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Deutschland Österreich Schweiz SOCIAL MEDIA MONITORING+ANALYTICS Germany Austria Switzerland
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Auf Twitter lieferten sich sich Kai Diekmann und Jörg Kachelmann eine handfeste Auseinandersetzung.
Ausgelöst wurde das scheinbar durch einen Tweet, den Jörg Kachelmann zum derzeit herrschenden Krieg im Gaza-Streifen veröffentlichte.
Tatsächlich dauert der Zwist zwischen den Beiden schon deutlich länger und hat vermutlich einen ganz anderen Usprung.
Hierzu haben wir etwas recherchiert und das Ergebnis heute in einem Beitrag zusammengefasst.
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Facebook oder Twitter als "Trafficlieferant" ?

Laut statista ist diese Frage eindeutig zu beantworten. http://ow.ly/zu1Ic
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Bei der Govermedia 2014 ging es um den Einsatz von Social Media Monitoring und Analyse im Bereich öffentlicher Institutionen und Behörden, speziell auch bei der Bundeswehr.
Ein paar der zahlreichen auf der Veranstaltung gewonnenen Eindrücke haben wir zusammengefasst. http://ow.ly/yxXAW
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Sinnvoller Einsatz von RSS-Feeds und deren Auswertung

Der Einsatz von RSS-Feeds hat einen unschätzbaren Vorteil und damit neben dem tool-gebundenen Monitoring einer - meist im Einzelnen unbekannten - Vielzahl von Quellen seine unbestrittene Existenz- und Einsatzberechtigung: Sofern man sich nicht für einen Bulk-Download aus einer RSS-Suchmaschine entscheidet, ist jede beobachtete RSS-Quelle handverlesen. Es spricht also grundsätzlich viel dafür, dass einen die Ergebnisse, die der ausgewählte RSS-Feed liefert, auch wirklich interessieren.

Allerdings haben RSS-Feeds durchaus unterschiedliche Qualitäten: Teilweise werden RSS-Feeds für die unterschiedlichen Sparten einer Seite angeboten, was natürlich schon einen gewissen Komfort mit sich bringt. Ganz "exqusit" wird ein RSS-Feed-Angebot, wenn die Generierung eines RSS-Feeds auf der Grundlage einer individuell ausgelösten Seiten-Suche ermöglicht wird, man also trotz individueller Suche nicht nur alle aktuell verfügbaren Ergebnisse geliefert bekommt, sondern sich auch exakt alle künftigen der Suche entsprechenden Ergebnisse liefern lassen kann. In den meisten Fällen wird aber nur ein Universal-RSS-Feed für eine Quelle angeboten, mit der Folge, dass man gerade bei Nachrichtenseiten nicht gezielt eine Sparte oder ein Thema auswählen kann, sondern sich via RSS-Feed zunächst mal alle Ergebnisse ziehen muss, um dann ggf. durch Sichtkontrolle des Eingangs diejenigen Ergebnisse auszuwählen, die einen wirklich interessieren.

Zwei zur Veranschaulichung geeignete Angebote findet man zum Beispiel auf tagesschau.de (ARD) einerseits und heute.de (ZDF) andererseits. Beide Seiten bieten einen RSS-Feed für den gesamten Nachrichten-Stream an. Beide Seiten bieten im Frontend die Differenzierung nach Sparten/Rubriken an (z.B. Wirtschaft oder Sport). Beide Seiten verlinken überdies mit unterschiedlichen Themenschwerpukten auf ihre "Mutterseiten" oder andere "Tochterseiten".

Anwendungsbeispiel 1: Ausgehend von der jeweiligen Startseite wechselt man zur seiteninternen Sparte "Wirtschaft" und überprüft via Browser den dort jeweils angebotenen RSS-Feed. Ergebnis: Beide Seiten bieten auch unter "Wirtschaft" nur den allgemeinen und vollständigen Nachrichtenfeed an.
Beim Vergleich der Seiten muss man aber darauf achten, ob bei einem scheinbar seiteninternen Verweis nicht auf eine externe Seite verlinkt wird. Besipiel: Wer unter "heute.de - Rubriken" die Rubrik "Sport" auswählt, wird auf zdfsport.de verlinkt.

Anwendungsbeispiel 2: Auf tagesschau.de wird zu den jeweiligen Rubriken eine Sparte "Dossiers" angeboten. Auf heute.de findet sich ein entsprechendes Angebot unter "Themenschwerpunkte". Wählt man z.B. auf tagesschau.de unter "Inland" die "Dossiers", erhält man dort ebenfalls den allgemeinen und umfassenden RSS-Feed für alle Nachrichten. Begibt man sich auf heute.de in die Rubrik "Themenschwerpunkte", wird einem dort ein auf die "Themenschwerpunkte" reduzierter RSS-Feed angeboten.

Anwendungsbeispiel 3: Auf beiden Startseiten findet man rechts oben das Suchfeld für die seiteninterne Suche. Trägt man aus aktuellem Anlass in die Suchfelder das Suchwort "Ukraine" ein, erhält man auf beiden Seiten eine entsprechend gefilterte Nachrichtenliste. Auf beiden Seiten werden hierzu im Frontend noch eine Reihe zusätzlicher Filtermöglichkeiten angeboten.
Der Unterschied: Auf tagesschau.de wird einem auch zu den "Ukraine"-Ergebnissen (nur) der allgemeine RSS-Feed mit allen aktuellen Nachrichten angeboten. Auf heute.de wird demgegenüber ein der Suche nach "Ukraine" entsprechender RSS-Feed angeboten.

Heißt das nun, dass man ausschließlich auf die Differenzierung des jeweiligen RSS-Angebots eines Seitenbetreibers angewiesen ist, wenn man thematisch individuell zugeschnittene RSS-Feeds beziehen möchte ?

