Was ich gern in "Internet - Segen oder Fluch" reingeschrieben hätte, aber nicht rechtzeitig wusste. Der Anfang einer Sammlung. (Früher dachte ich ja noch, man überarbeitet dann irgendwann das Buch, aber das geht entweder grundsätzlich nicht oder ich kann es einfach nicht. Jemand sagte mir mal zum Trost, man befasse sich sowieso immer wieder mit denselben Themen, und es werde dann halt beim nächsten Mal besser. Ich hoffe, dass es so ist.)

1. Diesen Gedanken von Markus Spath http://hackr.de/2012/08/10/social-and-nothingness

2. Dass die für den Haushalt aufgewendete Zeit nicht wegen irgendeines boshaften Naturgesetzes nicht abnimmt. Der hohe Zeitaufwand hat eine Funktion, vermutlich ist es wie immer: Status. Sobald es leichter wird, das Haus zu verschönern und sich sauber zu kleiden, tun das ja alle, man muss sich also mehr Mühe geben, um positiv aufzufallen. (Das war mir eigentlich klar, trotzdem steht es nicht im Buch oder jedenfalls nicht explizit genug.)

3. Dass das Wiederkehren von Ideen auch damit zu tun hat, dass man sich von den Älteren berufs- und statustechnisch durch neue Ideen abgrenzen muss, aber eben auch nur von ein oder zwei Generationen. Ein bisschen weiter zurückliegende Ideen sind dann schon wieder brauchbar, ähnlich wie in der Mode.

4. Im Datenschutzkapitel bei den Vorteil-Nachteil-Beispielen fehlt eins, das mit der Zukunft der Medizin zu tun hat, siehe z.B. http://radar.oreilly.com/2012/08/data-health-care.html

5. Ein bisschen Empirie zum Thema Informationsüberflutung: http://earthsky.org/science-wire/information-overload (via +Scot Stevenson), allerdings habe ich den Artikel bisher nur überflogen und in die Originalveröffentlichung gar nicht reingesehen. Vielleicht ist es auch Unfug, in dem Fall hätte ich es doch nicht gern ins Buch reingeschrieben.

6. Dieses Zitat von Helmut Markwort aus dem leider zu spät, nämlich Anfang September 2012 erschienenen Focus: "Fakten in Zeitungen werden im Allgemeinen verantwortungsbewusst und seriös geprüft. Im Internet hingegen gibt es nicht nur bekannte und zuverlässige Anbieter. Jeder Narr, Desinformant oder Denunziant kann dort jeden Blödsinn oder auch jede Gemeinheit in die Welt setzen." (via Stefan Niggemeier, http://www.stefan-niggemeier.de/blog/luegen-wie-nicht-gedruckt/) Nicht weil es besonders originell wäre, aber weil es sich gut als Standardbeleg für das Kapitel "Das Gute, das Schlechte und das Hässliche: Von unzuverlässigen Informationen und unhaltbaren Meinungen" geeignet hätte.

7. Ich habe den starken Verdacht, dass es gut gewesen wäre, vorher irgendwas von Bruno Latour zu lesen. Aber ach, man sollte so viel.
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