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Guten Morgen! Heute wäre Claus Schenk Graf von Stauffenberg 105 Jahre alt geworden. Der deutsche Offizier und Widerstandskämpfer im Dritten Reich verübte am 20. Juli 1944 ein Attentat auf Adolf Hitler - welches jedoch misslang. Kurz vorher sagte er:

"Es ist Zeit, dass jetzt etwas getan wird. Derjenige allerdings, der etwas zu tun wagt, muss sich bewusst sein, dass er wohl als Verräter in die deutsche Geschichte eingehen wird. Unterlässt er jedoch die Tat, dann wäre er ein Verräter vor seinem eigenen Gewissen."
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28 comments
 
War Stauffenberg nun ein Held oder ein Terrorist?
 
Held oder Terrorist ist immer die Frage dessen der den Krieg gewinnt.
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Geschichtsbücher werden nun mal immer von den Siegern geschrieben. Dementsprechend erfolgt auch die moralische Bewertung der Protagonisten.
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+Reinhard Evers Das wollte ich mit der Frage zum Ausdruck bringen.

Der Spion von Land A ist in A ein Held und in B ein Verbrecher

Der Spion von Land B ist in B ein Held und in A ein Verbrecher

Verrückt, oder?
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"Es ist Zeit, dass jetzt etwas getan wird." Das hätte er 11 Jahre früher sagen sollen!
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Ich frage mich manchmal - rein aus historischer Neugierde- wie die Welt aussehen würde, wenn Deutschland gesiegt hätte
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+Elisabeth Schabus Zu Deiner Frage gab es im öffentlich rechtlichen Fernsehen eine Dokumentation mit einer Progjektion. Ich glaube zum 50. Jahrestag des Kriegsendes.
Vielleicht ist die noch zu finden.

Die Aussicht war nicht schön. Deutschland wurde darin regiert vom Führer und Hitler Adolf Schepmann.
Das sagt alles, oder?
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Sagen wir es so: Nach damals geltendem Recht hat er natürlich illegal gehandelt und war als Attentäter einzustufen. Allerdings ist es nunmal irgendwo Bürgerpflicht, ein totalitäres Regime von diesen Ausmaßen zu stürzen. Dieser Pflicht hätten wesentlich mehr Leute nachkommen müssen, und das wesentlich früher.
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Ich wollte damit nur zum Ausdruck bringen, wie unterschiedlich man völlig identische Situationen bewerten kann.