Die meisten Monitoring-Tools, ob kostenfrei oder kostenpflichtig, helfen einem bei diesem Thema nicht sehr viel weiter. Nur die wenigsten Tools verfügen über die Möglichkeit, RSS-Feeds in die Quellenkonfiguration einzubeziehen und sich auf diese Weise z.B. nur keyword-bezogene RSS-Feed-Ergebnisse anzeigen zu lassen (und auch zu analysieren).

Mit der Suchfunktion einiger RSS-Reader kommt man da schon weiter. Sie ermöglicht es einem zumindest, sich keyword-bezogene Ergebnisse auch über mehrere RSS-Feeds hinweg anzeigen zu lassen. Allerdings betrifft das dann eben nur das reine Monitoring. Eine Analyse mit individuell konfigurierter Auswertung, Visualisierung der Auswertungen und der Möglichkeit der Erstellung eines Reports bieten (und dann nur in der jeweils kostenpflichtigen Variante) nur wenige RSS-Reader.

Der Bedarf, RSS-Feeds (auch in großem Umfang mit mehreren Hundert oder sogar Tausend Feeds) permanent individuell zu überwachen und auszuwerten, steigt nach unseren Erfahrungen aber stetig.
Deshalb haben wir uns mit diesem Thema intensiv beschäftigt, mit dem Ergebnis, dass auch mit kostenfreien Mitteln und überschaubarem Konfigurationsaufwand ein individuell zugeschnittenes RSS-Feed-Monitoring mit -Analyse betrieben werden kann.
Wie das funktioniert, vermitteln wir in einem ganztägigen Workshop, der sich ausschließlich mit diesem Thema beschäftigt.

http://ow.ly/w40Ia
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von PRINT zu ONLINE zu PRINT ?
Dritter Anlauf: Gretchenfrage ? Online oder Print ?

Diese Frage hatte ich am Ende des voran gegangenen Beitrags für mich so gestellt:

Wie geht es für mich also weiter mit ONLINE ?`

Die eigentliche Frage ist aber, ob ich mich tatsächlich für das Eine und damit gegen das Andere entscheiden muss bzw. möchte. Diese Frage stellt sich im Übrigen nicht nur im Bereich Zeitung/Nachrichten, sondern auch im Bereich
Buch/EBook/Online-Literatur. Neulich war ich auf einer Veranstaltung des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels zum Thema "Social Media". Das Fachpublikum - "Fach" gemeint bzgl. Buchhandel, Verlage etc." - war zu einem Teil bereits in den
Sozialen Medien vertreten oder zumindest unterwegs, zu einem nicht unerheblichen - nach meinem Eindruck überwiegenden - Teil war das Publikum aber insoweit noch nicht online "angekommen". Dementsprechend bewegten sich die Redebeiträge im Bereich der sog. Basics, die meisten Fragen ebenfalls. Deshalb war die  Veranstaltung für mich aber umso interessanter, weil man sozusagen an die Quelle von weit verbreiteten  Missverständnissen, Ängsten und Nöten kam, die nach meinen
Erfahrungen in unseren Breitengraden immer noch sehr häufig symptomatisch sind, wenn es um die Frage geht, ob man sich von jahrzehnte- oder sogar jahrhundertelang bewährtem Terrain in die "neuen" Medien begeben soll ... die es mit unterschiedlichen Ausprägungen nun doch auch schon zwei bis drei Jahrzehnte gibt. Weit verbreitet ist dabei eine Neigung zum Schwarz-Weiß-Denken, nach dem Motto: "Ich gebe meine Überzeugung von der Qualität des Print-Mediums auf, wenn ich mich in die Online-Welt begebe". Als würde es darum gehen, seinen Umsatz künftig nur noch online machen zu können und den Print-Bereich selbst zu torpedieren, wenn man sich auf Online-Aktivitäten einlässt.

Mit dieser Schwarz-Weiß-Denke begibt man sich nach meiner Überzeugung direkt in die Sackgasse. Was der Print-Bereich z.B. an Aktualität nicht bieten kann, kann vielleicht der Online-Bereich an Tiefgang, greifbarer Qualität und Nachhaltigkeit nicht bieten. Mit anderen Worten: Wenn Robben in der 89. Minute des Champions League Finales das entscheidende Tor schießt, kann die Print-Zeitung das in Echtzeit über ihren Online-Auftritt, möglicherweise auch über einen Email-Verteiler, melden, gedruckt kommt es eben ersten am nächsten Morgen zum Kiosk. Oder: Wenn ich diesen Beitrag in zehn Jahren via Google suche, ist er vielleicht de facto nicht mehr existent, weil aus der Suchmaschine eliminiert, als gedruckte Ausgabe hätte er vielleicht die Chance, in irgendeinem Archiv vergraben zu sein oder auf einem Flohmarkt angeboten zu werden. Oder: Die Aufmachung einer Webseite oder eines EBooks kann noch so schön und phantasievoll gestaltet sein; wenn ich ein schön gestaltetes gebundenes Buch in den Händen halte und mich Seite für Seite voran lese, kann das - für mich - mit Sicherheit nicht durch die Lektüre am Bildschirm, Tablet oder EBook-Reader ersetzt werden.
Interessant ist in diesem Zusammenhang im Übrigen die Argumentation der EBook-Industrie, dahingehend, dass ich auf einem EBook-Reader z.B. 1000 Bücher mit mir rumtragen kann. Wozu ? Will ich im Urlaub 1000 Bücher lesen ? Will ich meinem
Besuch den EBook-Reader in die Hand drücken und ihm das Gefühl stehlen, beim kopfgeneigten Blick entlang der Bücherregale einen Einblick in mein Leben zu erhalten ? Und will ich mir - ganz banal - das Erfolgserlebnis nehmen lassen, in dem
ohnehin schon vollen Koffer doch noch zwei Bücher verstaut zu haben ?

