Profile

Cover photo
Nick Wellnhofer
Works at aevum
Lives in München
30 followers|18,729 views
AboutPosts

Stream

Nick Wellnhofer

Shared publicly  - 
 
Hochinteressanter Artikel, der wichtige Hintergründe erläutert, die mir noch nicht klar waren.

«The Islamic State’s ideology exerts powerful sway over a certain subset of the population. Life’s hypocrisies and inconsistencies vanish in its face. Musa Cerantonio and the Salafis I met in London are unstumpable: no question I posed left them stuttering. They lectured me garrulously and, if one accepts their premises, convincingly. To call them un-Islamic appears, to me, to invite them into an argument that they would win. If they had been froth-spewing maniacs, I might be able to predict that their movement would burn out as the psychopaths detonated themselves or became drone-splats, one by one. But these men spoke with an academic precision that put me in mind of a good graduate seminar. I even enjoyed their company, and that frightened me as much as anything else.»
The Islamic State is no mere collection of psychopaths. It is a religious group with carefully considered beliefs, among them that it is a key agent of the coming apocalypse. Here’s what that means for its strategy—and for how to stop it.
1
Add a comment...

Nick Wellnhofer

Shared publicly  - 
 
Einer der wenigen Kommentatoren, der es kapiert hat.
 ·  Translate
Den Terroristen geht es um Rache, nicht aber um einen Kulturkampf, meint Ulrich Kraetzer. Ihre Taktik ist perfide.
1
Add a comment...

Nick Wellnhofer

Shared publicly  - 
 
Einerseits ist es müßig, andererseits eine gute Gelegenheit, auf die grundlegenden Fehler in der öffentlichen Wahrnehmung des islamistischen Terrorismus hinzuweisen. Wie immer werden Terroranschläge gebetsmühlenartig als Angriff auf unsere "Werte" und unsere "freiheitliche Grundordnung" bezeichnet. Das ist vollkommener Unsinn. Jeder, der das behauptet, hat sich mit den Ursachen von Terrorismus entweder nur halbherzig auseinandergesetzt, oder will bewusst manipulieren. Einem islamistischen Selbstmordattentäter sind unsere Werte egal. Es ist ihm gleich, ob wir in einer freiheitlichen Demokratie leben oder nicht. Sie hassen uns nicht wegen unserer Freiheit, wie gerne als Erklärung für 9/11 behauptet wurde.

Tatsächlich ist ein Terrorakt immer eine politische Aktion. Für Terrorismus gilt dasselbe, was von Clausewitz über den Krieg gesagt hat: Er ist eine bloße Fortsetzung der Politik mit anderen Mitteln. Und das Ziel der Drahtzieher ist eben nicht, unsere Demokratie zu stürzen, sondern politische Unabhängigkeit im Nahen und Mittleren Osten. Die Ursachen der Anschläge sind nicht im Islam zu suchen, sondern in der desaströsen Außenpolitik des Westens unter Federführung der USA in den letzten Jahrzehnten.

Wer also wie Gauck das dümmliche Geschwätz vom "Angriff auf unsere Werte" verbreitet, lenkt von den wahren Ursachen des Terrorismus ab und diskreditiert damit auch den Islam. Dass der Mainstream über die tatsächlichen Hintergründe im Unklaren gelassen wird, ist letztendlich auch die Ursache für zunehmende Fremdenfeindlichkeit und Islamophobie in unserer Gesellschaft. Die Dummköpfe und Lügner in Politik und Presse sind für die Verunsicherung der Bevölkerung verantwortlich, die sich früher oder später in Hass entlädt.

Stattdessen sollte die Politik endlich eingestehen, dass der Terrorismus ausschließliche Folge einer völkerrechtswidrigen, westlichen Einmischung ist, sie sollte die Millionen Opfer angemessen entschädigen, und derartige Einmischung in Zukunft unterlassen.

Wie schon William Blum treffend sagte:

"If I were the president, I could stop terrorist attacks against the United States in a few days. Permanently. I would first apologize -- very publicly and very sincerely -- to all the widows and the orphans, the impoverished and the tortured, and all the many millions of other victims of American imperialism. I would then announce that America's global interventions -- including the awful bombings -- have come to an end. [...] I would then reduce the military budget by at least 90% and use the savings to pay reparations to the victims and repair the damage from the many American bombings and invasions. [...] That's what I'd do on my first three days in the White House. On the fourth day, I'd be assassinated."
 ·  Translate
Der Bundespräsident fordert einen kollektiven „Akt der Selbstbehauptung und Verteidigung“. Die freiheitliche Grundordnung sei ein westliches Versprechen – auch für Schutz suchende Flüchtlinge.
1
Add a comment...

