Grundsätzlich begrüßen wir es, dass die FDP fragt, ob statt eines Neubaus auch ein vorhandenes Gebäude in Frage kommt. Der Ministeriums-Erlass, den die FDP zitiert, bezieht sich aber auf Gebäude der Bundeswehr und kann nicht einfach auf Gebäude der britischen Streitkräfte übertragen werden.

Auch die Halle an sich erscheint ungeeignet, aber dazu sind wir auf die Meinung der Sportvereine gespannt. Ungeeignet zum Einen, weil sie erst in zehn Jahren übernommen werden könnte. Sie liegt außerdem für die meisten MarienfelderInnen völlig ab vom Schuss: 200m vor der Außengrenze zu Gütersloh. Vom Ortskern Marienfeld aus ist das Schulzentrum in Harsewinkel genauso weit entfernt wie diese Halle. Die weiterführenden Schulen mit wachsendem Ganztagsangebot hätten von dieser Halle nichts.

Was eine Sporthalle so teuer macht, sind aber vor allem die Folgekosten, und auch eine günstig gekaufte Halle muss sauber, warm und instand gehalten werden. Insgesamt knapp eine Million Euro lässt sich die Stadt die bestehenden Hallen jährlich kosten. Da kommt mit der Zeit einiges zusammen. Bei der Halle der Briten muss man daher insbesondere auf den Energiebedarf und damit auf die Heizkosten schauen. Es kommt uns darauf an, ob man auch in Jahrzehnten rückblickend noch sagen kann „Ja, damals haben wir richtig entschieden.”
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