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Zur Realnamendiskussion auf Google+

tl;dr: Wichtiges Recht auf Pseudonym ist wichtig.

Ich bin einigermaßen irritiert, dass sogar Leute, die sich mit dem Netz gut auskennen, herablassende, verächtliche oder achselzuckende Worte für +plomlompoms Artikel finden. Es scheint eine Diskussion von hoher Kindergartigkeit zu sein, tatsächlich steht dahinter eine substanzielle Frage.

Der Reihe nach.

Google+ löscht offenbar ohne Rückfrage und damit Erklärungsmöglichkeit Profile von Leuten, von denen es annimmt, sie seien nicht mit ihrem echten oder Rufnamen unterwegs. Profile ohne Rückfrage zu löschen ist ärgerlich genug.

Wichtiger ist aber, dass es möglich sein muss, sich in sozialen Netzwerken unter Pseudonym zu bewegen, und zwar explizit unter einem Pseudonym, das nichts (in Zahlen: 0) mit der echten Personalausweis-Identität zu tun hat.

Eine Erklärung dafür ist, dass Google+ ein weltweites Netzwerk ist, und wenn man für 2 Cent nachdenkt, bevor man seine 2 Cent abgibt, könnte man drauf kommen, was Klarnamenzwang in nichtdemokratischen Ländern bedeutet. Oder auch nur in Ungarn seit der Machtübernahme der rechtsautoritären Regierung (gegen die viel zu wenig protestiert wird, übrigens). Dass der Klarnamenzwang (der nicht in den AGB steht) auch für Facebook gilt (und dort auch schon länger im gleichen Kontext etwa der arabischen Revolutionen beklagt wird), macht die Aktion von Google nicht besser.

Man muss hierzu drei Dinge feststellen:

1) Die großen sozialen Netzwerke – und dazu gehört G+ mitmehr als 10 Millionen Nutzern (und immerhin inzwischen 17 Frauen, angeblich) definitiv – finden zwar auf den Servern von Privatunternehmen statt, stellen aber die digitale Öffentlichkeit dar. Es gelten dort nicht nur die Regeln des Unternehmens, sondern auch die des Anstands und der Gesellschaft. Was wohl loswäre, wenn zB hotmail beschliessen würde, keine Mails mehr zuzustellen, die das Wort "Revolution" enthalten? Kann man ja in die AGB schreiben, kein Problem, gibt sinnvolle Gründe dafür, sind doch Firmenserver, muss man akzeptieren, ne.
Das Beispiel verdeutlicht, dass es ab einer gewissen Größe, erst recht auf gesellschaftsrelevanten Plattformen, fatal wäre, wenn Unternehmen ganz allein entscheiden dürften (oder müssten), was ihre Kunden dürfen und was nicht. Dass Presseunternehmen gesetzlich reglementiert werden, finden auch die meisten Leute richtig und regen sich zu Recht über "Das superaktuelle Blatt" auf, wenn Niggemeier schreibt, dass dort Schleichwerbung stattfindet, obwohl sie gar nicht Kunden sind und die Zeitschrift auch nicht kaufen müssten.

2) Das Pseudonym ist ein digitales Grundrecht und mehr Wert als Googles Profiling-Wünsche. Das Pseudonym ist nicht verhandelbar, weil es beinahe deckungsgleich mit der Möglichkeit der anonymen Veröffentlichung einhergeht. Die G+Nutzer, die jetzt "Kinderkacke" schreien, wissen nicht, dass Google offenbar den G+Namen abgleicht mit dem Gmail-Namen und mehr oder weniger allen anderen angeschlossenen Diensten (Quelle: +Elke Wittich, selbst nicht überprüft allerdings). Wenn das wirklich so sein sollte, wovon ich im Moment ausgehen, wird hier mit G+ ein erster Schritt getan, dass irgendwann Gmail nicht mehr anonym genutzt werden kann. Oh, und Blogspot ja vielleicht auch. Also die Blogplattform, auf der wegen der Größe und der daraus folgenden Unangreifbarkeit zB mit DDOS-Attacken recht viele politische Blogs in autoritären Staaten laufen. Es gilt, hier Google Einhalt zu gebieten, bzw auf den richtigen Weg zu lenken.

3) What the fucking fuck erlauben die kritisierenden, herablassenden Spötter? Wenn andere unter Pseudonym auftreten wollen, ist das ihr Recht. Wo ist der Schaden für diejenigen, die das eben nicht wollen? Bricht G+ zusammen? Haben sie einen persönlichen Nachteil daraus?
Die richtige Formel mit "man muss ja nicht" lautet in diesem Kontext: "man muss ja nicht einem Pseudoym folgen". Soherum wird ein Schuh draus, nicht daraus, anderen vorschreiben zu wollen, dass sie ihren zuordenbaren Namen angeben müssen – auswelchen Gründen auch immer. Jeder vernünftige Netznutzer sollte sogar morgens um halbelf geweckt wie aus der Pistole geschossen zwölf Gründe dafür aufzählen können, warum es sinnvoll sein kann, anonym und unter Pseudonym aufzutreten im Netz.

Wer auch nur einen dieser Gründe akzeptiert, der ist schon den ganzen Weg mitgelaufen und daher gezwungen, +plomlompoms Beitrag zumindest sinnvollzu finden. Denn das muss man Google zweifellos zugestehen: sie haben genau hier auf G+ schon mehrfach und extrem schnell auf Nutzerwünsche reagiert, wenn diese laut und entschlossen genug von ausreichend vielen Leuten vorgetragen wurden, vergleiche den (unterdessen aufgehobenen) Zwang zur Geschlechtsangabe.
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imho hat jeder das Recht den Namen in einem Netz anzugeben, den er für richtig hält. Leute zu zwingen ihren Klarnamen zu verwenden ist imho ziemlich uncool ....
 
Wie ist das mit der Impressumspflicht, wann diskutieren wir darüber?
 
Künstlernamen müssen auch akzeptiert werden, egal ob im Personalausweis eingetragen oder nicht!
 
Wenn ich weiß, daß ich vielleicht vom Staat, der Mafia oder wem auch immer beobachtet werde, dann halte ich einfach die Klappe. Wer nichts macht, dem passiert auch nichts. Ist ganz einfach. Funktioniert seit Jahrtausenden. Von daher: JA zur Klarnamenpflicht.
 
@Torsten Ich beobachte dich. Hältst du jetzt bitte die Klappe?
 
Torsten, manche wollen aber was machen und einiges bewegen!

In Deutschland ist man doch nach Gesetz berechtigt Nicknames im Internet zu benutzen.
 
Und was ist mit den Stalkern, die anonym und mit häufig wechselnden Nicks bei Twitter und Facebook unterwegs sind, andere User beleidigen und verleumden oder fake-accounts anlegen? Wer jemals Opfer solcher Attacken geworden ist, wird anonyme Auftritte nicht mehr lustig finden
 
> Wer nichts macht, dem passiert auch nichts
Früher im Usenet hieß es dann immer * plonk *
 
+Torsten Maue , genau das meinte Sascha Lobo ja, in einem autoritären Staat wird jeder beobachtet. So hält jeder die Klappe und es ändert sich nie etwas.
 
Mir ist eigentlich egal, unter welchem Namen jemand im Web auftritt. Hauptsache, er benimmt sich so, wie er sich unter seinem richtigen Namen benehmen würde. Und wenn ich mir so die Diskussionsforen einiger Tageszeitungen und Magazine mit Fantasienamen anschaue, hab ich durchaus Verständnis für das Durchdrücken der richtigen Namen.
 
+Mario Scheuermann Und was ist mit Stalkingopfern? Die von Arschlöchern sofort aufgespürt werden, wenn sie ihren Klarnamen nutzen?
 
Wann werden denn eigentlich die zig "Mark Zuckerberg-Accounts" hier automatisch gelöscht ? Oder haben sie den schon geklont?
 
+Torsten Maue Zustimmung meinerseits. Außerdem: Es wird niemand gezwungen, bei Google+ oder irgendeinem anderen Netzwerk mitzumachen.
 
So nun nochmal mein Komment hoffentlich diesmal komplett.

Also ich denke nicht das hier einer der Diskutierenden was gegen Pseudonyme hat. Es ist wohl eher wieder diese ungeliebte Privacy Diskussion.

Ich halte es durchaus für das Recht von Google zu bestimmen welcher Name zur Anmeldung notwendig ist und erst recht in der noch laufenden Beta.

Und mit Sicherheit wird Google auch darauf reagieren was die Community will und eine Möglichkeit einbauen zwischen Alias und Real Name auszuwählen was die Anzeige betrifft.

Ich für meinen Teil habe kein Problem meinen Realnamen für die Anmeldung zu nutzen und werde genauso häufig mit meinem Pseudonym im RL angesprochen.
 
Ach +Sascha Lobo Google+ löscht nicht einfach Profile es sperrt diese und auch nicht dauerhaft sondern so lange, bis sich der Nutzer autorisiert hat per SMS oder Ausweiskopie - wie bitte willst Du denn als Dienstleister sonst Identitätsklau verhindern? Wie willst Du denn als Anbieter zukünftig einen Bezahldienst anbieten oder noch besser, gerade hier in Deutschland relevant, Telefonnummern?! Da ist der Klarname Pflicht!
 
+Robert Mischuda Ja, aber hier hat Google Hausrecht. Wenn hier nur Leute rein dürfen die katholisch sind, wäre das eine Regelung die auch jeder akzeptieren müßte. Wenn du mich nicht in deine Wohnung lassen willst, weil dir meine Frisur nicht paßt, dann muß ich das auch akzeptieren, weil du das Hausrecht hast.
 
Manche haben schon etwas gegen die Verwendung von Pseudonymen. Die Argumentation dabei ist m.E. ziemlich lächerlich. Ändert es etwas, wenn ich weiß, dass mich Hans Müller (Bsp.) angepöbelt hat? Namen sind kein eindeutiges Erkennungsmerkmal. Ob nun der Herr Müller, oder Homeboychecker243, das ist egal.

+Torsten Maue Super Argument. Dazu fällt mir absolut gar nichts mehr ein! -_-
 
+Mario Scheuermann Es geht doch nicht darum, dass wir soetwas lustig finden, sondern darum, dass die "Echtnamenspflicht" nichts daran ändert wird!! Weil man sich immer noch unter echt klingenden Namen anmelden kann ......!
 
+Mario Scheuermann : Man kann sich ja mit Realnamen anmelden müssen, aber mit Pseudonym veröffentlichen können. Dann wäre so ein Stalken durchaus rückverfolgbar.
 
Mit dem Künstlernamen in Pässen ist das so eine (nicht ganz unwillkürliche) Sache. Das ging zwischenzeitlich überhaupt nicht mehr und ist erst seit kurzem wieder möglich. Sie sind dann der Gunst der freundlichen Mitarbeiter beim Bürgeramt ausgesetzt.

Alternativ (mit dickem Geldbeutel) einfach sein Wunsch-Alias als Markennamen anmelden und bei Google auf Ein-Mann-Betrieb machen.
 
Und bei uns werden notorische Verleumder die anonym auftreten von ihrer Fansgemeinde als Witzbolde beklatscht und gefeiert.
 
Ich wüsste spontan gar nicht, ob ich ein Pseudonym habe oder gar bin.
 
Bei Torsten Maue frage ich mich nicht zum ersten Mal, was da schiefgelaufen ist. 
 
Hat(te) padeluun eigentlich schon einen G+ Account?
 
Guten Tag, -nun, ich bin auch für Klarnamen. Dafür habe ich Gründe. Und es gibt, wie ich höre, noch mehr Gründe dafür, als die, die ich für wichtig halte... -Aber: das alles ist nur MEINE Meinung. Und ich wende diese Überzeugungen auf MICH an. JedeR Andere sollte das IMHO so halten können wie er / sie / es das selbst möchte ! Entscheidend ist für mich das, was jemand sagt und tut, ggf. eben auch nicht sagt und unterläßt. Evtl. auch noch WIE er / sie / es das macht. -Aber sonst nix. Ob jemand seinen Personalausweis als Profilfoto einstellt, oder sich "Rosa Dampfschiffkapitänsmütze" o.ä. benennt, nennt ist mir grad` sowas von egal! MfG BukTom Bloch aka Burkhard Tomm-Bub, M.A. :-)
 
Das mag zwar alles sein. Aber so weit ich weiß hat gerade in Deutschland niemand ein "Recht" auf Anonymität -- wir reden immerhin von einem Land, wo selbst ein Blogger ein Impressum führen muss. Ohne ein solches gesetzliches Recht kann MWN Google das so handhaben, wie sie wollen.

Ich kann mir auch vorstellen, dass sie sehr bewusst hier auf echte Namen bestehen, um sich als "sauberes" Netz von "Erwachsenen" präsentieren zu können. Nach der Theorie freuen sie sich über diese Diskussion, denn es wird sich schneller herumsprechen, dass hier keiner dieser bösen, fiesen, lichtscheuen Internet-Kriminellen hinter einem feigen Pseudonym verstecken kann, um unsere Kinder abzugreifen, den Rechtsstaat zu zersetzen und die westliche Zivilisation zu stürzen. Man liest ja immer wieder von diesen Leuten ...
 
Würde ich selbst auch so unterschreiben!
(Mehr lohnt sich nicht zu schreiben, geht hier eh grad unter ... ;)
 
Im nächsten Schritt besteht dann noch ein Zwang, wie das Profilbild auszusehen hat. So wie im Reisepass und Ausweis, schön biometrisch, damit die automatische Gesichtserkennung auch keine false und false positives auswirft.
 
Und nochmal +Torsten Maue Nein, das hat absolut nichts mit dem Hausrecht zu tun. Wenn Menschen aufgrund ihrer Religion (dein Beispiel) ausgeschlossen werden, gibt es zumindest in D-Land Gesetze, dagegen vorzugehen. Schon mal was von allgemeiner Gleichbehandlung gehört (ugs.: Antidiskriminierungsgesetze)?
 
Momenterl. Es schreien nicht Bedrohte aus Diktaturen um Hilfe, sondern der trollende Bürger, der gerne anonymen Scheissdreck ins Netz stellt. Das ist zwar auch okay, aber extrem nervig. Solange gmail-Accounts nicht mit Personalausweisen abgeglichen werden müssen, halte ich das für eine Mickymaus-Diskussion. Meine Erfahrung aus 20 Jahren soziale Netze: Je blöder das Pseudonym, desto trolliger die Kommentare.
 
Anders herum wird allerdings auch ein Schuh draus: Man muß sich einfach klarmachen, daß gerade Unternehmen die Data Mining verstehen, Chancen haben Datenpunkte zu verbinden, wie es bisher nie möglich war. Auf der einen Seite möchte ich das - ich möchte die Vorteile davon geniessen - bin mir aber auch im klaren darüber, was das im Umkehrschluß bedeutet.

Ich kenne auch genügend echte Personen, teilweise seit fast 20 Jahren, wo ich mit dem 'real name' Probleme hätte, da ich sie nur unter ihrem selbstgewählten Alternativnamen kenne. Sehe ich einen höheren Trollfaktor wenn man vermeintlich anonym ist? Ja, aber das ist eine Filtersache auf Empfängerseite. Davon unabhängig muß das Recht auf Anonymität sein - auch in einer Demokratie.
 
Sehr guter Post. Man sollte schon darüber nachdenken, was der weltweit größte im Internet, nämlich Google, insgeheim noch alles vorhat.
Ich bin jedenfalls froh, dass ich die Blogplattform "Blogspot" verlassen habe.

Facebook mag seine Schwächen haben, aber es ist ein junges Unternehmen und Google wird immer mächtiger und wird irgendwann das Internet fast alleine bestimmen. Dem gilt es in jeglicher Form Einhalt zu gebieten. Vielleicht lösche ich meinen Account sogar wieder. Schau mer mal.....
 
http://dejure.org/gesetze/TMG/13.html
(6): "(6) Der Diensteanbieter hat die Nutzung von Telemedien und ihre Bezahlung anonym oder unter Pseudonym zu ermöglichen, soweit dies technisch möglich und zumutbar ist. Der Nutzer ist über diese Möglichkeit zu informieren."
Alex F.
 
Ich lasse mir mal schnell Mr.L337 in den Pass eintragen.
 
Vielleicht sollte G+ einfach auch "Verified Accounts" einführen. ^^
 
... das ist übrigens auch eine sehr schöne und vor allem treffende Zusammenfassung der letzten 90 Minuten in deutschen Social Media Kanälen :)
 
Och Gottchen. Was soll denn das? Es war von Anfang an klar, dass es bei Google+ eine Klarnamenpflicht gibt. Warum regt man sich jetzt bitte drüber auf? Wer hat euch denn gezwungen euch hier anzumelden? Ihr könnt doch genau so gut, zu Facebook, MySpace oder Knuddels gehen. Da habt ihr eure Nicknames mir den Lustigen Zeichen drin. Was hat das bitte hier zu suchen?

