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Thomas Groß
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Thomas Groß

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Da hat er nicht ganz unrecht. Wir sind halt im Grunde bequem.
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Hilfe, wir haben alle Angst vor Google!?

Alle? Nicht alle. Aber  zumindest einige. Das muss man wohl unterstellen, schließlich ist aktuell die Zeit der „offenen Briefe.“ Okay, bisher war es nur einer, aber wie üblich lässt sich davon ausgehen, das da noch mehr kommen werden. Doch was genau ist eigentlich passiert? Müssen wir nun wirklich Angst vor Google haben und wenn ja: Wie konnte es so weit kommen? Oder alles nur heiße Luft

Früher war alles besser

Stimmt nicht. Früher war höchstens alles anders. Monopole und Machtkonzentrationen (auch in den Medien) sind keine Neuigkeit. Was möglicherweise neu ist: Die Angst bestimmter Personengruppen, im Angesicht von Googles omnipotenter Präsenz unter der Räder zu kommen. Das ist teilweise verständlich, doch wer sich mal ein paar Minuten mit dem Thema in Ruhe beschäftigt, der wird schnell merken, dass das der Lauf der Dinge ist. Und immer schon war.

„Das einzig Beständige ist der Wandel“, lautet eine Redewendung, an der aus meiner Sicht 100-prozentig alles stimmt. Würde es keinen Wandel geben, dann würden wir immer noch Ackerbau betreiben und in mittelalterlichen Strukturen leben. Oder noch schlimmer: Wir hätten unsere kuscheligen Höhlen in der Steinzeit erst gar nicht verlassen. Dann allerdings wären wir Menschen heute nicht die herrschende Spezies auf diesem Planeten.

Der technische Fortschritt hat uns das Internet gebracht, der gleiche Fortschritt hat Google zu dem gemacht, was es heute ist. Und wenn Manager sich heute bei Eric Schmidt darüber beklagen, dass sie Angst vor Google haben, dann wird dabei ausgeblendet, dass vor allem die Printverlage Google maßgeblich mit zu dem gemacht haben, was es heute ist.

Es ist egal, ob Google Angst macht oder nicht

Ein Konzern wie Google wäre ohne die User niemals so groß und mächtig geworden. Ich erinnere mich noch gut an die Zeit, als Google auf dem deutschen Markt auftauchte und alle anderen Suchmaschinen in den Schatten stellte. Warum? Google war einfach besser. Okay, Google war auch im Trend, aber es gab auch eine Zeit, in der 95 Prozent der Bevölkerung Schlaghosen, zu enge Hemden und lange Haare getragen haben. 

Weil ein Trend allein eben nicht reicht, sehen wir heute größtenteils wieder normal aus, was die Klamotten angeht. Google ist aber immer noch da, auch wenn der Trend lange vorbei ist. Großer Unterschied: Google ist immer noch besser als der Rest und mit Abstand die beste Suchmaschine, die es gibt.

Zur jetzigen Monopol-Stellung hier in Deutschland hat Google beigetragen, Google hat sie aber nicht initiiert, das waren wir User. Und mit „wir User“ sind nicht nur die normalen Benutzerinnen und Benutzer gemeint. Ich meine damit auch alle, die von Google lange Zeit sehr stark profitiert haben (und es noch heute tun). Natürlich: Wer profitiert, der ist auch ein Stück abhängig. Aber ist daran Google schuld? Nein, schließlich zwingt Google niemanden, ihre Suchmaschine oder andere Services zu nutzen. Das machen wir, die User, freiwillig.

Niemand wird gezwungen

„Im Internet ist die Konkurrenz immer nur einen Klick weit entfernt“, lautet eine andere Redewendung, die dem digitalen Zeitalter entsprungen ist. Das war auch Ende der 1990er schon so, als Google langsam aber sicher für die User interessant wurde. Damals nahm man das Angebot dankend auf, denn es war besser. Es lieferte bessere Suchergebnisse und es machte das Auffinden von Informationen leichter. Außerdem überzeugte Google mit einer simplen Aufmachung, lieferte die Ergebnisseiten zur Suche schnell aus und war generell der Liebling in der weltweiten Internet-Szene.

