Die ARD hat eine berührende Reportage über die Leiharbeiter beim Internetriesen Amazon gezeigt. Das Geschäftsmodell beruht auf Einschüchterung und Misstrauen.
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Andy Trenail's profile photoChris Cross's profile photoAndre S.'s profile photoMichael Keusch's profile photo
15 comments
 
Das ist mit Sicherheit nicht nur bei Amazon so...
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Kleine Unternehmer (Buchläden) und gewerbliche Arbeitskräfte in den Ruin treiben... alles für den Marktanteil... Eine Schande, das so was nicht verhindert wird.
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Die Doku hat wirklich einiges gezeigt das ich nicht für möglich gehalten habe. Das man Leiharbeiter ausbeutet ist ka nichts neues, dass man aber Neonazi Sicherheitsdienste beschäftigt und gegen Menschenrechte und das Grundgesetz verstößt und Straftaten gegenüber meist ausländischen fast schon Zwangsarbeiter an der Tagesordnung sind, das hätte ich nicht für möglich gehalten. Ich kann nur jedem Amazonkunden raten, schreibte eine gepfefferte Beschwerdemail verbreitet das weiter und kauft woanders bis sich das ändert. Wer bei amazon kauft unterstützt sogar indirekt finanziell die rechte Szene und trägt zur Ausbeutung bei.
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Beschwerde an Amazon, 
gesendet am 14.02.1013 an impressum@amazon.de 

Liebes Amazon-Team,

gestern, am Mittwoch den  13.02.2013 22:45 Uhr, habe ich mit bestürzen die ARD-Reportage „Ausgeliefert! Leiharbeiter bei Amazon“ geschaut. Das Sie als weltweit größter und 2012 auch erfolgreichster Online-Händler ihren Erfolg auf der Ausbeutung von Leiharbeitern aufbauen kann und will ich nicht hinnehmen. Sollten Sie nicht bereit sein Ihre Geschäftspraktiken grundlegend zu ändern werde ich mein Einkaufsverhalten überdenken müssen. Ich erwarte ein Produkt was ich in Deutschland erwerbe auch unter sozial staatlichen Bedingungen zugesandt zu bekommen.

Sie nutzen hier sicher NUR einen schwerwiegende Lücke unseres sozial staatlichen Rechtssystems aus, welche, durch Lobbyisten gesteuerte Politiker, bewusst nicht geschlossen wird. Nichtsdestotrotz bin ich nicht bereit unter diesen Bedingungen weiter Kunde bei Ihnen zu sein. Ich bin gerne bereit etwas mehr zu bezahlen, wenn dies den Mitarbeitern zugutekommt.

Mit freundlichen Grüßen
Michael Keusch, Potsdam 
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+Michael Keusch sehr schön :) allerdings kann man ruhig erwähnen dass das durchsuchen und überwachen der Mitarbeiter und deren Unterkünfte nicht nur gegen diverse Gesetze verstößt sondern sogar gegen das Grundgesetz und sogar gegen die Menschenrechte.

Amazon wird vermutlich sagen das sie das nicht wussten dass das Sache der beauftragten Firma ist und nan den Partner wohl wechseln muss und man da ja gar nichts für kann. Und dann macht man das gleiche in Zusammenarbeit mit anderen Firmen weiter. Ich frei mich jetzt schon auf die Standardantwort.

Wichtig ist also auch wirklich nicht mehr dort zu kaufen.
Ein Jammer dass die Doku nicht vor dem Weihnachtsgeschäft kam.
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+Andre S. genau aus diesem Grunde habe ich diese Passagen raus gelassen. Die stellen sich natürlich wieder unwissend und bedauern den Zwischenfall. :-( 
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Es ist hoffentlich jedem klar das wir Kunden das mit der Geiz ist Geil Mentalitaet foerdern.

Ich will Amazon nicht in Schutz nehmen, das ist nicht in Ordnung und muss abgestellt werden. Der Ruin der kleinen Laeden kommt aber nicht vom billigsten Angebot sondern von der Nachfrage nach dem Billigsten. Wir Kunden lassen den Einzelhandel verhungern.
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+Michael Keusch  Naja, aber vielleicht erfährt dann der Mitarbeiter der es bearbeitet davon oder sieht sich die Doku an. Die sitzen ja nicht auf dem Lager und wissen vielleicht wirklich nichts davon. Oder sitzen eh in einem Callcenter das nicht Amazon gehört. Wer weiß das schon.