Die Lösung liegt für mich in der Mitte, also in einem Mix aus Online und Print. Und das keineswegs im Sinne einer salomonischen Entscheidung, sondern als Ergebnis einer nüchternen Abwägung von Vorteilen des einen, wie des anderen Bereiches.
Ich habe z.B. keine gedruckte Tageszeitung mehr. Morgens beim ersten Kaffee bewege ich mich auf einem Netbook durch diverse RSS Feeds überregionaler und regionaler Zeitungs- und Nachrichtenangebote. Wenn mich ein Thema näher interessiert,
ermittle ich, ob dazu in der Druckausgabe des betreffenden Mediums mehr geschrieben steht und kaufe mir gegebenenfalls die entsprechende Einzelausgabe. Wenn ich eine  Installationsanleitung oder ein Handbuch online als pdf-Datei vorfinde, ziehe ich die Datei auf einen EBook-Reader, weil ich so wenig wie möglich mit Papier arbeite und weil es mich nervt, z.B. im Zuge einer Installation immer zwischen zwei Tabs hin und her springen oder auch nur horizontal zwischen zwei Bildschirmen hin und her schauen zu müssen. Manchmal drucke ich solche Unterlagen aber auch aus, weil ich z.B. in einem gedruckten Manual viel besser querlesen und auch mal schnell vor oder zurück blättern kann, als in einem elektronischen Medium. Beruflich benötigte Sachbücher nutze ich wegen der ständigen Verfügbarkeit gerne in der elektronischen Version. In meiner Freizeit ziehe ich aber die Lektüre gedruckter Bücher vor, und verschenkt werden auch auch nur gedruckte Bücher und keine EBooks. Wochenzeitungen und Nachrichtenmagazine kaufe und nutze ich gezielt und unregelmäßig, also vor allem dann, wenn dort etwas zu einem mich interessierenden Thema veröffentlicht ist. Und dabei stelle ich dann regelmäßig fest, dass die Qualität des Print-Mediums für mein Empfinden durchschnittlich besser ist, als diejenige des Online-Mediums. Das liegt natürlich nicht zwingend an der Qualifikation der Redakteure, sondern kann ganz verschiedene Gründe haben. So z.B. die Prämisse "Fasse
Dich kurz" bzw. "Der Text darf nicht länger werden, als die Sidebar reicht", bei deren Berücksichtigung insbesondere im Bereich komplexer Themen die Qualität auf der Strecke bleiben kann oder sogar zwangsläufig bleiben muss. Oder für den sicherlich nicht seltenen Fall, dass das Online-Medium nur als Appetithappen für das Print-Medium verstanden wird, man also bewusst Inhalte ausspart, die nur im Print-Medium oder in der kostenpflichtigen E-Paper-Ausgabe zu finden sind. Oder in den Fällen, in denen die Qualität der Aktualität geopfert wird, Beiträge also ersichtlich mit der heißen Nadel gestrickt sind, um jedenfalls schnell zu veröffentlichen, nicht aber unbedingt mit höchstem Qualitätsanspruch.
Qualitativ höherwertige und minderwertige Beiträge sind dabei nach meinen Erfahrungen innerhalb eines Online-Mediums zu finden, d.h., ich wage nicht zu behaupten, dass z.B. ein bestimmter Online-Auftritt einer Zeitung oder eines Magazins immer höher- oder immer minderwertige Beiträge veröffentlicht. Sicherlich auffällig und bedauerlich ist die Tatsache, dass sich Online-Medien zunehmend automatisch generierter und im besten Falle redaktionell vorgeprüfter Beiträge von
Nachrichtenagenturen bedienen, sodass ich in Online-Zeitung A, B und C identische oder nahezu identische Inhalte präsentiert bekomme. Peinlich wird es, wenn scheinbar selbst recherchierte Beiträge ersichtlich nur auf Agentur-Wissen zurückzuführen sind. Aber das kann einem im Online-, wie auch im Print-Bereich begegnen. Und natürlich darf man nicht verkennen, dass die - für meine Begriffe geringere - Qualität bestimmter Online-Zeitungen mit derjenigen ihrer Print-Ausgabe korreliert. Es entbehrt in diesem Zusammenhang nicht einer gewissen Ironie, das ausweislich einer heute veröffentlichten Meldung ausgerechnet für den Online-Auftritt der BILD-Zeitung via sog. Paywall Bezahlinhalte eingeführt werden sollen. Auf der anderen Seite gibt es auch Beispiele für eine in qualitativer Hinsicht sehr gelungene und stabile Symbiose zwischen Online und Print: Genannt seien hier beispielhaft nur CICERO-Online (www.cicero.de) und ZEIT ONLINE (www.zeit.de) .

Womit ich wieder beim Ausgangspunkt meiner Beiträge wäre: Ich habe eine ganze Woche benötigt, um die gedruckte ZEIT durchzulesen. "Durchlesen" hieß dabei: Alles, was mich auch nur ansatzweise interessierte, also nicht "Alles". Ich sah mich bei der Lektüre in meiner Einschätzung bestätigt, dass unter derzeitigen Umständen Print nicht durch Online abgelöst werden kann. Die Intensität, mit der sich Print einem Thema nähern kann, ist über Online nicht erreichbar. Print liest sich - so meine ganz persönliche Erfahrung - auch mit einer höheren Konzentration, als Online. Durch die Lektüre eines Print-Beitrags fühle ich mich nachhaltiger zum Nachdenken angeregt, als durch Online-Lektüre. Ich nehme mir beim Print-Lesen mehr Zeit, ich lasse den Blick zwischendurch auch mal ins scheinbar Leere schweifen und denke über etwas intensiver nach, was ich bei der Online-Lektüre in dieser Ausprägung nicht feststellen kann. Und dennoch können Print und Online für mich eine wertvolle Symbiose eingehen, wobei die von mir dargestellten Attribute Aktualität und Qualität keineswegs ausschließlich und als Einbahnstraßen zu verstehen sind. Bei der Lektüre der Print-ZEIT habe ich zwei Notizzettel - Vorder- und Rückseite - eng mit zitierten Fundstellen im Netz beschrieben, auf die in den Print-Beiträgen verwiesen wurde. Das verkörpert für mich den Idealfall des "dualen Systems": Beide Bereiche nach Bedarf nutzen, aus beiden Bereichen Inspirationen für den jeweils anderen Bereich mitnehmen. Auf dieser Grundlage könnten die Herausgeber und Verlage ihre Print- und ihre Online-Angebote viel bedarfsgerechter zuschneiden, sie sozusagen zu einer Einheit verschmelzen, in der beide Bereiche ihre eigenständige Bedeutung haben und der Leser- also der Kunde - nahezu zwangsläufig ermuntert wird, für mehr Qualität auch etwas bezahlen zu wollen. Die derzeitigen Diskussionen und Modelle um Bezahlinhalte lassen von derartigen Tendenzen leider wenig erkennen. Aber was nicht ist, kann ja noch kommen, und wird sicherlich auch kommen ... früher oder später.

