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Steuerkanzlei Frank Bütow - Prenzlauer Berg- Steuerberater
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Steuererberatung Prenzlauer Berg

Sie wünschen sich ein maßgeschneidertes #Steuer- und Finanzkonzept?
Sie möchten ihre Steuerlast minimieren? Sie möchten investieren und benötigen eine #Steuerplanung und professionelle Unterlagen für Ihre Bank?
Dann sind wir der richtige Ansprechpartner!
Informieren Sie sich über diese und weitere Themen auf unserer Webseite und kontaktieren uns. Ihr #Steuerberater in #Prenzlauer Berg
#Steuerkanzlei #Prenzlauer Berg, Steuerberater Frank Bütow Tel.: 030/91422063
http://www.kanzlei-buetow.com
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Auch Kleinunternehmer müssen eine Umsatzsteuererklärung abgeben.
Häufig reicht es, die Umsätze der letzten 2 Jahre anzugeben, damit das Finanzamt prüfen kann, ob die Voraussetzungen für die Kleinunternehmer-Regelung weiterhin erfüllt sind. Es gibt jedoch auch Fälle, in denen Kleinunternehmer weitergehende Angaben machen müssen.
Umsatzsteuer-Jahreserklärung für Kleinunternehmer
Auch ein Kleinunternehmer i. S. d. § 19 Abs. 1 UStG ist verpflichtet, eine Umsatzsteuer-Jahreserklärung abzugeben. Zwar wird die Steuer nicht erhoben, wenn im Vorjahr die Umsatzgrenze von 17.500 EUR nicht überschritten worden ist und der Umsatz nach der Prognose des Unternehmers im laufenden Jahr voraussichtlich 50.000 EUR nicht überschreiten wird (§ 19 Abs. 1 Satz 1 UStG). Dies befreit den Kleinunternehmer jedoch nicht von der Abgabe einer Umsatzsteuer-Jahreserklärung. Insbesondere bei grenzüberschreitenden Lieferungen oder Leistungen kann es zu weitergehenden Erklärungspflichten im Rahmen der Jahreserklärung kommen (Anlage UR).
Hinweis: Die nachfolgenden „fetten“ Zeilenangaben beziehen sich auf die Vordrucke für den VZ 2017. Ab VZ 2018 ist die Anlage UR in den Hauptvordruck integriert. Die Zeilenangaben für den VZ 2018 sind in Klammern angegeben.
Prüfung der Kleinunternehmereigenschaft im Hauptvordruck
Die Überprüfung der Umsatzgrenzen erfolgt anhand der Eintragungen des Kleinunternehmers in den Zeilen 33 und 34 des Hauptvordruckes (USt 2 A). An dieser Stelle ist der Umsatz des Veranlagungsjahres und des Vorjahres anzugeben. Sollte die Tätigkeit im laufenden Kalenderjahr aufgenommen worden sein, ist der erzielte Umsatz in einen Gesamtumsatz umzurechnen und in der Zeile 34 einzutragen.
Pflicht zur Erklärung von Umsätzen in Sonderfällen
In bestimmten Fällen wird der Kleinunternehmer trotz Vorliegen der Voraussetzungen des § 19 Abs. 1 UStG nicht von der Erhebung der Umsatzsteuer befreit. Dies gilt u. a. für die nach § 14c Abs. 2 UStG geschuldete Umsatzsteuer, wenn ein Kleinunternehmer z. B. zu Unrecht Steuer in seinen Rechnungen ausgewiesen hat. Diese Umsätze sind dem Finanzamt gegenüber im Hauptvordruck in der Zeile 102 (VZ 2018: Zeile 162) einzutragen.
