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Zentrum für Kleintiermedizin München
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Münchens Fachtierarztzentrum für Hunde, Katzen, Heimtiere und Reptilien
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Wahnsinn, was Tiere aushalten können!!
Flocke, ein 5 järiges Meerschweinchen, wurde uns vorstellig wegen einer Beule am Kinn. Ansonsten war Flocke munter und fröhlich. Sie hatte bereits vor einem Jahr schonmal so eine Beule gehabt, die sich als Zahnabzeß herausstellte, nachdem der betroffene Zahn herausgefallen ist.
Flocke wurde darum durch Frau Dr. Teichmann in Narkose untersucht und dabei mußte sie Erschreckendes feststellen: diese Beule war kein Abzeß, sondern ein Zahn, der sich durch die Haut nach Außen geschoben hatte und nun außerhalb des Mauls unter dem Kinn lag. Dies ist wahrscheinlich geschehen, da bei dem damaligen Zahnabzeß, noch Wurzelreste verblieben waren und der Zahn deshalb erneut wachsen konnte. Man will sich gar nicht vorstellen, was das für Schmerzen gewesen sind. Damit dies nicht wieder geschah, wurde der Zahn inclusiv Wurzel aufwendig entfernt und die durch den Zahn entstandene Hautwunde am Kinn lokal behandelt. Bereits nach 1 Monat war der Zustand stabil und nach 2 Monaten war die Wunde komplett verheilt. Flocke geht es blendend und will von Zahnproblemen vorerst nichts mehr wissen. Flocke wir freuen uns so sehr, dass du diesen blöden Zahn los bist und nun endlich ohne Schmerzen wieder kräftig zubeissen kannst. Dir und all unseren anderen Patienten weiterhin gute Besserung!!
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18.07.18
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Die Nadel im Heuhaufen oder sollten wir doch lieber sagen im Futterberg....

….so geschehen bei Sweety. Als uns die 14-jahre alte rüstige Katzendame auf Grund von Würgen und einmaligem Erbrechen vorgestellt wurde bestand erst der Verdacht, dass sie sich an einem stibitzten Hühnerknochen den Magen verdorben hatte.
Schnell zeigte sich jedoch im Röntgen, dass Sweety in Wirklichkeit eine Nähnadel verschluckt hatte, die ihr nun schwer im Magen zu liegen schien. Allerdings wohl nicht schwer genug, um ihr den Appetit zu verderben, was man an dem stark futtergefüllten Magen auf dem Röntgen nur unschwer erkennen konnte.
So kurios dieses Bild auf den ersten Blick auch erscheinen mag – so ernst zu nehmen ist jedoch die Situation. Gerade bei spitzen Fremdkörpern im Magen-Darmtrakt besteht zu jeder Zeit die Gefahr, dass diese Gegenstände durch die Magenwand hindurch stechen und in die Bauchhöhle gelangen können, wo sie schwere Bauchfellentzündungen auslösen oder auch andere Organe wie zum Beispiel die Bauchspeicheldrüse verletzen können. Aus diesem Grund musste hier schnell gehandelt werden.
Um möglichst wenig invasiv zu arbeiten wurde bei Sweety eine Magenspiegelung durchgeführt – Sorge bereitete uns jedoch die enorme Menge an Futter, die Sweety noch zuvor verspeist hat, da wir die Befürchtung hatten, die Nadel im sprichwörtlichen "Heuhaufen" nicht finden zu können. Aber in Sweeties Fall war ihr der Katzengott gnädig und nur nach kurzer Suche konnte die Nadel im Futterbrei lokalisiert werden.
Aber damit allein war die Gefahr noch nicht gebannt – gerade bei so spitzen Fremdkörpern muss besonders sorgfältig und behutsam gearbeitet werden, damit beim Herausziehen nicht noch die Speiseröhre verletzt wird. Bei Sweety verlief der Eingriff jedoch komplikationslos und nur nach wenigen Minuten konnte die Katzendame von ihrer Nähnadel inklusive eingefädeltem Faden befreit werden.
Das Beispiel von Sweety zeigt, dass auch ältere Katzen sich noch immer von Fäden begeistern lassen und dabei dann auch schnell eine Nadel mit verschluckt werden kann. Sweety hat alles gut überstanden und konnte nur wenige Stunden nach dem Eingriff wieder glücklich nach Hause entlassen werden.....Nadel und Faden haben wir jedoch vorsichtshalber behalten.