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print4you - von PRINT zu ONLINE zu PRINT ?
Der zweite und dritte Gedanke ^MWA

Zuletzt stellte ich mir zwei Fragen: Wie ging es weiter und welchen Stellenwert hat Print heute für mich ? Heute ist doch das Meiste online. Wieso mache ich mir über dieses Thema also heute überhaupt Gedanken ?

Die Frage, welchen Stellenwert Print für mich heute hat, hängt - das nehme ich jetzt einfach mal vorweg - entscheidend davon ab, welche Qualitätsansprüche ich stelle. Ich kann die Frage auch anders stellen: Genügen Online-Beiträge (immer) meinen
Qualitätsansprüchen ? Bekanntermaßen bewegen wir uns ja schwerpunktmäßig in den Sozialen Medien. Wenn es darum geht, Informationen zu einem bestimmten Thema zu beschaffen, suchen wir online also in erster Linie auf Blogs, auf den
Online-Auftritten bekannter Medien wie Zeitungen und Fernsehanstalten (die wir aufgrund meist vorhandener Kommentierungsmöglichkeiten und angeschlossener Blogs den Sozialen Medien zurechnen) oder auch in den Sozialen Netzwerken und in Foren.
Was die tägliche routinemäßige Information über aktuelle politsche, gesellschaftliche und wirtschaftliche Themen betrifft, spielen die Print-Medien wie z.B. eine Tageszeitung für mich persönlich überhaupt keine Rolle mehr ... jedenfalls ist das im Moment noch so.
Wieso "im Moment" ? Ganz einfach: Weil ich mir zunehmend die Frage stelle, ob Online als maßgebliche tägliche  Informationsquelle denn wirklich ausreicht, sich wirklich ausreichend zu informieren. Dabei ist "ausreichend" sowohl hinsichtlich der Anzahl der angebotenen Themen zu verstehen, als auch bezüglich der Qualität der angebotenen Informationen.

Dazu muss man dann schon etwas weiter ausholen: In den Sozialen Netzwerken besteht ein wesentlicher Teil verbreiteter Inhalte ja aus Wiederholungen, d.h., viele Teilnehmer multiplizieren einfach die Leistung einzelner Verfasser, indem sie deren Inhalte - im besten Fall mit eigenem Kommentar, meist aber unkommentiert - weiter verbreiten. Insoweit kann man sogar feststellen, dass viele Teilnehmer sich ausschließlich darauf beschränken, die Inhalte anderer Verfasser unkommentiert weiterzuleiten. Die Qualität eines Inhalts wird in einschlägigen Kreisen dann gerne nach dessen sog. "Reichweite" bemessen, also danach, wie häufig ein Inhalt an möglichst viele Teilnehmer mit ihrerseits möglichst hoher Reichweite weitergeleitet wurde.
Wenn wir mal - was keineswegs selbstverständlich ist - davon ausgehen, dass ein Inhalt tatsächlich das Ergebnis einer eigenen intelektuellen Leistung des Verfassers ist, wird die Qualität dieses Inhalts von den sog. "interessierten Kreisen" also gerne
nach der Häufigkeit von Weiterleitungen und der Anzahl der damit erreichten Teilnehmer bemessen, aber nicht zwingend auch nach der Aussage- und Überzeugungskraft des Inhalts selbst. Legt man die derzeit verbreiteten Maßstäbe zur Qualitätsmessung in diesem Sinne zugrunde, ist es also überwiegend wahrscheinlich, dass einer heute veröffentliichten, in Recherche und Aussage fundierten Abhandlung zum Thema "Internet und  Basisdemokratie" eine weitaus geringere "Qualität" zugesprochen wird, als der schlichten Wiedergabe einer Agenturmeldung, wonach Tumblr von Yahoo gekauft worden ist. Wahrscheinlich erhält sogar ein "einflussreicher" Account dafür, dass er die Tumblr-Meldung lediglich retweetet, einen deutlich höheren Qualitästbonus zugesprochen, als der Verfasser des sorgfältig recherchierten Beitrags zum "Internet und Basisdemokratie". Nach objektiven Maßstäben wäre es zwar mit Sicherheit umgekehrt, diese Maßstäbe spielen in den Sozialen Medien
aber immer seltener eine entscheidende Rolle.

Diese Entwicklung führt dazu, dass diejenigen, die ganz gezielt auf der Klaviatur des Erfolgs in den Sozialen Medien spielen, Inhalte oftmals nur noch als Transportmittel sehen, wobei es nur darauf ankommt, DASS etwas transportiert wird, und weniger
bis überhaupt nicht darauf, WAS und WIE (gemeint ist: mit welcher Qualität) es transportiert wird. Das musste ich zu meiner Überraschung anlässlich einer Recherche in der vergangenen Woche selbst erfahren: Es ging um ein sehr aktuelles und in den
Sozialen Medien derzeit weit verbreitetes Thema, das nach unseren Feststellungen auch in den Online-Auftritten von Zeitungen und Fernsehanstalten umfangreich behandelt wurde. Aus bestimmten Gründen wollten wir alle mit diesem Thema
beschäftigten Verfasser ermitteln und zusammenfassen. Also gingen wir den ermittelten Quellen jeweils auf den Grund und erwarteten, dass es ein Leichtes sein würde, die Verfasser der jeweiligen Beiträgen zu identifizieren. Dabei mussten wir aber
feststellen, dass viele der als einschlägig ermittelten Beiträge auf unterschiedlichen Quellen denselben Verfasser hatten, nämlich den Redakteur einer Nachrichtenagentur. Auch das ist eine Qualitätsfrage, die ich mir bei Online-Medien zunehmend stelle:  Genügt es meinen Ansprüchen, reproduzierte, im besten Fall durch Copy&Paste, im schlechtesten Fall halb- oder vollautomatisch reproduzierte Inhalte präsentiert zu bekommen, deren Inhalt 0% eigene Leistung des veröffentlichenden Mediums enthält ?