Vielleicht regt das den Einen oder Anderen zum Nachdenken an.
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+Dirk Weimer die Doku werd' ich suchen. Aber nach crazy Gaius Julius kam doch auch eine Konsolidierungsphase, und die dauerte recht lange
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Irgendwie steht mir das zweite Weltkriegsthema bis sonstwo!
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Ich denke, die zu würdigende moralische Leistung von Stauffenberg liegt darin, dass er, der sehr vom System profitiert hat und sehr gut darin gelebt hat, erkannt hat, dass es ein System ist, das ab zu schaffen ist. Seine Beweggründe waren, soweit ich es beurteilen kann, eher patriotischer denn humanistischer Natur: Er sah, dass das "Deutsche Volk" (wie man auch immer diesen Begriff fassen mag) mit dieser Führung in den Abgrund stürzt. Und er hat gemäß seiner militärischen "Prägung" - und seinen Möglichkeiten - gehandelt. Er hatte die Chance, den Kopf des stinkenden Fisches ab zu trennen.
Im Gegensatz dazu sehe ich Schindler: Er hat auch sehr vom System profitiert und hat aber offensichtlich das Leid erkannt und auf seine Weise, der humanistischen Art, geholfen.
Schindler hatte nicht die Möglichkeit Hitler zu beseitigen, Stauffenberg schon. Ob Stauffenberg die Möglichkeit gehabt hätte, so zu handeln, wie Schindler, wage ich zu bezweifeln. Dennoch haben beide entsprechend Ihren Möglichkeiten gehandelt. Und entsprechend Ihrer Prägung.
Was passiert wäre, wenn Stauffenberg Erfolg gehabt hätte, ist Spekulation. Ich glaube aber kaum, dass es so eine Demokratie geworden wäre, wie die, in der wir heute leben. Denn Stauffenberg ist nun mal (genau wie die, die ihn unterstützt haben), kein Mensch, der aus einer Familie mit demokratischen Traditionen stammt.
Es hat eben alles so kommen müssen wie es gekommen ist, damit wir heute jetzt so leben können, wie wir es tun.
Und deswegen sind wir meiner Meinung nach in der Verantwortung stets daran zu erinnern und uns darüber bewusst zu werden, was damals passiert ist. Vorrangig deswegen, damit das hoffentlich nie wieder passiert!
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Egal warum auch immer er es getan hat es war gut das er es getan hat
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Bei diesem Thema stell ich mir immer wieder folgende Frage: So viele Attentatsversuche und nicht einer gelang? Die Folge: sich ins unermässlich steigernder Größenwahn des Diktators.... Der Versuch aber verdient absoluten Respekt! Nicht wegen der Außenwirkung (Nicht alle Deutschen waren Nazis) sondern wegen dem Preis des Handlns (Stauffenberg war sich dessen ja bewusst) 
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Was zu Zeiten X galt oder in Land Y für richtig empfunden wird, ist zwar für sich interessant, aber für die eigentliche Frage nur marginal von Bedeutung. Weder kann man die Zeit wechseln, noch so einfach das Land (bzw. die Staatsbürgerschaft) und ob man selbst dann seine eigene Meinung ändern würde?  Tatsächlich interessiert doch, aus welchen Gründen man jetzt und hier eine Position vertitt. Meine Meinung ist deshalb klar: Ein Unrechtsregime kann kaum gerechte Urteile fällen!
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+Marco Ladermann Ob es gerechte Urteile fällen kann, ist oft Ansichtssache, da sich Gerechtigkeit am Rechtsempfinden orientiert und nicht an geltendem Recht
Aus diesem Grunde kann ein "Unrechtsregime" durchaus rechtmäßige Urteile sprechen
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+Martin Hillebrand das ist schon immer passiert und das wird auch immer wieder passieren, in anderer Form, auf andere Weise - kommt einfach auf den Standpunkt an. Das massenhafte Abtreiben weiblicher Föten im asiatischen Raum ist halt kein "Pogrom", noch nicht
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Er hat der Welt gezeigt, dass es auch einen aktiven Widerstand gibt bzw. gab. Und für mich als Ex-Soldat ist er ein Held - eben deshalb weil er ein Gewissen damit gezeigt hat - obwohl er einen Eid geschworen hatte und jahrelang von diesem System beeinflusst wurde. 
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Ich glaube man ist des Wahnsinns fette Beute wenn man durch die Frage "Was wäre er denn heute ..." einen Vergleich zwischen der Nazidiktatur und der Bundesrepublik zumindest unterschwellig anstellt. Da ist nix zu vergleichen und demzufolge verbietet sich die Frage schlichtweg.
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Der Jahrestag des Bürgerbräukeller-Attentats ist gerade mal eine Woche her - davon hat man aber kaum wo gelesen. Scheinbar ist es auch heute noch ungleich populärer, dem Antidemokraten und Nationalisten  Stauffenberg zu gedenken, als jemandem wie Georg Elser...
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Jetzt wird der eine gegen den anderen aufgewogen, was soll man da noch sagen
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Ich habe nichts dagegen, dem einen zu gedenken (auch wenn ich so meine Probleme mit einigen seiner Ansichten gehabt hätte). Ich find's nur nicht gut, dass der andere immer konsequent hintenüber fällt. Und wo besser darauf aufmerksam machen?
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+Carsten Reckord Ok
Ist wohl wieder einmal typisch deutsch.
Der eine hat die Zeichen der Zeit gleich erkannt und gehandelt, ein "normaler" Held halt.
Der ander hat seine eigene Ideologie verraten ein "großer" Held halt.
Ändert für mich aber nichts drann das beide Helden sind und alle anderen die sich gegen diesen Wahnsinn gewehrt haben auch.
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es gibt in der heutigen Gesellschaft mehr Mitläufer als Kritiker, weil sich das besser rechnet! 
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