Wir wünschen allen unseren Patienten gute Besserung und einen guten Start in den Mai.
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02.05.18
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Endlich lahmheitsfrei und ich darf wieder herumtoben!!
Das denkt sich bestimmt Hank, ein 1 Jahr alter und unheimlich aktiver Boxerrüde. Hank war schon seit 4 Monaten lahm auf seiner linken Vorderhand. Die Schmerzhaftigkeit kam eindeutig aus seiner linken Schulter und er litt an einer chronischen Sehnenentzündung, was mit Hilfe des Ultraschalls bestätigt werden konnte. Mit intensiver konservativer Therapie (Schmerzmedikamenten, Schonhaltung und Physiotherapie) konnte zunächst zwar eine Besserung erzielt werden, jedoch rutschte Hank dann erneut aus und die Lahmheit blieb. Darum mußte Hank doch operativ behandelt werden, da anders die Gefahr bestünde, dass die Sehne sich nicht mehr erholen wird, zumal Hank nicht sein ganzes junges Leben nur an der Leine verbringen wollte! Mit Hilfe einer Schulterarthrokopie (Gelenksspiegelung) wurde seine linke Schulter ausführlichst gespült. Hierbei konnten wir uns auch noch mehr das gesamte Gelenk anschauen um weitere Erkrankungen definitiv auszuschließen. In der gleichen Narkose wurde Hank noch 1 cm³ Fettgewebe entnommen um daraus im Labor von Animacel (https://animacel.com/de) Stammzellen zu entwickeln. Diese wurden ihm dann 10 Tage später unter leichter Sedierung ins linke Schultergelenk gespritzt. Die entzündungshemmende Wirkung der Stammzellen führt dazu, dass die Sehne aber auch das gesamte Schultergelenk abheilen kann. Zudem ist mit keinen Nebenwirkungen zu rechnen, da es sich dabei um körpereigene Zellen handelt.Hank hat alles gut überstanden und ist nun lahmheitsfrei. Sehnenerkrankungen sind oft etwas sehr langwieriges und brauchen intensive Therapie. Darum freuen wir uns, dass wir nun die Stammzellen auch bei bereits mehreren Sehnenpatienten und nicht nur in den arthrotischen Gelenken, erfolgreich einsetzten konnten. Hank wir freuen uns sehr dass es Dir wieder endlich gut geht und wünschen dir und unseren anderen Patienten weiterhin gute Besserung.
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16.03.18
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Verflixt und "zugeknocht"….

