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Als Informatiker verwundern mich der Streit wegen Mindestlohn bzw. dem bedingungslosem Grundeinkommen. Und mich verwundern Ideen, wonach eine (dafür auch noch zu bezahlende) Kommission diesen festlegen soll.
Rein von der Logik her solte es doch ganz klar sein:
Der Mindestlohn sollte genau die Höhe haben, das der jeweilige Arbeitnehmer keinerlei Unterstützung vom Staat mehr benötigt bzw. erhält. Er sollte jedoch unabhängig von der möglichen Unterstützung des Staats mindestens der Höhe der Lebenshaltungskosten betragen.

Alle Jobs die dies nicht erfüllen, belasten den Staat und somit den Steuerzahler zugunsten eines Unternehmens, der seine Beschäftigen nicht ausreichend bezahlt. Sowas nenn ich dann Subventionen. Diese können dann temporär zur Ankurbelung der Wirtschaft vom entsprechenden Ministerium bezahlt werden; Sowas sollte aber nicht auf Dauer die Sozialkassen belasten und also zeitlilch terminiert sein.

Eine Kommission die irgendwie die Höhe festlegt, braucht es streng genommen auch nicht, dafür haben wir eine genauere Institution: Das statistische Bundesamt hat die richtigen Zahlen zu den Lebenshaltungskosten, die unverfälscht von politischen Wunschdenken und Dogmen sind.
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Frank Nestel's profile photoHagen Röwer's profile photo
 
Ich verstehe das auch nicht, warum es da dauernd Gesetzesänderungen geben muss. Ich habe mir mal erklären lassen, dass es in Brasilien zu Zeiten von Hochinflation (mag schon 20 Jahre her sein), üblich war alles mögliche, wie Gesetze, Arbeitsverträge und Immobilienpreise nicht mehr in Geld auszuschreiben, sondern in Vielfachen des gesetztliche Mindestlohnes. Nur dieser Mindestlohn wurde damals von der Regierung monatlich festgelegt.

Wenn man also Renten, Bafög, steuerlichen Grundfreibetrag, Beitragsbemessungsgrenze, Einkommen für den Höchststeuersatz an entsprechende Kennzahlen des statistischen Bundesamtes koppeln würde, dann gäbe es weniger soziale Verwerfungen, keine kalte Progression, usw. usw. Letztlich könnten sich die Politiker auch Zeit sparen, mal andere Problem anzugehen, ausser dauernd dieselben!
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+Wolfgang Wiese Bei deiner Aussage "Das statistische Bundesamt hat die richtigen Zahlen zu den Lebenshaltungskosten, die unverfälscht von politischen Wunschdenken und Dogmen sind." wäre ich mir nicht so sicher. Statistik lässt sich anpassen je nach politischen Wunsch, bedenke z.B. die Veränderung in der Arbeitslosenstatistik in den letzten 40 Jahren.
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