Interessanter Beitrag von +Christoph Deeg mit ausführlichen Kommentaren über die Zukunft der Bibliotheken: https://crocksberlin.wordpress.com/2013/01/05/lasset-die-kunden-zu-mir-kommen-wie-bibliotheken-mit-ebooks-und-dem-mobilen-internet-arbeiten-konnen-bzw-sollten/

Kurzfassung für Eilige: "Meiner Meinung nach werden Bibliotheken als Verleihstationen für Medien keine große Zukunft haben." ... "Aber Bibliotheken könnten dem Kunden nun zeigen, wo man bei Amazon kostenlose Bücher bekommt, wie man einen RSS-Reader auf dem Kindle installiert, wo man im Netz kostenlose eBooks findet und wie man diese legal in das Amazon-Format konvertieren kann. Gleiches gilt für die Nutzung von iPads und anderen Geräten." ... "Bekommt der Kunde aber in der Bibliothek diese spannenden Informationen und Hilfestellungen, wird er die Bibliothek damit als Experten für die Welt der Medien wahrnehmen. Somit ist dieser Kunde aufgrund seines geänderten Medien-Nutzungs-Verhalten nicht mehr für die Bibliothek verloren."

Allein mir fehlt der Glaube. Ob das nicht eher ein Beispiel für das ist, was +Sascha Lobo vor ein paar Tagen irgendwo (Update: wiedergefunden, steht jetzt in den Kommentaren) beschrieb: Man möchte als Berater halt, dass für die Beratenen alles irgendwie gut wird? Und selbst wenn es so funktioniert wie beschrieben: Beratung im Umgang mit elektronischem Lesestoff braucht man halt nicht jede Woche (so wie früher die Bibliothek), und man braucht dafür auch kein großes Gebäude mit zahlreichen Angestellten; genaugenommen sogar eigentlich gar nicht unbedingt ein Gebäude.

Aber vielleicht fehlt mir der Glaube auch nur aus den üblichen schäbigen Gründen: Ich weiß eigentlich recht wenig über Bibliotheken, weder aus Nutzersicht noch aus irgendeiner anderen. Kennt jemand historische Beispiele dafür, dass ein großes, im Betrieb relativ aufwändiges System sich erfolgreich auf eine vergleichbare Art umorientiert hat? 
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