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Rechtsanwälte Scharf und Wolter
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Fachanwälte und Anwälte für Familienrecht, Arbeitsrecht, Strafrecht, Mietrecht in Hamburg
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Lange Scheidungsverfahren verhindern oder beenden – was kann ich tun?



Die Eheleute haben im Scheidungsverfahren regelmäßig unterschiedliche Interessen. Ein Ehegatte, der Ehegattenunterhalt erhält aber fürchten muss, dass er nach der Scheidung kurzfristig seinen Unterhaltsanspruch verliert, hat ein Interesse daran, das Scheidungsverfahren in die Länge zu ziehen. Dies liegt daran, dass der Ehegattenunterhalt vor der Scheidung (der sogenannte Trennungsunterhalt) bis zur Rechtskraft der Scheidung zu zahlen ist. Er ist also befristet – aber die Frist ist beeinflussbar.

Wenn der unterhaltsberechtigte Ehegatte in dieser Situation den sogenannten Zugewinnausgleich (also den finanziellen Ausgleich für in der Ehe erzielte Vermögenszuwächse) im Scheidungsverfahren beantragt, kann er ganz oft Monate oder gar Jahre das Verfahren verlängern. Regelmäßig wird erst eine Auskunft eingeklagt und dann erst gesagt, wieviel Geld man denn nun haben will. Allein der Streit über die Auskunft – die oft sehr ungenau erteilt wird – kann eine ganz erhebliche Verzögerung bringen.

Was mache ich, wenn ich mit einer solchen bewusst eingesetzten Verzögerungstaktik (landläufig: „schmutziger Scheidungstrick“) oder einem ohne Hintergedanken deswegen lange dauernden Verfahren betroffen bin? Man kann versuchen, den Zugewinnausgleich aus dem Scheidungsverfahren abtrennen zu lassen, um die Scheidung vorzuziehen. Dies geht regelmäßig nur, wenn sich das Verfahren deswegen um wenigstens zwei Jahre verzögert hat. Ganz oft wird dies dennoch abgelehnt, weil die Familiengerichte gehalten sind, Scheidung und Folgesachen gemeinsam und nicht getrennt zu entscheiden. Was dann aber funktioniert: Drei Jahre nach der Trennung kann jeder ohne Begründung vom anderen Ehegatten verlangen, dass der Güterstand der Zugewinngemeinschaft beendet wird. Wer diesen Joker zieht (in der Praxis wird dies ganz überwiegend übersehen!), erreicht direkt, dass der Zugewinnausgleich aus dem Scheidungsverfahren herausgenommen wird. Hintergrund ist, dass dann die Zahlung des Zugewinns sofort verlangt werden kann, was sonst nur mit Rechtskraft der Scheidung der Fall ist. Daraus ergibt sich zwingend, dass Scheidung und Zugewinnausgleich nicht mehr zusammen in einem Verfahren entschieden werden können, womit diese Verzögerungstaktik gescheitert wäre.
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Das Jugendamt will mein Kind wegnehmen - was soll ich tun?

Grundsätzlich sollte man ab der Androhung, dass ein Kind aus der Familie herausgenommen werden soll, immer einen Anwalt einschalten, damit rechtzeitig eingegriffen und überzogene Maßnahmen verhindert werden können.

Der Staat kann in schweren Fällen Kinder aus der Familie herausnehmen - wobei das Jugendamt dies nur vorläufig im Rahmen einer sogenannten Inobhutnahme kann. Dies ist dann kurzfristig durch ein Familiengericht zu bestätigen.

Die Hürde hierfür ist sehr hoch:

Es muss eine Kindeswohlgefährdung in der Form vorliegen, dass eine gegenwärtige, in einem solchen Maß vorhandene Gefahr festgestellt wird, dass bei weiterer Entwicklung der Dinge eine erhebliche Schädigung des geistigen und leiblichen Wohls des Kindes mit hinreichender Wahrscheinlichkeit zu erwarten ist.

In vielen Fällen wird diese Grenze nicht erreicht und von Seiten des Jugendamtes bestehen dennoch erhebliche Bedenken. Oft wird dann versucht, Druck auf die Eltern auszuüben, dass diese freiwillig Ihr Kind ein eine Fremdunterbringung (Wohngruppe, Pflegefamilie etc.) geben. Hier sollte niemals vorschnell eine entsprechende Vereinbarung unterschrieben werden. Lassen Sie sich immer beraten.

Im Regelfall wird es bereits vor irgendwelchen Maßnahmen gegen die Eltern Gespräche beim Jugendamt bzw. Allgemeinem Sozialen Dienst geben. Dies sind oft unangenehme Situationen, weil einem Elternteil oder Elternpaar regelmäßig mehrere geschulte Jugendamtsmitarbeiter gegenüber sitzen und die Diskussion bestimmen. Überlegen Sie frühzeitig, ob Sie sich die Teilnahme eines Anwalts leisten sollten. Damit stellen Sie "Augenhöhe" in den Gesprächen her.

Spätestens wenn es zu einem Termin beim Familiengericht kommt, sollten Sie nicht mehr ohne Anwalt auftreten. Wer sich eigentlich keinen Anwalt leisten kann - z.B. wegen Bezug von Arbeitslosengeld II oder Grundsicherung o.ä. - wird mit hoher Wahrscheinlichkeit die sogenannte Verfahrenskostenhilfe in Anspruch nehmen können, die zumindest die eigenen Anwaltskosten und die Gerichtskosten abdeckt.

