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Ulrich Andrös
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#Grünlippmuschel

Die in Neuseelands Gewässern endemische (nur dort beheimatete) Muschelart Perna canaliculus (#Grünlippmuschel oder #Grünschalmuschel) gehört zur Familie der #Miesmuscheln (#Mytilidae) und wird deshalb auch oft „Neuseelands Miesmuschel“ genannt. Ihren Namen hat die Grünlippmuschel den grün gefärbten Gehäuserändern zu verdanken, welche sie gut von anderen Arten abgrenzbar macht. Mit einer durchschnittlichen Gehäusegröße von 10 bis 17cm zählt die Grünlippmuschel zu den relativ großen Vertretern ihrer Familie.

Wissenswertes zu Erscheinungsbild und Entwicklung

Die relativ dünne (aber durchaus feste) Schale des Gehäuses ist glatt (mit Anwachsstreifen) und weißt einen leicht konvex gebogenen Ventralrand auf. Der Dorsalrand ist ebenfalls gebogen. Sie ist länglich und eiförmig mit einem breiten, abgerundeten hinteren Ende und einem annähernd spitzen Vorderende. In der frühen Ontogenese werden um die 10 bis 18 Zähne ausgebildet, die zu einem späteren Zeitpunkt wieder zurückgebildet werden. Lediglich zwei dysodonte Zähne bleiben erhalten, in seltenen Fällen auch nur einer. Während in der linken Klappe nur ein Zahn vorhanden ist, finden sich in der Grube der rechten Klappe 2 schwächere Zähne. Der vordere Schließmuskel (oder Schließmuskeleindruck) fehlt komplett, der hintere ist in zwei Bündel aufgelöst. Es wird ein rundlicher vorderer Eindruck und ein flach u-förmiger hinterer Eindruck gebildet. Das dicke Perostracum glänzt grünlich.

Nach einem Jahr erreichen Männchen und Weibchen der Grünlippmuschel die sexuelle Reife. Bei der Fortpflanzung spielt vor allem die Temperatur eine wichtige Rolle. Grünlippmuscheln sind getrenntgeschlechtlich. Die Männchen geben ihre Spermien ins Wasser ab - damit diese überleben können ist allerdings eine warme Wassertemperatur von Nöten. Deshalb können die männlichen Vertreter der Populationen im wärmeren Norden ihre Spermien das ganze Jahr über ins freie Wasser abgeben, während sich der Zeitraum für die südlichen Populationen auf Juni bis Dezember beschränkt. Die Embryonalentwicklung läuft sehr schnell ab, schon 5 Stunden nach der Befruchtung schlüpfen die Trochophora-Larven. Auch dieses Stadium wird schnell durchlaufen. Nach weiteren 16 Stunden bildet sich bereits die planktonfressende Veliger-Larve. Es folgen die Entwicklung des ersten organischen Gehäuses (nach 20 Stunden), von Prodissoconch I und Prodissoconch II. Ist die Larvalphase fast angeschlossen bildet sich ein beweglicher Fuß aus (Stadium Pediveliger), welcher der Larve bei der Suche nach einem geeigneten Platz zum Anheften hilft. Über die Byssusdrüse werden die für die Anheftung wichtigen Byssusfäden gebildet. Ab diesem Zeitpunkt beginnt die Metamorphose.

Das Verbreitungsgebiet der ursprünglich in Neuseeland und den umliegenden Inseln endemischen Grünlippmuschel hat sich inzwischen (durch menschliche Eingriffe) auch bis nach Südaustralien und Tasmanien ausgeweitet. Die Temperaturtoleranz liegt bei den im Süden lebenden Populationen bei 5,3 °C, während sie im Norden bereits bei bis zu 27 °C liegt. Bei der Salinitätstoleranz liegen die Werte zwischen 30 und 35 PSU. Wie auch die meisten anderen Arten aus der Familie der Miesmuscheln, lebt die Grünlippmuschel auf Muschelbänken. Diese liegen meist in Bereichen bis ins flache Subdital an Steinen, Hafenpfeilern und im Weichbode und erreichen eine Dichte von 100 Individuen pro Quadratmeter.

Wissenswertes über die wirtschaftliche Bedeutung der Grünlippmuschel

Bereits seit Jahrhunderten wird die Grünlippmuschel von den Ureinwohnern Neuseelands (den Maoris) sehr gerne verzehrt. Auch heute noch ist die Muschel ein beliebtes Nahrungsmittel, sie wird inzwischen aber auch gerne als Nahrungsergänzungsmittel oder für pharmazeutische Zwecke verwendet. Letztere Verwendungszwecke machen ca. 10% der Gesamtproduktion aus. Da die nationale und internationale Nachfrage sehr groß ist (und eine natürlich Entnahme der unter Schutz stehenden Wildbestände strengstens verboten ist) werden die in Neuseelands Gewässern endemischen Muscheln in großen Aquakulturen gezüchtet. Diese befinden sich in den Marlborough Sounds (einer unberührten Fjordgegend) und bei der Coromandel-Halbinsel. Die Kultivierung erfolgt an senkrecht ins Wasser hängenden Tauen (Hängeleinenkultur). Geerntet wird einmal im Jahr. Dabei werden bis zu 60.000 Tonnen der um die 2 Jahre alten Muscheln aus dem Wasser gezogen. Zu kaufen gibt es die Ernte dann fast weltweit. Auch bei uns kann die Delikatesse unter dem Namen „Neuseeländische Grünschalenmuschel“ erworben werden.

Für Neuseeland hat sich der Export der Muscheln inzwischen zu einer sehr ertragreichen Industrie entwickelt. Neben Lachs und pazifischen Austern trägt besonders auch der Verkauf der Grünlippenmuscheln zu dem inzwischen auf 380 Millionen NZ$ pro Jahr (umgerechnet, je nach aktuellem Wechselkurs, um die 245 Millionen €) angestiegenen Umsatz durch Aquakulturen im Land der Kiwis bei. Diese Entwicklung ist seit den letzten 30 Jahren immer fortlaufend angestiegen. Die Grünlippmuscheln haben einen beachtlichen Anteil von 80% am gesamten Export aus Aquakulturen. Die Meeresfrüchte und Fische aus neuseeländischen Gewässern sind weltweit sehr beliebt, immerhin gehören diese zu den saubersten und am besten überwachten Gewässern weltweit (der Betrieb sämtlicher Aquakulturen und deren Verarbeitung werden durchgehend vom neuseeländischen Gesundheitsministerium überwacht).
Bei der Zucht der Grünlippmuscheln wird besonderen Wert darauf gelegt, dass weder künstliche Futterstoffe, noch Medikamente, Pestizide oder Zusätze anderer Art eingesetzt werden. Ein Knackpunkt, der das Anlegen der Aquakulturen erschwert ist das Unvermögen die Muschelbrut in Tanks nachzuzüchten. Auch heute noch stammt ein Großteil der in Aquakulturen „angebauten“ Muschel deshalb von Muschelbrut aus Wildbeständen. Forscher arbeiten mit Hochdruck an neuen Methoden, damit in Zukunft auf die Entnahme der wilden Muschelbrut verzichtet werden kann.

Wissenswertes zur Verarbeitung und Verwendung

Für die Verwendung in Nahrungsergänzungsmitteln oder Pharmazeutika werden die Muscheln bereits im Ursprungsland aufgebrochen und von der Schale getrennt. Um dem Muschelfleisch die Feuchtigkeit zu entziehen werden diese zunächst zentrifugiert und anschließend gefriergetrocknet. Damit die Trocknung ordnungsgemäß ablaufen kann, sind kontrolliert niedrige Temperaturen nötig. Nur so können die wichtigen Inhaltsstoffe (beispielsweise die empfindlichen Fettsäuren) erhalten bleiben. Bei einer Lufttrocknung könnten die Nähr- und Aufbaustoffe wesentlich schlechter geschützt werden. Nach der Trocknung folgt das Mahlen, alle Inhaltsstoffe liegen nun in einer 4 bis 5 fachen Konzentration vor. Durch den Entzug der Feuchtigkeit kann zudem eine deutlich verlängerte Haltbarkeit erzielt werden. Angeboten wird das getrocknete Muschelfleisch meist in Kapselform als Grünlippmuschel-Pulver, Grünlippmuschel-Extrakt oder Grünlippmuschel-Konzentrat. Außerdem findet die neuseeländische Muschel auch immer öfter Verwendung als Bestandteil von Tierfutter. So ist beispielsweise Grünlippmuschel für Hunde im Futter inzwischen keine Seltenheit mehr.

