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RENTADESIGNER
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„Wer das Böse ohne Widerspruch hinnimmt,
arbeitet in Wirklichkeit mit ihm zusammen!“

- Stand up! -

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AUTOR: Martin Luther King
FOTO: Alexander Kästel
ORT: #Mannheim
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TRÄUME

Oh, wär mein junges Leben doch ein Traum. Und würd auch mein Geist nicht wach bis das der Strahl der Ewigkeit den Morgen brächte. Obwohl der Traum von schlimmen Kummer war, er war doch besser als die Wirklichkeit des wachen Lebens für den, dessen Herz gleich von Geburt an auf der Erde sein muss – Ein Chaos aus der tiefsten Leidenschaft.

Doch sollte es so sein, der Traum geht ewig; wie Träume in der Kindheit zu mir waren; sollte es so sein, es wäre Narrheit noch auf eine höhere Macht zu hoffen. Denn als die Sonne hell im Sommer schien, hab ich von Licht und Lieblichkeit geträumt. Doch hab ich mein Herz verloren in einem Land der Phantasie, getrennt von meinem Heim, und die Bewohner waren Geschöpfe meiner eigenen Gedanken.

Es war einmal – an diese wilde Stunde werde ich mich stets erinnern – eine Kraft. Ein Zauber hatte mich gebunden. Wind kam kalt des Nachts und ließ; sein eigenes Bild auf meinem Geist zurück. Der Mond hat kühl auf meinen Schlaf hinab geschienen, oder waren's Sterne? Was auch immer, der Traum war wie der Nachtwind – lass ihn gehen.

Ich war einst glücklich, wenn auch nur im Traum, doch ich war glücklich. Und ich liebe Träume. Die lebensfüllende Lebendigkeit wie in dem nebligen Widerstreit von Wahn und Wachen, die dem Träumerauge unendlich schöne Dinge bringt, von Paradies und Liebe – alles gehört uns, weit mehr als Hoffnung je versprechen konnte.

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AUTOR: Edgar Allan Poe
FOTO: Alexander Kästel
ORT: #Mannheim #Mohntag

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„Um seine Seele zu erkennen,
muß man durch sein Spiegelbild schreiten.“

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AUTOR: Ludwig von Eimannsberger
FOTO: Alexander Kästel
ORT: #Mannheim #Planken #Wasserturm #Fontanella

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PROPHEZEIUNG (1913)

Einmal kommt - ich habe Zeichen
Sterbesturm aus fernem Norden.
Überall stinkt es nach Leichen.
Es beginnt das große Morden.

Finster wird der Himmelsklumpen,
Sturmtod hebt die Klauentatzen.
Nieder stürzen alle Lumpen.
Mimen bersten. Mädchen platzen.

Polternd fallen Pferdeställe.
Keine Fliege kann sich retten.
Schöne homosexuelle
Männer kullern aus den Betten.

Rissig werden Häuserwände.
Fische faulen in dem Flusse.
Alles nimmt ein ekles Ende.
Krächzend kippen Omnibusse.


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Eine Interpretation
gegen Missverständnisse!


Alfred Lichtenstein ein Frühvollendeter. 1889 in Berlin geboren, studierte er, wie Georg Heym, Jura und veröffentlichte da und dort Gedichte, in Waldens „Der Sturm“ und in Pfemferts „Aktion“. Im Oktober 1913 trat er als Einjähriger in das Zweite Bayerische Infanterieregiment ein und zog mit ihm bei Kriegsbeginn ins Feld. Am 25.September 1914 fiel er, gerade fünfundzwanzig Jahre alt, in der Nähe von Reims an der Westfront, wie August Stramm, wie Ernst Stadler oder die Maler Franz Marc und August Macke einer der ersten Opfer des Krieges.

Wenn innerer Rausch, Ekstase und visionäre Entgrenzung Merkmale des Expressionismus sind, dann war Alfred Lichtenstein ein Prototyp dieser künstlerischen Bewegung. Das Gedicht „Prophezeiung“ liest sich wie eine Vorahnung des Ersten Weltkrieges, wie eine furiose Zertrümmerung der Welt. Die expressionistische Dichtung kennt viele Endzeitszenarien, doch keines ist so dramatisch und so lustvoll grotesk wie Lichtensteins „Prophezeiung“.