Und zum Thema Beobachtung. Wenn ich nicht will, dass mir jemand etwas anhaben kann, wegen etwas, was ich getan habe, dann tue ich einfach nichts, weswegen man mir etwas anhaben kann. Wenn man es nicht vermeiden kann, dann muss man es ja nicht publizieren. Wenn ich einen Affen überfahre und Angst habe, dass ich in den Knast gehe dafür, dann schreibe ich auch nicht »Scheiße, ich habe einen Affen überfahren, was soll ich jetzt tun«, sondern halte die Klappe. Blödes Beispiel, aber ich denke es wird klar, was ich meine.

Ich muss +Torsten Maue auch uneingeschränkt zustimmen. Wir sind hier bei Google zu Gast. Google macht die Regeln. Es kann sich die Meinung der Anderen anhören, muss sie aber nicht teilen, akzeptieren oder Umsetzen.

Das Einzige, was ich meine, was Google tun sollte, ist die Möglichkeit den Klarnamen je nach Person/Circle zu zeigen. Nehmen wir meinen Namen als Beispiel. Meinetwegen wird öffentlich nur Wishu K. oder auch W. Kaiser angezeigt. Leute, die ich in meine Circles hinzufüge, die sehen dann aber eben Wishu Kaiser vollständig. Aber eben auch nicht jeder Circle, sondern die, für die ich es freigebe. Das würde doch vollkommen reichen.
 
Es ist doch klar, dass hinter dem Wunsch von Google nach Klarnamen ausschließlich kommerzielle Interessen stehen. Man kann nur Adressen verkaufen, die echt sind. Und man kann nur Userdaten zusammenführen, die einen gemeinsamen Nenner haben.
Auf der anderen Seite haben die allermeisten User sowieso ein ureigenes Interesse, unter Klarnamen aufzutreten. Nur dann kann man sie für ihre kulturell wertvollen Beiträge loben. Nur dann werden sie von ihren Freunden gefunden. Nur dann lässt sich ein soziales Netzwerk optimal nutzen.
Daher sollte Google das bisschen Schwund, das durch vereinzelte Wünsche nach Anonymität entsteht, einfach akzeptieren. Und das wird Google auch, sonst hat es keine Chance und kann sich gleich in Xing-fuer-Arme umbenennen.
 
Für mich ist das wieder eine Frage im Spannungsfeld Freiheit oder Sicherheit und eine Abwägung zwischen der Freiheit der Namenswahl im Internet und dem Schutz von potentiellen Mobbing/Stalking Opfern. Für mich wäre es ein guter Kompromiss, wenn für die Anmeldung ein Klarname (und bei Zweifeln auch ein Identitätsnachweis) gefordert wird, aber der Nutzer selbst entscheiden kann, welche Identität im Posting erscheint.
 
+BukTom Bloch Wie einen Post über Deinem beschrieben ist der entscheidende Teil "soweit dies technisch möglich und zumutbar ist". Google kann argumentieren, dass es für die guten, anständigen Benutzer nicht zumutbar ist, von anonymen Gestalten verfolgt zu werden.

Wäre natürlich eine interessante Klage, was genau "zumutbar" bedeutet.
 
Wer Angst hat, "von anonymen Gestalten verfolgt" zu werden, gehört nicht ins Internet.
 
also grundsätzlich sollte auch ein biometrisches foto hochgeladen werden müssen. nicht zu vergessen natürlich die fingerabdrücke, damit auch gleich von google automatisch erkannt wird, ob da wirklich der echte benutzer auf smartphone-touchscreen rumtippelt.
 
In den Community-Richtlinien wird ja explizit das Argument der Spam-Vermeidung genannt. Da ist sicher was dran, denn wer unter Klarnamen postet, hält sich sicher mehr zurück als jemand, der anonym bleibt und keine persönlichen Konsequenzen zu fürchten braucht. Deinen Ausfrührung, warum es trotzdem wichtig ist, unter Pseudonym auftreten zu dürfen, ist dennoch nichts hinzuzufügen.
 
+True Silence Was nen lächerlicher Kommentar. Übertreibung um die Argumente Anderer zu entkräften? Nicht die feine Englische. Bitte auf Tatsachen beziehen.
 
:-) ... Ich schau mir gerade die Namen in den letzten Kommentaren...
 
+Marlene Dietrich Oder auf die Straße, natürlich. Aber wir reden hier über Recht, nicht über den gesunden Menschenverstand.
 
+Chris S. Der Religionsgrundsatz, um dabei mal zu bleiben, ist nicht so starr anzulegen wie du willst. Versuch mal als Nichtkatholik einen Job bei einer katholischen Einrichtung zu bekommen. Viel Spaß dabei. Da wird immer der Katholik bevorzugt und in vielen Stellenanzeigen wird sogar eine entsprechende Konfessionszugehörigkeit mit als Anforderung reingeschrieben.

Aber hier geht es lediglich um das Hausrecht und das hat mit dem Antidiskriminierungsgesetz nicht viel zu tun. Das Hausrecht kann übrigens nur durch einen Beschluß der Judikativgewalt aufgehoben werden (in Ausnahmefällen bei Gefahr im Verzug kann davon abgesehen werden). Als Hausherr entscheide ich wer in mein (virtuelles) Haus rein darf. Ich lege die Regeln fest und die gelten für alle. Ich kann Alterseinschränkungen machen, Einschränkungen nach Geschlecht, Religionszugehörigkeit, Frisur oder was auch immer. Ich muß niemanden in mein (virtuelles) Haus reinlassen. Ich kann festlegen, daß da alle nackt rumlaufen müssen oder auf einem Bein stehend die Internationale auf französisch singen müssen bei der Verabschiedung. Das ist mein Haus und das sind meine Regeln und wer sich nicht dran hält, der geht halt. Das es Einschränkungen gibt bzgl. körperlicher Unversehrtheit usw. ist klar, aber ich wollte eigentlich nur mal klar machen, daß mir das Hausrecht sehr viele Freiheiten läßt. Letztlich ist niemand gezwungen sich hier anzumelden und sich an diese Hausordnung halten zu müssen. Jeder kann davon absehen, wenn ihm oder ihr diese Regeln nicht zusagen, aber wer rein will der muß sich halt dran halten.
 
Richtig, Recht und gesunder Menschenverstand haben nichts miteinander zu tun!
 
Andersrum wird ein Schuh daraus liebe +Marlene Dietrich. Die "anonymen Gestalten" sollten sich hier trollen Es gibt doch bereits genügend Spielplätze für sie.
 
Wer sagt denn, dass der von mir hier benutzte Name meiner ist? Nur weil er zufällig mit meiner Gmailadresse übereinstimmt. Mit einer jedenfalls. Ach, da ist ja noch die web.de und gmx Adresse. Auf welche Namen lauten die denn? Ja...
 
Ein ungeprüfter Klarnamen hält niemanden vom trollen ab.
 
Könnte jemand von Google wie +Kay Oberbeck sich vielleicht hier kurz einschalten? So mit einer Stellungnahme, was genau die Politik des Unternehmens ist und in wie weit hier Probleme mit dem Telemediengesetz gesehen werden oder nicht?
 
Muss meine Meinung über +Sascha Lobo überdenken und gebe ein +1 für diesen Beitrag. Sollte ihn wohl nicht nur bei Anne Will verfolgen ;-). Punkt 3 unterstreiche ich besonders: Jeder sollte die Freiheit haben, sich im Netz bewegen zu dürfen wie er möchte (auch anonym), solange er die Rechte und Freiheit anderer nicht beschneidet.
 
Ich denke, dass das in erster Linie mit Gedankenlosigkeit, Egozentrik und Bequemlichkeit zu tun hat, +Sascha Lobo - das sind ja einige der großen Antriebskräfte der Menschheit. Viele Onliner sind genervt von Trolls, die ja tatsächlich eine Menge Diskussionen zumüllen. Und sie glauben, dass das Trollen durch die Klarnamenpflicht verhindert wird. Das stimmt zwar nicht - aber die Menge an Pöbeleien wird scheinbar schon reduziert, wie man an den Foren sieht, die auf Facebook Comments umgestellt wurden.

Dass dabei quasi als Kollateralschaden Minderheiten Nachteile zu erleiden haben und grundsätzlich weitere bürgerliche Freiheiten gestrichen werden, tut so lange nicht weh, wie es einen selbst nicht betrifft - oder enge Freunde.
 
+Andreas Constantin Meyer Doch, das Hausrecht sticht das Telemediengesetz aus. Nehmen wir doch mal ein ganz simples Beispiel für das Hausrecht: deine Wohnung. Stehe ich vor deiner Tür, so mußt du mich nicht reinlassen. Auch dann nicht, wenn du zehn andere reinläßt. Da würde dann weder ein Antidiskriminierungsgesetz geschweige denn Artikel 1 des Grundgesetzes greifen. Und so wie in diesem Fall das Hausrecht darüber steht, so gilt dies auch hier.
 
Facebook hat das ganze schon hinter sich. Die haben klein beigegeben und G+ wird das auch tun müssen, wenn sie z.B. auch die Jugend zu sich holen will: Die laufen auf FB nämlich alle unter Pseudonymen rum (von wegen fehlende Medienkompetenz)
 
Das erinnert mich an eine Klarnamendebatte von vor drei Jahren. Trotzdem, gut, dass mal (wieder und vor allem hier) darüber geredet wird :)
 
Google ist aber kein (digitaler) privater Raum, sondern ein Raum öffentlicher Sphäre!
 
+Chris S. Also hier sind nur Leute, die von anderen Menschen eingeladen wurden - ich denke da von Öffentlichkeit zu reden ist angesichts der lächerlichen 10 Mio Nutzer etwas übertrieben.
 
+Jens Scholz Äh. Wer sagt, dass Google die Jugend haben will? Im Gegenteil scheint es mir so zu sein - ohne dass ich irgendeinen konkreten Beleg dafür habe - dass sie G+ als "soziales Netzwerk für Erwachsene" positionieren wollen.
 
+Wishu Kaiser das nennt sich ironie und wird nur für accounts mit korrektem real(vor)namen angezeigt...
 
Danke für dieses engagierte Plädoyer für das anonyme Auftreten im Netz!
Ich mag zwar, wie viele der Kommentatoren, Realnamen auch lieber als Pseudonyme, aber die Freiheit, sich für das Eine oder das Andere zu entscheiden, sollte man der Person schon selbst überlassen.
Wer sich an die Regeln von Etikette und Netikette hält, Wird kaum jemandem wegen der Verwendung eines Pseudonyms unangenehm auffallen.
Auch kann man das Pseudonym schließlich so wählen, daß es wie ein echter Name wirkt.
Und zu guter Letzt steht es jedermann frei, unter mehreren Identitäten im Netz aktiv zu sein, seien sie nun real oder fiktiv.

Und dies alles ist auch gut so.
 
“Das Pseudonym ist nicht verhandelbar.” THX!

Lieber Sascha,
So richtig sexy fand ich dich nie, sorry!
Aber Du hast schon oft gute Sachen gesagt.
Und das hier, das ist sowas von richtig, dass ich dir,
als Ausgleich für diese widerlichen Kommentatoren,
lebenslang guten Sex wünsche! Von Herzen!
Was sind das bloss für Menschen?

Meine Freundin Botgirl hat dazu einen Comic gemacht:
1 - http://botgirl.blogspot.com/2011/07/rant-alert-google-comic-adaptation-of.html
2 - http://botgirl.blogspot.com/2011/07/self-righteous-hypocrites-comic.html
3 - http://botgirl.blogspot.com/2011/07/conclusion-of-self-righteous-hypocrites.html
 
Ich denke, der Begriff "Öffentlichkeit" ist durchaus angebracht. Die Besitzer von realen privat-öffentlichen Räumen haben auch ein eingeschränktes Hausrecht, so darf zum Beispiel kein Betreiber eines Einkaufszentrums Schwarzen oder Moslems (oder dreiäugigen Trollen) das betreten ihres Geländes ohne weiteres verwehren. am Frankfurter Flughafen darf sogar politisch protestiert werden.
 
+Gerhard Torges Ahso, wir können machen was wir wollen und der Dienstleister hat sich gefälligst danach zu richten?! Interessante Auffassung - ist das diese Kostenlosmentalität von der immer alle reden?
 
...um da mal einen anderen Aspekt hinzu zu fügen. (Falls ich ihn nicht andernorts überlas). Mir sind mindestens 2 Fälle persönlich bekannt, beides ausnehmend biologisch wohlgestaltete, kluge Damen mit eindeutig weiblichem Vornamen. Diese wurden im social web tatsächlich des öfteren von mutmaßlich schier ausnahmslos männlichen Teilnehmern "angebaggert", genervt und mit Kopulationsangeboten unterschiedlichster Art malträtiert. Irgendwann später wurde ihnen dies zu langweilig und insbesondere zu witzlos- etwas wie Niveau war da wohl mehr als Mangelware.Beide änderten ihren Namen, eine von ihnen hat nun das Bild eines (recht unhübschen) Maskierten als Profilfoto und einen geschlechtlich nicht zuzuordnenden Vornamen. -Man mag einwenden, ein solches Problem würde gar nicht erst aufkommen, bestände strikte Klarnamenspflicht ... - aber ich bin mir da gar nicht so sicher! Natürlich würde es quantitativ nachlassen und qualitativ evtl. ein wenig weniger übel sich gestalten - aber aufhören würde es nicht zwingend. Und es gibt schließlich auch immer Menschen, die Regeln zeitweise oder dauerhaft zu umgehen verstehen. -In diesem Fall war die Möglichkeit, sich einen anderen / einen Phantasienamen zuzulegen, jedenfalls eine praktische und schnell durchzuführende mögliche Lösung des Problems, scheint mir. MfG BTB
 
Ich finde es ist ein guter Beitrag zur Netikette, das man mit offen Visier kämpft ==> sprich zu seiner Meinung mit seinen Namen gerade steht ...
 
der inhalt des originalartikels ist berechtigt, die form aber völlig exaltiert.
 
+Lutz Falkenburg Ahso, Dienstleister sollen also machen was sie wollen und der Konsument hat sich gefälligst danach zu richten?! Interessante Auffassung - ist das diese Obrigkeitshörigkeit von der immer alle reden?
 
Mir ist mein Realname schon wichtig. Ich teile ihn mit einem FDP-Mitglied. Ich bin besser und härter. Muss leider sein. Alternative!?
 
+Jens Scholz Nein, natürlich nicht - nur für digitale Menschen denen der Computer schon soweit zu Kopf gestiegen zu sein scheint, dass sie nur noch in schwarz/weiß bzw. 0/1 denken können ...
 
Nun ja, mir bleibt dann wohl nur noch abwarten und Tee trinken, vielleicht auch ein Gläschen Wein...
 
+True Silence Nur weil du den Namen nicht kennst, ist er jetzt falsch? Interessant. Willkommen im Leben. Zudem frage ich mich, wie jemand mit neinem Nickname (Was Anderes ist es nicht) auf meinem Namen rumhacken kann...
 
Genau der Punkt, Pseudonyme, oder, wie soll ich sie nennen 'Radikalonyme', weil sie mir nicht mehr gestatten ein Gegenüber zu identifizieren, stören mich weil ich nicht entscheiden kann, ob ich diese 'Persona' (Maske) 'kenne' und lesen will. Stabile Pseudonyme hingegen find ich OK. Wie eben Plomlompom. Ich sag auch mal: Salam Pax, der aus Bagdad gebloggt hat im Irakkrieg.
 
Gleich kommt Hitler. wenn wir diskussionstechnisch an dem Punkt sind, wo einer dem anderen Schwarzweißdenken vorwirft, dann kommt gleich Hitler
 
+Lutz Falkenburg Öffentlich ist etwas immer, wenn es nicht nur einer begrenzten Nutzergruppe (Familie, Verein) zugänglich ist. Auch z. B. ein Museum ist öffentlich. Auch G+ ist jetzt schon öffentlich. Auch wenn man das jetzt vielleicht noch anders sehen kann: Spätestens mit der Öffnung für alle ohne Einladung sollte es klar sein, zu welcher Sphäre der Dienst gehört. ;)
 
@ Carmine - Der hieß doch Schicklhuber!
 
+Chris S. dann lass uns morgen mal politisch in der Deutschen Bank in Frankfkurt am Main demonstrieren - die ist auch öffentlich, da kann auch jeder ein Konto eröffnen und um sich zu informieren reinlaufen - mal sehen, wie lange die uns dulden...
 