Diese Frage kann man sich natürlich auch bezüglich einer Vielzahl von Blogs und bezüglich der in Sozialen Netzwerken verbreiteten Inhalte stellen: Ohne große Anstrengungen findet man im Netz - oftmals kostenfreie - Tools, mit deren Hilfe man einen Blog befüllen oder einen Twitter-Account bedienen kann, basierend nur auf einer einmalig hinterlegten Konfiguration über gewünschte Inhalte nach Thema oder Keyword und gewünschte Veröffentlichungsfrequenzen, -intervalle und -zeitpunkte. Mit
derartigen Tools kann man - halbautomatisch oder automatisch - von Dritten geschaffene Inhalte sogar so umstellen, vielleicht auch entstellen, dass Gemeinsamkeiten mit dem Ursprungstext jedenfalls auf den ersten Blick nicht mehr erkennbar sind.
Das führt dann z.B. dazu, dass auf Blogs ohne dahinter stehende intellektuelle Leistung mit hoher Frequenz und vielleicht zu völlig unterschiedlichen Themen gepostet werden kann. Oder auch dazu, dass über einen Twitter-Account zahlreich Tweets und Retweets abgesetzt werden, ohne dass Inhalte und Qualität zuvor kontrolliert worden sind. Und das Ganze am besten 24 Stunden am Tag. Grenzen werden hier nicht durch den gesunden Menschenverstand oder durch einen Qualitätsanspruch an
die eigene "Arbeit" gezogen, sondern allenfalls durch die - nennen wir es mal so - SEO-Bremse, die - natürlich ebenfalls unter Zuhilfenahme technischer Unterstützung - dann gezogen wird, wenn hochfrequente oder im Text identische
Verbreitungsmaßnahmen sich durch in einem Tool wie Google oder Twitter integrierte Filter unter SEO-Gesichtspunkten eher nachteilig auszuwirken drohen. Und ich spreche jetzt noch nicht mal von den teilweise katastrophalen Ergebnissen, die bei
Einsatz solcher Tools veröffentlicht werden, sei es, weil die Konfiguration nicht richtig vorgenommen worden ist, oder sei es, weil das Tool einfach nicht in der Lage ist, zu differenzieren, abzuwägen, zu qualifizieren.

Wo die redaktionell-intellektuelle Leistung noch nicht völlig verdrängt ist, spürt man darüberhinaus deutlich das Diktat einer anderen stark verbreiteten Tendenz: "Ein Beitrag darf nicht zu lang sein", "Höchstens xxx Zeichen", "So lang, dass man nicht scrollen muss", etc. etc. . Dabei haben die Berater im Gegensatz zu entsprechenden Vorgaben im Print-Bereich natürlich nicht technische Kapazitäten im Blick, sondern die statistisch und/oder durch "Studien" nachgewiesene begrenzte Aufnahmefähigkeit und/oder -bereitschaft des potenziellen Lesers. Der Online-Leser ist also ein fauler Leser, ein flüchtiger Leser oder ein beschränkter Leser, der nicht in der Lage und/oder nicht bereit ist, längere Inhalte zu konsumieren.
Das führt dazu, dass Online-Abhandlungen zu komplizierten und komplexen Themen oftmals wie beschnitten wirken und dadurch auch eine Art Entstellung erfahren. Es scheint nur noch darum zu gehen, zu einem bestimmten Inhalt zu veröffentlichen, und nicht darum, diesen Inhalt möglichst umfangreich, ausgewogen und qualifiziert zu beleuchten. Dass unter derartigen  "Beschneidungen" die Qualität zu leiden hat, liegt auf der Hand und kann als allgemein bekannt unterstellt werden, und zwar
insbesondere auch auf Seiten der für die betreffenen Veröffentlichungen verantwortlichen Personen. Daraus wird aber  keineswegs der Schluss gezogen, dass man Restriktionen bezüglich des Umfangs einer Veröffentlichung im Interesse der Qualität lockern oder aufheben sollte. Im Gegenteil, oftmals kommt - ebenfalls unter SEO-Gesichtspunkten - eine weitere Restriktion hinzu, nämlich die "SEO-freundliche" Gestaltung eines Textes. Spätestens dadurch verlieren Veröffentlichungen nicht selten einen letzten Rest an Qualität und werden für den auf Qualität bedachten Leser unzumutbar und uninteressant im Sinne von ungenießbar.

Das klingt alles sehr besorgniserregend, qualitätskritisch und damit negativ. Wie geht es für mich also weiter mit ONLINE ?

(Hierauf gibt es demnächst eine Antwort)
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Von PRINT zu ONLINE zu PRINT ?
Erste Gedanken: Ein ganz  persönliches Back to the Roots ^MWA

Also es war so: Ich befand mich zu einem bestimmten Thema in regem Skype-, Email- und Twitter-Austausch mit einem sehr geschätzten Online-PR-Berater und Blogger. Da erreichte mich seine Twitter-Direktnachricht mit dem Hinweis auf einen Artikel in der aktuellen Ausgabe der ZEIT .... Print-Ausgabe.
Ich will nicht sagen, dass ich irritiert war, aber als - noch nicht mal nativer - Internet-Mensch war mein erster Gedanke: "Es geht doch um Online, das muss es doch auch online geben". Also rein in ZEIT.de, dort auf die Suchmaschine und den zentralen Begriff der Überschrift - "Vergiftung" - eingegeben ... dann eine Menge Treffer gefunden, unzählige Treffer, aber kein Hinweis auf den betreffenden Artikel, dafür aber zu Themen wie Syrien, Nordkorea und den Eurovision Song Contest.