Teilweise wird nicht das gesamte Fleisch der Muschel zu Konzentrat verarbeitet. Für die Herstellung von Muschelöl werden beispielsweise nur die Fettsäuren extrahiert. Das hierbei übrig gebliebene Pulver, kann dann als Konzentrat verkauf werden, ist allerdings nicht vergleichbar vollwertig wie das Konzentrat aus allen Bestandteilen.

Wissenswertes zu den Inhaltsstoffen

Die eng mit der Miesmuschel verwandte Grünlippmuschel enthält eine ganze Reihe wichtiger Nährstoffe. Am meisten geschätzt wird sicherlich der hohe Anteil an Glukosaminglykanen (GAG) – Aminozuckern. Diese langkettigen Moleküle aus Kohlehydraten und Eiweiß benötigt der Körper zur Bildung von Knorpelgewebe und des Knorpelschmierstoffes. Aus diesem Grund werden die Aminozucker auch als „Nahrung für die Gelenke“ bezeichnet. Dazu kommen die für den Körper wichtigen Omega-3-Fettsäuren, verschiedene Lipide und Kohlenhydrate. Während Eiweiße (in Form von Aminosäuren) mit einem Anteil von 60% vertreten sind, nehmen Kohlenhydrate 20% ein und Fettsäuren 10%. Das Fleisch der Grünlippmuschel ist also sehr eiweißhaltig. Auch sind diverse Mineralstoffe und Vitamine im Fleisch der Grünlippmuschen enthalten.

Zusammenfassung

Die in Neuseelands Gewässern endemische Grünlippmuschel (oder auch Grünschalmuschel) gehört zur Famile der Miesmuscheln. Sie erreicht eine Größe zwischen 10 und 17 Zentimetern und wächst an Muschelbänken mit einer durchschnittlichen Dichte von 100 Individuen pro Quadratmeter. Wegen der hohen nationalen und internationalen Nachfrage werden in Neuseeland große Aquakulturen mit Grünlippmuscheln betrieben. Die Ernte erfolgt einmal jährlich und beschert dem Land im Export große Umsätze. Die Muschel ist nicht nur ein beliebtes Nahrungsmittel, aufgrund ihrer vielen für den Körper wichtigen Inhaltsstoffe rückt sie auch in der Naturheilkunde vermehrt ins Bewusstsein. Extrakte, Pulver und Konzentrate lassen sich fast weltweit erwerben.

Grünlippenmuschelextrakt könnt ihr in deutscher Apothekenqualität hier erwerben: http://www.nhp-bedarf.de/de/Gruenlipp500
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#Kardenwurzel

Wissenswertes zur #WildenKarde

Die Wilde Karde gehört zur Familie der #Geißblattgewächse (#Caprifoliaceae) bzw. zur Unterfamilie der #Kardengewächse (#Dipsacoideae) und trägt im Volksmund viele verschiedene Trivialnamen. So ist die Wilde Karde auch als #Kratzkopf, #Raukarde, #Immerdurst, #Igelkopf, #Kardätschendistel, #Tuchkart, #Hirstenstab, #Weberdistel, #Kämme, #Zisternpflanze, #Strähl, #Walkerdistel, #Wullkarten oder #Krempeltestel bekannt Der wissenschaftliche Name, Dipsacus fullonum, leitet sich aus dem Griechischen von „dispa“ (Durst) ab, was darauf zurückzuführen ist, dass sich nach einem starken Regen in den Trichtern und Stängelblättern der Pflanze Wasser ansammelt und für durstige Wanderer und Vögel zur Verfügung steht. Einer Legende zu Folge werden Mädchen, die sich mit diesem - in den Trichtern gesammelten Wasser - waschen, besonders schön, weshalb die Wilde Karte auch #Venusbecken oder #Venusbad genannt wird. Obwohl die Pflanze vom Habitus her stark an Disteln erinnert, gibt es hier keine phylogenetische Verwanftschaftsbeziehung. Dennoch wird der deutsche Name „Karde“ vom lateinischen Wort für Distel „carde“ abgeleitet. Auch besteht leicht Verwechslungsgefahr zur nahe verwandten Weberkarde, welche diesen Namen trägt, da zu früheren Zeiten die trockenen Fruchtstände zum Kämmen von ungesponnener Wolle verwendet wurden.

Die krautige Halbrosettenpflanze kann enorme Wuchshöhen bis zu 2 Metern erreichen. Die meisten Individuen sind jedoch etwas kleiner. Die auffälligen, großen Wurzeln weisen eine gelblich-weiße Farbe auf. Die vielen Namen der Wilden Karde verweisen zu einem Großteil auf das Wassersammelbecken (Phytotelm) hin, welches durch die gegenständigen, unten verwachsenen Blätter entstehen kann. Aus ökologischer Sicht wird diese Konstruktion jedoch eher als Aufkriechschutz gegen Ameisen oder zusätzliche Möglichkeit zur Nährstoffgewinnung (durch die Ansiedlung und den Fang von kleinen Lebewesen im Wasser) interpretiert.

Im ersten Jahr bildet die zweijährige Pflanze eine Blattrosette (die Blätter der Rosette sind filigran gezähnt bei lanzettlicher Form) und wichtige Nährstoffreserven aus. Letztere werden während der Wachstumsphase im zweiten Jahr benötigt. Die paarweise zusammen wachsenden Blätter entspringen dem stacheligen, kantigen Stängel und weisen (im Gegensatz zu den Grundblättern) eine kaum zu übersehende Kerbung auf. Die Tragblätter, welche die Blütenköpfe umgeben, sind länger als diese. Die kurzgestielten Grundblätter sind in einer Rosette angeordnet, die gesamte Pflanze ist mit Stacheln übersät.
Während der Blütezeit von Mitte Juni bis Anfang September bildet die Wilde Karde eine sehr auffällige, Blütenpracht aus. Die Blütenblätter sind weißlich bis violett und bilden zusammen einen bis zu 10cm großen und länglich, eiförmigen Blütenstand. Die Kronblätter sind dabei röhrenförmig verwachsen. Sie sind so tief, dass nur Hummeln und Schmetterlinge mit ihrem langen Rüssel den Nektar erreichen können. Es bedienen sich jedoch auch viele andere Insekten an den Pollen der Pflanze. Die vielen unterschiedlich langen Hüllblätter des Blütenkopfes sind stachelig, nach oben gebogen und borstig, was wohl zur naheliegenden Verwechslung mit Disteln führt. Von September bis Oktober reifen die Früchte der Wilden Karde. Aus den zwittrigen Blüten einer Pflanze können insgesamt bis zu 2000 Samen entstehen. Diese entstammen den kleinen, dunklen Nussfrüchten welche aus den Blüten der Pflanze entstehen. Jede häutige Nuss enthält dabei nur einen einzigen Samen (Achänen). Durch den Aufbau des Blütenapparates, verfolgt die Karde die Vermehrungsstrategie als Tiersteuer. Die stacheligen Pflanzenteile bleiben im Fell vorbeistreifender Tiere hängen und werden so entweder mit transportier (meist über weite Strecken) oder es entsteht ein Rückschlag durch den Kletteffekt im Tierfell. Die Karde bleibt im Fell hängen, das Tier läuft weiter, zieht die Pflanze dabei ein wenig mit in die Laufrichtung, bevor die festen Pflanzenteile sich wieder vom Fell lösen, zurückschleudern und dabei die Nüsse in der näheren Umgebung (bis zu mehrere Meter weit) verteilen. Aber auch Bearbeitungsverbreitung (zum Beispiel durch Stieglitze) und Windausbreitung sind nicht unüblich.