Ich finde das alles toll, was +Sascha Lobo hier schreibt, aber an dem hier stoße ich mich sehr: "... finden zwar auf den Servern von Privatunternehmen statt, stellen aber die digitale Öffentlichkeit dar". Genau das ist, meiner Ansicht nach, ein ganz großes Problem bei unser aller Umgang mit diesen Plattformen: sie stellen eben keine digitale Öffentlichkeit dar. Ebensowenig wie der Potsdamer Platz in Berlin noch eine Öffentlichkeit erlaubt. Beides - digitale Plattformen wie Facebook und Google+ und physische Plattformen wie ein Platz, der öffentlich wirkt, aber privat ist - sind verschleierte private Sphären, von denen wir nur annehmen, sie seien öffentlich. Genauso wenig, wie ich mich bei der Stadt Berlin oder bei der Polizei beschweren kann, dass Daimler (oder wer immer die eine Seite vom Platz heute besitzt) mir meine Demonstration verbietet und mich vom Platz vor dem Musical-Theater abtransportieren lässt, kann ich hier mit dem Verweis auf digitale Öffentlichkeit die Verwendung von Pseudonymen einfordern.

Wir können nur darum bitten, ohne jedes Recht darauf.

Insofern haben aus meiner Sicht beide Seiten recht. Die einen, die sagen, dass das hier Googles Hausrecht sei. Denn es ist so, und man kann das nicht einfach mit dem Verweis auf digitale Öffentlichkeit wegdiskutieren.

Aber auch die andere Seite - zu der ich gehöre und die das beschissen findet.

Es ist ein großes gesellschaftliches Problem, dass immer mehr nur scheinbar öffentliche Plätze eigentlich längst privat sind. Gerade die im digitalen Raum - und wir sind alle, mit aller Macht, ganz vorn dabei, das zu unterstützen. Solange wir noch unsere eigenen Meinungsseiten betreiben, die auf unseren Servern liegen, kreieren wir zusammen eine digitale Öffentlichkeit. Denn es gibt keine zentrale Instanz, die die Stimme des einzelnen weglöschen kann. Sobald wir aber auf den Servern einer einzelnen privatwirtschaftlich operierenden Firma zusammenkommen, verlassen wir die Öffentlichkeit. Egal, was Sascha oder sonst jemand erklärt.

DAS ist das eigentliche Problem an Facebook, Google+ und Co. Dass wir unsere Blogs verlassen, weil es hier alles so einfach geht. Und uns einreden, das sei hier digitale Öffentlichkeit. Das finde ich fatal. Und habe deswegen schon vor einiger Zeit meine Aktivität auf Facebook auf fast null heruntergefahren. Vermutlich muss ich das hier bald auch.
 
+Jens Scholz: Wichtig ist natürlich, dass der Konsument so mündig bleibt, zwischen verschiedenen Anbietern wählen zu können. Ist das gewährleistet, halte ich es durchaus für sinnvoll, ebendiesen Anbietern Handlungsfreiheit zu belassen. Ist ja nicht so, dass google ein Monopol auf soziale Netze hätte. Um wählen zu können, muss man auch eine Wahl haben ... Mir ist da ein Anbebot, das versucht, andere Wege zu gehen lieber als eine krampfhaft-erzwungene Deckungsgleichheit der Angebote. Ich finde es angenehm, dass sich g+ irgendwo zwischen dem Wolkenkuckucksheim Facebook und der Savanne XING positionieren möchte. Klar, sonst wäre ich ja auch dort oder dort.

In meinen Augen ist die Entscheidung vor allem eine Entscheidung für eine "Richtung". Ein Signal. "Jeder kann sich schimpfen wie er will" wäre in meinen Augen ein falsches solches. Auch wenn ich prinzipiell nichts gegen Pseudonyme habe (s.o.).
 
Ich verstehe die Aufregung nicht, was jemand dagegen haben könnte, mit Pseudonym im Netz unterwegs zu sein,. Soll doch jeder selbst entscheiden können, wie er/ sie auftritt. Wenn jemand ein Google-/Facebook-Profil mit Pseudonym führen will, soll er halt.
 
Pro klarnamen, und von einer sofortigen Löschung habe ich auch noch nicht gehört. Stattdessen von leuten, deren pseudonym von google nach kurzsperrung akzeptierz wurde. Übrigens: die ersten spammer haben wir auf G+ schon gesehen ...
Deshke
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Ja wir Deutschen haben schon einen an der Waffel, wenn man das mal so sagen darf :)

Im Tele-Medien Gesetz steht ja drin das man das Recht auf Anonymität hat! Und sollange ich in diesem wunderschönen mit Paragrafen zugepflasterten Land Lebe, sehe ich zu das die Rechte und Pflichten die mir zustehen auch erfülle bzw. diese erfüllt werden!

Nicknames sind anführsich eine Tolle geschichte, wer damit nicht umgehen kann -> Rechts oben ist der Abmelden Button!

Sinvoll finde ich die Lösung das in Circlen(auf gegenseitigkeit) der Real-Name angezeigt wird, in Öffentlichen Diskussionen aber vorwiegend ein Nick(wenn verfügbar)

+plomlompom plomlompom hat völlig recht mit seinem Post und dem +Sascha Lobo gebe ich mit seinem Posting auch Recht.
Wer jetzt mit dem Argument kommt das Nick's der Untergang des Internets sind oder rumflennt wg. Trollen/Stalkern etc. Ja selber Schuld! Wenn ich im Netz nicht getrollt/gestalkt werden will, den sehe ich zu das mein Realname/Adresse etc. NICHT im Web auftaucht![Impressums-pflicht ist noch etwas anderes und Gültiges DE Recht]

Mann muss sich immer klar machen das, was man im Web Public gibt JEDER lesen kann. Und man sollte überlegen ob das was man im Web Postet auch jemandem wildfremden auf der Straße erzählen würde!
 
Wenn das Telemediengesetz ein Recht auf Pseudonyme nennt ist dies ja nicht als Pflicht zu verstehen, auch nicht für Google. Wie Pia Ziefle bereits andenkt, ist der Klarname aus Google’sicht eher der in der E-Mail verwendete Name. Also ist das Recht auf die Pseudonymnamensnutzung irgendwie schon gewährt. Also lieschenmüller@gmail gleich Lieschen Müller als Profilname zulässig. Dies lässt die Vermutung zu, dass das vorübergehende Sperren von Profilen auch technisch bedingt sein könnte. Neben der offensichtlichen Unklarheit darüber, warum Profile gesperrt werden und Mark Zuckerburg auf g+ noch immer nicht gesperrt würde, möchte ich die Tatsache anprangern, dass andere Elemente des Google Portfolios (e-mail Account, Calender Quelle: Die Ennomane) ebenfalls gesperrt werden, sobald ein „Problem“ mit dem Profilnamen vorliegt.
Dies wiederum macht einmal mehr deutlich wie hoch das Risiko ist alles bzw. vieles über nur einen Anbieter abzuhandeln. Leider geht Bequemlichkeit bei den Meisten meist über den Aufwand bestehendes Recht einzufordern.
Großartig fände ich eine Stellungname von Google zum Sachverhalt.
 
Einfachste Lösung: Einen falschen Namen angeben und die Sache ist gegessen. Ich frag mich was das ganze mimimi hier soll. 
 
Ich spotte nicht, ich halte hektische Überreaktionen für sinnfrei. Nichts spricht dagegen von Google eine Klärung zu verlangen und je nach Antwort (oder ausbleibender Antwort) die subjektiv richtigen Schritte zu ziehen. Im Zweifel schlösse ich mich "euch" dann auch an. Aber akut, surfen wir hier auf Kinderrollschuhen im Betastadium und mutmaßen und interpretieren...und reagieren auf eine vermutete Sachlage.
 
Wer nicht mit seinem Klarnamen auftreten will nennt sich halt einfach xyz Müller/Schmid/Meier (oder in irgendwelchen anderen Schreibweisen) und schon hat es sich mit der Verbindung zum Realnamen.
 
Namen werden doch ohnehin nicht auf Richtigkeit geprüft. Also könnte ich mich auch als Thomas Meier, Michael Otto oder sonstwer hier anmelden, wenn ich spammen will oder sonstwas beabsichtige. Daher ist es doch völlig Wurst, welchen Namen ich angebe, wobei es mir und vielen anderen sicherlich auch darum geht, gefunden zu werden, wenn alte Bekannte aus der Grundschule nach meinem Namen suchen. Dass ich hier mit richtigen Namen auftrete, ist purer Eigennutz. Zumindest in diesem Account...
 
Sehr gut bis auf den Begriff "Kindergartigkeit". Bitte nicht dieses merkwürdige Verhalten einiger Internetnutzer mit dem Verhalten von Kindergartenkindern vergleichen. Mein Sohn war letztes Jahr noch Kindergartenkind und ich kann versichern: Dort läuft es gesitteter ab. ;)

Also bitte: "Kindergarten" ist nichts negatives ;)
 
Namen sind Schall und Rauch.
Warum +Tobias Wimbauer gesperrt war (http://wimbauer.wordpress.com/2011/07/07/googleplus-und-schon-gesperrt/) versteht auch keiner, dabei ist das sein richtiger Name. Die Sache mit dem Ausweis, den er als JPG hochladen sollte, erinnert mich an das gute alte /CL-Netz, das von einem gewissen padeluun wegen der Realnamenpflicht das gleiche forderte (nach meiner Erinnerung hatte er den Künstlernamen sogar im Ausweis).
Wenn Google echte Realnamen haben will, müssen sie mit PostIdent oder nem ähnlichen Diest alle prüfen. Aber wieso? Durch Cookies und Mailadressen können sie ja sowieso alle Bewegungen einer Person zum Profiling zusammenführen. Da spielt es doch sowas von keine Rolle, ob der Name stimmt oder nicht - Hauptsache, die Werbung ist zielpersonenbezogen.
 
Wäre sowas mit Realnamen möglich (Kommentare beachten)?
KC-Die Band - So sind wir

Vorsicht, Augenkrebs und Hirnödem droht.
Denn das ist so Unter... das man es noch nicht mal flüssig lesen kann.
 
"Wer was zu sagen hat, hat keine Eile./ Er läßt sich Zeit und sagt's in einer Zeile." Erich Kästner.

Mehr davon: http://www.machskurz.de/kuerze-zitate-3.htm

Ein kürzer Beitrag von plom... hätte die Diskussion wohl schneller auf den entscheidenden, nachvollziehbaren Punkt gebracht.
 
Volle Zustimmung, Herr Lobo!!! "Wichtiger ist aber, dass es möglich sein muss, sich in sozialen Netzwerken unter Pseudonym zu bewegen"
 
Ab welcher Nutzeranzahl wird ein Dienst zum Allgemeingut, +Sascha Lobo? Ich halte ein digitales Grundrecht auf Anonymität für eine vollkommen richtige Forderung, aber die Schlussfolgerung daraus zu ziehen, dass jeder Dienstanbieter dann anonyme Profile erlauben müsste ist mehr als überstürzt. Dienste wie XING und LinkedIn haben sicher die kritische Masse zu Ihrer Allgemeingutsdefinition schon überschritten, machen mit Pseudonymen allerdings wenig Sinn.
Bei allem geteilten Überschwang ob der Errungenschaften des freien Internets und der Bedeutung für eine hoffentlich zunehmend freie Welt mutet Ihre Forderung doch reichlich sozialistisch an.
 
+Guido Alexander Waldenmeier in deutschland mag das gehen, aber nicht in jedem anderen land muss es möglich sein künstlernamen in den pass eintragen zu lassen. mein pass zumindest hat kein feld dafür...
 
Interessant wie die in den Raum gestellte Bedrohung "Stalker" hier instrumentalisiert wird, um die willkürliche Beugung von Gesetzen zu rechtfertigen. Eine Gesellschaft, in der Rechte nicht von einigen schwarzen Schafen missbraucht werden, wird es leider nie geben. Diese Rechte darum abzuschaffen, ist aber kaum der richtige Weg.
 
+Guido Alexander Waldenmaier in deutschland mag das gehen, aber nicht in jedem anderen land muss es möglich sein künstlernamen in den pass eintragen zu lassen. mein pass zumindest hat kein feld dafür...
 
Was ich persönlich nicht verstehe, Diaspora und aus meiner Sicht noch mehr Friendika bieten die Möglichkeit, ähnlichen wie es bei E-Mail auch funktioniert, auf eigenen Servern und/oder Hostingpaketen Teile eines dezentralen, sozialen Netzwerkes zu installieren. Wer das selber nicht kann, wendet sich eben an ein bereits installiertes. Hier kann jeder seine eigenen Regeln aufstellen und gerade bei Friendika funktioniert das auch schon recht gut. Allerdings fehlt all diesen Projekten eine gewisse Anzahl an Entwicklern und auch Geldgebern, um in größeren Schritten voranzukommen. Man regt sich über Google, Facebook, MySpace und den dahinter stehenden Konzernen und deren Regeln auf, ignoriert aber auch die Alternativen. Ich glaube die Projekte wären längst weiter, würde man die Zeit für solche Diskussionen sinnvoller nutzen.
 
Wieder mal eine klare, deutliche und wahre Ansage. Wir machen uns noch über deutsche Politiker lustig und Google legt noch eins drauf.
 
Faszinierend.
ein Nutzer sagt, ich nutz ab sofort ein Pseudonym. Die Menge haut drauf, ne, geht nicht, alles Trollschutz.
Lobo sagt, doch geht. Plötzlich kommen alle aus den Löcher gekrochen, ja, geht, find ich gut, ham wir schon immer gesagt. Kritik Fehlanzeige.
Wie kommts, das bei nem (Achtung Wortwitz) Namenlosen die Kritik nicht abreißt, bei ner Netzauthorität plötzlich niemand mehr den Mund aufbekommt.
Traurig, hinterher waren sie alle beim Widerstand ...
 
Sollte ich meinen Namen jetzt ändern obwohl meine Email fast genauso lautet?

Bin erst seit 20 Minuten auf G+ und kenne mich hier noch nicht aus.
 
Auf den Oberbeck braucht ihr hier als Stellungnehmer nicht zu hoffen. Der reagiert auf Fragen grundsätzlich nicht. Vermutlich handelt es sich um einen Avataren...
 
Besser haett ich`s nicht sagen können. Danke !
 
Zunächst mal glaube ich nicht, dass sich der heute oft zitierte Absatz aus dem Telemediengesetz darauf bezieht, dass in Communitys, in denen man sich registrieren muss, Pseudonyme erlaubt sein müssen. Es geht vielmehr darum, öffentliche Angebote (Websites, öffentliche G+-Beiträge) ohne Identifizierungspflicht nutzen zu können. Das leitet sich ab aus dem Grundrecht auf Information aus öffentlichen Quellen.
(GG Art 5
(1): _Jeder hat das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu äußern und zu verbreiten und sich aus allgemein zugänglichen Quellen ungehindert zu unterrichten._)

Wenn also Betreiber "geschlossener" Communities Identifizierung wollen, dann können die das selbstverständlich verlangen. Die Behauptung von Sascha, das hier sei "gesellschaftsrelevant" halte ich in diesem Zusammenhang ziemlich weit hergeholt. Wir befinden uns hier weißgott nicht in einem monopolistischen Umfeld ...

Das ändert jetzt nichts an der Frage, ob Google das machen sollte oder nicht.

Ich stelle fest, dass eigentlich Einigkeit besteht, dass Trollerei nervt, dass es weniger Trollerei gibt, wenn Klarnamen genutzt werden, dass aber Klarnamen, so wie Google das bisher umsetzt, nicht vor Trollerei an sich schützt.

Fazit: Klarnamen verhindern asoziales Verhalten im Web nicht.

Andererseits wissen wir aus der ganzen Diskussion um Post-Privacy, dass die These, es gäbe Anonymität im Web, ein Trugschluss ist. Es gibt letztendlich immer die Möglichkeit, eine Person zu identifizieren, die im Netz aktiv ist. Zugegeben: der Mitteleinsatz ist oft zu hoch, um das durchzuziehen. Das ist aber nicht der Punkt. Theoretisch geht es eben.

Fazit: Pseudonyme verschaffen keine Anonymität.

Es bleibt einzig eine Diskussion um Identität. Wer will ich sein? Was ist mein Name?

Google will offenbar, vwrmutlich aus Marketinggründen, das äußere Erscheinungsbild einer Klarnamen-Community erzeugen und hat jetzt das Problem der Abgrenzung. Micky Müller geht noch, Mickey Mouse nicht mehr. Ich denke daher, dass Google an diesem Punkt noch ganz schön knabbern und es immer wieder zu Abgrenzungsdiskussionen kommen wird.

Es handelt sich um ein klassische Dilemma: was du machst, es ist falsch.
 
