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Ulrich Decker
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Zitat aus "Per Anhalter durch die Galaxis" von Douglas Adams (deutsche Veröffentlichung 1981(!)):
"Vor allem der Präsident ist eigentlich nur ein Strohmann. Er übt keine, aber auch wirklich gar keine Macht aus. Er wird zwar von der Regierung gewählt aber die Qualitäten, die er vorzuweisen hat, haben weniger was mit Führung zu tun als vielmehr mit subtil dosierter Unverschämtheit. Aus diesem Grunde ist der Präsident stets eine widersprüchliche Persönlichkeit, ein aufreizender, doch faszinierender Charakter. Seine Aufgabe besteht nicht darin, Macht auszuüben, sondern die Aufmerksamkeit von ihr abzulenken."
Ich musste in den letzten Wochen und Monaten so oft an diese Passage aus diesem brillianten Werk denken - weiß gar nicht so genau, warum :-D

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Falls sich jemand (wie ich) über den erzwungenen Neustart von Windows 10 nach Installation von Updates geärgert hat: Hier gibt's die (kostenlose) Abhilfe:
https://www.udse.de/de/windows-10-neustart-verhindern

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Ich habe mich in den letzten Tagen länger mit dem Thema "Bitrate von Audiodateien" auseinander gesetzt. Denn leider ist die Bitrate kein besonders verlässliches Kriterium für die Qualität: Im Zeitalter von Internetradio-Mitschnitten, ***tube-Downloads oder diversen Kauf-Portalen (die mit 320 kbit/s werben) steht man öfters vor der Frage: Ist denn da auch tatsächlich das drin was drauf steht?

Ich musste leider feststellen, dass das selbst bei gekauften MP3s manchmal eben nicht der Fall ist. Über hochskalierte ***tube MP3s will ich lieber gar nicht erst sprechen… 

Aber wie kommt man der tatsächlichen Qualität auf die Spur?

Da man nicht jedes Lied mit HiFi-Equipment anhören und vergleichen kann, ist das Mittel der Wahl die Spektralanalyse. Denn bei der Kompression werden – zumindest bei den gängigen, verlustbehafteten Verfahren wie z.B. MP3 – die hohen Frequenzanteile "geopfert".

Ich habe mein Programm AudioExpert daher kurzerhand erweitert, sodass über einen gesonderten Suchlauf die Dateien analysiert und mit einer "korrigierten Bitrate" versehen werden können. Das ist zwar nicht perfekt, aber WENN die (bewusst optimistisch ausgelegte) Analyse anschlägt, dann sollte man sich die Datei tatsächlich einmal genauer anschauen. Hierzu kann man sich per Knopfdruck das Frequenzspektrum anschauen und ein eigenes Bild machen.

Ich war von den Ergebnissen mehr als überrascht…

Details gibt es unter http://www.udse.de/de/tipps-und-tricks/135-bitrate

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Früher...
Wenn man früher eine Glühbirne benötigte, ging man kurz in den Baumarkt. Man wusste: 25 Watt = schummrig, 40 Watt = naja, 60 Watt = brauchbar, 75 Watt = gut hell, 100 Watt mehr als ausreichend.
Man musste sich dann noch entscheiden, ob matt oder klar und ob Kerzenform oder "normal", ging zur Kasse und war mit 1 oder 2 Mark fertig.

Heute....
Wenn man heue eine neue Lampe benötig, muss man ein Diplom in Elektrotechnik haben und muss sich mit einem Wust an Optionen auseinandersetzen.

1. Welche Fassung?
Hier gibt es inzwischen nicht nur E27, sondern auch E14, hochvolt Halogen und niedervolt Halogen.

2. Welche Form?
Die ehemals überschaubare Auswahlmöglichkeit zwischen "Kerze" und "Normal" ist inzwischen einer Formenvielfalt gewichten, die man schon fast mit dem Farbspektrum eines Regenbogens vergleichen kann.
Einen positiven Aspekt möchte ich hervorheben: Die Energiesparlampen haben oftmals ein cooles, futuristisches Aussehen, das man im Kinderzimmer locker als Photonenlaserneutronenzerstörungskanone verkaufen kann :))

3. Welcher Lampentyp? Und welche Helligkeit?
Zur Auswahl stehen: Normale Glühbirne, Halogen, Energiesparlampe oder gar LED.

3.1 Normale Glühbirnen
Die gute Nachricht: Man muss sich bei normalen Glühbirnen nicht mehr zwischen "Matt" und "Klar" entscheiden, es gibt (schon seit einiger Zeit) nur noch klar.
Bei den "legacy" Glühbirnen steht wenigstens noch die Wattzahl von früher drauf, die aber u.U. nur noch halb stimmt, denn es gibt wohl auch "Energiesparglühbirnen" mit einem Ecomode. Was auch immer, habe ich nicht genauer untersucht.

3.2 Halogen
Da muss ich zugeben, dass ich mich gestern damit nicht genauer auseinander gesetzt habe, da ich eine "normale" Fassung benötigte. Aber alleine die Regalbreite des Halogenlampensortiments verheisst schon nichts gutes...
Wenigstens waren Hochvolt und Niedervolthalogen sauber voneinander getrennt und waren nicht in so einem Kuddelmuddel gemixt wie E14- und E27-Fassungen...

