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Bewegungskompetent durch Kinästhetik
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Mag. Theresia Ostermann

MH Kinaesthetics und Salutogenese
Ein Beitrag zur ganzheitlichen Gesundheitsförderung

Gesundheit fördern, statt Krankheit vermeiden ist ein klarer Paradigmenwechsel in der Gesundheitsdiskussion. Wie eine ganzheitliche Gesundheitsförderung über die Qualität der Bewegung erfolgen kann, wird in diesem Buch beschrieben. Eine kritische Auseinandersetzung mit verschiedenen Gesundheitstheorien erfolgt im ersten Teil des Buches. Dass Gesundheit praktisch gelebt werden kann, zeigen die Beschreibungen des Salutogenese-Modells und MH Kinaesthetics®.

MH Kinaesthetics® ist ein Lernsystem, in dem die Wahrnehmung der eigenen Bewegung geschult wird. MH Kinaesthetics® vermittelt Bewegungskompetenz vor allem bei Alltagsaktivitäten und wirkt sich positiv und nachhaltig auf die Gesundheit aus. Mittels qualitativer Interviews mit Expertinnen und dem Begründer werden die Zusammenhänge von Salutogenese und MH Kinaesthetics® in Bezug auf Gesundheit dargestellt.

ISBN 978-3-639-88828-7
156 Seiten
AV Akademikerverlag
Preis: 32,90€

https://www.akademikerverlag.de/catalog/details/store/de/book/978-3-639-88828-7/mh-kinaesthetics%C3%82%C2%AE-und-salutogenese

‚Langsam Pflegen’ stabilisiert das Kohärenzgefühl der Personen und stellt eine zentrale Qualitätskategorie dar.

Ziel/Hintergrund
Gute Pflege entsteht mit und durch Beziehung. Vorrangiges Feld für die Beziehung ist die Interaktion bei der Assistenz in täglichen Aktivitäten. Ein konkreter Ausdruck dieses Ansatzes ist die zeitliche Strukturierung der Interaktion, bekannt unter dem Titel ‚slow nursing’ (langsames Pflegen). Vorliegende Arbeit geht der Frage nach, was dieses Konzept für Pflegende genau bedeutet.

Methoden
Es handelt sich um eine qualitative Studie. Ziel ist, die lebendige Erfahrung und die Kontexte langsamer Pflege einzufangen und zu verstehen. 16 Pflegende aus 2 stationären Einrichtungen aus Norwegen nahmen an der Studie teil. Es handelt sich um examinierte Fachpersonen mit mindestens 2 Jahren Erfahrung in speziellen Abteilungen für Menschen mit Demenz. Jede Pflegende wurde eine Woche lang täglich 4-5 Stunden beobachtet. Dabei wurden umfassende Feldnotizen gemacht. Anschließend fanden 1-stündige Fokusgruppeninterviews mit je 4 Personen statt. Beschrieben wird das qualitative Auswertungs- und Analyseverfahren.