Ich denke, der gute Sascha Lobo macht es sich etwas zu leicht. Immerhin handelt es sich hier um ein soziales Netzwerk. Aber wie soll ich mich mit meinen Freunden und Bekannten verbinden, wenn die anonym bleiben? Doch nur, indem eine Identifizierung der Person hinter dem Pseudonym stattfindet. Dann aber verliert das Pseudonym die geforderte Schutzfunktion zum größten Teil, schränkt aber gleichzeitig die Funktion und Effektivität des sozialen Netzes ein. (Wenn ich mich ständig fragen muss, wer hinter Account X steckt oder auch, hinter welchem Account Person Y steckt, ist das vielleicht noch ein Netzwerk, aber nicht mehr besonders sozial.)
Zu guter letzt ist das Argument, dass hierdurch in Unrechtstaaten die Revolution behindert wird, doch auch ziemlich unwahrscheinlich. Wenn ich meinen Staat für einen Unrechtstaat halte, dann nutze ich doch kein Firmennetz wie Google, das unter anderen mit den USA, Deutschland und China zusammenarbeitet, wenn es um "Strafverfolgung" geht. Dann muss man schon anonymere Wege gehen, aber das wird auch jedem klar sein.
 
vielen Dank an +Nicole Simon für Ihre Sicht der Dinge und mal ganz im Ernst: dies ist digitale Öffentlichkeit. Euer aller Traffic geht über Datenleitungen im Besitz von Unternehmen. Insofern müsstet ihr euch alle ständig ans Hausrecht halten. Macht ihr aber nicht (im looking at you Mr WarezLoader) und das ist gut so. Die Leitungen mögen der TKom gehören aber das Netz, nun dass gehört uns. Und dazu gehört auch dass wir hier mit dem Namen vertreten sind unter dem wir auftreten wollen und nicht unter dem mit dem man uns jederzeit abmahnen, anklagen, einsperren und foltern könnte.
 
Wer zahlt schafft an !

Ende der Diskussion
 
Darf ich mich bitte 2 oder 3 mal lustig vor Lachen in die Ecke wuerfeln, wenn hier das Schutz vor Diktatoren und Folter Argument gebracht wird (bitte verzeiht, dass ich nicht naeher darauf eingehe, warum ein Nickname keine Anonymitaet verspricht. Ich gehe davon aus, dass hier alle alt genug sind, dies selber zu erkennen).
Was fuer eine deutsche Diskussion und ehrlich gesagt ist es mir inzwischen Wumpe ob sich einer Toni Maroni oder Dosenmilch nennt. Wenn Google das nicht egal ist, ist es mir aber immer noch egal.
So what? Alle nichts zu tun? Sommerloch?
 
Klar - es gibt hier keine Ausweispflicht. Gleichzeitig gibt es ja Twitter...ich mein ja bloß...aber die rücken ja auch alles raus, wenn sie unter Druck kommen, also gleich mit dem Klarnamen anfangen und schön artig sein.
 
+Michel Kangro wenn eine Freundin oder ein Freund mich in einem sozialen Netzwerk sucht, dann werde ich auch unter meinem Pseudonym gefunden, oder ich habe einfach kein Interesse mit diesen Personen in Kontakt zu treten.

Ich möchte entscheiden können, wer mich in (sozialen) Netzwerken findet, mit wem ich kommuniziere, welche Inhalte ich in welchen Kreisen teile und wie mein Name lautet!

Alles ist hier schon zehn mal geschrieben worden und es herrschen viele unterschiedliche Meinungen, daher nur noch eine kurze Anmerkung:

Mein Pseudonym nutze ich weder als Schutzfunktion, noch um mich zu verstecken. Ich sehe es lediglich als eine Form von ""medialer Identitätserweiterung" an.
 
vor 10 jahren und davor ging es auch mit pseudonym und schaut her: das internet gibt es immer noch :x
 
Na, +Sascha Pallenberg , wenn alle Anderen außer dir das so falsch beurteilen können, dann klär uns doch mal auf anstatt alle indirekt als "nicht alt genug" zu betiteln...
 
100% Richtig. Google bitte aufwachen !
 
rothaar, gleicher meinung! lass mich mal überraschen, wie lange mein alter ego überleben wird...
 
Wer auf Personalausweisnamenpflicht besteht, möge doch bitte all jenen Menschen (vor allem Frauen), die von jemandem gestalkt werden, erklären, dass sie eben nichts verloren hätten in den sozialen Netzwerken.
 
Im übrigen: was kümmert euch denn bitte, ob ihr jemanden nicht erkennt? Wenn ihr die Person nicht identifizieren könnt (unter welchem Namen auch immer), dann addet sie halt nicht in eure Circles...
 
Mein Lieblingswort ist "Kindergartigkeit". Was da alles drinsteckt!
 
Eine Frage: Wo steht denn genau geschrieben, daß Google Pseudonyme löscht?
Ich habe bisher etwas derartiges nicht gelesen.
 
Warum gibt es dieses Phänomen der Anonymität (Pseodonym und Avatar) nur im Internet und in Netzwerken?

Ich kenne niemanden der bei seinem Abstecher in den ORION-Shop oder sonst wo, eine Maske tragen würde, um anonym zu sein. Und warum?

Das Internet macht es uns viel zu leicht zu Mr. Hyde zu werden. Die Gefahr, im öffentlichen Leben auf die Maskerade angesprochen und entblößt zu werden, ist im echten Leben einfach viel zu groß. Und noch viel peinlicher.
 
+Sailor Debbie: Deine Meinung. Und Du kannst ja entscheiden, mit wem Du kommunizierst usw. Aber ein Pseudonym hilft Dir doch dabei gar nicht, sondern dient einem ganz andern Zweck, nämlich dem, mit jemandem zu kommunizieren, ohne seine eigene Identität preiszugeben. Ich habe ja auch gar nichts dagegen, dass Du anonym kommunizieren willst, kannst Du gerne machen. Aber ein soziales Netz, das eben auf der Verknüpfung von Identitäten miteinander besteht, steht eben im krassen Widerspruch zu Anonymität.

Übrigens hat Google glaube ich am wenigsten Interesse an Euren vielen Namen. Die will Google gar nicht, was soll es damit anfangen? Die Namenspflicht hat Google mMn, damit das soziale in diesem Netzwerk gut funktioniert und schnell angenommen wird. Für die Werbung ist es egal, ob jemand Stefan oder Segler heißt, denn den interessiert nur, ob derjenige Katzenfutter brauchen könnte.
 
Coole Show! Danke, diese Diskussion hat mich waehrend einer langen Zugfahrt unterhalten.
 
+Sascha Pallenberg (Cool, seit wann gibts hier nen antworten Knopf?) Naja, das hier wurde 190x geteilt und zahlreich diskutiert - was will Lobo mehr? :D
 
+Stefan Specht aha, also du läufst dann bei orion mit einem grossen namensschild rein, so dass jeder dein namen von weitem lesen kann? auch solche, die sie sich hinter den regalen verkriechen und du nur flüchtig sehen kannst?
 
Lustig! Herr Sascha Lobo beschwert sich über "Kindergarten" und unangemessene Bezeichnungen, schreibt aber selber auf Gossenniveau und in einer Arroganz, die kaum zu ertragen ist.

Kleiner Tip: es gibt kein Recht auf das Pseudonym. Mein Dienst, meine Regeln. Und wenn Du Dich auf den Kopf stellst.

Und wenn DU mal für 2 Cent nachdenkst, dann wirst Du feststellen, daß der Klarnamenzwang in andern Ländern, auch antidemokratischen Ländern nix anderes bedeutet, als es hier auch bedeutet:
Nachdenken, bevor man etwas schreibt und im Zweifel lieber mal die Klappe halten und es nicht aller Welt hinausposaunen.

Aber damit habe einige Networker und Blogger halt so ihre Probleme. Da ist es dann einfacher das "Grundrecht aus Pseudonym immer und überall" zu fordern, anstatt einfach mal (wie im echten Leben) zu überlegen, wem man was mitteilt.
Natürlich kann man sich dann nicht mehr wie der grosse Freibeuter und superwichtig fühlen, weil man eben nicht alles ungestraft schreiben kann. Aber wichtig wird eine Aussage eh erst, wenn man auch den Mut hat dazu zu stehen, auch wenn es Konsequenzen haben kann.

Pseudonyme brauchen in erster Linie Feiglinge, die nicht zu ihren Worten stehen und Kriminelle. Und kommt mir nicht mit Schutz vor Stalkern, denn wenn diese gezwungen wären ihr Handeln identifizierbar unter Klarnamen zu machen, wären ggfls einstweilige Verfügungen uns Strafandrohnungen bis zu echten Strafen deutlich einfacher.
 
Wenn G sagt man muss seinen echten Namen verwenden dann ist das halt so. PUNKT. Ich versteh gar nicht wie man darüber schon wieder so Aufregen kann. Was haben den die ganzen"Plomplom" oder "Plemplems" gegen Ihren echten Namen??? Meine Herren, was fürn ne Schwachsinnige Diskussion!
 
Ein Sociales Netzwerk wie g+ kann sehr wichtig sein für die freie Kommunikation in autoritären Ländern. Eine Klarnamenpflicht wird genau das verhindern. Natürlich kann man als Dissident oder einfach nur politisch denkender Mensch in solchen Ländern einfach nur die Klappe halten um von der Polizei in Ruhe gelassen zu werden. Aber genau das will das jeweilige Regime ja erreichen.

Also jeder, der hier auf +1 geklickt hat, schnell nochmal auf den Feedback-Knopf unten rechts drücken und das kurz mal schildern.
 
Zu +Dirk Baranek "Pseudonyme verschaffen keine Anonymität" - Das sehe ich leider etwas anders, Pseudonyme verschaffen Dir die Anonymität sehr wohl, zumindest dann, wenn Du weißt wie Du Deine IP-Spuren im Netz verschleierst. Die VPN hat´s gegeben, die VPN hat´s genommen. Letzten Endes ist es doch eine Frage, wie Du im Netz wahrgenommen werden möchtest und das funktioniert in der Realität immer noch besser mit dem Realnamen als mit Rosenheini72.

Ich finde es generell verwunderlich hier Grundrechte einzuklagen zu wollen, denn google ist nicht das Internet sondern nur ein Unternehmen was die Nutzer groß gemacht haben und es gibt durchaus Alternativen, wenn auch unbequemere. Und sollte google die Namen abgleichen und Pseudonyme nicht mehr zulassen, wo ist dann das Problem ? Dann wählen x Millionen Leute halt einen anderen Dienst der Pseudonyme zulässt.

Dieses Theater was hier veranstaltet wird zeigt doch eher auf, wie abhängig wir uns alle von google gemacht haben und es doch eigentlich nicht wahr haben wollen, sorry anders kann ich mir das nicht erklären.

Was wir im Internet haben ist ein Markt, nichts anderes und Märkte orientieren sich an der Nachfrage. Das sich googe+ nach Nutzerwünschen richtet ist sicherlich (noch) notwendig bei 10 Mio. Nutzern insbesondere in der Beta. Wie das ganze bei 500 Mio. Nutzern aussieht wird schon wesentlich interessanter zu beobachten und ich prognostiziere hier jetzt schon einige interessante Überraschungen.

Bitte nicht falsch verstehen, auch ich bin definitiv FÜR Pseudonyme, wenn google Pseudonyme löscht, dann kann man sich durchaus beschweren und/oder medialen Druck ausüben - Was ja auch gerade passiert - und plomies Argumentation ist auch absolut richtig denn JETZT kann man in der Tat noch etwas verändern. Somit wäre es eine verpasste Möglichkeit es nicht zu versuchen. Die Spielregeln bestimmt letztlich jedoch immer noch google und das ist auch völlig o.k. so. Google+ als einen digitalen öffentlichen Raum zu deklarieren, erinnert mich jedoch irgendwie an die Lebensraum Rethorik dunkeldeutscher Zeiten.

Es liegt am Nutzer, ob er mitspielen will oder nicht. War bei google schon immer so und wird auch immer so bleiben. Wer dass nicht akzeptieren kann, der nutzt google-services schon zu häufig. Irgendwann kommt der Moment, bei dem der Shareholder Value bei google nicht mehr stimmt, spätestens dann wird der durchaus heere Idealismus einiger seitens google massiv zurechtgestutzt.
 
+zee blue Nein, ich zeige aber mein Gesicht und habe kein Problem damit irgend wo wiedererkannt zu werden. Außerdem laufe ich auch sonst nicht mit einem Namensschild rum. Warum also extra eins besorgen?
 
+Stefan Specht Natürlich steht jedem das Recht zu, das zweifel ich auch gar nicht an deinem Post an. Ich bin aber nicht der Meinung, dass ein Pseudonym etwas mit Anonymität zu tun hat. Kommt ganz darauf an, von welcher Seite man dies betrachtet.

Vielleicht hat es auch einfach nur etwas mit der Definition von "Identität" zu tun.Ich finde nämlich, dass Identität zwar durchaus etwas mit dem Namen zu tun hat, dies muss aber nicht mein Ausweisname sein. Ich bin ich. Und agiere nicht anders, nur weil ich mir ein Pseudonym herausgesucht habe. Wie soll das funktioneren? Darauf wollte ich hinaus.

Ich habe auch nichts gegen meinen echten Namen +Michael Falkner, nur weiß ich nicht, warum ich ihn allen Preis geben soll oder dass Menschen, die meinen Namen kennen, im Internet Informationen über mich finden, die ich mit diesen nicht teilen mag. Und sei es nur, in welchen online-Netzwerken ich mich aufhalte.

Das wars von mir und ich klinke mich aus dieser Diskussion aus.
 
Ui habt ihr probleme.bleibt locker.zu dem thema meine ich es ist gut so.ich finds cool hier mit realen namen zu operieren.das heist dazu stehn was man hier tut.wer auf pseudonym steht hat jedemenge alternativen.in diesem sinne immer locker bleiben.
Ralf R
 
Nur zur Klarstellung: Es gibt auch im Internet Verfahren, Dienste und Plattformen zur anonymen Kommunikation z.B.:Porxify, tor, freenetproject.org um nur einige zu nennen, die auch für professionelle Stellen der Überwachung eine Herausforderung darstellen. Und die sind gerade für Mitmenschen aus totalitären Gesellschaften essentiell. Auch wer aus unseren libertären westlichen Staaten Kritik an Missständen in solchen Regimen äussern will muss sich genau überlegen ob er das unter Klarnamen machen will, oder nicht besser unter Pseudonymen und auf nicht rückverfolgbaren Wegen. Ich erinnere hier nur nochmal an Salman Ruschdie oder auch z.B: Aussteiger aus kriminellen Szenen wie der italienischen Mafia
Und selbst innerhalb unseres Rechtssystems gibt es Ächtungen, Regelungen und Verbote, die es angeraten erscheinen lassen, bei der Recherche nach oder Kommunikation zu diesen Themen Vorsicht walten zu lassen. Im übrigen betreibe ich seit Echolon aus Prinzip auch immer einen Teil der nicht schutzwürdigen Kommunikation anonym und verschlüsselt, damit die Überwachungs-Institutionen diverser Staaten genug Rauschen in ihren Systemen haben.
 
Ich finde es ganz und gar nicht infantil... Wer das recht auf sein Pseudonym ausleben möchte ist bei FB und den üblichen Community Foren willkommen... Finde es sehr gut dass G+ hier durchgreift. Ich möchte wissen mit wem ich es zu tun habe!
 
Eine der wenigen Situationen, bei denen ein +1 und ein kurzer Kommentar (und Feedback) in einem Social Web vielleicht sogar etwas bringen: Google überlegt Euch das: für Google ist doch der Name egal, solange alles ein Konto ist. Klarnamen machen den Dienst nicht wertvoller, gut gepflegte Pseudonyme machen es.
 
Aus Gründen der Zeitersparnis teile ich nur mit, dass ein Realnamenzwang einen positiven Effekt im Prozess des globalen Weltfriedens bedeutet. Nicht anpassen an, sondern formen eines Systems, massiv. Die (normalen) Menschen können nicht in solch großen Prozessen denken, wie die die möglich sind durch das Internet. Google hat da schon eher ein Auge für.
Naja, die Menschen brauchen halt einen (gemeinsamen) Feind, und Lobo liefert genug Futter für solche. Der moderne Hof-Narr :-D

Und für die, die es immer noch nicht wissen. Was euch nicht gefällt, BENUTZT es nicht. Macht eine eigene Site auf mit Community-Features, und da könnt ihr und alle anderen Nutzer dann so leben, wie ihr es wollt.
 
+Johannes Scharlach ich hoffe ich muss dir nicht eine Einfuehrung in die Thematik "Fantasienamen garantieren keine Anonymitaet im Netz" geben, das meinte ich mit alt genug sein. Weitere Aufklaerung bei der Suchmaschine deines Vertrauens.
Aendert nichts an der Tatsache, dass hier eine handvoll "ich will gerne StraightShooter71 heissen" Leute relativ wenig zu tun haben. Um so erstaunlicher ist es, dass dies auch bei diversen Multiplikatoren so ist, die diese Diskussion aus dem hintersten Loch der Netzkultur-Debatten ausgraben und es "knallhart" und "investigativ" angehen...
 
Also gestern haben wir schon auf Diaspora über Pseudonyme diskutiert. Es gibt anonyme und feste Pseudonyme. Feste Pseudonyme sind genau das gleiche wie ein x-beliebiger Name. Den kann man kennenlernen und schätzen lernen, oder auch nicht. Ein echt erscheinender Name kann genauso gut ein Pseudonym sein, wie jedes andere Wort.

