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Gibt es eigentlich zu den gerade wieder kursierenden "Kleiderspende macht die Sammelunternehmen reich und ruiniert die Textilindustrie in Drittweltländern"-Texten auch irgendwo eine Gegendarstellung? Ich habe den vagen Verdacht, dass da was nicht stimmt mit der Vorstellung, ohne billige Kleiderspendenimporte könnten afrikanische Länder ungestört eine sinnvolle Textilindustrie betreiben. Wie ist die Kritik an den Sammelunternehmen gemeint, die Drittweltländer wären doch auch nicht besser dran, wenn die Kleiderspenden ohne Gewinnabsichten herbeigeschafft und kostenlos verteilt würden? Und kollidiert der Zerschneideratschlag nicht unmittelbar mit der ansonsten hochgehaltenen Idee des ressourcenschonenden Wiederverwendens, also, warum ist das Wiederverwenden dann nicht okay, wenn es in Afrika stattfindet statt in Berlin? Ich frage nicht aus Provokation, ich würde das nur gern mal von jemandem erklärt bekommen, der was von Wirtschaftskreisläufen versteht und es nicht einfach nur gut meint.
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Aleks Scholz's profile photoKathrin Passig's profile photoThames Sinclair's profile photoCharly Tweetie's profile photo
55 comments
 
Kannst Du den kursierenden Text verlinken? Zu mir ist er nicht kursiert.
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Wie immer wenn Katrhin Passig so eine Frage aufwirft geht es darum Werbung zu machen. Es gibt deshalb keine Gegendarstellung weil es eine Tatsache ist, dass die Kleiderspenden in den Entwicklungsländern so billig verkauft werden, das die eigene Textilindustrie tot ist. Das gleiche gilt für die Geflügelwirtschaft. Frau Passig möchte aber das wir zweifeln. Fragt sie doch mal was sie für die Frage bekommen hat und sie soll vodafone und nico lumma schön grüßen. Das Netz vergisst nicht.
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Moment, wir spenden Gefluegel an die dritte Welt? Widerlich.
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Nein Alexs wir verkaufen den Dreck den wir hier nicht essen wollen so billig in die drittte Welt das dort die Hühnerzüchter aufgeben mussten. Natürlich subventionieren wir das auch noch.
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Nicht auf Aleks hören, der steckt mit mir und Vodafone unter einer Decke.
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Mir leuchten zwei Dinge nicht ein. Erstens, wenn das Lobbyismus ist, warum postet dann niemand, vielleicht noch ein gekaufter Netizen, die von Kathrin gesuchte Gegendarstellung? Zweitens, wie kann man nicht verstehen, wo das Problem bei der Kleiderspende liegt? Wir reden hier ja nicht über Hi-Tech. Sondern Kleiderproduktion. So begann auch in Europa die Industrialisierung.
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Jan, weil jede Gegendarstellung sofort auseinandergenommen würde. Deshalb werden im Rahmen einer Kampagne Zweifel geweckt. Das ist heimtücksicher aber genaus so wirkungsvoll. Lumma gibt dir gerne ein Seminar über virale Werbung.
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"Die Annahme, geringere Gebrauchtkleiderimporte oder gar ihr Stopp wuerde automatisch einen (Wieder-) Aufbau der heimischen Textilproduktion in den Importlaendern bewirken oder ihn beguenstigen, trifft nicht zu. Vielmehr wird die heimische Produktion durch mangelhaften Zugang zu Kapital und Know-How sowie unguenstige Rahmenbedingungen wie zum Beispiel haeufige Stromausfaelle oder fehlende Ersatzteile gehemmt. Ferner reicht die Menge an lokal gefertigter Kleidung oft nicht aus, um den Bedarf der Bevoelkerung zu decken." (aus dem Link von +Alexander Svensson, Dachverband FairWertung)
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Ich habe noch einen Altkleidersack hier liegen und überlege seit Wochen, was ich damit tun soll. Wirklich helfen kann mir niemand damit.
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Rätselhaft allerdings beim Dachverband FairWertung: Entweder ist es geheim, welche Altkleidersammlungsunternehmen diesem Verband angeschlossen sind, oder es ist sehr gut auf der Website versteckt. "Leider dürfen wir aus Schutz vor Missbrauch keine vollständige Liste aller Standorte unserer Mitgliedsorganisationen veröffentlichen." - meinetwegen, aber nicht mal die Namen der Mitgliedsorganisationen?

