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Stefan Matthiessen
Works at Althoff Hotels
Attended University of Brighton
Lives in Köln, Deutschland
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Stefan Matthiessen

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Nicht nur in Köln-Vogelsang, sondern vielerorts in der Domstadt, stehen Kioske und Büdchen leer und freuen sich auf einen neuen Betreiber.

#büdchen   #kiosk   #köln   #fotografie  
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Nicht nur in Köln-Vogelsang, sondern vielerorts in der Domstadt stehen Büdchen und Kioske leer und freuen sich auf neue Betreiber.
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Stefan Matthiessen

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“Damals, als es das Internet noch nicht gab, bowlten die Marketingleute. Sie zielten mit ihrer Botschaft auf ziemlich homogene Zielgruppen. Die Auswahl an Bahnen war klein, die Konkurrenz meist überschaubar. Ob die Bowlingkugel traf, hing davon ab, wie gut die Bowler ihren Sport beherrschten. Aber ob Treffer oder nicht: Es folgte der nächste Wurf.”

Was +brand eins so vortrefflich formuliert, trifft vollkommen auf das Marketing aus der alten Zeit zu. Ferner wird geschlussfolgert, dass Marketingprofis heute am Flipperautomaten stehen. Viele Kugeln, wenig Kontrolle.

Wer im heutigen Markt dennoch punkten will, braucht Spezialisten, die neben Erfahrung, Instinkt und einer analytischen Arbeitsweise auch eine ruhige Hand und viel Talent mitbringen.
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Wie funktioniert gutes Marketing? Früher wussten es alle, heute herrscht Verunsicherung allerorten. Dabei ist die Antwort überraschend einfach.
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Stefan Matthiessen

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Obwohl mindestens die Hälfte der Befragten angaben, dass sie es vorziehen direkt auf einer Hotelwebsite zu buchen, verbuchen +Expedia, +Booking.com & Co. sowohl quantitativ, als auch in Relation zum Direktvertrieb dieses Jahr deutliche Zuwächse.

Kein Wunder, denn in Sachen eCommerce & Branding vermögen OTAs einiges um Längen besser umzusetzen, als dass es Individualhotels und kleine Ketten und ihre technologischen Dienstleister aktuell können.
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Many hotels are experiencing a notable increase in reservations coming from online travel agencies, most notably those from Booking.com.
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Stefan Matthiessen

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Konsumentenentscheidungen sind oft vorhersehbar. Wie Verhaltensökonomik bei der Optimierung von Online Marketing und User Experience helfen kann, zeigt dieser Artikel mit einfachen Grundthesen.

#verhaltensökonomik   #ux   #ecommerce   #marketing  
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Stefan Matthiessen

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Rechtzeitig zur #ITB2015  fertig & im neuen Design!
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Stefan Matthiessen

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Gestern bei +WDR.de Lokalzeit aus Köln:
Ein Beitrag über ambuedche.de

#fotografie   #köln   #büdchen   #kiosk  
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Die WDR MEDIATHEK präsentiert und archiviert Audios und Videos aus WDR Fernsehen und den WDR Hörfunkwellen - mit Schwerpunkt NRW. Hier können Sie viele Radio- und Fernseh-Sendungen direkt im Livestream oder nachträglich on demand verfolgen.
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Stefan Matthiessen

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Wenn der +WDR.de ruft, kann man schlecht Nein sagen.
Schon gleich zwei Mal nicht, wenn es um nichts geringeres geht, als den Erhalt und die Belebung der Büdchenkultur Kölns geht.

#büdchen   #kiosk   #köln   #fotografie   
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Mit dem WDR auf Tour Manchmal, da kommt das Glück nicht nur zu den Tüchtigen. Zu mir kam es jedenfalls diese Woche, und tüchtig war ich wahrlich nicht. Sträflich vernachlässigt habe ich mein Fotoprojekt über Büdchen und Kioske in Köln. Den ganzen goldenen Herbst über kein einziges Foto geschossen und nun ist es wieder Winter, …
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Stefan Matthiessen

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Ein neues Projekt ist online!

Mit dem Althoff Magazin hat die Kompetenz der Gastgeber, Sterneköche und SPA-Experten der Althoff Hotel Collection ein neues Zuhause im Internet.