Es gibt in öffentlichen Netzdiskussionen immer noch sehr viele Gründe die erstmal dafür sprechen ein Pseudonym zu verwenden. Es muss nicht jedes Statement das man in Foren auf Twitter oder sonstwo irgendwann mal abgegeben hat für jeden mühelos googlebar sein. Vielleicht ist die Gesellschaft irgendwann reif dafür, bisher ist sie es leider nicht! Ein festes Pseudonym lässt sich zwar meistens auch recht schnell einer realen Person zuordnen, aber dafür muss man sich dann eben erstmal ein bisschen Mühe machen und eben das Pseudonym kennen und nicht die Suche mit dem Realnamen starten!
 
Das Argument, dass Klarnamen vor Trollerei schützen, ist doch Käse³. Wer trollen wollte, könnte sich mühelos mehrere auf Allerweltsnamen lautende Profile zulegen (und davon werden wir noch zur Genüge hören, neben bemerkt).

Ich glaube eher, es handelt sich um ein Synchronisationsproblem. Viele User nutzen seit Jahren zig Google-Dienste, und jetzt haben sie auch ein G+ Profil. Schaut mal in euer Adressbuch, da finden sich zig Kontakte mit doppelt und dreifachen Einträgen wieder.

Eine simple Möglichkeit, dies alles unter einen Hut zu bringen (und vielleicht kommt das ja noch), bestünde darin, bei der Anmeldung eine Eingabemaske für einen Klarnamen (aka Ausweisidentität) sowie eine Eingabemaske für den einmalig zu vergebenden angezeigten Benutzernamen (aka Pseudonym) anzubieten. So hätte jeder, der wollte, seine Netz-ID, ohne deswegen anonym zu sein (was sich immerhin von pseudonym unterscheidet); und Google hätte für seine Target Ad-Wünsche ausgesorgt und alle Daten fein säuberlich miteinander verknüpft.
 
Der Inhalt des Textes sollte sicher zum Nachdenken anregen – gut gebrüllt Löwe! Aber bei der vorliegenden Wortwahl muss man nun wirklich nicht "irritiert" oder "erbost" oder sonst was sein! Er polarisiert, macht das ganz bewusst, spielt damit, freut sich über Resonanz, nutz selbst an einigen Stellen Anglizismen mit schlechtem Charakter und muss sich nun wirklich nicht wundern... und Schützenhilfe in Form von weiteren Beleidigungen gibt lediglich Futter für die Dummen!
 
Das ist hier zwar nicht mein in die staatliche Identiy Card eingetragenes Peudonym, aber (a) ich habe da eines und (b) würde man mich dazu bringen können, einen offiziellen Namen zu nehmen, würde ich den nehmen, vermutlich. Meinen Klarnamen gibts dafür auf XING, falls da noch jemand ist ;-) Scott hat mich eingeladen also bin ich freundlich der Einladung gefolgt - aber meine Aktivität wird sich vorläufig woanders abspielen, offline und online. Frech fand ich die Forderung, meinen Account per Voicemail bestätigen zu lassen - aber wofür gibt es R7... Ansonsten jedenfalls: Zustimmung, Sascha, zu diesem erwachsenen Kommentar, auch wenn er nicht allen Kids gefällt.
 
Leute, kommt doch einfach zu Diaspora, da schreibt euch niemand irgendetwas vor. Schon seltsam, dass alle so enthusiastisch zu Googleplus stürmen, aber vorher Diaspora, was im Prinzip nicht viel weniger kann als G+ und diesem ganz offensichtlich als Blaupause gedient hat, kaum Beachtung geschenkt haben. Obwohl doch eigentlich die Zeit für dezentrales Netzwerken gekommen ist und nicht wirklich ein neues kommerzielles Netzwerk gebraucht wird.
 
Bin absolut FÜR das verwenden von Pseudonymen auf Google+ - das sollte im netz imho ein Grundrecht sein. Immerhin wird hier über den Mute Button abgestimmt was man sehen will. Wer hinter dem Pseudonym steht ist den Freunden bekannt und den anderen Egal. Das schafft auch viel mehr Meinungsfreiheit, den nicht jede Meinung die man vertritt möchte man auch öffentlich vertreten, aber sehr wohl an der öffentlichen Diskussion teilnehmen dürfen.
 
Pseudonyme wie polompompom bewegen sich auf dem Niveau von IRC-Chats. Ich betrachte Google+ als erwachsene Plattform, und dazu gehört auch, dass man sich erwachsen verhält. Es zeugt nicht von geistiger Reife, sich hinter solch unsinnigen Nicks wie "plombombom" oder ähnlichem zu verstecken. Wer als Diskussionspartner ernst genommen werden will, sollte auch mit seinem Namen dazu stehen, was er schreibt. Wenn er das nicht kann, ist es nicht verwunderlich, dass Google das nicht toleriert. Denn die können schließlich u.U. auch rechtlich für den Unsinn haften, denn Pseudoyme hier anstellen können.

Es gibt hier auch kein Grundrecht auf Pseudonyme. Wer hat sich diesen Schwachsinn ausgedacht? Es gibt nur ein Hausrecht, und das steht Google zu. Google bestimmt die Spielregeln. Und die lauten: Klarnamenpflicht, und wer das nicht möchte, wird nicht gezwungen, hier zu bleiben.
 
Ein nicht ganz uninteressanter und unterstützenswerter Einwand. Hoffentlich ist Google flexibel genug, sich damit auseinander zu setzen.
 
Super, da ich vor einer Woche von "mr Love " auf Klarnamen "Tapuio Love " umgestellt habe, den kaum einer kennt, finden mich meine weltweiten Freunde hier nicht mehr. Danke G+ für die professionelle Personensuche auf der Circle-Seite.
 
super: klar und unspektakulaer: "ZDF" (Zahlen, Daten, Fakten) wie ich sie mag. Freu mich auf weitere klardenkende und konstruktiv mitdenkende Kontakte hier in "goggel"
 
Man wird übrigens auch von Facebook in den AGBs gezwungen seinen richtigen Namen zu nennen und ein Profilbild zu benutzen auf dem man zweifelsfrei zu erkennen ist. Evtl. ist die Datenschützerfront heute weiter als vor ein paar Jahren als Facebook startete oder es interessiert keinen weil Facebook (noch?) keine Accounts sperrt.
 
+Mario Scheuermann und was ist mit den Opfern??? Die dürfen also kein Internet mehr nutzen, versuchen ein "normales Leben" zu führen, weil sie durch "Klarnamenzwang" dazu verurteilt werden ihre "wahre" Identität preiszugeben...denn von der Justiz können Opfer von Stalkern nicht viel erwarten...Ihre Argumentation hinkt...
 
Die Frage ist doch ganz einfach die: als was soll sich G+ positionieren? Eine seriöse Plattform für erwachsene Menschen, die sich sachlich und freundschaftlich austauschen wollen, oder als Sandkasten für infantile Pappnasen-Robin-Hoods?
 
Unabhängig davon, ob Google dank Hausrecht oder was auch immer das Recht hat, Leute aufgrund ihrer Rasse, ihres Geschlechts oder ihres gewählten Namens rauszuschmeißen oder nicht -- wenn dieses Netzwerk mir nicht einmal erlaubt, allein unter den Namen mit meinen Freunden und Bekannten zu kommunizieren, unter denen wir uns kennen, werde ich es einfach nicht benutzen. Auch dafür lässt sich diese Probierphase ja benutzen -- Rückgabe wg. Fehlkauf.
 
infantile Pappnasen-Robin-Hoods? Bloß weil man seinen Klarnamen nicht angibt? Mein lieber Mario Scheuermann, das wirkt ein wenig.... gestrig?
 
Ach +Homer Simpson, die ist ja schon mit Deinesgleichen bevölkert und das wäre nicht zum Aushalten.
 
Nichtsdestotrotz wäre es natürlich schön, wenn sich Google dazu mal klar äußern würde, dann könnte man sich jetzt schon nach was anderem umsehen, bevor man es sich allzu gemütlich eingerichtet hat. shrug Google kann dann ja weiter versuchen, sich all die Leute zu angeln, die mit Datenschutz à la Facebook zufrieden sind.
 
+Mario Scheuermann Sich im Internet ein Pseudonym zulegen zu können ist nicht mehr, als die Möglichkeit sich selbst einen Spitznamen zu geben. Das hat nichts damit zu tun 1) anonym bleiben zu wollen, 2) nicht mehr zu tun, als dumme Trollereien von sich zu geben oder gar 3) gezielt andere Menschen zu terrorisieren. Wer solche Sauereien vor hat, der kann das auch mit einem unaufrichtigen "Klar"namen, aber das wurde hier auch alles schon des öfteren gesagt.

Der Punkt, auf den ich eigentlich hinaus will, ist, dass ich nicht anders kann, als mich von deinem Kommentar persönlich angegriffen zu fühlen. Auch wenn ich hier unter meinem echten Namen registriert bin, so gibt es doch viele andere Orte im Netz, an denen ich dies nicht bin. Trotzdem bin ich sicherlich kein "Pappnasen-Robin-Hood".

Das Internet ist älter als Google. Es gibt viele Bereiche des Netzes, wo es "zum guten Ton gehört" einen schicken Nickname zu besitzen, über den man sich oftmals auch viele Gedanken gemacht hat. Dieser verrät dann wahrscheinlich wesentlich mehr über den Charakter und die Absichten einer Person, als es ihr "echter" Name je könnte.
 
+Sascha Pallenberg Da hast du Recht, wenn du meinst, dass man allein von einem Namen nicht rückverfolgt werden kann. Schon gar, wenn man einen häufigen trägt. Andersherum ist man nicht wegen der Wahl eines tollen Nicknamen besonders geschützt, sondern bei der Website deines Vertrauens (beispielsweise bei Google selbst) hinterlässt du ganz andere Spuren.

Wenn +Stefan Specht beispielsweise erzählt, dass man im Internet leichter Mr. Hyde spielen kann, als wenn man direkt bei ORION rein spaziert, dann hat er wohl Recht. Genau deshalb werden solche Artikel ja auch zum großen Teil über das Internet bestellt ;-)
Aber das Internet vergisst nicht und genau deshalb will man vielleicht nicht alle Daten auf ewig mit seinem Namen verknüpft haben. +Sascha Lobo s Bloggerkollege, +Mario Sixtus , hat dazu beispielsweise sogar ein sehr wertvolles Video für das ZDF gemacht: http://www.elektrischer-reporter.de/phase3/video/243/

Ich will nicht bei allem, was ich sage, meinen Namen daneben stehen haben. Dabei will ich gar nichts kriminelles, aber wenn mir das Wort im Mund umgedreht wird, dann hat am Ende doch keiner was davon.

Es geht ja hier nicht um fancy usernames, wie sie schon bei myspace nicht funktioniert haben, sondern lediglich darum, hier nicht direkt mit seinem Personalausweis einzuchecken...
 
+Kay Pfitzner tut mir leid, wenn Sie sich persönlich angegriffen fühlen; denn Ihr Verhalten war nicht gemeint. Ich selbst benutze an vielen Stellen ebenfalls einen Pseudonym und zwar "Weinreporter", aber es ist jederzeit und überall klar, wer das ist. Und im Profil bei Google ist der hinterlegt obwohl ich ihn hier nicht benutze. Mir geht es um die anonymen Poster, die andere Menschen beschimpfen, beleidigen, diskriminieren, diffamieren, die geschäftsschädigende Lügen verbreiten etc. etc.Von denenn gibt es reichlich. Und ich bin immer wieder entsetzt, wenn ich sehe wie hier Toleranz für solche Machenschaften eingefordert wird im Namen von Medienfreiheit.

Man sollte auch klar unterscheiden zwischen dem in Deutschland rechtlich genau geregelten Pseudonym und der Grauzone der Nicks. Ich habe hier heute eine ganze Reihe von Nicks gelesen und Avatars gesehen, die ganz klar Persönlichkeitsrechte und Copyrights verletzten. Würde eine Anwaltskanzlei gegen.all die vorgehen die in den drei grossen hier derzeit laufenden Diskussionen dagegen verstossen, könnte man diese vermutlich aus den Abmahnerlösen mehrere Monate finanzieren.
 
Ich bin der Auffassung, dass die Namensgebung in allen Social Media-Kanälen frei gestaltbar sein sollte, auch wenn dies schon mal sinnfrei ausartet. Für mich selbst halte ich das nicht für sinnvoll. Ich vermute, dass Google und Google+ hier die Strategie verfolgt, für Klarnamen-Accounts mittelfristig die Basis für geschäftliche Aktivitäten und Bezahldienste vorbereitet. Schließlich ist Google ein Unternehmen und verfolgt gewinnmaximierende Ziele, wenn auch mit langem Atem. Diese Unternehmen machen langfristig nichts für lau! Wer ein Wunschkonzert haben möchte, muss sich selbst was backen!.
 
+Mario Scheuermann wir sind uns im Netz schon begegnet. Aber unter meinem Pseudonym, das im Netz deutlich stärker mit mir verbunden ist, als mein Realname. Wer bin ich?
Es geht dir um die anonymen Poster, die andere beschimpfen. Du hast weiter oben eine nicht kleine Gruppe als Pappnasen beschimpft und warst dabei nicht anonym. Du widerlegst doch quasi selber, dass man für Beschimpfungen anonym unterwegs sein muss.
Was ist also dein Punkt?
Das Lustigste aber ist, wenn ich dich jetzt hier beschimpfen würde, mit meinem echten Namen, wüsstest du nicht, woher das kommt. Benutze ich aber mein Pseudonym besteht die Möglichkeit, dass du dich erinnerst.
Und genau das ist das absurde, Klarnamen helfen kein Stück weiter, außer vielleicht, wenn es für Google darum geht, Geld damit zu verdienen.
 
Ich denke, dass Google solche Diskussionen zur Kenntnis nimmt, aber dann genau das machen wird, was für sein angedachtes Geschäftsmodell unerlässlich ist und das funktioniert nur mit Klarnamen bzw. verifizierten Pseudonymen. Da hilft alles Lamento nichts. Die wollen mit G + Geld verdienen und nicht eine Spielwiese für Nerds finanzieren.
 
+Mario Scheuermann Genau da - traue ich mich zu behaupten - argumentieren Sie arg am Thema vorbei. Von den vielen Menschen, die hier bisher, teils sehr emotional, ihre Meinung kundgetan haben, will wohl keiner, dass anonyme Unruhestifter G+ "kaputttrollen". Dass es zwischen "Pseudonym" und "anonym" aber einen sehr, sehr großen Unterschied gibt, wurde hier ebenfalls bereits zur Genüge dargelegt.

Der entscheidende Punkt ist und bleibt aber, dass es nunmal keinen Unterschied macht, ob ich mit "BlitzBirne1337", "Jean-Jaques Pirelli" oder "Hans Schulz" unter falscher Flagge segele.

So lange es die Möglichkeit gibt, sich hier ohne irgendeine Form der Verifikation anzumelden, so lange gibt es überhaupt keinen Grund, der dagegen spricht Nicknames zuzulassen. Und sollte sich dies in Zukunft ändern, so sehe ich (wie anscheinend viele andere auch) keinen Grund, der dagegen spricht, dass man sich hier unter einem Pseudonym, das klar einem Profil zuzuordnen ist, beteiligt.

Anstatt all jene, die - aus welchen Gründen auch immer - keine Lust haben, hier neben jedem Post ihren eigenen Klarnamen zu lesen, generell auszuschließen, steht es Ihnen doch frei, diese - aus welchen Gründen auch immer - per Klick zu ignorieren.
 
Ich lese hier und in anderen Diskussionen ständig "Google löscht die Profile nicht und öffnet sie wieder, wenn man sich entsprechend identifizieren kann". Ich kann aus eigener Erfahrung berichten, dass das Humbug ist! Die einzige(!) Chance, mein aufgrund der Verwendung meines Pseudonyms gesperrtes Profil wieder zugänglich zu machen war, meinen richtigen Namen einzutragen. Die durchgängige Antwort auf all meine Fragen (Beispiel: Darf ich vielleicht XSized aka Mirko Weiße schreiben?) war: Nein, trage Deinen richtigen Namen ein, dann schauen wir weiter.
Und selbst als ich das getan habe, wurde mein Profil nicht freigeschaltet. Grund: "Sie verwenden ein nicht erlaubtes Zeichen in ihrem Nachnamen. Tauschen sie das ß aus, dann sehen wir weiter.".

Also bitte behauptet nicht immer irgendwelche Dinge, die SO definitiv nicht richtig sind.
 
+Kay Pfitzner Letzteres tue ich ja auch hier wie bei Facebook. Aber gestatten Sie mir noch eine Bemerkung: hier treffen im Augernblick zwei Netz-Kulturen aufeinander nämlich die User, die über komplett und korrekt ausgefüllte Google-Profile verfügen mit denen sie auch geschäftlich arbeiten (z.B. mit adsense und adwords) und anderen die das nicht haben oder benutzen und versuchen die Twitter- und Facebook-Kultur nach hier zu übertragen. Fragt sich halt was Google möchte?. Jedenfalls halte ich es für sehr fahrlässig von +Mario Sixtus und +Sascha Lobo in welcher Art und Weise sie hier diese Büchse der Pandora geöffnet haben.
 