Es gibt den Artikel also tatsächlich nur in der Print-Ausgabe bzw. in der kostenpflichtigen E-Paper-Ausgabe ? Nachdem es sich nicht um einen Eilfall handelt, entscheide ich mich dafür, die ZEIT mal wieder als Print-Ausgabe zu kaufen. Das wiederum hat eine kleine Geschichte:

Früher, als ich Student war, gab es die ZEIT nur als gedruckte Ausgabe. Ich hatte sie abonniert, also kam sie jede Woche bequem mit der Post. Und das sah dann so aus: Anfangs zeitnah nach Eingang durchgeblättert, gesichtet, vielleicht schon den 
einen oder anderen Artikel gelesen, ansonsten mental gespeichert, was noch interessant sein könnte, dann kam was anderes dazwischen, also die ZEIT erst mal weggelegt. Wenn es gut lief, in den Tagen danach noch ein- oder zweimal Zeit gefunden, den einen oder anderen "gespeicherten" Artikel zu lesen, dann wieder weggelegt. Ruckzuck war eine Woche rum, die neue ZEIT war im Briefkasten, aber ... die Ausgabe der Vorwoche noch nicht annähernd komplett durchgelesen. Das Problem potenzierte sich von Woche zu Woche: Die aktuelle Ausgabe wurde nach einiger Zeit im besten Fall noch angeblättert, vereinzelt ein Artikel gelesen, beim Weglegen auf einen ganz bestimmten Stapel wurden noch zwei oder drei Blicke in vorangegangene Ausgaben geworfen. Immer wieder hörte ich mich stumm sagen: "Da steht wirklich Interessantes drin, Du musst Dir mehr Zeit dafür nehmen", aber ohne erkennbare Wirkung. Schließlich die erste Phase der Resignation: Die neue Ausgabe der ZEIT - gefühlt immer dicker und schwerer, lässt sich kaum falten - landet aus Platzgründen direkt auf dem Ablagestapel, verbunden mit der Erkenntnis, dass man die Erstlektüre ja auch von dort aus aktivieren kann. Der Stapel, anfangs noch in einem Regal gestartet, wandert auf den Boden, neben dem Schreibtisch, er wächst Woche für Woche, die ZEIT kommt meinem Auge also von Woche zu Woche näher, rückt in einer sich fortschreitend entwickelnden Resignation vor der erdrückenden Masse an Papier, Informationen, Bildern und Druckerschwärze gewordenem Intellekt aber tatsächlich immer weiter von mir ab. Schließlich, der Stapel hat mittlerweile die Tischkante erreicht und dient teilweise als Tischverlängerung
zur Ablage von Skripten, Büchern oder sonstigen - wichtigeren ? - Unterlagen, wird die ZEIT sogar zur Belastung und Bedrohung: Zur Belastung, weil man jede Woche den Stapel freiräumen muss, um die neueste Aufgabe oben drauf zu legen (so viel 
Ordnung muss sein), zur Bedrohung, weil schon der Anblick des durch die neueste Ausgabe blockierten Briefkastenschlitzes eine Mischung aus Ärger über mich selbst und schlechtem Gewissen hervorruft ... wieso nahm ich mir nicht einfach die 
erforderliche Zeit für die ZEIT, um mich zu informieren, um andere Meinungen kennenzulernen, um mich zu bilden, um noch informierter mitreden zu können ? Wieso gab ich Geld für das Studentenabo aus, ohne mir den Gegenwert durch Lektüre 
abzuholen ? Wieso ignorierte ich durch Nichtlesen die geballte journalistische Leistung der Redakteure und Autoren ? Ich war doch (seinerzeit) auch politisch engagiert. Da wäre es doch ein MUSS, sich durch regelmäßige und umfangreiche Lektüre u.a.
der ZEIT auf dem Laufenden zu halten. Umso mehr, als sie damals zwar vielleicht etwas links von der Mitte stand, aber im Gegensatz zur sonstigen damaligen Zeitungslandschaft deutlich und erfrischend neutraler positioniert war, als Springer, SPIEGEL und Co. .
Dann kam der Punkt, an dem etwas geschehen musste: Der Stapel war so hoch geworden, dass er nicht wirklich mehr auch nur annähernd als Verlängerung des Schreibtisches dienen konnte. Außerdem drohte er wegen zunehmender Instabilität 
umzufallen. Ich musste also handeln. Gesagt, getan: Im Zuge einer samstäglichen Putz- und Aufräumaktion kam auch der ZEIT-Stapel dran. Von oben nach unten Zeitung für Zeitung in die Hand genommen, komplett, wenn auch schnell, 
durchgeblättert, in kurzen aufeinander folgenden Sequenzen beurteilt und entschieden, was wichtig und was weniger wichtig sein könnte, was wichtig ist, wird zum Zwecke künftiger Lektüre heraus gerissen und seinerseits gestapelt, was unwichtig ist, 
wandert - anfangs schweren Herzens - auf den Altpapierstapel. Nicht nachlassen, dran bleiben, es vergeht Stunde um Stunde, ich werde genervt und genervter, nicht über die ZEIT, sondern wegen der ZEIT, bzw. wegen meiner Unfähigkeit, das 
"Problem" ZEIT rechtzeitig in den Griff zu bekommen. Deshalb werde ich auch kritischer in der Beurteilung dessen, was wichtig und was unwichtig ist. Was anfangs noch wichtig war, ist jetzt vielleicht unwichtig, ich muss den "wichtig"-Stapel jetzt 
niedrig halten, sonst habe ich ganz schnell wieder dasselbe Problem, und die neuen Ausgaben kommen ja auch wieder, Woche für Woche. Am (vorläufigen) Ende der stundenlangen Aktion habe ich müde Augen, Staub in den Atemwegen und das
objektiv durch nichts begründete Gefühl, "etwas getan" zu haben. Der Stapel ist weg, die nicht erledigte Lektüre aus dem Sinn, die Dinge sind in dem Sinne neu geordnet, dass ich die ToDos bzw. ToReads auf ein wirklich wichtiges und bedeutsames Minimum reduziert habe, und ich habe den festen Vorsatz, diesen wie durch stundenlanges Köcheln reduzierten "Fond" an ZEIT-Artikeln kurzfristig zu lesen und es künftig besser zu machen. [Ach ja, wichtig ist zum Gesamtverständnis noch die Information, dass ich damals auch DAS PARLAMENT abonniert hatte, ebenfalls so eine im Grunde wertvolle, wöchentlich erscheinende Publikation, deren Schicksal vergleichbar der ZEIT eigenartigerweise dahingehend besiegelt war (und ist ?), zu einem nicht unerheblichen Teil bei Abschluss des Druckvorgangs schon ungelesenes Altpapier zu sein, was übrigens mal eine Untersuchung zur Umweltbilanz von Print-Journalismus wert wäre.]