Unter den Bereichen Lifestyle, Kulinarik, Design & Reise finden Leser, Gäste und Interessenten ab sofort Rezepte aus den Sterneküchen, Wellness- & Fitness-Empfehlungen, Reisetipps für die Destinationen der Althoff Hotels und auf der ganzen Welt, sowie alle Neuigkeiten aus den Häuser und einen exklusiven Blick hinter die Kulissen.

Mehr Infos unter magazin.althoffhotels.com
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Willkommen beim Althoff Magazine, dem Luxus-Blog von Experten der Althoff Hotel Collection über Kulinarik, Lifestyle, Reisen & Design.
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Work
Occupation
Director of eCommerce & CRM | Althoff Hotel Collection & AMERON Hotels
Employment
  • Althoff Hotels
    Director of eCommerce & CRM, 2012 - present
    Strategischer und technischer Aufbau, Planung, Durchführung und Kontrolle des Customer Relationship Managements (CRM), sowie Leitung der Abteilung eCommerce mit den Teilbereichen Web Analytics, Search Engine Advertisement (SEA), Search Engine Optimisation (SEO), eMail Marketing, und Social Media Marketing sowie der strategischen Weiterentwicklung aller web-basierten Service rund um die Marken Althoff Hotel Collection und AMERON Hotels
  • REWE Touristik
    Projektmanager eCommerce & Marketing, 2010 - 2012
    Strategische und operative Zuständigkeit für die eCommerce Bereiche eMail-Marketing, Webanalyse, Online Marketing und Social Media, sowie für die Planung, Durchführung und Kontrolle diverser vertriebsfördernder Projekte des Direktveranstalters clevertours.com
  • Heidelberg Marketing
    Masterand, 2010 - 2010
    Implementierung, Durchführung und Monitoring der Social Media Marketing Aktivitäten, sowie Koordination des Online Marketings für den touristischen Geschäftsbereich
  • Langer Sport Marketing
    Freier Mitarbeiter, 2008 - 2010
    Mitarbeit im Organisationsteam auf diversen Golfturnieren der PGA European Tour & PGA European Senior Tour
  • FTI Touristik
    Trainee, 2008 - 2008
    Praktikant im Produktmanagement (Mietwagen) mit Zuständigkeiten in der Konkurrenzanalyse, Contenterarbeitung für Anzeigen in Print Medien, sowie in der Unterstützung bei der Katalogproduktion und im eCommerce
  • Abbey Tours
    Trainee, 2007 - 2007
    Praktikant im Conference & Incentive Department der größten Zielgebietsagentur Irlands mit Zuständigkeiten in der Kommunikation mit lokalen Bezugsquellen, sowie im Vertrieb von Gruppenreisen für Kunden aus Skandinavien, Italien, Spanien und Israel
Places
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Currently
Köln, Deutschland
Previously
Heidelberg, Deutschland - Eastbourne, UK - München, Deutschland - Dublin, Irland - Barcelona, Spanien - Augsburg, Deutschland
Story
Tagline
Liebe | Freiheit | Büdchen
Education
  • University of Brighton
    M.Sc. International Marketing, 2009 - 2010
  • Internationale Hochschule Bad Honnef · Bonn
    B.A. (Hons) Tourism Management, 2006 - 2009
Contact Information
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+49 2234 379 030
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Address
Aachener Straße 1348 50670 Köln
Man kann es nostalgisch nennen oder retro, doch manchmal ist das, was aktuell modisch erscheint und für manche wie gut gespielte Ironie wirkt, einfach nur zeitgemäß. Die Rückbesinnung auf das Ursprüngliche, das Heimische, das Natürliche zum Beispiel. Viele Jahre, wenn nicht gar Jahrzehnte, wurden Focaccia und Baguette, Rye Buns oder Weißbrottoast mit exotischen Kombinationen belegt und zum zweiten Frühstück oder dem Lunch To Go verspeist. Vesper war out, Brotzeit ein Begriff aus Nachkriegszeiten und die dicke Blutwurst, Griebenschmalz und Konsorten passten nicht in den Fettvermeidungsplan der