Die Inanspruchnahme eines Anwalts für Gespräche beim Jugendamt muss man dagegen leider selber bezahlen.
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Tagtäglich müssen Sie sich als Arbeitgeber den verschiedensten Herausforderungen im Arbeitsrecht stellen. Unsere kostenlosen Broschüren sollen Ihnen helfen, Probleme zu identifizieren, Lösungen zu finden und notwendige Maßnahmen umzusetzen. Die Broschüren sind leicht verständlich und praxisorientiert geschrieben und können im Fall der Fälle auch zum Nachschlagen eines bestimmten Problems benutzt werden. Einen fachanwaltlichen Rat in einem konkreten Einzelfall können sie jedoch nicht ersetzen. Wenn Sie eine solche Beratung bei einem unserer Fachanwälte wünschen, kontaktieren Sie uns gerne.
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Rechtsberatung zum Familienrecht
 
Kaum ein Recht ist so komplex und auf den individuellen Einzelfall abgestimmt wie das Familienrecht. In ihm sind alle Probleme geregelt, die im Zusammenleben einer Familie auftreten können. Von Trennung und Scheidung über Unterhaltszahlungen an Kinder und Partner bis zu den vermögensrechtlichen Auseinandersetzungen reicht die große Palette der familienrechtlichen Auseinandersetzungen.

Für einen rechtsunkundigen Bürger sind die zahlreichen Gesetze, Regelungen und Bestimmungen kaum durchschaubar. Eine versierte Beratung zu allen Themen des Familienrechts erhalten Betroffene durch die Fachanwälte Scharf & Wolter aus Hamburg. Sowohl in außergerichtlichen Auseinandersetzungen als auch in Verfahren vor dem Familiengericht stehen die Anwälte ihren Mandanten zur Seite.

Trennungen und nachfolgende Scheidungen haben spürbar zugenommen. Jede dritte Ehe wird nicht mehr durch den Tod eines Partners beendet, sondern durch Scheidung. Durch Trennungen und Scheidungen ergibt sich eine Vielzahl von Fragen, die außergerichtlich oder vor dem Familienrichter zu regeln sind. Die fachanwaltliche Beratung durch Scharf & Wolter bietet den Betroffenen die Chance, ihre Rechte zu kennen und notfalls durchzusetzen.

Scheidungen

Eine Scheidung muss in Deutschland grundsätzlich vor dem Familiengericht erfolgen. Mindestens einer der Partner muss dabei von einem Anwalt vertreten sein. Dies empfiehlt sich in Fällen, in denen die Ehepartner sich über grundlegende Fragen einig sind. Anderenfalls beauftragt jeder Partner einen eigenen Anwalt.

Unterhaltszahlungen

Sind Kinder aus der Beziehung hervorgegangen, ist die Frage des Unterhalts zu regeln. Die Kinder haben einen Unterhaltsanspruch, der sich nach dem Einkommen richtet. Aber auch Ehegatten können einen nachehelichen Unterhalt fordern, wenn sie bedürftig sind und einen ehebedingten Nachteil erlitten haben. Diesen festzustellen und die Höhe der Unterhaltsbeträge zu berechnen, gehört zu den Aufgaben der Fachanwälte für Familienrecht.

Umgangsrechte

Häufig können sich Eltern nicht darüber einigen, bei wem die Kinder leben sollen, und wie der Umgang mit dem anderen Elternteil geregelt werden soll. Auch hier erfolgt eine Beratung.

Vermögensaufteilung und Versorgungsausgleich

Ist in einer Ehe Vermögen angefallen, können Ausgleichsansprüche zwischen den Ehegatten anlässlich der Scheidung oder danach bestehen. Während der fachkundigen Beratung versuchen die Fachanwälte Scharf & Wolter, eine juristisch einwandfreie Lösung zu finden. Das betrifft auch den Versorgungsausgleich, der bei Scheidung geregelt werden muss.
 
Weitere Informationen erhält man unter http://scharf-und-wolter.de/familienrecht-hamburg/
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Wir wünschen allen Google+ Nutzern ein erfolgreiches und gutes Jahr 2015. Ihre Rechtsanwälte Scharf & Wolter GbR unter http://scharf-und-wolter.de
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Unser Büro in Barmbek
In unserem Barmbeker Büro stehen Ihnen drei Mitarbeiterinnen zur Verfügung, die gerne Ihre Fragen beantworten und Ihnen jederzeit mit Rat und Tat zur Seite stehen.
Frau Anastasia Möllmann ist unsere Büroleiterin. Sie hat bei uns ihre Ausbildung zur Rechtsanwaltsfachangestellten mit der Note “gut” abgeschlossen. Neben deutsch spricht sie fließend russisch.
Frau Christina Tsigaras ist unsere zweite Rechtsanwaltsfachangestellte. Sie hat ihre Ausbildung mit “gut” abgeschlossen und spricht neben deutsch griechisch.
Frau Carina Kaninck ist unsere dritte Rechtsanwaltsfachangestellte, die vor allem das Familienrecht betreut.
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Arbeitsrecht für Arbeitnehmer

Im Arbeitsrecht vertreten wir deutschlandweit Arbeitnehmer bei Kündigungen, Befristungen, Abmahnungen, bei Lohnfragen sowie bei sonstigen Streitigkeiten mit dem Arbeitgeber. Ansprechpartner sind für Sie die Fachanwälte für Arbeitsrecht Dr. Alexander Scharf und Jens Buchwald in unseren Kanzleien in Barmbek und Eppendorf.

http://scharf-und-wolter.de/arbeitsrecht-hamburg-arbeitn/das-koennen-wir-fuer-sie-tun/
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Rechtsanwalt Gernot Wolter der Kanzlei Scharf und Wolter - Fachanwalt Familienrecht in Hamburg
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