Ebenso sind Steuerbeträge, die nach dem Wechsel von der Regelbesteuerung zur Kleinunternehmer-Regelung erst im Zeitraum der Anwendung der Kleinunternehmer-Regelung entstanden sind, in der Zeile 104 (VZ 2018: Zeile 164) zu erklären. Dies kommt überwiegend in Betracht, wenn die Steuer während der Regelbesteuerung nach vereinnahmten Entgelten (§ 20 UStG) berechnet wurde und das Entgelt dementsprechend nach dem Übergang zur Kleinunternehmer-Regelung vereinnahmt wurde.
Anlage UR: Grenzüberschreitende Umsätze
Weitere Erklärungspflichten können sich für den Kleinunternehmer insbesondere bei grenzüberschreitenden Sachverhalten ergeben, die in der Anlage UR zu erfassen sind:
Der Erwerb von Gegenständen aus einem anderen EU-Mitgliedstaat ist durch einen im Inland ansässigen Kleinunternehmer nur dann zu versteuern, wenn
• die sog. Erwerbsschwelle von 12.500 EUR überschritten wird (§ 1a Abs. 3 UStG),
• zur Erwerbsbesteuerung optiert wird (§ 1a Abs. 4 UStG) oder
• es sich um den Erwerb neuer Fahrzeuge oder verbrauchssteuerpflichtiger Waren handelt (§ 19 Abs. 5 UStG).
Der innergemeinschaftliche Erwerb ist in den Zeilen 7 - 13 der Anlage UR (VZ 2018: Zeilen 80 – 86 des Hauptvordrucks) zu erklären.
Sollte der Kleinunternehmer bei einem innergemeinschaftlichen Dreiecksgeschäft der letzte Abnehmer in der Lieferkette sein, so schuldet er die Erwerbssteuer für die an ihn gelieferten Gegenstände (§ 25b Abs. 2 UStG). In Abhängigkeit von der Höhe des Steuersatzes ist die Bemessungsgrundlage und der Steuerbetrag in den Zeilen 17 - 20 der Anlage UR (VZ 2018: Zeilen 94 – 97 des Hauptvordrucks) einzutragen.
Die Kleinunternehmer-Regelung gilt ebenfalls nicht für die als Leistungsempfänger nach § 13b Abs. 5 UStG geschuldete Steuer (§ 19 Abs. 1 Satz 3 UStG). Vor allem beim Einkauf von Dienstleistungen, die durch einen im EU-Mitgliedsstaat oder Drittland ansässigen Unternehmer erbracht werden, ist regelmäßig der Tatbestand der Umkehr der Steuerschuldnerschaft (Reverse-Charge-Verfahren) erfüllt (§ 13b Abs. 1 und 2 UStG). In diesen Fällen schuldet der Kleinunternehmer als Leistungsempfänger die Steuer. Die unterschiedlichen Tatbestände des § 13b UStG sind in den Zeilen 22 – 27 der Anlage UR (VZ 2018: Zeilen 100 – 105 des Hauptvordrucks) aufgeführt. Der Vorsteuerabzug ist für den Kleinunternehmer ausgeschlossen (§ 19 Abs. 1 Satz 4 UStG).
Beispiel: Der Kleinunternehmer A beauftragt einen Unternehmer B aus Österreich für eine sonstige Leistung im Zusammenhang mit einem im Inland belegenden Grundstück. Die sonstige Leistung ist nach § 3a Abs. 3 Nr. 1 Satz 1 UStG in Deutschland steuerbar und steuerpflichtig. A schuldet als Leistungsempfänger die Umsatzsteuer nach § 13b Abs. 2 Nr. 1, Abs. 5 Satz 1 UStG.