Resultate
Drei zentrale Themen konnten identifiziert werden: im Moment präsent sein, eins nach dem anderen, Freude und Zufriedenheit befördern. ‚Im Moment präsent sein’ Absichtsloses Verweilen besteht aus Situationen, in denen man sich von der Bewohnerin oder vom Bewohner in Inhalt und Tempo leiten und die Interaktion/Kommunikation von der Bewohnerin oder vom Bewohner her initiieren lässt. Berührungen – in der Regel das Halten der Hände – spielen dabei eine zentrale Rolle, um Ängstlichkeit zu kompensieren. Dies trägt dazu bei, die Bewohnerin oder den Bewohner besser zu verstehen und von ihm verstanden zu werden. Auch scheint er die Situation und die ihn umgebenden Personen besser zu verstehen und situationsgerechter handeln zu können. Im Moment präsent sein führt zu häufigen klaren (luziden) Momenten, die der Verankerung im Hier und Jetzt (Orientierung) dienlich sind: die Orientierung insgesamt verbessert sich. Die Personen fühlen sich sicher und zuversichtlich und trauen sich dementsprechend mehr zu (Selbstvertrauen). ‚eins nach dem anderen’ Sich selbst zu entschleunigen und sich erlauben, sich Zeit zu lassen wurden von allen Pflegenden als zentrale Qualitätsmerkmale der Arbeit erlebt. Pflegende und Personen mit Demenz müssten sich im Gemeinsam-Sein zur Situation orientieren und herausfinden, was jetzt möglich sei. Wenn man sich die Zeit nehme, dann könne sich die Bewohnerin oder der Bewohner besser orientieren und auch ein besseres Selbstpflegeverhalten an den Tag legen. Umgekehrt: je mehr man dem Zeitdruck nachgebe, desto mehr spiegele sich dies negativ auf die Bewohnerin oder den Bewohner zu-rück mit einer deutlichen Reduzierung seiner Selbstpflegefä-higkeit. Sich bewusst und kontrolliert im Tempo, sowohl bei den Bewegungen wie auch im Sprechen zu reduzieren, sei daher ein wichtiges Zeichen von Qualität. ‚Freude und Zufriedenheit befördern’ Psychisches Wohlbefinden sei genauso wichtig wie das physische. Daher gehe es bei den pflegerischen Tätigkeiten da-rum, sie so angenehm wie möglich zu gestalten. Es gehe nicht primär um Sauberkeit oder Ankleiden, sondern um die sich im gemeinsamen Tun ergebende Freude oder Zufriedenheit. Wertschätzung, Anerkennung, Selbstvertrauen – all dies sei in der Körperpflege selbst zu leisten. Bezüglich der Aktivitäten außerhalb der Pflege wurde die Arbeit mit den Sinnen sowie Außenaktivitäten genannt: zum Beispiel barfuß über eine Wiese gehen und sich an frühere Zeiten erinnern, mit der Straßenbahn fahren und in einem Cafe sitzen. Nicht die – oft kalendarisch organisierten – Aktivitäten im Heim, sondern die Teilhabe am öffentlichen Leben sei das Entscheidende. Zusammenfassend: es geht darum, eine persönliche und einzigartige Umgangsweise mit jeder Bewohnerin und jedem Bewohner zu entwickeln, eine aufmerksame und zuhörende Haltung einzuüben sowie die Person mit Respekt und Achtung zu behandeln. Alles, was man unternehme, diene dem Ziel, dass die Bewohnerinnen und Bewohner ihr Leben verstehen, bewältigen und ihm einen Sinn abgewinnen könnten.

Diskussion
In der Diskussion beziehen die Autoren das ‚langsam Pflegen’ auf das Konstrukt ‚Kohärenzsinn’ nach Antonowski: dieser erhöht sich, wenn die Welt/Menschen verstehbar sind (Verstehbarkeit), man in der Welt wirksam handeln kann (Handhabbarkeit) und sich hieraus Herausforderungen ergeben, für die es sinnvoll ist, sich einzusetzen (Bedeutsamkeit). Eine langsame Pflege trägt dazu bei, dass alle drei Dimensionen unterstützt und gefördert werden. Die Person kann sich besser orientieren, in die gegenwärtige Situation hineinfinden, besser entwickeln, was sie hier tun und beitragen kann. Hierdurch ergibt sich mehr Freude/Zufriedenheit in dem Sinne, dass die Person sich bedeutsam erlebt und einen sinnvollen Alltag gestalten kann. Um dies zu erreichen ist es nötig, eine möglichst ‚offene Situation’ anzustreben, sich von vor-herbestimmten Abläufen und zeitlichen Vorgaben zu lösen und damit auf Kontrollierbarkeit des Tages zu verzichten. Dies wird unterstützt durch eine reflektierende Haltung, die immer wieder erlaubt, sich den Pflegeprozess von außen an-zusehen und sich nicht in Details zu verstricken.

Lillekroken, D., Hauge, S., Slettebø, A. (2015). The meaning of slow nursing in dementia care. Dementia DOI: 10.1177/1471301215625112

Quelle: http://dzd.blog.uni-wh.de/files/2016/09/NL2-2016_ruesing.pdf

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Tai Chi senkt den Cholesterinspiegel

Haben Sie schon einmal überlegt, mit Tai Chi anzufangen? Laut einer Studie aus Shanghai wäre das keine schlechte Idee. Denn chinesische Gymnastik entspannt nicht nur den Geist - sondern auch die Blutgefäße.