Das natürliche Verbreitungsgebiet der Wilden Karde liegt im Mittelmehrraum. Hier ist sue eine typische Charakterart der Klasse Artemisietea (Pflanzenwelt von menschlich tiefgreifend überprägten Standorten). Inzwischen ist die Pflanze (mit Ausnahme der nördlichen Regionen Skandinaviens) in ganz Europa bis hin nach Nordafrika und Kleinasien verbreitet. In Deutschland zählt sie zu den Archäophyten (vor 1492 - als Christoph Kolumbus Amerika erreichte - direkt oder indirekt durch den Menschen eingeführte Pflanzen). Während die Pflanze in den deutschen Bergregionen eher selten anzutreffen ist, kann sie in größeren Zahlen in Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz, Sachsen, Nordrhein-Westfalen, Hessen, Thüringen, Sachsen-Anhalt, Süd-Niedersachsen und Bayern gefunden werden. Teilweise finden sich auch zerstreute Populationen in Mecklenburg-Vorpommern, Nord-Niedersachsen, Brandenburg und Schleswig-Holstein.
Als Standorte werden Überschwemmungsflächen, Ufer, Weiden, Wegränder, Niederungen, alte Ruinen und Hügelland (bis zu 800 Meter) bevorzugt. Es werden vor allem lehmige Böden bewachsen, weshalb die Wilde Karde auch als Zeigerpflanze für Lehmböden gilt.

Wissenswertes zur Verwendung

Die Menschen wussten sich die Pflanzenteile der distelähnlichen Pflanze von je her zu Nutze zu machen. So wurden vor der Industrialisierung beispielsweise die Blütenköpfe verschiedener Kardenarten (vor allem der Weber-Karde aber auch der Wilden Karde) zum Kämmen ungesponnener Wolle genutzt. Dadurch ließ sich die Wolle um einiges besser verarbeiten und Spinnen. Heutzutage übernehmen Maschinen diese Aufgabe – die Wolle wird dabei von den Metallzinken breiter Kämme entwirrt.
Zudem wurden schon seit der älteren Steinzeit fertig gewebte Tücher mit Hilfe der Karde aufgeraut und somit abgedichtet. Ausgrabungen belegen, dass diese Methode schon sehr lange bekannt ist.
Heute findet die Wilde Karde vor allem Verwendung in der Küche, im Garten und für den Naturheilkundlichen Bedarf (hier ist die Pflanze noch nicht besonders gut bekannt, nimmt aber immer mehr an Bedeutung zu). Für letztere Verwendung werden vor allem die Kardenwurzeln genutzt. Diese können am besten im Frühjahr oder Herbst des ersten Jahres geerntet werden, da sie nach der Blüte holzig werden und weniger der begehrten Inhaltsstoffe enthalten. Gekauft werden kann die Wurzel geschnitten, als Essenz oder fertige Kardentinktur. Beim Kauf gilt es auf das Mindesthaltbarkeitsdatum zu achten. Essenzen und Tinkturen können nach der Abfüllung ca. 2 Jahre gelagert werden. Tinkturen sollten vor direkter Sonneneinstrahlung und zu hohen Temperaturen geschützt werden. Es empfiehlt sich eine Lagerung in dunklen und kühlen Räumen. Vereinzelt werden auch die Blätter der Wilden Karde zum Kauf angeboten. Nicht umsonst erfreut sich die Kardenwurzel in der Naturheilkunde immer größerer Beliebtheit. Viele wichtige Inhaltsstoffe sind in Hülle und Fülle enthalten. Dazu gehören neben Terpenen beispielsweise organische Säuren, Kaffeesäureverbindungen, Glykoside, Scabiosid und Saponine.

Während der Verzehr der Kardenwurzel zu kulinarischen Zwecken eher unüblich ist, so wird sie doch zur Herstellung von Likören verwendet. Zudem ist Kardenpulver vereinzelt in Backwaren wie Brot, Keksen und Kuchen verarbeitet.

Zusammenfassung:

Die bis zu 2 Meter groß werdende Wilde Karde gehört zur Familie der Geißblattgewächse (Caprifoliaceae) und ist unter vielen verschiedenen Namen bekannt (z.B. Immerdurst, Igelkopf oder Weberdistel). Der wissenschaftliche Name, Dipsacus fullonum, leitet sich aus dem Griechischen von „dispa“ (Durst) ab, was darauf zurückzuführen ist, dass sich nach einem starken Regen in den Trichtern und Stängelblättern der Pflanze Wasser ansammelt und für durstige Wanderer und Vögel zur Verfügung steht. Während der Blütezeit von Mitte Juni bis Anfang September bildet die Wilde Karde eine sehr auffällige, violette Blütenpracht aus, mit Blütenköpfen, die eine Größe von bis zu 10cm erreichen können. Das natürliche Verbreitungsgebiet der Pflanze liegt im Mittelmehrraum, seit langer Zeit ist sie aber auch in den meisten deutschen Bundesländern häufig anzutreffen. Aufgrund der interessanten Inhaltsstoffe wie den organischen Säuren, Kaffeesäureverbindungen, Glykosiden, Scabiosiden, Terpenen und Saponinen erfreuen sich die Wurzeln der Wilden Karde in der Naturheilkunde seit einiger Zeit großer Beliebtheit.

Kardenwurzel könnt ihr hier erwerben http://www.nhp-bedarf.de/de/Kardenwurzel
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#Rotklee

Wissenswertes zum Rotklee

Rotklee (Trifolium pratense) gehört zur Familie der Hülsenfrüchtler (Fabaceae / Leguminosae) und wird auch #Wiesenklee, #Fleischklee, #Hummelklee und #Futterklee genannt. Für die krautige Pflanze werden in Mitteleuropa wiederum drei Unterarten unterschieden. Neben dem gewöhnlichen Wiesen-Klee (Trifolium pratense L. subsp. Pratense), kann der Küsten-Wiesen-Klee (Trifolium pratense subsp. Maritimum) und der Alpen-Wiesen-Klee (Trifolium pratense subsp. Nivale) gefunden werden.

Die wildwachsende Wiesenpflanze ist ein- bis zweijährig und zeichnet sich vor allem durch die kugelförmigen roten Blüten aus, welchen der Rotklee seinen Namen zu verdanken hat. Diese werden in vielblütigen, kugelig bis eiförmigen Blütenständen gebildet, welche einen Durchmesser von 2 bis 3 cm und eine Länge von 1 bis 2cm aufweisen. Dabei ist der Blütenstand oft von den obersten Stängelblättern umhüllt. Die zygomorphen, zwittrigen Blüten besitzen eine doppelte Blütenhülle und sind fünfzählig. Während der Blütezeit von April bis Oktober kann die Farbenpracht des Rotklees auf Feldern, Fettwiesen und Waldlichtungen bestaunt werden. Die Pflanze wächst zwar auch unter relativ ungünstigen Klimabedingungen (wird dann jedoch weniger kräftig) , verträgt allerdings keine konstante Beschattung. Zudem werden nährstoffreiche, frische Ton- und Lehmböden bevorzugt und ein gewisses Vorkommen an Kalk und Sulfat vorausgesetzt. Saure, schlecht entwässerte Böden werden vermieden. Rotklee wächst sowohl auf kollinen als auch auf alpinen Höhenstufen (Alpen-Wiesen-Klee bis 2600 m) und ist eine Klassencharakterart (nach Ellenberg) der Grünland-Gesellschaften (Molinio-Arrhenatheretea).

Besonders beeindruckend ist die Wuchshöhe, welche in einigen Fällen bis zu 80 cm erreichen kann. Durchschnittlich erreichen Rotkleepflanzen allerdings eine Höhe von 18cm. Dabei ist der aufsteigende und aufrechte Stängel kahl bis dicht angedrückt behaart. Die Laubblätter sind spiralig und wechselständig angeordnet und gliedern sich in die dreiteilig gefiederte (gefingerte) Blattspreite und den 1,8 bis 8.6 cm langen Blattstiel. Eine Breite von 8 bis 35mm und eine Länge von 18 bis 60 mm erreichen die beiderseits fein behaarten, eiförmigen Blättchen mit dem hellen Fleck in der Mitte.

