Deutschland braucht mehr Nachwuchs - hieß es lange Zeit. Jetzt soll das plötzlich kein Ziel mehr sein. Die Geburtenrate ist zwar weiterhin niedrig, doch der Einfluss der Familienpolitik ist in Deutschland bislang nicht besonders groß.
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Ein Gesichtspunkt fehlt vollkommen: Die oft fehlende Toleranz gegenüber Kindern und Familien in Deutschland. Man merkt unserer Gesellschaft zu großen Teilen förmlich an, dass es für viele erstrebenswertere Ziele gibt.
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Elefant im Raum meldet sich zum Dienst: Es soll einfach Menschen geben, die sich nicht vermehren wollen - nicht, weil es ihnen an ein paar Euro hier oder da fehlt, oder weil sie Frau von der Leyen ärgern wollen (obwohl ich diesen Nebeneffekt gerne mitnehme :), sondern weil sie sich ebenso wenig zur Weitergabe ihrer Gene bemüßigt fühlen wie zum Beispiel zum Niederbrennen ihres Hauses. Soll vorkommen, geht nicht zwangsläufig mit Misanthropie einher – lässt sich aber auch nicht mit Geld und einer weise führenden politischen Hand „reparieren“.

Vor zwanzig Jahren war man mit so einer Haltung im kleinstädtischen Umfeld ein vermutlich gefährlicher Freak, den es zu meiden galt. Dann zieht man nach Berlin und denkt: „Hui, wir sind aber eine recht gut aufgestellte kleine Freakshow hier“ (über 50 % Single-Haushalte).

(Ich habe übrigens nichts gegen Kinder; im Gegenteil. Gerade in dieser Stadt haben sie oft bessere Manieren und sonnigere Gemüter als ihre Eltern. Beneidenswert.)
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