Als Ausnahmefall dürfte die Steuerpflicht für Lieferungen, die Auslagerungen von Gegenständen aus einem Umsatzsteuerlager vorangegangen sind, gelten (§ 13a Abs. 1 Nr. 6 UStG). Auch hier wird die Umsatzsteuer erhoben. Diese Umsätze werden in der Zeile 29 der Anlage UR (VZ 2018: Zeile 89 des Hauptvordrucks) erfasst.
Innergemeinschaftliche Lieferung neuer Fahrzeuge
Im Fall der innergemeinschaftlichen Lieferung neuer Fahrzeuge (nicht mehr als 6.000 km oder nicht länger als 6 Monate zugelassen) führt der Kleinunternehmer eine steuerfreie innergemeinschaftliche Lieferung durch (§ 19 Abs. 4 Satz 1 UStG). Die innergemeinschaftliche Lieferung des Fahrzeugs ist je nach Sachverhaltskonstellation in den Zeilen 33 - 35 der Anlage UR (VZ 2018: Zeilen 63 - 65 des Hauptvordrucks) zu erfassen.
Praxistipp: In diesem besonderen Fall hat der Kleinunternehmer den Vorsteuerabzug aus dem Erwerb des Fahrzeugs, jedoch nur bis zu dem Betrag, der für die Lieferung des neuen Fahrzeuges geschuldet würde (§ 15 Abs. 4a UStG). Der Vorsteuerbetrag ist in der Zeile 69 des Hauptvordrucks (Teil D.) einzutragen (VZ 2018: Zeile 129 des Hauptvordrucks (Teil J.)).
Steuerfreie Umsätze
Von den steuerbaren Umsätzen sind für die Ermittlung des Gesamtumsatzes die in § 19 Abs. 3 UStG genannten steuerfreien Umsätze abzuziehen. Die steuerfreien Umsätze im Rahmen der Vermietung und Verpachtung sowie die übrigen einschlägigen steuerfreien Umsätze sind getrennt voneinander in den Zeilen 43 – 47 der Anlage UR (VZ 2018: Zeilen 73 – 77 des Hauptvordrucks) zu erklären.
Im Inland nicht steuerbare Umsätze
Werden sonstige Leistungen an einen im EU-Ausland ansässigen Unternehmer erbracht, bei denen sich der Leistungsort gem. § 3a Abs. 2 UStG (Leistungsempfänger ist ein Unternehmer) nach dem Ort bestimmt, von welchem der Leistungsempfänger sein Unternehmen betreibt, ist die Bemessungsgrundlage (ohne Umsatzsteuer) in der Zeile 57 der Anlage UR (VZ 2018: Zeile 115 des Hauptvordrucks) einzutragen.
Daneben sind weitere Lieferungen oder sonstige Leistungen des Kleinunternehmers, deren Leistungsort nicht im Inland ist (z.B. Vermietung eines im Ausland belegenden Grundstücks) und die damit in Deutschland nicht steuerbar sind, in der Zeile 58 der Anlage UR (VZ 2018: Zeile 116 des Hauptvordrucks) zu erfassen. Dies gilt unabhängig davon, ob der Leistungsempfänger ein Unternehmer oder eine Privatperson ist.
Fazit
Auch ein Kleinunternehmer i. S. d. § 19 Abs. 1 UStG ist gem. § 18 Abs. 3 UStG i. V. m. § 149 Abs. 1 Satz 1 AO verpflichtet, eine Umsatzsteuer-Jahreserklärung abzugeben (BFH, Urteil v. 24.7.2013, XI R 14/11, BStBl 2014 II S. 210, Haufe Index 5928620, Rz. 34). Soweit der Kleinunternehmer keine Umsatzgeschäfte im Veranlagungszeitraum tätigt, für welche er auch die Steuer schuldet (vorwiegend beim grenzüberschreitenden Einkauf von Waren und Dienstleistungen), wird in der Praxis jedoch oftmals von der Abgabe einer Umsatzsteuer-Jahreserklärung abgesehen.

