.de/
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Von Sven kommt dieser grandiose Bildgruß von DEM großen Event in Kiel:

"Guten Morgen aus Kiel. Die Kieler Woche ist bislang ruhig über die Bühne gegangen. Wir genießen den Sonnenaufgang an der Kieler Förde. Grüße Sven"
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"Liebe Abendgrüße aus dem Raum Meseberg von der Brandenburger Bereitschaftspolizei!
Jessi und Jil 🙂"

Liebe Grüße zurück 🙋🏻‍♂️ und passt immer gut auf euch auf!
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Flucht eines mutmaßlichen Einbrechers endet im Planschbecken
Polizistin in die Hand gebissen

Beim folgenden Vorfall kann man sich ein Grinsen nicht verkneifen, auch wenn der Täter die Kollegen angegriffen hatte. Letzteres ist natürlich nicht zu entschuldigen, auch wenn der Täter unter Drogeneinfluss stand.

Die Polizei Nordhessen wurde von aufmerksamen Zeugen darüber informiert, dass wohl eine fremde Person um die Häuser herum schleichen und hinein schauen würde. Da die Zeugen hier das Ausspähen für einen möglichen Einbruch vermuteten alarmierten sie folgerichtig die Polizei.

Die eingesetzten Kollegen konnten den mutmaßlichen Einbrecher noch antreffen und bei deren Anblick gab der 19-Jährige aus Göttingen sogleich Hackengas. Auf seiner Flucht stürzte er durch einen Garten und beschädigte hierbei drei Hundezwinger und das Plastikdach des Zwingers.

Dann stürzte er zweieinhalb Meter in die Tiefe. Doch das alles hielt ihn nicht auf und er setzte seine Flucht fort, bis die Kollegen ihn einholten und festnahmen. Während der Festnahme leistete er erheblichen Widerstand, wobei er nach dem Beamten trat und der Polizistin in die Hand biss.

Doch das alles half ihm gar nichts, landete er während der Festnahme in einem gefüllten Planschbecken. Hier war nun "Schluss mit lustig" und die Handschellen klickten. Seine Einlassung, er habe am Morgen Speed genommen, half ihm da auch nicht weiter. Im Gegenteil kommt nun eine Anzeige wegen Verstoß gegen das Betäubungsmittelgesetz hinzu.

Zudem muss er sich nun wegen Widerstandes gegen Vollstreckungsbeamte und Körperverletzung verantworten. Ob außerdem noch die Straftatbestände des Hausfriedensbruchs und des versuchten Wohnungseinbruchdiebstahls erfüllt wurden, werden die laufenden Ermittlungen zeigen.

http://www.presseportal.de/blaulicht/pm/44151/3665079

Ein ganz schön lange Straftatenliste für einen so jungen Menschen...

Da der Polizeibericht keine Einzelheiten über die Verletzungen der Kollegen enthält, wünschen wir vorsorglich alles Gute!
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