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Stefan Matthias Aust
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Torsten und Tina und Gerrit* bitten um eine kleine Spende, um eine Übersetzung von http://cheatyourownadventure.co.uk/ zum GRT anbieten zu können. Ich bewundere das Engagement, finde das Spielchen aber sehr speziell und unter der Annahme, dass Abenteuerspielebücher ein Relikt der 80er sind, wäre meine Vermutung, das Ding richtet sich eher an Wiedereinsteiger denn Neulinge.

Andererseits, der GRT weiß ja auch nicht so recht, an wen er sich eigentlich richtet und somit passt es schon :-)

* nachgetragen, auch wenn das die Alliteration zerstört :-)

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Fortsetzung zu [1] und [2]. Die Fragen findet ihr bei [3]. Auf Wunsch der Verwaltung in einem Stück, dafür poste ich dann auch die nächsten vier Tage nix.

Dies bitte heute lesen

50: Nein. Heißt es nicht auch, dass man aufhören soll, wenn's am Schönsten war?

19: Nein – nicht das ich wüsste. Erstaunlicherweise muss ich auch inzwischen kaum noch erklären, was Rollenspielen ist – höchstens, dass es auch ohne Computer funktioniert.

24: Nein. Also so gut wie gar nicht. Vielleicht einmal im Jahr. Zu Weihnachten hatte ich mir für 1,23 € Masters of Orion gekauft weil ich durch den Stay Forever Podcast inspiriert war. Das habe ich dann einige Stunden gespielt.

99: Schlimm. Ich könnte theoretisch Rollenspielbücher lesen. Auch wenn ich mehr Spiele als PDF denn auf Papier habe, ist der Stapel der ungelesenen Bücher bestimmt einem Meter hoch. Andererseits, würde ich die lesen wollen, hätte ich die Zeit wahrscheinlich schon vorher gefunden. Wenn nur das Internet weg ist, könnte ich ja auch alle PDFs lesen - jedenfalls die, die nicht nur in der iCloud liegen. Ich könnte auch spazieren gehen. So in Richtung Büro. Vielleicht ist da ja Internet…

73: Ja und ja. Mich interessiert insbesondere die Geschichte des Rollenspiels und da sind Designers & Dragons von Applecline oder Playing at the World von Peterson fantastische Bücher. Letzteres ist allerdings sehr, sehr trocken.

49: Nicht wirklich. Ich habe einige für DCC, aber mehr aus Neugier und Sammelleidenschaft, als das ich da wirklich am Inhalt interessiert war. Das letzte deutschsprachige Fanzine habe ich wohl Anfang der 90er in den Fingern gehabt.

15: Grundsätzlich gerne, auch wenn ich befürchte, dass mich die Tatsache eines wiedererweckten Gygax oder Arneson ablenken würde. Ich glaube, ich würde gerne Wil Wheaton kennenlernen, auch wenn es um ihn in den letzten Jahren sehr still geworden ist, können dann doch der Rollenspiel-Fanboy und der Startrek-Fanboy in mir gemeinsam jubeln.

80: Ich blogge nicht. Jedenfalls noch nicht. Ich lerne gerade, wie man Artikel (Tutorials zu Dart & Flutter) auf Medium veröffentlicht. Mit OBS habe ich jetzt glaube ich auch eine nicht zu umständliche Lösung gefunden, wie ich Fensterinhalte aufzeichnen und zu animierten GIFs machen kann (Medium kann leider keine echten Videos einbetten). Theoretisch könnte man da auch was zu Rollenspiel schreiben, habe ich aber auf der Plattform ehrlich gesagt noch nie bemerkt. Softwerker sind dort relativ stark vertreten.

56: Ganz früher habe ich mal Zinnfiguren (jedenfalls 'ne Metalllegierung und kein Plastik) gekauft und bemalt – noch früher sogar "echte", d.h. flache historische Zinnfiguren, aber das ist ein anderes Thema. Für ein Abenteuer habe ich auch mal Flipchart-Papier (dessen Kästchen rein zufällig perfekte Battlemaps im 1" Format abgeben) bemalt und in einzelne Dungeon-Räume zerschnitten. Eine Zeit lang haben wir mit Holzpöppeln (von denen ich bestimmt noch 50 Stück habe) gearbeitet. Grundsätzlich bin ich aber der "theatre of the mind"-Typ. Online finde ich, gerade zusammen mit "fog of war" aber eine Karte recht stimmungsvoll.

66: Erfahrungspunkte finde ich als SL extrem lästig. Wenn es geht, vermeide ich sie oder fahre sie so weit zurück, dass ich relativ großzügig Punkte überschlagmäßig verteile – etwa wenn in einem OSR-System die Charaktere nicht alle gleich weit entwickelt sind, weil sie zu unterschiedlichen Zeiten ins Spiel (weil der vorherige Charakter verstarb) eingestiegen sind. Was die erste Frage mit jetzt mit Klassen zu tun hat, erschließt sich mir nicht. Ich würde stattdessen sagen, ich präferiere Systeme, wo man kompetent einsteigt und dann nur noch mäßig besser wird.

Dies bitte morgen lesen

67: Nein, immer noch nicht, auch wenn ich das jetzt zum zweiten Mal beantworte.

58: Ich verfolge (beinahe täglich) rsp-blogs.de. An deutschsprachigen Podcasts fallen mir Eskapodcast, DORPcast, System-Matters, Ausgespielt (außer die quasseln ewig über Fernsehserien), 3W6 und Questlog ein. Auf englisch höre ich auch noch ein Dutzend oder so, exemplarisch nenne ich mal Fear of a Black Dragon, Save for Half, Another Question und natürlich Ken & Robin Talk About Staff.