Optimierungsgesellschaft, die immer neuen Trends nachrannte. Heute ist Trend, was man noch aus Zeiten davor kennt. Je länger zurück, desto besser und viele versuchen zu hart, die uralten Zeiten wieder auferleben zu lassen. Ein rundes Konzept erkennt man dann zumeist am Herzblut, das in jenes gesteckt wird. Betreibt man den Aufwand nur für den Profit, oder spielt echte Leidenschaft eine Rolle? Wenn Mut und Wille, ein zeitgemäßes Konzept und viel Produktverliebtheit und Können auf ein nährbares Umfeld treffen, ist dies meist von Erfolg gekrönt, und genau das scheint im Geschnitten Brot der Fall zu sein. Im einem dieser vielen ehemaligen Veedelskioske, von dessen ursprünglichen Funktionen nur noch die Lotto-Annahmestelle erhalten bliebt, schmiert heute eine unheimlich reizende und charmante Frau Brote. Einfach nur Brote. Auf Holzbrettchen mit teilweise selbstgemachtem Belag. Gewürzgurken, Käse, Spießbraten, Apfel-Zwiebelchutney, daneben gibt's mal ein Selleriecremesüppchen, mal deftigen Eintopf mit Wurst, und Kuchen für danach gibt's auch. Man legt wert auf Regionalität - der Ziegenkäse kommt aus der Eifel, der Kaffee aus dem Vringsveedel. Alles handgemacht und alles wirklich enorm schmackhaft. Vielleicht ist es die Kölner Südstadt, in der die alten 68er wohnen und in dem Laden eine Reminiszenz ihrer Ursprünge sehen, oder auch nur das Lächeln, das jede Bestellung begleitet. In jedem Fall ist das Geschnitten Brot eine dieser Wohlfühloasen, die mit ihrem runden Konzept all den unnötigen Retro Chic drum herum vergessen machen. Was woanders zu vehement versucht wird zu imitieren und zu optimieren, ist hier ernst und ehrlich gemeint. So ehrlich wie die Stulle, die man bekommt. Brotzeit eben.
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Public - 4 months ago
reviewed 4 months ago
Selten ist Arroganz in Restaurants oder Bars angebracht. Wer zu viel auf sich hält, der vergrault seine Kunden. Manchmal allerdings wird Arroganz auch mit unternehmerischer Vision verwechselt. Und dann wird es heikel, für Kunden und Gastgeber. Das Heimat, wie auch das drum herum stehende 25hours Hotel, befinden sich konzeptionell auf diesem schmalen Grad zwischen Eigentümlichkeit und kundenorientiertem Zeitgeist. Man ist so, wie man ist, und wem es nicht gefällt, der hat genug Optionen anderswo glücklich zu sein. Dass Laissez-faire hier ein gelebter Unternehmenswert ist, sollte durchaus honoriert werden, denn insgesamt hat das Konzept Hand und Fuß und mit Sicherheit sollte man dies als Gast genauso wertschätzen wie man als Gast von den hier arbeitenden Menschen wertgeschätzt wird. Wenn man von diesem emotionalen Setting tiefer einsteigt und sich nicht schon beim Blick auf die neben den kreativen Interpretationen stehenden Preisen echauffiert, wird überrascht sein und sicherlich nicht enttäuscht werden. Das gastronomische Konzept ist hierbei denkbar simpel, denn es ist genau das drin, was drauf steht: Gerichte aus der Heimat. Und so findet man neben Sauerkraut-Creme-Suppe mit Holsteiner Äpfeln, dem klassischen Steak Tartar eben auch Hamburger Gerichte wie Labskaus, eine herzhafte Rindsroulade - mit einem sensationellen Knoblauch-Kartoffelpüree - oder den Signature Burger von der Deutschen Färse mit Holsteiner Würzkäse, der perfekt gegart auf den Tisch kommt und jeden seiner fünfzehn Euro wert ist. Begleitet wird die kulinarische Reise von einem äußerst geerdeten und professionellen jungen Menschen, die sichtlich Spaß an der Gastronomie und am Gastkontakt haben. Dabei spiegelt der Service ebenso das Konzept wider, wie es die Karte und das Ambiente tun: Eigenwillig, kreativ, bodenständig aber keines Falls arrogant oder überteuert.
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Public - 4 months ago
reviewed 4 months ago