Dann passierte etwas: Google sah, dass das eigene Konzept bei den Menschen ankam und weitete seine Geschäftsfelder aus. Alles kostenlos, versteht sich, denn so war damals die Mentalität im Internet. Dinge, für die man bezahlen musste, hatten zu der Zeit keine Chance. Wie jedes andere Unternehmen versuchte Google, seine Kunden (also die Suchmaschinennutzerinnen und –nutzer) enger an sich zu binden. Dafür nahm man Geld in die Hand, das man teilweise schon aus der Vermarktung von Werbeflächen generierte.

Und so entstand ein Konzern, der diverse nützliche Services anbot, ohne dafür auch nur einen Cent von seinen Kunden zu nehmen. „Bezahlen“ musste und muss man mit Daten, aber das war (und ist) den meisten Leuten schlicht und ergreifend egal. Es dauerte dann nicht lange, bis andere Unternehmen merkten, dass man Geld mit der Reichweite verdienen konnte, die Google lieferte. Spätestens hier kamen die Verlage ins Spiel, die schon vor dem Aufstieg von Google nicht mehr so viel Geld mit Print-Werbung eingenommen hatten, wie das in ihren goldenen Zeiten der Fall war.

Denken hilft

Bis heute hat sich Google außerordentlich gut entwickelt und in vielerlei Hinsicht geschieht das mit den Auszügen von Inhalten Dritter, die in der Google-Suche oder auch bei Google News sortiert und sinnvoll angezeigt werden – zum Vorteil der User. Verlage bekamen und bekommen darüber mehr potenzielle Besucher geliefert, was sich finanziell nutzen lässt, wenn man es richtig anstellt. Um all diese Geschäftsfelder sind in den letzten 10 Jahren tausende von Firmen entstanden, die zeigen, wie man das macht.

Allerdings, und das ist wohl dem menschlichen Gemüt an sich anzulasten, werden in den letzten ein bis zwei Jahren immer mehr Leute nervös, wenn es um Google geht. Damit meine ich nicht nur Datenschützer. Damit meine ich alle, die ein Problem der Macht von Google haben. Ich kann das verstehen, sehe aber grundsätzlich die Schwierigkeit, dass jemand, der sich jetzt vor Google fürchtet, nicht wirklich gründlich nachgedacht hat und letztendlich nur polarisieren will.

Google erst durch das eigene Verhalten zu bevorteilen, es abzufeiern und dann durch eine noch intensivere Nutzung noch mächtiger zu machen, dann aber zu behaupten, Google wäre eine Gefahr und müsse doch eigentlich reguliert und in seine Schranken gewiesen werden – das ist so, als würde man sich einen waschechten Kampfhund als Welpen zulegen, dieses Tier selbst nach allen Regeln der Kunst abrichten und sich dann beschweren, dass ein solcher Hund eine Gefahr für Leib und Leben darstellt. Natürlich würde ein solcher Hund eine Gefahr für Leib und Leben darstellen – daran wäre man aber doch selbst schuld, weil man es selbst initiiert und zugelassen hätte.

Das Problem mit den Alternativen

Zu Google gibt es Alternativen, die aber von vielen Leuten nicht ernst genommen werden und auch in der Vergangenheit eher ein Schattendasein fristen mussten. Doch es gibt sie. Würde man Google nicht mehr nutzen und einen anderen Anbieter nutzen, dann hätte Google einen Kunden weniger. Würden das mehr Leute machen, dann hätte Google auch viel weniger Kunden, und so weiter. Doch was passiert stattdessen? Man flüchtet sich in die Ausrede, dass es keine Alternativen gäbe, nutzt Google weiter und beschwert sich medienwirksam, dass man vor seinem eigenen Hund große Angst hat.