89: Schon wieder eine Insel? Letztes Mal nahm ich irgendwie automatisch eine Südseeinsel an. Eigentlich würde ich aber echt gerne mal Island besuchen. Oder die Färöer Inseln. Da nehme ich dann statt einer luftigen Villa lieber ein gemütliches Eigenheim in Holzbauweise mit einer roten Tür (die bitte auch niemand schwarz anstreichen möge) mit. Internet ist auch selbstverständlich. Und wenn ich wählen kann, dann bitte so einen schicken schwarzen iMac Pro. Da aber ja wohl fünf Rollenspielbücher gemeint waren: Warhammer Fantasy 4 in der limitierten Ausgabe, weil ich mich derzeit an diesem Buch erfreue, Art & Arcana, weil ich das noch lesen (bzw. begucken) will, Pendragon 5.1 aus dem selben Grund, die deutsche Version von Swords & Wizardry die bestimmt toll wird und Ironsworn, weil es zur Insel passt. Als Personen bitte einen SL und Mitspieler.

87: Die Artikellänge finde ich egal. Wovon es IMHO aber schon zu viel gibt, sind Blogs, die Inhalte anderer Blogs als "News" reformulieren oder zusammenfassen, ohne das zu kommentieren, zu bewerten oder sich anderweitig damit auseinander zu setzen.

83: Ja. Sowohl als Spieler als auch als SL möchte ich immer wieder überrascht werden und dann im Spiel herausfinden, was nun passiert. Mein längstes umfangreichstes Experiment in der Beziehung war meine Cornstorm-Saga wo ich absolut alles den Würfeln überlassen habe. Und es ist eine tolle Geschichte dabei entstanden – sagte mir der eine oder die andere.

3: Ach nö, nicht zum dritten Mal.

1: Leider nein, würde ich aber ehrlich gesagt gerne, da ich mir das sehr stimmungsvoll vorstelle. Einmal haben wir's geschafft, ein DCC Weihnachtsabenteuer kurz nach Weihnachten ("zwischen den Tagen") zu spielen. Das war nett. Aber kein Vergleich mit der Idee, alles unter ein Motto zu stellen und sich 110% darauf einzulassen.

49: Was ist überhaupt ein Fanzine? Ein von Fans produziertes Magazin – im Gegensatz zu einem professionell produzierten Magazin. Und professionell heißt erst mal nur, dass das mit der Absicht des Geldverdienens gemacht wird, aber nicht, dass es besser ist. Sollte es sein, sehe ich aber häufig nicht. Sind Magazine (aus Papier) überhaupt noch ein Ding? Sehe ich auch nicht. Haben nicht Blogs die Fanzines abgelöst? Jeder der etwas schreiben will, kann es problemlos tun. Problem ist nur, die potentielle Leserschaft auch zu erreichen. Ich würde übrigens ein Zine dann kaufen, wenn ich den Machern damit meine Anerkennung ausdrücken will und da ist das Mittel der Wahl inzwischen wahrscheinlich Patreon.

13: Ja. Abenteuer habe ich meist auf dem Tablet, manchmal auch auf dem Notebook dabei. Und ich habe den Traum, weitere Software professionell zu entwickeln.

82: Nein. Ich habe mal ein Fanzine als Klubzeitung des AKF (Arbeitskreis Fantasy an der Kieler Uni) herausgegeben, aber das ist schon lange her. Ich wollte eigentlich meine Cornstorm Saga mal herausbringen, habe mich dann aber nicht durchringen können. Und schreiben von Texten in einer untergehenden Community zählt wohl nicht als herausgeben, oder?

Dies bitte übermorgen lesen

53: In der Heimrunde ja, zum Teil seit über 25 Jahren. Online wechselt es stärker, und gerne würde ich sogar mit noch mehr unterschiedlichen Leuten spielen. Früher einmal haben wir in der Heimrunde recht konsequent die Spielleiter rotiert, heutzutage ist es durch Beruf und Familie schwerer und der Job bleibt immer an den selben "kleben". Daher genieße ich es, Online meist Spieler zu sein.

95: Hangouts – und das Spiel online per Videochat – möchte ich nicht mehr missen. Ich frage mich nur, wieso gerade 1989? Das WWW erblickte 1993 das auf einem NeXT-Cube im CERN das Licht der Welt. Das eigentliche Internet (Kommunikation basierend auf dem IP-Protokoll* und darauf aufbauend mittels TCP/IP) gibt es seit 1974. Im Usenet (welches erst per UUCP und später meist per NNTP verteilt wurde) wurden 1992 die de.*-Gruppen (z.B. de.rec.spiele.rpg.misc) gegründet, englische Gruppen gab es aber schon Ende der 80er. Ich bin relativ sicher, dass ich 1989 per FTP Rollenspielmaterial gezogen habe, anfangs per FTP-Mail, weil die ganze Informatik an einer 2MBit-Leitung hing und wir mit den Daten sparsam umgehen sollten und natürlich nicht direkt "ins Netz" konnten. Aber es gab ja Mail.

* ja, ja, ich weiß, das "P" in "IP" steht für Protokoll, aber wer mit einer geistige Stabilität größer als 30 spricht vom I-Protokoll oder alternativ vom TC-Protokoll auf dem I-Protokoll?

45: Ja. Sie kommen meist aus den Regelbüchern oder Abenteuern, weil ich gerne Systeme verwenden, die Zufallstabellen für genau so wichtig halten wie ich. Außerdem habe ich eine (selbstgeschriebene) App dafür.

30: Wenn wir nicht von Snacks oder eine Banane reden, sondern von "richtigem" essen, dann gerne, wenn dafür das Spiel unterbrochen wird.

1: Ach, ich beantworte einfach 2: Midgard 1, 1984. Ein Freund hat mich eingeladen mitzuspielen. Also bauten wir einen strohdummen Zwergenkrieger mit Stärke 100 und ähnlich hoher Konstitution, den ich dann Aurus nannte. An das erste Abenteuer kann ich mich nicht erinnern, ich vermute, es war was selbst ausgedachtes und irgendwie war da ein Gefängnisausbruch und später die Eroberung einer Burg – einen Abend lang haben wir nacheinander gegen alle Burgwachen gewonnen.

20: Wieso indirekt? Wenn ich meine, meine Idee ist besser, stelle ich sie als "wäre es nicht besser, wir machen X" zur Diskussion stellen und wenn sich keine Mehrheit findet, eben den anderen folgen.