35 medizinische Studien haben die Wissenschaftler für ihre Überblicksarbeit im Fachblatt "JAHA" ausgewertet. Das Resultat: Tai Chi, Chi Gong, Ba Duan Jin und andere Formen der chinesischen Gymnastik sind vor allem Herz-Kreislauf-Patienten empfohlen.

Die Gymnastik steigert das Wohlbefinden und wirkt gegen Depressionen. Und sie wirkt sich auch auf die körperliche Gesundheit aus. Laut Analyse senkt sie den Blutdruck, die Blutfette und sogar den Cholesterinspiegel.

Fazit der Forscher: Hier könnte man sich an den Chinesen - bei denen Tai Chi ja eine Art Volkssport ist - durchaus ein Beispiel nehmen. Zehn Minuten Gymnastik pro Tag würden das Risiko für Schlaganfälle und Herzinfarkte deutlich senken.

Der WHO zufolge sterben jedes Jahr weltweit 17 Millionen Menschen an Herz-und Kreislauf-Erkrankungen. Laut einer früheren Auswertung aus dem "British Medical Journal" wäre vor allem der Cholesterinspiegel ein lohnender Ansatzpunkt. Schon 20 Prozent weniger Cholesterin im Blut würden genügen, um die Todesfälle unter Herz-Kreislauf-Patienten zu halbieren.

Quelle: http://science.orf.at/stories/1768319/

Übersichtsarbeit: Wang, Xue‐Qiang, et al. "Traditional Chinese Exercise for Cardiovascular Diseases: Systematic Review and Meta‐Analysis of Randomized Controlled Trials." Journal of the American Heart Association 5.3 (2016): e002562.

Volltext: http://jaha.ahajournals.org/content/5/3/e002562.full

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Yoga hilft besser als Schmerzmittel

Yoga und kognitive Verhaltenstherapien helfen besser gegen chronische Rückenschmerzen als klassische Schmerzmittel. Das berichten US-Forscher, die für eine Studie 342 Patienten 26 Wochen lang mit den verschiedenen Methoden behandelten.

Die Probanden waren zwischen 20 und 70 Jahre alt, litten im Schnitt seit sieben Jahren an Schmerzen im unteren Rücken, zwei Drittel von ihnen waren Frauen.

Ein Drittel der Patienten und Patientinnen wurde mit einem speziellen Programm zur Stressbewältigung sowie mit Yoga behandelt, ein weiteres Drittel mit kognitiven Verhaltenstherapien und das letzte Drittel mit Schmerzmitteln.

Mehr Probanden der ersten beiden Gruppen hätten im Vergleich zur letzten nach der Untersuchungszeit größere "klinisch bedeutsame Verbesserungen" ihrer Beschwerden bemerkt, schreiben die Autoren.

In der Yogagruppe war das bei 61 Prozent der Fall, in der Verhaltenstherapiegruppe bei 58 Prozent, in der Schmerzmittelgruppe hingegen nur bei 44 Prozent. Yoga und Verhaltenstherapien könnten demnach eine "effektive Behandlungsoption" für Patienten mit chronischen Rückenschmerzen sein, so die Forscher.

Quelle: http://science.orf.at/stories/176870

Studie: Cherkin DC, Sherman KJ, Balderson BH, et al. Effect of Mindfulness-Based Stress Reduction vs Cognitive Behavioral Therapy or Usual Care on Back Pain and Functional Limitations in Adults With Chronic Low Back Pain: A Randomized Clinical Trial. JAMA. 2016;315(12):1240-1249. doi:10.1001/jama.2016.2323.
Volltext: http://jama.jamanetwork.com/article.aspx?articleid=2504811

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Achtsam in Bewegung – Minuten-Übungen gegen Alltagsstress

Dr. Norbert Fessler ist Professor für Bewegungserziehung und Körperbildung an der Pädagogischen Hochschule in Karlsruhe und Gründer des Karlsruher Entspannungs-Trainings (ket)._

Stress ist die Pandemie des 21. Jahrhunderts, Überleben im Stress die Herausforderung, Stresskontrolle das Ziel. Was tun?