Sehr schöner und treffender Beitrag! Wenn ich ein Pseudonym benutzen will, tue ich das, da hält mich niemand bei auf, auch nicht G+.

"Fatzebuck" kann mich mal gerne haben. Gewinnerzielungsabsicht, schön und gut, aber nur wenn ich die Kontrolle über das wie und wann behalte.
 
Ich bin, für meinen Teil, hier nicht an Klarnamen interessiert. Wenn jemand, aus welchen Gründe auch immer, nicht seinen realen Namen angeben möchte, so sollte ihm dieses Recht nicht verwehrt bleiben. Jeder sollte entscheiden dürfen, ob und wie ich gefunden werden kann. Wenn ich mir meine "Freundeslisten" in anderen social networks ansehe, wird mir doch schlagartig klar, wie gerne ich manchmal anonym dort unterwegs gewesen wäre. Nach meinem realen Namen muss nicht jeder suchen können. Auch wenn ich selbst entscheide, was ich mit wem teile, es ist immernoch MEINE Identität. Ich halte es auch nicht für "Kinderkacke", über solche Dinge nachzudenken. Das sollte jeder tun, der sich im Netz bewegt! Hier rede ich darüber, was mich interessiert und nicht, wer ich bin! So nutze ich persönlich Google+.
 
+Mario Scheuermann Fahrlässig? Verstehe ich nicht. Was ist fahrlässig daran, eine Diskussion zu einem Thema loszutreten, zu dem offensichtlich ein so großer Diskussionsbedarf besteht? Wäre es nicht wesentlich fahrlässiger stumm zu bleiben?
 
+Mario Scheuermann Für was für ein Geschäftsmodell Googles wären denn die Klarnamen so ungeheuer wichtig? Für Google dürfte doch eigentlich nur zählen, daß die Werbebotschaften der Kunden die richtige Zielgruppe treffen, und dafür ist doch völlig unerheblich, unter was für einem Namen die jeweiligen Personen unterwegs sind.
 
+Kay Pfitzner Grosser Diskussionsbedarf? Das sind einige Dutzend Leute in D, die das bewegt und die mit ihren Postings +Sascha Lobo den Gefallen tun ihn immer wieder in der Timeline hochzuschiessen (was ich ihm ausdrücklich gönne auch wenn ich in diesem Fall völlig anderer Meinung bin als er; denn er versteht sein Handwerk als Kommunikator). Aber die überwiegende Mehrheit der User interessiert das überhaupt nicht.
 
+Mario Scheuermann Diskussionsbedarf hat doch wohl bitte nicht viel damit zu tun, wie viele Leute sich für ein Thema interessieren. Entscheidend ist doch wohl eher die gesellschaftliche Relevanz.

Und ja, es gibt sicherlich mehr als eine Handvoll Themen, über die dringender gesprochen werden muss als "Social Media und Pseudonyme". Trotzdem haben Twitter und FB die Welt bereits verändert, und G+ schickt sich an, in dieser Liga mitzuspielen. Daraus eine nicht zu verachtende Relevanz abzuleiten erscheint mir legitim.
 
Alberne Geschichte. Das ist ungefähr, als würde man von Künstlern verlangen, dass sie ihr Pseudonym ablegen. Vermutlich würde hier auch Woody Allen gelöscht werden, weil er sich nicht Allen Stewart Konigsberg nennt ...
Oder G. G. Anderson alias Gerd Günther Grabowski ...
Oder Bela B. alias Dirk Felsenheimer ...
Oder Bono alias Paul Hewson ...
Oder Dolly Buster alias Katja-Nora Bochníčková ...
Die Liste kann man lang weiterführen:
http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_von_Pseudonymen
 
Hinzu kommt, dass Fake-Profile auch eine gewisse Kunstform darstellen können. Im studiVZ hab ich vor einigen Jahren eine "Wahl zum Fake-Profil" durchgeführt, vielleicht sollte man auch auf google+ das 'künstlerisch wertvollste' Fakeprofil von den Nutzern prämieren lassen ... ;)
 
@google: Bitte löscht mich nicht. Ich hätte mich auch mit meinen Titeln als Magister Artium Lord of Cork Dirk Schadt anmelden können, aber dafür reicht hier leider der Platz nicht aus ...
 
+Kay Pfitzner Sicher haben FB und Twitter die Welt verändert und auch G+ wird das tun, aber zu glauben, dass eine typische deutsche Nerd-Diskussion darauf irgend einen Einfluss haben könnte, ist ein Fall von Selbstüberschätzung. Google wird machen was es für, richtig hält und niemand wird es daran hindern.
 
Ich erinnere mich, dass wir Anfang der 90er Jahre eine ähnliche Diskussion im IRCnet zum Thema Realname-Pflich hatten. Wir haben uns damals dagegen entschieden. Aber hauptsächlich nur, weil sie eh nicht durchsetzbar wäre. Gleiche Diskussion gab es davor im Usenet auch schon. Gähn.
 
Ich müßte mir gleich 500 Arno Nyhms machen, so viel +1 will ich diesem Post geben..
Aber irgendwie wäre das dann auch wieder kontraproduktiv xD
 
+arne tietz "Macht eine eigene Site auf mit Community-Features, und da könnt ihr und alle anderen Nutzer dann so leben, wie ihr es wollt." ist das neue "geh doch nach drüben"
 
+Mathias Bayer Ganz und gar nicht. Wären wirklich 90% Nerds hier unterwegs, wäre diese Diskussion wesentlich anspruchsvoller und nicht von Flachheit und Unkenntnis geprägt. IRC ein Pseudonyme-Kindergarten etc. All so ein Unsinn der virtuellen Stammtische würde uns erspart bleiben, wenn in G+ Nerds dominant wären.
 
+Mario Scheuermann Ist es dann nicht an "uns Nerds" dafür zu sorgen, dass sich mehr Leute dafür interessieren, anstatt direkt die Flinte ins Korn zu werfen?

Das ist doch das Schöne an Social Media: wenn dieser Beitrag fleißig geteilt wird, dann erreicht er im Handumdrehen eine Vielzahl an Leuten, die sich dann u.U. doch mal die Zeit nehmen, darüber nachzudenken. Fehlt halt nur dringend eine Übersetzung ins Englische für +Sascha Lobo s Artikel... und ein paar "ordentliche" Multiplikatoren wie meinethalben +Wil Wheaton - ach ne, der ist ja auch nur ein Nerd ;)
 
@Mario Scheuermann: Myspace hat auch das gemacht, was die Macher für richtig gehalten haben. Hat dazu geführt, dass Myspace mittlerweile nur noch eine Fußnote in der Geschichte der soziale Netzwerke ist ... :)
 
+1
Natürlich hat "anders als fb" für G+ zunächst seinen Reiz, um "Migrationsmomentum" zu beschleunigen.

-1
(Unterstellung meinerseits)
Sehr gerne möchte Google auf Dauer dann aber doch wissen, welche realen Menschen hinter eingegebenen Suchbegriffen, Kontakten, Terminen und Emailkorrespondenzen stehen.
Weil dann, wenn man genau überlegt, lohnt sich das Geschäftsmodell so richtig.
 
+Matthias Strobl Du kannst dir sicher sein: Wenn du Google regelmäßig nutzt, haben die so viele Daten von dir, dass da der Klarname nicht mehr wirklich von Bedeutung ist.

Es gab doch vor einiger Zeit einen Datenskandal bei AOL, bei dem Suchbegriffe, die mit einer User-IDs verbunden waren, aufgetaucht sind. Obwohl nur eine User-ID aus Zahlen verwandt wurde, konnte man die Personen nur durch Analyse ihrer Suchbegriffe eindeutig identifizieren.
Hier ein Link zum Wikipedia-Artikel: http://en.wikipedia.org/wiki/AOL_search_data_scandal

Außerdem ist der Klarname für die Einordnung in das richtige Werbeumfeld wirklich von keinerlei Bedeutung. Denn was sollte man damit auch anfangen können? (Und NEIN, Google verkauft nicht die Adressdaten seinen Nutzer. Und wenn sie das doch irgendwann mal tun sollten, wäre das sicherlich der Anfang vom Ende)
 
Ich lese hier immer wieder von Hausrecht. Natuerlich darf Google Nutzer ablehnen. Der Supermarkt um die Ecke hat das gleiche Recht, trotzdem will niemand das er davon Gebrauch macht.

Auch hab ich diesen Satz gelesen: "Ich möchte wissen mit wem ich es zu tun habe!" und meine das ein Name, echt oder erfunden, hierbei eher wenig hilft.
 
@+Sascha Lobo, re: >> Ich bin einigermaßen irritiert, dass sogar Leute, die sich mit dem Netz gut auskennen, herablassende, verächtliche oder achselzuckende Worte für +plomlompoms Artikel finden. <<

Ich bin einigermaßen irritiert, dass sogar jemand, der meiner Meinung nach binnen kürzester Zeit eine der immer noch hellsichtigsten Analysen zum Thema Google+ schrieb (http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,772656,00.html), sich so herablassend über die Kritiker von +plomlompom plomlompom äußert. Ich gehöre zu den Kritikern - warum, habe ich gerade in einem Kommentar anderswo auf deiner Wall (oder wie das hier heißt) erklärt:

* SCHNIPP *

Da mir Befindlichkeiten wie die von plomlompom plomlompom schon oft begegnet sind, kann ich sie mittlerweile nachvollziehen ... wenn ich sie auch nicht teile.

Nicht teilen kann ich die Sichtweise von Sascha Lobo, der behauptet (https://plus.google.com/u/0/112716356719620674952/posts/8oMHcwtZruQ), es gebe ein "digitales Grundrecht" auf ein Pseudonym, das auch auf amerikanische Privatunternehmen wie Google anzuwenden ist.

Ich bin erst seit 1988 in sozialen Netzwerken unterwegs. Vielleicht habe ich irgendwelche Übereinkünfte verpasst, die vor meinem Einstieg als "late adopter" verabredet worden sein mögen. Sollte es hier "digital nativere" Insider geben: Klärt mich bitte auf!

Bis dahin freue ich mich, dass Google noch nicht hinter mein Pseudonym gekommen ist. In meinem Personalausweis steht der Name Popeye Z. (= Zee) Sailor (meine Eltern fanden das angesichts meines Haarstils und Körperbaus im Säuglingsalter lustig). Da ich aber nach der Lektüre der Google+-Regeln befürchtete, wegen eines solchen Namens gelöscht zu werden, wählte ich ein bürgerlicher klingendes Pseudonym. Das habe ich von einem norwegischen Geschäftsmann aus dem 19. Jahrhundert geklaut, aber den kennt bei Google bestimmt niemand.

* SCHNAPP *
 
In diesen sozialen Plattformen mutieren manche zu Agenturen der Selbstverwaltung und schaffen sich Probleme drauf, die gar nicht existent sind. - es ist wie bei Aldi an der Kasse: Nehm ich jetzt die Biotüte oder die andere? Manchmal ist es besser, überhaupt keine Tüte zu nehmen. Will heißen: der Geomarketing-Welt ist es scheißegal, ob du ein Pseudonym hast oder nicht. Sie denkt in IP-Adressen.
 
desweiteren: wozu brauchen dissidente Ungarn denn bitte Google plus? Also das ist ja wohl ein lächerliches Argument.
 
Das ist exakt zu 100% getroffen. Danke für den Beitrag!
 
Also mir ist es eigentlich egal, wenn die Leute hier Pseudonyme benutzen wollen. Dass am Anfang alle Klarnamen hatten fand ich erfrischend, aber gut ... muss nicht sein.

Diese Argumentation hier zum Artikel von +plomlompom plomlompom nachzuschieben, finde ich aber auch nicht so ganz passend. Es ist gut fuer das Recht auf Anonymitaet zu kaempfen. Aber in diesem konkreten Fall ist es doch so:

1 Plomlompom ist ziemlich eindeutig als Pseudonym zu identifizieren, dass man da nicht nachgefragt hat finde ich wenig skandaloes.
2 Wir haben in Deutschland Gott sei Dank einen halbwegs funktionierenden Rechtsstaat.
3 Kann jeder mit einer kleinen Google/Recherche den Klarnamen von ihm rausfinden. Wenn hier jemand wirklich Anonym sein will, dann wird er sich doch wohl ein neues Pseudonym suchen.
4 Hat der Artikel in einem so trotzigen "ich lass nicht alles mit mir machen vom boesen Herr Google"-Ton angefangen (ich habe nur die ersten 2 oder 3 Saetze gelesen, dann hatte ich keine Lust mehr), dass man ihn spontan als uebertrieben eingestuft hat. Der Ton macht ja bekanntlich die Musik...

Insofern finde ich die nachtraegliche Politisierung des Artikels ein wenig seltsam. In der Sache gebe ich dir aber Recht. Und wenn Google den Kurs aendert, kann ich allen Pseudonym-Fightern nur gratulieren.
 
Furchtbar kluger Beitrag,Herr Lobo.Diese Diskussion ist natürlich nicht erst mit G+ geboren,aber ich habe noch nie ein ordentlicheres Plädoyer für Pseudonyme gelesen.Darf ich mir die zu Eigen machen (mit Hinweis aufs Kopierrecht)?Dann könnte ich die nächste Diskussionsrunde direkt nach dem Anstoß gewinnen.Ohne Foul!
 
Meiner Meinung ist die Vorstellung von sozialen Netzwerken einfach falsch. da ist nix sozial es geht nur um information sammeln seitens google. Google und auch andere ich glaube Yahoo sind vor China eingeknickt und haben alle gewünschten Infos bereitgestellt. Es gibt genug andere Möglichkeiten im Internet Informationen auszutauschen ohne facebook google und co. 
 
hey sascha, sehr gut formuliert! danke für diesen beitrag! liebe grüße, (bei google+ angemeldet unter:) yippyipprrrrrrring mhmjamjam
 
Ein herforagender Beitrag. Der Vergleich mit den Staaten gefällt mir sehr gut. Das diese Firmen Privat sind aber einen Öffentlichen Raum stellen gibt ein paar Phillosophische Gedankenansätze . Wir erleben zur Zeit vielleicht die erste digitale Vorschau in eine, schon von dunklen Sci-fi Autoren, beschriebene Zukunft in der die Welt von Großen Firmen beherrscht wird.
 
So everybody without problems using his/her/it's realname:

* has never fought a criminal government
* is not famous enough for stalkers and the like
* did not make enemies by fighting for an important issue, where enemies are people that do more than write hate mail
* never considered to be a little creative about it's namespace
* does not have hobbies that are socially not fully accceptable

So, all you real-names fans ... maybe you are just boring and should consider shutting up online, go to mexico fight the cartels, go to africa, fight exploitation, go to italy fight the mafia or develop a hobby that is a little out of the norm and could be considered harmefull to your career.

Or ... maybe just imagine that there are people out there who do exactly that. Even if it's hard for you to think about such thinks.
 
Pseudonyme sollten erlaubt sein obwohl ich keinen Sinn darin sehe weil ja wohl JEDER alles über JEDEN legal herausbekommt kann. (Ämter usw.) Wer nun seinen Realnamen verschleiert hat sicher Freunde die mal eben mit dem iPhone ein Bild hochladen, ein weiterer Freund markiert das Bild mit Realnamen und den Rest gibt es dann in der Freundesliste zu finden. Mein ehemaliger Arbeitgeber hat mich auch gescannt und mit sofortiger Kündigung gedroht wenn mein Post nicht sofort aus dem Netz ist ... Da lasse ich mich doch lieber Kündigen als weiterhin bei einem Unternehmen mit Stasi-Manieren zu arbeiten.
Problemstaaten werden allerdings über die Verwendung von Pseudonymen lachen - die machen das anders als nach einem Namen zu googlen. So wie in Deutschland jeder Hartz 4 Empfänger gescannt wird - so wird das da gemacht und steht das Grundgesetz im Weg....dann wird eben geändert. Der Feind ist sicherlich nicht Google - der Feind sitzt IMMER im eigenen Land!
So war es, so ist es und so wird es bleiben.

Zur Bilderbergkonferenz waren Google und Facebook Chef geladen - was die da ausgemacht haben ist Geheim ...

Trotzdem sage ich JA zur freien Namenswahl im Netz.
 
Ich fände es super, wenn man für jeden Kreis entscheiden könnte, ob nun nur ein Pseudonym von mir angezeigt wird oder mein richtiger Name. Dann wäre Google doch echt wieder einen Schritt voraus.
 