3.3 Energiesparlampen
Energiesparlampen werden mit irgendeiner Fantasiewattzahl ausgewiesen, die angeblich irgend einer herkömmlichen Wattzahl entsprechen soll. Stimmt vielleicht auch, wenn man die Einbrenndauer von 20 Minuten abwartet...
Es gibt aber auch "schnellstart Energiesparlampen", die schon nach 5 Sekunden einigermaßen hell sein sollen, angeblich nach spätestens 30 Sekunden sogar schon richtig hell.
Dann muss man noch wissen, ob man warmweiss, kaltweiss, tageslicht-weiss, 7200 kelvin, 6800 Sören oder 8000 Malte will. Immerhin gab es in diesem Baumarkt sogar eine Demonstratorecke, wo man sich einiger der angebotenen Lampen live angucken konnte. Wenn die einen so direkt ins Gesicht strahlen, erblindet man zwar fast, das ist aber auch gut so: Man sieht die Preise nicht so schnell.

3.4 LED
Nachdem man sich damit abgefunden hat, dass es in E14 schlicht und einfach keine 60 Watt normalo-Glühbirnen (mehr) gibt und man somit zwangsläufig eine Alternative braucht (und von Energiesparlampen nicht sehr überzeugt ist), bricht man auf zu neuen Ufern und entdeckt die LED-Ecke.
Nachdem man den Preisschock überlebt hat, bestaunt man zunächst das Miniaturwohnzimmer mit Couch und Wandregal im Maßstab 1:50 mit ein- und ausschaltbaren LED Lampen verschiedener Farbtemperatur und Lichtstärke. Das soll einem die die neue Helligkeitsklassifizierung "LUMEN" veranschaulichen. Es ist nämlich bei der LED Technik zwingend erforderlich, noch eine weitere Unbekannte in das Gleichunssystem einzuführen. Farbtemperatur und (korrespondierende) Wattzahl reichen hier nämlich nicht aus, man muss dem fachkundigen, studierten Klientel natürlich die physikalisch korrekte SI Einheit für den Lichtstrom um die Ohren hauen: LUMEN. Gemeint ist hierbei nicht das Buch aus der Trilogie von Christoph Marzi, sondern:
[quote]Lumen (lateinisch für Licht, Leuchte) ist die Einheit des Lichtstroms. Als photometrische Einheit berücksichtigt das Lumen (abgekürzt lm) die Empfindlichkeit des menschlichen Auges: Zwei baugleiche Lichtquellen werden als gleich hell wahrgenommen, wenn sie den gleichen Lichtstrom aussenden – unabhängig von ihrer Farbe.[quote] (Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Lumen_(Einheit))
Nachdem wir das also geschluckt haben, versuchen wir Watt zu vergessen und freunden uns mit den Lumen an. Nur: Wann ist es denn so hell, dass diese LED-Dinger meinen Kellerraum genauso hell erleuchten wie 2x 60 Watt stinknormale Glühbirnen? Nachdem ich die widersprüchlichen Hinweise auf diversen Herstellerprospekten durchgelesen hatte, dachte ich: Okay, ich will mit der Zeit gehen: ICH PROBIERE HIGHPOWER LED (Basic und Premium reicht nämlich nicht) MIT > 700 LUMEN aus! Scheiss auf das viele Geld!!!
Doch dann der Rückschlag: In E14 gibt's keine Highpower mit > 700 Lumen. V E R D A M M T !

Also dann doch wieder die Energiesparlampenecke, da Halogen und Normaloglühbirnen (und LED) ausfallen. Aufgrund von negatativen Erfahrungen mit der Einbrenndauer war ich skeptisch, ob die Schnellstartlampen das halten, was sie versprechen. Mangels Alternativen habe ich dann nach ca. 30 Minuten (!) Baumarktaufenthalt doch die 9 Euro pro Lampe investiert und ging mit zwei Schnellstartlampen nach Hause.

Die Ernüchterung kam schnell: Aufgrund des dickeren Lampensockels konnte ich die Glühbirnen nicht weit genug in die Fassung schrauben - da war das Lampengehäuse im Weg. Nach kleineren Umbaumaßnahmen habe ich es aber doch hinbekommen und nun erleuchten zwei Philips Tornado Rapid Start Warm White 12w 745lm (entsprechen laut Verpackung 60W) XSmall meinen Keller.

Und wie machen sich die Lampen nun in der Praxis?
Wenn man oben an der Treppe das Licht einschaltet und die Treppe herunter läuft, sind die angegebenen 5 Sekunden verstrichen und der Kelleraum wird gut ausgeleuchtet. Wenn man noch ein paar wenige Sekunden abwartet, ist es wirklich sehr gut hell. Ich denke, so 10-15 Sekunden brauchen die Lampen schon, danach wird es nicht mehr arg viel heller. Somit bin ich mit Einschaltdauer, Farbtemperatur und Helligkeit zufrieden. Jetzt bin ich gespannt, ob die Haltbarkeit (Ein/Ausschaltzyklen sind hier deutlich interessanter als die Brenndauer) auch das halten, was sie versprechen: Dann müsste ich (zumindest für diese Lampe) in den nächsten 5 Jahren nicht mehr in den Baumarkt. Ich bin schon gespannt, was dann dort auf mich wartet - vielleicht wirklich eine neutroneninduzierte Laserlampenkanone?

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