Ist das logisch? Nein, leider nicht. Nirgends steht geschrieben, dass die Menschen logisch sind, aber sich über die Folgen einer Entwicklung, die man selbst eingeleitet hat, so zu beschweren, dass damit über Tage extrem viel Aufmerksamkeit erzeugt wird, ist schon ein starkes Stück. Zugegeben: Die Inszenierung dieses Vorgangs verdient meinen uneingeschränkten Respekt. Und die Art und Weise, wie dieses Thema nach vorn gebracht wird, ist ebenfalls nicht zu verachten.

Leider wird dabei vergessen, dass das Problem nicht gelöst wird. Google wird sich insgeheim über „offene Briefe“ ins Fäustchen lachen. Deutschland ist ein wichtiger Markt, sicher. Dennoch kann Google sich zu 95 Prozent sicher sein, dass sich an den Marktanteilen ist Deutschland nichts zu Ungunsten von Google verändert. Ist das jetzt gut? Keine Ahnung, es ist die Realität. Und die Gestaltung dieser Realität haben immer noch die User in der Hand. Wer nicht auf (subjektive) Missstände reagiert, der hat meiner Ansicht auch nicht das Recht, diese Missstände anzuprangern. 

Extreme Innovationen durch IT-Konzerne

Besser wäre es, wenn man versuchen würde, diese Missstände zu beseitigen. Spätestens hier kommt jedoch das Phänomen der eigenen Komfortzone zum Tragen. Natürlich könnte man sich hinsetzen und versuchen, auch so einen Konzern wie Google zu schaffen. 15 Jahre Zeit hätte man, um sich dann daran zu messen, was Google zwischen 1999 und 2014 erreicht hat. Die Vergangenheit hat aber leider allzu oft gezeigt, dass solche Versuche oft scheitern, weil bei denjenigen, die sich aufraffen müssten, entweder nicht die Motivation besteht oder schlichtweg das Know How fehlt.

So war es Anfang der 2000er mit Apple ein Computerhersteller, der der Musikindustrie vormachte, wie man im Internet Musik verkauft. Diejenigen, die es eigentlich in die Hand hätten nehmen müssen, suhlten sich lieber in Selbstmitleid, brachten seltsame Kopierschutzmaßnahmen für CDs auf den Markt und reagierten mit Klagen und Abmahnungen. 

Diese Story wiederholt sich aktuell teilweise im TV-Bereich. Von wem wird das Thema „Video on Demand“ gepusht? In Deutschland sicher nicht von den TV-Sendern. Die springen hier und da auf den Zug auf, steigen in bestehende Geschäftsmodelle ein und versuchen, mitzureden. Mit amazon hat aber ein IT-Unternehmen eine eigene Infrastruktur geschaffen, die auf Hard- und Software basiert, um später nicht nur physische Produkte, sondern auch digitale Inhalte unter die Leute zu bringen. Die erste Eigenproduktion „Alpha House“ ist ein Beispiel. Amazon erobert so die Tablets, die es auch selbst herstellt. Nicht umsonst gab es erst den Kindle und nun die passenden Inhalte direkt aus dem Hause amazon. 

Schreckdenker setzen sich nicht durch

Der Buchmarkt wäre ein weiteres Beispiel. Auch hier hat amazon sich große Anteile unter den Nagel gerissen – und diese durch eReader wie den Kindle angestoßene Entwicklung wird sich nicht umkehren lassen. Vermutlich also nur eine Frage der Zeit, bis ein großer deutscher Buchverlag einen „offenen Brief“ an amazon schicken wird. Und von Facebook will ich hier gar nicht erst anfangen, schließlich bekommen die „offene Briefe“ von Datenschützern am Fließband.