Mir geht in der ganzen Diskussion etwas der Weitblick verloren. Viele argumentieren aus der momentanen Sichtweise heraus. Diese teilweise "Ich hab doch nichts zu verbergen" Mentalität geht mir herzhaft auf den Geist.
Tatsache ist, so abgedroschen es klingen mag, dass sich die Zeiten ändern können. Sowohl politsch, als auch unternehmerisch. Man stelle sich nur als kleinen Einstieg mittelfristig vor, einige der feuchten Innenministerträume könnten wahr werden, oder el Goog entschließt sich irgendwann nicht mehr nur der "Gute" zu sein. Innenpolitscher Druck wie zu Zeiten eines Herrn McCarthy kann jederzeit wieder auftreten.
Wir brauchen gar nicht einmal so weit zu gehen, auf die Problematik mit totalitären Staaten und deren diversen Freiheitsbewegungen hinzuweisen.
Man könnte sich auch einfach als Beispiel vorstellen, Kritik an irgendeinem Staat zu üben, den man 3 Jahre später mal bereisen will. Evtl. recherchiert das Konsulat dann vorab mal etwas, und lässt einen aufgrund der damaligen Äusserungen nicht rein. Mir fallen viele Sachen dazu ein. Natürlich sind wir hier nicht in einem totalitären Staat, aber in der Vergangenheit haben das auch schon viele gedacht. Kann sich alles ändern. Interessant auch bereits +Andrew Bunner http://goo.gl/L6lEk mit seinem Aufruf zum offenen Denunziantentum in diesem Kontext.

Wenn wir dann von der Prämisse ausgehen, dass das Netz nix vergisst, könnte ich ein Problem damit haben, meinen Klarnamen zu verwenden.
Ein soziales Netzwerk muss, ganz wie im RL, eine gewisse Menge an Deppen aushalten die ihre Pseudonyme missbrauchen, ansonsten taugt es nix.

Und zu der Aussage, man müsse zu seinen Posts stehen... Die Vorstellung, dass der Blödsinn, den ich mit, sagen wir mal 25 (wenns da soziale Netzwerke schon gegeben hätte) z.T. verzapft habe, heute noch unter meinem Namen zu finden wäre, schaudert mich schon. ;)
Daher finde ich schon, dass Pseudonyme erlaubt sein müssen.

[Update meiner Aussage] Ich sehe grade dass +Andrew Bunner http://goo.gl/L6lEk mit seiner Aussge zurückgerudert ist.
 
gut zu lesen und unterhaltsam geschrieben
+Peter Jebsen bei einem Punkt verstehe ich aber nicht warum Du die Tragweite nicht sehen kannst.

Eine Gesellschaft hat verschiedene Aktoren, Sensoren und es gibt Akteure der verschiedensten Interessen und Weltbilder.

Einen gesellschaftlichen Stillstand gibt es, wenn diese nicht mehr miteinander agieren koennen.

Nehmen wir ein Beispiel. Unbestreitbar ist das wir eine Gruppe benoetigen die Extreme und kontraproduktive Aktionen vom Durchschnitt der Gesellschaft fern halten um sie im allgemeinen funktionsfaehig zu halten. Das macht unter anderem eine Polizei (Gerichte, Schlichter auch Presse und Medien, Politik ...)

Nehmen wir die Polizei. Jagt sie den Einbrecher und gibt Omi ihren Sparbrief wieder oder fixiert sie einen Randalierer, ist alles ok und sie wird ihrer Aufgabe gerecht.

Ufert so ein Machtapparat aus und es entsteht ein Polizeistaat, sieht das anders aus. Sie wirkt ihrer Aufgabe entgegen, sicherlich dominiert eine kleine Interessengruppe ueber die Allgemeinheit. Unabhaengig vom persoenlichen Leid, leidet die ganze Gesellschaft. Sie steht mindestens still.

In dieser Situation werdet Ihr Euch nach allem sehnen mit dem Ihr Euch noch wehren koennt.

Beispiel: Résistance ( http://de.wikipedia.org/wiki/R%C3%A9sistance )

Soll Google also Handlanger eine Üeberwachunssystemes werden oder Foerderer einer freien Netzkultur, die Wissenschaft, Forschung, Kunst, Kultur, Wirtschaft, Gesellschaft, Politik ... voran bringt.

Sie koennen mit beidem ihre Kohle verdienen. Aber "wir" "entscheiden" das. Indem wir es zulassen.

Das fatale an beiden Weltkriegen ist nicht, dass die jemand gemacht hat, sondern das die Anderen es zugelassen haben. ;-)


Und genau diesen Problemkreis haben +Sascha Lobo und +plomlompom plomlompom adressiert.

Noch ein kleiner Hinweis, +plomlompom plomlompom gehoert zur Fraktion der Spackeria. Wenn der um einen NicNamen kaempft ist das schon sehr witzig.
 
Ich finde es sehr albern, sich ein Pseudonym zuzulegen, nur weil man das Recht dazu hat.
 
Ich bin etwas zwiegespalten, was dieses Thema angeht. Auf der einen Seite halte ich die Möglichkeit anonym im Netz unterwegs sein zu können für etwas sehr wichtiges. Auf der anderen Seite hingegen sollten wir uns aber auch darüber klar sein, dass wir alle freiwillig hier sind und somit einen Teil unserer Anonymität im Netz bewusst aufgegeben haben. Google mag vielleicht moralisch den Usern gegenüber verpflichtet sein, aber nicht gesetzlich, wie es z.B. bei der Pressefreiheit der Fall ist. Ein "digitales Grundrecht" auf Anonymität ist nun mal nicht mehr, als ein freiwilliges Entgegenkommen eines Dienstanbieters gegenüber seinen Kunden. Wir können dieses Recht einfordern...ja... Google hat aber dennoch das Recht, auf unsere Forderung nicht einzugehen. In diesem Fall liegt es an den Usern, Google abzustrafen und diesen Dienst durch nichtnutzen scheitern zu lassen. Diese Forderung aber mit dem Berufen auf ein nichtexistentes Grundrecht zu untermauern, halte ich jedoch für lächerlich. Das einzige Recht das wir HIER haben, ist die Wahl dabei zu sein und diesen Dienst zu nutzen, oder eben nicht.
 
@Manuel.Was ist denn für dich anonym? Selbst wenn du mit 5 verqueren Pseudonymen agierst, haben andere schon längst deine IP Adresse. Nur die Benutzeroberflächen von sozialen Plattformen hin und her zu diskutieren, das wäre mir als Zugang zum digitalen Zeitalter etwas zu einfach gestrickt...
 
+Peter Backof Wenn ich den Sinn dieser Diskussion nicht ganz missverstanden habe, geht es doch um Anonymität durch Verwendung von Pseudonymen. Dass man dadurch nicht wirklich anonym ist, ist mir auch klar. Zu 100% wirst du sowieso nie anonym sein, da wenigstens dein Provider deine Daten hat, oder (solange man keinen Proxy verwendet) auch die entsprechenden Hoster bzw Betreiber der Seiten die du ansurfst. Darum geht es hier aber gar nicht. Hier geht es nur darum, seine Identität bei Google+ durch die Verwendung eines Pseudonyms vor anderen Usern zu verbergen, was dich - in gewissen Grenzen - anonym macht.
 
...ja, das machen die einen so und die anderen so. Je nach Charakter. Manche brauchen auch ein Pseudonym, weil sie es sich beruflich nicht leisten können, spaßige Dinge oder gar Privates online zu stellen. Das verstehe ich schon... - bei mit ist es ziemlich Wurst, was ich poste. Und wirklich Privates würde ich nie online stellen. Daher tun mir die Leute mit Beklemmungen oder gar Verschwörungstheorien - was Anonymität angeht - ein wenig leid. Aber, echt, ich meine das nicht herabwürdigend oder als Provokation.
 
@+Kola Colman, dass ich mir nicht sicher bin, was du mir sagen willst, hat nichts mit dem Zeitpunkt dieser Antwort zu tun. Seit Samstagabend um 18 Uhr, als ich deine Antwort zum ersten Mal las, versuche ich mir einen Reim darauf zu machen. Bisher ohne Erfolg!

Google in die Nähe "eines Handlangers eines Überwachungssystemes" zu rücken, finde ich lächerlich. Google verlangt trotz der Bitte um Realnamen keine Post-Ident-Identifizierung o. ä.. Ich bin mir relativ sicher, dass sich z. B. ein chinesischer Dissident als Um Lei Tung registrieren könnte, ohne dass es Google allzu schnell auffällt.
 
Wenn Banken "too big to fail" sein können, dann könnten (beachte den Konjunktiv) soziale Netzwerke auch zu groß sein, um alle Freiheiten zu genießen. In anderen Worten, wenn die soziale Realität uns zwingt mit einem Unternehmen zu kooperieren, dann sollte die soziale Realität, also wir, vielleicht auch das Unternehmen zu bestimmten Zugeständnissen zwingen können.

Ob der Zwang zu bürgerlichen Namen nun dazu gehört, sei mal dahin gestellt. Interessanter finde ich, dass hier ausnahmsweise für das konkrete "soziale" Probleme eine technische Lösung existiert, nämlich ein offener Standard für Netzwerke/Kommunikation über verschiedene Anbieter hinweg.

Klingt nach Zukunftsmusik? Falsch, gibt es bei Email seit Jahrzehnten. Klingt zu kompliziert für den Endbenutzer? Glaube ich nicht, schließlich nutzen alle Email und doch weiß keine_r, was SMTP ist.

Mindestens einen Vorschlag für so ein Protokoll existiert bereits und der heißt DFRN bzw. demnächst Zot!, siehe dfrn.org. Ein paar "Anbieter" gibt es auch, die meines Wissens nach nichts gegen den Namen plomlompom haben. Und wenn doch, dann wechselt man oder man wird sein eigener Anbieter, in dem man Friendika installiert.

Wer den Beitrag sachlich richtig findet, kann gerne das Plus drücken.
 
Was mir zum Beispiel auch überhaupt nicht gefällt ist die irreversible Zusammenlegung von Konten bei Google. So ist mein Google+-Konto mit meinem Youtube-Konto und mit meinem (Zwangs-)GMail-Konto für mein Android-Handy verknüpft, genauso wie mein Google-Analytics-Konto und Picasa usw. ...

Das Problem: ich möchte gern unterschiedliche Profile im sozialen Netzwerk haben. Einmal vielleicht geschäftlich (Google-Analytics, Android-Handy, ...), anderseits privat (Picasa, Youtube, ...).

Einmal falsch verknüpft habe ich derzeit KEINE Chance mehr etwas zu ändern! Dinge ändern sich in der digitalen Welt sehr schnell, in der realen auch und nicht immer übersieht man bei der Anlage eines Kontos bei einem neuen Dienst (und damit einhergehend der Verknüpfung mit einer digitalen Identität) wozu man diesen Dienst Monate später wirklich nutzen möchte.

Ohne an dieser Stelle auf Details einzugehen, aber die Neuanlage weiterer Konten ist für die Neuverknüpfung keine Hilfe. Muss ich doch kostenpflichtige Apps neu kaufen, kann ich doch bisherige Analytics-Daten nicht übertragen und meine Follower auf Youtube folgen mir nicht unbedingt auf meinen neuen Kanal.

Auch hier müssen die großen soziale Netze (im Sinne von +Sascha Lobo) vom Nutzer oder vielleicht sogar vom Gesetzgeber gezwungen werden entsprechende Schnittstellen anzubieten.
 
+Rue behrend na du kannst mehrere Konten bei Google haben und die auch in gmail, android und so weiter ansehen. meist wird eine kombinierte Sicht angezeigt. Oder das mit den circles lösen :)
 
+Christoph Puppe - leider nein! Zum Beispiel verlangt das Google+-App eine Synchronisierung mit meinem Android-handy-Account (geschäftlich), obwohl ich Google+ gern privat nutzen möchte.

Ich könnte einige Beispiele aus der täglichen Praxis aufzählen, weil ich in den letzten Jahren für jede Firma (bei mir 3) je ein Google-Konto angelegt habe und ein privates auch noch. Bei mir sind die Konten nun so wild verknüpft, weil sich über die Jahre die Firmennutzung des Youtube-Kontos privat geworden ist, dagegen das ursprünglich private Android-Konto nun verstärkt gewerblich genutzt wird. Das möchte ich nun aber nicht mit diesem privaten Google+-Konto verknüpfen!

Andere müssen doch auch dieses Problem haben, oder?
 
"Das Beispiel verdeutlicht, dass es ab einer gewissen Größe, erst recht auf gesellschaftsrelevanten Plattformen, fatal wäre, wenn Unternehmen ganz allein entscheiden dürften (oder müssten), was ihre Kunden dürfen und was nicht."
Da kann ich nur 100% zustimmen. Es geht hierbei ja irgendwie schon um universale Rechte, ohne die man sich im Netz nur noch der Diktatur einzelner Dienstleister ausgesetzt sehen würde.
An diese Diskussion finde ich auch sehr interessant, dass man durchaus Parallelen zum Anspruch an eine freie Identitätsbildung ziehen kann. Warum ist in einer Zeit, in der wir unser Geschlecht, unser Gender, unser Aussehen (körperlich sowie modisch) und unseren Charakter mit dessen Zugehörigkeit zu bestimmten Gruppen und Kreisen bestimmen können, unser Name (Real-Name) das einzige, was a) wie in Stein gemeißelt zu sein scheint und nur mit Mühen und unter Umständen überhaupt auch in der "realen Welt" zu ändern ist, sowie b) in der virtuellen Welt, in der wie schon die Möglichkeit haben uns so darstellen zu können (gut oder schlecht), wie wir gesehen werden wollen, fest mit unserem realen Selbst verknüpft sein muss? Ich finde, jeder sollte sich so darstellen dürfen, wie er oder sie es möchte, dazu gehören für mich auch Abkürzungen, Pseudonyme, Spitznamen oder was auch immer.
 
.
Danke für den Artikel +Sascha Lobo und vor allem für einen
der (DEN?!?) Sätze des Jahres...
Bin dem indirekten Aufruf (siehe Link unten) gefolgt.
.
@all:
Also lasst uns hier: http://goo.gl/ndYKk alle Argumente PRO
Pseudonyme sammeln.
Und vielleicht kann ja jemand von der Kontra-Seite das selbe
in Gang setzen...
.
Dann könnte man die Diskussion etwas abkürzen.
.
 
Ach - Sascha: Danke für dieses schöne Wort "Kindergartigkeit".

Wenn all die seriösen, vernünftigen, weisen und erwachsenen Männer und Frauen wüssten, wie fatal sie dem Gesprächsgehabe pubertierender (pseudo-)Aussenseiter mit skurrilem Aussehen auf dem schwierigen Weg in die Volljährigkeit ähneln in genau dieser Hinsicht -- sie sogar oft übertreffen in Sachen Einfältigkeit, Berechenbarkeit und eben jeder Kindergartigkeit... sie würden sich vielleicht in einem anderen Lichte sehen.

Ich meine absolut nicht Diskussionsbeiträge mit eigener Meinung, Argumenten, Haltung, Überzeugung.

Ich meine diese Ein- bis Zweizeiler, die so tun, als wären sie ein Redebeitrag aber dann doch maximal ein Grunzen darstellen.

Im übrigen -- es ward einmal mal vor langer Zeit in einer Netzumgebung, die hier nichts zur Sache tut in Sachen Namen (URL) da hat die Moderation in einem Teilbereich eingeführt, dass man solche Kurz-Postings mit hoher Kindergartigkeit ohne ohne ersichtliche Argumente zu sein lassen hat. Man (wir) haben dort nicht die Leute ohne echten Namen gelöscht -- sondern deren Worte ohne echten Sachbeitrag. Wohlgemerkt nur in einem Teilbereich, einem sensiblen.

Bei den Community-Treffen kam dann der Zeitpunkt, wo man die (einen kleinen Teil der) Leute mit Vornamen kennen lernte... es waren und sind immer noch echte Menschen -- mitunter sehr herzliche und lieb gewonnene. :-)
 
kann man schon ändern, wird dann halt überall geändert (jedenfalls war das das angebot von g+ an mich vorhin: wenn sie hier ihren namen ändern, wird er in allen google-produkten geändert) - ausprobiert hab ichs dann nicht... is dann ganz schön scheiße, wenn ich meinem chef unter pseudonym schreiben muss, was ich nicht will, nur weil ich sonst gern unter pseudonym auftreten will, was ich vielleicht will, und auf fb auch tue. die frage stellt sich für google natürlich anders: die sehen g+ wohl kaum als nette dienstleistung, service- und kundenorientiert und so. auf geschlechterzwang kann man noch recht gut verzichten, das stört das profiling nicht allzusehr, aber bei der verknüpfung MIT ALLEM da draußen, da wirds haarig für die. ich hoffe natürlich sehr, dass genug druck gemacht wird - aus den von sascha genannten gründen, aber vor allem, weil es das recht eines/r jeden sein sollte, selbst zu entscheiden, wie sie online heißen wollen - aber in dem fall unterstelle ich google massive kommerzielle interessen, an denen sie sicherlich festhalten werden. google ist nunmal der teufel, aber der mit den guten produkten, denen man sich nicht mehr wirklich entziehen kann.
 
