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Mein Blog - Was einen guten Schauspieler ausmacht!
Berufung
21. Jun 2018
Liebe Leser,
ich bitte um Entschuldigung, dass ich so lange mit dem Schreiben ausgesetzt habe. Andere Dinge hielten mich ab, kreativ schreiben zu können aus diversen Gründen. Ich leite nun schon seit vielen Jahren die Schauspielschule SSA in Düsseldorf und bin sein mehr als 35 Jahren in meinem Beruf tätig. Die Schule wurde in einer alten Weberei in einem kleinen Keller gegründet. Mein Lebensweg ließ zu Beginn nicht vermuten, dass ich diesen einschlagen würde. Es war auch nicht mein Ziel. Ich wollte immer literarisch tätig sein. Lesen und Literatur waren schon von Kindesbeinen an meine Leidenschaft. Mit den Jahren verfasste ich an die 350 Werke. Theaterstücke, Drehbücher, Geschichten, Kurzgeschichten, Dialoge, Monologe, Szenen u.Gedichte. Warum ich nun heute auf das Thema Berufung komme möchte ich gerne erläutern. Zunächst noch etwas zu mir: Ich schrieb vor mehr als 30 Jahren ein Theaterstück ohne zu wissen, wie das überhaupt geht und oder ob die Form richtig ist oder die Länge die eines 1 1/2 stündigen Theaterstückes hat. Die erste Geschichte "Die Vergangenheit" wurde uraufgeführt, damals noch von einer Laienthatergruppe, die ich ins Leben rief. Wir nannten uns LaFrathe hatte. Die Erfolge waren grandios. Das Schauspiel, die Literatur, die Arbeit mit den Menschen, all das wurde in mir entfacht und ließ mich seither nie wieder los. Ich vertiefte meine Kenntnisse in der Schauspielerei, schrieb ein Theaterstück nach dem anderen, zudem las ich alles, was mir in die Hände fiel über Schauspiel, Regie, Bühnen- und Filmarbeit. Nachdem ich in zahlreichen Theaterstücken auf der Bühne stand und gleichzeitig Regie fühte, ließ ich mich zur Theaterpädagogin ausbilden. Ich arbeitete als Filmschauspielerin, schrieb dann für diverse Filmproduktionsfimen TV-Drehbücher, lernte mit der Kamera umzugehen, vertiefte immer wieder das Fach Schauspiel und war fasziniert davon, zu welchen Leistungen jemand fähig ist, wenn er sich öffnet und darauf einlässt. Ich lernte die Unterschiede kennen zwischen Bühnen- und Filmarbeit und saugte alles Wissen wie ein trockener Schwamm auf. Meine Lernwilligkeit ist bis heute ungebremst. Jeder Lehrer, Dozent, Regisseur, Drehbuchautor, Schauspieler, Kameramann und war mein Mentor. Leider stelle ich aber auch mit der Zeit fest, dass viele Menschen Schauspieler werden wollen, die schon charakterlich überhaupt nicht das Zeug dazu haben. Vielleicht ist zwar ein wenig Talent vorhanden, aber das reicht bei Weitem nicht. Wenn Schüler ihre eigene Fehlbarkeit suchen bei Dozenten, den Mitschülern, den Texten... wie soll er sich dann weiter entwickeln? Woraus soll dieser Mensch schöpfen? Sich selbst zu suchen, kennenzulernen und zu entwickeln, das ist die Suche nach schauspielerischer Schöpfung. Auch Demut gehört dazu. Denn: "Wer glaubt schon alles zu sein, hat aufgehört etwas zu werden." Die Psychologie der Rolle, zu verwachsen mit einem fremden Charakter um ihn dann wieder loszulassen, das ist magisch. Schauspielerei ist ein so wertvoller, aufrichtiger Beruf dass es mich immer wieder berührt, wenn ich Wahrhaftikeit im Spiel sehe. Wie kein anderer Beruf muss er für den Lernenden Berufung sein. Jeder Sportler, Musiker, Tänzer, Maler, Bildhauer arbeitet an seinen Stärken aber auch, und dazu gehört unendlich viel Mut, an seinen Schwächen. Das muss ein Schauspieler tun. Immer vor allem an sich selbst arbeiten. Es fliegt einem nichts zu. Und keine Schule kann etwas vermitteln, wenn der Schüler es nicht annehmen kann oder will. Wenn ein Schüler nicht bereit ist von seinem Lehrer zu lernen, dann kann man ihm auch nichts beibringen. Aber dann zu sagen, dass die ein oder andere Schule "schlecht" sei, das ist in höchstem Maße anmaßend. "Ich werde mein Leben einsetzen für die Kunst der Schauspielerei, damit sie verstanden wird" Das war und ist mein Ziel. Unsere Dozenten sind sorgfältig ausgewählt, keiner macht beliebigen Unterricht. Alles ist aufeinander abgestimmt. Ein Schüler kann es annehmen oder ablehnen und ist es oft auch besser, er verlässt die Schule. Wer keine Zeit habt, sich selbst zu entwickeln, die andere mit in ihre negativen Gedanken ziehen, um sich stark zu fühlen, sich selbst für das Non plus Ultra hält, hat an keiner Schauspielschule etwas zu suchen. Früher war es unendlich schwer, überhaupt zum Schauspieler ausgebildet zu werden. Heute kann das im Grunde fast jeder, der ein gewisses Maß an Grundtalent besitzt tun. Aber fünf Säulen sind unverzichtbar: Ehrlichkeit - Pünktlichkeit - Kritikfähkeit - gesunde Eigenwahrnehmung - Ausdauer - Sanfort Meisener sagte einst: "Es braucht annähernd 20 Jahre, um ein guter Schauspieler zu werden." Ich muss dem großen Meister ein wenig wiedersprechen. Ein guter Schauspieler braucht sein Leben lang, er wird niemals fertig. Es geht in unserer Schule genau um diese Sache. Wir gehen gerne mit unserern Schülern den 3jährigen Weg bis zur Reifeprüfung. Danach kommt das Leben da draußen. Da ist rauh und hart. Unehrlich und versnobt. Nicht fair und nicht gerecht. Am ist immer der Kritik anderer Menschen ausgesetzt, die man meist selbst nicht mal persönlich kennt. Mißgunst und Neid... Es gibt kaum Leute, die es wirklich aufrichtig und gut mit einem meinen. All das und sicherlich noch viel mehr Hürden warten da draußen. Aber bis dahin versuchen wir, unsere Schüler, die uns im Laufe der Zeit sehr verbunden und ein Teil unseres eigenen Lebens geworden sind, um die wir uns sorgen, für die wir da sind in guten wie in schlechten Zeiten, die wir unterstützen wenn ihre Zeit gekommen ist, die wir loslassen müssen, wenn sie gehen wollen, diesen Schülern versuchen wir Flügel zu verleihen. Und niemand kann hinterher sagen, dass es leicht war. Es ist verdammt hart und schwer. Dafür sind unsere Unterrichte auch bekannt. Fordernd und unerbittlich wenn wir merken, einer ist kurz vor dem Ziel und will aufgeben. Wir bilden eine Symbiose und lassen nicht locker. Und es macht den Schülern nicht immer "Spaß". Aber am Ende, wenn wir den gemeinsamen Weg gegangen sind, bleiben Freundschaften zurück die tiefer gehen als nur das Verhältnis Lehrer/Schüler. Weil wir uns kennen. Weil wir zueinander stehen, weil wir gestritten haben, weil wir nicht immer perfekt waren und vor allem, weil wir einander vertrauten. All denen, die Mißtrauen, sage ich: "Schaut in euch und stellt euch die Frage: "Warum wolltet ihr Schauspieler werden?" Wenn man das auf den Buddhismus herunter bricht muss ein Schauspieler lernen Demütig zu sein und zu kämpfen. Wer Demut vor dieser großen Herausforderung hat, bekommt bei uns eine Chance. All denen, die in die Unterrichte kommen möchten, um sich bespaßen zu lassen, sich zurück lehnen wollen und glauben es würde reichen, an einer Schauspielschule aufgenommen worden zu sein wünschen wir viel Glück für ihren weiteren Lebensweg. Für diese Schüler ist der Weg damit bei uns beendet. Manchmal auch weil sie selber merken, dass sie es nicht schaffen können, da sie sich selbst im Weg stehen. Andere Mitschüler dann mit zu reißen, wie ein fauler Apfel im Obstkorb du sabotieren, das ist die schlechteste Eigenschaft überhaupt. Mit solchen negativen Eigenschaften haben schon geschichtliche Ereignisse begonnen. Ein Schauspieler, ein gefestigter Mensch hat so etwas nicht nötig. Es sind die Schwachen, die sich nur in der Gruppe stark fühlen.
Schauspiel ist eine Reise zu sich selbst. Der Blick nach innen. Ich möchte jedem Schüler, egal auf welcher Schule er ist mit auf den Weg geben: Die Literatur ist der Blick in die Welt. Klassische Werke genau so wie neuzeitliche Literatur. Eintauchen in fremde Welten. Lesen bedeutet im Hier und Jetzt zu sein und gleichzeitig in einer anderen Welt. Das bildet den Charakter. Danke fürs Lesen und eine schöne Zeit bis zum nächsten Mal.
Eure Carmen Sanne-Salomon
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Hallo zusammen, heute mein Blog-Beitrag - Mariella Ahrens,