Ich hab es jedenfalls angesprochen und auch dazu geschrieben das es nicht hinnehmbar ist wenn das auch noch abgestritten wird. Btw. Amazon hat ne eigene Google+ Seite...

hab da schon gestern Abend den Link zum Livestream gepostet. Wurde bisher nicht gelöscht, vermutlich werden die Einträge eh nur automatisch von FB gespiegelt. Was gut wäre, dann bleibt das für alle Amazon Seitenbesucher erhalten.
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+Thomas Köster Das Argument würde ziehen, wenn Amazon wirklich so günstig wäre. Amazon ist selten der günstigste Anbieter in den Preissuchmaschinen. Ich habe sehr oft ganz bewusst bis zu 10% drauf gezahlt für guten Service und co... und dann sowas?
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Ich rede aber davon das man bei Online Haendlern kauft (weil die billiger sind) und nicht im Einzelhandel. Wenn Amazon immer teurer waere, erschliest sich mir deren Erfolg nicht so ganz.
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+Thomas Köster Der Erfolg basiert vor allem auf die unglaublich schnelle Lieferung (selbst ohne Express meist nur 1 Werktag) und den ausgezeichneten schnellen Service. Auf E-Mails bekommt man in der Regel innerhalb von wenigen Minuten bis 2 Stunden eine Antwort, wenn nicht gerade das Weihnachtsgeschäft brummt oder man Nachts schreibt. Und für diese gute Leistung haben viele gerne etwas mehr gezahlt, statt bei Händler XY zu bestellen wo man nicht weiß wie der Service so ist und wo steht Lieferung in 4-5 Tagen. Nicht jeder Onlinehändler ist schlecht. Aber immer nur das billigste Kaufen muss ja irgendwer bezahlen... meistens sind das die Mitarbeiter. Und genau deshalb habe ich das eigentlich nie gemacht und trotz höherer Preise und wegen des guten Service bei Amazon gekauft. War leider genauso falsch... 
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Ist Amazon billiger als andere? Die müssen sich auch an die Buchpreisbindung (bei Büchern nur) halten, wie alle anderen in Deutschland.

Wie es bei anderen Waren ist, weiß ich nicht, da außer Bücher und Musik-CD's oder DVD's dort nichts bestelle.
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Amazon hat geantwortet. Ich denke, jeder kann sich seine eigene Meinung dazu bilden.

Sehr geehrte Kundin /sehr geehrter Kunde,vielen Dank für Ihre E-Mail zum ARD-Bericht „Ausgeliefert! Leiharbeiter bei Amazon“. Über 7.700 festangestellte Mitarbeiter arbeiten in den deutschen Amazon-Logistikzentren, in der Weihnachtssaison stellen wir zusätzliche Amazon-Mitarbeiter saisonal befristet ein. Diese Mitarbeiter unterstützen uns, um die erhöhte Anzahl an Kundenbestellungen in Spitzenzeiten zu bewältigen. Gleichzeitig haben wir dadurch die Möglichkeit, potenzielle neue langfristige Mitarbeiter kennenzulernen und gemäß unserem zukünftigen Wachstum einzustellen. In absoluten Spitzenzeiten arbeiten wir darüber hinaus mit Zeitarbeitsfirmen zusammen. Alle Mitarbeiter, die länger als ein Jahr in den Amazon-Logistikzentren in Deutschland arbeiten, verdienen über 10 € brutto pro Stunde; im ersten Jahr über 9,30 € brutto. Die in dem Beitrag erwähnten Mitarbeiter aus Spanien, die über eine Zeitarbeitsfirma im Logistikzentrum Bad Hersfeld beschäftigt wurden, verdienten bei einer 37,5 Stunden-Woche 1.400 € brutto im Monat, in der Nachtschicht bei 32,5 Wochenstunden 1.500 Euro im Monat. Diese Beträge wurden per Vertrag auch dann bezahlt, wenn nicht die volle vertragliche Stundenzahl angefordert wurde.Wir nehmen die Sicherheit und das Wohlergehen unserer Mitarbeiter sehr ernst und überprüfen externe Dienstleister, die die Unterbringung von Saisonkräften aus anderen Regionen verantworten, regelmäßig. Wichtig ist uns hier auch die Rückmeldung unserer Mitarbeiter: Wann immer Mitarbeiter uns über Verbesserungsmöglichkeiten im Rahmen der Arbeitsbedingungen oder der Unterbringung informieren, prüfen wir dies umgehend.Amazon duldet keinerlei Diskriminierung oder Einschüchterung. Auch wenn das Sicherheitsunternehmen nicht von Amazon beauftragt wurde, prüfen wir derzeit selbstverständlich den von den Redakteuren gemachten Vorwurf bezüglich des Verhaltens des Sicherheitspersonals und werden umgehend geeignete Maßnahmen einleiten. Unser Ziel ist es, Bestellungen unserer Kunden jederzeit schnell und zuverlässig auszuliefern. Wir wissen: Das geht nur mit zufriedenen Mitarbeitern - unabhängig davon, ob sie langfristig beschäftigt, saisonal angestellt oder uns über eine Zeitarbeitsfirma unterstützen. Sie können sicher sein, dass wir jedem Vorfall in unseren Logistikzentren und im Umfeld, der uns von Mitarbeitern zur Kenntnis gebracht wird, nachgehen und bei Bedarf umgehend Verbesserungen einleiten. Weitere Informationen zur Arbeit in unseren Logistikzentren finden Sie unter www.amazon.de/logistikzentren.
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+Michael Keusch Standardantwort ist ja quasi genau die Pressemitteilung... ich werd mich noch einmal beschweren. Hab nämlich das gleiche bekommen.
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