Nick Wellnhofer

Shared publicly  - 
 
Stefan Kornelius gefällt sich wieder als Hardliner, verdreht in gewohnter Manier die Tatsachen und fordert offen, Griechenland "die Tür zu weisen". Dass das rechtlich nicht so einfach geht und dass die EU, insbesondere Deutschland, das auch gar nicht will, sollte er eigentlich wissen.

Ich gehe jede Wette ein, dass es in Kürze einen Kompromiss geben wird und Kornelius sich zum wiederholten Male blamiert. Was deutsche "Qualitätsmedien" wie die SZ ihren Lesern nämlich beharrlich verschweigen: Tsipras ist der EU in den jüngsten Verhandlungen unter Bruch seiner Wahlversprechen schon sehr weit entgegengekommen. Nur die "Institutionen" waren nicht bereit, sich einen Millimeter zu bewegen. Das alles in der Hoffnung, die verhasste Linksregierung zum Rücktritt zwingen zu können, indem man den griechischen Banken den Geldhahn zudreht. Dieser Plan ist jetzt voll daneben gegangen.

Ich würde dem Transatlantiker Kornelius auch nahelegen, sich ein Beispiel an der Berichterstattung der US-Medien zu nehmen. In den großen Tageszeitungen der USA fragt man sich unvoreingenommen, wie die EU das Mitgliedsland Griechenland derart demütigen kann. In deutschen Leitmedien ist Kritik an der Außenpolitik der Regierung Merkel jedoch ein absolutes Tabu.

Hier beispielsweise der Bericht der New York Times:

http://www.nytimes.com/2015/07/06/world/europe/greek-referendum-debt-crisis-vote.html

Derart neutrale, ausgewogene und journalistischen Grundsätzen folgende Artikel zum Thema EU sind in deutschen Zeitungen leider mit der Lupe zu suchen.
 ·  Translate
Griechenland hat den Sparkurs abgelehnt, das Syriza-Lager jubelt. Doch in Athen wird man schnell merken, wie düster es um das Land steht.
1
Add a comment...

Nick Wellnhofer

Shared publicly  - 
 
Daenerys Targaryens Fuchur-Moment
1
Add a comment...

Nick Wellnhofer

Shared publicly  - 
 
"Das ist der Ton, den vor allem Medien in Deutschland gesetzt haben, seitdem die neue griechische Regierung Ende Januar an die Macht gewählt wurde: ein Ton der konsequenten Demütigung."
 ·  Translate
Michalis Pantelouris ist gelernter Journalist. Er ist Deutschgrieche. Oder andersherum Grecogermane. Pantelouris sitzt zwischen den Stühlen. Die Art, wie Medien in Deutschland Stimmung gegen Griechenland machen, empfindet er als unerträglich. Eine Abrechnung.
1
Add a comment...
Have them in circles
30 people
Sebastian Lechner's profile photo
Milan Mann (Pixelpropaganda)'s profile photo
larry whyteman's profile photo
Rainer Lentes's profile photo
Henny Jimdrix's profile photo
Duke Leto's profile photo
Daniel Rotariu's profile photo
goschimeister1's profile photo
Dan Markham's profile photo

Nick Wellnhofer

Shared publicly  - 
 
In einem der dümmsten Kommentare, die ich seit langem gelesen habe, schreibt Torsten Krauel in der Welt:

«Es gibt gewalttätige Revolutionen und gewaltlose. Es gibt Blutdürstige, und es gibt Versöhner. Es gibt Philosophen, die Vernichtung predigen, und es gibt welche, die an die Menschheit glauben. Es gab (und gibt in einigen Regionen der Welt) christliche Hassprediger, und es gibt ihr Gegenteil. Es gibt Nationalisten und Kosmopoliten, es gibt Diktatoren und Demokraten, es gibt Terroristen und Friedfertige. Es gibt immer zwei Möglichkeiten.»

So weit, so richtig. Der nächste Satz zieht einem dann aber die Schuhe aus:

«Und jetzt wollen uns welche einreden, der Terrorismus von Gruppierungen wie al-Qaida oder dem Islamischen Staat sei die womöglich einzige folgerichtige Antwort auf westliche Politik?»