(Edit: die sündige Gier nach dem schnellen Vodafone-Geld hat mich temporär erblinden lassen, die Partner stehen gar nicht so versteckt unter den Menüpunkten "Wer wir sind" - "Wer ist dabei?" Danke an +Carsten Pötter für die Aufklärung.)
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+Jan Schultze Zwischen Hi-Tech und Kleiderproduktion besteht an der Werkbank kein großer Unterschied: Teile hinliefern, zusammennähen/schrauben/stecken/löten, wegliefern. Die sollen ja die Chips nicht erfinden oder mit Dior im Modedesign konkurrieren.

Zweitens kann +Kathrin Passig durchaus Recht haben - die Altkleider von hier ersetzen dort ebenso Arbeit, wie es bessere Werkzeuge, Maschinen, Solarkocher oder rollbare Wasserfässer tun. Wieso ist das eine schlecht und das andere gut? Das Geld, was der durch die Kleiderspenden kaputtgemachten afrikanischen Textilbranche fehlt, haben deren bespendete Ex-Kunden ja jetzt mehr in der Tasche und können es für etwas anderes ausgeben (was fehlt, ist eine Übergangslösung für die Arbeitskräfte dieser Branche, z.B. Umschulungen). Ich weiß nicht, wie unabhängig "Fairwertung" ist, deswegen betrachte ich deren Argumente erstmal als bloße Meinungsäußerung.
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Diese Kleiderspenden-Container werden von kommerziellen Unternehmen aufgestellt. Letztendlich landen die Klamotten in einem Schredder und die Textilfasern werden zu "Industrietextilien" verabeitet. Das Gummi in den Schuhsohlen ist ebenfalls nur ein Rohstoff.

In etwa vergleichbar mit den Blutspenden, die zu einem grossen Teil der Pharmaindustrie zugeführt werden um einzelne Bestandteile zu verarbeiten.

Dem Spender wird eine Art "Direktheit" suggeriert, die es nicht gibt.

Das Blut in dem Beutel wird dem armen Menschen demnächst zugeführt, damit er überlebt. In Wirklichkeit wird es in seine Bestandteile zerlegt und verarbeitet.