Rotklee ist ein Indikator für eine gute Bodenqualität und Fruchtbarkeit. Die Pflanze besitzt die Fähigkeit in Symbiose mit sogenannten Knöllchenbakterien Stickstoff aus der Luft zu binden und den Boden so mit dem wichtigen Nährstoff anzureichern.

Die tiefwurzelnde (Wurzeltiefe bis 2m) Schaftpflanze kann als Hemikryptophyt (die Überdauerungsknopsen liegen an der Erdoberfläche) beschrieben werden. Während die vegetative Vermehrung über unterirdische Ausläufer erfolgt, besitzen die Blüten der nektarführenden Schmetterlingsblumen einen Klappmechanismus, der eine gezielte Bestäubung erlaubt. Diese beschränkt sich aufgrund des tiefliegenden Nektarreservoirs auf wenige Apidae-Arten. Vornehmlich „langrüsselige“ Hummeln kommen in den Genuss des Rotklee-Nektars und sorgen damit für eine sichere Bestäubung. Die Rüssellänge von Honigbienen ist zu kurz, sie sammeln lediglich Pollen, sorgen jedoch dennoch für eine gute Bestäubungsleistung. Wieder andere Arten haben ihre eigenen Tricks um an den süßen Nektar des Wiesen-Klees zu gelangen: Die Erdhummel (Bombus terrestris) beispielsweise, begeht Nektarraub, indem sie seitlich Löcher in die Nektarröhre beißt. Diese werden wiederum auch gerne von Honigbienen angeflogen. Da die Bestäubungsleistung von Hummeln im Allgemeinen am höchsten für den Rotklee ist, ist ein Rückgang der Populationen automatisch auch mit einer geringeren Samenausbeute verbunden, da eine Samenbildung über Selbstbestäubung ausgeschlossen ist. In mehreren Ländern konnte diese Entwicklung durch den Rückgang der Hummelpopulationen bereits mit immensem Ausmaß beobachtet werden. In einigen Ländern Nord- und Südamerikas (in denen der Wiesenklee nicht heimisch ist) übernehmen auch Vögel (z.B. Archilochus colubris) die Bestäubung.
Ebenfalls kann eine Zufallsverbreitung über Regenwürmer, Grasfresser und Ameisen erfolgen, welche die Kombination aus bewimpertem Kelchzipfel und trockener Blütenkrone mit Flugorgan (Schirmchen- oder Flügelflieger) verteilen. Die Fruchtreife der ausdauernd krautigen Pflanze erfolgt von August bis Oktober, wobei die hartschaligen Samen mindestens 14 Jahre (bei sehr günstigen Bedingungen auch über 100 Jahre) keimfähig bleiben. Die Keimblätter des Rotklees legen sich nachts zusammen (führen also Tag- und Nachtbewegungen aus). Im dreistündigen Rhythmus fiedern die Laubblätter ebenfalls nachts (autonome Turgorbewegung). Wiesenklee ist überwinternd grün.

Wissenswertes zur Verwendung

Rotklee ist ein wahrer Alleskönner. Zum einen ist die Pflanze aufgrund der langen Liste an gesunden Inhaltsstoffen in der Naturheilkunde sehr beliebt, zum anderen erfüllt sie einen weit grundliegenderen Nutzen: Den als Futterpflanze für die Milchwirtschaft. Aufgrund des hohen Gehaltes an Eiweiß wird der Wiesen-Klee in Deutschland schon seit dem 11 Jahrhundert zu diesem Zweck angebaut. Durch die Fähigkeit Luftstickstoff zu fixieren, wird die Pflanze auch als Bodenverbesserer gepflanzt. Als wichtige Nahrungsquelle für Hummeln und Bienen, ist Rotklee während der Blütezeit auch für die Imkerei von großem Nutzen. Dafür werden jedoch meist Sorten herangezüchtet, die eine kürzere Kronenröhre aufweisen und somit auch für kurzrüsseligere Arten zugänglich werden. Selten wird im Handel reiner Kleehonig angeboten, da das Sammeln des stark zuckerhaltigen Nektars für die Bienen mit einem vergleichsmäßig hohen Aufwand verbunden ist. Deshalb wird dieser meist mit anderen Honigsorten gemischt.
Im Volksmund werden die Blätter des Rotklees als Glücksbringer geehrt. Vor allem der Fund von seltenen vierblättrigen Mutationen sorgt meist für sehr viel Freude, da diese ganz besonders gerne als Talisman verwendet werden.

Wissenswertes zu den Inhaltsstoffen

Zu den wichtigsten Inhaltsstoffen des Rotklees gehören Rhodanid (bzw. Thiocyanate), cyanogene Glykoside und Phytoöstrogene (Isoflavone wie Pratensein, Biochanin A, Daidzein, Genistein und Formononetin). Die Phytoöstrogene sind dem menschlichen Östrogen strukturell gesehen sehr ähnlich. Der hohe Anteil an Proteinen macht die Pflanze in der Landwirtschaft sehr beliebt als Futterpflanze, die Muskelaufbau und Vitalität der Nutztiere steigern kann. Allerdings können durch das Verfüttern der Pflanze (in seltenen Fällen) auch veterinärtoxikologische Nebenwirkungen auftreten. Diese haben verschiedene Ursachen und hängen stark mit Fütterungsmenge, Jahreszeit und Witterung (aufgrund von Veränderungen des Sekundärstoffwechsels) zusammen. Vergiftungen können sowohl von löslichen Proteinen herrühren, die für eine schaumige Gärung im Pansen sorgen, als auch von der (über die cyanogenen Glykoside freigesetzten) Blausäure, welche die Atmungskette der Mitochondrien blockiert. Zudem kann es von den Phytoöstrogenen ausgehend zu Fruchtbarkeitsstörungen und Aborten kommen und zu einer Verminderung des Sauerstoffgehaltes im Blut durch die Umsetzung von Nitrat zu Nitrit (welches wiederum Hämoglobin zu Methämoglobin oxidiert). Als letzte mögliche Nebenwirkung für die Milchkühe kann eine Photosensibilisierung auftreten, die durch den Farbstoff Rhodanid ausgelöst wird.
Ebenfalls zählen Proteaseinhibitoren, Magnesium, Salicin, Cumarine, Kalium, Calcium, Vitamin B3 (Niacin), Vitamin B1 (Thiamin) und Vitamin C zu den Inhaltsstoffen des Rotklees. Der Anteil der wichtigen Spurenelemente, Vitamine und Gerbstoffe ist sehr stark an den Ort und die Zeit der Ernte (zwischen März und September möglich) gebunden. Je nach Qualität variieren auch die auf dem Markt gehandelten Preise.

Zusammenfassung:
Rotklee (Trifolium pratense) gehört zur Familie der Hülsenfrüchtler (Fabaceae / Leguminosae) und wird auch Wiesen-Klee, Fleischklee, Hummelklee und Futterklee genannt. Dabei werden in Mitteleuropa wiederum drei Unterarten unterschieden. Die ein- bis zweijährige, wildwachsende Wiesenpflanze zeichnet sich vor allem durch die kugelförmigen roten Blüten aus, welche dem Rotklee seinen Namen gegeben haben dürften. Diese zeigen sich während der Blütezeit von April bis Oktober. Rotklee ist ein Indikator für eine gute Bodenqualität und Fruchtbarkeit. Die Pflanze besitzt die Fähigkeit in Symbiose mit sogenannten Knöllchenbakterien Stickstoff aus der Luft zu binden und den Boden so mit dem wichtigen Nährstoff anzureichern. Deshalb wird Rotklee auch zur Bodenverbesserung angepflanzt. Die Pflanze enthält zudem viele Proteine und wird deshalb gerne als Futterpflanze in der Viehwirtschaft genutzt. Aufgrund der vielen nützlichen Inhaltstoffe im Rotklee (besonders der Isoflavone) , ist die Verwendung in der Naturheilkunde seit einiger Zeit sehr beliebt.

