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Was Journalisten von Wissenschaftlern lernen können - ein serh interessantes Panel bei der SXSW Konferenz.
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Journalisten und Wissenschaftler streben beide nach der Wahrheit (sie sollten es zumindest tun, auch wenn die Wahrheit oft nur ein Annäherungswert ist). Darüber hinaus gibt es aber große Unterschiede ...
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Thomas Weiss's profile photoClaudia Moritz's profile photoJoachim Sondermann's profile photoMareike König's profile photo
 
Es war bei uns (Nachrichtenagentur) eine Zeit lang ein running gag, dass wir an den einen oder anderen Text gern Fußnoten und einen Kritischen Apparat angehängt hätten ;)

Eigentlich ist es ja das Handwerk im (halbwegs) seriösen Journalismus, in der Meldung selbst, so begrenzt der verfügbare Platz auch sein mag, alle nötigen Fakten unterzubringen, damit der Leser die Information nachvollziehen und deren Quellen-Qualität abschätzen kann. Bei komplexen Themen stößt man da schnell auf Grenzen. Wenn Wissenschaftler auf 45 Agenturzeilen zu 69 Anschlägen als Obergrenze angewiesen wären, hätten sie wahrscheinlich auch Probleme.

Indem sie verkürzen, (normal)sprachlich aufbereiten, straffen und eventuell auch zuspitzen, erfüllen Journalisten eine notwendige Filterfunktion. Wenn sie ihrer Verantwortung gerecht werden, machen sie Informationen fassbarer und wecken - durch eine angemessene Akzentuierung - auch Interesse.

Hier läge allerdings eine große Chance für den Online-Journalismus, einen Mehrwert gegenüber dem gedruckten Produkt zu schaffen. Durch entsprechende Verlinkung könnte dem interessierten Leser ermöglicht werden, relativ einfach an eben jene Zusatzinformationen zu kommen, die im normalen Artikel keinen Platz hatten. Mir scheint, dass die meisten führenden Online-Nachrichtenredaktionen davon noch längst nicht genügend Gebrauch machen.
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