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#Existenzgründung und #Start Up's in #Berlin

Sie wollen den großen Schritt in die Selbstständigkeit wagen und benötigen eine zuverlässige #Steuerberatung? Beim Thema #Existenzgründung und Begleitung von #Start Up's stehen wir von der #Steuerkanzlei Bütow Ihnen mit unserer fachlichen Kompetenz und einer mandantenorientieren Arbeitsweise gerne zur Verfügung. Wir begleiten Sie auf dem Weg von der Wahl der richtigen #Rechtsform bishin zur Anmeldung des Unternehmens. Kontaktieren Sie uns unter der +49 (0) 30 914 220 63 in #Berlin oder besuchen Sie unsere Webseite um umfassende Informationen zu erhalten.
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BahnCard für Mitarbeiter - steuerpflichtiger Arbeitslohn?
Arbeitnehmer erhalten von ihrem Arbeitgeber oftmals zusätzlich zum Gehalt eine BahnCard 100 oder 50. Hier stellt sich immer wieder die Frage, ob eine BahnCard als geldwerter Vorteil der #Lohnsteuer unterliegt. Antworten gibt Ihnen Ihr #Steuerberater oder aus Sicht der Finanzverwaltung ein Schreiben der Oberfinanzdirektion (OFD) Frankfurt/Main.

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#Steuerberatung in #Prenzlauer Berg

Eine zeitgemäße #Steuerberatung sollte für einen Mandanten immer kompetent und erreichbar sein. Um ein gemeinsames Ziel zu erreichen, ist zudem der Aufbau einer Vertrauensbasis sehr wichtig. Dazu gehören Transparenz bei der Leistungserbringung und auch beim Honorar. Besuchen Sie uns und verschaffen sich einen ersten Eindruck. Wir sind gern für Sie da. Bei Fragen erreichen Sie unsere #Steuerkanzlei Frank Bütow in #Prenzlauer Berg unter: 030/91422063


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Gastronomie im Fokus des Finanzamtes

Die SfF Berlin gibt bekannt, dass Betriebsprüfungen im Gastronomiebereich allein im ersten Halbjahr 2018 ein Mehrergebnis von rund 5,1 Mio. EUR erzielen konnten.
Finanzsenator Dr. Matthias Kollatz-Ahnen: "Dass im Gastronomiebereich verstärkte Kontrollen notwendig sind, zeigt die Auswertung der diesjährigen Betriebsprüfungen. Ein außerordentlich hohes Mehrergebnis ist kein Ausdruck von Steuerehrlichkeit. Wie alle anderen Branchen muss auch der Gastronomiesektor den Steuerpflichten unverzüglich und vollständig nachkommen. Das werden wir auch künftig überprüfen."
• Rund 500 Betriebsprüfungen wurden nach § 193 AO abgeschlossen, die Hälfte davon wurde ausgewertet.
• Die zehn Prüfungen mit dem höchsten Mehrergebnis erbrachten rund 1,7 Mio. EUR.
• In 15 Fällen wurden Straf- bzw. Bugeldverfahren eingeleitet.
Gastronomie bleibt im Fokus der Prüfer
2017 lag der Schwerpunkt der Berliner Betriebsprüfungen auf dem Taxigewerbe. In 2018 ist die Gastronomie im Fokus.
SfF Berlin, Meldung v. 18.7.2018

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#Steuerberatung in #Prenzlauer Berg

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Die im Rahmen einer Schiedsrichtertätigkeit erzielten Gewinne unterliegen als gewerbliche Einkünfte der deutschen Besteuerung.
Hintergrund: Tätigkeit im Ausland ohne ausländische Betriebsstätte

A war in 2001 bis 2003 im In- und Ausland als Fußballschiedsrichter tätig. Das FA ging davon aus, A habe der deutschen Besteuerung unterliegende gewerbliche Einkünfte erzielt und erließ entsprechende GewSt-Messbescheide. Der Klage gab das FG mit der Begründung statt, es fehle an der Beteiligung am allgemeinen wirtschaftlichen Verkehr, da ein Markt für Fußballschiedsrichter nicht existiere. Im Übrigen entspreche die Tätigkeit nicht dem Bild einer unternehmerischen Marktteilnahme.