Die Hose, die nicht mehr passt, wird demnächst ein armer Mensch in Afrika tragen. In Wahrheit werden die einzelnen Fasern verwendet um zum Beispiel eine Matte herzustellen, die unter das Fundament eines Gebäudes gelegt wird.
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Es gibt eine Liste von Portraits der Sammelorganisationen auf der Seite, im Archiv!
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Die Containerstandorte von FairWertung sind auch noch sehr ungleichmäßig über Deutschland verteilt. Vor allem im Westen und Südwesten, im Norden und Osten ist (fast) gar nichts. Bringt mir also kaum etwas.
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In Tansania ist gesamte industrielle Sektor praktisch kaum vorhanden. Man lebt von der Agrarwirtschaft und exportiert Rohstoffe, u.a. Baumwolle. Vermutlich könnte eine einhemische Textilindustrie mühelos billiger produzieren als die Billig-Importe - wenn die entsprechende Produktivität (Maschinen) vorhanden wäre. Dafür fehlt es an Investoren. Idealerweise würde das durch die Kleiderspenden verdiente Geld zum Aufbau einer konkurrenzfähigen Textilindustrie verwendet werden. Das passiert natürlich nicht. Die Gewinne wandern zurück in die exportierenden Länder. Tansania hat zwar einen Vorteil durch die billige und relativ preiswerte Versorgung mit Kleidung, es kommt aber bei der Industrialisierung und Verlängerung ihrer Wertschöpungsketten nicht voran. Ob eine Textil-Fabrik in Tansania pleite gegangen ist, sowie in Deutschland seit den 60er Jahren hunderte Textilfabriken pleite gegangen sind, ist egal. Darüber zu jammern ist Wirtschaft auf TV-Niveau. Der Punkt ist: Tansania muss mit Baumwolle und Kaffee verdientes Geld für Konsumgüter ausgeben und hat zu wenig übrig für Investitionsgüter. Die Industrialisierung kommt nirgends voran - das ist das Problem. Und das hat mit dem jahrhundertealten Recycling-Geschäft von Textilien wenig zu tun.
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Es kommt mir so vor, als sei das unredliche an dem Textilgeschaeft vor allem, dass der Spender naiv unter dem Eindruck handelt, er wuerde direkt ein Problem lindern. Was natuerlich genauso auch fuer den gilt, der naiv unter dem Eindruck der Gegenkampagne seine Gebrauchtkleider zerschneidet. In beiden Faellen wird das schlechte Gewissen billig und unter Wert verscheuert.
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Fritt Iversen, deine Meinung ist wissenschaftlich in Ordnung aber trotzdem falsch. Das Geld das durch den Gebrauchtkleiderhandel abgezogen wird, steht nicht für den Kauf von einheimischer Kleidung zur Verfügung und verhindert somit jede Produktion von Textilien, die aufgrund der vorhandenen Baumwolle und der billigen Arbeitskräfte aber leicht und ohne viel Aufwand zu starten wäre. Ein Webstuhl und eine Nähmaschine sowie ein paar Scheren reichen für den Anfang. Eine auf dem Weltmarkt konkurrenzfähige Industrie kann doch gar nicht das Ziel sein. Man muss erst einmal Anfänge schaffen.
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+Ralf Muschall, da ist was dran, aber man braucht halt ein Design an der Werkbank und im Textilbereich ist das ist nicht so kompliziert wie ein Mikrokontroller-Design. Null ist halt auch eine Zahl.

Zu zweitens, aus der Perspektive der Länder, in die die Spenden exportiert werden, ist doch eine funktionierende heimische Textilindustrie wünschenswerter als eine Versorgung von außerhalb, die Arbeitsplätze vernichtet, welche vor Ort nicht ersetzt werden können.
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+Fritz Iversen So einfach kann es kaum sein. Die Welt ist voll von geldgierigen Kapitalisten, die nichts lieber täten als Textilmaschinen irgendwo hinzustellen, wo sie Profit abwerfen. Oder, wenn dort wirklich kein Textilbedarf (wegen Kleiderspenden) besteht, erkunden, wofür die Afrikaner ihr dadurch gespartes Geld dann ausgeben würden, und das vor Ort billig produzieren.
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Also, ich verstehe den +Jochen Hoff ja nun nicht wirklich, vielleicht mag mir das jemand erläutern, am besten natürlich Jochen Hoff selbst:

Für wen macht +Kathrin Passig da Werbung mit welchen Interessen? Von wem soll sie für die Frage etwas bekommen haben und was hat das nun mit Vodafone und +Nico Lumma zu tun?
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Bei allem gilt: Spenden und Geschenke halten den Beschenkten in Abhängigkeit und sind deshalb sinnvoll nur in Not. Deshalb ist der Grundsatz von jeglicher sinnvoller Entwicklungshilfe: Hilfe zur Selbsthilfe.
Nun zum konkreten: Es gibt auch in Ländern von Afrika eine Textilindustrie, die zu dortigen Produktionskosten Kleider herstellt. Diese Kosten sind nur teilweise geringer als bei uns (Lohnkosten), die teuren Textilmaschinen müssen z.B. allesamt bei uns importiert werden. Sie bieten diese Ware unter eigenem Namen an und haben das Problem, dass fürs gleiche Geld oder weniger Gebrauchtware angeboten wird, die deshalb attraktiver ist, weil die teuren Labels draufstehen (Levis, Nike, et. cet.) Guck einfach, wenn in den Nachrichten, Reportagen usw. im Fernsehen Menschen in Afrika oder sonstwo interviewt oder gefilmt werden, tragen (fast) alle voller Stolz ihr Labelshirt oder cap, das dann im Film zu sehen ist. Es spricht nichts dafür, Menschen in Not, die sich keine Kleidung kaufen können, Kleidung kostenlos abzugeben, aber genau dies geschieht ja mit der bei uns von kommerziellen Verwertern gesammelter Ware nicht. (Auch bei manchen Hilfsorganisationssammlungen landet die Kleidung bei kommerziellen Verwertern, die Hilfsorgas bekommen Geld). Die kommerziellen Verwerter geben die brauchbare Kleidung in den ärmeren Ländern in den Handel, sie landet garantiert nicht bei Menschen, die kein Geld haben sondern bei welchen, die in der Lage sind, sich Kleidung zu kaufen. Und für jedes Stück Gebrauchtkleidung bleibt ein Stück Neuware aus heimischer Produktion hängen...(Es wird im übrigen auch nirgends gelogen, ich habe noch keine Kleidersammlung gesehen, die angegeben hätte, die Kleider seien für Bedürftige)
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+Charly Tweetie "für jedes Stück Gebrauchtkleidung bleibt ein Stück Neuware aus heimischer Produktion hängen" - richtig, und der entsprechende Geldwert bleibt beim Empfänger der Gebrauchtkleidung hängen, und kann für andere lokale Produkte ausgegeben werden. Unterm Strich ist es egal, ob wir dort Baumwolle abnehmen und Kleider billig hinliefern, oder eine moderne Maschine hinstellen, die mit Null Arbeitskräften die Baumwolle in bilige Kleider verwandelt. Beides verdrängt lokale manuell arbeitende Schneider, und beides ermöglicht bedürftigen Einheimischen, sich überhaupt Kleidung zu kaufen - die hohen Preise der lokalen Schneider können sie sich nämlich nicht leisten (wenn sie es könnten, gäbe es das ganze Thema nicht).
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Bitte hier nicht von der Vodafone-DRK-Passig-Konspiration ablenken.
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Macht euch nur lustig über +Jochen Hoff, in Wirklichkeit sieht er als Einziger durch meine Tarnung. Denn es ist wahr. Ich habe letzten Sommer von meinem Bruder eine gebrauchte Prepaid-Daten-SIM von Vodafone geschenkt bekommen, und es waren noch fünf Euro drauf. Ich war schwach und wollte als O2-Kunde trotzdem Internet im Zug haben. Richtet nur dann über mich, wenn ihr die Kraft gehabt hättet, dieser Verlockung zu widerstehen.
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och Kathrin Passig, habe ich getroffen. Das mir dann aber gar nicht peinlich.
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+ Jochen Hoff "Ein Webstuhl und eine Nähmaschine sowie ein paar Scheren reichen für den Anfang. Eine auf dem Weltmarkt konkurrenzfähige Industrie kann doch gar nicht das Ziel sein. Man muss erst einmal Anfänge schaffen." Tansania hat laut Wiki weniger Arbeitslosigkeit als D. Das Problem ist nicht, irgendwelche Arbeitsplätze zu schaffen, sondern industrielle Arbeitsplätze. Und das Prokopf-Einkommen liegt bei unter 500$/400Euro - im Jahr. Da wäre schon eine Nähmaschine relativ so teuer wie bei uns ein Mittelklassewagen. Man darf ferner nicht glauben, die Spendenorganisationen hätten das Textilrecycling erfunden. Die haben nur gesehen, dass sie ganz am Anfang der Kette für sich ein paar Cent verdienen können, d.h. die haben sich dran gehangen. Siehe z.B. hier: http://www.webuyrags.com/history.html
Das Problem ist nicht, dass Tansania eine Textilproduktion fehlen würde (die ist nämlich nirgendwo auf der Welt ein gutes Geschäft für die Näher und Schneider). Sondern dass es an allem fehlt, um sich mit einer höheren Wertschöpfung im Welthandel beteiligen zu können. Tansania ist so oder so ein Trauerspiel. Insofern kommen die Klamotten selbstverständlich Bedürftigen zugute - sie sparen sich das Geld für Neuware.
Das Problem, das ich sehe, ist, dass das Altkleidersammeln als "Spende" beginnt, also als ein Prozess ohne Profitinteressen, dann aber weitergereicht wird an Handels-Firmen, also auf einen auf Profit zielenden Prozess. Und aus den erwirtschafteten Gewinnen wird kein Cent dafür genutzt, die Habenichtse aus ihrem Elend herauszuholen. Dazu würde es allerdings viel mehr bedürfen als einer landeseigenen Textilmanufaktur auf einer längst obsoleten Produktivitätsstufe.
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Fritz iversen und wieder hast du Recht und Unrecht zugleich. Die obsolete Produktivitätsstufe bringt einige Leute dazu nach London zu fahren und sich dort Anzüge fertigen zu lassen. Andere fahren nach Hongkong um Hemden machen zu lassen.