Doch wer verdüstert uns den Himmelsklumpen so dramatisch wie Lichtenstein? Wer sonst hat einen derart bitter wilden Sinn für das Groteske? Nicht nur, dass „Mimen bersten“, auch „Schöne homosexuelle/Männer kullern aus den Betten“. Das Gedicht ist vier Strophen lang ein berserkerhafter Gang aufs Ganze, bis alles „ein ekles Ende“ nimmt. Nur das Krächzen der umstürzenden Omnibusse hallt nach, letztes Geräusch in einer apokalyptischen Landschaft.

In diesem Gedicht gibt es keine inhaltliche Beziehung zwischen den einzelnen Versen, sondern nur noch eine ausdruckshafte. Alfred Lichtenstein ergreift Worte, lädt sie auf und fügt sie zu knappen Bildern, denen er eine rational nicht mehr erklärbare Kraft der Suggestion verleiht. Die einfache Konstruktion des Gedichts - im Kreuzreim geschrieben mit einem durchgängigen vierhebigen Trochäus - verstärkt diese Kraft, versinnbildlicht den „Sterbesturm“, der durch die Welt fegt und sie aus den Angeln hebt. Und doch gibt es so etwas wie eine gegenläufige Bewegung, die das nahende Grauen gerade noch aushaltbar macht. Es sind die vielen Alliterationen und ein für die damalige Zeit kühner Reim wie ‚Ställe/-sexuelle‘, die wie ein Augenzwinkern des Dichters auf uns wirken. Die Lust an der Beschreibung des Untergangs und der Untergang selbst halten sich in diesem Gedicht gefährlich die Waage.

Dieser Kuno Kohn sagt: „Der einzige Trost: traurig sein. Wenn die Traurigkeit in Verzweiflung ausartet, soll man grotesk werden. Man soll spaßeshalber weiterleben. Soll versuchen, in der Erkenntnis, dass das Dasein aus lauter brutalen, hundsgemeinen Scherzen besteht, Erhebung zu finden.“

Andere Gedichte von Alfred Lichtenstein mögen von dieser ‚Erhebung‘ berichten, das Gedicht „Prophezeiung“ tut es nicht. Das selbstironische böse Bonmot von Gottfried Benn - „Wer Strophen liebt, der liebt auch Katastrophen“ - geht an diesem Gedicht vorbei. „Prophezeiung“ lesend ahnen wir, wie sehr Untergang und Verderben schon 1913 hinter jeder Ecke lauerten, wie die europäischen Staatsmänner fast schlafwandlerisch auf den großen ‚Kladderadatsch‘ (so warnend August Bebel) zuglitten und wie groß Kriegserwartung und einhergehende Verzweiflung in Alfred Lichtenstein gewesen sein mussten. (faz)




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AUTOR: Lichtenstein Alfred
FOTO: Alexander Kästel
ORT: #Mannheim #Infrarot
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„Im Kelch der reinsten Freude
wohnt der Schmerz“

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AUTOR: E. Schulze
FOTO: Alexander Kästel

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Im echten Manne ist ein Kind versteckt: das will spielen. Auf, ihr Frauen, so entdeckt mir doch das Kind im Manne!

(Nietzsche)

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MONNEM BIKE – 200 Jahre Fahrrad.
Was ein genialer Tag
und was ne tolle 10. Radparade
mit 1000 Radfahrenden :)

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FOTO: Alexander Kästel
ORT: #Mannheim
#CriticalMass
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Eine Stadt ist eine Ansammlung
von Häusern,Autos und Menschen.

Ein Dorf ist eine Ansammlung
von Häusern, Menschen und Autos.

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AUTOR: Erhard Blanck
FOTO: Alexander Kästel
ORT: #Mannheim #AutofreieInnenstadt #Infrarot 
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Die Polizei Mannheim
führt sich selbst ad absurdum!