Entscheidung: Schiedsrichter sind gewerblich tätig

A handelte nachhaltig und mit Gewinnerzielungsabsicht. Außerdem war er selbständig tätig. Denn er wurde nicht wie ein Arbeitnehmer für eine fest bestimmte Arbeitszeit, sondern für seine Tätigkeit im Rahmen der vom jeweiligen Verband angesetzten Spiele vergütet. Zudem trug er das Vermögensrisiko für Ausfallzeiten. Er hatte auch keinen Urlaubsanspruch und musste seine Aufwendungen selbst tragen. Damit trug A das alleinige Gewinn- und Verlustrisiko aus seiner Schiedsrichtertätigkeit („Unternehmerrisiko“). Dem steht nicht entgegen, dass seine Einsätze hinsichtlich Ort und Zeit der Spiele von den Verbänden bestimmt wurden.

Beteiligung am allgemeinen wirtschaftlichen Verkehr

Die Funktion des Merkmals „Teilnahme am allgemeinen wirtschaftlichen Verkehr“ liegt im Wesentlichen darin, Tätigkeiten aus der Gewerblichkeit auszugrenzen, die zwar von Gewinnerzielungsabsicht getragen, jedoch nicht auf Leistungs- oder Güteraustausch gerichtet sind. Entscheidend ist deshalb, ob die Tätigkeit ihrer Art und ihrem Umfang nach dem Bild einer unternehmerischen Marktteilnahme entspricht. Es ist dann unschädlich, wenn Geschäftsbeziehungen nicht zu mehreren Geschäftspartnern, sondern nur zu einem einzigen Vertragspartner bestehen. Für die Beteiligung des A am allgemeinen Leistungsaustausch und das Überschreiten des Rahmens einer nichtunternehmerischen Betätigung spricht allein schon die Anzahl der im Inland geleiteten Spiele und die durch sie erzielten Einnahmen. Gegenüber der Allgemeinheit tritt die Tätigkeit als Schiedsrichter bereits dadurch äußerlich in Erscheinung, dass sie für viele Personen (Spieler, Zuschauer) sichtbar wird.

Auch die durch Auslandsspiele erzielten Gewinne unterliegen der GewSt

Ein Unternehmen, das ausschließlich im Inland eine Betriebsstätte unterhält, unterliegt mit seiner gesamten Tätigkeit der GewSt, auch wenn diese nicht im Inland ausgeübt oder verwertet wird. Das folgt daraus, dass nach § 9 Nr. 3 Satz 1 GewStG die Kürzung der Summe des Gewinns und der Hinzurechnungen um ausländische Erträge vom Bestehen einer nicht im Inland belegenen Betriebsstätte abhängig ist. Der Ort der Geschäftsleitung und damit die Betriebsstätte ist regelmäßig, wenn – wie im Streitfall – keine andere feste Geschäftseinrichtung vorhanden ist, die Wohnung des Geschäftsleiters, wenn dort die geschäftliche Planung vorgenommen wird. Hiervon ausgehend sind die durch die Auslandsspiele erzielten Gewinne dem inländischen Gewerbebetrieb des A zuzuordnen. Die Summe des Gewinns und der Hinzurechnungen ist somit nicht nach § 9 Nr. 3 Satz 1 GewStG um die Auslandserträge zu kürzen.

Kein Ausschluss des innerstaatlichen Besteuerungsrechts durch DBA

Die DBA-Regelungen, nach denen Einkünfte, die eine in einem Vertragsstaat ansässige Person als Sportler aus ihrer Tätigkeit im anderen Vertragsstaat bezieht, ebenso wie Einkünfte von Künstlern im anderen Staat besteuert werden können, sind auf den Streitfall nicht anwendbar. Denn ein Fußballschiedsrichter übt – trotz seiner körperlichen Betätigung – keine Tätigkeit „als Sportler“ aus. Denn Sportler i.S. der DBA sind nur Personen, die, wenn es sich um Sportveranstaltungen mit Wettkampfcharakter handelt, hieran als Wettkämpfer teilnehmen. Daran fehlt es beim Schiedsrichter, dessen Tätigkeit zwar von den Zuschauern wahrgenommen wird, aber lediglich anderen ermöglicht, einen Wettkampf zu bestreiten. Der BFH hob daher das Urteil des FG auf und wies die Klage ab.