87: Ein guter Blog stellt die Artikel in den Vordergrund und verzichtet auf ablenkenden Kram rundrum, wie ihn leider viele Wordpress-Installationen mit diversen Plug-Ins bieten. Mir gefällt ein minimalistisches, aber typografisch professionellen Layout, wie es z.B. (aber nicht nur) Medium bietet. Und man verzichte bitte auf all diese "Social"-Buttons. Wenn ich's teilen will, dann ist es mir auch möglich die URL selbst zu kopieren.

34: Ich möchte, da bei einem Kampf alles auf dem Spiel steht. Ein Kampf nur so zum Spaß oder gar, weil das System es erfordert, dass der SL langsam die Ressourcen der Charakter abnutzt, mag ich zunehmend weniger. Nahezu optimal finde ich Barbarians of Lemuria, wenn man die Superkräfte durch Heldenpunkte einmal weglässt. Die Charaktere haben genug Lebensblut, um nicht durch einen unglücklichen Zufallstreffer zu sterben, können aber von zwei oder drei guten Treffern erledigt werden. Nach einem Kampf kommen die verlorenen Punkte aber relativ schnell wieder, sodass es keine starke Todesspirale gibt.

23: Würde es eine schicke DCC-Tasse oder ein T-Shirt geben und wäre das erschwinglich, was den Versand angeht, würde ich sofort zuschlagen. Will sagen, ja, ich wäre für Merch zu haben. Bei einem T-Shirt würde ich mir zudem wünschen, dass Eingeweihte die Gleichgesinnten erkennen können, man es aber dennoch problemlos in der Öffentlichkeit tragen kann – ein kleines aber feines eher abstraktes Motiv würde ich einem gewaltigen Bauchbild vorziehen. Und bitte keinen URLs auf dem T-Shirt, dass ist so letztes Jahrhundert.

54: Eine längere Kampagne würde ich lieber spielen denn leiten. Als jemand, der alle paar Tage etwas anderes gut findet, bin ich eher ein Fan von One-Shots. Dabei spiele ich explizit auch gerne, um ein System auszuprobieren, nicht nur um eine Geschichte zu erleben – also um z.B. Spaß an einem bestimmten Würfelsystem zu haben.

Dies bitte überübermorgen lesen

68: Nein. Hätte ich aber manchmal schon gerne. Meist spielen wir im Wohnzimmer und ab und zu auch in der Firma nach Feierabend, wenn die Mitarbeiter weg sind.

24: Nein. Ich spiele nur mit Computern.

65: Da auch dies eine Dublette ist, hänge ich mich mal daran auf, dass ich es wichtig finde, zwischen Charakter und Spieler zu unterscheiden. Ich werde daher wahrscheinlich keinen Zauber finden, sondern mein Charakter. Ich würde wohl in jedem Fall teilen, meine Charaktere in der Regel auch, aber wenn ich wirklich versuche, mal ein Arschloch zu spielen, vielleicht nicht. Ich wiederum mag aber Kooperation im Spiel und nicht Spieler gegen Spieler und diesem Wunsch müssen sich auch meine Charaktere beugen. Daher würden sie's wohl unterlassen, die Gruppe zu hintergehen. Falls doch, würde ich zusehen, die Zustimmung der anderen Spieler (aber natürlich nicht deren Charaktere) zu erhalten.

30: Gnaaa. Wenn normale Anstandsregeln gewahrt bleiben, meinetwegen.

73: Ja und Ja.

69: Nein. Nur zugeschaut in Form von Let's Plays.

72: Macht das Kaufen von Publikationen noch Spaß, so empfinde ich das Lesen dieser – insbesondere wenn es umfangreich ist – als anstrengend. Ehrlich gesagt würde ich gerne das eine oder andere als Hörbuch konsumieren.

5: Beides. PC interpretiere ich mal als "Online" und nicht, dass ich Computer-Rollenspiele spiele, was ich nicht tue. Online finde ich anstrengender, aber intensiver, wenn man fokussierter ist. Es funktioniert für mich aber eigentlich nur, wenn ich die anderen auch sehe. Zum Teil ist das einfach das Ding, dass ich sehen möchte, mit wem ich spiele. Da stört mich ehrlich gesagt schon, wenn sich die Person hinter einem Pseudonym verbirgt, aber das nur nebenbei. Wichtig ist aber, dass ohne Video doch viel von der Intension verloren geht und vor allen Dingen schwieriger wird, Pausen zu vermeiden, wo gerade niemand was sagt, weil keine weiß, ob er dran ist oder anders herum, sich die Leute unbeabsichtigt laufend ins Wort fallen. Nein, ich streame nicht. Ich spiele aus total egoistischen Gründen und nicht für Zuschauer.

67: Nein, nein und nochmal nein.

8: Das enttäuschende M20 nannte ich ja schon. Wenn ich mal die vier Bände im Schober der Trudvang Chronicles als ein Buch definiere, dann ist das wunderschön illustriert und abgesehen von den mir zu altbacken-crunchigen Regeln extrem stimmungsvoll was Magie und Hintergrund angeht. Hätte Riotminds nicht so ein mangelhaftes Kommunikationsverhalten und eine ebenso mangelhafte Termintreue, hätte ich jetzt eigentlich auch schon die Kampagne, von der ich mir noch mehr nordische Stimmung verspreche. Vielleicht kann man TG ja mit den Regeln von Forbidden Lands spielen? Mach doch bitte mal jemand eine Konvertieren fertig! Danke.

Dies bitte über^3morgen lesen

Es folgen die letzten 5 Fragen. Warum habe ich eigentlich nicht geschummelt, als ich die 85 gewürfelt habe und so wie andere behauptet, eine 3 oder 12 gewürfelt zu haben. Wie immer sind die Antworten hier [1].

Diesmal habe ich doppelte Antworten vermieden und noch einmal gewürfelt.

57: Ja. Bzw. Jein. Das Durchblättern muss mir Lust machen, da auch reinzulesen. Dazu müssen die Illustrationen mich nicht nur ansprechen, sondern auch passen. Bei Numenéra empfinde ich die Bilder bzw. als wahllos zusammengesucht. Das hat so keinen Wert. Und der Text kann mich auch noch auf andere Weise einladen: Durch gutes Layout. Eine professionelle Typografie kann nicht nur Übersicht schaffen, sondern auch wie Illustration einladen, in den Text einzusteigen. Vagabonds of Dyfed fällt mir hier als positives Beispiel ein.