Was der Fall ist – wenn Neuronen schießen

Komm runter, mach‘ halblang! Können wir das überhaupt noch? Ist die vielbeschworene Work-Life-Balance nicht utopistisch? Sich wohlzufühlen und gesund zu bleiben, hängt jedenfalls entscheidend davon ab, ob es gelingt, immer wieder bewusst bei sich selbst zu sein und sich aus der Anspannung heraus zu entspannen. Im Mittelpunkt stehen hierbei unsere Nervenzellen. Immer auf der Hut, versuchen sie, zwischen der Umwelt außen und Körper wie auch Psyche innen zu vermitteln. Wenn also äußere Reize, Wahrnehmungen, Gedanken oder Empfindungen auf uns einwirken, dann senden spezialisierte Nervenzellen – die Neuro-nen – diese Botschaft über Axone, die faserartigen Fortsätze einer Nervenzelle, zu anderen Zellen in Herz, Magen, Darm – oder auch in die Muskeln. Adrenalin und Noradrenalin sind die Botenstoffe der Informationsübertragung. Erregend wirken sie auf den Sympathikus, der Teil des vegetativen Nervensystems ist. Der Körper gerät aus seiner Grundspannung heraus in einen höheren Spannungszustand, um den von außen kommenden Anforderungen sofort und angemessen begegnen zu können. Dies kann körperlicher Stress sein, zum Beispiel durch Verletzungen, Operationen, Schmerzen oder Kälte, aber auch psychischer Stress, zum Beispiel durch Angst, Ärger oder Aggressionen. Diese überlebenswichtige biologische Reaktion gerät aus den Fugen, wenn die auf uns einwirkenden Reize zu intensiv, zu häufig und andauernd sind. Die Nervenzellen werden nach und nach überlastet, feuern vorschnell und ständig Botschaften in den Körper. Sie „melden“ permanent stressige Anforderungen. Die Folge: Chronischer Stress stellt sich ein.

Was hinzu kommt – der Körper ist immer dabei

Haben Sie sich schon einmal gefragt, welches Ihr persönliches Stressorgan ist oder wo sich der Stress in Ihrem Körper festsetzt? Eines ist sicher: Der Körper ist immer mit von der Partie! Nimmt man das „office eye syndrome“ infolge von häufiger Bildschirmarbeit, Bruxismus (das nächtliche Zähneknirschen), chronische Muskelverspannungen, muskuläre Dysbalancen und Haltungsschwächen zusammen, beträgt die Trefferquote bereits bei jüngeren Menschen nahezu 100 Prozent. Tut man nichts dagegen, sind Jahre später ernsthaftere gesundheitliche Folgen wie Gelenksteifigkeiten, Rückenschmerz, Bandscheibenvorfälle oder Bluthochdruck vorprogrammiert. Möglicherweise ist der erreichbare Wohlfühlfaktor durch gezielte Anti-Stress-Bewegungen für einige zu schwammig und vielleicht sind ernstere gesundheitliche Folgeprobleme von Stress und Bewegungslosigkeit für viele noch zu weit in der Zukunft. Uns alle betrifft aber in der gesamten Lebensspanne, dass die Arbeit mit dem eigenen Körper heute ein nachhaltig strategisches Investment ist. Dysbalancierte Körperteile und Muskeln beinträchtigen die Feinkoordination bei einfachen Bewegungen, und im Brustbereich schnüren sie die Luft ab und provozieren flache Atmung. Auch wirkt eine schlechte Körperhaltung auf die Psyche. Versuchen Sie einmal, mit hängenden Schultern und gesenktem Kopf fröhlich zu sein! Nach außen vermindert eine solche Haltung die persönliche Aus-strahlung und das, was man zu sagen hat. Der Wohlfühlfaktor Körper steht immer in Zusammenhang mit dem Wohlfühlfaktor Kopf.