…..das dachte sich wohl die kleine Hundedame Nelly, als sie merkte, dass der leckere Markknochen sich über ihre Zähne im Unterkiefer geschoben hatte. Eine durchaus missliche aber nicht aussichtslose Lage!
In Narkose wurde der Knochen schnell an zwei Stellen aufgesägt, sodass Nelly ohne große Verletzungen von ihrem Leckerchen befreit werden konnte. Nur kurze Zeit später durfte Nelly zwar ohne Knochen, aber durchaus glücklich wieder nach Hause gehen. Zu Weihnachten wird es dieses Jahr vermutlich eher ein Würstchen geben.
Wir wünschen allen unseren Patienten gute Besserung und einen guten Start in die letzte Adventswoche.
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17.12.17
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Ein Heimtiernotfall! Cindy, eine kleine dsungarische Hamsterdame, wurde uns gestern vorstellig, da sich ihre rechte Backentasche komplett nach außen gestülpt hatte. So etwas kann durch chronische Backentaschenentzündungen entstehen und ist ein absoluter Notfall, der sehr schmerzhaft ist und der sofort behandelt werden muß, denn ansonsten stirbt die Backentasche ab und kann nur noch amputiert werden. Gott sei dank war das Backentaschengewebe noch vital und unversehrt und konnte erfolgreich in Narkose zurück gestülpt und an seiner ursprünglichen Position fixiert werden. Cindy´s Backentasche muß nun noch weiter mit Medikamenten behandelt werden, aber sie hat eine gute Chance, dass sie auch in Zukunft in beide Ihrer Taschen wieder Futter sammeln kann. Wir wünschen Ihr und unseren restlichen Patienten gute Besserung und ein schönes 2te Adventswochenende.
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09.12.17
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Endlich wieder ohne Schmerzen!! Omar, ein ca 9,5 Jahre alter Dackelmischlingshund wurde uns wegen chronischen Durchfall und Erbrechen vorstellig. Seit knapp 4 Jahren litt er an immer wiederkehrenden schlimmen Bauchschmerzen, die zudem auch eine hochgradige Rückenverspannung auslösten, wodurch Omar auch dort Schmerzen hatte. Die Rückenverspannungen konnten zwar gut durch eine Physiotherapie gelöst werden, aber die Ursache kam aus dem Bauch - Omar litt an einer chronischen Gallenblasenentzündung mit Gallensaftkonkrementen, die immer wieder eine Gallenkollik und somit Bauchschmerzen und Rückenschmerzen auslösten. Durch diese Entzündung der Gallenblase hatte sich zudem im benachbarten Leberlappen eine Zyste gebildet. Beide Strukturen konnte man sehr gut im Ultraschall erkennen und damit eine Diagnose stellen. Omar wurde darum operiert, seine Gallenblase wurde entfernt und die Leberzyste konnte komplett aus dem Leberlappen herausgeschält werden. Nach der OP ging es Omar schnell sehr gut und er konnte kaum ruhig gehalten werden. Lieber Omar, wir freuen uns riesig, dass endlich deine Schmerzen ein Ende haben und wünschen Dir und unseren restlichen Patienten weiterhin gute Besserung. Liebe Grüße vom gesamten Team
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11/30/17
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Endlich wieder ohne Leine!! Das denkt sich wahrscheinlich Amadeus, unser wohl größte Patient in diesem Jahr. Der 7 Jahre alte, 86kilo schwere Irische Wolfhund hatte vor 6 Wochen eine Kreuzband-OP, weil er vor 8 Wochen an einem Zaun hängengeblieben ist und sich das Kreuzband gerissen hatte. In der OP konnten wir zudem eine mittelmäßige Arthrose feststellen, aber Gott sei Dank war der Meniskus nicht zusätzlich verletzt. Die OP verlief gut, auch wenn wir bei der Größe viel zu schleppen hatten :-) nur gut das der OP Tisch groß genug ist! Amadeus erholte sich sehr schnell von der OP, mußte aber wie alle Hunde für 6 Wochen an die Leine, was er gar nicht toll fand, denn er ist ein Sportler. Jedenfalls darf er nun nach dem Kontrollbesuch nach 6 Wochen wieder alles machen - er ist lahmheitsfrei und freut sich seines Lebens.
Lieber Amadeus, wir wünschen dir und unseren anderen Patienten weiterhin gute Gesundheit und ein schönes Leben.
Liebe Grüße vom ganzen Team
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24.11.17
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Erstaunlich was es alles gibt!!

Merlin, ein 7 Jahr alter Labrador, wurde uns diese Woche vorstellig, weil er seit 2 Monaten eine chronische Wunde am linken Hinterlauf hatte, die sich manchmal verschloss, aber nach Absetzen der antibiotischen Behandlung sich ständig erneut öffnete und nicht abheilte. Entstanden war diese Wunde eines Tages als Merlin fröhlich über eine Wiese rannte. Plötzlich kam er nur noch dreibeinig laufend zurück. Seine Besitzer entdeckten, dass er sich einen sehr langen und breiten Grasstrohhalm in seinen Hinterlauf eingespießt hatte, entfernten diesen und die kleine Wunde wurde ordentlich beim Haustierarzt versorgt.

Doch dann wurde diese Wunde chronisch, weitere Diagnostik sollte darum nun bei uns in Narkose durchgeführt werden. Mit Hilfe einer Sonde und einer Kontrastmitteluntersuchung (Fistulographie) konnten wir feststellen, dass die chronische Wunde eine Fistelöffnung war, die einen langen Fistelkanal entlang der Rückseite des Hinterhandknochens gebildet hatte.

Eine Fistel entsteht immer dann, wenn sich ein Fremdkörper im Gewebe befindet und deshalb war die Vermutung groß, dass noch Teile des Grashalms zurückgeblieben waren. Merlin wurde daher operiert und der "Übeltäter" konnte tatsächlich gefunden werden, doch dass er so groß war, hätten wir selbst nicht gedacht, denn bei der Operation konnte ein ca. 7cm langer und ca. 4mm breiter Grasstrohhalm entfernt werden. Gott sei Dank!!