4: Ich weiß es nicht, vielleicht 200? Ich spiele davon eins pro Woche, wenn's hochkommt. Ein dauerhaftes Lieblingssystem habe ich nicht, aber schon mal einen Favoriten für einige Wochen oder Monate, selten Jahre. Früher hätte ich mal RuneQuest (bzw. Basic Roleplay) genannt, dann GURPS und schließlich Savage Worlds. Alle würde ich heute aus unterschiedlichen Gründen nicht mehr nennen. Eine Tendenz zu Universalsystemen ist aber erkennbar. Hintergrundwelten sind für mich eher austauschbar. Und ja, manchmal sammle ich auch Systeme, einfach nur um sie zu haben und nicht, weil ich sie spielen möchte.

98: Nein.

32: Ist mir ehrlich gesagt total egal. Ich würde nie sagen, jemand muss viel spielen um auch darüber reden bzw. schreiben zu dürfen.

37: Kunstwerk. Zum Arbeiten (also lesen und daraus leiten) habe ich PDFs, die gehen nicht kaputt, wenn man sie nach 25 Jahren aufklappt, so wie meine alten GURPS-Bücher. Und manchmal sind Luxus-Ausgaben auch toll. Zu Weihnachten habe ich mir die Limited Edition von Warhammer Fantasy geschenkt und sie ist einfach nur edel. Würde ich damit wirklich arbeiten wollen, würden mich die vielen kleinen Fehler im Buch ärgern, die allesamt vermeidbar durch ein besseres Lektorat gewesen wären und niemand je ändern kann. Da ist ein PDF, welches hoffentlich ab und an korrigiert wird, schon deutlich praktischer.

#W100xW100

[1]: https://plus.google.com/+StefanMatthiasAust/posts/Vo46SHHSzub
[2]: https://plus.google.com/+StefanMatthiasAust/posts/VPDTcZZAk7g
[3]: https://gelbe-zeichen.eu/1w100-random-blog-encounters/

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Woran man merkt, dass Rollenspiel im Mainstream angekommen ist…

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Fortsetzung zu [1]. Die Fragen findet ihr bei [2].

29: Ich verschaffe mir einen Überblick und versuche es dabei in die Menge der mir bereits bekannten Systeme einzuordnen. Wenn dann Seitenzahl klein genug und Interesse groß genug ist, versuche ich zuerst, den grundsätzlichen Würfelmechanismus (wie macht man Proben) zu verstehen. Danach schaue ich mir den Prozess der Charaktererschaffung an, überspringe dabei aber Listen von Klassen, Talenten oder Fertigkeiten – ebenso Zauberlisten. Dann baue ich einen Charakter und lese dazu so viel, wie unbedingt sein muss. Dann schaue ich mir Gegner oder andere Herausforderungen an und mache mir ein Bild der Wahrscheinlichkeiten. Wenn das alles passt, werfe ich vielleicht auch einen Blick in die Hintergrundbeschreibung.

70: Nein und ja. Wobei "gerne" bedeutet, dass ich wenige ausgewählte Serien verfolge, die auch im Hinblick auf das Zuschauen produziert wurden – Dice Camera Action ist da aktuell mein Favorit. Was ich nicht ertrage sind rohe Mitschnitte einer Runde, die vielleicht für die Teilnehmer sehr spannend war, für den Zuschauer aber Längen und/oder zu viel offtopic Geblödel enthält. Was ich auch meide sind Serien, wo Zuschauer durch Geldzahlungen in das Spiel eingreifen sollen.

74: Ich sammle nicht, ich horte – seit vielen Jahren. Sowohl in Papierform als auch Digital. DCC Abenteuer kaufe ich z.B. einfach deswegen möglichst komplett, weil es mir Spaß macht. Bundles of Holding finde ich auch äußerst verlockend. Bei DriveThruRPG habe ich mehr als 1000 PDFs in der Library.

48: Neue Version? Installieren! Ich bin jemand, der Chrome in aus dem Developer-Channel bezieht, weil die Beta-Version oder gar die stabile Version nicht aktuell genug ist. Ihr wisst doch, dass ihr Googles Browser in 4 Varianten bekommen könnt? Canary ist aber selbst mir neu und potentiell instabil. Ach, im Rollenspiel? Unter der Annahme (mit der Ausnahme, dass das bei Savage World für mich nicht zutrifft) das neue Versionen Verbesserungen bedeuten, schaue ich mir sie an und steige wenn möglich darauf um. Sofort. Mit der ersten Beta. Living on the Edge if possible.

14: Ich weiß nicht ob ich's schaffen würde, aber versuchen täte ich es: Das eigene System zu schreiben. Ehrlich gesagt würde ich aber eher programmieren – einfach nur so zum Spaß für mich.

59: Etwas über ein Jahr Berge des Wahnsinns, knapp 30 Sitzungen. Das war dann auch schon ziemlich besonders. Damit ich auch guten Gewissens zusagen kann, würde ich das normalerweise auf ~12 Sitzungen beschränken. Den Rest hatte ich schon beantwortet. Ich beantworte hier doppelt gewürfelte Zahlen auch gnadenlos doppelt.

18: Keine Haustiere. Kaffee. Zwerg. Gut.

89: Ich sag mal so: Ich würde die Personen danach auswählen, wie ich ihre Fähigkeit einschätze, wieder die Insel verlassen zu können. Mitnehmen würde ich genug Strom, einen schnellen Internetanschluss und mein MacBook Pro. Außerdem eine moderne Villa mit Klimaanlage und WLAN und ein iPad Pro, um in dessen Reichweite bequem in einer Hängematte unter Palmen ein paar Rollenspielbücher zu lesen.

67: Ja, aber optional.

93: Wir hatten im Spiel Spaß, nicht nur am Tisch. Ich erinnere mich gerne daran zurück oder träume sogar davon. Als SL hat es so funktioniert, wie ich's mir vorgestellt habe und vor allen Dingen hat die Zeit gereicht.

3: Wir sind bis zu 7 Leute, selten haben aber alle Zeit. Unter 3 Leuten spielen wir nicht. Als SL mag ich es, wenn 3 oder 4 aktive Mitspieler dabei ist.

