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Volker Ernst (voe-assnet)
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Volker Ernst (voe-assnet)

Literaturbetrieb/News  - 
 
Blut:
"Bei der Bewertung des „lobenswerten“ Texts solle es keine Rolle spielen, forderte Jurymitglied Marcel Reich-Ranicki 1983, nachdem der junge Punk Rainald Goetz einen Ausschnitt aus seinem späteren Debüt Irre gelesen hatte. Mit blutiger Stirn saß der damals 29-Jährige an seinem Platz. Es tropfte hinab auf den Tisch, aufs Papier. Mit einer verborgen gehaltenen Rasierklinge hatte er sich während seines eher Performance zu nennenden Vortrags in die Stirn geschnitten. Angeblich ist die Narbe heute noch zu sehen. Einen Preis bekam Dr. med. Dr. phil. R. Goetz übrigens nicht. Dass Provokation kein Garant für Erfolg ist, erfuhr 26 Jahre später auch der Österreicher Philipp Weiss, der einen Teil seines Klagenfurt-Beitrags Blätterliebe auf Spezialpapier hatte drucken lassen, um ihn nach dem Vortrag coram publico aufzuessen. Ein dahinter verborgener Sinn wird bis heute gesucht"

https://www.freitag.de/autoren/der-freitag/bachmannpreis
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Haben Sie gewusst, dass Rainald Goetz 1983 trotz blutiger Stirn keinen Preis bekommen hat? Und was macht der Sieger von 2009, Jens Petersen? Das Lexikon von Jan Drees
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Auf den Punkt gebracht ... es geht um die Weiterführung der Entmündigung des Bürgers; es geht um Abhängigkeit und dies funktioniert in der digitalen "gläsernen" Welt hervorragend ... auch weil sich viele darüber keinen Kopf machen!
Hat jemand "Der Report der Magd" von Margaret Atwood gelesen? In der darin dargestellten Gesellschaft geht Geld ausgeben nur mit Plastik - und "Mägde" haben kein Recht, eine Karte zu besitzen; etc. etc. ...
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Geld stinkt nicht. Bargeld lacht. Ohne Moos nix los. Hilfe, die Griechen plündern die Banken. Unsere Bargeldbestände gehen zur Neige. Wir brauchen frisches Geld! Ja ja ja ... Aber bitte kein Bargel...
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Danke, Claudia:
" Dieser Alltag. Alles ist bestens, aber wenn ich näher darüber nachdenke ist es so sinnlos. A – B – C. Jeden Tag.
Ich frage mich, ob ich unzufrieden sein darf. Darüber, dass ich plötzlich alt aussehe auf Fotos. Überall Falten.
Darüber, dass ich Pflichten zu erfüllen habe.
In mir sammelt sich Wut. Mir war das gar nicht klar. Eine Freundin, die auch jemanden verloren hat, sagte das: “Ich bin so wütend” und plötzlich denke ich: “Ja! Ja, genau! Was ich fühle ist Wut. So viel Wut.”
Über jede verschwendete Minute meines Lebens. Rückwirkend. Jeden Satz, den ich nicht gesagt habe. Jedes Gefühl, das ich unterdrückt habe und ich habe so viel unterdrückt. Wollte funktionieren. Nicht unfreundlich erscheinen. Reif und gelassen. Jetzt ist mir nach fressen, ficken, saufen und zwar genau so ekelhaft unfein wie es klingt. Mehr hat das Leben doch nicht zu bieten. "
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" Wie sehr sich ein Völkchen verschaukeln lässt, hat nicht nur mit dem Mut des Lügners, sondern stets auch mit dem Völkchen zu tun."
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Zitat: " Doch das hoch komplexe analytische Lesen, ein Lesen „mit zarten Fingern und Augen“, wie Friedrich Nietzsche es nannte, gelinge am angemessensten immer noch mit dem gedruckten Wort. Gedankliche Sorgfalt braucht die Zeitverzögerung durchs Papier."
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Michael Hagners Analyse zum Schwinden des Buchs in den Geisteswissenschaften lehrt einem das Fürchten
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Primo Levi: „Wer gefährlich ist, das sind die ganz normalen Menschen.“ Nein, der Zweite Weltkrieg war ein deutscher Krieg, und die Verbrechen waren deutsche Verbrechen. Davon kommen wir nicht los.
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"Die Nazis haben den Krieg verloren", heißt es neuerdings wieder. Das ist ein ahistorischer Umgang mit der eigenen Vergangenheit. Wie ein Begriff die Erinnerung an 1945 verfälscht.
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Gefunden in der FAZ in Herzblatt-Geschichten:

" . . . Wobei sich an Helene Fischer inzwischen die Geister scheiden. Das-neue-Blatt-Leserin Mathilde K. aus Oldenburg etwa schreibt zum Thema Musik: „Ich toleriere jede Richtung, nur Helene Fischer mag ich gar nicht.“ Ins gleiche Horn stößt Aktuelle-Leserin oder -Leser M. Guerecke, Rösrath: „Denn das halbnackte Rumgehopse und das bisschen Gesang mit flacher Stimme machen noch lange keinen Weltstar, wie sie vielleicht meint, aus ihr. Es gibt ein Sprichwort, das passt: Wem Gott ein Amt auferlegt, dem raubt er den Verstand. Darüber sollte Frau Fischer mal nachdenken.“

Das tun wir jetzt auch die ganze Zeit und fragen uns: Welches Amt hat Gott Helene Fischer denn gegeben? Etwa das der Tchibo-Werbefigur? Und wie soll sie, nachdem ihr der Verstand geraubt wurde, denn eigentlich darüber nachdenken? "
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Niveauloses Mainstram-TV von der klassischen Philosophie abzuleiten - so ein Blödsinn ... das Einzige, was sie vereint - der Eine ist bereits tot, das Andere nach Meinung vieler Medien-"Experten" zum Sterben verurteilt.