Bin ich hier richtig bei den Anonymen Googloholikern? ;-)
 
Also Kinders, wenn ihr euch hier für Google postituieren wollt, dann hat das nunmal seinen Daten-Preis. ;-)
 
Ich Find das voll ok das Pseudonym nicht gestattet sind, Wer was postet soll dazustehen oder es einfach nicht posten. Bzw. Es war klar das man sich mit Echten Namen anmelden soll wer dies nicht tun will soll sich halt nicht anmelden gibt genug Foren in denn Nicks erlaubt sind.
 
Ob Realnamen oder nicht -- was ich nicht mag ist pure Vorschrift, Zwang und Pflicht!
Die nette Netiquette kommt von der Person die schreibt und vom Namen nicht...

So wird das nichts mit den Anonymen Googleholikern und -Innen.
Man kann alles auf die Spitze diskutieren und dabei spinnen!

Je einmaliger / seltener ein Realname ist, desto gefährlicher kann der im übrigen werden...
Für schöne Frauen vor allem -- denn nicht jedes Mannsbild kennt Benehmen auf dieser Erden. Das Problem hat Frau dann auch beim Telefonbuch. §218 hilft da auch nur bedingt und vor allem, wenn es zu spät ist.

Ob Realname oder nicht - soll jeder selbst entscheiden -- sch.. auf die Pflicht!
(ich nenne das Freiheit)

Drum hab ich es auch in diesen Dingen....
am liebsten wie Götz von Berlichingen.
__

Das hat was von der Aussage "es ist egal, ob ich Du Arschloch oder Sie Arschloch sage".
Wobei das hier im Googloholiker-Kreis-o-Versum ja nicht so angebracht ist.
Ich finde auch, dass es im allgemeinen recht gesittet zugeht.
Mitunter etwas verbissen.... ach was... druff gesch....
 
@Alle Klarnamen Befürworter und Sympathisanten!


Bitte Googelt mal eure Namen und überlegt mal ob die Anzahl der Suchergebisse mit eurer eigenen Präsenz im Web zusammenpasst. Wenn nicht legt euch bitte ein Vernünftiges einmaliges Pseudonym zu damit Ihr in Zukunft eindeutig zu finden und zu Identifizieren seid anstatt euch in der Masse der gleichlautenden Namen zu verstecken.
 
Na zum Glück bin ich weder selten, weder schön, kann ungeleit zu Google geh'n. :-)
 
Beispiel:
Dominik Hofmann - Ungefähr 5.850.000 Ergebnisse (0,23 Sekunden)
Klaudia Krieger - Ungefähr 7.730.000 Ergebnisse (0,26 Sekunden)
sind das überhaupt ihre echten Namen oder wollen sie sich nur in der Masse verstecken?
 
@Sophia Schuh: Wenn ich mich in der Masse verstecken wöllte, hätte ich Klaudia mit "C" geschrieben. ;-)
 
@Klaudia Krieger sorry aber das macht fast keinen Unterschied:
Caudia Krieger - Ungefähr 7.650.000 Ergebnisse (0,15 Sekunden)
Anyway - Auf was ich eigentlich hinweisen möchte ist wie unüberlegt hier teilweise argumentiert wird.
 
Pseudonyme sind wichtig. Sie bieten eine "gewisse" Sicherheit im Netz. Interessant wäre aber auch, wenn der Betreiber eines Social-Networks über die echte Identität des "Pseudos" bescheid wüsste. Also praktisch gesehen ein Identcheck für Benutzer und diese bekommen in Ihrem Profil dann einen Ident-Button. Jeder sieht zwar nur den Pseudonamen, jedoch weiß man dann, daß bei strafrechlichen Inhalten Zugriff auf die reale Person genommen werden kann. Die Hürde für die Herausgabe der Identität müsste natürlich sehr hoch sein, um hier eine Akzeptanz bei den Usern zu schaffen. Wir arbeiten derzeit an solch einem System, welches von unterschiedlichsten Diensten eingebunden werden kann.
 
schön geschrieben und auf den punkt!
 
Unabhängig davon, dass ich die Möglichkeit einer anonymen Netznutzung für richtig erachte, sind doch einige Aspekte richtig zu stellen:

Zum "richtigen" Namen vgl Punkt 5.1. der Nutzungsbedingungen, letzter Satz. Hier wird gefordert, dass sämtliche Angaben (und das betrifft nunmal auch Vorname und Nachname bei gmail) korrekt zu sein haben. Es ist daher schlicht falsch, dass sich in den AGBs nichts zum Realname findet.

Zum digitalen Grundrecht auf Anonymität: Das ist zwar wünschenswert, aber Grundrechte sind halt doch eine komplexe Materie.. Dh das Recht, prinzipiell anonym zu sein, beinhaltet noch nicht das Recht, dass jeder auf dessen eigene Kosten anderen die Nutzung eigener Ressourcen zugestehen muss. Dies ist wohl erst dann der Fall, wenn weitere gravierende Aspekte dazukommen, wie zB, dass bei Nichtgewährung anonymer Nutzung defacto die anonyme Netznutzung selbst bedroht wäre (vgl den teilweisen Kontrahierungszwang für Nahversorger).

Kurz: Die Ausführungen sind per se zutreffend, aber lediglich die allgemeine Netznutzung betreffend, nicht ein einzelnes, noch dazu nicht sonderlich großes Portal. Solange die Möglichkeit der anonymen Netznutzung per se bestehen bleibt, ist daher von einer prinzipiellen Zulässigkeit der teiweisen Beschränkung bei einem Portal auszugehen. Zumal ja auch die Betreiber von Google über Grundrechte verfügen (Recht auf Eigentum etc).

In Summe würde ich daher von einer Themenverfehlung ausgehen.
 
Du sprichst mir aus der Seele. Solang keinem damit geschadet wird, soll doch jeder die Freiheit haben das nach eigenem Gusto zu handhaben. Wenn jemand stalkt, die Nettikette verletzt oder in anderer Form Mist baut, dann sollten doch sowieso Regelungen vorhanden sein, die diesen Menschen aufhalten. Hat nichts, rein gar nichts mit dem Klarnamen zu tun, meine ich.
 
Wenn das Pseudonym als Künstlername im Personalausweis eingetragen ist, sollte man es auch bei G+ verwenden dürfen. Wer Anonymität will, um alles verbreiten zu können, was er will, kann das von mir aus im Usenet tun, oder irgendwelchen anderen Foren und Gruppen. Auf G+ möchte ich keinen Spammern, Betrügern, Aufhetzern, Hassrednern, Kleinkriminellen begegnen. Ich möchte wissen, mit wem ich es zu tun habe. Ich hätte mich nie bei dieser Diskussion beteiligt, wenn ich nicht glauben würde, dass das der Fall ist. Alle andere Infos außer dem Klarnamen lassen sich meiner Meinung nach einfacher schützen beziehungsweise gezielt freigeben als auf irgendeinem anderen Netzwerk.

Um Diktaturen zu stürzen, eignet sich Twitter sowieso besser. Wenn ich als Aufständischer in Syrien einer Diskussion wie dieser folgen würde, käme ich gar nicht mehr dazu auf die Straße zu gehen. Abgesehen davon könnte man auf G+ doch ganz einfach einen Circle für seine Kampfgefährten einrichten. Dann kann man darin seine Aktionen koordinieren und nichts dringt aus Versehen nach außen. Damit mich niemand missversteht: Ich rufe hier aber nicht dazu auf, Terrorzellen in G+ zu gründen! Apropos Regimewechsel: Es ist doch Google, das sich nicht auf die Zensur und die Verfolgung von Regimegegnern durch China einlässt und damit möglicherweise auf ein Riesenstück vom Werbekuchen verzichten muss! Und es ist ein Google-Mitarbeiter gewesen, der in Ägypten maßgeblich zum Erfolg der Revolution bei getragen hat!
 
Wo ist der Schaden wenn andere unter einem Pseudonym auftreten ?

Nun, jede Medaille hat ihre zwei Seiten. Es ist nun mal (leider) allzu menschlich, oder anderes formuliert, es liegt in der Natur der Sache, daß der Mensch, sobald dieser keinen gesellschaftlichen Regeln mehr befolgen müsste, den meisten Anstand verliert und in aller erster Linie auf seinen eigenen Vorteil bedacht ist. Natürlich trifft das nicht auf alle Menschen zu, jedoch haben diverse Studien gezeigt das unser "soziales Verhalten" in bestimmten Situationen dazu neigt.

Was hat das nun mit dem Pseudonym zu tun ? Wer sich im Internet nicht mit seiner eigenen Identiät bewegt, fühlt sich nicht mehr den "Zwängen" der gesellschaftspolitischen Struktur verschrieben und neigt eher mal dazu genau das zu tun oder zu machen, was er im "Alltagsleben" niemals (öffentlich) tun würde. Das heißt eigentlich das die negative oder kriminelle Energie sich um ein vielfaches steigern könnte.
Natürlich darf man meine geschriebene Meinung jetzt eben nicht pauschalisieren, sondern muss das wirklich pro Einzelfall abwägen.
Ich möchte an dieser Stelle auch nicht falsch verstanden werden, denn ich bin eben nicht für einen "Klarnamen-Zwang" ala Google+, jedoch sollte man auch die möglichen substanziellen Gefahrenquellen bedenken.
 
Nach einer wissenschaftlichen Studie führen sowohl Alkohol als auch Anonymität oder Macht dazu, daß jemand glaubt die Sau rauslassen zu können.

Es kann doch wirklich nicht sein, daß Pseudonyme hier dazu führen, daß die G+User sich plötzlich alle wie besoffene Politiker und Banker benehmen. ;-)
 
Macht es einen Unterschied, nännte ich mich Rainer Zufall, Rosa Schlüpfer oder Thomas Friedrich? Klarname - wer weiss denn, ob "Thomas Friedrich" mein richtiger Name ist?
 
hi, john, dazu ein bedingt erhellender, aber immerhin das thema betreffender text von ...

+Michael Hermeston hat diesen Beitrag ursprünglich gepostet:

Hi Everyone. Just as we're listening to all your feedback on how to improve the product, we're also listening closely for how to improve our processes. We've heard two specific pieces of feedback around the profile names appeals process:

1) Some users whose profile was under review, were asked to verify their Google account through SMS in order to access other Google products they use, like Gmail.
2) There was confusion around why people's profiles were removed, and how to correct the situation.

In response to these concerns, I'm happy to report that we've made a couple changes. Starting today, users will no longer need to go through SMS verification when their profile name is under review, and we updated our in-product messaging to clearly explain our policy and the appeals process. Thank you for your continued feedback and patience as we work to improve both the product and the processes for Google+.

I'd also like to take the time to address a rumor we've been hearing. Without getting into the specifics, I can assure you that we do not take automatic action based on the number of abuse reports submitted for a profile. I hope this clears up any confusion.
 
gibt´s schon eine Stellungnahme oder ein Ergebnis? (bin zu faul 290 Kommentare durchzulesen)
 
ich kann da nicht zustimmen. Google ist ein Unternehmen. Sie bieten einen Dienst an, und können FÜR diesen Dienst die Regeln bestimmen. Kein Mensch ist dazu verpflichtet, Google-Dienste in irgendeiner Weise zu nutzen. Wirklich keiner! Wer es macht, darf sich mit den Regeln abfinden oder sich aufregen - aus meiner Sicht aber dann zu unrecht.

Es geht auch keiner zu Rewe und beschwert sich dann dort über Regeln wie "Wer das Brot berühert, muss es kaufen". Selbst wenn tegut es anders handhaben sollte, ist es wohl oder übel das Recht von Rewe.

Facebook ist wieder ein komplett anderes System, weil da Namen offensichtlich gefiltert werden. In meinem Freundeskreis gibt es einen solchen Fall, wo der ECHTE Nachname vom System nicht erlaubt wird - auf die Gründe möchte ich nicht weiter eingehen. Da gibt es (mal wieder) Widersprüche beim SN-Riesen.

Wie Mark Zuckerberg dem Sinne nach sagte, und ich denke das lässt sich auf Google schön übertragen: Kein Unternehmen der Welt ist dazu verpflichtet, die Ideologie seines Landes in aller Welt zu verbreiten.
 
@Georg Christoph Krause - "König Kunde" invertiert!
 
Pseudonyme von Menschen sind mir wurscht. Aber ORGs sollten warten, bis G+ die ORG Seiten freigibt.
 
Also irgendwie verstehe ich die ganze Aufregung hier nicht. Wie bitte soll Google denn kontrollieren ob ich nun Fritzchen Müller oder Herbert Kuckuck heiße. Oder RobRob wie hier oder ob ich der robachi von meiner Mailadresse bin? Glaubt denn jemand daß Google so ne Kamikaze-Strategie fahren könnte? Wie lange würden die Fritzchen dieser Welt sowas mitmachen?
 
Da wird sich der Herr Maue ja gefreut haben, angesietzt zu werden, einfach so.
Google, auch wenn es ein Unternehmen ist, ist für mich ein Stück Öffentlichkeit, so wie ich mich vor meiner Tür in der Öffentlichkeit bewege (siehe auch Unternehmen der öffentlichen Hand, die ja auch AGBs haben, aber anderen Regeln unterliegen. Es darf ja keiner aus der U-Bahn geschmissen werden, nur weil er Muslim ist.) Hausrecht bedeutet für mich, ich habe die Freiheit zu entscheiden, wen ich einlasse und das gilt für meinen Account = Mein real Haus, kann ja auch gemietet sein. Der Vermieter darf trotzdem nicht unangemeldet rein.
Ich finde Klarnamen befremdlich. Ich muss jedesmal darüber nachdenken, was gebe ich preis, was nicht. In den letzten 15 Jahren habe ich mich unter diversen unreal names viel authentischer!!! bewegt, als heute. Ich kann nicht einfach sagen, was ich denke, ohne darüber nachzudenken, ob das Marketing-gerecht ist, oder wie auch immer.
Thema Menschenrechte und Diktaturen: Ist auf jeden Fall ein Ansatz, der für viele hier vielleicht zu weit weg ist, für mich nicht.Es muss einfach möglich sein, sich an öffentlichen Plaetzen anonym zu bewegen.
Nicht jeder hat stets die Absicht, zu jedem Zeitpunkt von allen möglichen und unmöglichen Leuten gefunden zu werden.
 
is doch alles eja ... ein Netzwerk sollte mit Realname sein ansonsten reicht doch Studi oder Facebook!
 
Kunden, die Klarnamenpflicht gekauft haben, kauften auch hochaufgelöste, biometrisch erfassbare Profilbilder.
 
ab heute sinds 18 frauen ^^ und ja recht hast ö.ö
ich find auch übertrieben bescheiden das man sich (im falle des falles man will g+ nutzen) einen googleacc. zulegen muss -.-' ich bin lieber mit meinen hunderten von spitznamen unterwegs anstatt meinen richtigen namen in die welt zuschreiben.
und das in zeiten von piraterie, acountklau und co. google google google...da haste echt net aufgepasst >.>
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kann ich gut nachvollziehen....
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Nunmehr scheinen sogar keine Rufnamen in Form von abgekürzten Vornamen (mit vollem Nachnamen) erlaubt zu sein. Zu E. G. Steup siehe: #freeegsteup
Was wohl +Google mit J. R. Ewing machen würde?
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an all diese "du hast ja nichts zu verbergen" FraktionsDenkerInnen
3Jahre Stalking per Telefon, über jeden Webaccount, der auch nur irgendwie erreichbar ist, jedes Mal, wenn das Telefon läutet schreckst du zusammen,
auf der Polizei hörst Du: ja , dann nehmen sie sich eben einen Geheimanschluss (als Firma (!))
ja sie haben doch die Tel Nummer im Impressum (als Firma wie denn sonst)

es macht innen drin ein Stück weit kaputt, willst du flüchten, bist du abgeschnitten von sehr vielen dir wichtigen Dingen des Lebens, => angefangen vom Beruf bis Kontakt zu Freunden etc...
es ist die Hölle schlichtweg

und macht innen drin dicht, sehr dicht

man lebt dann "public", aber sicher nie wieder öffentlich, selbst mit strahlendem Lächeln, 

was man zu verbergen hat? => sich selbst und zwar 10000%
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Ich halte von der Diskussion rein gar nichts. Es ist verschwendete Zeit. Es ist ein kostenloser Dienst, den man nutzen kann oder eben nicht. Niemand ist verpflichtet diesen Dienst zu nutzen. Google stellt den Dienst frei zur Verfügung und kann demnach frei über die Bedingungen entscheiden.
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Kannst du auf deine Polizei hören? Ich nicht! 
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Man braucht darüber keinen Roman schreiben und Kotzletter. Mit öffentliche Echt-Namen Angabe macht sich Google zum Handlanger für Mobbing und Stalking was in einigen Länder als kriminelle Handlung verfolgt wird. 
Personen welche zu schwach sind und sich wegen Mobbing und Stalking das Leben nehmen, sollten sich vorher von Google noch verabschieden und sich bedanken. Wenigstens bei Google abmelden!!!
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