35: Das ich die D&D-Filme ertragen habe, schrieb ich schon. Ich würde mir allgemein (noch) mehr Informationen (egal ob Film oder Buch) über die Geschichte des Rollenspiels wünschen und insbesondere auch über deutsche Spiele. Wo ist also der Film über Midgard und DSA? Orkenspalter?!

33: Ja.

21: Neben dem offensichtlichen Punkt, dass ich gerne kreativ und kooperativ in der Gruppe spiele, macht mir das Sammeln Spaß und das Beschäftigen mit doch zum Teil recht komplexen Regelsystemen. Außerdem das Reden (bzw. Schreiben) darüber. Längst nicht mehr so stark wie früher finde ich außerdem die Herausforderung "system mastery" spannend. Ich bin aber auch jemand, der in seiner Jugend einfach nur mal so zum Spaß Z-80 Maschinencode lesen konnte … den Hexdump wohlgemerkt, nicht Assembler.

86: Ja. Ich vermute, dass nicht gemeint ist, sich einen Eimer Eiswasser über den Kopf zu gießen, sondern, eine Community-Aktion und davon habe ich hier zwei oder drei losgetreten. Dies wird ja vielleicht auch eine :)

51: Als SL das Rollenspiel der Mitspieler unterschiedlich bewerten zu sollen bedeutet, wenigstens einem der Spieler zu signalisieren, nicht so gut gewesen zu sein wie die anderen. Warum sollte ich das tun? Ich mag EP eh nicht. Wenn schon steigern sein muss, dann wenn es in die Geschichte passt.

77: Ein strohdummer Zwergenkrieger mit Stärke 100 (natürlich im Beisein des Spielleiters ausgewürfelt, wie es damals so üblich war) und ähnlich guter Konstitution für Midgard 1, den ich einige Jahre gespielt habe.

11: In 20 Jahren bin ich Rentner. Wenn ich dann immer noch spielen könnte, wäre das toll. Ich wüsste nicht, warum ich aufhören sollte. Wahrscheinlich werde ich grantiger werden, die Jugend nicht mehr verstehen und mich dann modernen Strömungen verweigern, aber solange ich noch meine alten PDFs öffnen und lesen kann (was leider gar nicht so selbstverständlich ist, versuche doch heute mal ein 40 Jahre alte Datenformat zu lesen), ist doch alles gut. Mehr Angst macht mir da, erlebt zu haben, wie Demenz mir den Vater genommen hat, den ich kannte und liebte und eine leere Hülle zurückgelassen hat, die nur noch so aussieht.

80: Ich blogge nicht. Ich schreibe nur Texte. Zu dem, womit sich mein ruheloser Geist gerade beschäftigt bevor er zu einem anderen Thema weiterzieht.

81: Ja. Ich benutze beide Begriffe synonym für alle, die sich mehr mit (meist technischen oder zumindest gesellschaftlich nicht als normal akzeptierten) Themen beschäftigt, als es "üblich" wäre und darin mit Begeisterung aufgehen. Das finde ich sehr positiv und bewundernswert. Die gerade von dem Macher des Eskapodcasts immer wieder erwähnte Scham vor dem Hobby kann ich so gar nicht nachvollziehen. Ganz platt: Ich bin stolz darauf, ein Nerd zu sein.

Noch 45. Puh.

Ich habe versucht zu überschlagen, wie viele Fragen ich doppelt (oder sogar dreifach) beantworten werde und komme da auf 25% (bzw. 6%). Doppel-Puh.

#W100xW100

[1]: https://plus.google.com/+StefanMatthiasAust/posts/Vo46SHHSzub
[2]: https://gelbe-zeichen.eu/1w100-random-blog-encounters/

Heute Abend Lust und Zeit zum Rollenspiel und suche eine Online-Runde für alles außer Superhelden :)

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Das hier [1] war zwar für 2018 gedacht, aber ich mache das jetzt einfach 2019, indem ich 1W100 x 1W100 würfle und fließig Antworten schreibe – das wird die Zeit bis wir hier rausgeschmissen werden schon füllen…

100: Würde gerne mal zum GenCon, aber nicht solange Trump an der Macht ist.

47: Selten. Ich halte es für wichtig, bin aber extrem schlecht darin, sodass mir eigentlich nie One-Shots gelingen, was mich ein bisschen ärgert. Irgendwie ist der Abend (wir spielen in der Regel 3-4 Stunden) immer kürzer als das Abenteuer.

3: Maximal 7, 3-4 Mitspieler finde ich SL optimal. 7. Wir haben die Regel, dass wir unter 3 (also 1 SL und 2 Spieler) nicht spielen.

59: 1 Jahr und einen Tag. Wie ich eben schrieb, spielen wir normalerweise 3-4h, online ist es häufig eher 3h denn 4h. Ich würde gerne mal erleben, wirklich einen ganzen Tag zu spielen.

75: Rollenspielbezogen fällt mir spontan Greg Stafford ein. Einfach mal "Hallo und Danke." zu sagen. Meinetwegen auch Gygax, wenn Greg gerade nicht da ist. Sandy Petersen und Steve Jackson habe ich beide mal kurz kennengelernt. Da habe ich das leider versäumt, denke ich. Und fiktiv… schwer. Aus einem Rollenspielsetting? Fällt mir nix ein. OK, doch, Jean-Luc Picard. Auf Seiner Enterprise würde ich sofort mitfliegen…

35: Ja. Und sie waren schlecht, richtig, richtig schlecht. Okay, den dritten fand ich noch am wenigstens schlecht. Diesen isländischen Film habe ich auch geschaut. Den würde ich fast schon gut nennen. Und warum? Weil es unterhaltsam war. Ansonsten habe ich gerade beim Kickstarter für eine Dokumentation über die Anfänge des Rollenspiels mitgemacht (Secrets of Blackmoor). Da hoffe ich auf spannende (im Sinne von etwas über die Leute und das Spiel verratende) Interviews.

40: Den künstlichen Spielleiter in App-Form entwickeln, wo man einstellen kann, ob man eher Gygax oder Mercer haben will, der Abenteuer entwickelt und unterhaltsam präsentiert und der ganzen Gruppe ermöglicht zu spielen. Das wird toll.