wir freuen uns sehr, dass die großartige Schauspielerin die Schirmherrschaft für unsere SSA übernommen hat. Schirmherrschaft - warum?
Weil es immer gut ist für Jung-Schauspieler, einen Mentor zu haben. Frau Ahrens kennt das Filmbusiness! Und zwar von der Sonnen- aber auch von der Schattenseite.
Sie absolvierte ihre Ausbildung als Schauspielerin an einer Berliner Schauspielschule. Sie spielte u.a. Hauptrollen in vielen Fernsehserien wie "Ein Fall von Liebe", "SOKO" Leipzig", Sabine oder "Im Namen des Gesetzes" sowie in Filmen wie in "Traumzeit" und einige Rosamunde Pilcher Verfilmungen und zahlreichen anderen ARD und ZDF Produktionen mit. Außerdem spielt sie aktuell am Schloßtheater Berlin und an der Komödie am Bayrischen Hof sowie im Berliner Dom große Rollen. Auch war sie bereits mehrmals als GastDozentin an der Filmschauspielschule Berlin tätig.
Sie freut sich, die jungen Schauspieltalente der SSA zu begleiten und mit Rat zur Seite stehen und zu fördern.
"Ich möchte Schauspieler/innen und vor allem dem Nachwuchs in unserer Branche die Chance geben, ihre inspirierenden Träume zu verwirklichen".