Nützliche Dinge setzen sich immer durch. Wäre das nicht so, dann gäbe es heute keine Autos und keine Flugzeuge. Es gäbe keine Computer und es gäbe auch das Internet nicht. Wenn eine kritische Masse ein Produkt (wie Google) für nützlich erachtet, dann wird es benutzt. Und wenn dieses Produkt sich im weiteren Nutzungsverlauf keine kapitalen Fehler erlaubt, dann wird auch die Popularität nicht sinken.  Aus diesem Grund ist Google groß geworden. Aus diesem Grund ist Facebook groß geworden, Apple, amazon. Auch für Smartphones trifft das zu, gleiches gilt für Tablets. All diese Dinge erleichtern das Leben und sind nützlich.

Um zu vermeiden, dass ein Konzern wie Google noch mehr Macht bekommt, gibt es also grundsätzlich nur zwei Möglichkeiten. Erstens: Man boykottiert Google und nutzt Alternativen. Solche Dinge beginnen im Kleinen, können aber enorm groß werden. Jede Revolution beginnt im Kleinen und sorgt oft am Ende dafür, dass komplette Systeme umgewälzt werden. Zweitens: Man ruft die Politik auf den Plan, baut widersinnige Gesetzt und jammert so lange rum, bis jemand tätig wird und Google von außen zu regulieren versucht.

Wenn es nicht Google ist, dann ist es jemand anderes

Google hat das digitale Monopol nicht erfunden. In jeder Nische gibt es Internet-Angebote, die mehr oder weniger marktbeherrschend sind. Doch die User haben es in der Hand. Wir entscheiden mit unseren Handlungen, wer groß wird und wer nicht. Wir entscheiden, welche Internetseiten wir aktiv nutzen und welche nicht. Und wir entscheiden auch, wem wir unsere Daten anvertrauen wollen oder nicht – mal abgesehen davon, dass es „Organisationen“ gibt, die sich unserer Daten illegal bemächtigen wollen und das auch tun.

Machen wir uns nichts vor: Wenn es nicht Google ist, dann ist es jemand anderes. Es gibt immer eine Nummer eins, immer einen Anbieter, der größer, schneller und besser ist als die Konkurrenz ist. Gründe gibt es dafür viele. Einer der wichtigsten Gründe ist aber die Tatsache, das Angebote wie die von Google bei den meisten Menschen auf fruchtbaren Boden fallen. Denn nicht nur die Nützlichkeit eines Angebots ist entscheidend. Extrem wichtig ist auch, wie einfach etwas zu bedienen ist und wie komfortabel diese Benutzung ist.

Zuguterletzt wäre da noch die Sache mit der Notwendigkeit. Wenn es für die Mehrheit der Internet-User notwendig wäre, ab morgen eine andere Suchmaschine als Google zu nutzen (aus welchen Gründen auch immer), dann würde das passieren. Solange es jedoch nicht notwendig, sich Google zu entziehen, wird die Mehrheit der User das nicht tun. Müssen wir also Angst vor Google haben? Nein. Wir müssen eher Angst vor uns selbst haben, weil wir es nicht schaffen, uns einer Sache zu entziehen. Wir müssen Angst vor uns selbst haben, weil wir nicht in der Lage sind, konkurrenzfähige Produkte zu entwickeln. Und wir müssen Angst vor uns selbst haben, weil wir zu bequem sind, um unsere Komfortzone zu verlassen. Allerdings, und das lehrt uns die Geschichte, ist nichts für die Ewigkeit. Auch Google nicht.
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Thomas Groß

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Nice HD Wallpapers for Muzei! 
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Thomas Groß

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Tom hat einen Runtastischen Lauf über 10,06 km in 1h 07m absolviert

https://www.runtastic.com/sport-sessions/208998551
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Thomas Groß

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Perfekt für heute Abend! 
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Thomas Groß

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Zum Entspannen! 
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Thomas Groß

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Na endlich! Das hat jetzt aber mal gedauert! Lang ersehnter neuer Hörstoff. 
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○ Spiele: Denksport & Karten  - 
 
Der Nachfolger des extrem Guten Ratselspiels ist jetzt vergünstigt zu haben. 
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Thomas Groß

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Merke: Macht man allen immer alles recht, ist man selbst irgendwann der Dumme. 
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