Gibt es eigentlich zu den gerade wieder kursierenden "Kleiderspende macht die Sammelunternehmen reich und ruiniert die Textilindustrie in Drittweltländern"-Texten auch irgendwo eine Gegendarstellung? Ich habe den vagen Verdacht, dass da was nicht stimmt mit der Vorstellung, ohne billige Kleiderspendenimporte könnten afrikanische Länder ungestört eine sinnvolle Textilindustrie betreiben. Wie ist die Kritik an den Sammelunternehmen gemeint, die Drittweltländer wären doch auch nicht besser dran, wenn die Kleiderspenden ohne Gewinnabsichten herbeigeschafft und kostenlos verteilt würden? Und kollidiert der Zerschneideratschlag nicht unmittelbar mit der ansonsten hochgehaltenen Idee des ressourcenschonenden Wiederverwendens, also, warum ist das Wiederverwenden dann nicht okay, wenn es in Afrika stattfindet statt in Berlin? Ich frage nicht aus Provokation, ich würde das nur gern mal von jemandem erklärt bekommen, der was von Wirtschaftskreisläufen versteht und es nicht einfach nur gut meint.
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