Was viele Jahre die pan-asiatische, die skandinavische und eigentlich schon immer die französische Küche war, soll dieses Jahr die südamerikanische und vor allem die peruanische Küche werden: Ein nachhaltiger und langlebiger gastronomischer Trend. In einschlägigen Fachkreisen wird sie als ursprünglich, vielseitig und durch geografische wie zuwanderungsbedingte Einflüsse auch durchaus überraschend und abwechslungsreich beschrieben. Das leuchtet durchaus ein, da Peru an sich ein unheimlich großes und durch seine Topografie auch ein unheimlich vielseitiges Land ist, das sich vom Äquator bis zum 18. Breitengrad streckt und zusätzlich Höhenunterschiede von bis zu 6.700 Meter aufzuweisen hat. Die peruanische Landesküche lässt sich demnach grob in die jeweilige Küche der einzelnen Landesteile Costa (Küste), Sierra (Anden & Hochland) und Selva (Regenwald) gliedern, die selbst sehr unterschiedlich sind und auf die jeweilig verfügbaren Ressourcen zugreifen. Ganz maßgeblichen Einfluss auf die peruanische Küche haben zudem die Einwanderer aus Spanien, Afrika aber vor allem auch aus Japan genommen. Eine Konstante zieht sich jedoch durch die peruanische Küche: Die Verwendung von Mais, Kartoffeln und der Wurzelknolle Maniok. Dies wird auch hervorragend vom Causas Peru im Kölner Traditionsveedel Ehrenfeld aufgegriffen. Das kleine Ecklokal überzeugt schon optisch durch Schlichtheit und Gemütlichkeit. Der Speiseraum, dessen visuelle Highlights die Bar im vorderen und der Kamin im hinteren Bereich sind, ist dezent aber durch die Landesfarben Perus durchaus ansprechend gehalten. Kein Kitsch, wenig Folklore, die sachliche Schönheit überwiegt. In jeder Hinsicht positiv und ein eindeutiges Indiz von Authentizität sind sowohl das Publikum, als auch die spanisch sprechende Gastgeber. Auch der Blick auf die Speisekarte verspricht einen unverfälschten Einstieg in die Landesküche Perus. Gehalten wird dieses Versprechen über jeden Gang hinweg - und das ohne Ausnahme. Geschmacklich durchaus als einzigartig zu bezeichnen, in der Qualität der verarbeiteten Lebensmittel ausnahmslos positiv und bei Präsentation und Tellergröße kreativ wie großzügig, ist die Küche des Causas Peru eine kulinarische Bereicherung für Köln. Besonders hervorzuheben sind die Ceviche, ein Nationalgericht Perus, bestehend aus rohem, mariniertem Weißfischfilet in einer Vinaigrette von Limettensaft, Koriander und Gemüsezwiebeln. Die im Causas Peru servierten Varianten - traditionell, mit Avocadocreme oder einem Rocoto-Dip - zählen mitunter zu den besten Ceviches, die ich in Europa je gegessen habe. Auch die Tamales - in Maisteig gefülltes Fleisch, gedämpft in Bananenblättern - und die Empanadas con Pollo verdienen es an dieser Stelle genannt zu werden, da sie in ihrer Köstlichkeit kaum zu überbieten waren. Bei den Hauptgerichten überzeugte vor allem das Lomo Saltado, dessen Qualität in Köln auch seinesgleichen suchen müsste und geschmacklich nachhaltig in Erinnerung blieb. Wer in Köln die peruanische Trendküche erleben möchte, die jedoch an Bodenständigkeit, Authentizität und geschmacklicher Finesse kaum zu überbieten ist, ist im Causas Peru bestens aufgehoben. Sollte Ceviche auf der Wunschliste der Entdeckungen stehen, so empfiehlt es sich nicht sonntags zu kommen, da das Restaurant hier nur schwer an frischen Fisch kommt. Oder man kommt wieder, denn das lohnt sich allemal!
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Public - 4 months ago
reviewed 4 months ago
