Es gibt einen neuen Post von Hugh Howey, der für Indie-Autoren unbedingt und möglocherweise auch für unsere Leser lesenswert ist: http://www.hughhowey.com/kindle-unlimited-knockout/

Vieles von dem, was Hugh Howey schreibt, sehe/erlebe ich auch so.

"Indiscriminate business partnerships does not move the industry forward, and making my ebooks available at places that don’t provide the best reader experience does not help my career."

Ich habe einige Bücher versuchsweise nicht nur bei Amazon, sondern auch bei Kobo, Apple/iBook, Google Play und Tolino angeboten. Fazit: Diese Bücher lasse ich vorerst dort, doch unterm Strich war die Erfahrung unterwältigend. Kobo fing gut an, in letzter Zeit habe ich dort kein einziges Buch verkauft, Apple ist ein Riesenaufwand, weil man einen Mac haben muss, um dort Bücher hochzuladen oder Änderungen vorzunehmen, was Google in Bezug auf E-Books macht, ist unter aller Kanone und wirklich beschämend für diese Firma (ich glaube, ich habe dort kein einziges Buch verkauft, aber es ist kaum möglich, das in komplizierten Excel-Dateien, die man jeweils einzeln herunterladen muss, herauszufinden). Die meisten Verkäufe (natürlich immer noch weniger als bei Amazon) habe ich bei Tolino, doch wann sich dort welches Buch wo verkauft, kann ich in ihrem Dashboard nicht feststellen. Mehr zu meinen Erfahrungen mit Tolino, s. https://igkrimis.wordpress.com/2015/05/08/was-leser-uber-meine-e-books-bei-tolino-und-co-wissen-sollten/
Nachtrag vom 5.11.2015: Gestern erhielt ich die neueste Abrechnung über meine Verkäufe bei Tolino, für den "Abrechnungszeitraum 05.09.2015 bis zum 05.09.2015". Seufz. Nicht mal das kriegen sie hin.

Vor allem aber teile ich Howeys Befürchtung, dass auch die Erfahrungen der Leser (speziell bei Tolino) meine eigenen mit diesen Anbietern widerspiegeln. Andererseits mache ich mit Amazon als Autorin und als Leserin (ich beziehe meine E-Books von dort und lese sie auf meinem Kindle, Smartphone, Tablet) nur gute Erfahrungen.

Was ist aber mit Lesern, die nun schon einmal z. B. einen Tolino besitzen?

"I don’t put DRM on my works, so they can be downloaded, converted, and read as epubs or PDFs."

Das schreibt Howey und so handhabe ich es auch schon immer. Das heißt, wer will, kann meine E-Books bei Amazon kaufen, konvertieren (das erlaube ich ausdrücklich, indem ich auf DRM verzichte) und dann auf einem Reader seiner Wahl lesen. Außerdem gibt es natürlich Kindle-Apps für Smartphones uw..

Fazit: Meine E-Books auch woanders anzubieten, war ein Experiment, um nicht nur von einem Anbieter abhängig zu sein und Konkurrenz zu fördern. Meine Erfahrungen zeigen, dass sich der Aufwand unterem Strich für mich (und, so mein Verdacht, für meine Leser) nicht lohnt. Außerdem lege ich mich ja nicht wie bei einem Verlagsvertrag oft der Fall auf immer und ewig fest bzw. für die Geltungszeit des Urheberrechts, also bis 70 Jahre nach meinem Tod, sondern bei Amazon nur maximal für drei Monate. Damit kann ich leben.
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