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Rechtsanwalt Frank Labisch - Fachanwalt für Arbeitsrecht
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"Frauen verdienen weniger als Männer." Dies ist nicht nur das Ergebnis unzähliger Untersuchungen, sondern die unerfreuliche Realität. Bewiesen hat das ein in Rheinland-Pfalz ansässiger Schuhhersteller, indem er den Frauen für die gleiche Arbeit etwa einen Euro weniger pro Stunde zahlte als den Männern. Laut Aussage des Unternehmens sei die geschlechtsabhängige Bezahlung sogar "offen kommuniziert" worden.

Die Klage einer Arbeitnehmerin auf Zahlung der Differenzvergütung sowie auf Zahlung einer Entschädigung wegen Geschlechtsdiskriminierung hat nun auch vor dem Landesarbeitsgericht Erfolg. Das Landesarbeitsgericht Rheinland-Pfalz hat der Klägerin die Differenzvergütung für die letzten drei Jahre in Höhe von ca. 7.500 € sowie eine Entschädigung in Höhe von 6.000 € zugesprochen.
Es liege eine unmittelbare Geschlechtsdiskriminierung vor. Auch aus dem arbeitsrechtlichen Gleichbehandlungsgrundsatz folge der Vergütungsanspruch.
Für die Höhe der Entschädigung, die auch Sanktionscharakter habe, sei hingegen maßgeblich, dass eine Vielzahl von Frauen über Jahre hinweg unmittelbar diskriminiert worden seien.
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