Hinweis: Schiedsrichterkabine ist keine Betriebsstätte

Der BFH versagt der dem Schiedsrichtergespann an den ausländischen Spielorten zur Verfügung stehenden Schiedsrichterkabine die Anerkennung als feste Geschäftseinrichtung (Betriebsstätte), da diese lediglich vorübergehend genutzt wird. A hat noch darauf hingewiesen, bei den Einsätzen als Schiedsrichter würden zugleich eigenständige Wettbewerbe unter den Schiedsrichtern um zukünftige Einsätze ausgetragen. Das genügt dem BFH nicht als Wertung im Sinne einer Tätigkeit als Sportler entsprechend den DBA-Bestimmungen. Denn es fehlt jedenfalls einem solchen Wettbewerb an der öffentlichen Wahrnehmung. Der BFH ergänzt, dass wegen der ausschließlichen Zuweisung des Besteuerungsrechts an Deutschland eine Anrechnung etwaiger von anderen Vertragsstaaten gleichwohl erhobener Steuern nicht in Betracht kommt.

BFH, Urteil v. 20.12.2017, I R 98/15; veröffentlicht am 28.2.2018
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#Steuerberatung in #Prenzlauer Berg

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#Steuerberatung in #Prenzlauer Berg

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Die steuerliche Behandlung von #Kryptowährungen
- ein aktuelles Thema in der #Steuerberatung

Ist der Handel mit #Bitcoin, Ether, Ripple & Co steuerfrei bzw. wie funktioniert die #Besteuerung von Spekulationsgewinnen aus Geschäften mit #Kryptowährungen?

Ausgangslage

Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) hat Kryptowährungen als Rechnungseinheiten gem. § 1 Abs. 11 S. 1 KWG eingestuft. Damit sind sie kein gesetzliches Zahlungsmittel und werden daher aus steuerlicher Sicht als privates Geld eingeordnet. Diese Einstufung hat zur Folge, dass der Handel mit digitalen Währungen ein privates Veräußerungsgeschäft bzw. Spekulationsgeschäft im Sinne des § 23 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 des Einkommensteuergesetzes (EStG) darstellt. Erzielt man daher durch den Handel mit beispielsweise Bitcoin oder Ripple einen sogenannten Veräußerungsgewinn, ist dieser gegebenenfalls steuerpflichtig. Ausschlaggebend hierfür ist das Datum des Erwerbs der Kryptowährung.

Kryptowährung mit Haltedauer > ein Jahr

Liegt der Anschaffungszeitpunkt der jeweiligen Kryptowährung länger als ein Jahr zurück, sind die Veräußerungsgewinne daraus steuerfrei. Hierzu gibt es jedoch noch eine Ausnahmeregelung. Falls mit der Digitalwährung jedoch Zinserträge erzielt werden, ist für diese Erträge Abgeltungssteuer zu entrichten. Gleichzeitig verlängert sich die Spekulationsfrist von einem Jahr auf zehn Jahre, da das Wirtschaftsgut dann als Einkunftsquelle diente.

Kryptowährung mit Haltedauer < ein Jahr

Die Steuerpflicht wird ausgelöst, sobald die Veräußerung mit Gewinn innerhalb eines Jahres nach dem Anschaffungsdatum erfolgt. Die steuerrechtliche Gesetzesgrundlage bildet der § 23 EStG. Die Versteuerung des Gewinns erfolgt mit dem persönlichen Steuersatz, falls die Freigrenze von 600 Euro überschritten wird. Gewinne von weniger als 600 Euro bleiben demnach steuerfrei, während Gewinne über dieser Grenze vollständig versteuert werden müssen. Wird also die Freigrenze auch nur geringfügig überschritten, muss der gesamte Spekulationsgewinn versteuert werden.