Zitat: "Anfang und Ende lassen sich nicht mehr klar definieren." « Was würde Aristoteles wohl dazu sagen?
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Warum sind die amerikanischen Serien so packend? Weil sie sich an den Regeln aus Aristoteles' "Poetik" orientieren. Sie sind weniger Fernsehen als klassische Tragödien.
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" Die «Süddeutsche Zeitung» titelte einen Kommentar mit «Politik nach Schlossherrenart» und nannte den Gipfel in einem Leitartikel ein «überflüssiges Ritual». Sie anerkennt den Wert informeller Begegnungen, aber sieht in den derart aufwendig inszenierten Gipfeln eine Bestätigung für jene, die der offiziellen Politik nur noch Abgehobenheit vorwerfen und sich abseits von ihr radikalisieren. "
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Der G-7-Gipfel auf Schloss Elmau beginnt erst am Sonntag, aber dagegen protestiert wird schon jetzt. Das Polizeiaufgebot ist entsprechend riesig – und weckt vielerorts Unbehagen.
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" Ein Negativzins stehe für eine verkehrte, irrsinnige Welt und sei mit einer arbeitsteiligen, produktiven Wirtschaft nicht vereinbar."
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Ein Verbot von Bargeld oder dessen Besteuerung wäre eine neue Eskalation der finanziellen Repression. Der Widerstand gegen solche Ideen ist erheblich.
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GEDENKTAG 08. MAI - IRGENDETWAS LÄUFT DA SCHIEF!
Ignorieren wir einmal das pflichtgemäße Geseiere der Politiker - schauen wir auf die Medien: Fast jede Zeitung hat einen mehr oder weniger aufwendigen Beitrag herausgebracht ... UND WAS SEHEN WIR?
... Deutschland in Trümmern, Deutsches Elend, Deutsche Vertriebene ... !
Das von Deutschland und den Deutschen verursachte Elend und die Trümmer in Europa und der Welt werden komplett ausgeblendet - die Heldengeschichte wird fortgeschrieben, die Stilisierung vom Täter zum Opfer nähert sich der Vollendung. "Denk ich an Deutschland in der Nacht, werd' ich um den Schlaf gebracht."
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In Frankfurt ist der Krieg früher zu Ende als in Berlin und vielen anderen Städten. Ohne auf Widerstand zu stoßen, besetzen amerikanische Truppen am 29. März ein Frankfurt in Trümmern. Eine interaktive Zeitreise zwischen damals und heute
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Schön anzusehen - aber ich stelle mir (zunehmend) die Frage, ob wir es hier noch mit Fotografie / Fotografen oder mit Bildbearbeitungsfreaks zu tun haben ... ❔❕
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Der alljährliche Fotowettbewerb „Sehnsucht Deutschland“ vom gleichnamigen Portal und Magazin ist für dieses Jahr beendet und war wie immer ein voller Erfolg.
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Willy Claas's profile photoVolker Ernst (voe-assnet)'s profile photoSven Behpunkt's profile photo
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Wenn hinterher ein Bild entstanden ist, das so vor der Linse nie und auch nicht ansatzweise existiert hat, dann wüsste ich das schon gern. Die künstlerische Leistung (das muss ja keine fotografische mehr sein...) schmälert das für mich dann auch nicht.
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»agorazein«: . . . Versuch der Rückbesinnung auf das, was mir wichtig ist - und danach zu leben . . .
Introduction
an-sich(ts)-sache . . . 
. . . ist die Vision / ein Konzept für ein Kulturprojekt im weitesten Sinne, wobei hier nicht die omnipräsente Medien(un)kultur oder gar die viel beschworene neue deutsche Leitkultur und ähnliche Auslegungen gemeint sind, sondern Kultur in seiner ursprünglichen, geistigen Ausprägung als "Pflege" (... des Geistes), als die Gesamtheit der typischen Lebensformen des Daseins einschließlich seiner geistigen Aktivitäten, insbesondere seiner Werteinstellungen.

Der Blickwinkel an-sich - die Ansicht - auf einige ausgewählte Aspekte dieser von uns gemeinten Kultur bildet den Ausgangspunkt für dieses Projekt »a-s-s-net« im Netz.

Wir hoffen auf Gleichgesinnte und Interessierte, die mit uns an unseren Ideen und Visionen arbeiten und uns helfen, dieses Projekt zum Erfolg zu führen und auf langfristige Sicht auch zu einem Erlebnis für Andere mit einer „andereren Sicht der Dinge“ zu machen.