Was helfen kann – Retreat mit dem Körper

Körperfunktionen regulieren zu können, wie etwa die Atmung zu vertiefen, Muskelspannung zu reduzieren oder Puls und Blutdruck zu senken, bedeutet, auf die eigene Psyche Einfluss zu nehmen, etwa auf Gefühle oder psychisch belastende Stresssituationen. Joggen in der Natur, Yoga oder Pilates im Studio – all dies hilft, den Tagesstress abzupuffern und die Drehzahl herunter zu fahren. Allerdings ist es meist schwierig, ein solches Training regelmäßig in den Tagesverlauf einzubinden. Hier setzt „Rasant entspannt“ ein mit den „Selbstinstruktiven Körper-Achtsamkeitsprogrammen“ – kurz „SeKA“ genannt. Kurze, „rasant“ wirksame Übungen und Programme für zwischendurch, in Alltagskleidung, möglichst unauffällig, ohne Hilfsmittel – das sind SeKA! Und das Beste daran: 9 selbst erlernbare Programme von Kopf bis Fuß bieten mit ihren insgesamt 67 Übungen genügend Möglichkeiten, mit dem Körper gezielt dort zu arbeiten, wo die persönlichen Alltagsbelastungen sich absetzen, den Körper schwächen und auf Dauer chronisch-degenerativ erkranken lassen. Konzentrierte Körperarbeit wirkt direkt in den Kopf hinein: Der Atem fließt ruhiger und tiefer, Muskelanspannungen lösen sich, die Nerven werden beruhigt, der Kopf wird frei. Ein Frische-Kick, der den Tag zunächst konzentrierter, dann auch achtsamer gestalten lässt. Denn das Lenken der Aufmerksamkeit auf den gegenwärtigen Moment und die mit diesem Moment verbundenen realen Körpervorgänge legen den Schalter um: Die Außenwelt und damit verbundene Umwelteinflüsse werden ausgeschaltet, weil man sich gedanklich voll und ganz auf den eigenen Körper konzentrieren muss. Es wird innere Einkehr gehalten, die Reizüberflutung für die Zeit des Übens ausgeblendet. SeKA sind somit Körperwahrnehmungsprogramme und Achtsamkeitstraining, Konzentrations‐ und Kognitionstraining in einem.

Warum es hilft – weniger ist manchmal mehr

Die Idee der Achtsamkeit wird hier nicht über Meditationstechniken und Visualisierungsübungen transportiert. Mit SeKA wird systematisch aus der Körperperspektive gearbeitet und auf Bewegungsübungen Wert gelegt, die für Jung und Alt greifbar, deren Wirkungen subjektiv unmittelbar erfahrbar sind.
Klasse statt Masse: Eine international angelegte Literaturrecherche diente dazu, zu verschiedenen Körperteilen diejenigen Übungen herauszufiltern, deren Wirksamkeit funktional-anatomisch und physiologisch nachgewiesen ist und das Potential für entschleunigte Bewegungsausführungen besitzen. Die gefilterten Übungen wurden dann auf Alltagstauglichkeit geprüft, in Expertengesprächen auf fünf bis zehn Übungen pro Körperteil reduziert und mit Hunderten Probanden evaluiert. Die fertigen SeKA wurden in einem letzten Entwicklungsschritt auf Basis psychophysiologischer Parameter, wie Herzschlag, Tonusveränderung oder Gefäßerweiterung, getestet. Es zeigt sich, dass wenige Minuten wirkungsvoller Körper-Achtsamkeitsübungen genügen, um den Körper zu entspannen und den Geist in Schwung zu bringen. 
Die methodisch stringente Zusammenstellung der Übungen zu Körperteil-Programmen und die präzisen Übungsangaben sorgen für schnelles, eigentätiges Erlernen.

Quelle: https://www.thieme.de/de/presse/achtsam-in-bewegung-minuten-uebungen-gegen-alltagsstress-42683.htm

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Stark – mit Yoga zu einem neuen Rückengefühl

Gertrud Hirschi leitet seit über 30 Jahren eine Yogaschule in Zürich. Schwerpunkte ihres Unterrichts sind die rückengerechte und rückenstärkende Körperarbeit.

Barbara Kündig ist Arbeits- und Organisationspsychologin und Yogalehrerin.

RückenYoga – was ist das?

RückenYoga – das ist ein Konzept, in dem die besten Übungen aus der Rückengymnastik und -therapie, aus der Feldenkrais-Methode und dem Qigong mit geeigneten Übungen aus dem Yoga kombiniert werden. Die Yogaphilosophie und die yogische Lebenseinstellung werden darüber hinaus als Mentaltraining eingesetzt: Mantras als unterstützende Affirmationen, begleitet von Handgesten (Mudras) und yogischer Atemweise (Pranayamas). Im Umgang mit Schmerzen, egal, ob chronisch oder akut, sind Pranayamas, Mudras und Mantras außerordentlich wirkungsvoll. Auch mit entspannender Meditation können Sie Ihrem Rücken viel Gutes tun. Ziel ist es, den oft schwachen oder labilen Rücken zu stärken und zu mobilisieren.