Rotklee könnt ihr hier erwerben http://www.nhp-bedarf.de/de/Rotklee
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#Shiitake

Wissenswertes zu Shiitake

Der in Ostasien beheimatete Shiitake-Pilz (wissenschaftlicher Name: Lentinula edodes) wird zur Familie der #Schwindlingsverwandten (#Marasmiaceae) gezählt. Diesen ist allesamt gemein, dass sie als Saprobioten auf totem Pflanzenmaterial wachsen. Der japanische Name Shiitake (椎茸) wird zusammengesetzt aus dem Wort für Pilz (take) und dem Wort für den typischen Wirtsbaum der Pilzart, dem Pasania-Baum (shii). Letzteres erklärt warum der Pilz in Deutschland auch als „#Pasaniapilz“ bezeichnet wird. In China sind die Namen dōnggū (冬菇) und xiānggū (香菇) gebräuchlich. Beide Begriffe können mit „duftender Pilz“ (der Pilzgeruch von Shiitake wird sowohl im frischen als auch im getrockneten Zustand als sehr wohlriechend empfunden) oder „Pilz des Winters“ übersetzt werden.

Shiitake wird in China und Japan, aufgrund seines außergewöhnlichen und delikaten Geschmackes, Überlieferungen zu Folge schon seit über 2000 Jahren als Speisepilz genutzt. Doch auch in der traditionellen, chinesischen Medizin (#TCM) hat Shiitake einen sehr hohen Stellenwert. Der Pilz wird als einer der wichtigsten und wertvollsten #Vitalpilze gehandelt. Für die Menschen hatte der Shiitake zu damaligen Zeiten sogar einen so hohen Stellenwert, dass er als Geschenk für Könige und Kaiser vorgebracht werden konnte. Dieser Brauch ist auf eine Überlieferung aus dem Jahre 199 zurückzuführen. Sie berichtet von den Bewohnern der Provinz Kyūshū, welche dem damaligen Kaiser Chūai Shiitake als Geschenkgabe gebracht haben sollen.

Das natürliche Verbreitungsgebiet von Shiitake erstreckt sich vornehmlich auf die Wälder Japans und Chinas. Der holzbewohnende #Weißfäulepilz wächst auf verschiedenen Laubbaumarten, präferiert allerding Hartholzsorten und lebt ausschließlich auf abgestorbenem Holz. Der Hut des Fruchtkörpers hat einen Durchmesser von 5 bis 12 cm und eine hell- bis dunkelbraune Färbung. Der Rand des Hutes ist im jungen Stadium nach innen gerollt, entrollt sich jedoch mit zunehmendem Alter. Die Haut des Hutes ist mit zarten Flocken besetzt. Die Lamellen sind glatt, in einigen Fällen jedoch auch rau, und laufen etwas am meist mittig sitzenden Stiel herab. Das Fruchtfleisch ist weiß und fest – es werden jedoch zwei Typen von Shiitake in Japan unterschieden: Der dünnfleischige „koshin“ und der dickfleischige „donko“.


Wissenswertes zur Kultivierung

Die große Nachfrage nach Shiitake kann schon lange nicht mehr durch die im asiatischen Raum wachsenden Wildbestände gedeckt werden. Auch die auf den einheimischen Märkten verkauften Shiitake-Pilze stammen zu einem Großteil aus Zuchtbetrieben. Dabei ist die Kultivierung kein Phänomen der Neuzeit. Bereits vor etwa 1000 Jahren soll der Anbau von Shiitake in China auf die Initiative des chinesischen Gelehrten Wang Cheng hin, begonnen haben. In seinem Werk "Buch der Landwirtschaft", beschreibt er die Vorgehensweise präziser. Heute weist Shiitake als Speisepilz neben Champignon und Austernpilz das drittgrößte, weltweite Produktionsvolumen auf.

Die Kultivierung gestaltet sich unkompliziert und wird schon seit langer Zeit auch in Nordamerika und Europa betrieben – in Deutschland erstmals 1909. Doch der große Durchbruch für die kommerzielle Kultivierung von Shiitake in der westlichen Welt ließ noch etwas auf sich warten. Genauer gesagt bis Anfang der 70er Jahre. Seitdem ist (vor allem in den USA) ein regelrechter Shiitake-Boom ausgebrochen.

Für den Anbau im großen Stil werden in unseren Breiten vornehmlich Gewächshäuser genutzt. Diese bieten neben moderaten Temperaturen auch die notwendige Luftfeuchtigkeit und garantieren so ein ungehemmtes Wachstum. Um dem Pilz die optimalen Wachstumsbedingungen zu gewährleisten werden die nötigen Nährbäume traditionell zu einer ganz bestimmten Zeit gefällt. Während der Wachstumsphase des Baumes schmecken die Nährstoffe unter der Rinde zu einer gewissen Zeit süßlich – dann gefällt bietet die Schnittfläche des Baumes den Sporen des Shiitake eine ideale Nahrungsgrundlage.

Zudem ist die Auswahl des richtigen Gehölzes für die Kultivierung nicht ganz unwesentlich. Als beste Anbauhölzer werden Hainbuche und Eiche gehandelt, allerdings sollen auch gute Erträge mit Erle und Buche erzielt werden. Birke ist ebenfalls nicht ganz üblich als Anbaugehölz, kann allerdings nicht mit hohen Erträgen punkten, da es sich um ein Weichholz handelt. In Japan und China werden ebenfalls gerne Esskastanie, Ahorn und Walnuss genutzt. Heutzutage findet der Anbau allerdings vorwiegend auf künstlichem Substrat statt.

Wer Shiitake in Eigenregie im Garten anbauen möchte, hat gute Chancen. Auch wenn der Pilz in unseren Breiten nicht natürlich vorkommt, so kann er für die heimische Kultur doch problemlos auch hier im Freiland angebaut werden. Um einen ausreichenden Ertrag zu garantieren sollten mindestens 4 Stämme angelegt werden. Diese können das ganze Jahr über im Freien stehen bleiben. Einziges Manko ist das relativ langsame Wachstum von Shiitake. Wer den Pilz selbst anbauen will, muss Geduld mitbringen. Mindestens 12 Monate dauert es bis die ersten Fruchtkörper erscheinen. Ist diese Zeit erst einmal verstrichen und die erste Ernte erfolgt, hat man meist sehr viel Freude an der Eigenkultur. Die Stämme bringen mehrmals im Jahr eine neue Ernte hervor. Insgesamt erstreckt sich die Periode (ja nach Witterung) von April bis Dezember. Wer das Pilzwachstum zusätzlich ankurbeln will, kann sich eines einfachen Tricks bedienen. Werden die mit dem Mycel durchwachsenen Stämme alle 8 Wochen in eine Regentonne getaucht wird die Wachstumsrate deutlich angekurbelt und die Ernte zudem besser planbar.
Inzwischen gibt es im Handel auch schon so genannte Kombi-Sets für den privaten Anbau von Shiitake – allerdings auf Holz-Späne Basis.

Wissenswertes zu den Inhaltsstoffen

Shiitake wird nicht grundlos als einer der wichtigsten Vitalpilze bezeichnet. Die Pilze strotzen nur so vor gesunden Inhaltstoffen. Besonders bekannt ist Shiitake beispielsweise als hochwertiger Eiweißlieferant. Pro 100 Gramm Fruchfleisch liefert der Pilz 2,2 Gramm Eiweiß. Die essentiellen Aminosäuren liegen dabei in einem solch hochwertigen Verhältnis vor, wie es auch von Milch und Fleisch bekannt ist. Aus diesem Grund ist Shiitake besonders beliebt bei vegetarisch und vegan lebenden Menschen. Diese profitieren ebenfalls von den hohen Mengen an Ergosterin (die Vorstufe von Vitamin D) und Vitamin D, die in Shiitake enthalten sind. Dass das Vitamin tatsächlich im Fruchtfleisch enthalten ist, setzt allerdings voraus, dass der entsprechende Pilz im Freiland gezogen wurde, denn ohne die nötige Sonneneinstrahlung kann auch kein Vitamin D im Pilz gebildet werden. Neben Vitamin D, ist Shiitake auch reich an Vitamin B1, B2, B3, B5 und B6 (Pantothensäure). Um ein Viertel des Tagesbedarfes eines durchschnittlichen Erwachsenen an Vitamin B5 (ca. 6 mg) zu decken, reichen so beispielsweise 5 Shiitake-Pilze (65g) aus.
Für die Gesundheit ebenfalls unerlässlich und in Shiitake enthalten sind: Kalium, Zink und Kupfer.