Merlin wir freuen uns sehr, dass dieser lästige Grashalm dich nun nie wieder beim Laufen piksen wird, wünschen dir und unseren anderen Patienten weiterhin gute Besserung. Werdet alle wieder schnell gesund.

Lieben Gruß vom ganzen Team.
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29.09.17
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Manchmal sind kleinere Symptome schlimmer als man denkt!!
Kimba, eine fast 11 Jahre alte Border Collie Dame, wurde uns vor 4 Tagen vorstellig, weil sie seit ein paar Tagen weniger fressen wollte und vom Allgemeinbefinden etwas reduzierter war. Bei der Allgemeinuntersuchung zeigte sie Fieber, einen deutlich schmerzhaften Bauch, ganz geringgradigen blutigen Ausfluß aus der Scheide und sie war etwas ausgetrocknet. Mit Hilfe der Blut- und Ultraschalluntersuchung konnte man schnell sehen woran Kimba litt: sie hatte eine eitrige Gebärmutterentzündung (Pyometra) und dadurch bedingt eine Blutvergiftung (Sepsis); leider hatte sich sogar, durch die natürliche Öffnung zwischen Eierstock und Gebärmutter, Eiter in der Bauchhöhle angesammelt und dadurch eine Bauchfellentzündung ausgelöst. Diese sogenannte septische Peritonitis, ist ein kritischer Zustand und kann, falls unentdeckt, zum Tode des Tieres führen. Gott sei dank kennt Kimba´s Herrchen sein Tier gut genug um zu wissen das etwas nicht mit ihr stimmte und daher konnte die Hilfe schnell genug stattfinden. Kimba wurde zunächst stabilisiert und dann operiert. Die gesamte Gebärmutter und die Eierstöcke wurden in der Not-OP entfernt und anschließend wurde der Bauchraum gut gespült, sodaß die Bauchfellentzündung abheilen konnte. Kimba erholte sich rasant, stand schon Nachts wieder schwanzwedelnd in der Box und wollte nur eins: wieder nach Hause!! Sie konnte deshalb schon am nächsten Tag entlassen werden und ist seitdem zu Hause wohl auf und munter. Kimba wir freuen uns so sehr dass du das mit deinen 11 Jahren so gut weggesteckt hast und wünschen dir und unseren anderen Patienten noch weiterhin gute Besserung. liebe Grüße vom ganzen Team
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31.07.17
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Wenn Katzen doch sprechen könnten....
dann wüßte man auch woher manche ihrer Verletzungen kommen. Shira, eine 2 Jahre alte Freigängerkatze, kam am Sonntagabend nach Hause und konnte fast gar nicht mehr mit Ihrer Hinterhand laufen. Zusätzlich wurde ihre Atmung und ihr allgemeiner Zustand zunehmend schlechter - der Verdacht eines Autounfalls wurde groß. Bei uns war Shira vorstellig im leichten Schockzustand und zeigte eine auffällige Atmung, die typisch ist für eine Verletzung am Zwerchfell. Das Röntgen bestätigte dann die klinische Untersuchung - Shira hatte durch den Unfall leider einen Zwerchfellriß erlitten, d.h. es gab nun keine anatomische Trennung mehr zwischen Bauchraum und Brustkorb, sondern das Zwerchfell hatte einen großen Riß durch den die Bauchorgane sich in den Brustkorb vorverlagern konnten und damit den Lungen den Platz wegnahmen um normal zu funktionieren. Zusätzlich hatte Shira sich das Schambein + Sitzbein gebrochen und war im Rückenbereich durch eine Blutung in den Nierengegenden sehr schmerzhaft. Sie reagierte gut auf die Schockbehandlung und konnte am Dienstag komplikationslos und zügig operiert werden. Da der Riß im Zwerchfell sehr groß war, wurden keine Organe abgeschnürt und konnten problemlos zurück in den Bauchraum gelagert werden. Außer der Blutungen im Nierenbereich, waren Gott sei Dank die harnableitenden Organe aber nicht beschädigt. Shira konnte nach einer weiteren stationären Nacht darum stabil nach Hause entlassen werden und ist nun 2 Tage später wieder fit und munter. Shira, wir freuen uns sehr, dass es dir soviel besser geht, hoffen, dass du nie wieder so ein Polytrauma erleben muß, paß auf dich auf und dir und unseren anderen Patienten weiterhin gute Besserung.
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23.06.17
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