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Wer eine Paybackkarte nutzt, lässt zu, dass Unternehmen seine persönliche Vorlieben und Interessen analysieren. Als Gegenleistung gibt es Sporttaschen oder einen Fußball. Patrick Beuth überlegt, wie viel es ihn kosten würde, damit die Menschen ihre Meinung zu seinem Text für sich behalten… (md)
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Thomas Walz's profile photoFrauke F.'s profile photoSteffi Jo's profile photoBirol Cin's profile photo
14 comments
 
Schöner Artikel. Mir geht dieses Gefrage nach Kunden-/Rabattkarte und PLZ an den Kassen dieser Welt auf den Senkel.. für 1% Rabatt die Hosen runterlassen? Come on.
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Wie der Autor auch schon erkannt hat ist immerhin jedem frei gestellt, sich solch einer Überwachung auszuliefern. In Zeiten von Facebook und Co, wo die Leute sogar ihren Stuhlgang kommunizieren ist es nicht verwunderlich, wenn einigen auch egal ist, dass  Unternehmen dokumentieren welches Duschgel sie und wie oft kaufen - sofern sie sich einem solchen Überwachungsinstrument angeschlossen haben. Ich denke der Vergleich z.B. Einkauf gegen Abhören einer Wohnung ist etwas überzogen. Denn Privatsphäre entsteht ja auch auf verschiedenen Ebenen. Zu Hause passieren sicher privatere Dinge als die Information, die man durch einen Einkauf erhalten kann. Trotzdem bin auch ich kein Freund von Payback, weil das einfach keinen Mehrwert liefern. Ach aber da fällt mir ein Big Brother bietet ein paar tausend Euro für totale Überwachung und die hatten auch genug Zulauf. Ergo > für jede Idee findet sich ein Depp Abnehmer.
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es muss schon ein bewusstsein dafür geschaffen werden, was alles in die privatsphäre gehört. da gibt es nicht die oder die ebene der privatsphäre. und das sollten auch alle lernen
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+Schlegel Carlo jeder schafft sich doch seine eigenen Ebenen - immer! Jeder hat unterschiedliche Schmerzgrenzen. Ich bin allgemein sehr offen und erzähle auch mal was andere nie erzählen würden. Mir wärs auch egal, wenn ein Unternehmen weiß, welches Duschgel ich kaufe aber meine Wohnung abhören lassen würde ich z.B. nie. Wie diese Systeme funktionieren, darüber muss man sich eben bewusst sein. Ob man sie dann nutzt und wie die eigene Schmerzgrenze ist muss dann jeder selbst entscheiden.
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Ich nutze schon einige Jahre Payback und bin mir dem auch bewusst das ich damit mein Konsumverhalten offen lege. Solange mich keiner am Telefon oder an der Tür mit Werbung belästigt soll mir das egal sein. Bisher habe ich mit Payback noch keine schlechten Erfahrung gemacht und freue mich im Jahr über 150-200€ die ich einspare. Es gibt andere unscheinbarere Sachen wie zum Beispiel ein Telefonbucheintrag oder Cookies im Browser die auch einiges verraten und ziemlich lästig werden können. Es muss jeder für sich entscheiden was er von sich preis geben will, und was ihm das wert ist.
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+Frauke Aideen Fritsch ich hätte gerne mal das gedankenmodell von den "ebenen" genauer dargestellt bekommen. ich kann dagegen eher empfehlen erwing goffmann zu lesen. dann wird auch der gedankengang zwischen dem einkaufen und dem abhören der wohnung deutlich. im endeffekt geht es um die kontrolle
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Hehe, für 1% Rabatt? Sieht man sich das längerfristig an, können doch Firmen erheblich höhere Preise nehmen, bei Produkten, die nachweisbar sehr beliebt oder grundliegend gekauft werden. Die Preiserhöhung dürfte da wesentlich intensiver zuschlagen als das eine % Rabatt.
Zudem sind die ach so tollen Produkte, die man statt der Punkte einlösen kann, meist dann auch woanders zu vergleichbaren Konditionen zu bekommen, damit sehe ich keinen wirklich Vorteil von Payback.

Kenne aber eine gesamte Familie, die sehr darauf abfährt und nur noch damit beschäftigt ist, dort zu kaufen wo es auch am meisten Paybackpunkte gibt. Ja, damit dürfte dann klar sein, wer da welchen Preis bestimmt :)
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+Schlegel Carlo jeder schätzt für sich selber ein was unter die eigene Privatsphäre fällt. Es ist eine persönliche Einschätzung was man Preis geben will und in welchen Bereichen man, wie Du sagt, Kontrolliert werden will oder Kontrolle zu lässt.
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Nur dort einzukaufen wo es die meisten Payback Punkte gibt ist natürlich sinnfrei. Meist sind es nur die Sonderaktionen die sich lohnen und wo man dann meist zwischen 2% und 5% Rabatt rausholt. Das "reguläre" sammeln fährt kaum was ein. Es gibt durchaus Shops mit dauerhaft guten Preisen und Payback Aktionen - wenn man mitmachen will.
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Normal bin ich ja auch paranoid was den Datenschutz angeht. Trotzdem benutze ich PayBack, ich achte halt darauf, wann ich die Karte zücke und wann nicht. Obendrein: ich habe bisher ausnahmslos alle Punkte am Ende für wohltätige Projekte gespendet und das waren schon etliche Tausend (Punkte). Hmmm und nun? Nix Bratpfanne, Medipacks für Haiti...
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ich finde, dem autor ist ein ganz gravierender gedankenfehler unterlaufen: privatsphäre heißt doch nicht, dass niemand weiß, was ich kaufe, sondern (und das macht für mich schon einen unterschied), dass ich jederzeit entscheiden kann, wem ich mitteile, was ich kaufe. und ideses recht büße ich mit so einer karte keineswegs ein.

ich kann mir bei jedem einkauf aufs neue überlegen: teile ich payback heute mit, was ich kaufe, oder nicht? die entscheidung (und damit das recht auf privatsphäre) liegt weiterhin jederzeit bei mir.
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Ich hab nichts dagegen wenn Google oder Payback meine Vorlieben kennt und mir Werbung oder Produkte anbietet die mich interessieren. Mir bleibt ja trotzdem die Freiheit etwas zu kaufen und meine Lieblingsprodukte werden weiter hergestellt da die Nachfrage bestehen bleibt. Es ist viel schlimmer wenn z. B.persönliche Bilder oder Texte entwendet/missbraucht werden und man es nicht mal mitbekommt!
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+Benedikt Blum nimmt mir die Worte aus dem Mund. Hier werden Äpfel mit Birnen verglichen. Ganz ehrlich - ich finde es gut wenn ich im Internet nur Werbung angezeigt bekomme die auf mich passt. Im Gegensatz zu Werbung für IT-Produkte und Programmierer-Communities würde mich Werbung für Tampons oder Auto-Versicherungen stören. Letztere bekomme ich schon noch oft genug zu sehen. Ob ich dann kaufe oder nicht - das bleibt weiter mir überlassen.

Und ob ich Payback mitteile wenn ich einen Briefumschlag, einen Kasten Cola oder einen Vibrator kaufe... naja... Ich kann immer noch entscheiden ob ich bei dem Kauf meine Karte rausrücke oder in der Tasche behalte...
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