41: Egal.

92: Ich würde weiterziehen zum nächsten System, da ich das eh alle paar Jahre machen und nicht das eine System habe. Los gings mal mit Midgard, dann kam RuneQuest, danach irgendwann GURPS und Mage, dann Savage Worlds und jetzt, nun, ich mag viele Systeme.

13: Ja.

12: Ja. Sehr viel Geld. Und ja, ich hasse es, wenn nicht zeitgerecht geliefert wird. Das passiert leider viel zu häufig und mit Begründungen wie "es soll ja gut sein". Denn das halte ich für selbstverständlich und nicht für eine Funktion der Zeit. Das große Problem ist, dass all dies Systeme nur eine geringe Halbwertszeit haben und dann, wenn ich sie 2 Jahre zu spät halte, für mich total uninteressant geworden sind. Chaosium, die mich mit Orient Express und CoC7 haben jahrelang hängen lassen, habe inzwischen weitestgehend verziehen, nicht aber Pelgrane Press für TimeWatch und zusammen mit Rob Heinsoo für Glorantha. Riotminds ist auch alles, nur nicht termintreu. Und auch wenn ich kein betroffener bin, bin ich der Meinung, dass Prometheus Games nicht weiter existieren sollte, dafür was sie mit ihren Unterstützern gemacht haben.

47: Ich will weder, dass die Mitspieler am Tisch sich betrinken, bekiffen oder Sex (miteinander?) haben.

17: Nein.

65: Da ich nett bin (bilde ich mir ein) sind auch meist meine Charaktere zum Teilen bereit, selbst wenn es vielleicht der Gesinnung widersprechen würde. Da aber IMHO die wenigstens Charaktere Stupid-Evil sein sollten, kann sich auch der eigennützigste Charakter ausrechnen, dass es eine dumme Idee sein könnte, das, was er in der Welt noch am ehesten als Freunde bezeichnen würde, zu hintergehen und daher finde ich's auch stupide, eine "das würde mein Charakter aber so machen" Begründung für derartiges Verhalten zu zücken.

8: Knapp 900 Seiten für das für mich sehr enttäuschende deutsche M20-Magus. Enttäuschend, weil ich sowohl den äußeren Einband in langweilig lila als auch die lieblos in das Layout gepresste verkleinerte Schrift entwertend finde.

34: Weder noch. Ich mag investigative Abenteuer und solche, die mich zum Finden ungewöhnlicher "out-of-the-box" Lösung motivieren. Würfel wärmen bei Kämpfen, bei denen es um nichts wirklich geht, finde ich genau so langweilig, wie einfach nur abhängen. Das hingegen kann ich in Maßen genießen, insbesondere wenn man den Begriff etwas weiter fasst und er alles umfasst, womit sich der Charakter beschäftigen könnte, etwa auf einem Schneemobil aus der Berghütte noch schnell kurz vor der Dämmerung in die Kleinstadt zu fahren, um kistenweise Cola zu kaufen, einfach weil's geht und so gar nichts mit dem Abenteuer zu tun hat.

27: Vielleicht würde ich sie mögen, wenn ich sie häufiger erlebe, aber meist spiele ich distanziert und versuche sehr bewusst, nicht mich selbst mit einem Reaktionen und Moralvorstellungen zu spielen, sondern eine andere Figur.

88: Nachdem ich mir ein zünftiges Spielzimmer eingerichtet habe, würde ich einen Rollenspielverlag kaufen und natürlich mitreden wollen, was Produktion und Produkte angeht. Und weil ich glaube, dass dann immer noch Geld über wäre, würde ich den Rest wohl in die Entwicklung einer Alternative zu Roll20 stecken.

6: Ich kaufe. Geld ist (mittlerweile) nicht so das Problem wie Zeit und andere sind häufig auch kreativer. Zudem sehe ich mich als SL mehr in der Rolle des Regisseurs denn des Autoren und finde daher gut, ein Drehbuch zu haben, das ich dann in der Regel etwas anpasse.

80: Ich blogge nicht. Ich schreibe höchstens hier viel zu lange Texte wie diesen hier, in den Hoffnung, ein paar +1 für's Ego zu bekommen.

Ich denke, das reicht erst mal :)

#W100xW100


[1]: https://gelbe-zeichen.eu/1w100-random-blog-encounters/

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Schöne Liste, aber 18b muss ich streichen! Rouge? Ernsthaft! Und jetzt komme mir keiner mit 18c. Denn Rechtschreibung und Grammatik sind zwei unterschiedlich Dingens.

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Da ja alles besser mit Cthulhu wird, erwartet uns dieses Jahr eine deutsche Version von Sandy Petersens Nicht-Call-Of Cthulhu sondern Mythos nicht nur für D&D 5 sondern auch für Das Schwarze Auge!

Siehe letzter Absatz im verlinkten Artikel. Oder hat Petersen da was durcheinander gebracht? Wie auch immer, Borbarad (oder wie hieß der Typ mit dem Raumschiff?) war also vielleicht nur ein Diener Nyarlathotep – so viel muss da dann 2019 in Aventurien umgeschrieben werden ;-)

Mir gefällt der PbtA-Regelmechanismus (2W6+Modifier → 10+ klappt, 7–9 klappt mit Einschränkung, 6– klappt nicht) und ich rechne Apocalypse World (AW) hoch an, dass es (aus meiner Wahrnehmung) das erste Spiel war, welches den Prozess des Rollenspiels (also der Dialog am Tisch und nicht einfach nur Charaktererschaffung und Kampf) in Regeln (Prinzipien & Agenda des SL) gefasst hat.

Aber…

War klar, dass da jetzt ein "Aber" kommt, oder?

Mit dem in AW implizierten Setting kann ich [so schrieb ich am 6.12.2016, denn von damals stammt der Text, den ich glaube ich nie veröffentlich habe] nichts anfangen.

Ich verspüre keine Lust, in einer FUBAR (Fucked Up Beyond All Repair) Welt menschliche Abgründe auszuloten. Ich verspüre auch wenig Lust zu einem Player vs. Player Spiel. IMHO ist beides zusammen mit sehr viel Gewalt und einer nicht zu kleinen Priese Sex der erklärte (und absichtlich provokante) Kern von AW.