Shiitake ist nicht nur als gesundes Powerpaket beliebt, auch der Geschmack überzeugt. Der bissfeste Pilz mit dem kräftigen Aroma verfeinert getrocknet und frisch so manches asiatisches Gericht. Dabei ist Shiitake nicht immer nur Beilage – auch als Hauptzutat für komplette Gemüsemahlzeiten ist er durchaus geeignet. Wichtig ist, dass das Fruchtfleisch gut durcherhitzt wird. Dies gelingt zum Beispiel in feinen Scheiben in der Pfanne oder im Ofen. Der Pilz besitzt die bisher im westlichen Raum noch wenig bekannte Geschmacksqualität „#umami“. Neben süß, bitter, sauer und salzig kann die Zunge ebenfalls diesen Geschmack wahrnehmen, wie seit einiger Zeit bekannt ist.

Zusammenfassung:

Der in Ostasien beheimatete Shiitake-Pilz (Lentinula edodes) zählt zur Familie der Schwindlingsverwandten (Marasmiaceae). Shiitake hat einen außergewöhnlichen und delikaten Geschmacke und wird deshalb in China und Japan schon seit über 2000 Jahren als Speisepilz genutzt. Doch auch in der traditionellen, chinesischen Medizin (TCM) hat Shiitake einen sehr hohen Stellenwert. Das natürliche Verbreitungsgebiet von Shiitake erstreckt sich vornehmlich auf die Wälder Japans und Chinas. Der holzbewohnende Weißfäulepilz wächst auf verschiedenen Laubbaumarten, präferiert allerding Hartholzsorten und lebt ausschließlich auf abgestorbenem Holz. Es werden zwei Typen von Shiitake in Japan unterschieden: Der dünnfleischige „koshin“ und der dickfleischige „donko“. Heute stammen fast alle auf dem Markt erhältlichen Shiitake-Pilze aus kommerziellen Kulturen. Der Pilz ist ein hochwertiger Eiweißlieferant, enthält Ergosterin, vielerlei Vitamine, sowie Kalium, Zink und Kupfer.

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Shiitake Extrakt mit den extrahierten Superstoffen könnt ihr hier erwerben http://www.nhp-bedarf.de/de/shiitake
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#Reishi

Wissenswertes über Reishi

Der Glänzende #Lackporling (auch Reishi genannt) gehört zur Gattung der Lackporlinge, von denen es weltweit rund 250 Arten gibt. Der wissenschaftliche Name lautet #Ganoderma lucidum und ist auf die griechischen Wörter für Glanz („ganos“ ) und Haut („derma“) und das lateinische Wort für leuchtend („lucidus“) zurückzuführen. Alles in allem wird das äußere Erscheinungsbild des Pilzes damit ganz gut beschrieben. Der Name „Reishi“ ist japanisch und bedeutet „göttlicher Pilz“. Weitere japanische Namen bezeichnen Ganoderma lucidum als „Pilz der Unsterblichkeit“ und „10.000 Jahre Pilz“.

Als vielleicht bekanntester aller #Vitalpilze, gehört Reishi schon seit über 4000 Jahren zur traditionellen, chinesischen Medizin (#TCM) und wird in diesem Zusammenhang unter dem chinesischen Namen „#Ling Zhi“ oder „Ling Chih“ zum Heilen verschiedener Leiden genutzt. „Zhi“ ist hierbei eine Bezeichnung für ein göttliches Heilkraut. Dies weist darauf hin, dass der Pilz Teil der alten Aufteilung von Heilkräutern in drei qualitative Klassen gewesen sein muss. Die Klassen werden im alten chinesischen Arzneibuch „Shen Long Ben Tsao“ vorgestellt und weisen dort jeder beschriebenen Pflanze (und jedem beschriebenen Pilz) einen qualitativen Rang zu – je nachdem als wie wertvoll die Pflanze / der Pilz seinen heilenden Kräften entsprechend eingestuft wurde. Die hochwertigste Klasse – zu welcher auch Reishi gezählt werden kann - wurde auch „die Kräuter Gottes“ genannt. Aber nicht nur die Verwendung als Vitalpilz kann dem wertvollen Pilz zugeschrieben werden. Auch galt er in China für lange Zeit als Glückssymbol / Talisman, der in den Räumlichkeiten aufgehängt wurde um vor Unglück zu schützen. Zudem ist er Protagonist in einigen Legenden. Hier erweckte Reishi beispielsweise Tote zum Leben und offenbarte sein Geheimnis des ewigen Lebens eher an die einfachen Leute, als an die Kaiser der Zeit. Wie wertvoll der Pilz für die damaligen Menschen der östlichen Dynastien war, zeigt sich auch daran, dass der Fund des seltenen Heilmittels während einiger Epochen mehr Freude auslöste als der Fund einer Goldader.

Der 20 cm hohe und 1-3 cm dicke Hut des Glänzenden Lackporlings ist flach und sitzt auf einem oft seitlich ansetzenden, nicht klar vom Hut abgegrenzten Stieles. Dieser ist stark ausgeprägt und von einer rotbraunen bis schwarz / purpur schimmernden Farbe. Sowohl der Rand als auch die Unterseite des Pilzes sind weiß bis weißlich gefärbt. Die Porenschicht, welche sich auf der Unterseite von Reishi befindet, weist pro Millimeter ca. 4 bis 5 Poren auf. Durch die zunächst gelbliche, dann rötlich nachdunkelnde Harzschicht, welche den einjährigen Fruchtkörper bedeckt, wird der Pilz seiner glänzenden Namensgebung durchaus gerecht. Bei Kontakt mit Feuer schmilzt die Harzschicht vom Hut ab. Eine außergewöhnliche Eigenheit des Glänzenden Lackporlings ist die Form des Wachstums. Anders als bei anderen Pilzen erfolgt der Zuwachs nämlich am Rand des Hutes. Dies geschieht über einen ungewöhnlich langen Zeitraum, sodass Strukturen entstehen, die Wachstumsringen nicht ganz unähnlich sind. Im Jugendstadium ist meist nicht mehr als eine Art rötlicher Finger zu entdecken, der aus dem Substrat herausragt. Dieser wird mit der Zeit immer länger und bildet letztlich einen Hut aus.
Die Konsistenz des gelben Fruchtkörpers kann als holzig und trocken beschrieben werden.

Reishi lebt als holzbewohnender Schwächeparasit (oder Saprobiont) an vielen verschiedenen Laub-, Nadelbaum- und Palmenarten. Das Verbreitungsgebiet ist sehr weitläufig und erstreckt sich über die gemäßigten und mediterranen Breiten Europas, Amerikas, Asiens und den Subtropen. Klar konnte es bislang jedoch noch nicht eingegrenzt werden, da es noch Unklarheiten bezüglich der phylogenetischen Bestimmung des taxonomischen Ranges im Vergleich zu nahe verwandten Arten gibt. In Deutschland bevorzugt der Pilz als Standort Eichen-Hainbuchenwälder, trockenwarme Eichenwälder und Parks, Gärten, Hecken und Wegrändern. Hier kann er entweder an der Stammbasis lebender Bäume (wie Birken, Eichen, Erlen, Kiefern, Kirschbäumen, Buchen und Lärchen) gefunden werden oder aber an Baumstümpfen. Ebenfalls häufig vorkommende, eng verwandte Arten sind der Dunkle Lackporling (Ganoderma carnosum) und der Harzige Lackporling (Ganoderma resinaceum). Im außereuropäischen Raum können zudem beispielsweise Ganoderma tsugae, Ganoderma sinense, Ganoderma oregonese und Ganoderma japonicum gefunden werden.