Außerdem ist das Problem nicht auf Tansania beschränkt.

Vielleicht noch mal ganz am Rande die Frage ob wir das was unsere Bekleidungsindusrie verkauft wirklich haben wollen. Von der Kinderarbeit über Umweltsünden bis zu einer lausigen Qualität.

Diese Kleidersammlungen erfolgen auf jeden Fall unter falschen Vorgaben und wenn sich ein Verband selbst FAIR nennt dann trau ich denen schon mal keinen Milimeter mehr. Ganz misstrauisch werde ich dann wenn aus dem Umfeld von Sascha Lobo eine so seltsame Fragestellung auftaucht.
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Mir ist bisher nicht aufgefallen, dass +Sascha Lobo Werbung gemacht oder Lobbyarbeit betrieben hätte, ohne Absicht und Geldgeber explizit zu nennen. Ist da jemandem ein Gegenbeispiel bekannt?
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+ Jochen Hoff If you got money to burn ... oder wenn man Spaß am Basteln, Kleben und Schneidern hat (siehe Etsy). Es wird ja schon darüber gemutmaßt, ob manufakturartige Produktionsweisen auf einer höheren Produktivitätsstufe zurückkehren könnten. Dank Internet ist vieles denkbar. Für den Maßanzug aus Hongkong muss ja niemand mehr nach Hongkong fahren, es reicht der Besuch einer hiesigen Annahmestelle.
Auch wäre es heute denkbar, dass tansanische Kunsthandwerker sich selbst im Internet vermarkten. Aber dazu brauchst du eben auch: Bildung, Kenntnisse, funktionierendes Internet, Exportwege, billige Energie, Vertrauensstrukturen etc. Aber dann wäre es möglich, dass ich mir einen - sagen wir mal - schönen handgeschitzten Liegestuhl direkt in Tansania beim Produzenten bestelle und vielleicht etwas mehr zahle als bei IKEA, aber dafür eigenes Design und handwerkliche Qualität bekomme. Da würde Geld ins Land strömen ...
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+Fritz Iversen Klingt alles recht schlüssig, aber dann kam das: etwas mehr zahle und plötzlich wurde es zur Utopie.
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Wenn ich Altkleider spende - egal an wen - dann löse ich damit ein Problem. Nämlich das meines vollen Kleiderschranks.
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In vielen Fällen sind diese Container mit dem Logo einer oder mehrerer Organisationen (z. B. Deutsches Rotes Kreuz, Johanniter-Unfall-Hilfe, Malteser, Caritas oder ähnliche) dekoriert. Diese Organisationen haben mit der Sammeltätigkeit nichts zu tun. Sie haben vielmehr ihren Namen und ihr Logo an den Entsorger vermietet.