Wenn man sich die gastronomische Stadtkarte Kölns anschaut, kann man schnell den Eindruck gewinnen, dass es nur linksrheinisch Restaurantkonzepte gibt, die es sich zu entdecken lohnt. Kölns Sterneküchen, ausschließlich linksrheinisch. Kölns beste Restaurants des Jahres laut Stadt-Anzeiger, alle linksrheinisch. Die Bestenliste in den einschlägigen Gastroportalen, eine überwältigende Mehrheit mit nur vereinzelten Ausreissern linksrheinisch. Fast scheint es, als würde es in Kalk, Mühlheim, Deutz & Co. nichts außer Koteletts im Lommerzheim geben, für dass es sich lohnt außerhaus essen gehen zu sollen. Doch weit gefehlt: Im Werkshasen, dem Kantinen-Restaurant des Schauspiel Köln auf dem Gelände des Carlswerk, findet man ein Konzept vor, dass man sonst nicht aus Köln kennt: Kreativ, urban und zeitgemäß. Im Außenbereich wartet eine Containerlandschaft und kleine Hochbeete auf, innen eine heimelige Mischung aus Industriescharme und Wohnküche. Das Ambiente wirkt rund, die Atmosphäre ist locker, das wenige Personal - man ist schließlich vornehmlich eine Kantine - dennoch unglaublich freundlich, offen und professionell auftretend. Auch kulinarisch hebt sich der Werkshase positiv von den meisten Kölner Etablissements ab: Die wöchentlich wechselnde Karte beinhaltet eine Variation von etwa zehn Gerichten - vegetarisch, mit Fisch und mit Fleisch - die sich wunderbar kombinieren lassen. Was daraus auf den Teller kommt, und sich mit dem herrlich nostalgischem Bundeswehrbesteck verspeisen lässt, ist eine pure, produktverliebte und auf's Beste reduzierte Küche ohne Chichi. Bei meinem Besuch überzeugte sowohl die Kürbis-Ingwer-Suppe mit Zimt, Muskatblüte und Steirischem Kernöl, als auch die Farfalle mit Wirsing, Walnüssen und Ziegenkäse, aber vor allem das Geschnetzelte vom Eifeler Landhuhn mit Waldpilzen und gebratenen Serviettenknödeln. Die Qualität der Produkte sprach zwar schon alleine für sich, im Sommer scheint zudem vieles der verwendeten Kräuter und Gemüse aus dem Container-Garten im Freigelände zu kommen, aber auch die Zubereitung versprühte pure Freude, die nur noch von der feinen Weinauswahl gesteigert werden konnte. Wer eine bodenständige und gleichzeitig handwerklich perfekte Küche in einem Restaurantkonzept sucht, wie man es sonst wohl nur aus hippen, kulinarischen Hot Spots wie Berlin, Wien oder Tel Aviv kennt, der sollte nicht nur, sondern muss nach Mühlheim kommen und den Werkshasen entdecken. Der bleibende Eindruck verleitet garantiert zur Wiederholungstat!
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Public - 4 months ago
reviewed 4 months ago
19 reviews
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Es gibt diese Restaurants, die eine ganz eigene Emotionalität bei jedem einzelnen von uns haben. Das ACHT ist so eines, denn der schmucke Laden hatte seit jeher eine gewisse Anziehungskraft auf mich. Durch seine Lage, direkt am Stadtgarten, geht man oft daran vorbei, staunt über das ansehnliche Mobiliar - eine Mischung aus zum Weinregal umfunktionierte Europaletten, in Retro-Chic gehaltene Steinwände und ein Tischsammelsurium aus Holz - und ordnet Geschmacksnuancen beim Lesen der Speisekarte. Nun kürzlich als Szene-Restaurant des Jahres vom Kölner Stadt-Anzeiger ausgezeichnet, war ich mir nicht mehr so sicher, ob das Acht auch das verspricht, was ich mir seit Jahren von meinem ersten Besuch erträumte: Eine frische, kreative Küche mit toller Weinbegleitung, lockerer und gleichzeit hochprofessioneller Service und ein Ambiente, das eine Bühne für einen gelungenen Abend sein kann. Zumindest ein Punkt wurde nun leider zumindest nicht erfüllt, was meinen Gesamteindruck jedoch kaum belastet: Das ACHT ist ein sensationelles Restaurant, das den Begriff Szene nicht verdient hat! Nicht verdient, weil ich den Begriff sehr negativ aufgeladen finde. Szene, das ist Berlin, München, das ist kurzfristig und nicht nachhaltig, Szene, das sind Leute, die heute hier und morgen da ihre fünf Sterne verteilen. Das ACHT jedoch gibt es schon länger als die