Geeignet für jedermann!

RückenYoga beinhaltet einfache Übungsfolgen, die für jedermann geeignet sind: egal, welchen Alters, welchen Geschlechts, ob berufstätig mit Tendenz zum Workaholic-Dasein oder als Familienmanager. Es ist gleich, ob Sie körperlich belastenden Tätigkeiten nachgehen oder eher einen sitzenden Lebensstil pflegen. Mit RückenYoga haben Sie ein einfaches Instrument zur Hand, um Ihr Wohlbefinden und Ihre Gesundheit zu verbessern.

RückenYoga ist Prävention und Therapie zugleich!

Die im Buch vorgestellten Übungsfolgen dienen einerseits der Prävention: Sie können die Übungen praktizieren, um Ihren Rücken zu stärken und Beschwerden vorzubeugen. Andererseits helfen Ihnen die Übungen, wenn Sie von Rückenproblemen betroffen sind: Sie ermöglichen es Ihnen, schmerzfrei zu werden, Rückfälle zu vermeiden und langfristig ohne Beschwerden zu leben.

Immer ganzheitlich üben!

RückenYoga zielt nicht auf eine spezifische Beschwerde oder ein Krankheitsbild ab. Es wird immer ein gesamter Rückenbereich in sein Gleichgewicht gebracht – wie es dem Yoga entspricht.

Einfach und effizient!

Die Übungsfolgen des RückenYoga basieren auf einem klaren Konzept und bauen in sinnvoller und effizienter Art und Weise aufeinander auf. Jede Übung verstärkt die Wirkung der vorangegangenen und der darauffolgenden. Zu Beginn jeder Folge wird gelockert und gedehnt, dann gestärkt sowie mobilisiert und zum Schluss entspannt. Dabei geht es immer um ein Wechselspiel zwischen Spannung und Entspannung und zwischen Statik und Bewegung.

Der glückliche Augenblick …

Die Forschung zeigt auf, dass unsere Gedanken und Emotionen dem Rücken guttun, aber auch schaden können. Im RückenYoga werden Sie angehalten, die „richtigen“ Gedanken zu hegen und zu pflegen. Dies ist gar nicht so schwer, wie es auf den ersten Blick scheinen mag – es kann sogar Spaß machen. Im RückenYoga sprechen wir also immer Körper, Geist und Seele an und wir beziehen den Alltag mit ein. Das Kostbarste, was wir haben, ist der jetzige Augenblick. Wir schaffen die Voraussetzung, dass der Moment uns Freude bringt.

Sich selbst den Rücken stärken!

Auf einer tieferen Ebene ist RückenYoga auch eine Lebenseinstellung, eine Haltung, die wir dem Leben gegenüber einnehmen. Dazu gehört auch unser Tun und Lassen im Alltag. Keine Angst, wir wollen Ihnen keine neuen Regeln aufzwingen. RückenYoga soll Ihnen nicht nur das Leben erleichtern, es soll Ihnen vielmehr ermöglichen, Ihre Ziele zu erreichen und Ihre Wünsche zu erfüllen. Freude und Begeisterung sollen Ihre Begleiter sein. Mit einem vitalen und starken Rücken, den Sie in der Körperarbeit aufbauen, wird Ihnen alles leichter fallen. Und wenn Sie achtsam sind und sich tagein, tagaus rückengerecht verhalten, können Sie davon ausgehen, dass Ihnen Ihre Kraft und Ihre Vitalität erhalten bleiben.

Quelle: https://www.thieme.de/de/presse/stark-rueckenyoga-redemanuskript-60078.htm

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Gegen den Schmerz: Schwachstelle Rücken

Stuttgart, Mai 2014 – Es ist ein Kreuz mit dem Kreuz. Schmerzen, besonders in der unteren Rückenregion, sind heute weit verbreitet: „Wenn etwa 80 Prozent der Menschen Rückenschmerzen kennen, ist der ernüchternde Umkehrschluss, dass lediglich 20 Prozent der Menschen in Deutschland gar keine Probleme mit dem Rücken haben“, gibt Physiotherapeut Kay Bartrow zu bedenken. Wie man die eigene „Schwachstelle Rücken“ (TRIAS Verlag, Stuttgart. 2014) identifiziert und mit gezielten Übungen effektiv Abhilfe bei Beschwerden im Lendenwirbelbereich schafft, zeigt er im gleichnamigen Ratgeber.