Gewerbliche Sammler begannen selbst mit scheinbar karitativen Sammlungen, um statt der Provisionen bessere Einnahmen zu erzielen. Heutiger Stand ist, dass in vielen Regionen diese vorgetäuscht karitativen Sammlungen einen Großteil aller Sammlungen ausmachen.


35 % Rohstoffe für die Putzlappenindustrie
10 % Rohstoffe für die Reißspinnstoff- und Fließstoffindustrie
5 % Rohstoff für die Papier- und Pappenindustrie
10 % Reststoffe, die entsorgt werden müssen

Die alten Klamotten sollte man also lieber direkt als Putzlappen verwenden. Nicht auf jeden Mist hereinfallen, Leute!
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Ich habe mir in den Boutiquen in Bujumbura (nein, da gibt es wirklich keine Touristen, nicht einen) die "afrikanische" Neuware angeschaut. Eigentlich war ich nicht sonderlich überrascht, dass auf den Einnähetiketten wahlweise made in Kowloon/Hongkong/Vietnam etc. stand.
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OT: Kathrin, es ist kein Gegenbeispiel bekannt, weil keins existiert.

Jochen Hoff ist nur ein vergleichsweise eindimensional aufgestellter, von augenverengendem Lobohass durchfluteter, älterer Herr, der sich nichts anderes vorstellen kann als dass alles, was ich tue, boshaft, unredlich und abschäumend ist und ich deshalb mein Umfeld ko-diabolisiere. Aber persönlich sicher total nett und unterhält sich regelmäßig mit dem Pudel der Nachbarn oder so.
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Es ist einfach ökologisch sinnvoller, die alten Klamotten, die man kaum mehr tragen kann zuhause ein letztes Mal mitzuwaschen, zu zerschneiden und als Putzlappen zu verwenden. Genau das passiert nämlich mit dem grossen Teil der Altkleider. Nur werden die dann später überteuert im Laden verkauft. Das sind die nicht weissen, manchmal bunt gefleckten Bodentücher.

Und das mit Afrika? Na wir denken ein paar Jahre zurück als wir Klamotten zur Ostverwandtschaft geschickt haben. Die hatten ja nichts. Mussten ja auch nackig herumrennen. Eine Lewis-Jeans und dazu passende Nike-Latscher tragen sich erst bei 40 Grad im Schatten angenehm. Wie damals in der DDR ist das in Afrika auch mehr Statussymbol. So exportieren wir mal wieder unsere Werte. Allerdings macht das nur einen kleinen Prozentsatz der gesammelten Altkleider aus.

