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"Es ist sicher ein Fehlurteil, wenn man die moderne Gesellschaft als unpersönliche Massengesellschaft charakterisiert und es dabei beläßt. Eine solche Auffassung kommt teils. durch zu enge theoretische Bestimmungen des Gesellschaftsbegriffs, teils durch optische Täuschungen zustande. Wer die Gesellschaft primär in ökonomischen Kategorien begreift, wer sie also von ihrem Wirtschaftssystem her auffaßt, kommt zwangsläufig zur Vorstellung einer Vorherrschaft unpersönlicher Beziehungen, denn für das Wirtschaftssystem gilt dies in der Tat. Aber die Wirtschaft ist nur ein Moment des gesellschaftlichen Lebens neben anderen. Auch wenn man den Standpunkt des Einzelnen einnimmt, gilt natürlich, daß er zu den meisten anderen nur unpersönliche Beziehungen herstellen kann. Insofern erscheint die Gesellschaft, wenn man darunter die Gesamtheit möglicher Beziehungen versteht, als vorwiegend unpersönlich. Zugleich gilt aber für jeden Einzelnen auch, daß er die Möglichkeit hat, in einigen Fällen persönliche Beziehungen zu intensivierenund viel von dem, was er als sein Eigenstes begreift, anderen mitzuteilen und in anderen bestätigt zu finden. Auch diese Möglichkeit ist, wenn man bedenkt, daß sie für jeden eine Möglichkeit ist 'und von vielen ergriffen und realisiert wird, massenhaft gegeben; und es gehört mit zu den Merkmalen der modernen Gesellschaft, daß sie frei zugänglich und mit wenig Rücksichten auf andere Beziehungen belastet ist. Wir gehen im folgenden deshalb davon aus, daß im Vergleich zu älteren Gesellschaftsformationen die moderne Gesellschaft sich durch eine Steigerung in doppelter Hinsicht auszeichnet: durch mehr Möglichkeiten zu unpersönlichen und durch intensivere persönliche Beziehungen. Diese Doppelmöglichkeit kann ausgebaut werden, weil die Gesellschaft insgesamt komplexer ist und weil sie Interdependenzen zwischen verschiedenartigen sozialen Beziehungen besser regulieren, Interferenzen besser abfiltern kann. Von Steigerung der Möglichkeit zu unpersönlichen Beziehungeri kann man sprechen, weil es in zahlreichen Bereichen möglich ist, erfolgssicher zu kommunizieren, auch wenn man die Partner persönlich gar nicht kennt und man sie nur über wenige, rasch erfaßbare Rollenmerkmale (Polizist, Verkäuferin, Telephonzentrale) , einschätzt. Außerdem deshalb, weil jede einzelne Operation von zahllosen anderen abhängt, die ihre Funktionsgarantien nicht in Persönlichkeitsmerkmalen haben, die dem bekannt sein können, der sich auf sie verläßt. Wie in keiner Gesellschaft zuvor gibt es unwahrscheinliche, kontingente, nicht als Natur interpretierbare Verläßlichkeiten, die nicht durch Personenkenntnis gedeckt sein können. [...]"

Luhmann, N. (1994) Liebe als Passion, S.13-19
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christorpheus add

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In einem Land in dem wir verlassene Orte haben, wie z.B. diesen hier: https://youtu.be/hZUKuBjrENQ könnte man ja vielleicht mal über Integrationsprojekte nachdenken, die für so einen Ort etwa 1000-1500 Freiwillige, zur Hälfte Deutsche, zur Hälfte Migranten und Flüchtlinge, organisieren. Die können sich mit entsprechenden Qualifikationen und dergleichen bewerben, um über ein paar Jahre, mit ein paar Millionen Budget staatlich gefördert, sich ein Dorf, bzw. eine Gemeinde neu erschließen zu können. Warum nicht?

Das wäre auch eine gute Gelegenheit für den Staat, mal ganz praktisch seine Bürokratie zu Untersuchen und in einem "abgeschlossenen System" etwas entspannter mit bestimmten Regeln (z.B. Baurecht) umzugehen. Ohne natürlich grundlegende Regeln in Frage zu stellen. Also mir würde da eine Menge einfallen. Und ich bin sicher, vielen würde noch viel mehr und viel besseres einfallen ...
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christorpheus add

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"You are not your brain.
you are a story that your brain tells itself“


Mein Lieblingsvortrag auf dem 32c3 bisher:
+Joscha Bach
Computational Meta-Psychology [32c3]
https://youtu.be/DATQKB7656E
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Кеволеч Нинялмез's profile photoMartin Möbius's profile photoFrank Nestel's profile photo
 
Englisch? Übersetzt mal,dann kannst posten.
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Wenn man mal reinhört, was dieser Ken zu sagen hat, dann scheint der sein Herz und sein Hirn schon nicht am falschen Fleck zu haben. Den Vortrag unten, in dem finde ich z.B. die Grundaussage im Prinzip einwandfrei und kann das nur plussen. Sprachlich geht das natürlich distinguierter, aber die Ansage, die er da macht ... kann man machen.  https://youtu.be/BMX6x9wGeq4
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Martin Möbius's profile photo
 
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Ich kann dieses Ken Jebsen bashing nicht verstehen.
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christorpheus add

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Habe hier etwas zu derzeit sehr beliebten Lösch-Forderungen gesagt.
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Die Forderung an das Unternehmen Facebook, sogenannte Hass-Kommentare zu löschen, kommt in Deutschland von oberster Stelle. Nachdem bereits Bundesjustizminister Heiko Maas das soziale Netzwerk aufgefordert hatte, rassistische Kommentare zu löschen, meldete sich auch Bundeskanzlerin Angela Merkel zu Wort und meinte, dass nicht nur der Staat gegen Volksverhetzung vorzugehen habe, sondern auch eine Online-Plattform wie Facebook. Werden damit polizei...
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Das muss man tatsächlich einfach mal nüchtern so sehen!

"Krämer: I find the US initiative highly problematic. You can write donations off in your taxes to a large degree in the USA. So the rich make a choice: Would I rather donate or pay taxes? The donors are taking the place of the state. That's unacceptable.

SPIEGEL: But doesn't the money that is donated serve the common good?

Krämer: It is all just a bad transfer of power from the state to billionaires. So it's not the state that determines what is good for the people, but rather the rich want to decide. That's a development that I find really bad. What legitimacy do these people have to decide where massive sums of money will flow?

SPIEGEL: It is their money at the end of the day.

Krämer: In this case, 40 superwealthy people want to decide what their money will be used for. That runs counter to the democratically legitimate state. In the end the billionaires are indulging in hobbies that might be in the common good, but are very personal."
The question is whether billionaires should have so much power in deciding how to serve the public.
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"Die Notwendigkeit, Zwecke zu generalisieren, widerspricht der Notwendigkeit, in komplexen Wertlagen opportunistisch zu handeln." (Luhmann, N. (1999) Zweckbegriff und Systemrationalität, S.200)
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