Wissenswertes zu Verwendung und Kultivierung

Aufgrund der harten Konsistenz und des bitteren Geschmackes, eignet sich Reishi im Gegensatz zu Shiitake und Austernseitlingen nicht als Speisepilz, wird jedoch zum Verfeinern von Suppen und Sirup als Gewürz genutzt. Als wichtigster und angesehenster aller Vitalpilze, kann sich der Glänzende Lackporling dennoch einer großen Beliebtheit und entsprechenden Nachfrage erfreuen. Ob frisch oder getrocknet (die Trocknung muss stets im Dunkeln geschehen), als Pulver, Öl, Tinktur oder in Form von Extrakten, die Variation der verschiedenen Angebote ist schier unerschöpflich. Für den Nahrungsergänzungsmittelmarkt wird Reishi vornehmlich getrocknet, gemahlen und als Pulver (oft auch in Kapseln) angeboten. Aber auch Extrakte für Teeaufgüsse sind sehr beliebt.

Aber auch für dekorative Zwecke wird Reishi dank seiner teils spektakulären und skurrilen Formen geschätzt. Diese brachten den aus Belgien stammenden Mykologen Prof. Josef Poppe auf die Idee dem Pilz in Blumenarrangements einen Platz zu geben. Mit Erfolg. Die Nachfrage an entsprechenden floristischen Werken ist inzwischen so groß, dass Reishi dort eigens für diesen Zweck kultiviert wird. Natürlich kann die weltweit große Nachfrage abseits der dekorativen Verwendung längst nicht mehr über das Sammeln von Wildbeständen gedeckt werden. Aus diesem Grund wird Reishi seit den 1970er Jahren (im großen Stil in Amerika und China seit den 1980er Jahren) im Freiland und in speziellen Kulturräumen auf Substrat und mit einer Luftfeuchtigkeit von 90% bis 95% gezüchtet. Weltweit 4300 Tonnen werden jährlich produziert. Die via Zellkultur ausgesäten Sporen, können, einmal zum Pilz herangewachsen, einen Preis von 160€ pro Kilogramm erzielen. Nach gut 10 Monaten sind die ersten Fruchtkörper erntereif. Heute gilt China nach wie vor als größter Reishi-Produzent.

Unter kontrollierten Kultivierungsbedingungen tritt häufig die, in Asien besonders beliebte, Geweihform des Fruchtkörpers auf. Diese lässt Reishi zu den schönsten Pilzen der Welt zählen und sorgt dafür, dass sich viele Kunstwerke mit dessen Abbild schmücken.

Wissenswertes zu den Inhaltsstoffen

Obgleich der Pilz ein wahrer Start unter den Vitalpilzen – und damit in aller Munde – ist, steht eine detaillierte Analyse aller Inhaltstoffe noch aus. Klar ist, dass unter anderem Fette, Eiweiße, Kohlenhydrate, Mineralstoffe, Triterpene und Polysaccharide in Reishi enthalten sind. Letztere wurden bisher so weit entschlüsselt, dass sowohl ß-D-Glucane, Ganoderane und die Polysaccharide FA, GL-1FL und FL-1a, Gl-2a-Beta und D6 klassifiziert werden konnten.

Dazu kommen wertvolle Vitamine (der Gruppen E, B und D) und Magnesium, Kupfer, Zink, Germanium und Eisen. Kürzlich konnte zudem nachgewiesen werden, dass auch Adenosin, die Strukturvariante der erbsubstanzbildenden Ribonukleinsäure, in Reishi enthalten ist.
Durch das langsame Wachstum ist der Pilz zudem besonders lange haltbar.

Zusammenfassung:
Der Glänzende Lackporling (auch Reishi oder wissenschaftlich Ganoderma lucidum genannt) gehört zur Gattung der Lackporlinge. Der Name „Reishi“ ist japanisch und bedeutet „göttlicher Pilz“. Als vielleicht bekanntester aller Vitalpilze, gehört Reishi schon seit über 4000 Jahren zur traditionellen, chinesischen Medizin (TCM). Her Hut des langsam wachsenden, holzbewohnenden Pilzes ist mit einer zunächst gelblichen, dann rötlich nachdunkelnden Harzschicht bedeckt, welche ihn optisch glänzen lässt. Das Verbreitungsgebiet ist sehr weitläufig und erstreckt sich über die gemäßigten und mediterranen Breiten Europas, Amerikas und Asiens bis hin zu den Subtropen. Klar konnte dieses jedoch noch nicht eingegrenzt werden. Reishi ist reich an Fetten, Eiweißen, Kohlenhydraten, Mineralstoffen und enthält außerdem Triterpene , Polysaccharide und eine Reihe an Vitaminen.

Reishi könnt ihr in hervorragender deutscher Apothenkenqualität hier erwerben: http://www.nhp-bedarf.de/de/Reishi
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Gertrud K. aus F. schrieb uns über die Einnahme von Artemisia

„Vor ein paar Monaten diagnostizierten die Ärzte bei mir Krebs. In relativ kurzer Zeit konnte ich tatsächlich meine zirkulierenden Tumorzellen im Blut von 1 Mio auf 250.000 senken. :-)) Ich führe es auf Artemisia zurück – wichtig, lasst euch gut beraten: in Verbindung mit Eisen! - und ich hab noch nicht mal die 100 Kapseln verbraucht. Ich mach weiter....“.
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Sybille M. aus M. schrieb uns folgendes zur Einnahme von Artemisia:

„Meine Mutter leidet an Lymphdrüsenkrebs und musste sich einer OP unterziehen. Aus mir unerklärlichen Gründen sollte die folgende Chemo und Bestrahlung erst 6 Wochen nach Entlassung aus dem Krankenhaus erfolgen! Sie hatte noch diverse befallene Knoten im Bauch- und Beckenraum und selbst die Ärzte befürchteten, dass sich der Krebs wieder ausbreiten würde. Ab da versuchten wir es mit Artemisia. Das Wundervolle war, dass ca. 4 Wochen später bei der CT die Ärzte die Aussage machten, dass sich die Tumore und Metastasen zusammengezogen hätten und verblasst waren! Der Krebs ist nicht weg – aber es ist deutlich besser geworden.“
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#Damiana

Damiana (Turnera diffusa) ist ein kleiner vielverzweigter Strauch der Gattung Turnera (Safranmalven). Synonyme Namen sind: #Misibcoc , #ChacMixib (in Mexiko), #Oreganillo , #Herba de la Pastora, #TurneraAphrodisiaca . Der Name „Damiana“ wurde einst vom heiligen Damian (dem Schutzpatron der Apotheker) abgeleitet, während der wissenschaftliche Gattungsname auf den britischen Botaniker und Ornithologen William Turner zurückzuführen ist. Das natürliche Verbreitungsgebiet der Pflanze erstreckt sich vom südlichen Nordamerika bis nach Argentinien.

Wissenswertes zu Pflanze und Herkunft
Der mehrjährige Damiana-Strauch erreicht eine Größe von 0,3 bis 2 Metern (nur unter günstigen Bedingungen erreicht der Strauch die Maximalgröße, die meisten Individuen sind 0,5 bis 1m groß) und zeichnet sich durch seine besonders feinen und flaumig behaarten Pflanzenbestandteile aus. Die hellgrünen Laubblätter sind gezackt. Dabei ist sehr auffällig, dass die einzelnen Blätter sehr verschieden in ihrer Spreitenform (spatelförmig, verkehrt-eiförmig oder lanzettich) und Größe sind. Normalerweise erreichen sie jedoch eine durchschnittliche Länge von 1-2 Zentimetern, mit einer keilförmigen Basis. Die an der Blattoberseite verlaufenden Blattrippen sind eingesenkt und behaart. Der Stängel der Pflanze ist holzig, stark verzweigt und knotig. Die rutenförmigen, horizontal wachsenden Zweige sind hell. Blütezeit von Damiana ist von Früh- bis Spätsommer, meist zwischen Juli und September. Die kurz gestielten (fast sitzenden Blüten) zeichnen sich durch einen fünfzähnigen Kelch und spatelförmige, 4 bis 8mm lange Kronblätter aus. Diese haben eine leuchtend gelbe bis gelborange Farbe und überragen deutlich die Kelchzähne. Die süß riechende Kapselfrucht ist rundoval, erreicht einen Durchmessen von 1,5 bis 2 mm und schmeckt ähnlich wie Feigen. Sie ist einkammerig, öffnet sich dreiklappig und besitzt eine rauhe Schale. Die allgemeine Wuchsbildung des Strauches kann als weitverzweigt beschrieben werden, weshalb auch der lateinische Artname „diffusa“ (was übersetzt „ausgebreitet“ bedeutet) gewählt wurde.

