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Wir haben +Leonhard Dobusch gebeten, für uns einen Beitrag zur Urheberrechtsdebatte zu schreiben. (da)
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Sascha Lupo's profile photoMax Püschner's profile photoTimm von Borstel's profile photoMarco Müllner's profile photo
18 comments
 
Fassen wir das mal so zusammen: Jemand, der nur bezahlte Downloads, originale DVDs/BluRays und CDs hat soll dafür bezahlen, dass andere sich mittels Filesharing schadlos halten? Keine gute Idee!
Wer sich etwas nicht leisten kann/möchte, sollte nicht andere dafür bezahlen lassen. Denn genau das käme dabei raus.
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[Ironie] Oh ja bitte, dann auch gleich das System der Krankenkassen abschaffen. Ich war in 40 Jahren noch nicht krank und zahle seit Jahren für Leute (vor allem alte) die sich das nicht leisten können.[\Ironie]
Übrigens nennt man das sozial wenn man für Leute die sich etwas nicht leisten können, einspringt.
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Oh ja! [Ironie on] Ich darf nem Hartzer nen Ring Fleischwurst bezahlen [Ironie off]
Ein soziales Sicherungssystem mit dem Diebstahl von geistigem Eigentum zu vergleichen ist ja wohl ein ziemlicher Griff ins Klo...
Wer etwas haben will, soll es kaufen. Wenn er es sich nicht leisten kann ist das kein Argument es zu klauen. "Oh Herr Wachtmeister, ich bin zu arm und C&A ist doch reich, da hab ich die Hose so einfach so mitgenommen..."
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Diebstahl kommt doch im Artikel gar nicht vor? Da steht was von Kulturflatrate die jeder Breitbandanschluss zahlt. So das Filesharing nicht mehr kriminalisiert wird.
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Warum soll ich eine Flatrate bezahlen die ich nicht nutze?
Ich kaufe Musik und bezahle den Betrag dafür den sie mir wert ist. Warum soll ich mehr ausgeben als ich müsste? Mir reicht es schon, dass ich im Büro GEZ zahle weil meine PC ARD und ZDF empfangen könnte. Genutzt wird er aber nur zum Arbeiten.
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Dann kannst halt in zukunft auch das angebot nutzen. Wäre dass denn so schlimm?
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Richtig, warum sollte ich eine Flatrate mittragen, die ich möglicherweise nicht wirklich nutze? Den Vergleich mit einer Krankenversicherung, die ich auch jahrelang nicht benötige, finde ich nicht wirklich Schlagend. Bei allem Respekt vor der Kultur gibts da schon Unterschiede in der Notwendigkeit. Und dem Gedankengang, dass jeder Alles auf Kosten Aller zur Verfügung haben muss, kann ich auch nicht so wirklich folgen.
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Von Steuergeldern wird Kultur schon gefördert. Theaterhäuser, Oper etc. sind von meinen Steuergeldern bezahlt. Dann GEZ und nun eine Kulturflatrate? Wozu? Mir geht das Geheule ziemlich auf den Senkel. Warum soll ich für etwas bezahlen, das mich nicht interessiert? Wenn mich etwas begeistert dann zahle ich dafür, aber nicht pauschal. Und schon garnicht mit dem Totschlag Argument das sei sozial. So ein Bull Shit
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Es geht ja nicht um illegales downloading von bsp. Musik. Man verletzt das Urheberrecht - nach dem, was in dem artikel steht - ja auch, wenn man ein "Tanzvideo auf Facebook oder YouTube hochlädt, bei dem im Hintergrund geschützte Musik läuft." Ich unterstelle euch mal, dass ihr nicht regelmäßig Tanzvideos hochladet aber evt. einen Partymittschnitt, oder z.B. ein Bild, was ihr über google gefunden habt und nun teilt. Es soll auch leute geben, die ihre gekaufte Musik in der Cloud speichern und die Passworteinstellunge übersehen etc.

Kurz. man verletzt das Urheberrecht ungemein schnell wegen kleiner Banalitäten. Das ist bestimmt jedem von uns schon mal passiert. Eine abgabe von 3,75€ im Monat und Schwamm drüber.

Davon profitieren natürlich stark die, die regelmäßig Tanzvideos hochladen aber wie will man denn ohne einen gigantischen Aufwand diesen deal nutzungsgerecht aufschlüsseln? Eine genaue Aufschlüsselung würde sicherlich für vollbeschäftigung sorgen. Also eine pauschale. klingt für mich fair
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Keine Cloud, keine Tanzvideos, keine Flat. Ich zahle doch nicht für die Dummheit der anderen... Sorry!
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+Michael Straub Sorry, Du zahlst auf jeden Fall für die Dummheit der anderen. Dieses Prinzip ist eines, wenn nicht das Zentrale Element unserer Gesellschaft in DE. Ausgleich/Mischkalkulation/Solidarität, nenne es wie Du willst.