Dabei sind die Playbook, die ich mir angeschaut habe, alle durchaus interessant aufgebaut, aber fast jedes impliziert den Konflikt in der Gruppe oder zumindest, dass jeder Spieler seine eigene Agenda verfolgt und man so bestenfalls parallel zueinander spielt.

Es kommt ein nicht jugendfreier Rant, weil ich versuche, mich dem sprachlichen Stil von AW anzupassen.

Schauen wir uns die SL-Prinzipien an:

Kotze die Apocalypse aus Es ist alles scheiße und die Spieler sollen's spüren. Die Welt ist kein netter Platz, sie ist kaputt, und flickt dich, wenn du sie nicht zuerst fickt. Menschenleben sind wertlos – alles ist wertlos. Los, erschieß dich!

Neutraler formuliert könnte man sagen, der SL soll die Welt drastisch vermitteln und damit gehe ich ja prinzipiell konform. Dieses AW-Prinzip ist aber gerade nicht neutral, sondern "depri" pur. Und das ist nur der Anfang.

Sprich die Charaktere an, nicht die Spieler Dagegen ist nichts zu sagen. Ich spiele allerdings auch gerne in der dritten Person, weil ich so besser verhindern kann, dass ich handle und nicht mein Charakter und es einfacher ist, Gedanken und Emotionen auszusprechen. Gleiches gilt für mich in der Spielleiterrolle.

Zieh deine Züge durch und tue so, als ergäben sie sich aus der Geschichte. In Wirklichkeit willst du die Spieler ficken. Du willst, dass die Charaktere getrennt und hilflos sind. Du willst sie in die Scheiße reiten. Du will willst sie bedrohen. Du will sie verletzen. Du willst ihre Sachen wegnehmen. Du willst sie bezahlen lassen. Locke sie mit einer Chance, aber lass sie dafür bluten. Leg sie mit ihren eigenen Zügen rein. Oder bedrohe sie ganz einfach. Hell, yeah!

Auch hier verstehe ich grundsätzlich die Motivation: Es geht um "Action" und es geht darum, dass immer etwas passiert. Aber warum verfickt noch mal, geht es nur darum, sie jedes verfickte Mal ihre eigene Scheiße fressen zu lassen? Das ist "PC vs. SL" pur, wobei der SL sogar ganz regelkonform ein Arschloch sein darf bzw. muss.

Zerstöre, was dir gehört Als SL gehört dir alles außer den Charakteren und lass sie spüren, dass du dieses alles zerstören kannst, nein willst, nein sicher wirst, wenn sie nur einem Moment nicht aufpassen. Schließlich ist dies die verfickte Apocalypse. Und es sind deine verfickten wertlosen NSCs. Todgeweiht, nebensächlich, so egal, wie ein Scheißehaufen auf der Straße einer namenlosen Großstadt.

Benenne NSCs und mach sie menschlich – denn das macht den Schmerz um so größer, wenn sie schließlich sterben. Du musst sie nicht töten, du kannst sie auch verstümmeln oder sonst wie quälen. Ist scheißegal.

Stelle provozierende Fragen und baue darauf auf Karl, schlägst du deine Mutter noch? Aha, du hat eine Katze in deiner Wohnung? evil grin Du hast sie schon länger nicht gesehen und da ist so ein Geruch…

Auch hier ist mir klar, was gemeint ist, aber muss die Beispielfrage in den Regeln ausgerechnet "wie fühlen sich ihre Lippen unter deiner Hand an (mit der du ihr den Mund zuhältst während …)" sein? Oder sehe ich da schon Gespenster? Nein, das ist eine Vergewaltigung.

Ficke mit den Spielern herum und belohne sie überraschend Dreh den Spielern die Worte im Mund um und amüsiere dich dabei. Zum Wohl der Geschichte natürlich. Natürlich!

Beispiel? Gerne: "Marie, du wolltest, dass Roark alle außer Joes Mädchen tötet und sie lebend zu dir bringt. Du hast aber nicht gesagt, dass sie unversehrt sein soll und so hat Roark ihr Gesicht zu Brei geschlagen und alle Knochen gebrochen. Das Mädchen liegt im Koma, lebt aber wie gewünscht noch."

Und dann, wenn sie nicht damit rechnen, gib ihnen, was sie wollen, denn das wird sie erst recht misstrauisch machen.

Sei ein Fan der Spieler Ach, fick dich selbst, Baker.

Zu seiner Entschuldigung muss ich erwähnen, dass er schon sagt, als SL soll man das Leben der Charaktere nicht immer sondern nur meistens schlimmer machen. Und ja, dies ist der Absatz wo er sagt, man soll kein Arschloch sein, aber das klingt so wie wenn Marquis de Sade sagt, dass ein bisschen Schmerzen noch niemandem geschadet haben.

Neutral gesehen ist das ein wichtiger und guter Appell, dass es darum geht, miteinander und nicht gegeneinander zu spielen und dass sich der SL mit den Spielern über ihre Erfolge freuen sollte. Dennoch in der Art und weise wie der Rest beschrieben ist, eine Gradwanderung.

Denk dran, die Welt dreht sich weiter Keine Einwände. Harmlos.

Manchmal ist es OK, nicht zu entscheiden Habe ich ebenfalls kein Problem damit. Weil es darum gehen soll, gemeinsam eine Geschichte spontan und durchs ausspielen zu erfinden, ist der SL nicht in der Pflicht, immer eine Antwort zu haben, sondern er kann sie in die Hände eines NSCs legen (also auch Rollenspiel betreiben), in die Hände der Spieler (wie findet ihr die Geschichte besser?) legen, es zu einem "countdown" erklären oder offen die Frage in den Raum stellen.

Was mich nur wieder ankotzt ist, dass das Beispiel dazu mal wieder "wird sie sterben?" ist, mit der Option, bei einem "countdown" auch vorher noch zu leiden.