Doch es kommt anders: Der Vorgang wiederholt sich mindestens einmal, nach meiner Erinnerung sogar zwei- oder dreimal. Ich stelle mich also wöchentlich für kurze Zeit und in größeren Abständen jeweils für mehrere Stunden den 
Herausforderungen der ZEIT, bis ich eines Tages, nach der letzten mehrstündigen Evaluierungs-, Reduzierungs- und Qualifizierungsaktion den Entschluss fasse, das Abonnement zu kündigen. Die Kündigung selbst verfasse ich in einem Gefühl der Enttäuschung über mich selbst, des Zweifels an der eigenen intellektuellen Leistungsfähigkeit und - ja, man liest richtig - des schlechten Gewissens gegenüber der ZEIT bzw. allen ZEIT-Verantwortlichen, weil durch die Kündigung der Eindruck 
entstehen könnte, ich fände die ZEIT aus welchen Gründen auch immer schlecht, während ich sie doch im Gegenteil ganz gut finde, mich ihr nur zeitlich nicht gewachsen fühle.
Die Zweifel an meiner intellektuellen Leistungs- bzw. besser Einsichtsfähigkeit wurden in diesem Zeitpunkt dadurch genährt, dass ich feststellen musste, bis auf wenige Ausnahmen noch nicht einmal in der Lage gewesen zu sein, die in stundenlanger Selektionsarbeit heraus gefilterten Extrakte der ZEIT zu lesen, bis sie schließlich, im Moment des Entschlusses zur Kündigung des Abos, ebenfalls ungelesen im Altpapier landeten. Das war - mit wenigen Unterbrechungen - das doch eher unrühmliche Ende meiner Bemühungen, regelmäßig der gedruckten Informationsflut nur einer Wochenzeitung Herr zu werden. Das war auch - zusammen mit dem Stichwort "paperless" - der Auslöser meiner Begeisterung für alle Technologien, deren Zweck es war und ist, den Menschen von bedrucktem Papier zu befreien.

Wie ging es weiter und welchen Stellenwert hat Print heute für mich ? Heute ist doch das Meiste online. Wieso mache ich mir über dieses Thema also heute überhaupt Gedanken ?