Nein, lieber Torsten Krauel, niemand will Ihnen das einreden. Niemand behauptet, Terrorismus wäre die einzig folgerichtige Antwort, oder gar gerechtfertigt. Jeder, der ein bisschen Verstand hat, erkennt aber, dass Terrorismus eine der möglichen und abzusehenden Antworten ist (sie selbst ja anscheinend auch). Wenn man ein Land wie den Irak mit Krieg überzieht, muss man also damit rechnen, dass sich ein kleiner Teil der Bevölkerung dem Terrorismus zuwendet. Kurz gesagt: Der Terrorismus ist eine Folge westlicher Politik. Sie führen in Ihrem hyperventilierenden Kommentar kein einziges Gegenargument an, sondern unterstellen einfach, dass man Terrorismus durch diese Behauptung rechtfertigen würde. Das ist schäbig und zeugt von Ihrer Unfähigkeit logisch zu denken.

Ihre Antwort auf die Frage, was denn die Ursache des Terrorismus sei, ist außerordentlich dünn. Ihrer Meinung nach sind es "Sekten", die Jugendliche zum Gewaltrausch verführen. Doch was treibt diese sogenannten Sekten an? Würde es diese Sekten auch geben, wenn sich der Westen nicht militärisch im arabischen Raum einmischen würde? Oder ist es nur religiöser Wahn, der Menschen dazu bringt um die halbe Welt zu fahren und dort andere zu ermorden? Haben Sie sich je einmal mit den Verlautbarungen dieser Sekten oder der wissenschaftlichen Literatur [1] zu dem Thema auseinandergesetzt? Anscheinend nicht, denn dann hätten Sie erkannt, dass diese Gruppen eindeutig politische Ziele haben: Rache an den westlichen Staaten, Abzug westlicher Truppen, Ende westlicher Einmischung. Diese Ziele sind für uns "Terrorversteher" nachvollziehbar, die Mittel natürlich nicht.

[1] https://en.wikipedia.org/wiki/Robert_Pape#Dying_to_Win
 ·  Translate
Islamistische Gewalt ist die Folge westlicher Politik? Was für ein Unsinn! Die Schwarzen in den USA, die Polen, die Vietnamesen – sie haben gezeigt, dass man auf zugefügtes Leid anders reagieren kann.
1
Add a comment...

Nick Wellnhofer

Shared publicly  - 
 
Art meets engineering in one of the most incredible SID tunes ever.
1
Add a comment...

Nick Wellnhofer

Shared publicly  - 
 
Es gab in den 90ern viele Kritiker der europäischen Gemeinschaftwährung, aber wenige haben es in so knappen Worten auf den Punkt gebracht wie Milton Friedman in diesem Aufsatz 1997.
 ·  Translate
1
Add a comment...

Nick Wellnhofer

Shared publicly  - 
 
«Beim letzten großen deutschen Anlauf zur Weltmacht wurden für jeden von Partisanen getöteten deutschen Besatzer für gewöhnlich 100 Zivilisten von der Wehrmacht ermordet. Diesmal werden ganze Volkswirtschaften in den sozioökonomischen Zusammenbruch getrieben, sobald deren Bevölkerung die "falsche" Wahl trifft. Die Methoden haben sich gewandelt, die Mentalität der Berliner Politeliten scheint geblieben zu sein.»

Die Analyse Koniczs ist insofern falsch, als dass Deutschland auch Volkswirtschaften in den Ruin getrieben hat, obwohl oder gerade weil sie die aus deutscher Sicht "richtige" Wahl getroffen haben. Trotzdem ein lesenswerter Artikel.
 ·  Translate
1
Add a comment...

Nick Wellnhofer

Shared publicly  - 
 
Heidi und der Ziegenpeter
 ·  Translate
1
Add a comment...

Nick Wellnhofer

Shared publicly  - 
 
A funny take on the sensationalism in security research.
1
Add a comment...
People
Have them in circles
30 people
Sebastian Lechner's profile photo
Milan Mann (Pixelpropaganda)'s profile photo
larry whyteman's profile photo
Rainer Lentes's profile photo
Henny Jimdrix's profile photo
Duke Leto's profile photo
Daniel Rotariu's profile photo
goschimeister1's profile photo
Dan Markham's profile photo
Places
Map of the places this user has livedMap of the places this user has livedMap of the places this user has lived
Currently
München
Links
Contributor to
Work
Employment
  • aevum
    present
Contact Information
Work
Address
aevum GmbH Rumfordstr. 4 80469 München