übliche gastronomische Karenzzeit, die über Gelingen und Versagen entscheidet - und das aus gutem Grund! Der beste zu nennende Grund ist die Küche: Zwar liest und hört man, die ACHT sei kein Ort für produktverliebte Foodies, die sich an kreativer Tellerkunst ergötzen wollen, jedoch finde ich, dass es genau das ist, was den Laden ausmacht. Die Gerichte sind fabelhaft präsentiert und das nötige Chichi, das für gewöhnlich zu Jubelsprüngen selbsternannter Feinschmecker führt, sehr fein ausbalanciert. Die bleibenden Eindrücke sind die der Aromen und Geschmacksnuancen, die für die beste verfügbare Qualität der verwendeten Lebensmittel sprechen, die man sich ausmalen kann. Vom Amuse-Bouche - Couscous, Roastbeef & Stielmus - über die sensationelle Interpretation des Vitello Tonato - Weidekalb-Carpaccio, Bachkresse und einem kurzgebratenen Tunfisch - über ein auf den Punkt perfekt gegartes Flank Steak an Schwarzwurzel, Shiitake und einer grandiosen Blaubeer-Essig-Jus, bis hin zur Käsevariation war das Menü in Zusammenstellung, Geschmack und Optik ein voller Erfolg. Ebenso erfolgreich war unsere Entscheidung von der Weinbegleitung abzurücken und uns vom fachkundigen Personal beraten zu lassen. Die Auswahl und Empfehlung traf den Nerv und rundete das Erlebnis perfekt ab. So professionell, fachkundig, freundlich und unaufdringlich das Service-Team an diesem Abend war, so steif war es leider auch. Ich hatte mir erhofft, dass sich die wirklich von Grund auf sympathischen Menschen, die im ACHT arbeiten, ein wenig mehr am lockeren Ambiente orientieren als an der Preisgestaltung der Speisekarte. Sicherlich, man ist hier in einem gehobenen Restaurant, aber ein wenig mehr Laissez-faire täte der Qualität des Services aufgrund der enorm gut ausgebildeten Jungs und Mädels keinen Abbruch. Zu hoffen bleibt für alle, die kreative Interpretationen bekannter Gerichte lieben, dabei in einem wunderschönen Ambiente speisen möchten und einen sehr guten Wein nicht scheuen, dass die Szene zu Stammgästen wird, denn jeder Erfolg ist diesem sensationellen Restaurant wahrlich zu gönnen!
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Public - 4 months ago
reviewed 4 months ago
Wenn man sich die Meinungen auf den einschlägigen Bewertungsportalen und der Fachpresse über das 485grad durchliest, oszilliert diese irgendwo zwischen stümperhafte Küche mit viel Brimborium und einem neuen Stern am Kölner Gastrohimmel mit Michelin-Ambitionen. Ich meine: Die Wahrheit liegt dazwischen. Zu den allzu kritischen Stimmen, die meist die Qualität und Machart der Pizza im 485grad bemängeln - sie sei nicht durch, nicht kross genug, zu teigig - sei zu sagen: Fahrt nach Neapel und esst dort Pizza, sie schmeckt genau so! Im 485grad hat man sich der Pizza Neopoletana verschrieben. Im Gegensatz zur Pizza Romana, die sich - vornehmlich durch die weltweite Verbreitung von Tiefkühlprodukten - auch in ihrer Machart in Deutschland durchsetzte, ist die aus Neapel stammende Variante nicht dünn und knusprig und wird auch nicht auf einem Blech gebacken. Neben einigen qualitativ hochwertigen und in ihrer Herkunft präzise eingeschränkten Zutaten, ist vor allem die Zubereitung der neapolitanischen Pizza streng reglementiert: Das Backen erfolgt ausschließlich in Holzöfen bei einer Temperatur von - man ahnt es - 485 Grad bei einer Garzeit von 60 bis maximal 90 Sekunden. Das Resultat ist fluffigere Pizza mit dickerem Rand, als es der deutsche Gaumen von der Standard-Pizzeria um die Ecke gewohnt ist. Welche nun eher den Geschmack trifft, die römische, neapolitanische oder gar die Variante aus Genua (sehr dick), ist jedem selbst überlassen. Wer jedoch in eine neapolitanische Pizzeria geht, sollte auch nichts anderes als eine neapolitanische Pizza erwarten. Was