Mein heutiger Rad-Tatsachenbericht über gefährliche Behinderung von Radfahrenden in Mannheim.


Es geschah eben, vor 30 Minuten auf dem Friedrichsplatz. Ein Polizeiauto ohne Blaulicht oder Horn steckte, wie alle anderen Autos rund um den Wasserturm in der Rush Hour. Neben dem Stau führt eine nicht ganz ungefährlich für Radfahrende – gemischte Bus – Rad und Taxi Spur. Auf die der gewitzte Beamte unmittelbar vor mir auch sofort abbog, um rechts am Stau vorbei und später nach dem Café Flo abzubiegen um auf einer ZickZack-Linie zum Halten zu kommen.


Tja – was macht ein Alex dann? :)
Ich hab ja längst die Verfolgung aufgenommen, hielt links neben dem Polizeiwagen, was hinter mir, denn genau dazu dient diese ZickZack Linie – natürlich einen weiteren Stau verursachte. Dennoch sprach ich die Beamten - die beide schon wichtige Dinge am Smartphone zu tun hatten, aber dann doch nicht, da sie mir gleich freundlich Rede und Antwort standen – an.


Ich:
„Sie wissen schon warum ich sie anspreche? Sie sind eben sehr sehr früh auf die Rad-Spur abgebogen um rechts an den anderen Autos vorbei zukommen. Damit sind sie kein sehr gutes Vorbild für andere Autos, die dann vielleicht durch ihr Handeln auf die Idee kommen, dies auch so tun zu können.“


Polizist:
„Sie meinen die Bus-Spur?“


Ich:
„Nein, die kombinierte Radspur mit Busen und Taxen. Die meine ich. Sie dürfen wie alle anderen Autos auch, erst da auf die Spur wechseln, wo die Fahrbahnmarkierung nicht mehr ein durchgezogene Linie, sondern ein gestrichelte Linie ist.“


Polizist:
„Und was wenn wir es aber eilig haben? Sie würden sich auch freuen, wenn Sie ein Anliegen haben und wir schnell da sind?“


Ich:
„Wenn Sie im Einsatz wären, hätten Sie bestimmt Blaulicht und oder die Sirene an gehabt“


Polizist:
„Ach, Sie entscheiden wann wir im Einsatz sind oder nicht“


Ich:
„Nein, aber genau dafür sind Blaulicht und Sirene da. Und ich würde Sie bitten, in Zukunft nicht mehr auf der Radspur zu fahren, da Sie eine Vorbildsfunktion haben und die anderen Autofahrer nicht noch zu solchen Fehlverhalten ermutigen.“


Polizist:
„Und sie glauben, wenn ich hier richtig fahre, machen die anderen es dann auch alle richtig?“


Ich möchte den Satz noch mal wiederholen in Groß:


„UND SIE GLAUBEN, WENN ICH HIER RICHTIG FAHRE, MACHEN DIE ANDERN ES DANN AUCH ALLE RICHTIG?“


Ich:
„Nein, aber jeder einzelne zählt!“


Schönen Tag noch – bla bla – der Stau hinter mir hupte mittlerweile auch schon, da ich ja neben dem Polizeiauto die viel zu enge Spur da noch mehr verengte.


Danke liebe Polizei für solche lehreichen Einsichten in den Straßenverkehr :)


PS: Das Foto ist nur ein Beispielfoto und dient bei solchen Berichten von mir nur als hübsches Beiwerk :)


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AUTOR: Alexander Kästel
FOTO: Alexander Kästel
ORT: #Mannheim #Infrarot


#monnembike #CriticalMass
#AuofreieInnenstadt !!!


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HOCHROT

Du innig Rot,
Bis an den Tod
Soll meine Lieb Dir gleichen,
Soll nimmer bleichen,
Bis in den Tod,
Du glühend Rot,
Soll sie Dir gleichen

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AUTORIN: Karoline von Günderode
FOTO: Alexander Kästel
ORT: #Ladenburg #Mohntag

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