„Wir bewegen uns meist so lange ‚gedankenlos‘ und leben unser Leben, bis er da ist – der Schmerz. Schmerz ist zunächst etwas sehr Gutes, denn er warnt uns: Achtung, hier stimmt etwas nicht“, erklärt Kay Bartrow. Die Ursachen für Rückenschmerzen sind dabei so vielfältig wie die individuellen Körperhaltungen, lassen sich aber unter den beiden Stichworten Überbelastung und Bewegungsmangel zusammenfassen. Grundsätzlich gilt: Gebrauch erhält, gezieltes Training fördert, Überlastung schädigt.

Am Anfang steht die Bestandsaufnahme: Mit einfachen Bewegungstests finden Rückenschmerzgeplagte heraus, welches Bauteil des Rückens am wahrscheinlichsten die Beschwerden verursacht – Bandscheibe, Wirbelgelenk, Nerven oder ist vielleicht sogar das Becken beteiligt? In einem Testbogen notieren sie, wie weit und wie gut sich der Körper nach vorn beugen oder zur Seite neigen lässt und wann Schmerzen mehr oder weniger werden.

Ist die Schwachstelle identifiziert, wird sie mit gezielten Übungen in Angriff genommen. Beckenwippe, Hüftbeuger, Katzenbuckel und Langsitz kommen zum Beispiel zum Einsatz, wenn das Beugen nach vorn schmerzhaft ist. Ist mal keine Zeit zum Üben, schlägt Kay Bartrow ein „Wo-ich-bin-Programm“ vor, das sich auch im Büro durchführen lässt. Er ist überzeugt: „Wer sich die Mühe macht, seine Schwachstelle am Rücken und an der Lendenwirbelsäule zu identifizieren und die richtigen Schritte dagegen einzuleiten, der hat gute Chancen, größere Beschwerden zu verhindern und bestehende Probleme wieder in den Griff zu bekommen.“

Wissenswertes: Treffen kann es jeden

Besondere "Kandidaten“ für Rückenprobleme gibt es nicht. Beschwerden treten bei Männern und Frauen ungefähr gleich häufig auf. Sie machen nicht halt vor einer bestimmten Alters- oder Berufsgruppe. Am anfälligsten ist die Altersgruppe zwischen 25 und 45 Jahren. „In diesem Lebensabschnitt widmen sich Menschen der beruflichen Karriere und familiären Aufgaben, weshalb sie oft die eigenen körperlichen Bedürfnisse vernachlässigen. Wer seinen Bewegungsapparat über Gebühr benutzt und lange strapaziert, muss früher oder später mit Rückenbeschwerden rechnen“, erklärt Kay Bartrow.  

Der Autor:

Kay Bartrow ist Physiotherapeut in einer großen Praxisgemeinschaft in Balingen. Seit 2002 ist er Lehrbeauftragter für Physiotherapie und gibt seit 2006 Fortbildungskurse für examinierte Physiotherapeuten. Kay Bartrow weiß aus seiner langjährigen Arbeit, dass Rückenschmerzgeplagte ganz einfach selbst herausfinden können, wo ihre Schwachstellen sitzen.

Quelle: https://www.thieme.de/de/presse/schwachstelle-ruecken-59004.htm

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Der Bericht "Gesund älter werden" der Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen 2013 weist u. a. auf so wunderbare Initiativen wie Alltagsferne Bewegungen und Begegnungen – Tanztheater für Menschen ab 60 (siehe Seite 41) hin.

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Übungsbeispiele Sturzprävention

Ein Sturzpräventionstraining arbeitet mit einer Vielzahl von Übungen und Maßnahmen. Einen kleinen Vorgeschmack erhalten Sie mit unseren Übungen, die beispielhaft für die verschiedenen Schwerpunkte im Sturzpräventionstraining stehen.

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