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"Das Konsum-Prinzip ist tot": Uno-Generalsekretär Ban Ki Moon über Wohlstand, dauerhaftes Wirtschaftswachstum und die Chancen der Uno-Konferenz für nachhaltige Entwicklung in Rio de Janeiro, die nächste Woche stattfindet.
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Oliver Massis Akilli's profile photoElmar Sieber's profile photoFlorian Klemt's profile photoLukasz Konieczny's profile photo
6 comments
 
Lieber SpOn,
Könntet Ihr Euch eventuell entschließen einen wichtigen Beitrag wie diesen nicht ausgerechnet in Fußballfiebernde Deutschland zu werfen?
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Ban Ki Moon schreibt: "Viel zu lange haben wir versucht, den Weg zu Wohlstand durch gesteigerten Konsum zu sichern. Dieses Modell ist tot." Dass das Modell tot ist, ist fraglich. Aber wünschenswert wäre es. Ich bin allerdings auch noch der Auffassung, dass es wichtig ist, dass man auch darüber nachdenkt, wie es weitergeht, wenn der (materielle) Wohlstand - einschließlich der dann geschützten Ressourcen des Planeten -, gesichert ist. Es muss ein umfassendes Konzept her, das bereits Gegenmaßnahmen für negative Handlungen während des (materiell) gegebenen Wohlstandes umfasst.
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Auch ich zweifle, dass das Konsummodell tot ist. Unbestritten ist aber, dass die Art, wie wir konsumieren, sich dringend ändern muss. Allerdings muss dabei jeder bei sich selbst anfangen. Beispiele:

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Alle meckern über Atomstrom, doch nur wenige wechseln selbst zu Alternativen.

Viele reden von Fahrgemeinschaften (damit nicht jeder einzeln im Auto fährt), doch nur wenige tun es. Und auf die Alternative OeV wollen einige schon gar nicht ausweichen.

Jedes Jahr gibt es ein neues Handy, welches "man" unbedingt haben muss. Veraltet wirklich alles so schnell? Zum Glück passen einige Anbieter ihre Tarifmodelle an (teurer, wenn ein neues Handy gewünscht wird / billiger, wenn man beim alten bleibt).

Viele beklagen Käfigeier und andere "Lebensmittelsünden". Aber gleichzeitig wollen die meisten für das Essen nicht mehr bezahlen. Für viele ist es ohnehin nur ein notwendiges "Übel" - Hauptsache schnell, Hauptsache billig.
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Wer jetzt sagt, dass so kein Wachstum entsteht, dem sei gesagt, dass alleine die wachsende Weltbevölkerung dafür sorgen wird, dass Wachstum (durch mehr Konsum) entsteht. Wenn die Güter höherwertiger werden, werden sie teurer (nominelles Wachstum). Wenn bei der Produktion auf Nachhaltigkeit gesetzt wird, entsteht sogar qualitatives Wachstum (nicht mit traditionellen Mittel wie BIP messbar - aber das ist ein anderes Thema).

Um die Welt zu verbessern braucht es nicht neue Gesetze - jeder muss bei sich selbst anfangen - mit dem "man in the mirror", wie bereits vor Jahren Michael Jackson gesungen hatte.
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Falls es jemanden interessiet, ich habe vor einer Weile einen Artikel (auf English) geschrieben der in eine ähnliche Richtung geht bzw einen konkreten Vorschlag für ein neues Konzept gibt.
Zu finden auf Diaspora (ja es gibt noch etwas anderes als Facebook und Google+):
https://joindiaspora.com/posts/1373100
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