(Hierzu demnächst mehr)
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Wir recherchieren ja tagtäglich, mit Unterstützung von Tools, "halbautotmatisch" oder manuell.
Heute sind wir im Zuge einer Recherche einerseits auf einen schon einige Monate alten, aber unverändert aktuellen und unseres Erachtens vor allem sehr bemerkenswerten Artikel von Frank Schirrmacher, Mitherausgeber der FAZ, gestoßen. Titel: "Zukunft des Journalismus - Das heilige Versprechen" ( http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/medien/zukunft-des-journalismus-das-heilige-versprechen-11970610.html ). In diesem Artikel beschäftigt sich Frank Schirrmacher sehr eingehend und anspruchsvoll mit Gegenwart und Zukunft des Online-Journalismus; wie gesagt, wirklich lesenswert.
So weit, so gut. In diesem Beitrag geht es am Rande auch um Bezahlinhalte. Und wie zu diesem Stichwort geschaffen, haben wir dann exakt zu diesem Thema und konkret im Zusammenhang mit diesem Artikel folgende Erfahrung gemacht:
Zunächst fanden wir den Beitrag ohne weiteres über die erweiterte Google-Suche, mit einer exakt definierten Begriffskombination und beschränkt auf die Website-URL der FAZ. Hier wurde uns unter anderem der Link zu dem zitierten Artikel ausgeworfen, ein Klick auf den Artikel brachte uns unmittelbar zum Artikel selbst.
Einige Zeit später, der Tab mit dem betreffenden Link war bereits geschlossen, wollten wir den Artikel noch einmal aufrufen. Diesmal gingen wir nicht über die erweiterte Google-Suche, sondern über die interne Suchfunktion auf faz.net . Auf diesem Weg wurden wir auch sofort fündig, aber siehe da: Der Artikel war entgegen der voran gegangenen Suche über Google nicht mehr direkt aufrufbar, sondern wurde als Bestandteil des Archivs angezeigt, mit der Maßgabe, dass man den Artikel gegen Zahlung eines Obulus' von 2 Euro wieder aus dem Archiv graben könnte (sh. beigefügten Screenshot).
Ein sofort durchgeführter "Cross-Check" ergab, dass derselbe Artikel über die erweiterte Google-Suche unverändert gratis verfügbar war (und ist).
Natürlich stellt sich hier die Frage, wo denn der Mehrwert liegt, für den man bezahlen soll, wenn derselbe Artikel auf anderem Weg gratis zur Verfügung steht. Und natürlich kann man auch fragen, worin denn der Mehrwert liegt, wenn für einen ursprünglich kostenfreien Inhalt bezahlt werden soll, bloß weil er schon im Archiv gelandet ist. Das Archiv wird von der Zeitung mit allen Zugriffsmöglichkeiten ja ohnehin aus ureigenen Interessen unterhalten, wo ist also der Mehraufwand ?
Ganz grundsätzlich fragt sich aber, ob die Bezahlhürde ein vielversprechendes Mittel ist, Online-Inhalte gewinnbringend bzw. zumindest ansatzweise kostendeckend zu vermarkten. Denn die Leser "zahlen" ja schon recht umfangreich: Dadurch, dass sie sich mit Aufruf der Seite als Adressat für Werbung zur Verfügung stellen, dadurch, dass sie die Inhalte weiter verbreiten, dadurch, dass sie kommentieren und dadurch die Werthaltigkeit des Werbeplatzes erhöhen.
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Bekanntermaßen wird Google Reader Ende Juni 2013 abgestellt. Und Google Alerts geriet in den vergangenen Wochen und Monaten wiederholt in die Kritik, weil Zweifel an der kontinuierlichen Qualität und Zuverlässigkeit dieses Dienstes laut wurden.
Im Zuge dessen wurde und wird verstärkt nach Alternativen zu Google Alerts gesucht und darüber auch ausführlich berichtet. Der Anbieter eines Social Media Monitoring Tools behauptete sogar, das "bessere" Google Alerts - ebenfalls kostenfrei - anbieten zu können.
Wir haben uns mit diesem Thema in der jüngeren Vergangenheit sehr intensiv beschäftigt. Dabei haben wir zunächst einmal versucht, begrifflich den Unterschied zwischen einem "Alert" - also einer Warn-/Alarmmeldung - einerseits und der regelmäßigen Benachrichtigung über Suchergebnisse aus einer selbst aufgesetzten Recherche andererseits herauszuarbeiten.
Das führte uns zu dem Zwischenergebnis, dass man sich natürlich nicht wegen eines neu veröffentlichten Suchergebnisses "alarmieren" oder "warnen" lassen muss. Vielmehr ist der "Alert" typischer Bestandteil einer Konfiguration im Social Media Monitoring, ausgerichtet auf bestimmte z.B. Problem- oder Konfliktfälle, mit der Aufgabe, einen verantwortlichen Personenkreis (nur) in eben diesen Problem- oder Konfliktfällen sehr schnell, nach Möglichkeit in Echtzeit, über die problematische oder konfliktbeladene Veröffentlichung zu unterrichten. Demgegenüber ist die routinemäßige Unterrichtung über neue Suchergebnisse eher selten so dringlich, dass sie der Einrichtung eines "Alerts" bedarf. Vielmehr sollte hierfür eine an den individuellen Bedürfnissen und Gewohnheiten des einzelnen Nutzers orientierte Lösung gewählt werden, für die aus unserer Sicht fünf Qualitätskriterien im Vordergrund stehen:

- Individuelle und vielseitige Konfiguration der Recherche
- Möglichst vollständiges und transparentes Quellenmaterial
- Unterrichtung möglichst zeitnah nach Veröffentlichung
- Keine "Streuverluste" durch gewählte Übertragungsart
- Geordnete und übersichtliche Darstellung der Suchergebnisse

Anhand dieser Auswahlkriterien sind wir zu folgenden Ergebnissen gekommen:

1.
Für die Erfassung nahezu aller Quellen in den Sozialen Medien und im gesamten Web eignen sich RSS Feeds hervorragend.

2.
Lösungen, die Suchergebnisse erst in einem gesonderten Tool verarbeiten und dann per Email zustellen, liefern oftmals unvollständige Ergebnisse und verursachen teilweise massive Verzögerungen im Vergleich des Veröffentlichungszeitpunktes mit dem Zustellzeitpunkt. Überdies lassen derartige Lösungen meistens jede Transparenz hinsichtlich der ausgewerteten Quellen vermissen.

3.
RSS Feeds lassen sich auf vielfältige Weise - auch z.B. im Rahmen eines Email Clients wie Mozilla Thunderbird - erfassen, ordnen und abbilden, wobei sich die Verarbeitung der RSS Feeds den individuellen Anforderungen der Nutzer sehr weitgehend anpassen lässt. ------

Zusammenfassend vertreten wir nach sorgfältiger Überprüfung die Auffassung, dass Email-"Alerts" in der praktischen Anwendung des Social Media Monitoring für echte Warn- und Alarmfälle unabdingbar erforderlich sind, in der routinemäßigen Sammlung, Ordnung und Abbildung von Suchergebnissen aber insbesondere unter Qualitätsgesichtspunkten nichts zu suchen haben.
Auch im Rahmen eines Social Media Monitoring machen Alerts aber nur dann einen Sinn, wenn sich die Auslösung eines Alerts nach sehr individuellen Kriterien konfigurieren und einschränken lässt.

Wer sich zu dem Thema etwas intensiver informieren möchte, kann sich auf  http://socialmediadach.de den Artikel "Sensation Email Alerts" und die Artikelserie "Alternativen zu Google Alerts", Teile 1-5, ansehen. Dort wird anhand von Beispielen anschaulich erläutert, wie man Recherchen und deren Ergebnisse mit sehr überschaubarem Aufwand organisieren und nutzen kann. Dabei haben wir übrigens ausschließlich kostenfreie Lösungen dargestellt und besprochen.

Für Anregungen, Kritik und eigene Erfahrungsberichte oder Tipps zu diesem Thema sind wir dankbar. Wer weitergehende Fragen hat, kann sich gerne mit uns in Verbindung setzen.
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Visuelles Storytelling ist überall. Auf Pinterest, Facebook und Google Plus, um mal in der virtuellen Welt zu verbleiben. Hier ein paar Gedanken, wie man sich dem Thema von einer Kommunikations-Perspektive aus annähern kann.
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