Für unsere Schüler bedeutet das: Professionelle Förderung mit Frau Ahrens als Mentor.
Und es ist großartig, dass sich eine Schauspielerin bereit erklärt, die Studenten zu unterstützen.

Wir sind alle sehr glücklich darüber und freuen uns auf den Besuch von Frau Ahrens im April 2018 in unserer Düsseldorfer SSA.
Denn was junge Talente wirklich brauchen ist die Unterstützung derer, die Erfahrung mitbringen!

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Casting-Regeln - unser Casting am Sonntag, 11.3.2018
7. Mär 2018
Hallo zusammen,
wie versprochen komme ich heute auf Castings zu sprechen. Wie viele ja wissen, ist uns auch eine Castingagentur angegliedert.


Unser nächstes Casting ist übrigens am Sonntag, 11.3.2018 ab 10 Uhr.

Wichtig ist das persönliche Erscheinungsbild. Wenn man nicht zum Vorsprechen für eine bestimmte Rolle eingeladen ist sollte man neutrale Kleidung tragen. Frauen nicht zu tief dekolletiert oder zu knappe Röckchen, High Heels nicht zu hoch, gerne ungeschminkt. Für Herren gilt sportlich schick, keinesfalls zu bunt sondern seriös kleiden. Jeans sind salonfähig. Die ersten drei Sekunden sind oft schon maßgebend, ob man Gehör findet oder nicht. Es gibt gute Trainings für Castingvorbereitungen. Leider gehen die Kursleiter selten auf die Knigge-Regeln ein. Schon wie man den Raum betritt und die Türe schließt kann daneben gehen. Man dreht beim Hereinkommen und Türe schließen den Castern niemals den Rücken zu. Nicht verkrampft hereinkommen sondern lächeln. Die Visitenkarte eines Schauspielers ist man selbst. Freundliche Vorstellung und sich bedanken, dass man zum Casting eingeladen worden ist. Nicht zu schnell drauf los plappern und seinen Lebenslauf wie eine "Schallplatte" herunter rasseln. Und gut zuhören, was die Caster sehen möchten. Hat man zuvor einen Text erhalten muss dieser unbedingt sitzen. Wort für Wort. Man muss deutlich zeigen, dass man den Subtext versteht. Keine Ausreden, wenn etwas nicht klappt. Caster suchen nach Profis, nicht nach denen, die Ausreden suchen für ihre schlechte Leistung. Falls man sich versprochen hat bitte nachfragen, ob man nochmal starten darf. In der Regel wissen Caster, dass man nervös ist. Aber beim 2. Mal muss es dann auch klappen. Der Schauspieler sollte wissen dass er zeigen muss, wie sich die Rolle aufbaut, die Emotionen allmählich steigert und nach dem Höhepunkt wieder abebbt. Direkt laut werden oder losheulen ohne ersichtlichen Aufbau ist Laienspiel. Wenn die Caster sich ohne weiteren Kommentar verabschieden bitte nicht nachfragen, "wie man war" sondern gehen. Aber auch hier gilt: Freundlichkeit, sich höflich bedanken dass man die Möglichkeit hatte, vorzusprechen, verabschieden und den Raum verlassen. Nicht nachfragen, wann man " Bescheid" bekommt.
Bis bald und viel Erfolg, bei allem was ihr tut. Und denkt daran: Sucht Schuld für eigens Versagen niemals bei anderen.

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Hallo zusammen, mein nächster Beitrag! Viel Spaß beim Lesen, Netzwerken und vor allem Schauspielen!
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Kontakte, Kontakte... immer nur Kontakte...!
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Welches Buch ist wirklich lesenswert für Schauspieler und Beginnend
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Hallo liebe Schauspiel-Freunde, wir sind umgezogen. Und zwar auf die Erkrather Str. 30 in 40233 Düsseldorf.
Und es gibt es einen Blog! Täglich schreibe ich was angehende Schauspielschüler wissen sollten, was Talent wirklich ist, welche Literatur empfehlenswert ist, ich stelle Schauspieltechniken vor und vieles mehr. Schaut täglich rein. Der Blog ist auch zu finden auf unserer Webseite:
www.stageschoolsalomon.de
Unsere Stageschool Salomon Academy - Schauspielschule in Düsseldorf, ist umgezogen

Neue Anschrift: Erkrather Str. 30, 40233 Düsseldorf

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