Turnera diffusa hat keine großen Ansprüche an den Boden, wächst aber bevorzugt an trockenen, offenen und felsigen Standorten mit trockenheißem Klima. Dabei kann der Strauch in Höhenlagen von 500 bis 1950m gefunden werden. Beliebteste Standorte sind Kalksteinfelsen, Klippen und Mischwälder. Das Hauptverbreitungsgebiet liegt in Nordmexiko und der Baja California. Das nördliche Verbreitungsgebiet erstreckt sich bis zu den südlichen Staaten der USA wie Kalifornien und Texas. Im Süden reicht die Verbreitungsgrenze von Mittelamerika, entlang den karibischen Inseln bis hin nach Argentinien. Heutzutage kann man den Strauch auch in Asien und den Inseln des Indischen Ozeans antreffen.

Wissenswertes zur Geschichte und Verwendung
Die Verwendung von Damiana als Medizin und Liebestrunk kann bis auf prähistorische Zeiten zurückverfolgt werden. Auch viele indianische Völker nutzen die Inhaltstoffe der Pflanze zu verschiedenen Zwecken. So kann der synonyme Name Mis kok aus der Sprache der Maya stammend in etwa mit „Asthma-Besen“ übersetzt werden. In Südamerika, vor allem in Mexiko, werden die Blätter des Strauches genutzt um Damiana Tee zu kochen und Süßwaren (wie Bonbons und Gebäck) zu aromatisieren. Außerdem wird der bekannte mexikanische Damiana-Likör „#Guadalajara“ mit den aromatischen Blättern der Pflanze gewürzt. Dieser ist unter anderem wegen seiner vermeintlich #aphrodisierenden Wirkung bekannt, die dem Damiana-Strauch im Allgemeinen nachgesagt wird. Auch wird Damiana vielerorts als Marihuanaersatz genutzt und getrocknet (oft auch gemischt mit Giftlattich und Yohimbe) geraucht. Die THC-ähnliche Wirkung hält in etwa eine Stunde an. Auch als #Tabakersatz für Pfeifenraucher finden die Blätter der Strauches Verwendung. Während Damiana in Mexiko, Guatemala und zum Teil in den USA auf dem Markt erhältlich ist, kann die Verwendung als #Heilkraut in Europa noch als relativ neu bezeichnet werden. Aus dem Jahr 1880 stammen erste Aufzeichnungen zur europäischen Verwendung des Strauches. In den 60-Jahren wurde die Pflanze als „Legal high“ sehr beliebt. Heute sind die Inhaltsstoffe in der traditionellen Naturheilkunde und Homöopathie sehr beliebt, sodass eine Menge entsprechender Präparate auf dem Markt angeboten werden.

Wissenswertes zu Inhaltsstoffen und Zubereitung
Damiana beinhaltet eine Menge interessanter Stoffe. Zu den 0,2-0,9% ätherischen Ölen gehören neben Thymol und Cineol (1,8-Cineol) auch α –Pinen und Sesquiterpenen. Die ätherischen Öle sind allesamt leicht flüchtig. Auch können die Terpene Arbutin, Cadinen, p-Cymol und Pinen nachgewiesen werden. Zudem sind viele Harze in den Sträuchern der Damiana enthalten. Neben weichem Harz mit einem Anteil von 8% ist auch hartes, bräunliches Harz mit einem Anteil von 6% enthalten. Neben den ätherischen Ölen und Harzen, enthält Turnera diffusa ebenfalls Tannin. Dieser pflanzliche Gerbstoff ist in diversen Pflanzenarten der Tropen und Subtropen enthalten. Auch können weitere Gerbstoffe und Bitterstoffe (wie Damianin) in den Pflanzenteilen von Damiana gefunden werden. Dem relativ hohen Anteil an Koffein (insbesondere in den Stängeln) verdankt Damiana auch ihre Beliebtheit als aufmunterndes Getränk. Zu den Inhaltsstoffen gehören außerdem Stärke (6%) und Albuminoide.

Die nahe verwandte Art Turnera ulmifolia (Großblättrige Damiana) enthält in den Samen und Blättern Procyanidine und ebenfalls große Konzentrationen an Koffein.

Um die Inhaltsstoffe bestmöglich nutzbar zu machen, empfehlen sich Alkoholische Auszüge. Diese sollen um einiges wirksamer sein als wässrige Auszüge. Das trockene Kraut kann ebenfalls zu Tee verarbeitet werden. Dafür wird meist 1 Esslöffel mit 0,25 Litern Wasser übergossen und anschließend 5 Minuten ziehen gelassen. Häufig werden Mischungen mit Katzenminze oder Yohimbe (ein Westafrikanischer, immergüner Baum aus der Familie der Rötegewächse) angeboten. Alkoholische Auszüge sollten mindestens 2 Wochen stehen und werden meist mithilfe von Rum gewonnen. Diverse Gewürze (wie Zimt und Vanille) können zugegeben werden.

Wissenswertes zur Kultivierung
Wer die Kultivierung der Damiana Pflanze auf eigene Faust anstrebt, sollte auf einige Dinge achten. Die Samen sollten im Frühjahr in möglichst sonniger Lage ausgesät werden. Auch Standorte im Halbschatten können gewählt werden. Wenn gegossen wird, dann reichlich, dafür aber selten. Das Ziel soll sein, den Boden möglichst trocken zu halten. Für die Ernte des Damiana Krautes sollte jeweils immer im Frühjahr ein Rückschnitt erfolgen. Bei der Überwinterung der Pflanze ist darauf zu achten, dass diese ständig sehr viel Licht bekommen.

Zusammenfassung
Damiana (Turnera diffusa) ist ein kleiner, in Südamerika beheimateter Strauch, der zur Gattung der Safranmalven gehört. Die Pflanze bevorzugt ein trocken-heißes Klima und bildet zwischen Juli und September große, leuchtend gelbe Blüten aus. Aufgrund der vielen besonderen Inhaltsstoffe (unter anderem ein hoher Anteil an ätherischen Ölen, Harzen, Koffein, Gerb- und Bitterstoffen) wird Damiana traditionell schon seit langer Zeit von den indigenen Bevölkerungsgruppen vielfältig genutzt. So wird das Damiana Kraut zum Beispiel als eine Art Marihuanaersatz geraucht und zu einem Liebestrunk verarbeitet, dem eine aphrodisierende Wirkung nachgesagt wird.

Damiana zusammen mit Maca könnt ihr hier erwerben: http://www.nhp-bedarf.de/de/Damiana
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Gertrud P. aus N. schreibt über die Einnahme von #Rotkleeextrakt :

„Irgendwann ist jede Frau 'dran': die #Wechseljahre kommen. Die einen haben wenige bis keine Beschwerden, andere sind nicht so gesegnet. Ich für meinen Teil hatte doch recht massive #Beschwerden wie #Hitzewallungen , #Haarausfall , #Konzentrationsmangel ... Ich konnte mich selbst nicht mehr leiden. Ich recherchierte nach einem natürlichen Mittel, da Hormone für mich nicht in Frage kamen und fand nach langer Recherche diese Rotkleekapseln. Ich entschie mich dafür, weil sie neben dem Rotkleeextrakt auch noch #Biotin und einen #Vitamin B Komplex enthalten- ist gut für Haut und Haare, welche im Alter bekanntlich auch leiden... Ich nehme jetzt seit Monaten täglich 1 Kapsel. Und was soll ich sagen: ich habe keine Hitzewallungen mehr, Haut und Haare sind eindeutig besser geworden und auch Konzentrationsleistung hat sich verbessert. Ich fühle mich rundum wohl! Rotklee soll ja auch gut zur Vorbeugung von #Osteoporose sein, aber dazu kann ich nichts sagen, weil sich das erst viel viel später herausstellen wird. Mir bekommen die Kapseln sehr gut und ich habe keinerlei negative Nebenwirkungen feststellen können. Ein klares 'Ja, auf jeden Fall gern wieder und vielen lieben Dank'!“
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