Wir spenden in Wahrheit an die arme Textilfaserindustrie.
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+Sascha Lobo Was, Du bist NICHT boshaft&unredlich? Ja sowas, ich dachte immer, bei der Frisur kann das gar nicht anders sein!!!111
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Das Vodafone-Geld war übrigens damals WESENTLICH mehr als die meisten Leute glauben. SEHR viel mehr. UNGLAUBLICH viel mehr.
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Verzeihung, ich habe jetzt erst in vollem Umfang gesehen, was Herr Hoff da alles geschrieben hat. Es war trotz der Erwähnung meines Namens ein grober, ungehöriger Fehler von mir, Herrn Hoffs Problem auf mich zu beziehen. Das liegt ganz, ganz woanders. Ganz.
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Lieber Sascha Lobo, es freut mich, dass du dich getroffen fühlst. Das war genau der Sinn meiner Bemerkung und deine Reaktionen zeigen, dass ich recht hatte. Übrigens hat mein Nachbar einen Dobermann, aber mit ihm und dem Hund rede ich tatsächlich. Beide sind freundlich und ehrlich und vor allem sind sie keine Werbefuzzis. Aber zu dem Thema hat Don Alphonso ja schon alles was nötig ist gesagt.
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+Andreas Roedl "Klingt recht schlüssig ...",was man auch daran erkennt, dass es da schon Initiativen gibt. Z.B. hier: http://www.makutanotz.com/About_Us_page.html oder hier: http://www.sailvega.com/NGO%20projects/a%26c.html
In meiner Eigenschaft als Werbefuzzi habe ich die Erfahrung gemacht, dass es immer einen Billig-billig-Markt und einen "Upper-market" gibt sowie verschiedene Preisstellungen dazwischen. Die Kaufmotive und -argumente sind dann jeweils unterschiedlich. Typische Beispiele sind z.B. Fairtrade oder die Bio-Kost, die ja meist teurer ist als weniger aufwendig produzierte Lebensmittel. Solange wahrgenommener Mehrwert und Preisstellung nicht zu weit auseinanderlaufen, können sich offenbar auch ganz neue Märkte bilden. Warum sollte das Netz nicht auch zu Dezentralisierungen im Welthandel führen können, zur Beseitigung der Flaschenhälse und der Distributionsoligarchien? Wir stehen doch erst mit den Zehenspitzen am Rand einer neuen Welt ...
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"Wie immer...Katrhin Passig...Werbung...vodafone..." +Jochen Hoff, warum so kompliziert? Bei einer Klamottenfrage kann es doch nur um Werbung für +Zufallsshirt gehen. Und um die Frage, wie die heimische Kundschaft reagiert, wenn in einer Tansania-Reportage plötzlich Kinder durchs Bild laufen, auf deren Shirts statt Nike und Puma "The Trouble with Dirk Niebel" oder "Wehrsportgruppe Ursula von der Leyen" steht.
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Ja, ich versuche herauszufinden, wie ich neue Kundenkreise erschließen kann, deren Kleiderschränke jetzt noch zu voll für neue T-Shirts sind. Subtil, aber nicht subtil genug!
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Herr Hoff ist doch blos neidisch dass er noch kein cooles T-Shirt hat - schickt ihm doch einfach mal eins :-)
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Genau, nicht subtil genug! Da schlage ich heute morgen die Zeitung auf, und was lese ich: "Kathrin Passig: Und dann ist da noch mein T-Shirt-Shop" (http://bit.ly/HKiCNN).
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Für Berlin habe ich jetzt übrigens die geheime Liste der Abgabestellen von Fairwertung bekommen, Kurzfassung: "In Berlin arbeiten wir mit den 'Komm-und Sieh-Läden' der Berliner Stadtmission, den Oxfam-Shops und dem Spangenberg-Sozialwerk zusammen."
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+Kathrin Passig Damit kommst Du jetzt?

Vor Wochen wurde hier erörtert, dass Recycling nicht das ist, wonach es klingt. Wer sich nicht eben erst mit diesem Thema beschäftigt, weiss das doch. Siehe meine Kommentare da oben.

Was wurden vor ein paar Jahren Artikel zum "Dualen System Deutschland" verfasst? Naivere Menschen dachten, das diene der Umwelt (Grüner Punkt), wobei doch eigentlich kommerzielle Interessen dahinter stehen.

http://de.wikipedia.org/wiki/Duales_System_Deutschland#Kritik

Müssen wir solche Dinge immer und immer und immer wieder durchkauen? Textilspenden funktionieren kaum anders: der grösste Teil landet im Wischlappen, den man sich überteuert im Laden kaufen kann. Mit einem Recycling-Logo drauf.

Meine Güte. Diese Naivität...
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Dass ich in Wirklichkeit von T-Mobile gekauft bin und nicht von Vodafone, wurde mir natürlich erst klar, als ich schon die 15 Euro für das falsche Prepaidguthaben ausgegeben habe.
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