die Sterne-Ambitionen von Sommelier Sebastian Georgis Geisteskind anbetrifft, bin ich mir ebenfalls uneins, ob man hier die Ernsthaftigkeit der Zeilen von Weinkenner Carsten Henn im Kölner Stadt-Anzeiger nicht anzweifeln darf. Sicherlich kennen sich Georgi und Henn schon einige Jahre, was den Geschmack der "Pizza auf Sterne-Niveau" dann doch noch mal ein wenig gesteigert haben dürfte. Strafe mich einen Lügner, wenn man nächsten November neben dem La Societe noch ein Sternelokal in der Kyffhäuserstraße im Guide Michelin finden sollte, aber ich denke, dass man so hoch nicht greifen sollte. Nun aber zur rein subjektiven Einschätzung: Die Pizza war sensationell! Drei Varianten durfte ich kosten, und alle drei - Hellboy, Speckenwolf und Anchovis Dream Ocean - überzeugten in vollem Umfang in Geschmack, Kreation und Qualität. Die einzelnen Zutaten harmonierten perfekt, keine stach hervor, das Ergebnis dadurch unheimlich rund und nachhaltig positiv. Positiv fielen zudem das Ambiente und die Freundlichkeit des Personals auf. Durch den zunehmenden Zuspruch der lokalen Presse war es sehr wuselig und gut besucht, was jedoch die Arbeitsabläufe des Teams nicht beeinflusste und die Pizza, als auch ein frisch gesäuberter Tisch schon nach kurzer Wartezeit für uns bereitstanden. Den Kaffee nach dem Mahl konnte man am Tisch bestellen, musste nicht wie bei der Pizza am Tresen ordern, was den Ausklang des Besuchs abrundete. Mein ganz persönliches Fazit: Wer sich gerne auf eine Pizza-Variante einlassen möchte, die in Deutschland und vor allem in Köln viel zu selten serviert wird, belohnt sich im 485grad selbst mit einem geschmacklich hervorragenden Pizza-Erlebnis und einem trotz allem Trubel doch recht gemütlichen Ambiente.
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Public - 4 months ago
reviewed 4 months ago
Die Fledermaus in Pulheim bei Köln ist streitbar, und zwar in einer ganz zentralen Frage: Ist des dort im Winter oder im Sommer schöner? In unregelmäßigen Abständen zählt die Weinbar seit über sechs Jahren zu den gelegentlichen, kulinarischen Belohnungen, die ich mir gönne. Vom Service, über das Ambiente bis hin zu den wunderbaren Speisen, ist der Besuch jedes Mal ein wahres Erlebnis. Im Sommer, bei warmen Temperaturen lädt der schöne Garten rings um die alte Scheune ein, urig und wollig-warm wird es im Winter bei prasselndem Kaminfeuer unten den alten Querbalken des Heubodens. Ich kann mich nie entscheiden, was ich schöner finde und denke mir stets, dass das Hier und Jetzt kaum zu steigern ist. Neben der bodenständigen, vorzüglichen Küche, die neuerdings auch meine südafrikanische Leibspeise Bobotie führt, hebt sich die Fledermaus vor allem durch eine durchdachte Weinkarte ab. Hier trank ich meinen ersten Grauburgunder vom Winklerberg des Weingutes Dr. Heger, und bin trotz der internationalen Auswahl immer wieder geneigt, das Große Gewächs zu ordern. Glücklicherweise versteht es der Service mit Charme und Kompetenz etliche Alternativen aufzuzeigen, die mich noch nie enttäuscht haben. Auch auf Empfehlungen der Speisekarte kann man sich getrost verlassen. Neben den perfekt auf den Punkt gegarten Steaks, verfalle ich doch oft den Steinpilzravioli mit Entenbrust- und Rinderfiletstreifen, früher an einer sagenhaften Estragon-Buttersauce, heute begleitet von einer Pfeffer-Preiselbeersauce. Auch die Salate sind nennenswert, zeugen sie doch von Frische und bester Qualität. Wer sich gerne den süßen Verführungen hingibt, sollte unbedingt die Schokoladenmousse wählen. Schlussendlich ist es eigentlich egal, zu welcher Jahreszeit man in die Fledermaus kommt, auf seine Kosten kommt man hier allemal!
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Public - 4 months ago
reviewed 4 months ago