First in, first out

Der zu versteuernde Veräußerungsgewinn ergibt sich aus der Differenz zwischen dem Verkaufspreis und dem Anschaffungspreis der jeweiligen Kryptowährung. Aus Vereinfachungsgründen wird hierbei die sog. FIFO-Methode angewandt. Dies bedeutet, dass die zuerst gekauften Anteile der Kryptowährung mit den zuerst veräußerten Anteilen der Kryptowährung verrechnet werden. Die Dokumentations- und Nachweispflicht liegt hierbei beim Steuerpflichtigen. Es empfiehlt sich daher eine detaillierte Dokumentation sämtlicher Transaktionen. Der so ermittelte steuerliche Gewinn ist dann in der Anlage „SO“ der Einkommensteuererklärung (= Sonstige Einkünfte) zu erfassen. Hier werden alle privaten Veräußerungsgeschäfte, d.h. z. B. auch Immobiliengeschäfte aufgeführt. Verluste können entweder mit Gewinnen aus dem Vorjahr oder mittels Verlustvortrag verrechnet werden. Zu beachten ist hierbei jedoch, dass eine Verlustverrechnung nach § 23 Abs. 3 Satz 7 EStG nur mit Gewinnen aus anderen privaten Veräußerungsgeschäften (z.B. Immobiliengeschäfte) möglich ist.

Wie verhält es sich bei einem Unternehmer?

Unternehmen und gewerblich tätige Personen können keine privaten Veräußerungsgeschäfte tätigen. Die Kryptowährung befindet sich demzufolge im Betriebsvermögen. Hier entstehen daher Einkünfte aus Gewerbebetrieb gemäß § 15 EStG. Die erzielten Gewinne unterliegen, unabhängig von der Haltedauer, je nach Rechtsform des Unternehmens der Einkommensteuer (Einzelunternehmen und Personengesellschaften) oder der Körperschaftsteuer (GmbH, AG, etc.) sowie jeweils zusätzlich der Gewerbesteuer.

Rechtlich nicht abschließend geklärt ist die umsatzsteuerrechtliche Behandlung. Bislang erging hierzu lediglich im Jahr 2015 ein Urteil des Europäischen Gerichtshof (EuGH vom 22.10.2015 – C-264/14). Der EuGH hat damals entschieden, dass beim Umtausch der Kryptowährung in konventionelle Währungen (BTC/EUR, XRP/EUR, etc.) keine Umsatzsteuer anfällt. Insgesamt jedoch ist die umsatzsteuerrechtliche Behandlung derzeit nicht vollumfänglich geklärt. Um die Frage nach der Umsatzsteuerpflicht zu beantworten ist im Einzelfall insbesondere die Art der Leistungserbringung zu prüfen.

Miner (= Erzeuger bzw. Hersteller der Kryptowährung) gehen nach einheitlicher Rechtsauffassung wegen der damit verbundenen Gewinnerzielungsabsicht einer gewerblichen Tätigkeit nach. Sie erzielen Einkünfte aus Gewerbebetrieb. Im Gegenzug können die Miner jedoch sämtliche Betriebsausgaben in Abzug bringen.


Ausblick

Immer mehr Unternehmen akzeptieren die Annahme von Zahlungen in #Kryptowährungen. Die Relevanz in Alltagsgeschäften steigt somit an. Umso mehr die Thematik an Brisanz gewinnt, desto wahrscheinlicher wird eine neuorganisierte steuerliche Einordnung von Kryptowährungen.

Für Fragen zu diesem Thema stehen wir ihnen gern zur Verfügung.

#Steuerkanzlei #Frank #Bütow #Steuerberater #Prenzlauer Berg #Kryptowährung #Bitcoin
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