Beispiele:
Krankenkassen: Du zahlst für die Dummen, die sich beim Sport verletzen und für die Dummen, die erst gar keinen Sport machen.
KFZ-Versicherung:Du zahlst für die, die so dumm sind einem anderen rein zu fahren
ÖPNV: Du zahlst für die dummen, die trotzdem Auto fahren.
...beliebig erweiterbar.
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Viele Menschen haben noch nicht verstanden dass Daten und Datenträger nicht mehr so zusammengehörig sind, wie sie das früher mal waren. Da das Kopieren verlustfrei geschieht, funktioniert die Begrifflichkeit "Besitz" im klassischen Sinne hier nicht mehr.

Wir sind erstmals nämlich in der Menschheitsgeschichte in der Situation, dass wir eine Ware haben (z.B. ein Musikvideo), die nicht mehr körperlich transportiert werden muss. Da das Netz prinzipiell überall ist, müssen wir uns Lösungen einfallen lassen wie wir (und zwar Weltweit!) mit diesem historisch beispiellosen Umstand umgehen.

Wenn z.B. ein Onlineshop aus dem Senegal mp3 Alben verkauft, sich legal eine Lizenz besorgt und für die senegalesische Kundschaft angemessene Preise verlangt (ich phantasiere mangels besserem Wissen jetzt mal 1 € pro virtuellem Album) - was hindert den Rest der Welt daran bei diesem Shop zu kaufen, außer künstlichen Barrieren? Man denke an Allofmp3.ru - das war genau die Situation..

Warum sollte ich diese Ware nicht wie jede andere Ware im Ausland kaufen können? Ich kann ja auch mit einem Paar Schuhe aus Frankreich über die Grenze nach D laufen - und es bleiben meine Schuhe. Ich kann auch Schuhe aus Frankreich über ebay nach D bestellen. Ich kann auch DVDs aus Frankreich bestellen - aber online mp3s kaufen soll nicht gehen?

Es kann bei jeder Ware die rein aus Daten besteht (und hier sind Booklets etc. noch nicht inbegriffen) nur um ZUGANG gehen. Man bezahlt dann nicht mehr für den Besitz (denn klassisch besitzen kann man nur Datenträger) - sondern für den Zugang, beispielsweise das Recht den Videoclip beliebig oft abzuspielen.

Und Hieraus zieht der Videoclipproduzent dann seine Einnahmen.

Darüber müssen wir uns Gesamtgesellschaftlich aber Gedanken machen. Augen zu und "Weiter wie früher" funktioniert nicht mehr. Ob die Lösung eine Kulturflatrate ist weiß ich nicht, ich finde den Ansatz etwas holprig (Was ist Kultur? Und wer definiert wer davon etwas bekommt?) Aber drüber nachdenken müssen wir.
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+Helmut Fuchs nichts gegen eine Solidargemeinschaft wo sie sinnvoll ist. KK, KFZ-HP, ÖPNV. Alles sinnvoll, alles vertretbar. Aber wieso ich den anderen die Musik bezahlen soll ist weder begründ- noch vertretbar!
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+Michael Straub Ich zahl Steuern und war noch nie in nem Staatstheater. Da bezahl ich einem extrem kleinen Teil meiner Mitbürger ihren "kulturellen Spaß" und da jeglicher dieser Kulturbetriebe, zumindest nach meinem Empfinden, fast Ausschließlich durch irgendwelche Fördertöpfe finanziert wird, zahlst Du schon längst "anderen die Musik".

Außerdem ist Musik nur ein Teil der betroffen "Kulturgüter".
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+Helmut Fuchs ist aber zum einen andere Art von Kultur, nämlich ein Kulturgut (meistens jedenfalls) ich finde es zum Teil aber auch übertrieben. Braucht D soundsoviele, millionenteure Rundfunkorchester? Müssen Theater mit Gewalt am Leben gehalten werden und können die, die es sehen wollen nicht einen angemessenen Preis selbst bezahlen?
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Zum zweiten Teil: Ja müssen sie meiner Meinung nach. Bestes Beispiel dafür ist das amerikanische Theater, das zwar durchaus sehr gute Stücke zu bieten hat, sich aber in erster Linie rechnen muss, da es nicht subventioniert wird. Die Gefahr besteht, dass wenn es nur noch nach ökonomischen Gesichtspunkten gehandhabt wird, die Ästhetik und auch gewisse Ideen einfach auf der Strecke bleiben, weil die Masse kein Interesse oder auch einfach nicht das Verständnis dafür hat. Was passiert wenn man Medien welcher Art auch immer, nach dem Geschmack der Masse ausrichtet, kann man ja an DSDS und ähnlichen Formaten sehen. Es gibt kein Gemetzel? Dann geht das Stück unter. Es ist nicht in einer Sprache gehalten, die jeder versteht? Nun denn, es gehen nur wenige hin, und dadurch rechnet es sich nicht. Die Subventionierung der Theater muss erhalten bleiben, weil es manchmal einfach der Unterstützung bedarf um gewisse Ideen in die Welt zu setzen. Man kann das vergleichen mit der Idee für ein Unternehmen, dem aber jedes Startkapital fehlt
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+Frieder Hüllen was wäre denn wenn sie verschwinden? Wer würde es merken? Wen würde es stören? Es gibt immer wieder Sachen, die mangels Akzeptanz oder Interesse oder Bezahlbarkeit verschwinden. Warum hat Theater da einen höheren Stellenwert?
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