Warum man spielen soll? Baker sagt: Weil die Charaktere verfickt geil sind. Und weil sie noch geiler sind, wenn man sie aufeinander los lässt. Blut und Sex ist der geile Scheiß. Und weil es spannend ist zu sehen, ob sie hart genug für die horrende Welt sind. Und ganz vielleicht, finden sie heraus, warum die Welt so wurde, wie sie ist. Und das ist doch spannend.

Nicht für mich.

Ich habe mir [vor mindestens einem Jahr, dies ist ein weiteres Fragment meiner unvollendeten Werke] die Stars without Number Charaktererschaffung noch mal im Detail angeschaut.

Traditionell würfelt man Stärke, Intelligenz, Weisheit, Geschicklichkeit, Konstitution und Charisma mit 3W6 in Reihenfolge aus. Eine 3 gibt -2, 4-7 gibt -1, 8-13 gibt ±0, 14-17 gibt +1 und 18 gibt +2 als Attributbonus. Man darf Punkte verschieben, solange man keinen Wert unter 13 oder über 8 bringt, d.h. man behält hier seinen +0 Bonus.

Man wählt Kämpfer, Experte oder Psioniker als Klasse. Jede Klasse hat zwei Primärattribute, von denen man eins auf 14 (+1 Bonus) setzen darf. Wenn ich also z.B. eine besonders schlechte Geschicklichkeit gewürfelt habe, bietet es sich an, Kämpfer zu werden, weil ich dann dort 14 bekomme.

Die Klasse definiert außerdem Lebenspunkte (1W8 beim Kämpfer, 1W6 beim Experten und 1W4 beim Psioniker), einen Angriffsbonus (+1 beim Kämpfer, sonst +0) und fünf verschiedene Rettungswürfe (physisch, mental, Ausweichen, Technik und Glück); außerdem ein besonderes Talent, das hier nicht weiter wichtig ist.

Schließlich kann man 2x Fertigkeiten auswählen. Sie starten bei 0. Hat man das Glück, die selbe Fertigkeit ein zweites Mal zu wählen, erhört sich der Fertigkeitswert auf 1. Später würfelt man mit 2W6 + Attributbonus + Fertigkeitswert größer-gleich einer vom SL festgesetzten Schwierigkeit zwischen 6 und 13 (ungefähr wie bei Traveller). Kampf funktioniert hingegen (wie D&D) mit 1W20 + generische Rüstungsklasse des Gegners + Angriffsfertigkeit + Attributbonus + Angriffsbonus größer-gleich 20. Die Rüstungsklasse ist um so kleiner, je besser die Rüstung ist.

Wer seine kümmerlichen Lebenspunkte verliert, stirbt.

Psioniker können sich noch eine Psikraft aussuchen. Sie haben 1 + Attributbonus PSI-Punkte, mit denen sie dann diese Kraft entsprechend oft pro Tag auslösen können. Wenn sie wollen, können sie alternativ auch permanent Konstitution oder Weisheit verbrennen. In höheren Stufen werden sie besser, es gilt das klassische "linearer Kämpfer, quadratischer Zauberer"-Prinzip.

Was wenn das System grundsätzlich gefällt, aber der D&D-typische "from Zero to Hero" Stil in Kombination mit der absurden Tödlichkeit in den ersten Stufen nicht?

Hier meine Vorschläge:

1. Statt würfeln, setze 2 Attribute auf +1 oder ein Attribut auf +2, setze dann ein weiteres Attribut auf -1. Will man unbedingt würfeln, würfle 2x 1W6 wobei 1 für Stärke, 2 für Intelligenz usw. steht und addiere dort 1. Würfle dann ein drittes Mal für das Attribut, wo 1 abgezogen wird.

2. Wähle Kämpfer, Experte oder Psioniker. Primärattribut ersetzen entfällt. Kämpfer starten mit 5 Ausdauerpunkten, Experten mit 4 und Psioniker mit 3. Dazu wird Konstitution addiert.

3. Kämpfer kämpfen mit Vorteil (siehe unten), Experten haben Vorteil bei Fertigkeitsproben in ihrem Spezialgebiet und Psioniker können zaubern (das ist genug Vorteil).

3. Statt konkreter Fertigkeiten, definiere einen Hintergrund (orientiert an der Liste aus den Regeln) und zwei Professionen (orientiert an der Liste pro Klasse), die, wenn sie zutreffen, bei einer Probe jeweils +1 geben. Dazu kommt ein passendes Attribut und es wird mit 2W6 gewürfelt, wobei 6- ein Fehlschlag ist, 7-9 ein Teilerfolg und 10+ ein voller Erfolg. Eine gewürfelte 12 ist ein kritischer Erfolg. Wer Vorteil hat, wirft 3W6 und nimmt die zwei besten.

4. Psioniker zaubern mit 2W6 + Attribut. Bei 6- verlieren sie 1 Punkt Ausdauer, bei 7-9 misslingt es wahlweise oder kostet 1 Punkt Ausdauer und bei 10+ klappt es ohne Ausdauerkosten.

5. Gekämpft wird mit 2W6 + Attribut + Angriffsbonus + Situationsbonus. Automatikwaffen geben +2 (bei 7-9 ist das Magazin leer), Übermacht (oder eine vorteilhafte Position) im Nahkampf gibt +1 oder +2. 6- ist ein Fehlschlag, 7-9 ein Teilerfolg und 10+ ein voller Erfolg. Teilerfolg bedeutet entweder ein Kampfmanöver oder Schaden, voller Erfolg bedeutet beides. Ein Manöver könnte sein, den Gegner zurückzudrängen, in Deckung zu zwingen, ihn zu entwaffnen (Rettungswurf möglich) oder umzuwerfen (Rettungswurf möglich). Waffen haben einen Schadenscode von 1-6 W6 und abhängig von der Rüstung des Gegners (leicht = 2, mittel = 4, schwer = 6) ist jedes Ergebnis größer-gleich der Rüstung ein Erfolg, der Ausdauer kostet. Wer keine Ausdauer mehr hat, ist je nach Situation außer Gefecht (überanstrengt) oder tot (im Kampf).

Das macht die Charaktererschaffung weniger zufällig, die Lebenspunkte wichtiger und das Würfelsystem einheitlicher und führt PbtA-artige Teilerfolge ein.
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